Superpep Reise Kaugummi Dragees 20mg

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Steckbrief : Superpep Reise Kaugummi Dragees 20mg

  • 04877929
  • 4066215003492
  • B00E67GVKQ
  • Kaugummi
  • 10 ST
  • HERMES Arzneimittel GmbH

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  • Allgemeine Produktinformationen

    Superpep® Reise Kaugummi-Dragées 20 mg

    Das einzige Kaugummi gegen Reise-Übelkeit

    Praktisch für unterwegs und individuell dosierbar

    Macht nicht so müde

    Wirkt auch bei Seekrankheit

    Für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren

    Urlaubsspaß von Anfang an: Superpep® Reise Kaugummi-Dragées 20 mg haben sich auf Reisen vielfach zur wirksamen Vorbeugung und praktischen Behandlung von Übelkeit und Erbrechen bewährt. Dank gering dosiertem Wirkstoff ist das Kaugummi gut verträglich und bereits für Kinder ab 6 Jahren geeignet. Und auch die Anwendung ist kinderleicht: Einfach zur Vorbeugung vor Reisebeginn oder bei ersten Anzeichen von Übelkeit ein Kaugummi-Dragee aus der Verpackung drücken und gründlich kauen.

    Schnell wirkend und gut verträglich

    Reisekrankheit geht zwar mit starker Übelkeit und Erbrechen einher, entsteht jedoch nicht im Magen-Darm-Trakt, sondern im Gehirn. Durch schnell vorbeiziehende Bilder und plötzliche Beschleunigungen von Auto, Bahn, Schiff oder Flugzeug wird der Gleichgewichtssinn durcheinandergebracht und es kommt zu einer vermehrten Ausschüttung des Botenstoffs Histamin, der das Brechzentrum im Gehirn anregt. Genau hier greift der bewährte Wirkstoff Dimenhydrinat ein: Die Stimulation des Brechzentrums wird gedämpft und so die Übelkeit gelindert und dem Erbrechen effektiv entgegengewirkt. Da Dimenhydrinat schon beim Kauen aus dem Dragée gelöst und unter anderem direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen wird, ist die Wirkstoff-Konzentration geringer als bei Reisetabletten. Superpep Reise Kaugummis-Dragées sind daher gut verträglich und machen nicht so müde.

    Ideal für Reisen mit Auto, Bahn, Flugzeug und Schiff

    Bei jedem zehnten Urlauber beginnen die schönsten Wochen des Jahres mit Reiseübelkeit. Besonders Frauen und Kinder sind von den typischen Symptomen betroffen. Bei Flugreisen tritt die Reisekrankheit in erster Linie bei Start und Landung auf. Die praktischen Reisekaugummis helfen nicht nur durch den effizienten Wirkstoff, das Kauen sorgt zusätzlich für einen Druckausgleich im Innenohr. Kindern unter 12 Jahren wird es meist auf Autofahrten schlecht. Zur Vorbeugung kann das Kaugummi bereits eine Stunde vor Reiseeintritt genommen werden, um Übelkeit zu reduzieren und ein Erbrechen zu verhindern. Die vorbeugende Einnahme empfiehlt sich auch für alle, die an Bord einer Segelyacht oder eines Kreuzfahrtschiffs gehen: 30 Prozent aller Schiffsreisenden leiden an Seekrankheit, selbst hartgesottene Seebären sind davon nicht ausgenommen. Ergänzend zur Anwendung von Superpep® Reise Kaugummi-Dragées 20 mg sollte der Genuss schwer verdaulicher Speisen und Alkohol vermieden werden.

    Anwendungstipps zur Vorbeugung und Behandlung von Reisekrankheit

    Superpep® Reise Kaugummi-Dragées 20 mg werden wie ein normales Kaugummi gekaut. Das erste Kaugummi-Dragée etwa 1 Stunde vor Reiseantritt anwenden, weitere Dragées können bei Bedarf im Abstand von jeweils einer halben Stunde angewendet werden. Kaugummi jeweils 30 Minuten lang kräftig kauen und Kaumasse aus dem Mund entfernen.

    Fragen & Antworten

    Welche Vorteile hat ein Reisekaugummi gegenüber Reisetabletten?

    Superpep® Reise Kaugummi-Dragées 20 mg lassen sich optimal dosieren: Man nimmt sie bei den ersten Anzeichen von Reiseübelkeit – und wenn die Übelkeit zurückgeht, kann das Kaugummi einfach aus dem Mund genommen werden, spätestens nach 30 Minuten Kauen. Mit der bedarfsgerechten Einnahme ist das Medikament schonend und kinderfreundlich. Darüber hinaus sind die Reisekaugummi-Dragées vergleichbar wirksam wie Tabletten gegen Reiseübelkeit, machen aber nicht so müde.

    Was passiert, wenn mein Kind den Kaugummi verschluckt?

    Das Verschlucken eines Superpep® Reise Kaugummi-Dragées ist unbedenklich. Die Kaugummis sind jedoch nicht für Kinder unter 6 Jahren geeignet bzw. setzen den sicheren Umgang mit Kaugummis voraus.

    Wenn meine Kinder auf langen Autofahrten über Übelkeit klagen, ist es erfahrungsgemäß schon zu spät. Wie kann ich erste Anzeichen rechtzeitig erkennen?

    Reiseübelkeit äußert sich bei Kindern meist durch häufiges Gähnen, eine auffällige Blässe und Schweißausbrüche. Fahren Sie in diesem Fall möglichst bald rechts ran und lassen das Kind aussteigen. Der Gleichgewichtssinn kommt so wieder in Balance und ein kurzer Aufenthalt an der frischen Luft tut zusätzlich gut.

    • Dieses Präparat wird wie ein normaler Kaugummi gekaut. Man beginnt ca. 1 Stunde vor Reisebeginn mit dem 1. Kaugummi-Dragée; die weiteren folgen im Abstand von jeweils 1/2 Stunde.
    • Die Kaugummi-Dragées sind jeweils 30 Minuten lang kräftig und gründlich zu kauen; danach kann die Kaumasse aus dem Mund entfernt werden. Versehentliches Verschlucken ist unbedenklich.

    Anwendungsgebiete

    • Dieses Präparat ist ein Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen aus der Gruppe der H1-Antihistaminika.
    • Das Arzneimittel wird angewendet zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen bei leichteren Fällen der Reisekrankheit.

    Indikation
    • zur Prophylaxe und symptomatischen Therapie von Übelkeit und Erbrechen bei leichteren Fällen der Reisekrankheit
    Art der Anwendung
    • Präparat wie einen normalen Kaugummi kauen
    • ca. 1 Stunde vor Reisebeginn mit 1. Kaugummi beginnen; die weiteren folgen im Abstand von jeweils 1/2 Stunde
    • Kaugummis jeweils 30 Min. lang kräftig und gründlich kauen; danach kann Kaumasse aus dem Mund entfernt werden
    • versehentliches Verschlucken ist unbedenklich
    • bei Zahnprothesenträgern mögliches Anhaften der Kaumasse an der Prothese berücksichtigen

    Gegenanzeigen

    • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden
      • wenn Sie allergisch gegen Dimenhydrinat, andere Antihistaminika oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
      • wenn Sie einen akuten Asthma-Anfall haben
      • wenn Sie an grünem Star (Engwinkelglaukom) leiden
      • wenn Sie einen Nebennierentumor (Phäochromozytom) haben
      • wenn Sie an einer Störung der Produktion des Blutfarbstoffs (Porphyrie) leiden
      • wenn Sie an einer Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostatahyperplasie) mit Restharnbildung leiden
      • wenn Sie an Krampfanfällen (Epilepsie, Eklampsie) leiden
      • wenn Sie unter Bronchialasthma oder anderen Atemwegserkrankungen leiden, die mit einer ausgeprägten Überempfindlichkeit der Atemwege einhergehen
      • bei Kindern unter 6 Jahren

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Dimenhydrinat - intraoral
    • Überempfindlichkeit gegen Dimenhydrinat, Diphenhydramin oder andere Antihistaminika
    • Bronchialasthma / akuter Asthma-Anfall / akutes Asthma
    • Risiko für Engwinkelglaukom
    • Phäochromozytom
    • Porphyrie
      • Dimenhydrinat wurde mit akuten Porphyrie-Attacken in Verbindung gebracht und
        wird bei solchen Patienten nicht als sicher erachtet
    • Prostatahyperplasie mit Restharnbildung / Risiko für Harnverhalt wegen Harnröhren-Prostatabeschwerden
    • Krampfanfällen (Epilepsie, Eklampsie)
    • Herzrhythmusstörungen (z.B. Wolff-Parkinson-White Syndrom)
    • alters- und gewichtsabhängige Kontraindikation möglich (siehe jeweilige Herstellerinformation)

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Präparat anwenden,
        • wenn Ihre Leberfunktion eingeschränkt ist
        • wenn Sie Herzrhythmusstörungen (z. B. Herzjagen) haben
        • wenn Sie an Kalium- oder Magnesiummangel leiden
        • wenn Sie einen verlangsamten Herzschlag (Bradykardie) haben
        • wenn Sie an bestimmten Herzerkrankungen (angeborenes QT-Syndrom oder anderen klinisch bedeutsamen Herzschäden, insbesondere Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße, Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien) leiden
        • wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel anwenden, die ebenfalls das so genannte QT-Intervall im EKG verlängern oder zu einer Hypokaliämie führen
        • wenn Sie chronische Atembeschwerden und Asthma haben
        • wenn Sie an einer Verengung am Ausgang des Magens (Pylorusstenose) leiden
      • Kinder und Jugendliche
        • Die Anwendung bei Kindern ab 6 Jahren setzt den sicheren Umgang mit Kaugummis voraus.
      • Ältere Patienten
        • Bei Zahnprothesenträgern ist ein mögliches Anhaften der Kaumasse an der Prothese zu berücksichtigen.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
      • Schläfrigkeit, Gedächtnisstörungen und verminderte Konzentrationsfähigkeit können sich nachteilig auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Arbeiten mit Maschinen auswirken.
      • Dies gilt in besonderem Maße nach unzureichender Schlafdauer, bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Dimenhydrinat - intraoral
    • Hinweise
      • Dimenhydrinat ist zur alleinigen Behandlung von Zytostatika-induzierter Übelkeit und Erbrechen nicht geeignet
      • Dimenhydrinat sollte nach den Mahlzeiten eingenommen werden, um jegliche Magenreizung zu minimieren
      • es können Kreuzreaktionen mit anderen Antihistaminika auftreten
    • Dimenhydrinat darf nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei Vorliegen von Zuständen, die durch die anticholinerge Wirkung von Dimenhydrinat verschlechtert werden können, wie
      • chronischen Atembeschwerden, COPD, Emphysem, chronische Bronchitis und (Bronchial-)Asthma, da Dimenhydrinat zu dickflüssigeren Sekreten führen und das Abhusten verändern kann
      • Leberinsuffizienz, da Dimenhydrinat in der Leber metabolisiert wird (Erhöhung der Plasmakonzentration mit Gefahr einer Akkumulation)
        • die Dosis sollte angepasst werden
      • schwerer Niereninsuffizienz, da es zu einer Akkumulation von Dimenhydrinat kommen kann
        • Dimenhydrinat und die Metabolite von Dimenhydrinat werden über die Niere ausgeschieden
      • Hypokaliämie, Hypomagnesiämie, QT-Verlängerung
        • Hypokaliämie ist ein Risikofaktor für die Entwicklung einer QT-Intervall-Verlängerung
        • Hypomagnesiämie ist ein unabhängiger Prädiktor für erhöhte Mortalität bei Patienten mit kardialen Störungen
        • da vor allem höhere Dosen von Dimenhydrinat zur Verlängerung des QT-Intervalls mit schwerwiegenden Konsequenzen führen können, ist bei Patienten mit Hypokaliämie, Hypomagnesiämie, Bradykardie, angeborenem langen QT-Syndrom oder anderen klinisch signifikanten kardialen Störungen (insbesondere koronare Herzkrankheit, Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien) besondere Vorsicht geboten
          • daher darf Dimenhydrinat auch bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall verlängern (z. B. Antiarrhythmika Klasse IA oder III, Antibiotika, Malaria-Mittel, Antihistaminika, Neuroleptika) oder zu einer Hypokaliämie führen, nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden
      • Morbus Parkinson, da die Wirkung von anticholinergen Medikamenten gegen Parkinson verstärkt werden kann (vor allem bei älteren Menschen)
    • Dimenhydrinat sollte mit (besonderer) Vorsicht angewendet werden, bei Patienten (insbesondere bei älteren Personen) mit Zuständen, die durch eine Anticholinergika-Therapie verstärkt werden könnten, z.B.
      • erhöhter Augeninnendruck/Engwinkelglaukom
      • Pyloro-Duodenale Obstruktion/Pylorusstenose (Gefahr von lähmendem Darmverschluss)
      • (eventuelle) Prostata-Hypertrophie, Harnverhalt, obstruktive Erkrankungen des Harntraktes
        • die Symptome können verschlimmert werden
      • (arterielle) Hypertonie
      • orthostatische Hypotonie
      • Hyperthyreose
      • Schwindel
      • Sedierung
      • chronische Verstopfung (Risiko eines paralytischen Ileus)
      • schwere koronare Herzkrankheit
      • obstruktive gastrointestinale Erkrankungen
      • Epilepsie
    • ältere Patienten
      • reagieren sensibler auf die zentralen und peripheren anticholinergen Wirkungen von Dimenhydrinat (Mundtrockenheit, Harnverhalt, Glaukom, Sedierung,
        Verwirrtheit und Hypotonie)
    • Säuglinge und Kleinkinder
      • Studien haben gezeigt, dass die Gabe von Dimenhydrinat an Säuglinge und Kleinkinder zur Behandlung einer banalen Gastroenteritis keinen Vorteil im Vergleich zu einer alleinigen Substitution mit Flüssigkeit und Elektrolyten zeigt
      • vor dem Hintergrund eines gehäuften Auftretens von schwerwiegenden Nebenwirkungen bei Kindern bis drei Jahren in dieser Indikation soll Dimenhydrinat nicht zur Behandlung einer banalen Gastroenteritis eingesetzt werden
      • da Dimenhydrinat besonders bei Kleinkindern einen Krampfanfall auslösen kann und diese Patientengruppe ebenfalls zu Fieberkrämpfen neigt, sollte Dimenhydrinat nicht bei fieberhaften Infekten gegeben werden
      • die Indikation ist bei Kindern bis 3 Jahren streng zu stellen
      • die empfohlene Höchstdosis darf bei dieser Altersgruppe auf keinen Fall überschritten werden
    • Kinder und Jugendliche
      • Überdosierungen mit Dimenhydrinat können insbesondere bei Kindern lebensbedrohlich sein und müssen vermieden werden
        • alters- und gewichtsabhängige Kontraindikationen beachten und geeignete Darreichungsform und Stärke auswählen (s. jeweilige Herstellerinformation)
    • längerfristige Anwendung
      • nach längerfristiger täglicher Anwendung können durch plötzliches Beenden der Behandlung vorübergehend Schlafstörungen auftreten
        • deshalb sollte in diesen Fällen die Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet werden
      • wie bei anderen hypnotisch wirkenden Arzneimitteln ist bei einer längerfristigen Therapie mit Dimenhydrinat die Entwicklung einer Medikamentenabhängigkeit nicht auszuschließen
      • aus diesem Grunde sollte die Indikation zu einer über eine Kurzzeitbehandlung hinausgehenden Therapie kritisch gestellt werden
    • Ototoxizitäts-Symptome
      • es müssen Vorkehrungen getroffen werden, wenn es mit bestimmten ototoxischen Antibiotika kombiniert wird, da Dimenhydrinat Ototoxizitäts-Symptome verdecken kann
    • Alkohol
      • während der Behandlung werden der Konsum von Alkoholgetränken oder die Einnahme von alkoholhaltigen Arzneimitteln nicht empfohlen/zu vermeiden
    • Wechselwirkungen mit diagnostischen Tests
      • Dimenhydrinat kann mit den Ergebnissen von Hauttests, bei denen Allergene verwendet werden, interferieren
      • es wird empfohlen, die Einnahme 72 Stunden vor Testbeginn auszusetzen
    • Photosensitivität
      • Sonnenbäder sind während der Behandlung mit diesem Arzneimittel nicht ratsam, da Photosensitivität auftreten kann
    • aufgrund seiner antiemetischen Wirkung kann Dimenhydrinat die Diagnose von
      Krankheiten wie Appendizitis erschweren und die durch eine Überdosierung anderer Arzneimittel verursachten Anzeichen für Toxizität maskieren
    • bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen, Magengeschwür oder Gastritis in der
      Vorgeschichte sollte Dimenhydrinat mit Vorsicht angewendet werden
    • Sedierung
      • das Arzneimittel kann bei manchen Patienten zu Sedierung führen
      • die Sedierung kann durch andere Arzneimittel mit dämpfender Wirkung auf das zentrale Nervensystem noch verstärkt werden
    • Witterungen mit Extremtemperaturen
      • ein Hitzschlag aufgrund des durch die anticholinergen Wirkungen des Arzneimittels bedingten verringerten Schwitzens möglicherweise noch verschlimmert
      • es ist ratsam, den Aufenthalt unter sehr hohen Temperaturen zu vermeiden und entsprechende Hygiene- und Ernährungsmaßnahmen zu befolgen, wie z. B. angemessene Lüftung und Flüssigkeitszufuhr
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Dimenhydrinat - intraoral
    • Dimenhydrinat sollte in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn nichtmedikamentöse Maßnahmen und andere sicherere Arzneimittel keinen Erfolg gezeigt haben
    • 3. Trimenon
      • Dimenhydrinat sollte wegen möglicher Auslösung vorzeitiger Uteruskontraktionen nicht angewendet werden
    • 1. Trimenon
      • es liegen keinerlei Hinweise darauf vor, dass eine Anwendung von Dimenhydrinat im ersten Schwangerschaftsdrittel zu einer erhöhten Abortrate führt
    • für Dimenhydrinat liegen widersprüchliche Berichte über die Sicherheit einer Anwendung in der Schwangerschaft vor
      • eine prospektive Studie an Schwangeren hat keine Anhaltspunkte über den Zusammenhang einer Dimenhydrinat-Anwendung und Missbildungen ergeben
      • in einer anderen Studie wurde eine Assoziation mit kardiovaskulären Defekten und mit Inguinalhernie und einer Dimenhydrinat-Exposition in der Schwangerschaft beschrieben
      • in einer Fall-Kontroll-Studie, in der 38.151 Neugeborene ohne kongenitale Anomalien und 22.843 mit kongenitalen Anomalien eingeschlossen wurden, ließen sich bei den insgesamt 2.640 mit Dimenhydrinat exponierten Kindern keine Anzeichen auf ein teratogenes Potential von Dimenhydrinat erkennen
    • Dimenhydrinat kann am Uterus eine Steigerung der Kontraktilität hervorrufen bzw. vorzeitige Wehen auslösen
    • tierexperimentelle Studien
      • Dimenhydrinat ist tierexperimentell nur unzureichend auf reproduktionstoxikologische Eigenschaften untersucht
    • Fertilität
      • es liegen keine Untersuchungen zur Beeinflussung der Fertilität vor
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Dimenhydrinat - intraoral
    • Dimenhydrinat sollte in der Stillzeit entweder abgesetzt werden oder in der Zeit der Einnahme sollte abgestillt werden
      • da unerwünschte Wirkungen, wie erhöhte Irritabilität, auf das gestillte Kind nicht auszuschließen sind
    • Dimenhydrinat geht in die Muttermilch über
    • für Dimenhydrinat liegen keine Erfahrungen/Daten mit der Anwendung in der Stillzeit vor

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
      • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.
      • Bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen, zentral dämpfenden Arzneimitteln (Arzneimittel, die die Psyche beeinflussen, Schlaf-, Beruhigungs-, Schmerz- und Narkosemittel) kann es zu einer gegenseitigen Verstärkung der Wirkungen kommen.
      • Die „anticholinerge" Wirkung (siehe Abschnitt „Welche Nebenwirkungen sind möglich?") kann durch die gleichzeitige Gabe von anderen Stoffen mit anticholinergen Wirkungen (z. B. Atropin, Biperiden oder bestimmte Mittel gegen Depressionen [trizyklische Antidepressiva]) in nicht vorhersehbarer Weise verstärkt werden.
      • Bei gleichzeitiger Gabe mit so genannten Monoaminoxidase-Hemmern (Arzneimittel, die ebenfalls zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden) kann sich u. U. eine lebensbedrohliche Darmlähmung, Harnverhalten oder eine Erhöhung des Augeninnendruckes entwickeln. Außerdem kann es zum Abfall des Blutdruckes und zu einer verstärkten Funktionseinschränkung des Zentralnervensystems und der Atmung kommen.
      • Deshalb darf das Präparat nicht gleichzeitig mit Hemmstoffen der Monoaminoxidase angewendet werden.
      • Vermeiden Sie die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die ebenfalls das so genannte QT-Intervall im EKG verlängern, z. B. Mittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika, Klasse IA oder III), bestimmte Antibiotika, Malaria-Mittel, Mittel gegen Allergien (Antihistaminika, z. B. Terfenadin), Mittel zur Behandlung spezieller geistig-seelischer Erkrankungen (Neuroleptika) sowie Mittel, die zu einem Kaliummangel führen können (z. B. bestimmte harntreibende Mittel).
      • Die Anwendung zusammen mit Arzneimitteln gegen erhöhten Blutdruck kann zu verstärkter Müdigkeit führen.
      • Informieren Sie Ihren Arzt vor der Durchführung von Allergie-Tests über die Anwendung von diesem Präparat, da falsch-negative Testergebnisse möglich sind.
      • Beachten Sie, dass durch dieses Präparat die während einer Behandlung mit bestimmten Antibiotika (Aminoglykosiden) eventuell auftretende Gehörschädigung u. U. verdeckt werden kann.
    • Anwendung zusammen mit Alkohol
      • Während der Behandlung sollten Sie keinen Alkohol trinken, da durch Alkohol die Wirkung von diesem Arzneimittel in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt werden kann.
      • Auch die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, werden dadurch weiter beeinträchtigt.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    schwerwiegend H1-Antihistaminika / Ethanol
    H1-Antihistaminika / MAO-Hemmer
    Hydroxyzin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    mittelschwer Opioide / H1-Antihistaminika, sedierende
    Histamin / H1-Antihistaminika
    Dexmedetomidin / Hypnotika und Sedativa
    Hypnotika / H1-Antihistaminika
    Regadenoson / Xanthinderivate
    Ajmalin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    Fluphenazin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    geringfügig Cholinesterase-Hemmer / Antiemetika, anticholinerge
    H1-Antihistaminika / Proteinkinase-Inhibitoren
    H1-Antihistaminika / Fingolimod
    H1-Antihistaminika / Anticholinergika
    Prokinetika / Anticholinergika
    Beta-Sympathomimetika / Xanthinderivate
    Benzodiazepine / H1-Antihistaminika
    H1-Antihistaminika / Tizanidin
    Pitolisant / H1-Antihistaminika
    Cannabinoide / H1-Antihistaminika, sedierende
    Methoxyfluran / H1-Antihistaminika
    Difelikefalin / H1-Antihistaminika, sedierende
    QT-Info (Produktinformation) / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    QT-Info (Produktinformation) / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    Arzneimittel, anticholinerge Wirkung / Corticosteroide
    Thalidomid / Stoffe, sedierende

    Warnhinweise

    • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    • Schwangerschaft
      • Dimenhydrinat, der Wirkstoff von diesem Präparat, kann zur Auslösung vorzeitiger Wehen führen. Die Sicherheit einer Anwendung in der Schwangerschaft ist nicht belegt. Ein Risiko ist für Dimenhydrinat aufgrund klinischer Daten nicht auszuschließen. Sie dürfen das Arzneimittel nur nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt anwenden und nur wenn dieser eine Anwendung für unbedingt erforderlich hält.
    • Stillzeit
      • Dimenhydrinat, der Wirkstoff von diesem Präparat, geht in die Muttermilch über. Die Sicherheit einer Anwendung in der Stillzeit ist nicht belegt. Da unerwünschte Wirkungen, wie erhöhte Unruhe, auf das gestillte Kind nicht auszuschließen sind, sollten Sie das Arzneimittel entweder in der Stillzeit nicht einnehmen oder in der Zeit der Einnahme abstillen.
    • Fortpflanzungsfähigkeit
      • Es liegen keine ausreichenden Daten zur Beeinflussung der Fortpflanzungsfähigkeit vor.

    Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit hereditärer Fructose-Intoleranz nicht angewendet werden.
    Enthält Phenylalanin oder Aspartam. Darf bei Patienten mit Phenylketonurie nicht angewendet werden. Keine Daten bei Säuglingen unter 12 Wochen.Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

    Dosierungsanleitung

    • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
    • Die empfohlene Dosis beträgt:
      • Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren:
        • 3-mal je 1 Kaugummi (entsprechend 20 - 60 mg Dimenhydrinat) im Abstand von jeweils 1/2 Stunde. Bei Bedarf können weitere Kaugummis gekaut werden, jedoch nicht
          mehr als 7 (entsprechend 140 mg Dimenhydrinat) am Tag.
      • Kinder von 6 bis 12 Jahre:
        • 2-mal je 1 Kaugummi (entsprechend 20 - 40 mg Dimenhydrinat) im Abstand von jeweils 1/2 Stunde. Bei Bedarf können weitere Kaugummis gekaut werden, jedoch nicht mehr als 4 (entsprechend 80 mg Dimenhydrinat) am Tag.
        • Die Anwendung setzt den sicheren Umgang mit Kaugummis voraus.

     

    • Dauer der Anwendung
      • Wenden Sie das Arzneimittel nur kurzzeitig an, außer Ihr Arzt hat es Ihnen anders verordnet. Suchen Sie bitte einen Arzt auf, wenn Übelkeit und Erbrechen trotz Anwendung von diesem Präparat fortbestehen.

     

    • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
      • Aufgrund der besonderen Darreichungsform ist eine Überdosierung relativ unwahrscheinlich.
      • Fragen Sie im Falle einer Überdosierung oder Vergiftung in jedem Fall unverzüglich einen Arzt um Rat.
      • Eine Überdosierung ist in erster Linie durch eine Bewusstseinstrübung gekennzeichnet, die von starker Schläfrigkeit bis zu Bewusstlosigkeit reichen kann. Daneben werden folgende Anzeichen beobachtet: Pupillenerweiterung, Sehstörungen, beschleunigte Herztätigkeit, Fieber, heiße, gerötete Haut und trockene Schleimhäute, Verstopfung, Unruhe und Erregungszustände (z. B. Zittern oder Angst), gesteigerte Reflexe und Wahnvorstellungen. Darüber hinaus sind Krämpfe und Atemstörungen möglich, die nach hohen Dosen bis hin zu Atemlähmung und Herz-Kreislauf-Stillstand führen können.
      • Die Beurteilung des Schweregrades der Vergiftung und die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen erfolgt durch den Arzt.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

    Dosierung
    • Prophylaxe und symptomatische Therapie von Übelkeit und Erbrechen bei leichteren Fällen der Reisekrankheit
      • Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre
        • 3mal je 1 Kaugummi (entsprechend 20 - 60 mg Dimenhydrinat) im Abstand von jeweils 1/2 Stunde
        • bei Bedarf können weitere Kaugummis gekaut werden, jedoch max. 7 / Tag (entsprechend 140 mg Dimenhydrinat / Tag)
      • Kinder 6 - 12 Jahre (vorausgesetzt ist der sichere Umgang mit Kaugummis)
        • 2mal je 1 Kaugummi (entsprechend 20 - 40 mg Dimenhydrinat) im Abstand von jeweils 1/2 Stunde
        • bei Bedarf können weitere Kaugummis gekaut werden, jedoch max. 4 / Tag (entsprechend 80 mg Dimenhydrinat / Tag)
      • Behandlungsdauer
        • wenn Übelkeit und Erbrechen trotz Anwendung fortbestehen, Arzt aufsuchen

    Dosisanpassung

    • Kinder < 6 Jahre
      • Anwendung kontraindiziert
    • ältere Patienten
      • bei Zahnprothesenträgern mögliches Anhaften der Kaumasse an der Prothese berücksichtigen
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • Anwendung nur unter besonderer Vorsicht

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • In Abhängigkeit von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis kann es, insbesondere zu Beginn der Behandlung, zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:
      • Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
        • Schwindelgefühl
        • Muskelschwäche
      • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
        • Schläfrigkeit und Benommenheit
    • Diese Nebenwirkungen können auch noch am folgenden Tage zu Beeinträchtigungen führen.
    • Weitere mögliche Nebenwirkungen
      • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
        • So genannte „anticholinerge" Begleiterscheinungen wie Mundtrockenheit, Erhöhung der Herzschlagfolge (Tachykardie), Gefühl einer verstopften Nase, Sehstörungen, Erhöhung des Augeninnendruckes und Störungen beim Wasserlassen
      • Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):
        • Blutzellschäden
      • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
        • Während des Kauens kann es zu vorübergehendem Taubheitsgefühl im Mundbereich kommen
        • Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Übelkeit, Schmerzen im Bereich des Magens, Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall)
        • Stimmungsschwankungen
        • Insbesondere bei Kindern besteht die Möglichkeit des Auftretens so genannter „paradoxer Reaktionen" wie Unruhe, Erregung, Schlaflosigkeit, Angstzustände oder Zittern
        • Allergische Hautreaktionen und Lichtempfindlichkeit der Haut (direkte Sonneneinstrahlung meiden!)
        • Leberfunktionsstörungen (cholestatischer Ikterus)
      • Bei einer längeren Behandlung mit Dimenhydrinat ist die Entwicklung einer Medikamentenabhängigkeit nicht auszuschließen. Aus diesem Grunde sollte das Arzneimittel nach Möglichkeit nur kurz angewendet werden.
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Dimenhydrinat - intraoral
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Leukopenie
        • Neutropenie
        • Thrombozytopenie
        • hämolytische Anämie
        • Agranulozytose
        • Panzytopenie
        • Blutzellschäden
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Urticaria (möglicherweise ausgedehnt)
        • Ödem
        • Überemfpindlichkeit bis hin zur anaphylaktische Reaktionen
          • nach der systemischen Verabreichung von Antihistaminika
        • anaphylaktischer Schock
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • akute Porphyrie-Attacken
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Angst(-zustände) (paradoxe Reaktion, insbes. bei Kindern möglich)
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Somnolenz/Schläfrigkeit (anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
        • Kopfschmerzen (anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen)
        • Benommenheit (anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
        • Schwindel(gefühl) (häufiger bei älteren Menschen; insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Sedierung (insbes. zu Behandlungsbeginn)
        • Mydriasis (anticholinerger Effekt)
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Erinnerungsvermögen eingeschränkt
        • Gleichgewichtsstörungen (häufiger bei älteren Menschen)
        • Aufmerksamkeitsstörungen
        • Koordinationsstörungen
        • Verwirrtheitszustand (Symptom paradoxer Erregung, häufiger bei älteren Menschen und kleinen Kindern)
        • Halluzination
        • Stimmungsschwankungen
        • Schlaflosigkeit (paradoxe Reaktion, insbes. bei kleinen Kindern möglich)
        • Vertigo
        • Myasthenie
        • Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen (häufiger bei älteren Menschen)
        • Tremor/Zittern (paradoxe Reaktion, insbes. bei kleinen Kindern möglich)
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Sehschärfe vermindert
        • Orthostasesyndrom / orthostatische Hypothonie
        • Unruhe (paradoxe Reaktion, insbes. bei Kindern möglich)
        • Agitiertheit
        • Nervosität (paradoxe Reaktion, insbes. bei kleinen Kindern möglich)
        • Sehstörungen (anticholinerger Effekt)
        • Erregung (paradoxe Reaktion, insbes. bei kleinen Kindern möglich)
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • extrapyramidale Erkrankung (bei Kindern)
      • ohne Häufigketisangabe
        • Versiegen der Milchsekretion
        • ausgetrocknetes Milchsekret (anticholinerger Effekt)
        • Reizbarkeit (Symptom paradoxer Erregung, insbes. bei kleinen Kindern möglich)
        • Euphorie (Symptom paradoxer Erregung, insbes. bei kleinen Kindern möglich)
        • Delirium (Symptom paradoxer Erregung, insbes. bei kleinen Kindern möglich)
        • Konvulsionen (Symptom paradoxer Erregung, insbes. bei kleinen Kindern möglich)
    • Augenerkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Glaukom (anticholinerger Effekt)
        • verschwommenes Sehen (anticholinerger Effekt)
        • Doppeltsehen (anticholinerger Effekt)
    • Herzerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Tachykardie ((möglicherweise) anticholinerger Effekt; normalerweise im Falle von Überdosierung)
        • Herzklopfen (anticholinerger Effekt)
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Palpitationen (möglicherweise anticholinerger Effekt; normalerweise im Falle von Überdosierung; Symptom paradoxer Erregung, insbes. bei kleinen Kindern möglich)
        • andere Herzrhythmusstörungen (möglicherweise anticholinerger Effekt; normalerweise im Falle von Überdosierung), wie
          • Extrasystolen
          • AV-Block
    • Gefäßerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hypotonie
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • (Gefühl einer) verstopfte(n) Nase (anticholinerger Effekt)
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • manchmal kann die Viskosität des Bronchialsekrets erhöht sein, was das Atmen erschweren kann
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Mundtrockenheit / Schleimhauttrockenheit (anticholinerger Effekt)
          • dieses Symptom kann verringert werden, indem das Antihistaminikum zu einer Mahlzeit verabreicht wird
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Obstipation (anticholinerger Effekt)
          • dieses Symptom kann verringert werden, indem das Antihistaminikum zu einer Mahlzeit verabreicht wird
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • gastrointestinale Erkrankungen/Beschwerden z.B.
          • Übelkeit
          • Schmerzen im Oberbauch / Bereich des Magens
          • Erbrechen
          • Durchfall
            • diese Symptome können verringert werden, indem das Antihistaminikum zu einer Mahlzeit verabreicht wird
        • Anorexie
          • dieses Symptom kann verringert werden, indem das Antihistaminikum zu einer Mahlzeit verabreicht wird
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • hepatische Funktiosstörungen (Ikterus, Gelbsucht cholestatisch)
    • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Erythem
        • Ekzem
        • Angioödeme
        • Purpura
        • Dermatitis allergisch
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Photosensibilität / Lichtempfindlichkeitsreaktionen der Haut (nach intensiven Exposition gegenüber Sonnenlicht) mit der Folge von
          Dermatitis, Pruritus, Ausschlag und Erythem
          • direkte Sonneneinstrahlung meiden
        • allergische Hautreaktion
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • muskuläre Schwäche (anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
    • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Störungen bei der Entleerung der Harnblase / Harnverhalt / Miktionsstörungen (anticholinerger Effekt)
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Erektionsstörungen (anticholinerger Effekt)
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Taubheit der Zunge / im Mund (Auftreten abhängig von der Darreichungsform; s. jeweilige Herstellerinformation
        • Medikamentenabhängigkeit
          • wie bei anderen hypnotisch wirkenden Arzneimitteln ist bei einer längerfristigen Therapie mit Dimenhydrinat die Entwicklung einer Medikamentenabhängigkeit nicht auszuschließen
          • aus diesem Grunde sollte die Indikation zu einer über eine Kurzzeitbehandlung hinausgehenden Therapie kritisch gestellt werden
    • Untersuchungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • intraokulärer Druck erhöht
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Verlängerung des QT-Intervalls im EKG (wie auch andere H1-Rezeptor-Antagonisten)

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Dimenhydrinat20 mgWirkstoff
    Aspartam3 mgHilfsstoff
    Phenylalanin+Hilfsstoff
    Calcium carbonat+Hilfsstoff
    Dextrin+Hilfsstoff
    Eudragit E 100+Hilfsstoff
    Eudragit S 100+Hilfsstoff
    Glucose Sirup+Hilfsstoff
    Gummibase o.w.A.+Hilfsstoff
    Hartfett+Hilfsstoff
    Kalium dihydrogenphosphat+Hilfsstoff
    Levomenthol+Hilfsstoff
    Macrogol 35000+Hilfsstoff
    Magnesium oxid, leicht+Hilfsstoff
    Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]+Hilfsstoff
    Montanglycolwachs+Hilfsstoff
    Pfefferminz Aroma+Hilfsstoff
    Lactose+Hilfsstoff
    Povidon K25+Hilfsstoff
    Saccharin, Natriumsalz+Hilfsstoff
    Saccharose+Hilfsstoff
    Silicium dioxid, hochdispers+Hilfsstoff
    Sorbitol285 mgHilfsstoff
    Talkum+Hilfsstoff
    Titan dioxid+Hilfsstoff
    Wachs, gebleicht+Hilfsstoff
    Gesamt Natrium Ion1 mmolZusatzangabe
    Gesamt Natrium IonmgZusatzangabe

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