MomeGalen Lösung

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Steckbrief : MomeGalen Lösung

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  • Allgemeine Produktinformationen

    • Lösung zum auftragen

    Anwendungsgebiete

    • Das Arzneimittel enthält ein stark wirksames Glukokortikoid als Wirkstoff.
    • Es wird angewendet zur Behandlung entzündlicher Erkrankungen der Kopfhaut, bei denen stark wirksame, äußerlich anzuwendende Glukokortikoide angezeigt sind.

    Indikation
    • Behandlung entzündlicher Erkrankungen der Kopfhaut, bei denen stark wirksame, topisch anzuwendende Glucocorticoide angezeigt sind
    Art der Anwendung
    • Lösung dünn auf die betroffenen Hautstellen auftragen
    • jeglichen Kontakt mit den Augen vermeiden

     

    Gegenanzeigen

    • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden
      • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber dem arzneilich wirksamen Bestandteil oder anderen Glukokortikoiden oder gegenüber einem der sonstigen Bestandteile von dem Arzneimittel sind
      • bei Rosacea im Gesicht
      • bei Akne vulgaris
      • bei Hautatrophie
      • bei perioraler Dermatitis (Hautentzündung im Gesicht)
      • bei Pruritus (Hautjucken) im Anal- bzw. Genitalbereich
      • bei Windelausschlag
      • bei Hautinfektionen, die durch Bakterien (z. B. Haut- oder Eiterausschläge), Viren (z. B. Gürtelrose, Herpes, Warzen), Parasiten oder Pilze (z. B. Candida oder Dermatophyten) verursacht werden
      • bei Windpocken
      • bei Impfreaktionen
      • bei Tuberkulose
      • bei Syphilis
      • am Auge oder am Augenlid
      • auf Wunden oder Hautulzerationen (Hautgeschwüren)
      • bei Kindern unter 6 Jahren, da keine ausreichenden klinischen Erfahrungen vorliegen

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Mometason - extern
    • Überempfindlichkeit gegen Mometason oder andere Cortik´costeroide
    • faziale Rosacea
    • Akne vulgaris
    • Hautatrophie
    • periorale Dermatitis
    • perianaler und genitaler Pruritus
    • Windelausschlag
    • bei bakteriellen (z.B. Impetigo, Pyodermie), viralen (z.B. Herpes simplex, Herpes zoster und Windpocken, Verrucae vulgares, Condylomata acuminata, Molluscum contagiosum, parasitären oder Pilzinfektionen (z.B. Candida oder Dermatophyten)
    • Varizellen / Varicella-zoster-Infektion
    • Tuberkulose
    • Syphilis
    • Impfreaktionen
    • Anwendung auf Wunden, Hautulzerationen oder unter Okklusivverbänden
    • Anwendung am Auge oder am Augenlid ist generell wegen des sehr geringen Risikos eines Glaucoma simplex oder subkapsulären Katarakts zu vermeiden
    • altersabhängige Einschränkung des Indikationsgebietes möglich (siehe jeweilige Herstellerinformation)

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Besondere Vorsicht bei der Anwendung ist erforderlich
      • Wie bei allen äußerlich anzuwendenden Glukokortikoiden ist Vorsicht geboten bei der Anwendung auf ausgedehnten Körperoberflächen, bei Okklusivverbänden, bei längerdauernder vorangegangener Behandlung.
      • Eine Anwendung bei Psoriasis muss engmaschig durch einen Arzt kontrolliert werden.
      • Jeglicher Kontakt mit den Augen sollte vermieden werden.
      • Wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
      • Kinder
        • Weil das Verhältnis Hautoberfläche zu Körpergewicht größer ist, sind Kinder für eine Aufnahme des Wirkstoffes in den Körper empfindlicher.
        • Für die Anwendung von dem Arzneimittel bei Kindern unter 6 Jahren liegen keine ausreichenden klinischen Erfahrungen vor.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
      • Bisher liegen keine Hinweise vor, dass das Arzneimittel die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zur Bedienung von Maschinen beeinträchtigt, gleiches gilt auch für Arbeiten ohne sicheren Halt.

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Mometason - extern
    • Vorsicht bei Patienten, die überempfindlich auf andere Corticosteroide reagiert haben
    • bei Hautreizungen oder Sensibilisierungen
      • sollte Behandlung abgebrochen und eine geeignete Therapie eingeleitet werden
    • bei Ausbildung einer Infektion
      • sollte geeignete antimykotische bzw. antibakterielle Therapie eingeleitet werden
      • spricht die eingeleitete Therapie nicht umgehend an, sollte das Corticosteroid abgesetzt werden, bis die Infektion ausreichend beherrscht wird
    • Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren(HHN)-Achse
      • systemische Resorption topischer Corticosteroide kann eine reversible Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren(HHN)-Achse bewirken und dadurch zu einer Glucocorticosteroid-Insuffizienz nach Absetzen der Behandlung führen
      • bei einigen Patienten kann sich auch während der Behandlung ein Cushing-Syndrom, eine Hyperglykämie oder eine Glucosurie manifestieren
      • Patienten, die topische Steroide großflächig oder mittels Okklusionsverbänden anwenden
        • sollten regelmäßig auf Anzeichen einer Suppression der HHN-Achse untersucht werden
    • alle Nebenwirkungen, die nach systemischer Anwendung von Corticosteroiden berichtet werden, einschl. Nebennierenrindensuppression, können auch bei topischer Anwendung von Corticosteroiden auftreten, besonders bei Kleinkindern und Kindern
      • erhöhtes Risiko für systemische Wirkungen und Nebenwirkungen am Verabreichungsort tritt auf bei
        • häufiger Anwendung
        • großflächiger Behandlung (über ca. 20 % der Hautoberfläche)
        • langfristiger Behandlung
        • der Behandlung intertriginöser Bereiche (Achselhöhle, Leistenregion)
        • der Anwendung von Okklusionsverbänden
    • Kinder und Jugendliche
      • altersabhängige Einschränkung möglich (siehe jeweilige Herstellerinformation)
      • mit Vorsicht anwenden
      • können bei gleicher Dosis aufgrund des größeren Verhältnisses von Hautoberfläche zu Körpergewicht empfänglicher für eine systemische Toxizität sein
      • langdauernde Corticosteroidtherapie kann Auswirkungen auf das Wachstum und die Entwicklung von Kindern haben
      • bei Kindern und Jugendlichen, die mit topischen Glucocorticoiden behandelt wurden
        • wurden Fälle eines erhöhten Hirndrucks (intrakranielle Hypertension) berichtet
        • Manifestationen der intrakraniellen Hypertension sind
          • Wölbung der Fontanellen
          • Kopfschmerzen
          • bilaterale Stauungspapille
    • lokale und systemische Toxizität tritt häufig auf, vor allem unter Langzeitanwendung auf großen Flächen erkrankter Haut, in Gelenkbeugen oder bei der Anwendung unter okklusiven Polyethylenverbänden
      • Anwendung bei Kindern oder im Gesicht
        • okklusive Verfahren sollten nicht verwendet werden
      • Anwendung im Gesicht
        • Dauer sollte 5 Tage nicht überschreiten
      • länger dauernde Therapie (> 3 Wochen) sollte bei allen Patienten, unabhängig vom Alter, vermieden werden
    • Sehstörung
      • bei der systemischen und topischen (einschließlich intranasaler, inhalativer und intraokularer) Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten
      • wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird
        • Überweisung an Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung ziehen
        • umfassen u.a. Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z.B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden
    • Anwendung am Auge oder am Augenlid generell wegen des möglichen Risikos eines Glaucoma simplex oder subkapsulären Katarakts vermeiden
    • engmaschige Überwachung bei Psoriasis-Patienten
      • bei Psoriasis ist die Anwendung topischer Steroide aus verschiedenen Gründen riskant
      • Möglichkeit, dass topisch angewandte Steroide bei Psoriasis u.a. zu einem Wiederaufleben der Erkrankung aufgrund einer sich entwickelnden Arzneimitteltoleranz führen oder zu einem Risiko der Entwicklung einer zentral pustulösen Psoriasis oder zu einer lokalen oder systemischen Toxizität aufgrund eingeschränkter Barrierefunktion der Haut
    • abruptes Absetzen der Behandlung vermeiden
      • wird eine Langzeitbehandlung mit einem stark wirksamen Glucocorticosteroid unterbrochen, kann sich ein Rebound-Effekt entwickeln, der in Form einer Dermatitis mit intensiver Rötung, Stechen und Brennen auftritt
        • kann durch ausschleichendes Absetzen der Therapie vermieden werden, z.B. durch Fortsetzen der Therapie mit zeitweiliger Unterbrechung bevor die Therapie abgebrochen wird
    • Glucocorticoide können das Erscheinungsbild einiger Wunden verändern, eine adäquate Diagnosestellung erschweren sowie den Wundheilungsprozess verzögern
    • sollte nicht auf verletzte Haut und Schleimhäute aufgetragen werden
    • pustulöse oder erythrodermische Psoriasis
      • Behandlung großflächiger Psoriasis oder ein plötzliches Absetzen einer längerfristigen Behandlung mit einem starken Corticosteroid kann eine pustulöse oder erythrodermische Psoriasis auslösen
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Mometason - extern
    • sollte bei Schwangeren nur angewendet werden, wenn der mögliche Nutzen das Eingehen eines potenziellen Risikos für Mutter oder Fetus rechtfertigt
      • Anwendung von Mometason während der Schwangerschaft sollte nur nach Anweisung des Arztes erfolgen
      • Anwendung auf ausgedehnten Körperarealen oder über einen längeren Zeitraum sollte vermieden werden
    • nach systemischer Anwendung hochdosierter Kortikosteroide wurden Wirkungen auf den Fetus / das Neugeborene beschrieben (intrauterine Wachstumsverzögerung, Suppression der Nebennierenrindenfunktion, Gaumenspalte)
    • nur sehr begrenzte Daten für die Anwendung von topischem Mometason während der Schwangerschaft vorliegend
    • tierexperimentelle Studien
      • haben Reproduktionstoxizität gezeigt
      • topische Anwendung von Corticosteroiden kann bei trächtigen Tieren Missbildungen während der fetalen Entwicklung, einschl. Gaumenspalten sowie intrauteriner Wachstumsverzögerungen, hervorrufen
      • Studien mit Mometason mit Tieren nach oraler Verabreichung haben teratogene Wirkungen gezeigt
    • keine geeigneten und gut kontrollierten klinischen Studien bei Schwangeren vorliegend
      • Risiko von Wirkungen auf den humanen Fetus nicht bekannt
      • Unbedenklichkeit der Anwendung in der Schwangerschaft beim Menschen nur unzureichend gesichert
    • Glucocorticoide durchdringen die Plazentaschranke und können das Wachstum des Feten beeinflussen
    • während Schwangerschaft sollten schwächere Corticosteroide für langfristige Behandlung größerer Körperflächen verschrieben werden
    • Fertilität
      • keine bekannten Wirkungen/keine Daten bzgl. der Auswirkung von Mometason auf die Fertilität vorliegend
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Mometason - extern
    • sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung bei stillenden Frauen angewendet werden
      • falls Behandlung mit höheren Dosen oder über einen längeren Zeitraum indiziert ist, sollte das Stillen unterbrochen werden
      • Anwendung während der Stillzeit sollte nur nach Anweisung des Arztes erfolgen
      • Anwendung auf ausgedehnten Körperarealen oder über einen längeren Zeitraum sollte vermieden werden
    • Glucocorticoide werden in die Muttermilch ausgeschieden
      • es ist nicht bekannt, ob eine topische Anwendung von Corticosteroiden zu einer ausreichend hohen systemischen Resorption führt, um messbare Mengen in der Muttermilch zu verursachen
    • während der Stillperiode darf das Arzneimittel nicht im Brustbereich angewendet werden

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Bei der Anwendung mit anderen Arzneimitteln
      • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/ angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    geringfügig Glucocorticoide, topische / CYP3A-Inhibitoren, starke

    Warnhinweise

    • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    • Schwangerschaft
      • Die Anwendung von dem Arzneimittel darf während der Schwangerschaft nur auf Anweisung des Arztes erfolgen.
      • Wie bei allen äußerlich anzuwendenden Glukokortikoiden sollte die Möglichkeit bei schwangeren Frauen nicht außer Acht gelassen werden, dass durch Passage der Plazentaschranke das Wachstum des Feten beeinflusst werden kann.
    • Stillzeit
      • Das Arzneimittel darf während der Stillzeit nur auf Anweisung Ihres Arztes angewendet werden, jedoch nicht im Brustbereich.
      • Glukokortikoide werden in die Muttermilch ausgeschieden. Falls eine Behandlung mit höheren Dosen oder über einen längeren Zeitraum indiziert ist, sollte das Stillen unterbrochen werden.

    Die Anwendung in der Schwangerschaft ist nicht empfohlen.Die Anwendung in der Stillzeit ist nicht empfohlen.

    Dosierungsanleitung

    • Wenden Sie die Lösung immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
    • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
      • Tragen Sie die Lösung einmal täglich dünn auf die betroffenen Hautstellen auf. Meiden Sie dabei jeglichen Kontakt mit den Augen.
      • Bei klinischer Besserung sollte zur Anwendung eines schwächeren Glukokortikoids gewechselt werden.
      • Die Anwendung von dem Arzneimittel bei Kindern sollte über einen möglichst kurzen Behandlungszeitraum bei geringstmöglicher Dosierung, die noch die Wirksamkeit gewährleistet, erfolgen.
      • Bei Kindern sollte die Lösung nur kleinflächig (weniger als 10 % der Körperoberfläche) angewendet werden.

     

    • Dauer der Anwendung
      • Die Anwendungsdauer beträgt für Erwachsene und Kinder über 6 Jahre üblicherweise 3 Wochen.
      • Eine längerfristige Anwendung (mehr als 3 Wochen) oder großflächige (mehr als 20 % der Körper oberfläche) sollte vermieden werden.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von dem Arzneimittel zu stark oder zu schwach ist.

     

    • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
      • Informieren Sie sofort Ihren Arzt.
      • Exzessive oder ausgedehnte Anwendung von topischen Glukokortikoiden (chronische Überdosierung oder Missbrauch) kann zu einer Suppression (Unterdrückung) der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Funktion mit der Folge einer sekundären Nebennierenrinden-Insuffizienz führen, die jedoch gewöhnlich reversibel ist.
      • Eine angemessene symptomatische Behandlung ist einzuleiten. Elektrolytstörungen sind gegebenenfalls zu behandeln.
      • Der Steroidgehalt in jeder Packung ist so gering, dass es im unwahrscheinlichen Falle einer unbeabsichtigten oralen Aufnahme wenig oder keine toxische Auswirkung hat.

     

    • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
      • Wenn Sie eine Anwendung vergessen haben, holen Sie diese sobald wie möglich nach und halten Sie dann wieder Ihren gewohnten Anwendrhythmus ein.

     

    • Wenn Sie die Anwendung abbrechen
      • Dies sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

    Dosierung

    Basiseinheit: 1 g Lösung zur Anwendung auf der Haut enthält 1,0 mg Mometasonfuroat

    • Behandlung entzündlicher Erkrankungen der Kopfhaut
      • Erwachsene und Kinder (> 6 Jahre)
        • 1mal / Tag dünn auf betroffene Hautstellen auftragen
        • Behandlungsdauer
          • Erwachsene und Kinder (> 6 Jahre): 3 Wochen
          • längerfristige Anwendung (> 3 Wochen) vermeiden
          • bei klinischer Besserung Wechsel zu einem schwächeren Kortikosteroid
        • Kinder > 6 Jahre
          • Anwendungder geringstmöglichen Dosierung, die noch therapeutische Wirksamkeit gewährleistet
          • nur kleinflächig (< 10 % KOF)
          • Behandlungsdauer: über möglichst kurzen Behandlungszeitraum
        • Kinder < 6 Jahre
          • kontraindiziert
          • keine ausreichenden klinischen Erfahrungen vorliegend

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
    • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
      • Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
      • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
      • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
      • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
      • Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
      • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
    • Mögliche Nebenwirkungen
      • Häufig traten Kribbeln und Stechen, gelegentlich Papelbildung und Pusteln und sehr selten Follikulitis (Haarbalgentzündung), brennendes Gefühl und Pruritus (Hautjucken) auf.
      • Bei den folgenden Nebenwirkungen ist die Häufigkeit nicht bekannt: Infektion, Furunkel, Parästhesie (Missempfindung), verschwommenes Sehen, Kontaktdermatitis, Hypopigmentierung der Haut, Hypertrichose (übermäßig starke Behaarung), Hautstriae (Hautstreifenbildung), akneiforme Dermatitis, Hautatrophie (Dünnerwerden der Haut) und Schmerzen bzw. Reaktionen an der Anwendungsstelle.
      • Die folgenden Nebenwirkungen traten vereinzelt bei der Anwendung äußerlich anzuwendender Glukokortikoide auf und können so auch bei Mometason vorkommen: Trockene Haut, Hautreizung, Dermatitis, periorale Dermatitis (Hautentzündung im Gesicht), Hautmazeration (Aufweichen der Haut), Miliaria (Schweißdrüsenfriesel), Teleangiektasien (Erweiterungen der Hautgefäße) und Sekundärinfektionen.
      • Aufgrund des größeren Verhältnisses von Hautoberfläche zu Körpergewicht können Kinder und Jugendliche empfindlicher reagieren hinsichtlich einer durch die Anwendung topischer Kortikosteroide ausgelösten Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse und des Cushing-Syndroms als erwachsene Patienten.
      • Chronische Kortikosteroidtherapie kann Auswirkungen auf das Wachstum und die Entwicklung von Kindern haben.
      • Eine Aufnahme des Wirkstoffes in den Körper kann bei Behandlung großer Flächen (über ca. 20 % der Hautoberfläche) über einen längeren Zeitraum (über etwa 3 Wochen), insbesondere bei Verwendung von luftdicht abschließenden Verbänden, beobachtet werden.
      • Nebenwirkungen, die bei in Form von Tabletten oder Injektionen anzuwendenden Glukokortikoiden berichtet wurden - einschließlich der Verminderung der Nebennierenrindenfunktion - können auch bei äußerlich anzuwendenden Glukokortikoiden auftreten.
      • Es kann vorkommen, dass Glukokortikoide das Erscheinungsbild von Krankheitsbildern verändern und Diagnosen erschweren. Ebenso kann der Heilungsprozess verzögert werden.
      • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Mometason - extern
    • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Follikulitis
        • Furunkulose
        • (bakterielle) Infektionen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • (Sekundär)infektion
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Überempfindlichkeit / Sensibilisierung (gegen Mometason)
    • Endokrine Erkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • durch Anwendung topischer Kortikosteroide ausgelöst werden kann
          • reversible Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse
          • Cushing-Syndrom
            • bei beidem können Kinder und Jugendliche empfindlicher reagieren aufgrund des größeren Verhältnisses von Hautoberfläche zu Körpergewicht
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Parästhesie
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • brennendes Gefühl
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • erhöhter Hirndruck (intrakranielle Hypertension)
          • berichtet bei Kindern und Jugendlichen, die mit topischen Glucocorticoiden behandelt wurden
          • Manifestationen sind Wölbung der Fontanellen, Kopfschmerzen und bilaterale Stauungspapille
    • Augenerkrankungen
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Glaukom
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • verschwommenes Sehen
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kribbeln
        • Stechen
        • Brennen
        • Hautreaktionen am Applikationsort
        • Pruritus
        • (lokale) Hautatrophie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Papelbildung
        • Pusteln
        • trockene Haut
        • Hautreizung
        • (periorale) Dermatitis
        • Hautmazeration
        • Miliaria
        • Xerodermie
        • Hautstriae
        • Hypertrichose
        • Hypopigmentierung der Haut
          • Hypo- oder Hyperpigmentierung der Haut in seltenen Fällen in Zusammenhang mit anderen Cortison-haltigen Arzneimitteln berichtet
        • (allergische) Kontaktdermatitis
        • papulöse Rosazea-artige Dermatitis (Gesichtshaut)
        • akneiforme Dermatitis
        • fleckenförmige Blutung der Haut / Brüchigkeit der Kapillaren (Ekchymose)
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Teleangiektasien
        • Sekundärinfektionen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Hautatrophie
        • Wiederaufleben eines Ekzems als Absetzeffekt (Rebound-Effekt) bei abruptem Absetzen
        • pustulöse oder erythrodermische Psoriasis
          • kann ausgelöst werden durch Behandlung großflächiger Psoriasis oder plötzliches Absetzen einer längerfristigen Behandlung mit einem starken Kortikosteroid
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Schmerzen an der Anwendungsstelle
        • Reaktionen an der Anwendungsstelle
        • Auswirkungen auf das Wachstum und die Entwicklung von Kindern durch langandauernde Kortikosteroidtherapie
        • Hinweise
          • erhöhtes Risiko für systemische Wirkungen und Nebenwirkungen am Verabreichungsort tritt bei häufiger Anwendung, bei großflächiger oder langfristiger Behandlung, bei der Behandlung intertriginöser Bereiche (Achselhöhle, Leistenregion) oder bei der Anwendung von Okklusionsverbänden auf
          • möglich, dass Erscheinungsbild von Krankheitsbildern durch Glukokortikoide verändert wird, erschwerte Diagnose möglich
          • Heilungsprozess möglicherweise verzögert

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Mometason furoat1 mgWirkstoff
    Mometason0.82 mgk.A.
    Hyprolose+Hilfsstoff
    Isopropylalkohol+Hilfsstoff
    Natrium dihydrogenphosphat 1-Wasser+Hilfsstoff
    Phosphorsäure 10%+Hilfsstoff
    Propylenglycol+Hilfsstoff
    Wasser, gereinigt+Hilfsstoff

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