Rolenium 50 Mikrogramm/250 Mikrogramm 60ed

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Steckbrief : Rolenium 50 Mikrogramm/250 Mikrogramm 60ed

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  • Allgemeine Produktinformationen

    • Hinweise für den Gebrauch
      • Ihr Arzt, Ihr Apotheker oder das medizinische Fachpersonal sollte Ihnen die Anwendung des Inhalators erklären. Von Zeit zu Zeit sollte kontrolliert werden, wie Sie den Inhalator anwenden. Bei falscher oder nicht vorschriftsmäßiger Anwendung kann das Arzneimittel bei Asthma oder COPD möglicherweise nicht mehr so wirken, wie es sollte.
    • Inhalation der Dosis
      • Den Inhalator vom Mund entfernt halten. Vollständig ausatmen und darauf achten, nicht in das Mundstück des Inhalators auszuatmen. Den Inhalator zum Mund führen und die Lippen fest um das Mundstück schließen.
      • Langsam und tief durch den Mund (und nicht durch die Nase) einatmen, bis die Lunge gefüllt ist.
      • Den Atem etwa fünf Sekunden oder so lange, wie es angenehm ist, anhalten und gleichzeitig den Inhalator aus dem Mund nehmen.
      • Ausatmen und danach normal weiteratmen.
      • Das Mundstück öffnen. Das gesamte Pulver wurde inhaliert, sodass die zwei Näpfchen des Blisterstreifens leer sind.
      • Den leeren Blisterstreifen entfernen und mit Schritt "Reinigung des Gerätes" fortfahren.
    • Reinigen des Geräts
      • Nach jedem Gebrauch das Mundstück und die Arzneimittelauflagefläche mit einem trockenen Tuch oder einem trockenen Papiertuch abwischen. Zum Reinigen des Geräts kein Wasser verwenden.
      • Das Mundstück und die Kappe schließen.
    • Für weitere Informationen lesen Sie die aktuelle Gebrauchsinformation.

    Anwendungsgebiete

    • Das Arzneimittel enthält zwei Wirkstoffe, Salmeterol und Fluticasonpropionat:
      • Salmeterol ist ein langwirkender Bronchodilatator. Bronchodilatatoren halten die Atemwege in der Lunge offen. Dadurch kann die Luft leichter ein- und ausströmen. Die Wirkung hält für mindestens 12 Stunden an.
      • Fluticasonpropionat ist ein Kortikosteroid, das Schwellungen und Irritationen in der Lunge reduziert.
    • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt verschrieben, um folgenden Atemproblemen vorzubeugen:
      • Asthma
      • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Das Arzneimittel in einer Dosis von 50 Mikrogramm/500 Mikrogramm reduziert die Anzahl der Schübe von COPD-Symptomen.
    • Wenden Sie das Arzneimittel täglich entsprechend den Anweisungen Ihres Arztes an. Dies gewährleistet die richtige Wirkung zur Kontrolle des Asthmas oder COPD.
    • Das Präparat hilft gegen das Auftreten von Atemnot und pfeifenden Atemgeräuschen.
    • Es soll jedoch nicht angewendet werden, um einen plötzlichen Anfall von Atemnot oder pfeifenden Atemgeräuschen zu lindern. Wenn dies passiert, müssen Sie Ihre schnell wirksame Akutmedikation (Ihr Notfallspray), wie z. B. Salbutamol, anwenden. Sie sollten Ihr schnell wirksames Notfallspray immer dabeihaben.

    Indikation
    • Asthma
      • als Standardbehandlung von Asthma, bei der die Anwendung eines Kombinationspräparats (langwirkender Beta-2-Agonist und inhalative Corticosteroide) angebracht ist
        • Patienten, die mit inhalativen Corticosteroiden nicht ausreichend kontrolliert werden und die bei Bedarf kurzwirkende inhalative Beta-2-Agonisten anwenden
        • Patienten, die bereits sowohl mit inhalativen Corticosteroiden als auch mit langwirkenden Beta-2-Agonisten ausreichend kontrolliert werden
    • Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
      • symptomatische Behandlung von Patienten mit COPD, die eine FEV1 < 60 % des vorhergesagten Normwerts (vor Einnahme eines Bronchodilatators) und wiederholt Exazerbationen aufweisen und trotz kontinuierlicher Therapie mit Bronchodilatatoren an signifikanten Symptomen leiden
    Art der Anwendung
    • zur Inhalation
    • Einnahmezeitpunkt bei einer 1mal täglichen Verabreichung:
      • abends, wenn Symptome überwiegend nachts auftreten
      • morgens, wenn Symptome überwiegend tagsüber auftreten
    • Anwendung mit Hilfe des Inhalators (s. Gebrauchs- bzw. Fachinformation)
    • Inhalation
      • Inhalator vom Mund entfernt halten
      • vollständig ausatmen; darauf achten, nicht auf das Mundstück auszuatmen
      • Inhalationsgerät zum Mund führen und Lippen fest um das Mundstück schließen
      • langsam und tief durch den Mund einatmen, bis die Lunge gefüllt ist
      • Atem etwa 5 Sek. anhalten; gleichzeitig Inhalator aus dem Mund nehmen
      • Mundstück öffnen
      • leere Blisterpackung entfernen
      • nach jedem Gebrauch Mundstück und Auflagefläche mit einem trockenen Tuch abwischen; kein Wasser verwenden
      • Mundstück schließen; Schutzkappe aufsetzen

    Gegenanzeigen

    • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
      • wenn Sie allergisch gegen Salmeterol, Fluticasonpropionat oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Salmeterol und Fluticason - pulmonal
    • Überempfindlichkeit gegen Salmeterol oder Fluticason

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
      • Wenden Sie sich an Ihren Arzt, bevor Sie das Arzneimittel anwenden, wenn Sie folgende Erkrankungen haben:
        • Herzkrankheit, einschließlich unregelmäßigem oder schnellem Herzschlag
        • Schilddrüsenüberfunktion
        • Bluthochdruck
        • Diabetes mellitus (das Arzenimittel kann den Blutzuckerspiegel erhöhen)
        • Niedriger Kaliumspiegel im Blut
        • Aktuelle oder frühere Tuberkulose (TB)
      • Wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
      • Es ist unwahrscheinlich, dass das Arzneimittel Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt.

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Salmeterol und Fluticason - pulmonal
    • Akutbehandlung
      • darf nicht zur Behandlung akuter Asthmasymptome angewendet werden, für die schnell- und kurzwirkende Bronchodilatatoren notwendig sind
      • Patienten sollten darauf hingewiesen werden, ihre Arzneimittel für die Behandlung eines akuten Asthmaanfalles jederzeit bei sich zu haben
    • Exazerbationen, Verschlechterung
      • Behandlung mit Salmeterol/Fluticason darf nicht während einer Exazerbation oder bei sich signifikant verschlechterndem oder akut verschlimmerndem Asthma begonnen werden
    • schwerwiegende mit Asthma einhergehende unerwünschte Ereignisse und Exazerbationen
      • während der Behandlung mit Salmeterol/Fluticason können schwerwiegende mit Asthma einhergehende unerwünschte Ereignisse und Exazerbationen auftreten
        • Patienten sollten aufgefordert werden, die Behandlung fortzusetzen, jedoch ärztlichen Rat einzuholen, wenn die Asthmasymptome unkontrolliert bleiben oder sich nach dem Beginn der Therapie verschlechtern
    • erhöhte Notwendigkeit zum Gebrauch von Bedarfsmedikation (kurzwirksame Bronchodilatatoren) oder eine abgeschwächte Symptomlinderung nach Anwendung der Bedarfsmedikatione
      • sind Anzeichen für eine Verschlechterung des Krankheitsbildes
      • Patienten müssen erneut ärztlich untersucht werden
    • plötzliche und fortschreitende Verschlechterung der Asthmakontrolle
      • ist potenziell lebensbedrohlich, so dass der Patient dringend von einem Arzt untersucht werden sollte
      • Steigerung der Corticosteroid-Dosis sollte in Betracht gezogen werden
    • sobald die Asthmasymptome unter Kontrolle gebracht wurden, kann eine schrittweise Reduzierung der Dosis von Salmeterol/Fluticasonpropionat in Betracht gezogen werden
      • während der schrittweisen Reduzierung der Behandlung ist eine regelmäßige Untersuchung des Patienten wichtig
      • es ist die niedrigste wirksame Dosis anzuwenden
    • Patienten mit akuten COPD-Exazerbationen
      • bei Patienten mit akuten COPD-Exazerbationen ist typischerweise eine Behandlung mit systemischen Corticosteroiden indiziert
      • infolgedessen sollten Patienten darauf hingewiesen werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn sich die Symptome unter der Behandlung verschlechtern
    • Beendigung der Therapie
      • Asthma-Patienten
        • wegen des Risikos einer Exazerbation darf die Behandlung nicht abrupt abgebrochen werden
        • Behandlung sollte unter ärztlicher Aufsicht schrittweise reduziert (heruntertitriert) werden
      • COPD-Patienten
        • Absetzen der Therapie kann auch mit einer Verschlechterung der Symptome verbunden sein
        • das Absetzen sollte deshalb von einem Arzt überwacht werden
    • Infektionen der Luftwege
      • Anwendung mit Vorsicht (wie bei allen corticoidhaltigen Arzneimitteln zur Inhalation) bei
        • aktiver oder ruhender Lungentuberkulose
        • Pilzinfektionen der Luftwege
        • viralen Infektionen der Luftwege
        • anderen Infektionen der Luftwege
    • kardiovaskuläre Auswirkungen
      • Salmeterol/Fluticason können in seltenen Fällen Herzrhythmusstörungen, z.B. supraventrikuläre Tachykardie, Extrasystolen und Vorhofflimmern, und bei hohen therapeutischen Dosierungen eine geringe vorübergehende Reduktion des Serumkaliumspiegels verursachen
      • sollte deshalb mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit
        • schweren kardiovaskulären Erkrankungen
        • Herzrhythmusstörungen
        • Diabetes mellitus
        • Thyreotoxikose
        • unkorrigierter Hypokaliämie
        • einer Prädisposition zu niedrigen Serumkaliumspiegeln
    • Hyperglykämie
      • sehr selten wurde ein Anstieg der Blutglukosespiegel beobachtet
      • sollte bei der Verordnung für Patienten mit Diabetes mellitus in der Vorgeschichte berücksichtigt werden
    • paradoxe Bronchospasmen
      • wie bei anderer Inhalationsbehandlung können nach der Anwendung paradoxe Bronchospasmen mit einer sofortigen Zunahme des Giemens und von Kurzatmigkeit ausgelöst werden
      • ein paradoxer Bronchospasmus spricht auf schnell wirksame Bronchodilatatoren an und ist umgehend zu behandeln
      • Anwendung des Salmeterol/Fluticason-Inhalativums sollte unverzüglich abgebrochen, der Patient untersucht und, wenn notwendig, eine alternative Behandlung begonnen werden
    • über pharmakologische Nebenwirkungen einer beta2-Agonisten-Behandlung, wie Tremor, Palpitationen und Kopfschmerzen ist berichtet worden
      • sind aber meist vorübergehend und klingen bei regelmäßiger Behandlung wieder ab
    • systemische Nebenwirkungen von Corticosteroiden
      • systemische Nebenwirkungen können bei der Behandlung mit jedem inhalativen Corticosteroid auftreten, insbesondere, wenn hohe Dosen über einen langen Zeitraum verordnet werden
        • Wahrscheinlichkeit des Auftretens dieser Nebenwirkungen ist weniger wahrscheinlich als bei oralen Corticosteroiden
        • deshalb wichtig, dass der Patient regelmäßig untersucht und die Dosis inhalativer Corticosteroide auf die niedrigste Dosismenge gesenkt wird, mit der eine wirksame Asthmakontrolle erreicht wird
      • mögliche systemische Nebenwirkungen sind u.a.
        • Cushing-Syndrom
        • cushingoide Erscheinungen
        • Nebennierensuppression
        • Verminderung der Knochendichte
        • Katarakt
        • Glaukom
        • sehr selten eine Reihe von psychologischen oder verhaltensbezogenen Wirkungen wie
          • psychomotorische Überaktivität
          • Schlafstörungen
          • Angstzustände
          • Depressionen
          • aggressives Verhalten (insbesondere bei Kindern)
        • unteren Abschnitt zu Kindern und Jugendlichen beachten
      • Nebennierenrindensuppression, akute Nebennierenkrise
        • werden hohe Dosen inhalativer Corticosteroide über einen längeren Zeitraum verabreicht, kann dies bei Patienten zu einer Nebennierensuppression und akuten Nebennierenkrise führen
          • in sehr seltenen Fällen bei Dosen zwischen 500 und weniger als 1000 µg Fluticasonpropionat von einer Nebennierensuppression und Nebennierenkrise berichtet
        • zu den Faktoren, die eine akute Nebennierenkrise begünstigen können, zählen
          • Traumata
          • Operationen
          • Infektionen
          • rasche Dosisreduktion
        • auftretende Symptome sind normalerweise unspezifisch und umfassen Anorexie, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Hypotonie, eine Bewusstseinseintrübung, Hypoglykämie und Krampfanfälle
        • Stressphasen oder elektive Operationen
          • in Stressphasen oder bei elektiven Operationen sollte eine zusätzliche Behandlung mit systemischen Corticosteroiden in Betracht gezogen werden
        • Patienten, deren Therapie von oralen Steroiden auf inhalatives Fluticasonpropionat umgestellt wird
          • der Nutzen einer Therapie mit inhalativem Fluticasonpropionat sollte den Bedarf an oralen Steroiden senken
          • jedoch kann bei Patienten, deren Therapie von oralen Steroiden auf Fluticasonpropionat umgestellt wird, das Risiko einer eingeschränkten Nebennierenreserve über einen langen Zeitraum bestehen bleiben
            • deshalb sollten diese Patienten mit besonderer Vorsicht behandelt und die Nebennierenrindenfunktion regelmäßig untersucht werden
        • Patienten, die in der Vergangenheit hohe Dosen Corticosteroide als Notfallmedikament benötigten
          • auch bei Patienten, die in der Vergangenheit hohe Dosen Corticosteroide als Notfallmedikament benötigten, kann ein Risiko bestehen
          • Möglichkeit einer zurückbleibenden Funktionsstörung sollte in Notfällen und in elektiven Situationen, die vermutlich Stress verursachen können, stets berücksichtigt werden, und es muss eine angemessene Behandlung mit Corticosteroiden in Betracht gezogen werden
        • je nach Ausmaß der Nebennierenfunktionsstörung sollte vor elektiven Maßnahmen der Rat eines Facharztes eingeholt werden
      • systemische Aufnahme von Salmeterol und Fluticasonpropionat erfolgt hauptsächlich über die Lunge
        • da die Anwendung einer Inhalierhilfe zusammen mit einem Dosier-Aerosol die Wirkstoffaufnahme in die Lunge erhöhen kann, wird darauf hingewiesen, dass dies möglicherweise zu einem erhöhten Risiko von systemischen Nebenwirkungen führen kann
    • Kinder und Jugendliche
      • Kinder und Jugendliche < 16 Jahren, die hohe Dosen Fluticasonpropionat erhalten (typischerweise >= 1000 µg/Tag), können einem besonderen Risiko ausgesetzt sein
      • systemische Nebenwirkungen können auftreten, insbesondere wenn hohe Dosen über einen langen Zeitraum verordnet werden
      • zu den möglichen systemischen Nebenwirkungen zählen
        • Cushing-Syndrom
        • cushingoide Erscheinungen
        • Nebennierensuppression
        • akute Nebennierenkrise und Wachstumsverzögerungen bei Kindern und Jugendlichen
        • sehr selten eine Reihe von psychologischen oder verhaltensbezogenen Wirkungen wie
          • psychomotorische Hyperaktivität
          • Schlafstörungen
          • Angstzustände
          • Depressionen
          • aggressives Verhalten
      • ss sollte in Erwägung gezogen werden, das Kind oder den Jugendlichen an einen Facharzt für Kinderpneumologie zu überweisen
      • Körpergröße
        • empfohlen, die Körpergröße von Kindern, die eine längere Behandlung mit inhalativem Corticosteroid erhalten, regelmäßig zu überwachen
      • Dosis an inhalativem Corticosteroid sollte so verringert werden, dass eine effektive Kontrolle des Asthmas mit der niedrigsten Dosierung erreicht wird
      • Anwendung von Salmeterol/Fluticasonpropionat bei Kindern im Alter < 12 Jahren nicht empfohlen (produktspezifische Altersangaben beachten)
    • gleichzeitige Anwendung mit CYP3A-Inhibitoren
      • erhöhtes Risiko systemischer Nebenwirkungen besteht bei Kombination mit anderen potenten CYP3A-Hemmern
        • gleichzeitige Behandlung soll vermieden werden
      • Ritonavir kann die Plasmakonzentration von Fluticasonpropionat stark erhöhen
        • gleichzeitige Anwendung sollte daher vermieden werden, es sei denn, der mögliche Nutzen für den Patienten überwiegt das Risiko systemischer Nebenwirkungen von Corticosteroiden
        • auch erhöhtes Risiko systemischer Nebenwirkungen bei Kombination von Fluticasonpropionat mit anderen potenten CYP3A-Hemmern
      • gleichzeitige Anwendung von systemischem Ketoconazol erhöht die systemische Exposition gegenüber Salmeterol signifikant
        • kann zu einem Anstieg der Inzidenz systemischer Wirkungen führen (z.B. Verlängerung des QTc-Intervalls und Palpitationen)
        • gleichzeitige Behandlung mit Ketoconazol oder anderen potenten CYP3A4-Inhibitoren soll deshalb vermieden werden, sofern der Nutzen das potenziell erhöhte Risiko von systemischen Nebenwirkungen der Behandlung mit Salmeterol nicht überwiegt
    • Pneumonie bei COPD-Patienten
      • Zunahme der Inzidenz von Pneumonien, einschließlich Pneumonien, die eine Krankenhauseinweisung erfordern, bei COPD-Patienten beobachtet, die inhalative Corticosteroide erhielten
        • gibt einige Hinweise darauf, dass ein erhöhtes Risiko für Pneumonien mit einer erhöhten Steroid-Dosierung einhergeht; konnte jedoch nicht eindeutig in allen Studien gezeigt werden
      • es gibt keinen eindeutigen klinischen Nachweis für Unterschiede im Ausmaß des Pneumonierisikos innerhalb der Klasse der inhalativen Corticosteroide
      • Ärzte sollten bei COPD-Patienten auf eine mögliche Entwicklung einer Pneumonie achten, da sich die klinischen Merkmale einer solchen Entzündung mit den Symptomen von COPD-Exazerbationen überschneiden
      • Risikofaktoren für Pneumonie bei COPD-Patienten umfassen
        • derzeitiges Rauchen
        • höheres Alter
        • niedriger Body Mass Index (BMI)
        • schwere COPD-Ausprägungen
      • in einer 3-jährigen Studie wurde bei Patienten mit COPD, die Salmeterol und Fluticasonpropionat als fixe Kombination mit dem Diskus/Accuhaler angewendet haben, vermehrt über Infektionen der unteren Atemwege berichtet (insbesondere Pneumonie und Bronchitis) im Vergleich zu Patienten, die Placebo erhielten
        • in dieser Studie hatten ältere Patienten, Patienten mit einem geringeren BodyMassIndex (< 25 kg/m2) und Patienten mit sehr schwerer Erkrankung (FEV1 < 30 % des Normwertes), unabhängig von der Behandlung, das größte Risiko, eine Pneumonie zu entwickeln
      • Ärzte sollten Patienten mit COPD aufmerksam hinsichtlich der möglichen Entwicklung einer Pneumonie und anderer Infektionen der unteren Atemwege verfolgen, da sich das klinische Erscheinungsbild solcher Infektionen und einer Exazerbation häufig überschneidet
        • wenn ein Patient mit schwerer COPD eine Pneumonie entwickelt hat, sollte die Behandlung mit Salmeterol/Fluticasonpropionat überprüft werden
    • Sehstörungen
      • bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten
      • wenn ein Patient Symptome wie verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen aufweist, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Untersuchung möglicher Ursachen in Betracht gezogen werden, zu denen Katarakt, Glaukom oder seltene Krankheiten wie die Chorioretinopathia centralis serosa (CRCS) gehören können, von denen nach Anwendung systemischer und topischer Corticosteroide berichtet wurde
    • Heiserkeit, Candidiasis (Soorbefall)
      • durch Fluticasonpropionat können bei einigen Patienten Heiserkeit und Candidiasis (Soorbefall) im Mund- und Rachenraum auftreten
      • sowohl Heiserkeit als auch dem Auftreten einer Candidiasis kann vorgebeugt werden, indem nach der Anwendung der Mund mit Wasser ausgespült bzw. gegurgelt wird
      • bei symptomatischer Candidiasis empfiehlt sich die lokale Behandlung mit einem gegen diese Pilzerkrankung wirksamen Arzneimittel
        • Anwendung von Salmeterol/Fluticason sollte währenddessen fortgeführt werden
    • Doping
      • Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Salmeterol und Fluticason - pulmonal
    • Anwendung bei schwangeren Frauen sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn der erwartete Nutzen für die Mutter größer ist als jedwedes mögliche Risiko für den Fötus
      • bei der Behandlung von schwangeren Frauen sollte die niedrigste wirksame Dosis von Fluticasonpropionat eingesetzt werden, die nötig ist, um eine adäquate Asthmakontrolle aufrecht zu erhalten
    • weitreichende Erfahrungen an schwangeren Frauen (> 1000 Schwangerschaftsausgänge) deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität in Verbindung mit Salmeterol und Fluticasonpropionat hin
    • tierexperimentelle Studien
      • zeigten eine Reproduktionstoxizität nach Verabreichung von Beta2-Adrenorezeptor-Agonisten und Glucocorticosteroiden
    • Fertilität
      • keine Daten für den Menschen vorliegend
      • tierexperimentelle Studien zeigten jedoch keine Auswirkungen von Salmeterol oder Fluticasonpropionat auf die Fertilität
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Salmeterol und Fluticason - pulmonal
    • Entscheidung muss darüber getroffen werden, ob das Stillen des Kindes oder die Therapie mit Salmeterol/Fluticason eingestellt wird
      • dabei sowohl Nutzen des Stillens für das Kind als auch den Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigen
    • Übergang in die Muttermilch
      • in Tierstudien gezeigt, dass Salmeterol und Fluticasonpropionat und ihre Metaboliten bei laktierenden Ratten in die Milch sezerniert werden
      • nicht bekannt, ob Salmeterol und Fluticason oder ihre Metaboliten beim Menschen in die Muttermilch ausgeschieden werden
    • Risiko für Neugeborene/Kleinkinder, die gestillt werden, kann nicht ausgeschlossen werden

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
      • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen, auch wenn es sich um Arzneimittel zur Behandlung von Asthma oder um nicht
        verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Denn das Präparat eignet sich möglicherweise nicht für die gleichzeitige Anwendung mit einigen anderen Arzneimitteln.
      • Informieren Sie Ihren Arzt vor Beginn der Anwendung, wenn Sie folgende Arzneimittel anwenden:
        • ß-Blocker (wie z. B. Atenolol, Propanolol und Sotalol). ß-Blocker werden hauptsächlich bei Bluthochdruck oder anderen Herzerkrankungen verwendet.
        • Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen (wie z. B. Ketoconazol, Itraconazol und Erythromycin), einschließlich einiger Arzneimittel zur Behandlung von HIV (wie z. B. Ritonavir und Cobicistat enthaltende Produkte).
          • Einige dieser Arzneimittel können die Konzentration von Fluticasonpropionat oder Salmeterol in Ihrem Körper erhöhen. Dies kann das Risiko von Nebenwirkungen von dem Arzneimittel, einschließlich eines unregelmäßigen Herzschlags, steigern oder Nebenwirkungen verschlimmern. Ihr Arzt wird Sie möglicherweise sorgfältig überwachen, wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen.
        • Kortikosteroide (über den Mund oder durch Injektion angewendet). Wenn Sie diese Arzneimittel kürzlich angewendet haben, könnte sich dadurch das Risiko, dass dieses Arzneimittel die Nebenniere beeinträchtigt, erhöhen.
        • Diuretika, auch bekannt als „Entwässerungstabletten", die zur Behandlung von Bluthochdruck angewendet werden.
        • Andere Bronchodilatatoren (wie Salbutamol).
        • Xanthin Arzneimittel. Diese werden oft zur Behandlung von Asthma angewendet.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    schwerwiegend Sympathomimetika / MAO-Hemmer
    Beta-Sympathomimetika / Beta-Blocker, nichtselektive
    Salmeterol / HIV-Protease-Inhibitoren
    Cladribin / Corticosteroide
    mittelschwer Corticosteroide / Azol-Antimykotika
    Corticosteroide / Makrolid-Antibiotika
    Corticosteroide / HIV-Therapeutika
    Salmeterol / HCV-Protease-Inhibitoren
    Inhalations-Narkotika, halogenierte / Sympathomimetika
    Salmeterol / Cobicistat
    Digitalis-Glykoside / Beta-Sympathomimetika
    Gyrase-Hemmer / Corticosteroide
    Cabozantinib / Corticosteroide
    Corticosteroide / Proteinkinase-Inhibitoren
    Salmeterol / Proteinkinase-Inhibitoren
    Salmeterol / Azol-Antimykotika, starke CYP3A4-Inhibitoren
    GD2-Antikörper / Corticosteroide
    Salmeterol / Makrolid-Antibiotika, starke CYP3A4-Inhibitoren
    Beta-Sympathomimetika / Beta-Blocker, selektive
    geringfügig Theophyllin / Beta-Sympathomimetika
    Antidiabetika / Corticosteroide
    Antidiabetika / Sympathomimetika
    Beta-Sympathomimetika / Diuretika, kaliuretische
    ZNS-Stimulanzien / Sympathomimetika
    Beta-Sympathomimetika / Trospium
    Sympathomimetika / Schilddrüsenhormone
    Beta-Sympathomimetika / Antidepressiva, trizyklische
    Beta-Sympathomimetika / Xanthinderivate
    Beta-Sympathomimetika / Corticosteroide
    Atezolizumab / Corticosteroide
    Indacaterol / LABA
    Sympathomimetika / Ketamin
    CYP3A4-, OATP1B1-, OATP1B3-Substrate / Remdesivir
    Tremelimumab / Corticosteroide
    Doxapram / Sympathomimetika
    Arzneimittel, anticholinerge Wirkung / Corticosteroide
    unbedeutend Beta-Sympathomimetika / Nahrung, Coffein-haltig

    Warnhinweise

    • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

    Die Anwendung in der Schwangerschaft ist nicht empfohlen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

    Dosierungsanleitung

    • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
      • Wenden Sie das Präparat täglich an, bis Ihnen Ihr Arzt empfiehlt, die Anwendung zu beenden. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosierung. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
      • Beenden Sie die Anwendung oder reduzieren Sie die Dosierung von dem Arzneimittel nicht, ohne zuerst mit Ihrem Arzt zu sprechen.
      • Das Präparat sollte durch den Mund in die Lungen inhaliert werden.
      • Spülen Sie nach der Anwendung den Mund mit Wasser und spucken Sie es wieder aus.
    • Erwachsene mit Asthma
      • 50 Mikrogramm/250 Mikrogramm/Dosis: eine Inhalation, 2-mal täglich
      • 50 Mikrogramm/500 Mikrogramm/Dosis: eine Inhalation, 2-mal täglich.
    • Erwachsene mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)
      • 50 Mikrogramm/500 Mikrogramm/Dosis: eine Inhalation, 2-mal täglich.
    • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
      • Das Arzneimittel darf nicht bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden.
    • Bei einer 2-mal täglichen Anwendung können Ihre Symptome gut kontrolliert sein. Wenn das der Fall ist, kann Ihr Arzt die Dosis auf 1-mal täglich reduzieren. Die Dosis kann sich dann wie folgt ändern:
      • 1-mal abends - wenn nachts Symptome auftreten
      • 1-mal morgens - wenn tagsüber Symptome auftreten
    • Sie sollten die Anweisungen Ihres Arztes zur Anzahl der Inhalationen und Häufigkeit der Anwendung des Arzneimittels befolgen.
    • Wird das Präparat bei Asthma angewendet, wird Ihr Arzt die Symptome regelmäßig überprüfen.
    • Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn sich das Asthma oder die Atmung verschlechtert.
    • Dies kann sich in Kurzatmigkeit, einem häufigeren Engegefühl in der Brust oder darin, dass Sie Ihr schnell wirkendes Notfallmedikament häufiger anwenden müssen, äußern. Tritt einer dieser Fälle ein, sollten Sie mit der Anwendung fortfahren, die Anzahl der Inhalationsstöße jedoch nicht erhöhen. Ihre Lungenerkrankung könnte sich verschlechtern und Sie könnten ernsthaft erkranken. Suchen Sie Ihren Arzt auf, da möglicherweise eine zusätzliche Behandlung erforderlich ist.

     

     

    • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
      • Es ist wichtig, den Inhalator so anzuwenden, wie es Ihnen gezeigt wurde. Benachrichtigen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie versehentlich eine größere Dosis als empfohlen angewendet haben. Möglicherweise tritt ein schnellerer Herzschlag als gewöhnlich oder ein etwas zittriges Gefühl auf. Auch Schwindel, Kopfschmerzen, Muskelschwäche und Gelenkschmerzen sind möglich.
      • Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, wenn Sie über einen längeren Zeitraum eine höhere Dosis angewendet haben. Denn größere Mengen können die Menge an Steroidhormonen, die von der Nebenniere produziert werden, verringern.

     

    • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
      • Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.
      • Wenden Sie Ihre nächste Dosis einfach zur gewohnten Zeit an.

     

    • Wenn Sie die Anwendung abbrechen
      • Es ist sehr wichtig, dass Sie das Präparat jeden Tag wie angegeben anwenden. Wenden Sie das Arzneimittel weiterhin an, bis Ihnen Ihr Arzt rät, es abzusetzen. Brechen Sie die Anwendung nicht ab und reduzieren Sie nicht plötzlich die Dosis. Dadurch könnte sich Ihre Atmung verschlechtern.
      • Wenn Sie die Anwendung plötzlich beenden oder die Dosis reduzieren, kann dies außerdem (sehr selten) zu Problemen mit Ihrer Nebenniere (Einschränkung der Nebennierenrindenfunktion) führen, was manchmal Nebenwirkungen verursachen kann.
      • Zu diesen zählen einige der folgenden Nebenwirkungen:
        • Magenschmerzen
        • Müdigkeit und Appetitlosigkeit, Unwohlsein
        • Übelkeit und Durchfall
        • Gewichtsverlust
        • Kopfschmerzen oder Benommenheit
        • Niedriger Kaliumspiegel im Blut
        • Niedriger Blutdruck und Krämpfe (epileptische Anfälle)
      • Wenn Ihr Körper unter Stress steht, ausgelöst z. B. durch Fieber, ein Trauma (wie nach einem Autounfall), durch eine Infektion oder eine Operation, kann sich die eingeschränkte Nebennierenrindenfunktion verschlechtern und Sie können eine der oben aufgeführten Nebenwirkungen entwickeln.
      • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Um zu verhindern, dass diese Symptome auftreten, kann Ihr Arzt Ihnen zusätzlich Kortikosteroide in Tablettenform (wie z. B. Prednisolon) verschreiben.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

    Dosierung

    Basiseinheit: jede Einzeldosis enthält 50 µg Salmeterol (als Salmeterolxinafoat) und 250 µg Fluticasonpropionat

    • allgemein:
      • tägliche Anwendung erforderlich (auch bei Symptomfreiheit)
      • Dosistitration bis zur effektiven Kontrolle der Symptome mit der niedrigsten Dosierung
        • wenn durch Dosierung in niedrigster 2mal / Tag verabreichten Konzentration der Kombination eine Kontrolle der Symptome erreicht wird
          • alleinige Behandlung mit inhalativen Corticosteroiden in Betracht ziehen
        • alternativ bei Behandlung mit einem langwirkenden Beta-2-Agonisten
          • Patienten auf Anwendung 1mal / Tag titrieren (wenn es zur Kontrolle der Erkrankung angebracht scheint)
      • benötigt ein Patient Dosierungen, die außerhalb der empfohlenen Dosis liegen, sollten geeignete Dosen von Beta-Agonisten und / oder Corticosteroiden verschrieben werden
      • nicht zur Behandlung akuter Asthmasymptome (hier sind schnell- und kurzwirkende Bronchodilatatoren notwendig)
      • sobald Asthmasymptome unter Kontrolle sind, schrittweise Reduzierung der Dosis in Betracht ziehen; dabei Patienten regelmäßig untersuchen
    • Asthma
      • 1 Inhalation (50 µg Salmeterol / 250 µg Fluticasonpropionat) 2mal / Tag
      • Patienten mit täglich auftretenden Symptomen, täglicher Anwendung eines Notfallmedikaments und mittelschwerer bis schwerer Einschränkung des Atemflusses (mittelschweres, persistierendes Asthma)
        • schnelle Asthmakontrolle notwendig
        • hier kurzzeitige Probebehandlung mit dem Arzneimittel als initiale Erhaltungstherapie in Betracht ziehen
          • initial: Inhalation von 50 µg Salmeterol und 100 µg Fluticasonpropionat 2mal / Tag
        • sobald Kontrolle des Asthmas erreicht wurde, Behandlung überprüfen und stufenweise Reduzierung der Therapie auf eine alleinige Behandlung mit inhalativen Corticosteroiden in Betracht ziehen
      • Patienten mit schwerem Asthma
        • Salmeterol / Fluticasonpropionat in der Stärke 50 µg / 100 µg nicht geeignet
        • vor Anwendung einer fixen Kombinationsdosis, Festlegung einer angemessenen Dosis inhalativer Corticosteroide
      • allgemein bleiben inhalative Corticosteroide für die meisten Patienten die First-Line-Therapie
      • nicht zur Initialbehandlung von leichtem Asthma
    • COPD
      • 1 Inhalation (50 µg Salmeterol / 500 µg Fluticasonpropionat) 2mal / Tag
      • zusätzliche Therapie mit Corticosteroiden in Betracht ziehen

    Dosisanpassung

    • ältere Patienten
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • eingeschränkte Nierenfunktion
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • keine Daten vorhanden
    • Kinder und Jugendliche
      • keine Anwendung

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Um die Wahrscheinlichkeit der Nebenwirkungen zu verringern, wird Ihr Arzt Ihnen die niedrigste Dosis verschreiben, die nötig ist, um Ihr Asthma oder Ihre COPD zu kontrollieren.
    • Allergische Reaktionen:
      • Sie können bemerken, dass Ihre Atmung unmittelbar nach der Anwendung plötzlich schlechter wird. Möglicherweise bekommen Sie sehr starke pfeifende Atemgeräusche und Husten oder können kurzatmig sein. Sie können auch ein Jucken, einen Ausschlag (Nesselausschlag) oder eine Schwellung (typischerweise des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens) bemerken oder Sie können plötzlich fühlen, dass Ihr Herz sehr schnell schlägt oder Sie fühlen sich der Ohnmacht nahe und geschwächt (was zum Kollaps oder zur Bewusstlosigkeit führen kann). Wenn Sie eine dieser Nebenwirkungen bemerken oder wenn sie unmittelbar nach Anwendung auftreten, beenden Sie die Anwendung und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt. Allergische Reaktionen treten gelegentlich auf (sie betreffen bis zu 1 von 100 Behandelten).
    • Pneumonie (Lungenentzündung) bei COPD-Patienten (häufige Nebenwirkung)
      • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie während der Anwendung folgende Beschwerden bemerken - dies könnten Symptome einer Lungenentzündung sein:
        • Fieber oder Schüttelfrost
        • Vermehrte Bildung von Schleim, Farbänderung des Schleims
        • Stärkerer Husten oder verstärkte Atembeschwerden
    • Weitere Nebenwirkungen sind im Folgenden aufgelistet:
      • Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
        • Kopfschmerzen - diese werden üblicherweise bei anhaltender Behandlung besser
        • Patienten mit COPD berichteten von einer erhöhten Anzahl an Erkältungen
      • Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
        • Pilzerkrankung (Candidose: entzündete, cremegelbe, erhabene Flecken) des Mund- und Rachenraums, sowie eine entzündete Zunge und Heiserkeit und Beschwerden im Rachen. Ausspülen des Mundes mit Wasser und sofortiges Ausspucken und/oder Zähneputzen nach Einnahme jeder Dosis Ihres Arzneimittels kann helfen. Ihr Arzt kann Ihnen ein Antipilzmittel (Antimykotikum) zur Behandlung der Pilzerkrankung verschreiben.
        • Schmerzende, geschwollene Gelenke und Muskelschmerz.
        • Muskelkrämpfe
    • Die folgenden Nebenwirkungen wurden ebenfalls von Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) berichtet:
      • Prellungen und Frakturen
      • Nasennebenhöhlenentzündung (ein Spannungs- oder Völlegefühl in der Nase, den Wangen und hinter den Augen, manchmal in Verbindung mit pochenden Schmerzen)
      • Eine Verminderung des Kaliumgehalts im Blut (Sie können einen unregelmäßigen Herzschlag bekommen, Muskelschwäche, Krämpfe)
      • Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
        • Anstieg des Blutzuckergehalts (Glucosegehalts) im Blut (Hyperglykämie). Wenn Sie Diabetes haben, kann eine häufigere Blutzuckerkontrolle und ggf. eine Anpassung Ihrer bisherigen Diabetesbehandlung erforderlich sein.
        • Katarakt (Linsentrübung des Auges)
        • Sehr schneller Herzschlag (Tachykardie)
        • Zittriges Gefühl (Tremor) und schneller oder ungleichmäßiger Herzschlag (Herzklopfen) - dies ist in der Regel ungefährlich und lässt im Laufe der Behandlung nach
        • Brustschmerzen
        • Ängstlichkeit (dieser Effekt tritt hauptsächlich bei Kindern auf)
        • Schlafstörungen
        • Allergischer Hautausschlag
      • Selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen
        • Atembeschwerden oder Auftreten von pfeifenden Atemgeräuschen, die unmittelbar nach der Anwendung schlimmer werden. Wenn dies passiert, beenden Sie die Anwendung Ihres Inhalators. Benutzen Sie Ihr schnell wirkendes Notfallmedikament, um die Atmung zu unterstützen und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt.
        • Das Arzneimittel kann die normale Produktion von Steroidhormonen im Körper beeinträchtigen, insbesondere, wenn über einen langen Zeitraum eine hohe Dosis eingenommen wurde. Zu den Nebenwirkungen zählen:
          • Verlangsamter Wachstumsprozess bei Kindern und Jugendlichen
          • Knochenschwund
          • Glaukom
          • Gewichtszunahme
          • Rundliches (mondförmiges) Gesicht (Cushing-Syndrom)
            • Ihr Arzt wird Sie regelmäßig auf jede dieser Nebenwirkungen untersuchen und sicherstellen, dass Sie die niedrigste Dosis anwenden, die nötig ist um Ihr Asthma zu kontrollieren.
        • Verhaltensänderungen wie z. B. Hyperaktivität und Reizbarkeit (diese Effekte treten hauptsächlich bei Kindern auf)
        • Unregelmäßiger Herzschlag oder Extraherzschläge (Arrhythmie). Informieren Sie Ihren Arzt, aber brechen Sie die Anwendung nicht ab, bevor der Arzt es Ihnen nicht geraten hat.
        • Pilzinfektion der Speiseröhre (ösophageale Candidose), die Schluckbeschwerden auslösen kann
      • Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
        • Depression oder Aggression. Diese Effekte sind wahrscheinlicher bei Kindern.
        • Verschwommenes Sehen.
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Salmeterol und Fluticason - pulmonal
    • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Candidose (Soorbefall) des Mund- und Rachenraums
        • Pneumonie
        • Bronchitis
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • ösophageale Candidose
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Überempfindlichkeitsreaktionen mit folgenden Symptomen:
          • Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
          • respiratorische Symptome (Dyspnoe, Atembeschwerden)
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Überempfindlichkeitsreaktionen mit folgenden Symptomen:
          • Angioödem (hauptsächlich des Gesichts und des Mund- und Rachenraums)
          • respiratorische Symptome (Bronchospasmus)
          • anaphylaktische Reaktionen einschließlich anaphylaktischer Schock
    • Endokrine Erkrankungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Cushing-Syndrom
        • cushingoide Erscheinungen
        • adrenale Suppression (Nebennierensuppression)
        • Wachstumsverzögerungen bei Kindern und Jugendlichen
        • verminderte Knochendichte
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypokaliämie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hyperglykämie
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Angstzustände
        • Schlafstörungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Verhaltensänderungen einschließlich psychomotorische Hyperaktivität und Reizbarkeit
          (überwiegend bei Kindern)
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Depressionen
        • aggressives Verhalten, Aggression (überwiegend bei Kindern)
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Kopfschmerzen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Tremor
    • Augenerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Katarakt
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Glaukom
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • verschwommenes Sehen
    • Herzerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Palpitationen
        • Tachykardie
        • Vorhofflimmern
        • Angina pectoris
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • kardiale Arrhythmien (einschließlich supraventrikuläre Tachykardie und Extrasystolen)
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Nasopharyngitis
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Irritationen der Rachenschleimhaut
        • Halsbeschwerden
        • Heiserkeit / Dysphonie
        • Sinusitis
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • paradoxe Bronchospasmen
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kontusionen
        • Hämatome, Blutergüsse
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Muskelkrämpfe
        • traumatische Frakturen
        • Arthralgie
        • Myalgie

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Fluticason 17-propionat250 µgWirkstoff
    Fluticason222 µgk.A.
    Salmeterol xinafoat72.64 µgWirkstoff
    Salmeterol50 µgk.A.
    Lactose 1-Wasser24.68 mgHilfsstoff

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