Salmeterol/fluticasonpropionat AL 50ug/250ug Stada

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Steckbrief : Salmeterol/fluticasonpropionat AL 50ug/250ug Stada

  • 16875114
  • Inhalationspulver
  • 3x60 ST
  • STADAPHARM GmbH

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  • Allgemeine Produktinformationen

    • Ihr Arzt, Ihre Krankenschwester oder Ihr Apotheker wird Ihnen zeigen, wie Ihr Inhalationsgerät anzuwenden ist.
    • Diese sollten von Zeit zu Zeit überprüfen, wie Sie es anwenden. Wenn Sie das Präparat nicht richtig oder nicht wie verschrieben anwenden, kann es bedeuten, dass es Ihnen bei Asthma nicht so hilft, wie es eigentlich sollte.
    • Am Inhalationsgerät befindet sich ein Zählwerk, das Ihnen zeigt, wie viele Einzeldosen noch übrig sind. Es zählt bis 0 zurück.
    • Wenn das Zählwerk eine 0 anzeigt, ist Ihr Inhalationsgerät leer.
    • Anwendung Ihres Inhalationsgeräts
      • Um das Inhalationsgerät zu öffnen, halten Sie die äußere Umhüllung in einer Hand und legen den Daumen Ihrer anderen
        Hand auf den Daumengriff. Schieben Sie den Daumengriff so weit wie möglich von sich weg. Sie hören ein Klicken. Dadurch öffnet sich ein kleines Loch im Mundstück.
      • Halten Sie das Inhalationsgerät so, dass das Mundstück auf Sie gerichtet ist. Sie können es entweder in Ihrer rechten oder linken Hand halten. Schieben Sie den Hebel so weit wie möglich von sich weg. Sie hören ein Klicken. Dadurch wird eine Dosis des Arzneimittels in das Mundstück freigegeben.
      • Jedes Mal, wenn Sie den Hebel verschieben, wird ein Blisternapf innen geöffnet und das Pulver für die Inhalation freigegeben.
      • Bitte verschieben Sie den Hebel nicht unnötig, denn dadurch werden weitere Blisternäpfe geöffnet und Arzneimittel verschwendet.
      • Halten Sie das Inhalationsgerät von Ihrem Mund entfernt. Atmen Sie so weit wie möglich aus. Bitte atmen Sie nicht in Ihr Inhalationsgerät hinein.
      • Setzen Sie das Mundstück an Ihre Lippen. Atmen Sie gleichmäßig und tief durch das Inhalationsgerät ein, nicht durch die Nase.
      • Nehmen Sie das Inhalationsgerät von Ihrem Mund.
      • Halten Sie Ihren Atem etwa 10 Sekunden an bzw. so lange es Ihnen möglich ist.
      • Atmen Sie langsam aus.
      • Spülen Sie danach Ihren Mund mit Wasser und spucken es aus, und/oder putzen Sie Ihre Zähne.
      • Dies kann das Auftreten von Soorbefall und Heiserkeit verhindern helfen.
      • Um das Inhalationsgerät zu schließen, legen Sie Ihren Daumen in den Daumengriff und schieben ihn so weit wie möglich zu sich zurück. Sie hören ein Klicken. Dadurch gelangt der Hebel automatisch in seine Ausgangsposition zurück.
    • Reinigung Ihres Inhalationsgeräts
      • Für die Reinigung wischen Sie das Mundstück des Inhalationsgeräts mit einem trockenen Tuch ab.

    Anwendungsgebiete

    • Das Arzneimittel enthält zwei Wirkstoffe, Salmeterol und Fluticasonpropionat:
      • Salmeterol ist ein langwirksames Bronchien erweiterndes Arzneimittel. Diese Arzneimittel helfen, die Atemwege in der Lunge offen zu halten. Dies erleichtert das Ein- und Ausatmen. Die Wirkdauer beträgt mindestens 12 Stunden.
      • Fluticasonpropionat ist ein Kortikoid, das Schwellung und Reizung in den Lungen vermindert.
    • Der Arzt hat Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben, um Atembeschwerden zu vermeiden, wie:
      • Asthma bronchiale
    • Es ist notwendig, dass Sie das Präparat täglich gemäß der Anweisung Ihres Arztes anwenden. Dadurch wird sichergestellt, dass eine Kontrolle Ihres Asthmas oder Ihrer COPD gewährleistet ist. Es hilft gegen das Auftreten von Atemnot und pfeifenden Atemgeräuschen.
    • das Präparat sollte jedoch nicht angewendet werden, um einen plötzlichen Anfall von Atemnot und pfeifenden Atemgeräuschen zu lindern. Wenn dies passiert, müssen Sie Ihre schnell wirksame Akutmedikation (Ihr Notfallspray), wie z. B. Salbutamol, anwenden. Sie sollten Ihr schnell wirksames Notfallspray immer dabei haben.

    Indikation
    • Asthma bronchiale (Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre)
      • regelmäßige Behandlung von Asthma bronchiale, bei der die Anwendung von langwirksamem ß2-Agonisten und inhalativem Kortikoid in Kombination angezeigt ist
        • bei Patienten, die mit inhalativen Kortikoiden und kurzwirksamen ß2-Agonisten zur bedarfsweisen Inhalation nicht ausreichend eingestellt sind oder
        • bei Patienten, die mit inhalativen Kortikoiden und langwirksamen ß2-Agonisten ausreichend eingestellt sind
      •  

    Art der Anwendung
    • zur Inhalation
    • weitere Informationen s. Fachinformation

    Gegenanzeigen

    • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden:
      • wenn Sie allergisch gegen Salmeterol, Fluticasonpropionat oder einen sonstigen Bestandteil sind.

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Salmeterol und Fluticason - pulmonal
    • Überempfindlichkeit gegen Salmeterol oder Fluticason

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Präparat anwenden, wenn Sie Folgendes haben:
        • eine Herzerkrankung einschließlich einem unregelmäßigen oder schnellen Herzschlag
        • Schilddrüsenüberfunktion
        • Bluthochdruck
        • Diabetes mellitus (das Arzneimittel kann den Blutzuckerspiegel erhöhen)
        • einen niedrigen Kaliumgehalt in Ihrem Blut
        • Tuberkulose (TB), aktuell oder früher, oder andere Lungeninfektionen
      • Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
      • Es ist unwahrscheinlich, dass die Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durch die Anwendung beeinflusst werden.

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Salmeterol und Fluticason - pulmonal
    • Akutbehandlung
      • darf nicht zur Behandlung akuter Asthmasymptome angewendet werden, für die schnell- und kurzwirkende Bronchodilatatoren notwendig sind
      • Patienten sollten darauf hingewiesen werden, ihre Arzneimittel für die Behandlung eines akuten Asthmaanfalles jederzeit bei sich zu haben
    • Exazerbationen, Verschlechterung
      • Behandlung mit Salmeterol/Fluticason darf nicht während einer Exazerbation oder bei sich signifikant verschlechterndem oder akut verschlimmerndem Asthma begonnen werden
    • schwerwiegende mit Asthma einhergehende unerwünschte Ereignisse und Exazerbationen
      • während der Behandlung mit Salmeterol/Fluticason können schwerwiegende mit Asthma einhergehende unerwünschte Ereignisse und Exazerbationen auftreten
        • Patienten sollten aufgefordert werden, die Behandlung fortzusetzen, jedoch ärztlichen Rat einzuholen, wenn die Asthmasymptome unkontrolliert bleiben oder sich nach dem Beginn der Therapie verschlechtern
    • erhöhte Notwendigkeit zum Gebrauch von Bedarfsmedikation (kurzwirksame Bronchodilatatoren) oder eine abgeschwächte Symptomlinderung nach Anwendung der Bedarfsmedikatione
      • sind Anzeichen für eine Verschlechterung des Krankheitsbildes
      • Patienten müssen erneut ärztlich untersucht werden
    • plötzliche und fortschreitende Verschlechterung der Asthmakontrolle
      • ist potenziell lebensbedrohlich, so dass der Patient dringend von einem Arzt untersucht werden sollte
      • Steigerung der Corticosteroid-Dosis sollte in Betracht gezogen werden
    • sobald die Asthmasymptome unter Kontrolle gebracht wurden, kann eine schrittweise Reduzierung der Dosis von Salmeterol/Fluticasonpropionat in Betracht gezogen werden
      • während der schrittweisen Reduzierung der Behandlung ist eine regelmäßige Untersuchung des Patienten wichtig
      • es ist die niedrigste wirksame Dosis anzuwenden
    • Patienten mit akuten COPD-Exazerbationen
      • bei Patienten mit akuten COPD-Exazerbationen ist typischerweise eine Behandlung mit systemischen Corticosteroiden indiziert
      • infolgedessen sollten Patienten darauf hingewiesen werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn sich die Symptome unter der Behandlung verschlechtern
    • Beendigung der Therapie
      • Asthma-Patienten
        • wegen des Risikos einer Exazerbation darf die Behandlung nicht abrupt abgebrochen werden
        • Behandlung sollte unter ärztlicher Aufsicht schrittweise reduziert (heruntertitriert) werden
      • COPD-Patienten
        • Absetzen der Therapie kann auch mit einer Verschlechterung der Symptome verbunden sein
        • das Absetzen sollte deshalb von einem Arzt überwacht werden
    • Infektionen der Luftwege
      • Anwendung mit Vorsicht (wie bei allen corticoidhaltigen Arzneimitteln zur Inhalation) bei
        • aktiver oder ruhender Lungentuberkulose
        • Pilzinfektionen der Luftwege
        • viralen Infektionen der Luftwege
        • anderen Infektionen der Luftwege
    • kardiovaskuläre Auswirkungen
      • Salmeterol/Fluticason können in seltenen Fällen Herzrhythmusstörungen, z.B. supraventrikuläre Tachykardie, Extrasystolen und Vorhofflimmern, und bei hohen therapeutischen Dosierungen eine geringe vorübergehende Reduktion des Serumkaliumspiegels verursachen
      • sollte deshalb mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit
        • schweren kardiovaskulären Erkrankungen
        • Herzrhythmusstörungen
        • Diabetes mellitus
        • Thyreotoxikose
        • unkorrigierter Hypokaliämie
        • einer Prädisposition zu niedrigen Serumkaliumspiegeln
    • Hyperglykämie
      • sehr selten wurde ein Anstieg der Blutglukosespiegel beobachtet
      • sollte bei der Verordnung für Patienten mit Diabetes mellitus in der Vorgeschichte berücksichtigt werden
    • paradoxe Bronchospasmen
      • wie bei anderer Inhalationsbehandlung können nach der Anwendung paradoxe Bronchospasmen mit einer sofortigen Zunahme des Giemens und von Kurzatmigkeit ausgelöst werden
      • ein paradoxer Bronchospasmus spricht auf schnell wirksame Bronchodilatatoren an und ist umgehend zu behandeln
      • Anwendung des Salmeterol/Fluticason-Inhalativums sollte unverzüglich abgebrochen, der Patient untersucht und, wenn notwendig, eine alternative Behandlung begonnen werden
    • über pharmakologische Nebenwirkungen einer beta2-Agonisten-Behandlung, wie Tremor, Palpitationen und Kopfschmerzen ist berichtet worden
      • sind aber meist vorübergehend und klingen bei regelmäßiger Behandlung wieder ab
    • systemische Nebenwirkungen von Corticosteroiden
      • systemische Nebenwirkungen können bei der Behandlung mit jedem inhalativen Corticosteroid auftreten, insbesondere, wenn hohe Dosen über einen langen Zeitraum verordnet werden
        • Wahrscheinlichkeit des Auftretens dieser Nebenwirkungen ist weniger wahrscheinlich als bei oralen Corticosteroiden
        • deshalb wichtig, dass der Patient regelmäßig untersucht und die Dosis inhalativer Corticosteroide auf die niedrigste Dosismenge gesenkt wird, mit der eine wirksame Asthmakontrolle erreicht wird
      • mögliche systemische Nebenwirkungen sind u.a.
        • Cushing-Syndrom
        • cushingoide Erscheinungen
        • Nebennierensuppression
        • Verminderung der Knochendichte
        • Katarakt
        • Glaukom
        • sehr selten eine Reihe von psychologischen oder verhaltensbezogenen Wirkungen wie
          • psychomotorische Überaktivität
          • Schlafstörungen
          • Angstzustände
          • Depressionen
          • aggressives Verhalten (insbesondere bei Kindern)
        • unteren Abschnitt zu Kindern und Jugendlichen beachten
      • Nebennierenrindensuppression, akute Nebennierenkrise
        • werden hohe Dosen inhalativer Corticosteroide über einen längeren Zeitraum verabreicht, kann dies bei Patienten zu einer Nebennierensuppression und akuten Nebennierenkrise führen
          • in sehr seltenen Fällen bei Dosen zwischen 500 und weniger als 1000 µg Fluticasonpropionat von einer Nebennierensuppression und Nebennierenkrise berichtet
        • zu den Faktoren, die eine akute Nebennierenkrise begünstigen können, zählen
          • Traumata
          • Operationen
          • Infektionen
          • rasche Dosisreduktion
        • auftretende Symptome sind normalerweise unspezifisch und umfassen Anorexie, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Hypotonie, eine Bewusstseinseintrübung, Hypoglykämie und Krampfanfälle
        • Stressphasen oder elektive Operationen
          • in Stressphasen oder bei elektiven Operationen sollte eine zusätzliche Behandlung mit systemischen Corticosteroiden in Betracht gezogen werden
        • Patienten, deren Therapie von oralen Steroiden auf inhalatives Fluticasonpropionat umgestellt wird
          • der Nutzen einer Therapie mit inhalativem Fluticasonpropionat sollte den Bedarf an oralen Steroiden senken
          • jedoch kann bei Patienten, deren Therapie von oralen Steroiden auf Fluticasonpropionat umgestellt wird, das Risiko einer eingeschränkten Nebennierenreserve über einen langen Zeitraum bestehen bleiben
            • deshalb sollten diese Patienten mit besonderer Vorsicht behandelt und die Nebennierenrindenfunktion regelmäßig untersucht werden
        • Patienten, die in der Vergangenheit hohe Dosen Corticosteroide als Notfallmedikament benötigten
          • auch bei Patienten, die in der Vergangenheit hohe Dosen Corticosteroide als Notfallmedikament benötigten, kann ein Risiko bestehen
          • Möglichkeit einer zurückbleibenden Funktionsstörung sollte in Notfällen und in elektiven Situationen, die vermutlich Stress verursachen können, stets berücksichtigt werden, und es muss eine angemessene Behandlung mit Corticosteroiden in Betracht gezogen werden
        • je nach Ausmaß der Nebennierenfunktionsstörung sollte vor elektiven Maßnahmen der Rat eines Facharztes eingeholt werden
      • systemische Aufnahme von Salmeterol und Fluticasonpropionat erfolgt hauptsächlich über die Lunge
        • da die Anwendung einer Inhalierhilfe zusammen mit einem Dosier-Aerosol die Wirkstoffaufnahme in die Lunge erhöhen kann, wird darauf hingewiesen, dass dies möglicherweise zu einem erhöhten Risiko von systemischen Nebenwirkungen führen kann
    • Kinder und Jugendliche
      • Kinder und Jugendliche < 16 Jahren, die hohe Dosen Fluticasonpropionat erhalten (typischerweise >= 1000 µg/Tag), können einem besonderen Risiko ausgesetzt sein
      • systemische Nebenwirkungen können auftreten, insbesondere wenn hohe Dosen über einen langen Zeitraum verordnet werden
      • zu den möglichen systemischen Nebenwirkungen zählen
        • Cushing-Syndrom
        • cushingoide Erscheinungen
        • Nebennierensuppression
        • akute Nebennierenkrise und Wachstumsverzögerungen bei Kindern und Jugendlichen
        • sehr selten eine Reihe von psychologischen oder verhaltensbezogenen Wirkungen wie
          • psychomotorische Hyperaktivität
          • Schlafstörungen
          • Angstzustände
          • Depressionen
          • aggressives Verhalten
      • ss sollte in Erwägung gezogen werden, das Kind oder den Jugendlichen an einen Facharzt für Kinderpneumologie zu überweisen
      • Körpergröße
        • empfohlen, die Körpergröße von Kindern, die eine längere Behandlung mit inhalativem Corticosteroid erhalten, regelmäßig zu überwachen
      • Dosis an inhalativem Corticosteroid sollte so verringert werden, dass eine effektive Kontrolle des Asthmas mit der niedrigsten Dosierung erreicht wird
      • Anwendung von Salmeterol/Fluticasonpropionat bei Kindern im Alter < 12 Jahren nicht empfohlen (produktspezifische Altersangaben beachten)
    • gleichzeitige Anwendung mit CYP3A-Inhibitoren
      • erhöhtes Risiko systemischer Nebenwirkungen besteht bei Kombination mit anderen potenten CYP3A-Hemmern
        • gleichzeitige Behandlung soll vermieden werden
      • Ritonavir kann die Plasmakonzentration von Fluticasonpropionat stark erhöhen
        • gleichzeitige Anwendung sollte daher vermieden werden, es sei denn, der mögliche Nutzen für den Patienten überwiegt das Risiko systemischer Nebenwirkungen von Corticosteroiden
        • auch erhöhtes Risiko systemischer Nebenwirkungen bei Kombination von Fluticasonpropionat mit anderen potenten CYP3A-Hemmern
      • gleichzeitige Anwendung von systemischem Ketoconazol erhöht die systemische Exposition gegenüber Salmeterol signifikant
        • kann zu einem Anstieg der Inzidenz systemischer Wirkungen führen (z.B. Verlängerung des QTc-Intervalls und Palpitationen)
        • gleichzeitige Behandlung mit Ketoconazol oder anderen potenten CYP3A4-Inhibitoren soll deshalb vermieden werden, sofern der Nutzen das potenziell erhöhte Risiko von systemischen Nebenwirkungen der Behandlung mit Salmeterol nicht überwiegt
    • Pneumonie bei COPD-Patienten
      • Zunahme der Inzidenz von Pneumonien, einschließlich Pneumonien, die eine Krankenhauseinweisung erfordern, bei COPD-Patienten beobachtet, die inhalative Corticosteroide erhielten
        • gibt einige Hinweise darauf, dass ein erhöhtes Risiko für Pneumonien mit einer erhöhten Steroid-Dosierung einhergeht; konnte jedoch nicht eindeutig in allen Studien gezeigt werden
      • es gibt keinen eindeutigen klinischen Nachweis für Unterschiede im Ausmaß des Pneumonierisikos innerhalb der Klasse der inhalativen Corticosteroide
      • Ärzte sollten bei COPD-Patienten auf eine mögliche Entwicklung einer Pneumonie achten, da sich die klinischen Merkmale einer solchen Entzündung mit den Symptomen von COPD-Exazerbationen überschneiden
      • Risikofaktoren für Pneumonie bei COPD-Patienten umfassen
        • derzeitiges Rauchen
        • höheres Alter
        • niedriger Body Mass Index (BMI)
        • schwere COPD-Ausprägungen
      • in einer 3-jährigen Studie wurde bei Patienten mit COPD, die Salmeterol und Fluticasonpropionat als fixe Kombination mit dem Diskus/Accuhaler angewendet haben, vermehrt über Infektionen der unteren Atemwege berichtet (insbesondere Pneumonie und Bronchitis) im Vergleich zu Patienten, die Placebo erhielten
        • in dieser Studie hatten ältere Patienten, Patienten mit einem geringeren BodyMassIndex (< 25 kg/m2) und Patienten mit sehr schwerer Erkrankung (FEV1 < 30 % des Normwertes), unabhängig von der Behandlung, das größte Risiko, eine Pneumonie zu entwickeln
      • Ärzte sollten Patienten mit COPD aufmerksam hinsichtlich der möglichen Entwicklung einer Pneumonie und anderer Infektionen der unteren Atemwege verfolgen, da sich das klinische Erscheinungsbild solcher Infektionen und einer Exazerbation häufig überschneidet
        • wenn ein Patient mit schwerer COPD eine Pneumonie entwickelt hat, sollte die Behandlung mit Salmeterol/Fluticasonpropionat überprüft werden
    • Sehstörungen
      • bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten
      • wenn ein Patient Symptome wie verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen aufweist, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Untersuchung möglicher Ursachen in Betracht gezogen werden, zu denen Katarakt, Glaukom oder seltene Krankheiten wie die Chorioretinopathia centralis serosa (CRCS) gehören können, von denen nach Anwendung systemischer und topischer Corticosteroide berichtet wurde
    • Heiserkeit, Candidiasis (Soorbefall)
      • durch Fluticasonpropionat können bei einigen Patienten Heiserkeit und Candidiasis (Soorbefall) im Mund- und Rachenraum auftreten
      • sowohl Heiserkeit als auch dem Auftreten einer Candidiasis kann vorgebeugt werden, indem nach der Anwendung der Mund mit Wasser ausgespült bzw. gegurgelt wird
      • bei symptomatischer Candidiasis empfiehlt sich die lokale Behandlung mit einem gegen diese Pilzerkrankung wirksamen Arzneimittel
        • Anwendung von Salmeterol/Fluticason sollte währenddessen fortgeführt werden
    • Doping
      • Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Salmeterol und Fluticason - pulmonal
    • Anwendung bei schwangeren Frauen sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn der erwartete Nutzen für die Mutter größer ist als jedwedes mögliche Risiko für den Fötus
      • bei der Behandlung von schwangeren Frauen sollte die niedrigste wirksame Dosis von Fluticasonpropionat eingesetzt werden, die nötig ist, um eine adäquate Asthmakontrolle aufrecht zu erhalten
    • weitreichende Erfahrungen an schwangeren Frauen (> 1000 Schwangerschaftsausgänge) deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität in Verbindung mit Salmeterol und Fluticasonpropionat hin
    • tierexperimentelle Studien
      • zeigten eine Reproduktionstoxizität nach Verabreichung von Beta2-Adrenorezeptor-Agonisten und Glucocorticosteroiden
    • Fertilität
      • keine Daten für den Menschen vorliegend
      • tierexperimentelle Studien zeigten jedoch keine Auswirkungen von Salmeterol oder Fluticasonpropionat auf die Fertilität
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Salmeterol und Fluticason - pulmonal
    • Entscheidung muss darüber getroffen werden, ob das Stillen des Kindes oder die Therapie mit Salmeterol/Fluticason eingestellt wird
      • dabei sowohl Nutzen des Stillens für das Kind als auch den Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigen
    • Übergang in die Muttermilch
      • in Tierstudien gezeigt, dass Salmeterol und Fluticasonpropionat und ihre Metaboliten bei laktierenden Ratten in die Milch sezerniert werden
      • nicht bekannt, ob Salmeterol und Fluticason oder ihre Metaboliten beim Menschen in die Muttermilch ausgeschieden werden
    • Risiko für Neugeborene/Kleinkinder, die gestillt werden, kann nicht ausgeschlossen werden

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
      • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden einschließlich Arzneimittel zur Anwendung bei Atemwegserkrankungen. In einigen Fällen soll das Arzneimittel nämlich nicht mit anderen Arzneimitteln angewendet werden.
      • Einige Arzneimittel können die Wirkung verstärken, und Ihr Arzt möchte Sie möglicherweise sorgfältig überwachen, wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen (einschließlich einige Arzneimittel zur HIV-Behandlung: Ritonavir, Cobicistat).
      • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie die folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden,bevor Sie mit der Anwendung des Präparates beginnen:
        • ß-Blocker (z. B. Atenolol, Propranolol oder Sotalol). ß-Blocker werden meistens bei Bluthochdruck oder anderen Herzerkrankungen angewendet.
        • Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen (wie z. B. Ritonavir, Cobicistat, Ketoconazol, Itraconazol und Erythromycin). Einige dieser Arzneimittel können die Menge an Fluticasonpropionat oder Salmeterol in Ihrem Körper erhöhen. Dadurch kann sich das Risiko des möglichen Auftretens von Nebenwirkungen, einschließlich unregelmäßiger Herzschläge, unter gleichzeitiger Anwendung von diesem Arzneimittel erhöhen oder Nebenwirkungen können verstärkt auftreten. Ihr Arzt wird Sie unter Umständen sorgfältig überwachen, wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen.
        • Kortikoide (zum Einnehmen oder intravenös).
          • Wenn Sie vor kurzem mit diesen Arzneimitteln behandelt worden sind, könnte dies das Risiko erhöhen, dass Ihre Nebenniere beeinflusst wird.
        • Diuretika, auch bekannt als „Entwässerungstabletten", die zur Behandlung von Bluthochdruck angewendet werden.
        • Andere Bronchodilatatoren (wie Salbutamol).
        • Xanthin Arzneimittel. Diese werden oft zur Behandlung von Asthma angewendet.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    schwerwiegend Sympathomimetika / MAO-Hemmer
    Beta-Sympathomimetika / Beta-Blocker, nichtselektive
    Salmeterol / HIV-Protease-Inhibitoren
    Cladribin / Corticosteroide
    mittelschwer Corticosteroide / Azol-Antimykotika
    Corticosteroide / Makrolid-Antibiotika
    Corticosteroide / HIV-Therapeutika
    Salmeterol / HCV-Protease-Inhibitoren
    Inhalations-Narkotika, halogenierte / Sympathomimetika
    Salmeterol / Cobicistat
    Digitalis-Glykoside / Beta-Sympathomimetika
    Gyrase-Hemmer / Corticosteroide
    Cabozantinib / Corticosteroide
    Corticosteroide / Proteinkinase-Inhibitoren
    Salmeterol / Proteinkinase-Inhibitoren
    Salmeterol / Azol-Antimykotika, starke CYP3A4-Inhibitoren
    GD2-Antikörper / Corticosteroide
    Salmeterol / Makrolid-Antibiotika, starke CYP3A4-Inhibitoren
    Beta-Sympathomimetika / Beta-Blocker, selektive
    geringfügig Theophyllin / Beta-Sympathomimetika
    Antidiabetika / Corticosteroide
    Antidiabetika / Sympathomimetika
    Beta-Sympathomimetika / Diuretika, kaliuretische
    ZNS-Stimulanzien / Sympathomimetika
    Beta-Sympathomimetika / Trospium
    Sympathomimetika / Schilddrüsenhormone
    Beta-Sympathomimetika / Antidepressiva, trizyklische
    Beta-Sympathomimetika / Xanthinderivate
    Beta-Sympathomimetika / Corticosteroide
    Atezolizumab / Corticosteroide
    Indacaterol / LABA
    Sympathomimetika / Ketamin
    CYP3A4-, OATP1B1-, OATP1B3-Substrate / Remdesivir
    Tremelimumab / Corticosteroide
    Doxapram / Sympathomimetika
    Arzneimittel, anticholinerge Wirkung / Corticosteroide
    unbedeutend Beta-Sympathomimetika / Nahrung, Coffein-haltig

    Warnhinweise

    • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

    Die Anwendung in der Schwangerschaft ist nicht empfohlen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

    Dosierungsanleitung

    • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
    • Wenden Sie das Präparat täglich an, solange Ihnen Ihr Arzt nicht rät, die Anwendung zu beenden. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosierung. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
    • Beenden Sie die Anwendung oder reduzieren Sie die Dosierung nicht, bevor Sie zuerst mit Ihrem Arzt gesprochen haben.
    • Das Arzneimittel sollte durch den Mund in die Lungen inhaliert werden.
    • Bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit Asthma bronchiale
      • 2-mal täglich 1 Inhalation
    • Ihre Symptome können bei einer zweimal täglichen Anwendung gut kontrolliert werden. Wenn dies der Fall ist, kann Ihr Arzt entscheiden, Ihre Dosierung auf eine einmal tägliche Anwendung zu reduzieren. Die Dosierung kann sich wie folgt ändern:
      • einmal abends, wenn Sie nächtliche Symptome haben
      • einmal morgens, wenn Sie tagsüber Symptome haben
    • Es ist sehr wichtig, den Anweisungen Ihres Arztes zu folgen, wie viele Inhalationen Sie brauchen und wie oft Sie Ihr Arzneimittel anwenden sollen.
    • Wenn Sie das Präparat zur Behandlung von Asthma anwenden, wird Ihr Arzt Sie regelmäßig auf Ihre Symptome hin untersuchen.
    • Wenn sich Ihr Asthma oder Ihre Atmung verschlechtert, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Arzt. Möglicherweise treten vermehrt pfeifende Atemgeräusche auf, Sie verspüren öfter eine Verengung im Brustraum als zuvor oder Sie benötigen mehr von Ihren Arzneimitteln zur Akutbehandlung. Wenn einer dieser Fälle eintritt, sollten Sie weiterhin dieses Arzneimittel anwenden, aber ohne die Anzahl der Inhalationen zu erhöhen. Die Verengung im Brustraum kann sich verstärken und Sie können ernsthaft krank werden. Suchen Sie bitte Ihren Arzt auf, da Sie möglicherweise eine zusätzliche Behandlung benötigen.

     

    • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
      • Es ist wichtig, den Inhalator so anzuwenden, wie es Ihnen gezeigt wurde. Wenn Sie aus Versehen eine höhere Dosierung als empfohlen angewendet haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Sie können z. B. einen schnelleren Herzschlag als sonst üblich haben und etwas zittrig sein. Ihnen kann auch schwindelig werden und Sie können Kopfschmerzen, eine Muskelschwäche und Gelenkschmerzen haben.
      • Wenn Sie jedoch über einen längeren Zeitraum größere Dosierungen angewendet haben, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Denn höhere Dosierungen können die Menge an Steroidhormonen vermindern, die von der Nebenniere produziert werden.

     

    • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
      • Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben. Wenden Sie Ihre folgende Dosis einfach zum nächsten fälligen Anwendungszeitpunkt an.

     

    • Wenn Sie die Anwendung abbrechen
      • Es ist sehr wichtig, dass Sie das Präparat so anwenden, wie Ihr Arzt es verordnet hat.
      • Nehmen Sie es weiter, bis er Ihnen rät, die Anwendung zu beenden. Beenden Sie die Anwendung oder reduzieren Sie die Dosis nicht plötzlich. Dadurch könnte sich Ihre Atmung verschlechtern.
      • Wenn Sie die Anwendung plötzlich beenden oder die Dosis reduzieren, kann dies außerdem zu Problemen mit Ihrer Nebenniere (Einschränkung der Nebennierenrindenfunktion) führen, was manchmal Nebenwirkungen verursachen kann.
      • Zu diesen zählen einige der folgenden Nebenwirkungen:
        • Magenschmerzen
        • Müdigkeit und Appetitlosigkeit, sich krank fühlen
        • Übelkeit und Durchfall
        • Gewichtsverlust
        • Kopfschmerzen oder Benommenheit
        • ein niedriger Zuckergehalt in Ihrem Blut
        • niedriger Blutdruck und Krampfanfälle (epileptische Anfälle)
      • Wenn Ihr Körper unter Stress steht, ausgelöst durch Fieber, ein Trauma (z. B. durch einen Autounfall), durch eine Infektion oder eine Operation, kann sich die eingeschränkte Nebennierenrindenfunktion verschlechtern und es können eine der oben aufgeführten Nebenwirkungen auftreten.
      • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Um zu verhindern, dass diese Symptome auftreten, kann Ihr Arzt Ihnen zusätzlich Kortikoide in Tablettenform (wie Prednisolon) verschreiben.

         

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

    Dosierung

    Basiseinheit: jede einzelne Inhalation enthält eine abgegebene Dosis von 45 µg Salmeterol und 250 µg Fluticasonpropionat

    • Asthma bronchiale
      • Hinweise
        • Behandlungserfolg erfordert die täglich Anwendung, auch bei Symptomfreiheit
        • regelmäßige ärztliche Untersuchungen erforderlich, um optimale Dosisstärke zu erhalten bzw. zu ändern
        • Ziel der Dosisanpassung: effektive Kontrolle der Symptome mit der niedrigsten Dosierung
        • bei guter Symptomkontrolle mit der niedrigsten Dosisstärke 2mal / Tag: ggf. anschließend Inhalation mit nur einem Kortikoid
        • Patienten, die einen langwirksamen ß2-Agonisten benötigen: ggf. auf 1 Inhalation 1mal / Tag heruntertitrieren (Ermessen des Arztes)
        • bei einer möglichen Einmaldosierung
          • Patienten, die in der Vorgeschichte nächtliche Symptome aufweisen: Inhalation spätabends
          • Patienten, die in der Vorgeschichte überwiegend tagsüber Symptome aufweisen: Inhalation morgens
        • Patienten Dosisstärke verordnen, die eine für den Schweregrad der Erkrankung geeignete Dosis an Fluticasonpropionat enthält
      • Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
        • 1 Inhalation (50 µg Salmeterol und 250 µg Fluticasonpropionat) 2mal / Tag
        • mittelschweres Asthma bronchiale
          • Definition: Patienten mit täglichen Symptomen, mit täglicher Anwendung von Akutmedikation und mit mittelschwerer bis schwerer Einschränkung des Atemflusses
          • zur schnellen Asthmakontrolle: Kurzzeit-Anwendung in Form einer Initialbehandlung in Betracht ziehen
          • initial: 50 µg Salmeterol und 100 µg Fluticasonpropionat 2mal /Tag
          • bei Erreichen einer Asthmakontrolle
            • Behandlung überprüfen und abwägen: ggf. Reduktion auf Inhalation mit einem Kortikoid allein
            • während der schrittweisen Verringerung der Dosierung: Patient regelmäßig kontrollieren
          • 1 - 2 Kriterien des Schweregrads nicht erfüllt
            • kein klarer Nutzen der Kombinationsbehandlung gegenüber einer Inhalation von Fluticasonpropionat allein als Initialbehandlung
        • allgemein: inhalative Kortikoide bleiben für die meisten Patienten die erste Behandlungsempfehlung
        • Arzneimittel ist nicht vorgesehen für die Initialbehandlung bei leichtem Asthma bronchiale
        • geeignete Dosierung von inhalativem Kortikoid allein festlegen, bevor eine fixe Kombination bei Patienten mit schwerem Asthma bronchiale eingesetzt werden kann

    Dosisanpassung

    • Kinder und Jugendliche (< 12 Jahre)
      • begrenzte Daten vorhanden: keine Dosisempfehlungen
    • ältere Patienten
      • keine Dosisanpassung notwendig
    • eingeschränkte Nierenfunktion
      • keine Dosisanpassung notwendig
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • keine Daten vorhanden

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Um
      das Auftreten möglicher Nebenwirkungen zu reduzieren, wird Ihr Arzt die niedrigste Dosierung verschreiben, die Ihr Asthma oder Ihre COPD unter Kontrolle hält.
    • Allergische Reaktionen:
      • Möglicherweise bemerken Sie, dass Ihre Atmung plötzlich schlechter wird, unmittelbar nachdem Sie das Präparat angewendet haben. Möglicherweise treten bei Ihnen sehr starke pfeifende Atemgeräusche und Husten auf, oder Sie können kurzatmig
        sein. Es können auch ein Jucken, ein Ausschlag (Nesselausschlag) oder eine Schwellung (typischerweise des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens) bei Ihnen auftreten, oder Sie können plötzlich fühlen, dass Ihr Herz sehr schnell schlägt oder Sie fühlen sich der Ohnmacht nahe und geschwächt (was zum Kollaps oder zur Bewusstlosigkeit führen kann).
      • Wenn eine dieser Nebenwirkungen auftritt oder unmittelbar nach Anwendung, beenden Sie die Anwendung des Präparats und wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt. Allergische Reaktionen treten gelegentlich auf (sie betreffen weniger als 1
        Behandelten von 100).
    • Andere Nebenwirkungen sind im Folgenden aufgeführt:
      • Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
        • Kopfschmerzen - diese bessern sich normalerweise im Laufe der weiteren Behandlung.
        • Es wurde über eine erhöhte Anzahl an Erkältungen bei Patienten mit COPD berichtet.
      • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
        • Soorbefall (schmerzhafte, cremiggelbe, erhabene Beläge) im Mund- und Rachenraum. Ebenso schmerzhafte
          Zunge und Heiserkeit und Reizung der Rachenschleimhaut. Es kann helfen, wenn Sie unmittelbar nach jeder Inhalation Ihren Mund mit Wasser ausspülen und dieses dann ausspucken und/oder Ihre Zähne putzen. Ihr Arzt kann Ihnen ein Arzneimittel verschreiben, um diese Pilzerkrankung zu behandeln.
        • schmerzende, geschwollene Gelenke und Muskelschmerzen
        • Muskelkrämpfe
      • Die folgenden Nebenwirkungen sind auch bei Patienten mit chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung (COPD) berichtet worden:
        • Pneumonie und Bronchitis (Lungeninfektion). Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie während der Anwendung folgende Beschwerden bemerken: vermehrte Bildung von Schleim, Farbänderung des Schleims; Fieber oder Schüttelfrost; stärkerer Husten oder verstärkte Atembeschwerden.
        • Blutergüsse und Knochenbrüche
        • Entzündung der Nebenhöhlen (Symptome einer verstopften Nase, Spannungsgefühl im Bereich der Wangen und Augen, teilweise verbunden mit einem pulsierenden Schmerz)
        • eine Erniedrigung des Kaliumgehalts im Blut (Sie können einen unregelmäßigen Herzschlag bekommen, Muskelschwäche, Krämpfe)
      • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
        • Blutzuckeranstieg (Glucoseanstieg/Hyperglykämie) im Blut. Wenn Sie Diabetiker sind, kann eine häufigere Blutzuckerkontrolle und ggf. eine Anpassung Ihrer bisherigen Diabetesbehandlung erforderlich sein.
        • Katarakt (Linsentrübung, „grauer Star")
        • sehr schneller Herzschlag (Tachykardie)
        • Zittrigkeit (Tremor) und schneller oder unregelmäßiger Herzschlag (Palpitationen) - dies ist normalerweise harmlos und geht im Laufe der weiteren Behandlung zurück.
        • Brustenge/Brustschmerzen
        • Beunruhigung (tritt vor allem bei Jugendlichen auf)
        • Schlafstörungen
        • allergischer Hautausschlag
      • Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
        • Atembeschwerden oder Auftreten von pfeifenden Atemgeräuschen, die unmittelbar nach Anwendung schlimmer werden. Wenn dies passiert, beenden Sie die Anwendung Ihres Inhalationsgeräts. Wenden Sie Ihre schnell
          wirksame Akutmedikation an, um das Atmen zu erleichtern, und wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt.
        • das Arzneimittel kann die normale Produktion von körpereigenen Steroidhormonen beeinflussen, insbesondere, wenn Sie höhere Dosierungen über einen längeren Zeitraum angewendet haben.
        • Die Folgen schließen ein:
          • Wachstumsverlangsamung bei Kindern und Jugendlichen
          • Verminderung der Knochendichte
          • Glaukom (erhöhter Augeninnendruck, „grüner Star")
          • Gewichtszunahme
          • Rundliches Gesicht („Vollmondgesicht",Cushing Syndrom)
        • Ihr Arzt wird Sie regelmäßig auf dieseNebenwirkungen hin untersuchen und sicherstellen, dass Sie die niedrigste Dosierung anwenden, um Ihr Asthma zu kontrollieren.
        • Verhaltensänderungen, wie z. B. eine ungewöhnliche Aktivitätssteigerung und Reizbarkeit (treten vor allem bei Kindern auf)
        • Unregelmäßiger Herzschlag oder Extraschläge (Arrhythmie). Bitte informieren Sie Ihren Arzt, aber hören Sie nicht mit der Anwendung auf, bevor Ihr Arzt Sie nicht entsprechend angewiesen hat.
        • Pilzinfektion der Speiseröhre (ösophageale Candidose), die Schluckbeschwerden auslösen kann.
      • Nebenwirkungen, deren Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar ist, die aber auch auftreten
        können:
        • Depression oder Aggression. Dies tritt eher bei Jugendlichen auf.
        • verschwommenes Sehen
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Salmeterol und Fluticason - pulmonal
    • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Candidose (Soorbefall) des Mund- und Rachenraums
        • Pneumonie
        • Bronchitis
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • ösophageale Candidose
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Überempfindlichkeitsreaktionen mit folgenden Symptomen:
          • Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
          • respiratorische Symptome (Dyspnoe, Atembeschwerden)
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Überempfindlichkeitsreaktionen mit folgenden Symptomen:
          • Angioödem (hauptsächlich des Gesichts und des Mund- und Rachenraums)
          • respiratorische Symptome (Bronchospasmus)
          • anaphylaktische Reaktionen einschließlich anaphylaktischer Schock
    • Endokrine Erkrankungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Cushing-Syndrom
        • cushingoide Erscheinungen
        • adrenale Suppression (Nebennierensuppression)
        • Wachstumsverzögerungen bei Kindern und Jugendlichen
        • verminderte Knochendichte
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypokaliämie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hyperglykämie
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Angstzustände
        • Schlafstörungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Verhaltensänderungen einschließlich psychomotorische Hyperaktivität und Reizbarkeit
          (überwiegend bei Kindern)
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Depressionen
        • aggressives Verhalten, Aggression (überwiegend bei Kindern)
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Kopfschmerzen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Tremor
    • Augenerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Katarakt
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Glaukom
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • verschwommenes Sehen
    • Herzerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Palpitationen
        • Tachykardie
        • Vorhofflimmern
        • Angina pectoris
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • kardiale Arrhythmien (einschließlich supraventrikuläre Tachykardie und Extrasystolen)
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Nasopharyngitis
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Irritationen der Rachenschleimhaut
        • Halsbeschwerden
        • Heiserkeit / Dysphonie
        • Sinusitis
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • paradoxe Bronchospasmen
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kontusionen
        • Hämatome, Blutergüsse
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Muskelkrämpfe
        • traumatische Frakturen
        • Arthralgie
        • Myalgie

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Fluticason 17-propionat250 µgWirkstoff
    Fluticason222 µgk.A.
    Salmeterol xinafoat72.64 µgWirkstoff
    Salmeterol50 µgk.A.
    Lactose 1-Wasser+Hilfsstoff
    Lactose13 mgk.A.
    Milchprotein+k.A.

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