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Anwendungsgebiete
Indikation, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Dimenhydrinat - peroral- Prophylaxe und symptomatische Therapie von Übelkeit, Erbrechen und Schwindel unterschiedlicher Genese, insbesondere von Kinetosen (Reisekrankheit)
- Hinweis
- alters- und gewichtsabhängige Einschränkung des Indikationsgebietes möglich (s. jeweilige Herstellerinformation)
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Dimenhydrinat - peroral- zum Einnehmen
- feste Darreichungsform:
- Einnahme unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit
- vor den Mahlzeiten (jeweilige Fachinformation beachten)
- flüssige Darreichungsform:
- die erste Einnahme sollte mindestens 30 Minuten vor Reisebeginn erfolgen (vorzugsweise 1 - 2 Stunden zuvor), eine weitere Einnahme sollten frühestens 6 Stunden nach der vorherigen Einnahme erfolgen
- die Einnahme sollte nach den Mahlzeiten erfolgen, um jegliche Magenreizung zu minimieren
- feste Darreichungsform:
- Darreichungsform zum Kauen: wie einen normalen Kaugummi kauen
- lang kräftig und gründlichkauen; danach kann die Kaumasse aus dem Mund entfernt werden
- versehentliches Verschlucken ist unbedenklich
- bei Kindern setzt die Anwendung deren sicheren Umgang mit Kaugummis voraus
- bei Zahnprothesenträgern mögliches Anhaften der Kaumasse an der Prothese berücksichtigen
Gegenanzeigen
Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Dimenhydrinat - peroral- Überempfindlichkeit gegen Dimenhydrinat oder andere Antihistaminika
- akuter Asthma-Anfall
- Engwinkelglaukom
- Phäochromozytom
- Porphyrie
- Prostatahyperplasie mit Restharnbildung
- Krampfanfällen (Epilepsie, Eklampsie)
- Herzrhythmusstörungen (z.B. Wolff-Parkinson-White Syndrom)
- gewichtsabhängige Kontraindikation möglich (s. jeweilige Herstellerinformation)
Vorsichtsmaßnahmen
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Dimenhydrinat - peroral- Hinweis
- Dimenhydrinat ist zur alleinigen Behandlung von Zytostatika-induzierter Übelkeit und Erbrechen nicht geeignet
- Dimenhydrinat darf nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei Vorliegen von Zuständen, die durch die anticholinerge Wirkung von Dimenhydrinat verschlechtert werden können, wie
- chronischen Atembeschwerden und Asthma, da Dimenhydrinat zu dickflüssigeren Sekreten führen kann
- Leberinsuffizienz, da Dimenhydrinat in der Leber metabolisiert wird
- schwerer Niereninsuffizienz, da es zu einer Akkumulation von Dimenhydrinat kommen kann
- die Metaboliten von Dimenhydrinat werden über die Niere ausgeschieden
- Hypokaliämie, Hypomagnesiämie, QT-Verlängerung
- Hypokaliämie ist ein Risikofaktor für die Entwicklung einer QT-Intervall-Verlängerung
- Hypomagnesiämie ist ein unabhängiger Prädiktor für erhöhte Mortalität bei Patienten mit kardialen Störungen
- da vor allem höhere Dosen von Dimenhydrinat zur Verlängerung des QT-Intervalls mit schwerwiegenden Konsequenzen führen können, ist bei Patienten mit Hypokaliämie, Hypomagnesiämie, Bradykardie, angeborenem langen QT-Syndrom oder anderen klinisch signifikanten kardialen Störungen (insbesondere koronare Herzkrankheit, Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien) besondere Vorsicht geboten
- daher darf Dimenhydrinat auch bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall verlängern (z. B. Antiarrhythmika Klasse IA oder III, Antibiotika, Malaria-Mittel, Antihistaminika, Neuroleptika) oder zu einer Hypokaliämie führen, nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden
- Morbus Parkinson, da die Wirkung von anticholinergen Medikamenten gegen Parkinson verstärkt werden kann
- Dimenhydrinat sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten (insbesondere bei älteren Personen) mit Zuständen, die durch eine Anticholinergika-Therapie verstärkt werden könnten, z.B.
- erhöhter Augeninnendruck
- Pyloro-Duodenale Obstruktion
- Prostata-Hypertrophie
- Hypertonie
- orthostatische Hypotonie
- Hyperthyreose
- Schwindel
- Sedierung
- schwere koronare Herzkrankheit
- längerfristige Anwendung
- nach längerfristiger täglicher Anwendung können durch plötzliches Beenden der Behandlung vorübergehend Schlafstörungen auftreten
- deshalb sollte in diesen Fällen die Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet werden
- Medikamentenabhängigkeit
- wie bei anderen hypnotisch wirkenden Arzneimitteln ist bei einer längerfristigen Therapie mit Dimenhydrinat die Entwicklung einer Medikamentenabhängigkeit nicht auszuschließen
- aus diesem Grunde sollte die Indikation zu einer über eine Kurzzeitbehandlung hinausgehenden Therapie kritisch gestellt werden
- wie bei anderen hypnotisch wirkenden Arzneimitteln ist bei einer längerfristigen Therapie mit Dimenhydrinat die Entwicklung einer Medikamentenabhängigkeit nicht auszuschließen
- nach längerfristiger täglicher Anwendung können durch plötzliches Beenden der Behandlung vorübergehend Schlafstörungen auftreten
- Kinder und Jugendliche
- Überdosierungen mit Dimenhydrinat, können insbesondere bei Kindern lebensbedrohlich sein und müssen vermieden werden
- deshalb sind alters- und gewichtsabhängige Kontraindikationen zu beachten und eine passende Darreichungsform auszuwählen (s. jeweilige Herstellerinformation)
- Überdosierungen mit Dimenhydrinat, können insbesondere bei Kindern lebensbedrohlich sein und müssen vermieden werden
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Dimenhydrinat - peroral- Dimenhydrinat sollte in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn nichtmedikamentöse Maßnahmen und andere sicherere Arzneimittel keinen Erfolg gezeigt haben
- letzte Schwangerschaftswochen
- Dimenhydrinat sollte wegen möglicher Auslösung vorzeitiger Uteruskontraktionen nicht angewendet werden
- 1. Trimenon
- es liegen keinerlei Hinweise darauf vor, dass eine Anwendung von Dimenhydrinat im ersten Schwangerschaftsdrittel zu einer erhöhten Abortrate führt
- für Dimenhydrinat liegen widersprüchliche Berichte über die Sicherheit einer Anwendung in der Schwangerschaft vor
- eine prospektive Studie an Schwangeren hat keine Anhaltspunkte über den Zusammenhang einer Dimenhydrinat-Anwendung und Missbildungen ergeben
- in einer anderen Studie wurde eine Assoziation mit kardiovaskulären Defekten und mit Inguinalhernie und einer Dimenhydrinat-Exposition in der Schwangerschaft beschrieben
- in einer Fall-Kontroll-Studie, in der 38.151 Neugeborene ohne kongenitale Anomalien und 22.843 mit kongenitalen Anomalien eingeschlossen wurden, ließen sich bei den insgesamt 2.640 mit Dimenhydrinat exponierten Kindern keine Anzeichen auf ein teratogenes Potential von Dimenhydrinat erkennen
- Dimenhydrinat kann am Uterus eine Steigerung der Kontraktilität hervorrufen bzw. vorzeitige Wehen auslösen
- tierexperimentelle Studien
- Dimenhydrinat ist tierexperimentell nur unzureichend auf reproduktionstoxikologische Eigenschaften untersucht
- Fertilität
- es liegen keine Untersuchungen zur Beeinflussung der Fertilität vor
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Dimenhydrinat - peroral- Dimenhydrinat sollte in der Stillzeit entweder abgesetzt werden oder in der Zeit der Einnahme sollte abgestillt werden
- da unerwünschte Wirkungen, wie erhöhte Irritabilität, auf das gestillte Kind nicht auszuschließen sind
- Dimenhydrinat geht in die Muttermilch über
- für Dimenhydrinat liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung in der Stillzeit vor
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben schwerwiegend H1-Antihistaminika / Ethanol
H1-Antihistaminika / MAO-Hemmer
Hydroxyzin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
mittelschwer Opioide / H1-Antihistaminika, sedierende
Histamin / H1-Antihistaminika
Dexmedetomidin / Hypnotika und Sedativa
Hypnotika / H1-Antihistaminika
Benzodiazepine / H1-Antihistaminika, sedierende
Regadenoson / Xanthinderivate
Ajmalin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Fluphenazin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
geringfügig Cholinesterase-Hemmer / Antiemetika, anticholinerge
H1-Antihistaminika / Proteinkinase-Inhibitoren
H1-Antihistaminika / Fingolimod
H1-Antihistaminika / Anticholinergika
Prokinetika / Anticholinergika
Beta-Sympathomimetika / Xanthinderivate
H1-Antihistaminika / Tizanidin
Pitolisant / H1-Antihistaminika
Cannabinoide / H1-Antihistaminika, sedierende
Methoxyfluran / H1-Antihistaminika
Difelikefalin / H1-Antihistaminika, sedierende
QT-Info (Produktinformation) / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
QT-Info (Produktinformation) / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Arzneimittel, anticholinerge Wirkung / Corticosteroide
Thalidomid / Stoffe, sedierendeWarnhinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.
Dosierungsanleitung
Dosierung, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Dimenhydrinat - peroral- Behandlung von Reisekrankheiten, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen
- die Dosierung von Dimenhydrinat soll sich am Körpergewicht der Patienten und an der Bioverfügbarkeit der jeweiligen Darreichungsform orientieren
- insbesondere bei jungen und leichten Patienten kann schon die niedrigste Dosierung in der jeweils zutreffenden Gewichts- und Altersklasse zur Linderung der Symptome ausreichend sein
- normal freisetzende Darreichungsform
- Erwachsene und Jugendliche (> 14 Jahre)
- 50 - 100 mg Dimenhydrinat 1 - 4mal / Tag bzw. alle 4 Stunden
- jedoch nicht > 300 - 400 mg Dimenhydrinat / Tag
- Kinder und Jugendliche (abweichende Angaben der jeweiligen Produktformation beachten)
- 6 - 14 Jahre
- 5 mg Dimenhydrinat / kg KG / Tag, unterteilt in 4 Einzeldosen
- bzw. 25 - 50 mg 1-3mal / Tag
- ab 6 kg KG
- 1,25 mg Dimenhydrinat / kg KG 3 - 4mal / Tag; z.B.
- 6 - 10 kg KG: 8,25 mg 3 - 4mal / Tag
- 10 - 15 kg KG: 16,5 mg 3mal / Tag bis 12,5 mg 4mal / Tag (entsprechend 50 mg Dimenhydrinat / Tag)
- > 15 - 20 kg KG: 25 mg Dimenhydrinat 3mal / Tag (entsprechend 75 mg Dimenhydrinat / Tag)
- > 20 - 25 kg KG: 25 mg Dimenhydrinat 4mal / Tag (entsprechend 100 mg Dimenhydrinat / Tag)
- > 25 - 30 kg KG: 37,5 mg Dimenhydrinat 3mal / Tag (entsprechend 112,5 mg Dimenhydrinat / Tag)
- > 30 kg Körpergewicht (KG)
- 50 mg Dimenhydrinat 3mal / Tag
- im Allgemeinen </= 100 mg Dimenhydramin / Tag
- 50 mg Dimenhydrinat 3mal / Tag
- 1,25 mg Dimenhydrinat / kg KG 3 - 4mal / Tag; z.B.
- < 2 Jahre
- Anwendung nicht empfohlen
- maximale Dosis
- 5 mg Dimenhydrinat / kg KG / 24 Std. sollen im Allgemeinen nicht überschritten werden
- max. 150 mg Dimenhydrinat / Tag
- Überdosierung mit Dimenhydrinat kann insbesondere bei Kindern < 3 Jahren lebensbedrohlich sein
- muss in dieser Altersgruppe unter allen Umständen vermieden werden
- es dürfen nicht > 5 mg Dimenhydrinat / kg KG / 24 Stunden gegeben werden
- 6 - 14 Jahre
- Erwachsene und Jugendliche (> 14 Jahre)
- retardiert freisetzende Darreichungsform
- Erwachsene und Jugendliche (> 14 Jahre)
- 200 - max. 400 mg Dimenhydrinat verteilt auf mehrere Einzeldosen/ Tag
- im Allgemeinen 150 mg 2mal / Tag (morgens und abends)
- im Ausnahmefall können die Einzelgaben bei unzureichender Wirkung im Abstand von 8 - 10 Stunden erfolgen
- Erwachsene und Jugendliche (> 14 Jahre)
- Darreichungsform zum Kauen
- Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
- 20 mg Dimenhydrinat 3mal im Abstand von jeweils einer halben Stunde
- bei Bedarf weitere Gaben, jedoch nicht mehr als 140 mg / Tag
- Kinder und Jugendliche (6 - 12 Jahre)
- 20 mg Dimenhydrinat 2mal im Abstand von jeweils einer halben Stunde
- bei Bedarf weitere Gaben, jedoch nicht mehr als 80 mg / Tag
- Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
- Behandlungsdauer
- ohne Rücksprache mit dem Arzt wenige Tage anwenden, nur zur kurzzeitigen Anwendung vorgesehen
- spätestens nach 2-wöchiger Behandlung sollte geprüft werden, ob eine Behandlung weiterhin erforderlich ist
- Indikation zu einer über eine Kurzzeitbehandlung hinausgehende Therapie kritisch stellen
- Behandlungsende
- nach längerfristiger täglicher Anwendung können durch plötzliches Beenden der Behandlung vorübergehend Schlafstörungen auftreten
- in diesen Fällen Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis beenden
- die Dosierung von Dimenhydrinat soll sich am Körpergewicht der Patienten und an der Bioverfügbarkeit der jeweiligen Darreichungsform orientieren
- Prophylaxe von Reisekrankheiten
- die Dosierung von Dimenhydrinat soll sich am Körpergewicht der Patienten und an der Bioverfügbarkeit der jeweiligen Darreichungsform orientieren
- insbesondere bei jungen und leichten Patienten kann schon die niedrigste Dosierung in der jeweils zutreffenden Gewichts- und Altersklasse zur Linderung der Symptome ausreichend sein
- normal freisetzende Darreichungsform
- erste Einnahme ca. 30 - 60 Min. vor Reisebeginn
- Erwachsene und Jugendliche (> 14 Jahre)
- 50 mg Dimenhydrinat 3mal / Tag
- Kinder und Jugendliche (abweichende Angaben der jeweiligen Produktformation beachten)
- 6 - 14 Jahre
- 5 mg Dimenhydrinat / kg KG / Tag, unterteilt in 4 Einzeldosen
- bzw. 25 - 50 mg 1-3mal / Tag
- ab 6 kg KG
- 1,25 mg Dimenhydrinat / kg KG 3 - 4mal / Tag; z.B.
- 6 - 10 kg KG: 8,25 mg 3 - 4mal / Tag
- 10 - 15 kg KG: 16,5 mg 3mal / Tag bis 12,5 mg 4mal / Tag (entsprechend 50 mg Dimenhydrinat / Tag)
- > 15 - 20 kg KG: 25 mg Dimenhydrinat 3mal / Tag (entsprechend 75 mg Dimenhydrinat / Tag)
- > 20 - 25 kg KG: 25 mg Dimenhydrinat 4mal / Tag (entsprechend 100 mg Dimenhydrinat / Tag)
- > 25 - 30 kg KG: 37,5 mg Dimenhydrinat 3mal / Tag (entsprechend 112,5 mg Dimenhydrinat / Tag)
- > 30 kg Körpergewicht (KG)
- 50 mg Dimenhydrinat 3mal / Tag
- im Allgemeinen </= 100 mg Dimenhydramin / Tag
- 50 mg Dimenhydrinat 3mal / Tag
- 1,25 mg Dimenhydrinat / kg KG 3 - 4mal / Tag; z.B.
- < 2 Jahre
- Anwendung nicht empfohlen
- maximale Dosis
- 5 mg Dimenhydrinat / kg KG / 24 Std. sollen im Allgemeinen nicht überschritten werden
- max. 150 mg / Tag
- Überdosierung mit Dimenhydrinat kann insbesondere bei Kindern < 3 Jahren lebensbedrohlich sein
- muss in dieser Altersgruppe unter allen Umständen vermieden werden
- es dürfen nicht > 5 mg Dimenhydrinat / kg KG / 24 Stunden gegeben werden
- 6 - 14 Jahre
- retardiert freisetzende Darreichungsform
- erste Einnahme ca. 30 - 60 Min. vor Reisebeginn
- Erwachsene und Jugendliche (> 14 Jahre)
- 200 - max. 400 mg Dimenhydrinat / Tag
- im Allgemeinen 150 mg 2mal / Tag (morgens und abends)
- im Ausnahmefall können die Einzelgaben bei unzureichender Wirkung im Abstand von 8 - 10 Stunden erfolgen
- Darreichungsform zum Kauen
- erste Einnahme ca. 60 Min. vor Reisebeginn
- Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
- 20 mg Dimenhydrinat 3mal im Abstand von jeweils einer halben Stunde
- bei Bedarf weitere Gaben, jedoch nicht mehr als 140 mg / Tag
- Kinder und Jugendliche (6 - 12 Jahre)
- 20 mg Dimenhydrinat 2mal im Abstand von jeweils einer halben Stunde
- bei Bedarf weitere Gaben, jedoch nicht mehr als 80 mg / Tag
- Behandlungsdauer
- ohne Rücksprache mit dem Arzt wenige Tage anwenden, nur zur kurzzeitigen
Anwendung vorgesehen - spätestens nach 2-wöchiger Behandlung sollte geprüft werden, ob eine
Behandlung weiterhin erforderlich ist
- ohne Rücksprache mit dem Arzt wenige Tage anwenden, nur zur kurzzeitigen
- die Dosierung von Dimenhydrinat soll sich am Körpergewicht der Patienten und an der Bioverfügbarkeit der jeweiligen Darreichungsform orientieren
- Symptomatische Therapie von älteren Patienten mit Schwindel unterschiedlicher Genese
- retardiert freisetzende Darreichungsform
- Erwachsene
- 120 mg Dimenhydrinat 1 - 2mal / Tag
- innerhalb von 24 Stunden können, möglichst im 8-Stunden-Abstand, bis zu 120 mg 3mal eingenommen werden
- Kinder und Jugendliche (< 14 Jahre)
- keine Anwendung
- Erwachsene
- Behandlungsdauer
- Behandlungsdauer so kurz wie möglich, im Allgemeinen nur wenige Tage
- nach 2-wöchiger Behandlung sollte die Indikation zur weiteren Behandlung überprüft werden
- Daten über Anwendung über 8 Wochen hinaus nicht vorliegend
- Behandlungsende
- nach längerfristiger täglicher Anwendung können durch plötzliches Beenden der Behandlung vorübergehend Schlafstörungen auftreten
- in diesen Fällen Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis beenden
- retardiert freisetzende Darreichungsform
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Dimenhydrinat - peroral- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leukopenie
- Neutropenie
- Thrombozytopenie
- hämolytische Anämie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Urticaria
- Ödem
- anaphylaktische Reaktionen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Psychiatrische Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Angst(-zustände) (paradoxe Reaktion, insbes. bei Kindern möglich)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Somnolenz (anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
- Kopfschmerzen (anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
- Benommenheit (anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
- Schwindelgefühl (häufiger bei älteren Patienten; anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sedierung
- Mydriasis
- Sehstörung
- Stimmungsschwankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erinnerungsvermögen eingeschränkt
- Gleichgewichtsstörung (häufiger bei älteren Patienten)
- Aufmerksamkeitsstörungen
- Koordinationsstörungen
- Verwirrtheitszustand (häufiger bei älteren Patienten)
- Halluzination
- Stimmungsschwankungen
- Schlaflosigkeit (paradoxe Reaktion, insbes. bei Kindern möglich)
- Vertigo
- Myasthenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Sehschärfe vermindert
- Orthostasesyndrom
- Unruhe (paradoxe Reaktion, insbes. bei Kindern möglich)
- Agitiertheit
- Nervosität
- Tremor/Zittern (paradoxe Reaktion, insbes. bei Kindern möglich)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- extrapyramidale Erkrankung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen (häufiger bei älteren Patienten)
- Erregung (paradoxe Reaktion, insbes. bei Kindern möglich)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verstopfte Nase
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Mundtrockenheit
- gastrointestinale Erkrankungen z.B.
- Übelkeit
- Schmerzen im Oberbauch
- Erbrechen
- Durchfall
- Obstipation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- hepatische Funktiosstörungen (Ikterus, Gelbsucht cholestatisch)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erythem
- Ekzem
- Angioödeme
- Purpura
- Dermatitis allergisch
- ohne Häufigkeitsangabe
- Photosensibilität
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- muskuläre Schwäche (anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Störungen bei der Entleerung der Harnblase
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- intraokulärer Druck erhöht
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verlängerung des QT-Intervalls im EKG
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
-
Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels
Stoffname Stoffmenge Stofftyp Dimenhydrinat 50 mg Wirkstoff Calcium hydrogenphosphat mg Hilfsstoff Carboxymethylstärke, Natriumsalz Typ A mg Hilfsstoff Cellulose Pulver mg Hilfsstoff Lactose 1-Wasser mg Hilfsstoff Magnesium stearat mg Hilfsstoff Silicium dioxid, hochdispers mg Hilfsstoff Anmelden / Registrieren
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