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Allgemeine Produktinformationen
- Die Schmelztablette wird auf die Zunge gelegt. Die Tablette zergeht sofort auf der Zunge und kann hinuntergeschluckt werden. Eine weitere Flüssigkeitsaufnahme ist nicht erforderlich.
Anwendungsgebiete
- Der Wirkstoff von diesem Arzneimittel ist Loperamidhydrochlorid. Er gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als „Antidiarrhoika" bezeichnet werden und zur Behandlung von Durchfallerkrankungen eingesetzt werden.
- Das Präparat wird zur Behandlung der Symptome einer akuten Durchfallerkrankung bei Erwachsenen und Kindern ab 15 Jahren angewendet. Das Arzneimittel darf nicht länger als 2 Tage angewendet werden, es sei denn auf ärztlichen Rat, unter ärztlicher Aufsicht und unter ärztlicher Überwachung.
- Während der Behandlung ist es wichtig, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen und Diätmaßnahmen zu befolgen.
Indikation- symptomatische Behandlung von akuter Diarrhö bei Erwachsenen und Kindern >/= 15 Jahre
- Schmelztablette auf Zunge legen
- Tablette zergeht sofort und wird mit dem Speichel heruntergeschluckt
- weitere Flüssigkeitsaufnahme nicht erforderlich
Gegenanzeigen
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn
- Sie allergisch gegen Loperamidhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
- Ihr Kind noch nicht 15 Jahre alt ist (siehe auch Kategorie "Patientenhinweis" unter „Kinder")
- Sie an Zuständen, bei denen eine Verlangsamung der Darmtätigkeit zu vermeiden ist, z. B. aufgetriebener Bauch, Verstopfung und Darmverschluss, leiden. Das Arzneimittel muss bei Auftreten von Verstopfung, aufgetriebenem Bauch oder Darmverschluss (Ileus) sofort abgesetzt werden.
- Sie an Durchfällen, die mit Fieber und/oder blutigem Stuhl einhergehen, leiden (akute Dysenterie)
- Sie an Durchfällen, die während oder nach der Einnahme von Antibiotika auftreten, leiden
- Sie unter Darmentzündungen mit Durchfall leiden, die durch Bakterien (wie Salmonellen, Shigellen und Campylobacter) verursacht werden
- Sie an einem akuten Schub einer Colitis ulcerosa (einer Entzündung des Dickdarms) leiden.
Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Loperamid - intraoral- Überempfindlichkeit gegen Loperamid
- Kinder unter 2 Jahren
- weitere altersabhängige Kontraindikationen möglich (siehe jeweilige Herstellerinformation)
- Zustände, bei denen eine Verlangsamung der Darmtätigkeit wegen möglicher Risiken von Folgeerscheinungen zu vermeiden ist, z.B. Ileus, Megacolon und toxisches Megacolon
- Durchfällen, die mit Fieber und blutigem Stuhl einhergehen, z.B. bei akuter Dysenterie
- akuter Schub einer Colitis ulcerosa
- bakteriellen Darmentzündung, die durch invasive / in die Darmwand eindringende Mikroorganismen (z.B. Salmonellen, Shigellen und Campylobacter) hervorgerufen wird
- Durchfällen, die während oder nach Einnahme von Antibiotika auftreten (pseudomembranöse [Antibiotikaassoziierte] Colitis)
- Selbstmedikation chronischer Durchfallerkrankungen
- chronische Diarrhöen dürfen nur nach ärztlicher Verordnung behandelt werden
- Hinweise
- darf nur nach ärztlicher Verordnung angewendet werden, wenn eine Lebererkrankung besteht oder durchgemacht wurde, weil eine schwere Lebererkrankung den Abbau von Loperamid verzögern kann
- Loperamid muss sofort abgesetzt werden, wenn Obstipation, ein aufgetriebener Leib oder Ileus auftreten
Vorsichtsmaßnahmen
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen:
- wenn Sie AIDS haben und zur Durchfallbehandlung dieses Präparat bei akutem Durchfall einnehmen. Sie sollten bei den ersten Anzeichen eines aufgetriebenen Bauchs die Einnahme davon beenden und sofort Ihren Arzt aufsuchen.
- wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden. Wenn eine Lebererkrankung vorliegt oder fortbesteht, sollte das Arzneimittel nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden, da der Abbau von Loperamid verzögert und dadurch das Risiko von Nebenwirkungen erhöht sein kann.
- wenn Sie starken Durst verspüren oder eine trockene Zunge haben. Diese Anzeichen deuten auf den Beginn einer Dehydrierung hin, d. h. auf einen erheblichen Flüssigkeitsverlust aufgrund des Durchfalls. Ihr Arzt wird dann beurteilen, ob eine Rehydrierung verschrieben werden muss, die entweder auf oralem oder intravenösem Weg erfolgen kann.
- Während der Behandlung sollten Sie die folgenden Ernährungsregeln beachten:
- Da Durchfall einen großen Flüssigkeits- und Salzverlust verursachen kann, sollten Sie für einen ausreichenden Flüssigkeitsausgleich sorgen, indem Sie viel mehr Flüssigkeit als üblich trinken, und zwar zucker- und salzhaltige Flüssigkeiten (Elektrolyte). Dies ist die wichtigste Maßnahme, insbesondere bei Kindern und älteren Menschen.
- Vermeiden Sie Milch, grünes Gemüse, Rohkost, Obst und Gewürze, bis der Durchfall abgeklungen ist.
- Das Arzneimittel stoppt lediglich den Durchfall, behandelt aber nicht dessen Ursache. Wenn die Ursache ermittelt werden kann, sollte sie entsprechend behandelt werden. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt.
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht für einen anderen als den vorgesehenen Zweck ein und nehmen Sie niemals mehr als die empfohlene Menge ein. Schwerwiegende Herzprobleme (mit Symptomen wie schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag) sind bei Patienten aufgetreten, die zu viel Loperamid, den Wirkstoff von diesem Präparat, eingenommen haben.
- In der Regel stoppt das Arzneimittel den Durchfall innerhalb von 48 Stunden nach der ersten Einnahme. Beenden Sie die Einnahme davon und suchen Sie einen Arzt auf, wenn der Durchfall nach zwei Tagen Behandlung nicht abklingt.
- Kinder
- Kinder unter 15 Jahren dürfen mit diesem Arzneimittel nicht behandelt werden.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen:
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Bei akutem Durchfall oder aufgrund der Behandlung mit dem Arzneimittel können Schwindelgefühl, Müdigkeit und Benommenheit auftreten. Daher ist es ratsam, beim Führen eines Fahrzeugs oder beim Bedienen von Maschinen vorsichtig zu sein.
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Loperamid - intraoral- Behandlung von Durchfällen mit Loperamid ist nur symptomatisch
- wenn eine zugrundeliegende Krankheitsursache festgestellt werden kann, sollte, wenn möglich, eine spezifische Behandlung der Ursache vorgenommen werden
- altersabhängige Kontraindikationen beachten (siehe Herstellerinformation)
- Kinder unter 2 Jahren dürfen nicht mit Loperamid behandelt werden
- bei Durchfall kann es zu großen Flüssigkeits- und Salzverlusten kommen
- als wichtigste Behandlungsmaßnahme muss bei Durchfall auf Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten geachtet werden
- gilt insbesondere für Kinder sowie gebrechliche und ältere Patienten mit akutem Durchfall
- Verwendung von Loperamid schließt die Verabreichung einer geeigneten Flüssigkeits- und Elektrolytersatztherapie nicht aus
- als wichtigste Behandlungsmaßnahme muss bei Durchfall auf Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten geachtet werden
- AIDS-Patienten, die zur Durchfallbehandlung Loperamid erhalten
- die Therapie sollte bei ersten Anzeichen eines aufgetriebenen Leibes gestoppt werden
- Einzelberichte zu Verstopfung mit einem erhöhten Risiko für ein toxisches Megacolon bei AIDS-Patienten
- diese litten unter einer durch virale und bakterielle Erreger verursachten infektiösen Colitis und wurden mit Loperamid behandelt
- beeinträchtigte Leberfunktion
- obwohl keine pharmakokinetischen Daten bei Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion vorliegen, sollte Loperamid wegen des verminderten First-Pass-Metabolismus bei diesen Patienten vorsichtig angewendet werden
- Loperamid darf nur nach ärztlicher Verordnung angewendet werden, wenn eine Lebererkrankung besteht oder durchgemacht wurde, weil eine schwere Lebererkrankung den Abbau von Loperamid verzögern kann
- Patienten mit Leberdysfunktion sollten engmaschig auf Anzeichen einer ZNS-Toxizität überwacht werden
- Leberdysfunktion könnte eine relative Überdosierung zur Folge haben, welche ihrerseits zu einer ZNS Intoxikation führt
- Missbrauch und Fehlanwendung
- bei Personen mit Opioidabhängigkeit sind Missbrauch und Fehlanwendung von Loperamid als Opioidersatz beschrieben worden
- kardiale Ereignisse
- Patienten dürfen die empfohlene Dosis und/oder die empfohlene Behandlungsdauer nicht überschreiten
- in Verbindung mit Überdosierung wurde über kardiale Ereignisse, einschl. QT-Intervall- und QRS-Komplex-Verlängerung und Torsades de pointes, berichtet
- einige Fälle verliefen tödlich
- Überdosierung kann ein vorhandenes Brugada-Syndrom demaskieren
- anhaltender Durchfall kann Indikator für potenziell ernstere Erkrankungen sein
- Loperamid sollte nicht über einen längeren Zeitraum angewendet werden, bis die zugrunde liegende Ursache des Durchfalls untersucht wurde
- wenn bei akutem Durchfall innerhalb von 48 Stunden keine Besserung auftritt, sollte die Behandlung mit Loperamid abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden
- Absetzen
- Loperamid sollte abgesetzt werden, sobald sich der Stuhlgang verfestigt hat oder sobald für mehr als 12 Stunden kein weiterer Stuhlgang auftritt
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Loperamid - intraoral- aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Loperamid während der Schwangerschaft vermieden werden, insbes. im 1. Trimenon
- nur begrenzte Daten zur Anwendung von Loperamid bei schwangeren Frauen vorhanden
- bei einer von zwei epidemiologischen Studien deutete die Anwendung von Loperamid während der Frühschwangerschaft auf ein mögliches schwach erhöhtes Risiko für Hypospadien hin
- erhöhtes Risiko für schwere Missbildungen konnte jedoch nicht festgestellt werden
- tierexperimentelle Studien
- ergaben keine direkten oder indirekten gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
- Fertilität
- bisher keine Erfahrungen über die Auswirkungen von Loperamid auf die Fruchtbarkeit beim Menschen vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- Ergebnisse ergaben keine Hinweise auf eine Wirkung von Loperamid auf die Fruchtbarkeit bei therapeutischen Dosen
- nur hohe Dosen von Loperamid hatten in nicht-klinischen Studien Auswirkungen auf die weibliche Fertilität
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Loperamid - intraoral- kann in der Stillzeit angewendet werden, wenn diätetische Maßnahmen nicht ausreichen und eine medikamentöse Therapie angezeigt ist
- Loperamid geht nur in sehr geringen Mengen in die Muttermilch über
- Annahme, dass Loperamidhydrochlorid keine Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/Kind hat, weil die systemische Exposition der stillenden Frau gegenüber Loperamidhydrochlorid vernachlässigbar ist
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt vor allem dann, wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Arzneimittel regelmäßig oder auch gelegentlich einnehmen müssen:
- Ritonavir (ein Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion)
- Itraconazol, Ketoconazol (ein Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen)
- Chinidin (ein Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)
- Gemfibrozil (ein Arzneimittel zur Behandlung erhöhter Blutfettwerte)
- Desmopressin (ein Arzneimittel zur Behandlung von vermehrtem Harnlassen).
- Es ist zu erwarten, dass Arzneimittel mit einem ähnlichen Wirkmechanismus wie dieses Präparat dessen Wirkung verstärken können und Arzneimittel, die die Magen-Darm-Passage beschleunigen, dessen Wirkung vermindern können.
Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben schwerwiegend Opium-Derivate, motilitätshemmende / Laxanzien, quellende
mittelschwer Maralixibat / Motilitätshemmer
Loperamid / Lonafarnib
P-Glykoprotein-Substrate / Elacestrant
P-Glykoprotein-Substrate / Relugolix
P-Glykoprotein-Substrate / Vemurafenib
P-Glykoprotein-Substrate / Erdafitinib
P-Glykoprotein- und BCRP-Substrate / Ruxolitinib
CYP2C8-, CYP2C9-, CYP2C19-, CYP2B6-Substrate / Nirogacestat
BCRP-, OCT2-, P-Glykoprotein-Substrate / Vimseltinib
geringfügig Desmopressin / Loperamid
Loperamid / Chinidin und Derivate
Loperamid / Ritonavir
HIV-Protease-Inhibitoren / Loperamid
Loperamid / Azol-Antimykotika
Loperamid / Fibrate
P-Glykoprotein-Substrate / Proteinkinase-Inhibitoren
Loperamid / Cimetidin
Loperamid / Makrolid-Antibiotika
Arzneimittel, anticholinerge Wirkung / Opioide
P-Glykoprotein-Substrate / Ivosidenib
P-Glykoprotein-Substrate / Danicopan
P-Glykoprotein-Substrate / Futibatinib
P-Glykoprotein-Substrate / Meropenem und Vaborbactam
Arzneimittel, anticholinerge Wirkung / Corticosteroide
CYP2C8- und CYP2C9-Substrate / Torasemid
CYP2C8-Substrate / Resmetirom
unbedeutend Loperamid / Colestyramin
Telotristat / LoperamidWarnhinweise
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Schwangerschaft
- Es wird nicht empfohlen, das Arzneimittel während der Schwangerschaft einzunehmen.
- Stillzeit
- Es wird nicht empfohlen, dieses Arzneimittel zu verwenden, wenn Sie stillen, da kleine Mengen von Loperamid in die Muttermilch übergehen können.
Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit hereditärer Fructose-Intoleranz nicht angewendet werden.
Enthält Phenylalanin oder Aspartam. Darf bei Patienten mit Phenylketonurie nicht angewendet werden. Keine Daten bei Säuglingen unter 12 Wochen.Die Anwendung in der Schwangerschaft ist nicht empfohlen.Die Anwendung in der Stillzeit kann unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht gezogen werden.Dosierungsanleitung
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Die empfohlene Dosis beträgt:
- Jugendliche ab 15 Jahren
- Erstdosis: 1 Tablette
- Wiederholungsdosis: 1 Tablette
- Tageshöchstdosis: 4 Tabletten
- Erwachsene
- Erstdosis: 2 Tabletten
- Wiederholungsdosis: 1 Tablette
- Tageshöchstdosis: 6 Tabletten
- Jugendliche ab 15 Jahren
- Zu Beginn der Behandlung von akuten Durchfällen erfolgt die Einnahme der Erstdosis.
- Danach sollte nach jedem ungeformten Stuhl die Wiederholungsdosis eingenommen werden.
- Die empfohlene Tageshöchstdosis darf nicht überschritten werden.
- Kinder unter 15 Jahren
- Dieses Arzneimittel sollte wegen des hohen Wirkstoffgehalts nicht bei Kindern unter 15 Jahren angewendet werden. Für diese Altersgruppe sind andere Arzneimittel verfügbar.
- Dauer der Anwendung
- Nehmen Sie das Arzneimittel ohne ärztlichen Rat nicht länger als 2 Tage ein.
- Beenden Sie die Einnahme von dem Arzneimittel und suchen Sie einen Arzt auf, wenn der Durchfall nach 2 Tagen Behandlung weiterhin besteht. Sie sollten nur nach ärztlicher Beratung und anschließender ärztlicher Beobachtung länger als 2 Tage mit Arzneimitteln, die Loperamidhydrochlorid enthalten, behandelt werden.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Wenden Sie sich sofort an einen Arzt oder ein Krankenhaus, um Rat einzuholen, wenn Sie zu viel von dem Arzneimittel eingenommen haben.
- Symptome können sein:
- unkoordinierte Bewegungen, Benommenheit (Somnolenz), Muskelsteifheit, schwache Atmung
- erhöhte Herzfrequenz, unregelmäßiger Herzschlag, Veränderungen des Herzschlags (diese Anzeichen können möglicherweise schwerwiegende, lebensbedrohliche Folgen haben)
- Schwierigkeiten beim Wasserlassen.
- Kinder reagieren stärker auf große Mengen von dem Arzneimittel als Erwachsene. Rufen Sie sofort einen Arzt, falls ein Kind zu viele Tabletten einnimmt oder eines der oben genannten Symptome zeigt.
- Hinweise für den Arzt im Falle einer Überdosierung
- Anzeichen einer Überdosierung mit Loperamidhydrochlorid können auch nach einer relativen Überdosierung aufgrund einer Leberfunktionsstörung auftreten. Die Behandlung richtet sich nach den Symptomen einer Überdosierung und der klinischen Diagnose.
- Während der ärztlichen Nachsorge sollte eine EKG-Überwachung auf QT-Intervall-Verlängerung eingeleitet werden.
- Beim Auftreten von Symptomen des zentralen Nervensystems nach einer Überdosierung könnte der Opioidantagonist Naloxon als Gegenmittel eingesetzt werden. Da Loperamid eine längere Wirkungsdauer als Naloxon hat, kann die wiederholte Gabe von Naloxon erforderlich sein. Der Patient sollte daher sorgfältig über mindestens 48 Stunden überwacht werden, um ein mögliches (Wieder-)Auftreten von Überdosierungssymptomen zu erkennen.
- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung- symptomatische Behandlung von akuter Diarrhö bei Erwachsenen und Kindern >/= 15 Jahre
- Erwachsene
- initial: 4 mg Loperamidhydrochlorid
- gefolgt von 2 mg Loperamidhydrochlorid nach jedem weiteren ungeformten Stuhl
- tägliche Maximaldosis: 6 Schmelztabletten (12 mg Loperamidhydrochlorid)
- Jugendliche >/= 15 Jahre
- initial: 2 mg Loperamidhydrochlorid
- gefolgt von 2 mg Loperamidhydrochlorid nach jedem ungeformten Stuhl
- tägliche Maximaldosis: 4 Schmelztabletten (8 mg Loperamidhydrochlorid)
- Behandlungsdauer
- wenn nach 2 Tagen Behandlung weiterhin Durchfall besteht: Arzt aufsuchen
- ggf. weitere Diagnostik erwägen
- Kinder < 15 Jahre
- keine Anwendung
- auf andere Arzneimittel zurückgreifen
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- eingeschränkte Nierenfunktion
- keine Dosisanpassung erforderlich
- eingeschränkte Leberfunktion
- wegen des verminderten First-Pass-Metabolismus Anwendung mit Vorsicht
- Erwachsene
Nebenwirkungen
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Die in klinischen Studien am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Verstopfung, Blähungen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindelgefühl.
- Beenden Sie die Anwendung von dem Arzneimittel und suchen Sie unverzüglich medizinische Hilfe auf, wenn eines der folgenden Anzeichen bei Ihnen auftritt:
- Überempfindlichkeitsreaktionen, anaphylaktische Reaktionen (einschließlich anaphylaktischer Schock), anaphylaktoide Reaktionen
- schwere Hauterkrankungen mit Blasenbildung (einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermaler Nekrolyse und Erythema multiforme), Schwellung von Haut oder Schleimhäuten durch Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Angioödem)
- Bewusstlosigkeit, Bewusstseinstrübung.
- Andere Nebenwirkungen sind:
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Verstopfung, Übelkeit, Blähungen
- Schwindelgefühl, Kopfschmerzen.
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Benommenheit
- Schmerzen und Beschwerden im Bauchbereich, Mundtrockenheit
- Schmerzen im Oberbauch, Erbrechen
- Verdauungsstörungen
- Hautausschlag.
- Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
- aufgeblähter Bauch
- Starrezustand des Körpers, erhöhte Muskelspannung, Koordinationsstörungen
- Verengung der Pupillen in Ihren Augen (Miosis)
- Darmverschluss (Ileus, einschließlich paralytischem Ileus), Erweiterung des Dickdarms (Megakolon, einschließlich toxisches Megakolon), brennendes Gefühl auf der Zunge
- Nesselsucht, Juckreiz
- Harnverhalt
- Müdigkeit.
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Oberbauchschmerzen, in den Rücken ausstrahlende Bauchschmerzen, Druckempfindlichkeit bei Berührung des Bauches, Fieber, schneller Puls, Übelkeit, Erbrechen, was Symptome einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis) sein können.
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Nebenwirkungen bei Kindern:
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Erbrechen.
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Benommenheit, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen
- Übelkeit, Schmerzen im Bauchbereich, Verstopfung
- Hautausschlag.
- Einige Beschwerden können jedoch durch den Durchfall selbst verursacht werden: Schmerzen im Bauchbereich, Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit, Müdigkeit, Benommenheit, Schwindelgefühl, Verstopfung und Blähungen.
- Unmittelbar nach der Einnahme der Tabletten kann ein vorübergehendes, brennendes oder kribbelndes Gefühl auf der Zunge auftreten.
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Loperamid - intraoral- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- anaphylaktische Reaktionen (einschl. anaphylaktischer Schock)
- anaphylaktoide Reaktionen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schläfrigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bewusstlosigkeit
- Stupor
- Bewusstseinstrübung
- erhöhter Muskeltonus
- Koordinationsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Somnolenz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Miosis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Obstipation
- Übelkeit
- Flatulenz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- abdominelle Schmerzen und Beschwerden (einschl. Krämpfe)
- Mundtrockenheit
- Schmerzen im oberen Abdominaltrakt
- Erbrechen
- Dyspepsie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Ileus (einschl. paralytischem Ileus)
- Megacolon (einschl. toxisches Megacolon)
- aufgeblähter Bauch, aufgetriebener Leib
- Glossodynie
- ohne Häufigkeitsangabe
- akute Pankreatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautausschlag
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- bullöse Reaktionen, einschl.
- Stevens-Johnson-Syndrom
- toxisch epidermale Nekrolyse
- Erythema multiforme
- Angioödem
- Urticaria
- Pruritus
- bullöse Reaktionen, einschl.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Harnretention
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Fatigue
- ohne Häufigkeitsangabe
- vorübergehendes, brennendes oder prickelndes Gefühl auf der Zunge
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
-
Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels
Stoffname Stoffmenge Stofftyp Loperamid hydrochlorid 2 mg Wirkstoff Loperamid 1.86 mg k.A. Aspartam 5 mg Hilfsstoff Phenylalanin + k.A. Bananen Aroma mg Aromastoff Maltodextrin + k.A. Croscarmellose, Natriumsalz mg Hilfsstoff Fantasie Aroma mg Aromastoff Arabisches Gummi + k.A. Saccharose + k.A. Maltodextrin + k.A. Triacetin + k.A. Propylenglycol + k.A. Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich] mg Hilfsstoff Mannitol mg Hilfsstoff Gesamt Natrium Ion 1 mmol Zusatzangabe Gesamt Natrium Ion mg k.A. Anmelden / Registrieren
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