Reisetabletten Heumann 50 mg Tabletten

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Steckbrief : Reisetabletten Heumann 50 mg Tabletten

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  • Allgemeine Produktinformationen

    Urlaubszeit ist die schönste Zeit im Jahr - sollte man meinen, aber für schätzungsweise fünf bis zehn Prozent der Reisenden hat sie einen negativen Beigeschmack: Sie reagieren empfindlich auf Bewegungen in Verkehrsmitteln und haben in Folge mit Beschwerden wie Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen zu kämpfen.

    Personen mit Neigung zu Schwindelgefühlen und Migräne sind erfahrungsgemäß besonders empfänglich. Zudem sind Frauen häufiger von der Reisekrankheit betroffen als Männer, hauptsächlich zu Beginn der Menstruation oder während einer Schwangerschaft. Die Basis hierfür stellen vermutlich hormonelle Einflüsse dar. Die Hauptbetroffenen sind jedoch Kinder, vor allem zwischen dem zweiten und zwölften Lebensjahr.

    Die genannten Symptome treten auf, wenn die Augen und das Gleichgewichtsorgan unterschiedliche Signale senden und in Folge dessen ein Konflikt im Gehirn entsteht. Im Anschluss dazu kommt es zu unwillkürlichen Reaktionen und zur Aktivierung des Brechzentrums, welches sich im Hirnstamm befindet.

    Jedoch können die Leidtragenden einige Tipps befolgen, um die Beschwerden zu umgehen oder sie zumindest zu lindern: Im Flugzeug ist ein Platz am Mittelgang im vorderen Flugzeugteil am ruhigsten. Bei Schiffsreisen wählt man am besten Kabinen im Mittelteil des Schiffes unmittelbar über dem Wasserspiegel. Im Auto ist der Beifahrersitz am geeignetsten. Bei einer Busreise sollten die hinteren Plätze gemieden werden, dort ist die Schaukelbewegung am stärksten und in der Bahn ist es sinnvoll, einen Sitzplatz in Fahrtrichtung zu buchen. Nicht zu empfehlen ist weiterhin das Lesen während der Fahrt. Eine leichte Kost vor Reiseantritt sowie der Verzicht auf Kaffee und alkoholische Getränke helfen dem Magen. Doch auch ein leerer Magen schützt nicht vor Übelkeit.


    REISETABLETTEN Heumann 50 mg Tabletten schaffen Abhilfe, denn sie verringern gezielt das Schwindelgefühl und vermindern zudem Übelkeit und Erbrechen. Die Wirkung tritt bereits 30 Minuten nach der Einnahme ein. REISETABLETTEN Heumann sind zudem teilbar und erleichtern damit das Schlucken der Tablette.


    Alle Vorteile auf einen Blick:


    -Wirkungseintritt bereits nach 30 Minuten

    -Wirkdauer: drei bis sechs Stunden

    -Beugt einer Reisekrankheit vor

    -Vermindert Übelkeit und Erbrechen

    -Verringert Schwindelgefühl

    -Für Kinder ab sechs Jahren geeignet

    -Teilbar

    • Nehmen Sie die Tabletten vorzugsweise vor den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit ein.

    Anwendungsgebiete

    • Das Präparat ist ein Arzneimittel gegen Reisekrankheit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen.
    • Das Arzneimittel wird angewendet zur
      • Vorbeugung und Behandlung von Reisekrankheit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen (nicht bei Chemotherapie).

    Indikation
    • Vorbeugung und Behandlung von Reisekrankheit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen (nicht bei Chemotherapie)
    Art der Anwendung
    • Einnahme vorzugsweise vor den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit

    Gegenanzeigen

    • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
      • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Dimenhydrinat oder einen der sonstigen Bestandteile von des Präparates sind
      • bei Früh- und Neugeborenen
      • wenn Sie schwanger sind
      • bei Krampfanfällen (Epilepsie, Eklampsie)
      • bei Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostataadenom) mit Restharnbildung
      • bei erhöhtem Augeninnendruck (Glaukom) mit engem Kammerwinkel
      • bei Alkoholmissbrauch
      • bei Mangeldurchblutung des Gehirns
      • wenn Sie mit bestimmten Antibiotika behandelt werden (Aminoglykosid-Antibiotika), da das Präparat die eventuell durch Aminoglykosid-Antibiotika verursachten gehörschädigenden Wirkungen verdecken kann
      • wenn Sie an einer bestimmten angeborenen Blutbildungsstörung (Porphyrie) leiden

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Dimenhydrinat - peroral
    • Überempfindlichkeit gegen Dimenhydrinat oder andere Antihistaminika
    • akuter Asthma-Anfall
    • Engwinkelglaukom
    • Phäochromozytom
    • Porphyrie
    • Prostatahyperplasie mit Restharnbildung
    • Krampfanfällen (Epilepsie, Eklampsie)
    • Herzrhythmusstörungen (z.B. Wolff-Parkinson-White Syndrom)
    • gewichtsabhängige Kontraindikation möglich (s. jeweilige Herstellerinformation)

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich
      • Kinder
        • Bei Früh- und Neugeborenen darf das Präparat nicht angewendet werden, da der kindliche Organismus besonders empfindlich auf den Wirkstoff reagiert.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
      • Das Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßen Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Dimenhydrinat - peroral
    • Hinweis
      • Dimenhydrinat ist zur alleinigen Behandlung von Zytostatika-induzierter Übelkeit und Erbrechen nicht geeignet
    • Dimenhydrinat darf nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei Vorliegen von Zuständen, die durch die anticholinerge Wirkung von Dimenhydrinat verschlechtert werden können, wie
      • chronischen Atembeschwerden und Asthma, da Dimenhydrinat zu dickflüssigeren Sekreten führen kann
      • Leberinsuffizienz, da Dimenhydrinat in der Leber metabolisiert wird
      • schwerer Niereninsuffizienz, da es zu einer Akkumulation von Dimenhydrinat kommen kann
        • die Metaboliten von Dimenhydrinat werden über die Niere ausgeschieden
      • Hypokaliämie, Hypomagnesiämie, QT-Verlängerung
        • Hypokaliämie ist ein Risikofaktor für die Entwicklung einer QT-Intervall-Verlängerung
        • Hypomagnesiämie ist ein unabhängiger Prädiktor für erhöhte Mortalität bei Patienten mit kardialen Störungen
        • da vor allem höhere Dosen von Dimenhydrinat zur Verlängerung des QT-Intervalls mit schwerwiegenden Konsequenzen führen können, ist bei Patienten mit Hypokaliämie, Hypomagnesiämie, Bradykardie, angeborenem langen QT-Syndrom oder anderen klinisch signifikanten kardialen Störungen (insbesondere koronare Herzkrankheit, Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien) besondere Vorsicht geboten
          • daher darf Dimenhydrinat auch bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall verlängern (z. B. Antiarrhythmika Klasse IA oder III, Antibiotika, Malaria-Mittel, Antihistaminika, Neuroleptika) oder zu einer Hypokaliämie führen, nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden
      • Morbus Parkinson, da die Wirkung von anticholinergen Medikamenten gegen Parkinson verstärkt werden kann
    • Dimenhydrinat sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten (insbesondere bei älteren Personen) mit Zuständen, die durch eine Anticholinergika-Therapie verstärkt werden könnten, z.B.
      • erhöhter Augeninnendruck
      • Pyloro-Duodenale Obstruktion
      • Prostata-Hypertrophie
      • Hypertonie
      • orthostatische Hypotonie
      • Hyperthyreose
      • Schwindel
      • Sedierung
      • schwere koronare Herzkrankheit
    • längerfristige Anwendung
      • nach längerfristiger täglicher Anwendung können durch plötzliches Beenden der Behandlung vorübergehend Schlafstörungen auftreten
        • deshalb sollte in diesen Fällen die Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet werden
      • Medikamentenabhängigkeit
        • wie bei anderen hypnotisch wirkenden Arzneimitteln ist bei einer längerfristigen Therapie mit Dimenhydrinat die Entwicklung einer Medikamentenabhängigkeit nicht auszuschließen
          • aus diesem Grunde sollte die Indikation zu einer über eine Kurzzeitbehandlung hinausgehenden Therapie kritisch gestellt werden
    • Kinder und Jugendliche
      • Überdosierungen mit Dimenhydrinat, können insbesondere bei Kindern lebensbedrohlich sein und müssen vermieden werden
        • deshalb sind alters- und gewichtsabhängige Kontraindikationen zu beachten und eine passende Darreichungsform auszuwählen (s. jeweilige Herstellerinformation)
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Dimenhydrinat - peroral
    • Dimenhydrinat sollte in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn nichtmedikamentöse Maßnahmen und andere sicherere Arzneimittel keinen Erfolg gezeigt haben
    • letzte Schwangerschaftswochen
      • Dimenhydrinat sollte wegen möglicher Auslösung vorzeitiger Uteruskontraktionen nicht angewendet werden
    • 1. Trimenon
      • es liegen keinerlei Hinweise darauf vor, dass eine Anwendung von Dimenhydrinat im ersten Schwangerschaftsdrittel zu einer erhöhten Abortrate führt
    • für Dimenhydrinat liegen widersprüchliche Berichte über die Sicherheit einer Anwendung in der Schwangerschaft vor
      • eine prospektive Studie an Schwangeren hat keine Anhaltspunkte über den Zusammenhang einer Dimenhydrinat-Anwendung und Missbildungen ergeben
      • in einer anderen Studie wurde eine Assoziation mit kardiovaskulären Defekten und mit Inguinalhernie und einer Dimenhydrinat-Exposition in der Schwangerschaft beschrieben
      • in einer Fall-Kontroll-Studie, in der 38.151 Neugeborene ohne kongenitale Anomalien und 22.843 mit kongenitalen Anomalien eingeschlossen wurden, ließen sich bei den insgesamt 2.640 mit Dimenhydrinat exponierten Kindern keine Anzeichen auf ein teratogenes Potential von Dimenhydrinat erkennen
    • Dimenhydrinat kann am Uterus eine Steigerung der Kontraktilität hervorrufen bzw. vorzeitige Wehen auslösen
    • tierexperimentelle Studien
      • Dimenhydrinat ist tierexperimentell nur unzureichend auf reproduktionstoxikologische Eigenschaften untersucht
    • Fertilität
      • es liegen keine Untersuchungen zur Beeinflussung der Fertilität vor
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Dimenhydrinat - peroral
    • Dimenhydrinat sollte in der Stillzeit entweder abgesetzt werden oder in der Zeit der Einnahme sollte abgestillt werden
      • da unerwünschte Wirkungen, wie erhöhte Irritabilität, auf das gestillte Kind nicht auszuschließen sind
    • Dimenhydrinat geht in die Muttermilch über
    • für Dimenhydrinat liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung in der Stillzeit vor

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Bei Einnahme des Präparates mit anderen Arzneimitteln
      • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
      • Die gleichzeitige Anwendung des Präparates mit Arzneimitteln, die auf das zentrale Nervensystem wirken (z. B. Psychopharmaka, Schlafmittel, Schmerzmittel), kann zu einer wechselseitigen Verstärkung der beruhigenden bzw. erregenden Wirkungen führen.
      • Die gleichzeitige Anwendung mit Aminoglykosid-Antibiotika kann eventuelle gehörschädigende Wirkungen der Antibiotika verschleiern. Die gleichzeitige Gabe des Arzneimittels und speziellen Medikamenten zur Behandlung krankhaft trauriger Verstimmungen (sog. trizyklische Antidepressiva, MAO-Hemmstoffe) sowie bestimmten Arzneistoffen mit Wirkung auf das vegetative Nervensystem (Parasympatholytika) verstärkt bestimmte Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit und Verstopfung.
      • Die gleichzeitige Verabreichung des Präparates und blutdrucksenkenden Mitteln führt zu einer verstärkten blutdrucksenkenden Wirkung. Die Dosis muss entsprechend angepasst werden.
      • Die hemmende Wirkung von Procarbazin (spezielles Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Krebserkrankungen) auf das Zellwachstum wird durch die gleichzeitige Gabe des Präparates verstärkt.
      • Das Arzneimittel kann die Wirkung von bestimmten Kortison-Präparaten (Glukokortikoide) und von Heparin herabsetzen.
      • Das Präparat schwächt die durch bestimmte Psychopharmaka (Phenothiazine) hervorgerufenen Störungen des Bewegungsablaufes (EPM-Syndrom) ab.
    • Bei Einnahme des Arzneimittels zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
      • Während der Anwendung des Präparates sollten Sie gleichzeitigen Alkoholgenuss meiden.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    schwerwiegend H1-Antihistaminika / Ethanol
    H1-Antihistaminika / MAO-Hemmer
    Hydroxyzin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    mittelschwer Opioide / H1-Antihistaminika, sedierende
    Histamin / H1-Antihistaminika
    Dexmedetomidin / Hypnotika und Sedativa
    Hypnotika / H1-Antihistaminika
    Regadenoson / Xanthinderivate
    Ajmalin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    Fluphenazin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    geringfügig Cholinesterase-Hemmer / Antiemetika, anticholinerge
    H1-Antihistaminika / Proteinkinase-Inhibitoren
    H1-Antihistaminika / Fingolimod
    H1-Antihistaminika / Anticholinergika
    Prokinetika / Anticholinergika
    Beta-Sympathomimetika / Xanthinderivate
    Benzodiazepine / H1-Antihistaminika
    H1-Antihistaminika / Tizanidin
    Pitolisant / H1-Antihistaminika
    Cannabinoide / H1-Antihistaminika, sedierende
    Methoxyfluran / H1-Antihistaminika
    Difelikefalin / H1-Antihistaminika, sedierende
    QT-Info (Produktinformation) / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    QT-Info (Produktinformation) / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    Arzneimittel, anticholinerge Wirkung / Corticosteroide
    Thalidomid / Stoffe, sedierende

    Warnhinweise

    • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    • Schwangerschaft
      • Das Arzneimittel darf in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da Dimenhydrinat vorzeitig Wehen auslösen kann.
    • Stillzeit
      • Dimenhydrinat geht in die Muttermilch über und sollte daher nicht in der Stillzeit eingenommen werden.

    Einnahme vor dem Essen.
    Mit Flüssigkeit einnehmen.Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

    Dosierungsanleitung

    • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
    • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
      • Zur Vorbeugung der Reisekrankheit
        • Nehmen Sie 3-mal täglich 1 Tablette ein. Die 1. Tablette sollte 30 Minuten vor Reisebeginn eingenommen werden.
      • Zur Behandlung von Reisekrankheit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen
        • Nehmen Sie alle 4 Stunden 1 - 2 Tabletten ein, jedoch nicht mehr als 6 Tabletten pro Tag.
      • Dosierung bei Kindern
        • Kinder von 6 bis 12 Jahren nehmen alle 6 - 8 Stunden 1/2 - 1 Tablette ein, jedoch nicht mehr als 3 Tabletten pro Tag.

     

    • Dauer der Anwendung
      • Das Präparat soll ohne Rücksprache mit dem Arzt nur wenige Tage eingenommen werden.
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.

     

    • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
      • Bei einer Überdosierung kann es zu Schläfrigkeit und Schwindel zu anticholinergen Symptomen wie Mundtrockenheit, Sehstörungen und Störungen des Magen-Darm-Traktes kommen.
      • Massive Überdosierung führt zu Krämpfen, psychischen Störungen mit Sinnestäuschungen, Unruhe, beschleunigter Herzschlagfolge, Blutdruckanstieg und ausgeprägten peripheren anticholinergen Symptomen.
      • Rufen Sie bei Überdosierung mit Dimenhydrinat, dem Wirkstoff des Präparates, den nächsten erreichbaren Arzt zu Hilfe! Kinder sind bei versehentlicher Einnahme größerer Mengen des Arzneimittels besonders gefährdet.
      • Halten Sie bitte die Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.
      • Unabhängig davon können Sie versuchen, durch erzwungenes Erbrechen den Mageninhalt zu entleeren.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

    Dosierung
    • Vorbeugung von Reisekrankheiten
      • 1 Tablette (50 mg Dimenhydrinat) 3mal / Tag
      • Einnahme der 1. Tablette: 30 Min. vor Reisebeginn
    • Behandlung von Reisekrankheiten, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen
      • 1 - 2 Tabletten (50 - 100 mg Dimenhydrinat) alle 4 Std.
      • tägliche Maximaldosis: 6 Tabletten (300 mg Dimenhydrinat)
      • Behandlungsdauer: nur wenige Tage ohne Rücksprache mit dem Arzt

    Dosisanpassung

    • Kinder (6 - 12 Jahre)
      • 5 mg Dimenhydrinat / kg KG aufgeteilt in 4 Einzeldosen bzw. 1/2 - 1 Tablette alle 6 - 8 Std.
      • tägliche Maximaldosis: 3 Tabletten (150 mg Dimenhydrinat)

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann das Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
      • sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
      • häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
      • gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
      • selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
      • sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten
      • nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
    • Häufig kommt es zu Schläfrigkeit und Benommenheit.
    • Gelegentlich kann es zu Störungen des zentralen Nervensystems mit Erregung und Unruhe, gedrückter (depressiver) oder gehobener (euphorischer) Stimmungslage und einer Desorientierung mit illusionärer bzw. wahnhafter Verkennung der Umgebung und psychomotorischer Unruhe, Bewegungsstörungen, Schwindel und Krämpfen kommen.
    • Außerdem kann es gelegentlich zu Störungen des Magen-Darm-Traktes mit Verstopfung, zu Mundtrockenheit, Beschwerden beim Wasserlassen, Sehstörungen und zu Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlägen und Hautjucken kommen. Sehr selten sind Störungen der Blutbildung (vorübergehende Agranulozytosen und Leukopenien) beobachtet worden.
    • Gegenmaßnahmen
      • Beim Auftreten von Nebenwirkungen informieren Sie bitte Ihren Arzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann.
    • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Dimenhydrinat - peroral
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Leukopenie
        • Neutropenie
        • Thrombozytopenie
        • hämolytische Anämie
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Urticaria
        • Ödem
        • anaphylaktische Reaktionen
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Angst(-zustände) (paradoxe Reaktion, insbes. bei Kindern möglich)
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Somnolenz (anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
        • Kopfschmerzen (anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
        • Benommenheit (anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
        • Schwindelgefühl (häufiger bei älteren Patienten; anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Sedierung
        • Mydriasis
        • Sehstörung
        • Stimmungsschwankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Erinnerungsvermögen eingeschränkt
        • Gleichgewichtsstörung (häufiger bei älteren Patienten)
        • Aufmerksamkeitsstörungen
        • Koordinationsstörungen
        • Verwirrtheitszustand (häufiger bei älteren Patienten)
        • Halluzination
        • Stimmungsschwankungen
        • Schlaflosigkeit (paradoxe Reaktion, insbes. bei Kindern möglich)
        • Vertigo
        • Myasthenie
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Sehschärfe vermindert
        • Orthostasesyndrom
        • Unruhe (paradoxe Reaktion, insbes. bei Kindern möglich)
        • Agitiertheit
        • Nervosität
        • Tremor/Zittern (paradoxe Reaktion, insbes. bei Kindern möglich)
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • extrapyramidale Erkrankung
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen (häufiger bei älteren Patienten)
        • Erregung (paradoxe Reaktion, insbes. bei Kindern möglich)
    • Herzerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Tachykardie
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • verstopfte Nase
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Mundtrockenheit
        • gastrointestinale Erkrankungen z.B.
          • Übelkeit
          • Schmerzen im Oberbauch
          • Erbrechen
          • Durchfall
          • Obstipation
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • hepatische Funktiosstörungen (Ikterus, Gelbsucht cholestatisch)
    • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Erythem
        • Ekzem
        • Angioödeme
        • Purpura
        • Dermatitis allergisch
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Photosensibilität
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • muskuläre Schwäche (anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
    • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Störungen bei der Entleerung der Harnblase
    • Untersuchungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • intraokulärer Druck erhöht
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Verlängerung des QT-Intervalls im EKG

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Dimenhydrinat50 mgWirkstoff
    Calcium hydrogenphosphat 2-Wasser+Hilfsstoff
    Carboxymethylstärke, Natriumsalz Typ A+Hilfsstoff
    Cellulose+Hilfsstoff
    Lactose 1-Wasser40 mgHilfsstoff
    Magnesium stearat+Hilfsstoff
    Silicium dioxid, hochdispers+Hilfsstoff

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