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Pflichttext
Ibuprofen400akut_Pat/PT04/01-2024
Erstellt:05-2016 Version: V02
Ibuprofen axicur® 400 mg akut Filmtabletten
Anwendungsgebiete: Entzündungshemmendes und schmerzstillendes Arzneimittel
(nicht-steroidales Antiphlogistikum/Antirheumatikum). Kurzzeitige symptomatische
Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen wie Kopfschmerzen,
Zahnschmerzen, Regelschmerzen und Fieber. Bei Schmerzen oder
Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage
vorgegeben! Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage
und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. axicorp
Pharma GmbH, 61381 Friedrichsdorf. Stand: Januar 2024Anwendungsgebiete
Indikation, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ibuprofen - peroral- kurzzeitige symptomatische Behandlung von
- leichten bis mäßig starken Schmerzen wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen
- Fieber
- symptomatische Behandlung von Schmerz und Entzündung bei
- akuten Arthritiden (einschließlich Gichtanfall)
- chronischen Arthritiden, insbesondere bei rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis)
- Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) und anderen entzündlich-rheumatischen Wirbelsäulenerkrankungen
- Reizzuständen bei degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen (Arthrosen und Spondylarthrosen)
- entzündlichen weichteilrheumatischen Erkrankungen
- schmerzhaften Schwellungen und Entzündungen nach Verletzungen
- symptomatische Behandlung der akuten Kopfschmerzphase bei Migräne mit und ohne Aura
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ibuprofen - peroral- zum Einnehmen
- während oder nach der Mahlzeit
- bei empfindlichen Magen Einnahme während der Mahlzeit empfehlenswert
- retardiert freisetzende Darreichungsform: nicht auf nüchternen Magen einnehmen
- feste Darreichungsform
- Einnahme unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z.B. mit einem Glas Wasser)
- Darreichungsform zum Schmelzen im Mund
- auf die Zunge legen, zergehen lassen und dann schlucken
- Wasser ist nicht erforderlich
- pulverförmige Darreichungsform / Brausetabletten / Granulat / feste Darreichungsform zum Auflösen
- in reichlich Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) vollständig auflösen
- Direkt-Pulver
- Pulver muss nicht zusammen mit Flüssigkeit eingenommen werden
- Pulver löst sich auf der Zunge auf und wird mit dem Speichel geschluckt
- kann in Situationen angewendet werden, in denen keine Flüssigkeiten zur Verfügung stehen
- flüssige Darreichungsform
- vor Einnahme schütteln
- ggf. Dosierhilfe verwenden
Gegenanzeigen
Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ibuprofen - peroral- Überempfindlichkeit gegen Ibuprofen
- Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Asthma, Rhinitis, Urtikaria oder Angioödem) nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern in der Vergangenheit
- ungeklärte Blutbildungsstörungen
- bestehende oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretene peptische Ulcera oder Hämorraghien (mind. 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Ulceration oder Blutung)
- gastrointestinale Blutungen oder Perforation in der Anamnese im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika / Antiphlogistika (NSAR)
- schwere Dehydratation (verursacht z.B. durch Erbrechen, Diarrhoe oder unzureichende Flüssigkeitsaufnahme)
- zerebrovaskuläre oder andere aktive Blutungen
- schwere Leberfunktionsstörungen/Leberinsuffizienz
- schwere Nierenfunktionsstörungen/Niereninsuffizienz
- schwere Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse IV)
- Schwangerschaft (3. Trimenon)
- Kinder und Jugendliche: altersabhängige und körpergewichtsabhängige Kontraindikationen möglich (siehe jeweilige Herstellerinformation)
Vorsichtsmaßnahmen
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ibuprofen - peroral- Nebenwirkungen können minimiert werden, wenn die zur Symptomkontrolle erforderliche niedrigste wirksame Dosis über den kürzest möglichen Zeitraum angewendet wird
- Patienten, die langfristig mit NSAR behandelt werden, sollten zur Feststellung von Nebenwirkungen regelmäßig medizinisch kontrolliert werden
- bei den unerwünschten Arzneimittelwirkungen muss berücksichtigt werden, dass sie überwiegend dosisabhängig und interindividuell unterschiedlich sind
- andere NSAR
- Anwendung von Ibuprofen in Kombination mit NSAR, einschließlich selektiver Cyclooxygenase-2-Hemmern, sollte vermieden werden, da ein erhöhtes Risiko für Ulceration oder Blutung besteht
- Ibuprofen sollte in den folgenden Fällen nur unter strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden:
- systemischer Lupus erythematodes (SLE) oder Mischkollagenose
- bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) und Mischkollagenose kann das Risiko für eine aseptische Meningitis erhöht sein
- angeborene Störungen des Porphyrinstoffwechsels (z.B. akute intermittierende Porphyrie)
- 1. und 2. Trimenon der Schwangerschaft
- Stillzeit
- systemischer Lupus erythematodes (SLE) oder Mischkollagenose
- besondere Vorsicht ist in den folgenden Fällen erforderlich:
- Magen-Darm-Erkrankungen, einschließlich chronisch-entzündlicher Darmerkrankung (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
- Herzinsuffizienz und Hypertonie
- (leichte bis mäßige) Einschränkung der Nierenfunktion
- Dehydratation
- (leichte bis mäßige) Leberfunktionsstörung
- gestörte Hämatopoese
- Blutgerinnungsstörungen
- Allergien, Heuschnupfen, chronische Schwellung der Nasenschleimhaut, Adenoide, chronisch obstruktive Atemwegserkrankung oder Asthma bronchiale
- da für sie ein erhöhtes Risiko für das Auftreten allergischer Reaktionen besteht
- können sich äußern als Asthmaanfälle (sog. Analgetika-Asthma), Quincke-Ödem oder Urtikaria
- direkt nach größeren chirurgischen Eingriffen
- bei Patienten, die auf andere Stoffe allergisch reagieren
- da für sie bei der Anwendung von Ibuprofen ebenfalls ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen besteht
- Atemwege
- bei Patienten, die an Asthma bronchiale, chronischer Rhinitis, Sinusitis, Nasenpolypen, Adenoiden oder allergischen Erkrankungen leiden oder in der Vergangenheit gelitten haben, können Bronchospasmus, Urtikaria oder Angioödem ausgelöst werden
- gastrointestinale Effekte
- gastrointestinale Blutungen, Ulcera und Perforationen
- gastrointestinale Blutungen, Ulcera oder Perforationen, auch mit letalem Ausgang, wurden unter allen NSAR berichtet
- traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende gastrointestinale Ereignisse in der Anamnese zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf
- Risiko gastrointestinaler Blutung, Ulceration oder Perforation ist höher mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Ulcera in der Anamnese, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Perforation und bei älteren Patienten
- diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen
- für diese Patienten sowie für Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das gastrointestinale Risiko erhöhen können, benötigen, sollte eine Kombinationstherapie mit protektiven Arzneimitteln (z.B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden
- Patienten mit einer Anamnese gastrointestinaler Toxizität, insbesondere in höherem Alter
- sollten jegliche ungewöhnliche Symptome im Bauchraum (v.a. gastrointestinale Blutungen) insbesondere am Anfang der Therapie melden
- Vorsicht, wenn die Patienten gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko für Ulcera oder Blutungen erhöhen können, wie z.B. orale Corticosteroide, Antikoagulanzien wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS
- Behandlung abbrechen, wenn es bei Patienten zu gastrointestinalen Blutungen oder Ulcera kommt
- NSAR sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Anamnese (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) nur mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann
- gastrointestinale Blutungen, Ulcera und Perforationen
- Patienten, die Ibuprofen anwenden, sollten ihren Arzt über Anzeichen oder Symptome von gastrointestinaler Ulceration oder Blutung, verschwommenes Sehen oder andere Augensymptome, Hautausschlag, Gewichtszunahme oder Ödeme informieren
- ältere Patienten
- bei älteren Patienten kommt es unter NSAR-Therapie häufiger zu unerwünschten Wirkungen, v.a. zu gastrointestinalen Blutungen und Perforationen, auch mit letalem Ausgang
- kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Wirkungen
- Vorsicht (Erörterung mit dem Arzt oder Apotheker) und angemessene Überwachung und Beratung von Patienten mit Hypertonie und/oder leichter bis mittelschwerer dekompensierter Herzinsuffizienz in der Anamnese sind erforderlich, da Flüssigkeitseinlagerungen und Ödeme in Verbindung mit NSAR Therapie berichtet wurden
- klinische Studien weisen auf ein geringfügig erhöhtes Risiko von arteriellen thrombotischen Ereignissen, wie z.B. Herzinfarkt und Schlaganfall, hin
- insbesondere bei einer hohen Dosis (2400 mg / Tag)
- insgesamt deuten epidemiologischen Studien nicht darauf hin, dass niedrig dosiertes Ibuprofen (z.B. <= 1200 mg / Tag) mit einem erhöhten Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse in Zusammenhang steht
- Patienten mit unkontrolliertem Bluthochdruck, Herzinsuffizienz (NYHA II - III), bestehender ischämischer Herzerkrankung, peripherer arterieller Verschlusskrankheit und / oder zerebrovaskulärer Erkrankung
- Ibuprofen sollte nur nach sorgfältiger Abwägung angewendet werden
- hohe Dosen (2400 mg / Tag) sollten vermieden werden
- vor Beginn einer Langzeitbehandlung von Patienten mit Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse (z.B. Hypertonie, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus, Rauchen)
- sorgfältige Abwägung sollte stattfinden
- insbesondere wenn hohe Dosen von Ibuprofen (2400 mg / Tag) erforderlich sind
- Kounis-Syndrom
- bei mit Ibuprofen behandelten Patienten wurden Fälle von Kounis-Syndrom berichtet
- das Kounis-Syndrom umfasst kardiovaskuläre Symptome infolge einer allergischen Reaktion oder Überempfindlichkeitsreaktion definiert mit einer Verengung der Koronararterien und kann potenziell zu einem Myokardinfarkt führen
- schwere Hautreaktionen
- schwere Hautreaktionen wurden im Zusammenhang mit der Anwendung von Ibuprofen berichtet, die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, einschließlich
- exfoliative Dermatitis
- Erythema multiforme
- Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
- toxische epidermale Nekrolyse (TEN)
- Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
- akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
- die meisten dieser Reaktionen traten innerhalb des ersten Monats auf
- wenn Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese Reaktionen hinweisen
- Behandlung unverzüglich absetzen und eine angemessene alternative Behandlung in Betracht ziehen
- schwere Hautreaktionen wurden im Zusammenhang mit der Anwendung von Ibuprofen berichtet, die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, einschließlich
- Varizelleninfektion
- in Ausnahmefällen kann es zu einem Auftreten von schweren Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen während einer Varizelleninfektion kommen
- bis jetzt konnte die Beteiligung von NSAR an einer Verschlimmerung dieser Infektionen nicht ausgeschlossen werden
- es ist daher empfehlenswert, die Einnahme von Ibuprofen bei Vorliegen einer Varizellen-Infektion zu vermeiden
- in Ausnahmefällen kann es zu einem Auftreten von schweren Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen während einer Varizelleninfektion kommen
- Maskierung der Symptome der zugrunde liegenden Infektionen
- Ibuprofen kann Infektionssymptome (Fieber, Schmerzen und Schwellungen) umaskieren, was zu einem verspäteten Einleiten einer geeigneten Behandlung und damit zur Verschlechterung der Infektion führen kann
- dies wurde bei bakteriellen, ambulant erworbenen Pneumonien und bakteriell verursachten Komplikationen bei Varizellen beobachtet
- wenn Ibuprofen zur Behandlung von Fieber oder Schmerzen im Zusammenhang mit einer Infektion verabreicht wird, wird eine Überwachung der Infektion empfohlen
- ambulant behandelte Patienten sollten einen Arzt konsultieren, falls die Symptome anhalten oder sich verschlimmern
- prüfen, ob die Indikation für eine antiinfektiöse/antibiotische Therapie vorliegt
- schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. anaphylaktischer Schock)
- sehr selten beobachtet
- bei ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion muss die Therapie abgebrochen werden
- medizinisches Fachpersonal muss symptombezogen die medizinisch erforderlichen Maßnahmen einleiten
- renale Effekte
- aufgrund seiner Wirkung auf die Nierendurchblutung kann Ibuprofen zu Natrium-, Kalium- und Flüssigkeitsretention bei Patienten ohne Nierenfunktionsstörungen in der Vorgeschichte führen
- kann zu einem Ödem oder sogar zu Herzinsuffizienz oder Hypertonie bei prädisponierten Patienten führen
- wie bei anderen NSAR, führte die länger dauernde Verabreichung von Ibuprofen bei Tieren zu renaler papillärer Nekrose und anderen pathologischen Nierenveränderungen
- beim Menschen gab es Berichte über akute interstitielle Nephritis mit Hämaturie, Proteinurie und vereinzelt nephrotischem Syndrom
- Fälle von Nierentoxizität wurden auch bei Patienten beobachtet, bei denen Prostaglandine eine kompensatorische Rolle hinsichtlich der Aufrechterhaltung der Nierendurchblutung spielten
- bei diesen Patienten kann die Anwendung von NSAR zu einer dosisabhängigen Verringerung der Prostaglandinbildung und somit sekundär der Nierendurchblutung mit möglicher manifester renaler Dekompensation führen
- das höchste Risiko für eine derartige Reaktion weisen Patienten mit Nierenfunktionsstörung, Herzinsuffizienz, Leberfunktionsstörung, Patienten, die Diuretika und ACE-Hemmer einnehmen, sowie ältere Patienten auf.
- nach dem Abbruch der NSAR-Behandlung erfolgt im Allgemeinen die Wiederherstellung des Zustandes vor Behandlungsbeginn
- Risiko eines Nierenversagens ist erhöht bei
- dehydrierten Patienten
- älteren Menschen
- Patienten, die Diuretika und ACE-Hemmer einnehmen
- aufgrund seiner Wirkung auf die Nierendurchblutung kann Ibuprofen zu Natrium-, Kalium- und Flüssigkeitsretention bei Patienten ohne Nierenfunktionsstörungen in der Vorgeschichte führen
- hepatische Effekte
- Leberfunktionsstörung
- aseptische Meningitis
- Symptome einer aseptischen Meningitis, wie z.B. Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber oder Orientierungsstörung, wurden beobachtet
- eine aseptische Meningitis wurde bei Patienten unter Ibuprofen-Therapie selten beobachtet
- obwohl sie wahrscheinlich eher bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes und ähnlichen Bindegewebserkrankungen auftritt, wurde sie auch bei Patienten berichtet, die nicht an einer chronischen Grunderkrankung litten
- Ibuprofen kann vorübergehend die Blutplättchenfunktion (Thrombozytenaggregation) hemmen und die Blutungszeit verlängern
- Patienten mit Gerinnungsstörungen oder unter Therapie mit Antikoagulanzien müssen sorgfältig überwacht werden
- Analgetika-Kopfschmerz (Medication Overuse Headache, MOH)
- während der Langzeitanwendung von Schmerzmitteln mit hoher Dosis können Kopfschmerzen auftreten, die nicht mit erhöhten Dosen des Arzneimittels behandelt werden sollten
- längere Anwendung jeglicher Art von Schmerzmitteln gegen Kopfschmerzen kann diese verschlimmern
- ist dies der Fall oder wird dies vermutet, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden und die Behandlung abgebrochen werden
- Diagnose von Kopfschmerz bei Medikamentengebrauch (MOH) sollte bei Patienten vermutet werden, die an häufigen oder täglichen Kopfschmerzen leiden, obwohl (oder gerade weil) sie regelmäßig Arzneimittel gegen Kopfschmerzen einnehmen
- Analgetika-Nephropathie
- gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen
- länger dauernder Gabe von Ibuprofen
- regelmäßige Überwachung der Leber- und Nierenfunktion wie auch des Blutbildes sind bei einer Langzeitbehandlung mit Ibuprofen erforderlich
- insbesondere bei Hochrisikopatienten
- regelmäßige Überwachung der Leber- und Nierenfunktion wie auch des Blutbildes sind bei einer Langzeitbehandlung mit Ibuprofen erforderlich
- Alkohol
- Einnahme von Alkohol ist zu vermeiden, da dadurch die Nebenwirkungen von NSAR verstärkt werden können, insbesondere solche, die den Magen-Darm-Trakt oder das Zentralnervensystem betreffen
- Augenprobleme
- Patienten, die während der Behandlung mit Ibuprofen über Augenprobleme berichten, sollten die Behandlung abbrechen und sich einer Augenuntersuchung unterziehen
- Kinder und Jugendliche
- Risiko für Nierenfunktionsstörungen besteht bei dehydrierten Kindern und Jugendlichen
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ibuprofen - peroral- kontraindiziert im 3. Trimenon der Schwangerschaft
- während des 3. Trimenons können alle Prostaglandinsynthesehemmer
- den Fötus folgenden Risiken aussetzen
- kardiopulmonale Toxizität (vorzeitige Verengung/vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonale Hypertonie)
- Nierenfunktionsstörung
- die Mutter und das Neugeborene am Ende der Schwangerschaft folgenden Risiken aussetzen
- mögliche Verlängerung der Blutungszeit
- thrombozytenaggregationshemmender Effekt, der auch bei sehr geringen Dosen auftreten kann
- Hemmung der Uteruskontraktionen, die zu verzögerten Wehen oder einem verlängerten Geburtsvorgang führen kann
- mögliche Verlängerung der Blutungszeit
- den Fötus folgenden Risiken aussetzen
- während des 3. Trimenons können alle Prostaglandinsynthesehemmer
- Ibuprofen sollte während des 1. und 2. Trimenons nicht gegeben werden, es sei denn, dies ist unbedingt notwendig
- Oligohydramnion
- ab der 20. Schwangerschaftswoche kann die Anwendung von Ibuprofen ein durch eine fötale Nierenfunktionsstörung ausgelöstes Oligohydramnion verursachen
- kann kurz nach Beginn der Behandlung auftreten und ist in der Regel nach Absetzen der Behandlung reversibel
- zusätzlich Fälle berichtet, bei denen nach der Behandlung im 2. Trimenon eine Verengung des Ductus arteriosus auftrat, wobei sich diese in den meisten Fällen nach dem Absetzen der Behandlung zurückgebildet hat
- Oligohydramnion
- wenn Ibuprofen bei einer Frau angewendet wird, die versucht, schwanger zu werden oder sich im 1. und 2. Trimenon befindet
- sollte die Dosis so gering wie möglich und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden
- nach einer mehrtägigen Einnahme von Ibupofen ab der 20. Schwangerschaftswoche sollte eine pränatale Überwachung hinsichtlich eines Oligohydramnions und einer Verengung des Ductus arteriosus in Betracht gezogen werden
- Ibuprofen sollte abgesetzt werden, wenn ein Oligohydramnion oder eine Verengung des Ductus arteriosus festgestellt wird
- Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryo-fetale Entwicklung negativ beeinflussen
- Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandinsynthesehemmers in der Frühschwangerschaft hin
- das absolute Risiko kardiovaskulärer Missbildungen war von weniger als 1 % auf bis zu annähernd 1,5 % erhöht
- Annahme, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt
- Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandinsynthesehemmers in der Frühschwangerschaft hin
- tierexperimentelle Studien
- bei Tieren nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers zu erhöhtem prä- und post-implantären Verlust und zu embryo-fetaler Letalität führt
- erhöhte lnzidenzen verschiedener Missbildungen, einschließlich kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die während der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthesehemmer erhielten
- Fertilität
- Anwendung von Ibuprofen kann, wie die Anwendung anderer Arzneimittel, die bekanntermaßen die Cyclooxigenase/Prostaglandinsynthese hemmen, die weibliche Fertilität über eine Wirkung auf die Ovulation beeinträchtigen
- wird daher bei Frauen, die schwanger werden möchten, nicht empfohlen
- ist nach Absetzen der Behandlung reversibel
- Frauen, die Schwierigkeiten haben schwanger zu werden oder bei denen Untersuchungen zur Infertilität durchgeführt werden
- Absetzen von Ibuprofen sollte in Betracht gezogen werden
- Anwendung von Ibuprofen kann, wie die Anwendung anderer Arzneimittel, die bekanntermaßen die Cyclooxigenase/Prostaglandinsynthese hemmen, die weibliche Fertilität über eine Wirkung auf die Ovulation beeinträchtigen
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ibuprofen - peroral- Ibuprofen und seine Metaboliten gehen nur in geringen Mengen in die Muttermilch über
- während einer kurzzeitigen Behandlung ist bei therapeutischen Dosen das Risiko einer Auswirkung auf den Säugling unwahrscheinlich
- da schädliche Auswirkungen auf Säuglinge bisher nicht bekannt geworden sind, ist eine Unterbrechung des Stillens bei kurzzeitiger Behandlung mit der für Fieber und Schmerzen empfohlenen Dosis im Allgemeinen nicht erforderlich
- wird jedoch eine längere Behandlung verordnet, ist ein frühzeitiges Abstillen zu erwägen
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben schwerwiegend Vitamin-K-Antagonisten / Antirheumatika, nicht-steroidale
Clozapin / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
Streptozocin / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
Methotrexat, hochdosiert / Antirheumatika, nicht-steroidale
mittelschwer Aminoglykosid-Antibiotika / Antirheumatika, nicht-steroidale
ACE-Hemmer / Antirheumatika, nicht-steroidale
an Aktivkohle adsorbierbare Stoffe / Aktivkohle
Ciclosporin / Antirheumatika, nicht-steroidale
Digitalis-Glykoside / Antirheumatika, nicht steroidale
Heparine und Heparinoide / Antirheumatika, nicht-steroidale
Hydantoine / Antirheumatika, nicht-steroidale
Lithium / Antirheumatika, nicht-steroidale
Methotrexat, niedrigdosiert / Antirheumatika, nicht-steroidale
Antirheumatika, nicht-steroidale / Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Antirheumatika, nicht-steroidale / Azol-Antimykotika
Dabigatran / Antirheumatika, nicht-steroidale
Faktor Xa-Inhibitoren, orale / Antirheumatika, nicht-steroidale
Angiotensin-II-Antagonisten / Antirheumatika, nicht-steroidale
Tacrolimus / Antirheumatika, nicht-steroidale
Pemetrexed / Antirheumatika, nicht-steroidale (hochdosiert)
Mifamurtid / Antirheumatika, nicht-steroidale
Antirheumatika, nicht-steroidale / Corticosteroide
Thrombozytenaggregationshemmer / Antirheumatika, nicht-steroidale
Diuretika, kaliumsparende / Antirheumatika, nicht-steroidale
Antirheumatika, nicht-steroidale / Asparaginase
Antirheumatika, nicht-steroidale / Antirheumatika, nicht-steroidale
Antirheumatika, nicht-steroidale / Antirheumatika, nicht-steroidale
Fumarsäure-Derivate / Antirheumatika, nicht-steroidale
Vasopressin und Analoge / Antirheumatika, nicht-steroidale
COX-2-Hemmer / Antirheumatika, nicht-selektive
Clofarabin / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
Macimorelin / COX-Hemmer
Blutgerinnungsfaktoren, AAV-Vektor basiert / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
Efbemalenograstim alfa / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
Salicylate, niedrig dosiert / (Dex-)Ibuprofen
Glucose, diagnostische Zwecke / Wirkstoffe, den Test beeinflussende
Belzutifan / UGT2B17- oder CYP2C19-Inhibitoren
CYP2C8-, CYP2C9-, CYP2C19-, CYP2B6-Substrate / Nirogacestat
Plasminogen-Aktivatoren / Antirheumatika, nicht-steroidale
Pretomanid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
geringfügig Beta-Blocker / Antirheumatika, nicht-steroidale
Schleifendiuretika / Antirheumatika, nicht-steroidale
Antirheumatika, nicht-steroidale / Colestyramin
Antirheumatika, nicht-steroidale / Bisphosphonate
Antirheumatika, nicht-steroidale / Probenecid
Thiazid-Diuretika / Antirheumatika, nicht-steroidale
Antidiabetika, orale / Antirheumatika, nicht-steroidale
Gyrase-Hemmer / Antirheumatika, nicht-steroidale
Metformin / Antirheumatika, nicht-steroidale
Renin-Inhibitoren / Antirheumatika, nicht-steroidale
Zidovudin / Ibuprofen
Ginkgo biloba / Antirheumatika, nicht steroidale
Stoffe, potenziell hepatotoxisch / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
Ibuprofen / Lumacaftor
Antirheumatika, nicht-steroidale / Deferasirox
Antirheumatika, nicht-steroidale / Defibrotid
Daptomycin / Antirheumatika, nicht-steroidale
Baclofen / Ibuprofen
Ibuprofen / Ritonavir
Cilostazol / Antirheumatika, nicht-steroidale
Antirheumatika, nicht-steroidale / Ethanol
Volanesorsen / Antirheumatika, nicht-steroidale
Erdnussprotein / Antirheumatika, nicht-steroidale
Methotrexat / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
Isoniazid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
Teriflunomid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
Valproinsäure / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
Mercaptopurin / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
CYP2C9-Substrate / Sparsentan
Tenofovir disoproxil / Antirheumatika, nicht-steroidale
CYP2C9/19-Substrate / Letermovir
CYP2C9-, CYP2C19-, CYP2D6- und CYP3A4/5-Substrate / Sirolimus, extern
CYP2B6-, CYP2C8-, CYP2C9- und CYP2C19-Substrate / Sotorasib
Tiratricol / Stoffe, die die Plasmaproteinbindung beeinträchtigen
CYP2C8- und CYP2C9-Substrate / Torasemid
Aminoglykosid-Antibiotika, topische / Antirheumatika, nicht-steroidale
CYP450-Substrate / Tarlatamab
CYP2C8-, CYP2C9-, CYP2C19-Substrate / Pretomanid
CYP2C8- und CYP2C9-Substrate / Tovorafenib
Stoffe, gerinnungshemmende / Sägepalmenfrüchte
unbedeutend Antirheumatika, nicht-steroidale / Histamin-H2-Rezeptorantagonisten
Linaclotid / Antirheumatika, nicht-steroidale
Salicylate, niedrig dosiert / Antirheumatika, nicht-steroidale, extern
Penicilline / Antirheumatika, nicht-steroidale
Paracetamol / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
Drospirenon / Antirheumatika, nicht-steroidale
Mifepriston und Misoprostol / Antirheumatika, nicht-steroidaleWarnhinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.Die Anwendung im 1. Trimenon der Schwangerschaft ist nicht empfohlen.
Die Anwendung im 2. Trimenon der Schwangerschaft ist nicht empfohlen.
Die Anwendung im 3. Trimenon der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit kann unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht gezogen werden.Dosierungsanleitung
Dosierung, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ibuprofen - peroral- Symptomatische Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen und Fieber
- normal freisetzende Darreichungsform
- Allgemein
- Dosierungsintervall richtet sich nach der Symptomatik und der maximalen Tagesgesamtdosis; sollte 6 Stunden nicht unterschreiten
- jeweilige Fachinformationen bezüglich genauer Dosierungsempfehlungen beachten
- Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 12 Jahren (>/= 40 kg KG)
- Einzeldosis: 200 - 400 mg Ibuprofen
- Tagesgesamtdosis: bis zu 1200 mg Ibuprofen, verteilt auf 2 - 4 Einzelgaben
- Kinder
- Dosierung in Abhängigkeit von Körpergewicht bzw. Alter:
- Einzeldosis: in der Regel 7 - 10 mg / kg KG
- Tagesgesamtdosis: bis zu 30 mg / kg KG
- 30 kg - 39 kg KG (10 - 12 Jahre)
- Einzeldosis: 200 mg Ibuprofen
- Tagesgesamtdosis: bis zu 800 mg
- 20 - 29 kg KG (6 - 9 Jahre)
- Einzeldosis: 150 - 200 mg Ibuprofen
- Tagesgesamtdosis: bis zu 600 mg Ibuprofen
- 16 - 19 kg KG (4 - 6 Jahre)
- Einzeldosis: 100 - 150 mg Ibuprofen
- Tagesgesamtdosis: bis zu 450 mg Ibuprofen
- 10 - 15 kg KG (1 - 3 Jahre)
- Einzeldosis: 100 mg Ibuprofen
- Tagesgesamtdosis: bis zu 300 mg Ibuprofen
- 7 - 9 kg KG (Säuglinge, 9 - 12 Monate)
- Einzeldosis: 50 - 100 mg Ibuprofen
- Tagesgesamtdosis: bis zu 200 mg Ibuprofen
- 5 - 6 kg KG (Säuglinge, 6 - 8 Monate)
- Einzeldosis: 50 - 100 mg Ibuprofen
- Tagesgesamtdosis: bis zu 150 mg Ibuprofen
- Dosierung in Abhängigkeit von Körpergewicht bzw. Alter:
- Behandlungsdauer
- richtet sich nach dem jeweiligen Beschwerdebild
- sollte wenige Tage nicht überschreiten
- Kinder und Jugendliche: max. 3 Tage
- Erwachsene: max. 3 Tage bei Fieber bzw. 4 Tage zur Behandlung von Schmerzen
- bestehen Beschwerden über diesen Zeitraum hinaus oder verschlimmern sich Symptome, ist Abklärung durch einen Arzt erforderlich
- Allgemein
- normal freisetzende Darreichungsform
- Symptomatische Behandlung von Schmerz und Entzündung
- Allgemein
- Dosierung in Abhängigkeit von Alter bzw. Körpergewicht
- Nebenwirkungen können minimiert werden, wenn die zur Symptomkontrolle erforderliche niedrigste wirksame Dosis über den kürzest möglichen Zeitraum angewendet wird
- normal freisetzende Darreichungsform
- Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren
- maximale Einzeldosis: 800 mg Ibuprofen
- Tagesgesamtdosis: 1200 - 2400 mg Ibuprofen
- Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren
- retardiert freisetzende Darreichungsform
- Einnahmeintervalle sollten zwischen 6 und 12 Stunden liegen, um einerseits eine Kumulation völlig auszuschließen und andererseits einen ausreichend hohen Plasmaspiegel zu gewährleisten
- wegen der verzögerten Freisetzung des Wirkstoffes Ibuprofen nicht zur Therapieeinstellung bei Erkrankungen geeignet, bei denen ein rascher Wirkungseintritt benötigt wird
- Erwachsene
- Einzeldosis: 800 mg Ibuprofen
- Tagesgesamtdosis: 1600 - 2400 mg Ibuprofen
- Behandlungsdauer
- Anwendung über einen längeren Zeitraum kann bei rheumatischen Erkrankungen erforderlich sein
- Behandlung sollte in regelmäßigen Abständen überprüft und abgebrochen werden, wenn sich kein Erfolg einstellt oder Unverträglichkeit auftritt
- Allgemein
- Symptomatische Behandlung der akuten Kopfschmerzphase bei Migräne mit oder ohne Aura und Behandlung von Spannungskopfschmerzen
- normal freisetzende Darreichungsform
- Allgemein
- Dosierungsintervall richtet sich nach der Symptomatik und der maximalen Tagesgesamtdosis; sollte 6 Stunden nicht unterschreiten
- Erwachsene, Jungendliche und Kinder ab 12 Jahren (> 40 kg KG)
- Initialdosis: 200 - 400 mg Ibuprofen
- falls erforderlich, zusätzliche Dosen von 200 mg oder 400 mg Ibuprofen
- Tagesgesamtdosis: bis zu 1200 mg Ibuprofen
- Initialdosis: 200 - 400 mg Ibuprofen
- Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren (>/= 20 kg KG)
- Dosierung in Abhängigkeit von Körpergewicht bzw. Alter:
- Einzeldosis: in der Regel 7 - 10 mg / kg KG
- Tagesgesamtdosis: bis zu 30 mg / kg KG
- 30 - 39 kg KG
- Einzeldosis: 200 mg Ibuprofen
- Tagesgesamtdosis: bis zu 800 mg Ibuprofen
- 20 - 29 kg KG
- Einzeldosis: 200 mg Ibuprofen
- Tagesgesamtdosis: bis zu 600 mg Ibuprofen
- Dosierung in Abhängigkeit von Körpergewicht bzw. Alter:
- Allgemein
- Behandlungsdauer
- sollte gegen Kopfschmerzen bei einem Migräneanfall ohne ärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage angewendet werden
- bei Beschwerden die länger als 3 Tage anhalten oder wenn sich die Symptome verschlimmern, sollte ein Arzt aufgesucht werden
- normal freisetzende Darreichungsform
Dosisanpassung
- Kinder < 6 Monate bzw. < 5 kg KG
- keine ausreichenden Erfahrungen in dieser Altersgruppe vorliegend
- Anwendung nicht empfohlen
- jeweilige Fachinformationen bezüglich Altersgrenzen, Einschränkungen und Kontraindikation beachten
- Ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- ist eine Behandlung notwendig, sollte die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet werden
- besonders sorgfältig überwachen wegen des möglichen Nebenwirkungsprofils und des erhöhten Risikos für potenziell letale gastrointestinale Hämorrhagien, Ulzerationen oder Perforation
- Behandlung abbrechen, wenn sich kein Erfolg einstellt oder eine Unverträglichkeit auftritt
- Niereninsuffizienz (leicht bis mäßig)
- keine Dosisreduktion erforderlich
- Niereninsuffizienz (schwer)
- kontraindiziert
- Leberinsuffizienz (leicht bis mäßig)
- keine Dosisreduktion erforderlich
- Leberinsuffizienz (schwer)
- kontraindiziert
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ibuprofen - peroral- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z.B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis)
- im zeitlichen Zusammenhang mit der systemischen Anwendung von nichtsteroidalen Antirheumatika berichtet
- steht möglicherweise im Zusammenhang mit dem Wirkmechanismus der nichtsteroidalen Antirheumatika
- Symptome einer aseptischen Meningitis mit
- Nackensteifigkeit
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Fieber
- Bewusstseinstrübung
- Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z.B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Störungen der Blutbildung: (aplastische sowie hämolytische) Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose, Neutropenie
- erste Symptome oder Anzeichen können sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen
- in solchen Fällen sollte der Patient angewiesen werden, Ibuprofen sofort abzusetzen, jegliche Selbstmedikation mit Analgetika oder Antipyretika zu vermeiden und einen Arzt aufzusuchen
- erste Symptome oder Anzeichen können sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen
- Störungen der Blutbildung: (aplastische sowie hämolytische) Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose, Neutropenie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie
- Urtikaria
- Pruritus (Hautjucken)
- Purpura
- Exanthem (Hautausschläge)
- Asthmaanfälle (manchmal mit Hypotonie)
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Lupus erythematodes-Syndrom
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schwere (allgemeine) Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B.
- Gesichtsödem
- Zungenschwellung
- innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege
- Dyspnoe
- Tachykardie
- Blutdruckabfall bis hin zum lebensbedrohlichen Schock
- beim Auftreten einer dieser Erscheinungen, die schon bei Erstanwendung vorkommen können, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich
- schwere (allgemeine) Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hypoglykämie
- Hyponatriämie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Psychiatrische Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Depression
- Verwirrung
- Halluzinationen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- psychotische Reaktionen
- Angst
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- zentralnervöse Störungen wie
- Kopfschmerzen
- Somnolenz
- Vertigo
- Schwindel, Schwindelgefühl
- Müdigkeit
- Schlaflosigkeit
- Erregung
- Reizbarkeit
- zentralnervöse Störungen wie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- aseptische Meningitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Optikusneuritis
- Parästhesie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sehstörungen
- in diesem Fall sollte der Patient angewiesen werden, unverzüglich den Arzt zu informieren und die Anwendung von Ibuprofen abzubrechen
- Sehstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- toxische Amblyopie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Tinnitus
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hörverlust
- Hörstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Palpitationen
- Herzinsuffizienz
- Myokardinfarkt
- akutes Lungenödem
- Ödem
- ohne Häufigkeitsangabe
- Kounis-Syndrom
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Gefäßerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- (arterielle) Hypertonie
- Vaskulitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Rhinitis
- Bronchospasmus
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Asthma
- Dyspnoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- gastrointestinale Beschwerden wie
- Sodbrennen
- Bauchschmerzen
- Übelkeit
- Dyspepsie
- Erbrechen
- Blähungen/Flatulenz
- Diarrhoe
- Obstipation
- eringfügige Magen-Darm-Blutverluste, die in Ausnahmefällen eine Anämie verursachen können (okkulter Blutverlust)
- gastrointestinale Beschwerden wie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- gastrointestinale Ulcera, manchmal mit Blutung und Perforation, auch mit letalem Ausgang
- Meläna
- Hämatemesis
- ulcerative Stomatitis
- Colitis
- Verstärkung/Exazerbation einer entzündlichen Darmerkrankung (Colitis ulcerosa und Morbus Crohn)
- Komplikationen von Kolondivertikeln (Perforation, Fisteln)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gastritis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Ösophagitis
- Pankreatitis
- Bildung von intestinalen diaphragmaartigen Strikturen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leberfunktionsstörungen
- Leberschäden, insbesondere bei der Langzeittherapie
- Leberversagen
- akute Hepatitis
- Ikterus
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Photosensitivität (Lichtempfindlichkeitsreaktionen)
- verschiedene Arten von Hautausschlägen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schwere Hautreaktionen einschließlich
- Erythema multiforme
- exfoliative Dermatitis
- bullöse Reaktionen einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom und toxisch epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom)
- Alopezie
- nekrotisierende Fasziitis
- schwere Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen (während einer Varizelleninfektion)
- schwere Hautreaktionen einschließlich
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
- akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
- fixes Exanthem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ausbildung von Ödemen, insbesondere bei Patienten mit arterieller Hypertonie oder Niereninsuffizienz
- nephrotisches Syndrom
- interstitielle Nephritis, die mit einer akuten Niereninsuffizienz einhergehen kann
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Nierengewebsschädigungen (Papillennekrosen), v.a. bei Langzeitanwendung
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verminderung der Harnausscheidung und Ausbildung von Ödemen, insbesondere bei Patienten mit arterieller Hypertonie oder Niereninsuffizienz
- ohne Häufigkeitsangabe
- eingeschränkte Nierenfunktion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- ohne Häufigkeitsangabe
- Unwohlsein (Malaise)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Untersuchungen:
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Harnstoff-Stickstoff im Blut erhöht
- Transaminasen und alkalische Phosphatase im Serum erhöht
- Hämoglobin- und Hämatokritwerte erniedrigt
- Thrombozytenaggregationshemmung
- Blutungszeit verlängert
- Calcium im Serum erniedrigt
- Harnsäure im Serum erhöht, erhöhte Harnsäurekonzentrationen im Blut
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hinweis
- bei den unerwünschten Arzneimittelwirkungen muss berücksichtigt werden, dass sie überwiegend dosisabhängig und interindividuell unterschiedlich sind
- kurzzeitige symptomatische Behandlung von
-
Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels
Stoffname Stoffmenge Stofftyp Ibuprofen 400 mg Wirkstoff Cellulose, mikrokristallin + Hilfsstoff Croscarmellose, Natriumsalz + Hilfsstoff Hypromellose + Hilfsstoff Macrogol 6000 + Hilfsstoff Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich] + Hilfsstoff Maisstärke + Hilfsstoff Silicium dioxid, hochdispers + Hilfsstoff Talkum + Hilfsstoff Titan dioxid + Hilfsstoff Anmelden / Registrieren
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