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Steckbrief : Octadon P

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  • Allgemeine Produktinformationen

    • Die Tabletten werden unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit eingenommen.
    • Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tabletten, wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese im Ganzen zu schlucken.
    • Die Einnahme nach den Mahlzeiten kann zu einem verzögerten Wirkungseintritt führen.

    Anwendungsgebiete

    • Wenn Sie sich nach drei Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
    • Das Arzneimittel ist ein Kombinationspräparat aus Paracetamol, einem schmerzstillenden, fiebersenkenden Arzneimittel (Analgetika und Antipyretika), und Coffein.
    • Das Präparat wird zur symptomatischen Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen angewendet.

    Indikation
    • symptomatische Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen
    Art der Anwendung
    • Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen
    • Einnahme nach den Mahlzeiten kann zu verzögertem Wirkungseintritt führen

    Gegenanzeigen

    • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
      • wenn Sie allergisch gegenüber Paracetamol, Coffein oder einen sonstigen Bestandteil dieses Arzneimittels sind.
      • wenn Sie an einer schweren Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden.
      • von Kindern unter 12 Jahren.

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Coffein, Paracetamol - peroral
    • Überempfindlichkeit gegen
      • Paracetamol
      • Coffein
    • schwere hepatozelluläre Insuffizienz (Child-Pugh >/= 9)
    • Kinder < 12 Jahre bzw. Anwender < 43 kg

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Präparat einnehmen.
      • Nehmen Sie das Präparat erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker,
        • wenn Sie chronisch alkoholkrank sind.
        • wenn Sie an einer Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden (Leberentzündung, Gilbert-Syndrom).
        • wenn Sie an einem Magen- oder Darmgeschwür leiden.
        • bei vorgeschädigter Niere.
        • bei Schilddrüsenüberfunktion.
        • bei Herzrhythmusstörungen.
        • bei Angststörungen.
      • Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder nach drei Tagen keine Besserung eintritt, oder bei hohem Fieber müssen Sie einen Arzt aufsuchen.
      • Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass andere Arzneimittel, die gleichzeitig angewendet werden, kein Paracetamol enthalten.
      • Einzelfälle aus der Literatur zeigen, dass eine Langzeitanwendung von Paracetamol zu einer Beeinträchtigung des Hörvermögens führen kann.
      • Bei längerem hochdosierten, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
      • Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.
      • Bei abruptem Absetzen nach längerem hochdosierten, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und vegetative Symptome auftreten. Die Symptome klingen innerhalb weniger Tage ab. Bis dahin soll die Wiedereinnahme von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Einnahme soll nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen.
      • Das Arzneimittel nicht ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat längere Zeit oder in höheren Dosen anwenden.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
      • Das Arzneimittel hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen. Trotzdem ist nach Einnahme eines Schmerzmittels immer Vorsicht geboten.

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Coffein, Paracetamol - peroral
    • Allgemein
      • Paracetamol-haltige Arzneimittel sollten ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nur wenige Tage und nicht in erhöhter Dosis angewendet werden
      • bei Patienten mit Asthma, die eine Überempfindlichkeit gegen Acetylsalicylsäure haben, sollten Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden, weil ein leichter Bronchospasmus in Verbindung mit Paracetamol berichtet wurde (Kreuzreaktion)
    • Überdosierung / nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch
      • sicherstellen, dass gleichzeitig eingenommene Medikamente kein Paracetamol bzw. Coffein enthalten (Überdosierung vermeiden)
      • ein Überschreiten der empfohlenen Dosis, das bedeutet auch die einmalige Einnahme der Tagesgesamtdosis, kann zu schweren Leberschäden führen
        • in solchem Fall sollte unverzüglich medizinische Hilfe aufgesucht werden
      • bei längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Analgetika können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen
        • sollte dieser Fall eintreten oder zu befürchten sein, sollte ärztlicher Rat eingeholt und die Therapie abgebrochen werden
        • bei Patienten mit häufigen oder täglichen Kopfschmerzen, trotz (oder aufgrund) der regelmäßigen Einnahme von Arzneimittel gegen Kopfschmerzmittel, sollte die Diagnose eines Kopfschmerzes bei Medikamentenübergebrauch in Erwägung gezogen werden
      • bei abruptem Absetzen nach längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Analgetika können Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und vegetative Symptome auftreten
        • Symptomatik klingt innerhalb weniger Tage nach Absetzen ab
        • bis dahin soll die Wiedereinnahme von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Einnahme soll nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen
    • In folgenden Fällen mit besonderer Vorsicht bzw. unter ärztlicher Kontrolle anwenden (für Coffein niedrige Dosierung, ca. 100 mg)
      • hepatozelluläre Insuffizienz (Child-Pugh < 9)
      • chronischer Alkoholmissbrauch
      • Niereninsuffizienz
      • Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)
      • Hyperthyreose (Gefahr der Coffein-Nebenwirkungen)
      • Arrhythmien (Gefahr der Verstärkung von Tachykardien und Extrasystolen)
      • Angstsyndromen (Gefahr der Verstärkung)
      • gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die die Leberfunktion beeinträchtigen
      • Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel (Favismus)
      • hämolytische Anämie
      • Glutathion-Mangel
      • Dehydratation
      • chronische Unterernährung
      • Körpergewicht < 50 kg
      • ältere Patienten
      • Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni
      • chronischer Alkoholmissbrauch
    • Arzt konsultieren bei
      • hohem Fieber
      • Anzeichen einer Sekundärinfektion
      • Anhalten der Symptome > 3 Tage
      • ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion
        • Arzneimittel absetzen und sofort Arzt kontaktieren
    • Nierenschädigung
      • gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens führen (Analgetika-Nephropathie)
    • Hörvermögen
      • Einzelfälle aus der Literatur zeigen, dass eine Langzeitanwendung von Paracetamol zu einer Beeinträchtigung des Hörvermögens führen kann
    • Alkoholische Getränke
      • alkoholische Getränke sollten während der Einnahme dieses Arzneimittels vermieden werden, da Alkohol in Kombination mit Paracetamol zu Leberschäden führen kann
      • Paracetamol sollte Patienten mit Alkoholabhängigkeit mit Vorsicht verabreicht werden
    • extremer Kaffee-/Teekonsum
      • kann bei Patienten unter Paracetamol plus Coffein Reizbarkeit und Spannungsgefühle hervorrufen
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Coffein, Paracetamol - peroral
    • Anwendung während der Schwangerschaft nur, wenn dies unbedingt notwendig ist
      • und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
    • Paracetamol
      • falls klinisch erforderlich, kann Paracetamol während der Schwangerschaft nach Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses eingenommen werden
        • während der Schwangerschaft sollte Paracetamol für den kürzest möglichen Zeitraum, in der geringsten wirksamen Dosis, mit der geringstmöglichen Häufigkeit und nicht in Kombination mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden, da eine Sicherheit der Anwendung für diese Fälle nicht belegt ist
      • große Datenmenge zu Schwangeren weist weder auf mögliche unerwünschte Nebenwirkungen auf die Schwangerschaft noch auf eine Fehlbildungen verursachende oder fetale / neonatale Toxizität hin
      • epidemiologische Studien zur Neuroentwicklung von Kindern, die im Uterus Paracetamol ausgesetzt waren
        • weisen keine eindeutigen Ergebnisse auf
      • prospektive Daten zur Überdosierung während der Schwangerschaft zeigten keinen Anstieg des Risikos von Fehlbildungen
    • Coffein
      • Schwangeren Frauen wird geraten, ihre Coffeinaufnahme auf ein Minimum
      • bei therapeutisch relevanten Dosen oder auch Kaffeegenus erhöhtes Risiko in Bezug auf Schwangerschaftsverlauf und Entwicklung des Kindes beobachtet
      • tierexperimentelle Studien
        • Reproduktionstoxizität für sehr hohe Dosen an Coffein gezeigt
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Coffein, Paracetamol - peroral
    • bei kurzfristiger Anwendung der empfohlenen Dosis Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich
    • bei längerer Anwendung bzw. Einnahme höherer Dosen sollte dennoch abgestillt werden
    • Paracetamol
      • geht in die Muttermilch über
      • nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden
    • Coffein
      • geht in die Muttermilch über
      • während der Stillzeit kann das Befinden und Verhalten des Säuglings (Erregung, schlechtes Schlafverhalten) durch mit der Muttermilch aufgenommenes Coffein beeinträchtigt werden

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
      • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
      • Paracetamol
        • Wechselwirkungen sind möglich mit
          • Arzneimitteln gegen Gicht wie Probenecid. Bei gleichzeitiger Einnahme von Probenecid sollte die Dosis verringert werden, da der Abbau des Präparates verlangsamt sein kann.
          • Schlafmitteln wie Phenobarbital.
          • Mitteln gegen Epilepsie wie Phenytoin, Carbamazepin.
          • Mitteln gegen Tuberkulose (Rifampicin).
          • anderen möglicherweise die Leber schädigenden Arzneimitteln. Unter Umständen kann es bei gleichzeitiger Einnahme zu Leberschäden kommen.
          • Mitteln gegen Übelkeit (Metoclopramid und Domperidon). Diese können eine Beschleunigung der Aufnahme und des Wirkungseintritts des Arzneimittels bewirken.
          • Mitteln zur Senkung erhöhter Blutfettwerte (Cholestyramin), da diese die Aufnahme und damit die Wirksamkeit des Arzneimittels verringern können.
          • Arzneimitteln bei HIV-Infektionen (Zidovudin). Die Neigung zur Verminderung weißer Blutkörperchen (Neutropenie) wird verstärkt. Das Präparat soll daher nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit Zidovudin eingenommen werden.
          • Arzneimitteln, die die Magenentleerung verlangsamen, da die Aufnahme und der Wirkungseintritt von Paracetamol verzögert werden kann.
          • Chloramphenicol, einem Breitbandantibiotikum. Durch die gleichzeitige Gabe mit Paracetamol kann die Halbwertszeit von Chloramphenicol deutlich verlangsamt sein, was mit einem Risiko erhöhter Toxizität verbunden ist.
          • Die blutgerinnungshemmende Wirkung von Warfarin und anderen Cumarinen kann durch eine langanhaltende, tägliche Anwendung von Paracetamol verstärkt werden und somit zu einem veränderten Blutgerinnungswert (INR-Wert) und einem erhöhten Blutungsrisiko führen. Gelegentliche Einzeldosen haben keinen signifikanten Effekt.
        • Auswirkungen der Einnahme auf Laboruntersuchungen
          • Die Harnsäurebestimmung sowie die Blutzuckerbestimmung können beeinflusst werden.
        • Coffein
          • vermindert die schlafanregende Wirkung von Substanzen wie Barbituraten (bestimmte Schlafmittel), Antihistaminika (bestimmte Arzneimittel gegen Allergien) etc.
          • erhöht die herzfrequenzsteigernde Wirkung von Substanzen wie Sympathomimetika (bestimmte Kreislaufmittel), Thyroxin (bestimmte Schilddrüsenmittel) etc.
          • kann die schmerzstillende Wirkung von Paracetamol und einigen nichtsteroidalen Antiphlogistika (bestimmte Schmerzmittel) steigern.
          • setzt die Ausscheidung von Theophyllin (bestimmtes Arzneimittel zur Behandlung von Lungenerkrankungen) herab.
          • erhöht das Abhängigkeitspotenzial von Substanzen des Ephedrin-Typs.
          • vermindert mit oralen Kontrazeptiva (Verhütungsmittel), Cimetidin (bestimmtes Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschwüren) und Disulfiram (bestimmtes Alkoholentwöhnungsmittel) den Coffein-Abbau in der Leber. Barbiturate (bestimmte Schlafmittel) und Rauchen beschleunigen ihn.
          • kann in Verbindung mit Gyrasehemmern des Chinoloncarbonsäure-Typs (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen) die Elimination von Coffein und seinem Abbauprodukt Paraxanthin verzögern.
    • Einnahme zusammen mit Alkohol
      • Das Arzneimittel darf nicht zusammen mit Alkohol eingenommen oder verabreicht werden.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    schwerwiegend Clozapin / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
    Streptozocin / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
    CYP3A-Substrate / Lonafarnib
    mittelschwer Paracetamol / Ethanol
    Paracetamol / Hydantoine
    Coffein / Cimetidin
    an Aktivkohle adsorbierbare Stoffe / Aktivkohle
    Clozapin / Coffein
    Theophyllin und Derivate / Coffein
    Paracetamol / Imatinib
    Flupirtin / Paracetamol
    Coffein / Doxapram
    Coffein / CYP1A2-Induktoren
    Coffein / Protonenpumpen-Hemmer
    Coffein / Histamin-H2-Rezeptorantagonisten
    Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
    Regadenoson / Xanthinderivate
    Flucloxacillin / Paracetamol
    CYP1A2-Substrate / Givosiran
    Efbemalenograstim alfa / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
    CYP3A4-Substrate / Avacopan
    CYP3A4-Substrate / Belzutifan
    Tiratricol / Psychostimulanzien
    geringfügig Paracetamol / Anticholinergika
    Paracetamol / Barbiturate
    Paracetamol / Carbamazepin
    Paracetamol / Isoniazid
    Paracetamol / Probenecid
    Paracetamol / Rifamycine
    Vitamin-K-Antagonisten / Paracetamol
    Coffein / Gyrase-Hemmer
    Lamotrigin / Paracetamol
    Lithium / Coffein
    Methotrexat / Coffein und Theophyllin
    Zidovudin / Paracetamol
    Zolpidem / Coffein
    CYP1A2-Substrate / Proteinkinase-Inhibitoren
    Coffein / Pixantron
    Paracetamol / Enzalutamid
    Paracetamol / Dabrafenib
    CYP1A2-Substrate / Teriflunomid
    Paracetamol / Serotonin-5HT3-Antagonisten, intravenös
    Beta-Sympathomimetika / Xanthinderivate
    Paracetamol / Metyrapon
    Ketoconazol / Paracetamol
    Coffein / Ketoconazol
    Paracetamol / Pitolisant
    Riluzol / CYP1A2-Inhibitoren
    Alkaloide / Eichenrinde
    CYP1A2-Substrate / Obeticholsäure
    Anagrelid / CYP1A2-Inhibitoren
    CYP1A2-Substrate / Niraparib
    Inotersen / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
    Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
    Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
    CYP1A2-Substrate / Rucaparib
    CYP1A2-Substrate / Interferon alpha
    CYP1A2-Substrate / Cannabidiol
    CYP1A2-Substrate, geringe therapeutische Breite / Remdesivir
    Coffein / Remdesivir
    Paracetamol / Johanniskraut
    CYP3A-Substrate / Ritlecitinib
    CYP1A2-Substrate / Ritlecitinib
    CYP3A4-Substrate / Maralixibat
    UGT-Substrate / Ivosidenib
    CYP1A2-Substrate / Momelotinib
    CYP3A4-Substrate / Omaveloxolon
    CYP3A4-Substrate / Dexamethason
    CYP3A4-Substrate / Vadadustat
    CYP3A4-Substrate / Iptacopan
    CYP3A4-Substrate / Sparsentan
    CYP1A2-Substrate, sensitive / Futibatinib
    CYP2C9-, CYP2C19-, CYP2D6- und CYP3A4/5-Substrate / Sirolimus, extern
    CYP3A4-, CYP1A2-, CYP2C-Substrate / Meropenem und Vaborbactam
    CYP1A2-Substrate / Leflunomid
    Docetaxel / CYP3A-Substrate
    CYP1A2-Substrate / Lazertinib
    Mizolastin / CYP3A4-Inhibitoren, starke und CYP3A4-Substrate
    CYP3A4-Substrate / Repotrectinib
    Paracetamol / Prokinetika
    Paracetamol / Colestyramin
    unbedeutend Paracetamol / Propranolol
    Paracetamol / Kontrazeptiva, orale
    Coffein / Kontrazeptiva, orale
    Coffein / Echinacea
    Coffein / Menthol
    Melatonin / Coffein
    Sympathomimetika / Coffein
    Paracetamol / Exenatid
    Coffein / Propafenon
    Paracetamol / Methoxsalen
    Paracetamol / Liraglutid
    Paracetamol / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
    CYP3A-Substrate / Relugolix
    CYP1A2-Substrate, sensitive / Foscarbidopa

    Warnhinweise

    • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    • Schwangerschaft
      • Das Arzneimittel sollte nur nach strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses während der Schwangerschaft eingenommen werden.
      • Sie sollten das Präparat während der Schwangerschaft nicht über längere Zeit, in hohen Dosen oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln einnehmen, da die Sicherheit der Anwendung für diese Fälle nicht belegt ist.
    • Stillzeit
      • Paracetamol und Coffein, die Wirkstoffe des Präparates, gehen in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein. Das Befinden und Verhalten des Säuglings kann durch mit der Muttermilch aufgenommenes Coffein beeinträchtig werden.
      • Bei kurzfristiger Anwendung der empfohlenen Dosis wird eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein. Bei längerer Anwendung bzw. Einnahme höherer Dosen sollten Sie abstillen.

     


    Mit Flüssigkeit einnehmen.Die Anwendung in der Schwangerschaft ist nicht empfohlen.Die Anwendung in der Stillzeit ist nicht empfohlen.

    Dosierungsanleitung

    • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
    • Die Dosierung richtet sich nach den Angaben in der nachfolgenden Tabelle. Das jeweilige Dosierungsintervall richtet sich nach der Symptomatik und der maximalen Tagesgesamtdosis. Es sollte 6 Stunden nicht unterschreiten.
    • Bei Beschwerden, die länger als drei Tage anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
    • Körpergewicht/Alter: Ab 43 kg, Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre und Erwachsene
      • Einzeldosis in Anzahl der Tabletten
        • 1 - 2 Tabletten (entsprechend 350 - 700 mg Paracetamol und 50 - 100 mg Coffein)
      • max. Tagesdosis in Anzahl der Tabletten
        • 8 Tabletten (entsprechend 2800 mg Paracetamol und 400 mg Coffein)
    • Besondere Patientengruppen
      • Leberfunktionsstörungen und leichte Einschränkung der Nierenfunktion
        • Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen sowie Gilbert-Syndrom muss die Dosis vermindert bzw. das Dosisintervall verlängert werden.
      • Schwere Niereninsuffizienz
        • Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) muss ein Dosisintervall von mindestens 8 Stunden eingehalten werden.
      • Ältere Patienten
        • Es ist keine spezielle Dosisanpassung erforderlich.
      • Kinder unter 12 Jahren
        • Für eine Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren liegt nicht genügend Erkenntnismaterial vor.

     

    • Dauer der Anwendung
      • Nehmen Sie das Arzneimittel ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als drei Tage ein.

     

    • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
      • In der Regel treten Nebenwirkungen einer Paracetamolüberdosierung erst bei Überschreiten einer maximalen Tagesgesamtdosis von 60 mg/kg Körpergewicht bei Kindern und 4000 mg bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahren auf. Dabei können innerhalb von 24 Stunden Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blässe und Bauchschmerzen auftreten. Es kann darüber hinaus zu schweren Leberschäden kommen.
      • Informieren Sie bitte Ihren Arzt falls Sie eine größere Menge Paracetamol eingenommen haben.
      • Bei einer Überdosierung mit Coffein können zentralnervöse Symptome (z. B. Unruhe, Erregung, Zittern) und Herzkreislaufreaktionen (z. B. Herzrasen, Schmerzen in der Herzgegend) verursacht werden.

     

    • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
      • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

    Dosierung
    • leichte bis mäßig starke Schmerzen
      • Erwachsene, Jugendliche und Kinder >/= 12 Jahre (>/= 43 kg KG)
        • Einzeldosis: 1 - 2 Tabletten (entsprechend 350 - 700 mg Paracetamol und 50 - 100 mg Coffein)
        • max. Dosis: 8 Tabletten (entsprechend 2.800 mg Paracetamol und 400 mg Coffein) / Tag
        • Dosierungsintervall abhängig von Symptomatik und max. Tagesgesamtdosis
          • nicht < 6 Std.
        • Behandlungsdauer
          • bei Beschwerden > 3 Tage: Arzt aufsuchen

             

    Dosisanpassung

    • ältere Patienten
      • keine spezielle Dosisanpassung erforderlich
    • Kinder < 12 Jahre
      • keine ausreichenden Daten
      • Anwendung kontraindiziert
    • Leber- oder Nierenfunktionsstörungen, Gilbert-Syndrom
      • Dosisreduktion bzw. Verlängerung des Dosisintervalls
      • schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min.)
        • Dosisintervall von mind. 8 Std. einhalten
      • schwere hepatozellulärer Insuffizienz (Child-Pugh > 9)
        • Anwendung kontraindiziert

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
      • Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
      • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
      • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
      • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
      • Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
      • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
    • Mögliche Nebenwirkungen
      • Leber- und Gallenerkrankungen
        • Selten:
          • Anstieg bestimmter Leberenzyme (Serumtransaminasen)
      • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
        • Sehr selten:
          • Veränderungen des Blutbildes wie eine verringerte Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie)
          • Starke Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
          • Verminderung der roten und weißen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen (Panzytopenie)
          • Starke Verminderung der Granulozyten, einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose)
      • Erkrankungen des Immunsystems
        • Sehr selten:
          • Allergische Reaktionen in Form von einfacher Hautrötung, Hautausschlag bis hin zu Nesselausschlag und anaphylaktischem Schock. Im Falle einer allergischen Schockreaktion rufen Sie den nächsten erreichbaren Arzt zu Hilfe.
          • Verengung der Atemwege (Analgetika-Asthma) bei empfindlichen Personen
      • Erkrankungen des Nervensystems
        • Nicht bekannt:
          • Schlaflosigkeit und innere Unruhe
      • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
        • Nicht bekannt:
          • Beeinträchtigung des Hörvermögens*
      • Erkrankungen des Verdauungstraktes
        • Nicht bekannt:
          • Magenbeschwerden
      • Herzerkrankungen
        • Nicht bekannt:
          • Erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie)
      • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
        • Sehr selten:
          • Sehr selten wurden Fälle von schweren Hautreaktionen berichtet. Dazu zählen ein ausgedehnter Ausschlag mit Blasen und abblätternder Haut, besonders um den Mund herum, an der Nase, an den Augen und im Genitalbereich (Stevens-Johnson Syndrom), eine schwerwiegendere Ausprägung, die eine Hautablösung an mehr als 30% der Körperoberfläche hervorruft (toxische epidermale Nekrolyse) und ein akut auftretender und rasch verlaufender Hautausschlag mit Pusteln (akutes generalisiertes pustulöses Exanthem).
        • * Einzelfälle einer Beeinträchtigung des Hörvermögens wurden bei Patienten nach Langzeitanwendung einer hohen Dosis von Paracetamol in der Literatur berichtet.
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Coffein, Paracetamol - peroral
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Leukopenie
        • Panzytopenie
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Veränderungen des Blutbildes / hämatopoetische Störungen,, wie
          • Thrombozytopenie
          • Agranulozytose
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Überempfindlichkeit
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Überempfindlichkeitsreaktionen, wie
          • einfache Hautrötung bis hin zu Urtikaria
          • Atemnot
          • Schweißausbruch
          • Übelkeit
          • Blutdruckabfall
          • Angioödem
          • bis hin zum anaphylaktischen Schock
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Schlaflosigkeit
        • innere Unruhe
    • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Beeinträchtigung des Hörvermögens
    • Herzerkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Tachykardie
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Bronchospasmus bei prädisponierten Personen (Analgetika- Asthma)
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Übelkeit durch Magenreizung
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Magenbeschwerden
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Anstieg der Lebertransaminasen
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Hautausschlag
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Hautreaktionen (von einfacher Hautrötung bis hin zu Urtikaria)
        • schwere Hautreaktionen, wie
          • Stevens-Johnson-Syndrom
          • toxische epidermale Nekrolyse
          • akutes generalisiertes pustulöses Exanthem

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Coffein50 mgWirkstoff
    Paracetamol350 mgWirkstoff
    Carboxymethylstärke, Natriumsalz Typ A+Hilfsstoff
    Cellulose, mikrokristallin+Hilfsstoff
    Crospovidon+Hilfsstoff
    Maisstärke+Hilfsstoff
    Maisstärke, vorverkleistert+Hilfsstoff
    Povidon K25+Hilfsstoff
    Silicium dioxid, hochdispers+Hilfsstoff
    Stearinsäure+Hilfsstoff
    Gesamt Natrium Ion23 mgZusatzangabe
    Gesamt Natrium IonmmolZusatzangabe

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