HEWEDOLOR PROCAIN 2% Injektionslösung in Ampullen

Homöopathie / HEVERT / A-L

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Steckbrief : HEWEDOLOR PROCAIN 2% Injektionslösung in Ampullen

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  • Allgemeine Produktinformationen

    • Das Arzneimittel wird in die Haut (intrakutan) eingespritzt.
    • Es sollte nur von Personen mit entsprechenden Kenntnissen zur erfolgreichen Durchführung der jeweiligen Anwendung gespritzt werden.
    • Grundsätzlich gilt, dass bei kontinuierlicher Anwendung nur niedrig konzentrierte Lösungen von Procain angewandt werden.
    • Eine wiederholte Anwendung dieses Arzneimittels kann aufgrund einer Tachyphylaxie (rasche Toleranzentwicklung gegenüber dem Arzneimittel) zu reversiblen Wirkungseinbußen führen.
    • Die Injektionslösung ist nur zur einmaligen Entnahme vorgesehen. Die Anwendung muss unmittelbar nach Öffnung des Behältnisses erfolgen. Nicht verbrauchte Reste sind zu verwerfen.

    Anwendungsgebiete

    • Das Präparat ist ein Arzneimittel zur örtlichen Betäubung (Lokal-anästhetikum vom Ester-Typ)
    • Es wird angewendet im Rahmen neuraltherapeutischer Anwendungsprinzipien.

    Indikation
    • Anwendung im Rahmen neuraltherapeutischer Anwendungsprinzipien
    Art der Anwendung
    • intrakutane Injektion
    • Durchführung nur von Personen mit entsprechenden Kenntnissen zur erfolgreichen Durchführung der jeweiligen Anwendung
    • bei kontinuierlicher Anwendung, niedrig konzentrierte Lösungen verwenden
    • wiederholte Anwendung kann zu reversiblen Wirkungseinbußen führen
    • zur einmaligen Verwendung
    • Anwendung muss direkt nach dem Öffnen des Behältnisses erfolgen
    • nicht verbrauchte Reste verwerfen
    • intraarterielle, peridurale oder spinale Injektion sind kontraindiziert

    Gegenanzeigen

    • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden:
      • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Procain, anderen Lokalanästhetika vom Ester-Typ oder einem der sonstigen Bestandteile sind
      • bei bekanntem Mangel an einer bestimmten körpereigenen Substanz (Pseudocholinesterase) mit der Folge eines erheblich verlangsamten Abbaus von Procain
      • zur Einspritzung in Schlagadern (Arterien), in die Umgebung der äußeren Hüllhaut des Zentralnervensystems (epidural) oder in den Wirbelkanal (spinal).

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Procain - invasiv
    • bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Lokalanästhetika vom Ester-Typ, Sulfonamide, Benzoesäure (Parabene)
    • bei bekanntem Mangel an Pseudocholinesterase mit der Folge erheblich herabgesetzter Enzymaktivität
    • zur intraarteriellen, periduralen oder spinalen Injektion

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
      • falls Sie an einer
        • bestimmten Form der Muskelschwäche (Myasthenia gravis)
        • Störung des Herz-Reizleitungssystems
        • Herzmuskelschwäche leiden oder
        • die Injektion in ein entzündetes Gebiet vorgenommen werden soll.
      • Der anwendende Arzt wird vor der Anwendung grundsätzlich auf eine gute Auffüllung des Kreislaufes achten, eine sorgfältige Kreislaufüberwachung vornehmen und alle Maßnahmen zur Beatmung, Therapie von Krampfanfällen und zur Wiederbelebung zur Verfügung haben.
      • Ferner muss der Arzt von Ihnen erfahren, ob bei Ihnen eine allergische Reaktion auf andere Arzneistoffe aufgetreten ist, die chemisch mit Procain verwandt sind, da es dann auch zu einer allergischen Reaktion auf Procain kommen kann (Paragruppenallergie). Dies können z. B. sein Sulfonamide (bestimmte Gruppe von Antibiotika), orale Antidiabetika (Mittel bei Zuckerkrankheit), bestimmte Farbstoffe, Röntgenfilmentwickler oder andere Mittel zur örtlichen Betäubung.
      • Wenn bei Ihnen Procain nur äußerst langsam abgebaut werden kann, weil eine bestimmte Körpersubstanz nicht so aktiv ist (Pseudocholinesterase-Mangel), können Nebenwirkungen durch Procain eher auftreten.
      • Bei Anwendung im Hals-Kopf-Bereich besteht ein höherer Gefährdungsgrad, weil das Risiko für Vergiftungserscheinungen im Zentralnervensystem erhöht ist.
      • Zur Vermeidung von Nebenwirkungen sollten folgende Punkte beachtet werden:
        • In bestimmten Fällen vor der Anwendung zusätzlich einen Tropf anlegen.
        • Dosierung so niedrig wie möglich wählen.
        • In der Regel keinen gefäßverengenden Zusatz verwenden.
        • Vor Einspritzung sorgfältig in zwei Ebenen ansaugen (Drehung der Kanüle).
        • Vorsicht bei Injektion in infizierte Bereiche (aufgrund verstärkter Aufnahme bei herabgesetzter Wirksamkeit).
        • Injektion langsam vornehmen.
        • Blutdruck, Puls und Pupillenweite kontrollieren.
      • Es ist zu beachten, dass unter Behandlung mit Blutgerinnungshemmern (Antikoagulantien, wie z. B. Heparin), nichtsteroidalen Antirheumatika oder Plasmaersatzmitteln nicht nur eine versehentliche Gefäßverletzung im Rahmen der Schmerzbehandlung zu ernsthaften Blutungen führen kann, sondern dass allgemein mit einer erhöhten Blutungsneigung gerechnet werden muss. Lassen Sie deshalb entsprechende Laboruntersuchungen vor der Anwendung durchführen. Gegebenenfalls ist die gerinnungshemmende Behandlung zeitig genug abzusetzen.
      • Eine Anwendung bei gleichzeitiger Vorsorgetherapie zur Vermeidung von Thrombosen mit niedermolekularem Heparin sollte nur unter besonderer Vorsicht durchgeführt werden.
      • Kinder:
        • Für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren liegen keine Anwendungserfahrungen vor, aus denen allgemeine Dosierungsempfehlungen abgeleitet werden können.
      • Ältere Menschen:
        • Bei älteren Menschen wird eine Dosisanpassung entsprechend des jeweiligen Allgemeinzustands empfohlen.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:
      • Lassen Sie von Ihrem Arzt im Einzelfall entscheiden, ob Sie aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen, Maschinen bedienen oder Arbeiten ohne sicheren Halt durchführen können.

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Procain - invasiv
    • nur mit besonderer Vorsicht anwenden
      • bei Myasthenia gravis
      • bei Störungen des Herz-Reizleistungssystems
      • bei Herzinsuffizienz
      • zur Injektion in ein infiziertes Gebiet
      • bei gleichzeitiger Vorsorgetherapie zur Vermeidung von Thrombosen (Thromboseprophylaxe) mit niedermolekularem Heparin
    • vor der Lokalanästhesie
      • grundsätzlich auf eine gute Auffüllung des Kreislaufes achten
        • bestehende Hypovolämien müssen behoben werden
      • grundsätzlich ist vor der Applikation darauf zu achten, dass das Instrumentarium zur Wiederbelebung (zum Beispiel zur Freihaltung der Atemwege und zur Sauerstoffzufuhr) und die Notfallmedikation zur Therapie toxischer Reaktionen sofort verfügbar sind
        • eine intravenöse Injektion oder Infusion darf nur unter sorgfältiger Kreislaufüberwachung erfolgen
        • alle Maßnahmen zur Beatmung, antikonvulsiven Therapie und Reanimation müssen vorhanden sein
        • höherer Gefährdungsgrad bei Anwendung im Hals-Kopf-Bereich
          • Risiko für zentralnervöse Intoxikationssymptome erhöht
    • Allergie
      • ist eine Allergie gegen Procain bekannt, so kann eine Kreuzallergie gegenüber anderen Ester-Lokalanästhetika und chemisch verwandten Substanzen in Form einer Paragruppenallergie auftreten
      • chemische Basis dieser Gruppenallergie ist eine an den Benzolring gebundene Amino- bzw. Hydroxylgruppe, die sich in Parastellung zu den anderen Resten befindet
      • auch bei kutaner Form der Procain-Allergie kann sich eine Gruppenallergie entwickeln mit entsprechenden Symptomen auf Sulfonamide, orale Antidiabetika, bestimmte Farbstoffe, Röntgenfilmentwickler usw.
      • bei bekannter Allergie gegen Sulfonamide ist eine kreuzallergische Reaktion auf Procain nicht auszuschließen
    • Patienten mit Pseudocholinesterase-Mangel und erheblich herabgesetzter Enzymaktivität
      • bei diesen Patienten muss verstärkt mit toxischen Symptomen bei de Applikation gerechnet werden
    • zur Vermeidung von Nebenwirkungen folgende Punkte beachten
      • bei Risikopatienten und bei Verwendung höherer Dosierungen (mehr als 25 % der maximalen Einzeldosis bei einzeitiger Gabe) intravenösen Zugang für Infusion anlegen (Volumensubstitution)
      • Dosierung so niedrig wie möglich wählen
      • i.d.R. keinen Vasokonstriktorzusatz verwenden
      • korrekte Lagerung des Patienten beachten
      • vor Injektion sorgfältig in zwei Ebenen aspirieren (Drehung der Kanüle)
      • Vorsicht bei Injektion in infizierte Bereiche (aufgrund verstärkter Resorption bei herabgesetzter Wirksamkeit)
      • Injektion langsam vornehmen
      • Blutdruck, Puls und Pupillenweite kontrollieren
      • allgemeine und spezielle Kontraindikationen sowie Wechselwirkungen mit anderen Mitteln beachten
    • erhöhte Blutungsneigung
      • es ist zu beachten, dass unter Behandlung mit Blutgerinnungshemmern (Antikoagulantien, wie z.B. Heparin), nichtsteroidalen Antirheumatika oder Plasmaersatzmitteln nicht nur eine versehentliche Gefäßverletzung im Rahmen der Schmerzbehandlung zu ernsthaften Blutungen führen kann, sondern dass allgemein mit einer erhöhten Blutungsneigung gerechnet werden muss
      • ggf. sollten die Blutungszeit und die partielle Thromboplastinzeit (PTT), resp. aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) bestimmt, der Quick-Test durchgeführt und die Thrombozytenzahl überprüft werden
        • diese Untersuchungen sollten bei Risikopatienten auch im Falle einer Low-dose-Heparinprophylaxe (vorsorgliche Behandlung mit dem Blutgerinnungshemmer Heparin in niedriger Dosis) vor der Anwendung durchgeführt werden
        • ggf. ist die Antikoagulantientherapie zeitig genug auszusetzen
    • Kinder
      • für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (< 15 Jahre) liegen keine Anwendungserfahrungen vor, aus denen allgemeine Dosierungsempfehlungen abgeleitet werden können
    • ältere Menschen
      • bei älteren Menschen wird eine Dosisanpassung entsprechend des jeweiligen Allgemeinzustands empfohlen
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Procain - invasiv
    • in der Schwangerschaft nur unter sorgfältiger Indikationsstellung anwenden, auch wenn besondere Risiken bisher nicht bekannt geworden sind
    • bei 1340 Mutter-Kind-Paaren traten fetale Anomalien nach Anwendung von Procain im 1.Trimenon nicht überzufällig häufig auf
      • bisher keine anderen relevanten epidemiologischen Studien verfügbar
    • tierexperimentelle Studien
      • reproduktionstoxikologisches Potential von Procain nur unzureichend abgeklärt
    • Procain passiert die Plazenta schnell und gut
      • Risiko für den Fetus erscheint aber gering, da Procain rasch esterhydrolytisch gespalten wird
    • Fertilität
      • keine Untersuchungen zur Beeinflussung der Fertilität vorliegend
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Procain - invasiv
    • in der Stillzeit nur unter sorgfältiger Indikationsstellung anwenden, auch wenn besondere Risiken bisher nicht bekannt geworden sind
      • bei wiederholter Behandlung oder einer Behandlung mit höheren Dosen, sollte abgestillt werden
      • bei kurzfristiger Anwendung ist eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich, da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind
    • Procain wird mit der Muttermilch ausgeschieden
      • wegen der raschen Esterspaltung ist das Risiko von Auswirkungen auf das Neugeborene gering
      • doch ist die Plasmahalbwertszeit beim Neugeborenen verlängert

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln:
      • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
      • Folgende Wechselwirkungen von Procain mit anderen Arzneimitteln sind bekannt:
        • Verlängerung der Wirkung durch bestimmte Mittel zur Erschlaffung der Skelettmuskulatur (nichtdepolarisierende Muskelrelaxanzien)
        • Verstärkung der Wirkung durch Physostigmin (Mittel zur Stimulierung eines Teils des vegetativen Nervensystems)
        • Verminderung der Wirksamkeit bestimmter Antibiotika (Sulfonamide). Procain sollte nicht gemeinsam mit bestimmten Mitteln zur Stimulierung eines Teils des vegetativen Nervensystems (Cholinesterasehemmern) eingesetzt werden. Unter anderem durch den Einfluss auf den Procain Abbau kommt es zu einer Erhöhung der Giftigkeit von Procain.
      • Durch Zugabe kleiner Atropinmengen ist eine Verlängerung der schmerzausschaltenden Wirkung möglich.
      • Physostigmin kann in niedrigen Dosierungen einen vorbeugenden Effekt gegen giftige Procainwirkungen haben.
      • Wichtigste chemische Unverträglichkeiten:
        • Procain sollte nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden, da eine Änderung des pH-Wertes oder der Elektrolytkonzentration zur Ausfällung des Wirkstoffes führen kann.
    • Anwendung zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:
      • Keine gegenseitige Beeinträchtigung zu erwarten, da es sich um eine Injektionslösung handelt, d. h. unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes angewendet wird.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    mittelschwer Lokalanästhetika, Ester-Typ / Cholinesterasehemmer
    Mavacamten / Wirkstoffe, negativ inotrop
    geringfügig Muskelrelaxanzien, periphere / Lokalanästhetika
    Sulfonamide / Lokalanästhetika, Ester-Typ
    Lokalanästhetika / Oxytocin

    Warnhinweise

    • Schwangerschaft:
      • Lassen Sie das Arzneimittel in der Schwangerschaft nur anwenden, wenn Ihr Arzt es für unbedingt erforderlich hält.
    • Stillzeit:
      • Procainhydrochlorid tritt in die Muttermilch über. Bei kurzfristiger Anwendung wird eine Unterbrechung des Stillens jedoch nicht erforderlich sein. Ist eine wiederholte Behandlung oder eine Behandlung mit höheren Dosen erforderlich, sollten Sie abstillen.

    Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

    Dosierungsanleitung

    • Wenden Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
    • Das Arzneimittel wird im Allgemeinen durch einen Arzt angewendet. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich über die Anwendung nicht ganz im Klaren sind.
    • Grundsätzlich gilt, dass nur die kleinste Dosis verabreicht werden darf, mit der die gewünschte ausreichende Nervenblockade erreicht wird. Die Dosierung ist entsprechend den Besonderheiten des Einzelfalles individuell vorzunehmen.
    • Falls vom Arzt nicht anders angewendet:
      • Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren mit einer durchschnittlichen Körpergröße:
    • Hautquaddeln:
      • pro Quaddel bis zu 10 mg entsprechend 0,5 ml Injektionslösung.
    • Die empfohlene Maximaldosis bei einzeitiger Anwendung in Geweben, aus denen eine schnelle Aufnahme von Arzneistoffen erfolgt, beträgt 500 mg Procain (entsprechend 25 ml Injektionslösung). Bei Anwendung im Kopf-, Hals- und Genitalbereich beträgt die empfohlene einzeitige Maximaldosis 200 mg Procain (innerhalb von 2 Stunden).
    • Bei Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen (Gefäßverschlüssen, Gefäßverhärtungen und -verengungen (Arteriosklerose) oder Nervenschädigung bei Zuckerkrankheit) ist die Dosis ebenfalls um ein Drittel zu verringern. Bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion können besonders bei wiederholter Anwendung erhöhte Plasmaspiegel auftreten. In diesen Fällen wird ebenfalls ein niedrigerer Dosisbereich empfohlen.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

     

    • Dauer der Anwendung:
      • Die Dauer der Anwendung ist prinzipiell nicht begrenzt, beachten Sie jedoch die Angaben unter Anwendungsgebiete.

     

    • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten,
      • muss umgehend der behandelnde Arzt informiert werden.
        • a. Symptome einer Überdosierung
          • Das Arzneimittel wirkt in niedrigen schädigenden Dosierungen als Stimulans am zentralen Nervensystem, in hohen schädigenden Dosisbereichen gegensätzlich. Die Procainhydrochlorid-Vergiftung verläuft in 2 Phasen:
            • Sie werden unruhig, klagen über Schwindel, akustische und visuelle Störungen sowie Kribbeln, vor allem an Zunge und Lippenbereich. Die Sprache ist verwaschen, Schüttelfrost und Muskelzuckungen sind Vorboten eines drohenden den ganzen Körper betreffenden Krampfanfalls. Bei fortschreitender Vergiftung des zentralen Nervensystems kommt es zu einer zunehmenden Funktionsstörung des Hirnstammes mit den Symptomen Atemeinschränkung und Koma bis hin zum Tod.
        • b. Notfallmaßnahmen und Gegenmittel werden durch den behandelnden Arzt entsprechend
          • der Krankheitszeichen sofort eingeleitet werden.

     

    • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben:
      • Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

     

    • Wenn Sie die Anwendung abbrechen:
      • Die Behandlung kann jederzeit abgebrochen werden.

    Dosierung

    Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 20 mg Procainhydrochlorid

    • Anwendung im Rahmen neuraltherapeutischer Anwendungsprinzipien
      • allgemein
        • grundsätzlich kleinste Dosis, mit der die gewünschte Nervenblockade erreicht wird, anwenden
        • individuell nach Besonderheiten des Einzelfalls dosieren
      • Erwachsene und Jugendliche >/= 15 Jahren mit durchschnittlicher Körpergröße
        • Hautquaddeln
          • bis zu 10 mg Procainhydrochlorid / Quaddel
          • max. Dosis bei einzeitiger Anwendung in Geweben, aus denen eine schnelle Resorption erfolgt: 500 mg Procainhydrochlorid
        • Kopf-, Hals- und Genitalbereich
          • max. Dosis bei einzeitiger Anwendung: 200 mg innerhalb von 2 Stunden

    Dosisanpassung

    • Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen (Gefäßverschlüssen, Arteriosklerose oder Nervenschädigung bei Zuckerkrankheit)
      • Dosisreduzierung um ein Drittel
    • eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion
      • Dosisreduzierung empfohlen
    • Kinder und Jugendliche < 15 Jahren
      • keine Anwendungserfahrung
    • ältere Patienten
      • Dosisanpassung entsprechend des jeweiligen Allgemeinzustands

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
    • Mögliche Nebenwirkungen:
      • Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, wenden Sie das Arzneimittel nicht weiter an und suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf.
    • Unerwünschte, den ganzen Körper betreffende Wirkungen von Procain betreffen vor allem das Zentralnerven- und das Herzkreislaufsystem.
    • Bei Plasmakonzentrationen, wie sie bei regelrechter Anwendung im allgemeinen erreicht werden, wird der Blutdruck in der Regel nur geringgradig durch die Herzkraft und -schlaggeschwindigkeit fördernde Wirkung beeinflusst.
    • Procain kann Veränderungen der Erregungsausbreitung im Herzen auslösen, die sich im EKG zeigen (als abgeflachte T-Welle oder verkürzte ST-Strecke).
    • Ein Blutdruckabfall kann ein erstes Zeichen für eine relative Überdosierung im Sinne einer herzschädigenden Wirkung sein. Als zentralnervöse Störungen können Missempfindungen um den Mundbereich, Unruhe, Bewusstseinsstörungen oder ein Krampfanfall ausgelöst werden.
    • Allergische Reaktionen in Form von Nesselausschlag, Schwellung des Gewebes durch Wassereinlagerung, Verkrampfung der Atemwege oder Atemnot sowie Kreislaufreaktionen sind beschrieben worden.
    • Örtliche Allergien und allergieähnliche Reaktionen in Form einer Hautentzündung mit Hautrötung, Juckreiz bis hin zur Blasenbildung können bei Kontakt mit Ester-Lokalanästhetika wie diesem auftreten.
    • Darüber hinaus können als örtliche Reaktionen bei Anwendung unter der Haut (subkutan) und im Muskel (intramuskulär) Schwellungen, Hautrötungen und Blutergüsse vorkommen.
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Procain - invasiv
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • allergische Reaktionen in Form von
          • Urtikaria
          • Ödem
          • Bronchospasmus
          • Atemnotsyndroms
          • Kreislaufreaktionen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • lokale Allergien und pseudoallergische Reaktionen in Form einer Kontaktdermatitis mit Erythem
        • Pruritus bis hin zur Blasenbildung
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • zentralnervöse Störungen, wie
          • periorale Missempfindungen
          • Unruhe
          • Delirium
          • tonisch-klonische Krämpfe
    • Herzerkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • i.d.R. geringfügige Beeinflussung des Blutdrucks durch die positiv inotrope und positiv chronotrope Wirkung von Procain (bei Plasmakonzentrationen, wie sie bei regelrechter Anwendung im Allgemeinen erreicht werden)
        • EKG-Veränderungen (T-Welle abgeflacht, ST-Strecke verkürzt)
        • Blutdruckabfall kann ein erstes Zeichen für eine relative Überdosierung im Sinne einer kardiotoxischen Wirkung sein
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • lokale Reaktionen bei subcutaner und intramuskulärer Applikation, wie
          • Schwellungen
          • Ödeme
          • Erytheme
          • Hämatome

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Procain hydrochlorid40 mgWirkstoff
    Procain34.65 mgk.A.
    Natrium chlorid+Hilfsstoff
    Salzsäure 25%+Hilfsstoff
    Wasser, für Injektionszwecke+Hilfsstoff

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    3 aktuelle Produktbewertungen

    von Klobie
    HEWEDOLOR PROCAIN 2%
    Hilft bei Ohrakupunktur sehr gut. Leider momentan sehr schwer zu bekommen. *
    HEWEDOLOR PROCAIN 2%
    Sehr gut bei Neuraltherapie *
    Neuraltherapie
    Sehr gut in der Anwedung bei Neuraltherpie. *
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