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Allgemeine Produktinformationen
- Nehmen Sie die Tabletten bitte unzerkaut möglichst vor der Mahlzeit mit reichlich Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) ein.
- Zur Behandlung bei akutem Herzinfarkt sollte die 1. Tablette zerbissen oder zerkaut werden.
Anwendungsgebiete
- Dieses Arzneimittel hemmt u. a. das Zusammenhaften und Verklumpen von Blutplättchen (Thrombozyten) und beugt dadurch der Entstehung von Blutgerinnseln (Thromben) vor (Thrombozytenaggregationshemmung).
- Es wird angewendet
- Bei instabiler Angina pectoris (Herzschmerzen aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen) - zusätzlich zur Standardtherapie
- Bei akutem Herzinfarkt - als Teil der Standardtherapie
- Zur Vorbeugung eines weiteren Herzinfarktes nach erstem Herzinfarkt (zur Reinfarktprophylaxe)
- Nach Operationen oder anderen Eingriffen an arteriellen Blutgefäßen (nach arteriellen gefäßchirurgischen oder interventionellen Eingriffen z. B. nach aortokoronarem Venen-Bypass [ACVB], bei perkutaner transluminaler koronarer Angioplastie [PTCA])
- Zur Vorbeugung von vorübergehender Mangeldurchblutung im Gehirn (TIA: transitorisch ischämische Attacken) und Hirninfarkten, nachdem Vorläuferstadien (z. B. vorübergehende Lähmungserscheinungen im Gesicht oder der Armmuskulatur oder vorübergehender Sehverlust) aufgetreten sind.
- Hinweis
- Das Arzneimittel eignet sich auf Grund seines Wirkstoffgehaltes nicht zur Behandlung von Schmerzzuständen.
Indikation- Sekundärprävention von Myokardinfarkten
- Vorbeugung kardiovaskulärer Morbidität bei Patienten, die an stabiler Angina pectoris leiden
- bei instabiler Angina pectoris in der Vorgeschichte, außer während der akuten Phase
- Vorbeugung eines Transplantatverschlusses nach Koronararterien-Bypass-Operation (CABG)
- bei Koronarangioplastie, außer während der akuten Phase
- Sekundärprävention von transitorischen ischämischen Attacken (TIA) und ischämischen Hirninfarkten, vorausgesetzt Hirnblutungen wurden ausgeschlossen
- Hinweis
- nicht für Notsituationen
- Anwendung ist auf Sekundärprävention mit längerfristiger Behandlung beschränkt
- zum Einnehmen
- Tabletten im Ganzen mit ausreichend Flüssigkeit (1/2 Glas Wasser) schlucken
- Tabletten nicht zerdrücken, zerbrechen oder zerkauen
- wegen des magensaftresistenten Überzugs, da der Tablettenüberzug eine Reizung des Magens verhindert
Gegenanzeigen
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Acetylsalicylsäure, Salicylate oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
- wenn Sie in der Vergangenheit auf bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Fieber oder Entzündungen (Salicylate oder andere nichtsteroidale Entzündungshemmer) mit Asthmaanfällen oder in anderer Weise überempfindlich (allergisch) reagiert haben
- bei akuten Magen- und Darmgeschwüren
- bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung (hämorraghische Diathese)
- bei Leber- und Nierenversagen
- bei schwerer, nicht durch Medikamente eingestellter Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)
- wenn Sie gleichzeitig 15 mg oder mehr Methotrexat pro Woche einnehmen
- in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft in einer Dosierung von mehr als 150 mg Acetylsalicylsäure pro Tag (siehe auch Kategorie „Schwangerschaftshinweis").
Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Acetylsalicylsäure - peroral- Überempfindlichkeit gegen Acetylsalicylsäure oder andere Salicylate
- Überempfindlichkeit gegen nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR)
- Asthmaanfälle in der Vergangenheit, die durch die Verabreichung von Salicylaten oder Substanzen mit ähnlicher Wirkung, insbesondere nichtsteroidalen Antiphlogistika, ausgelöst wurden
- derzeit aktive oder rezidivierende Magengeschwüre (gastrointestinale Ulcera) in der Vorgeschichte und/oder gastrointestinale Blutungen oder andere Arten von Blutungen wie z.B. Hirnblutungen
- hämorrhagische Diathese (krankhaft erhöhte Blutungsneigung)
- Gerinnungsstörungen wie Bluterkrankheit und Thrombozytopenie
- schwere Leberfunktionsstörungen, Leberversagen
- schwere Nierenfunktionsstörungen, Nierenversagen
- schwere (nicht eingestellte) Herzinsuffizienz
- gleichzeitige Behandlung mit Methotrexat in einer Dosierung von >= 15 mg Methotrexat / Woche
- Schwangerschaft (3. Trimenon), wenn die Acetylsalicylsäure-Dosierung > 100 mg / Tag beträgt
Vorsichtsmaßnahmen
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.
- Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich,
- bei einer Überempfindlichkeit (Allergie) gegen andere schmerz- und entzündungshemmende Arzneimittel, andere Arzneimittel gegen Rheuma oder gegen andere Allergie auslösende Stoffe
- bei Bestehen von anderen Allergien (z. B. mit Hautreaktionen, Juckreiz, Nesselfieber)
- bei Asthma bronchiale, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen) oder chronischen Atemwegserkrankungen
- bei gleichzeitiger Behandlung mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln (z. B. Cumarinderivate, Heparin - mit Ausnahme niedrig dosierter Heparin-Behandlung)
- bei Magen- und Darmgeschwüren oder Magen-Darm-Blutungen in der Vorgeschichte
- bei eingeschränkter Leberfunktion
- bei eingeschränkter Nierenfunktion oder verminderter Herz- und Gefäßdurchblutung (z. B. Gefäßerkrankung der Nieren, Herzmuskelschwäche, Verringerung des Blutvolumens, größere Operationen, Blutvergiftung oder stärkere Blutungen):
- Acetylsalicylsäure kann das Risiko einer Nierenfunktionsstörung und eines akuten Nierenversagens weiter erhöhen
- vor Operationen (auch bei kleineren Eingriffen wie z. B. Ziehen eines Zahnes): es kann zu verstärkter Blutungsneigung kommen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt, wenn Sie das Präparat eingenommen haben.
- bei Patienten mit schwerem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel: Acetylsalicylsäure kann einen beschleunigten Abbau bzw. Zerfall der roten Blutkörperchen oder eine bestimmte Form von Blutarmut bewirken. Dieses Risiko kann durch Faktoren wie z. B. hohe Dosierung, Fieber oder akute Infektionen erhöht werden.
- Worauf müssen Sie noch achten?
- Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei entsprechend gefährdeten Patienten kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.
- Wenn Sie sich schneiden oder verletzen, kann es eventuell etwas länger als sonst dauern, bis eine Blutung zum Stillstand kommt. Dies hängt mit der Wirkung dieses Arzneimittels zusammen. Kleinere Schnitte und Verletzungen (z. B. beim Rasieren) sind in der Regel ohne Bedeutung. Bei ungewöhnlichen Blutungen (an ungewöhnlicher Stelle oder von ungewöhnlicher Dauer) wenden Sie sich an Ihren Arzt.
- Acetylsalicylsäurehaltige Arzneimittel sollen längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche
- Das Arzneimittel soll bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen nur auf ärztliche Anweisung und nur dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken. Sollte es bei diesen Erkrankungen zu lang anhaltendem Erbrechen kommen, so kann dies ein Zeichen des Reye-Syndroms, einer sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Krankheit sein, die unbedingt sofortiger ärztlicher Behandlung bedarf.
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Acetylsalicylsäure - peroral- Hinweise zur Indikation
- in der Regel nicht geeignet für Notfallsituationen; Anwendung ist auf die Sekundärprävention mit längerfristiger Behandlung beschränkt
- nicht geeignet für die Anwendung als Antirheumatikum, Analgetikum oder Antipyretikum (auf Grund des Wirkstoffgehaltes)
- Acetylsalicylsäure-haltige Arzneimittel sollen längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes angewendet werden
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung (Anwendung mit Vorsicht) erforderlich
- bei Überempfindlichkeit gegen andere Analgetika/Antiphlogistika/Antirheumatika oder gegen andere allergene Stoffe
- bei der gleichzeitigen Einnahme von einigen nichtsteroidalen Antirheumatika (NSARs), z.B. Ibuprofen und Naproxen
- diese können den plättchenhemmenden Effekt der Acetylsalicylsäure abschwächen
- Patienten sollte angeraten werden, mit Ihrem Arzt zu sprechen, falls sie Acetylsalicylsäure einnehmen und vorhaben NSARs einzunehmen
- bei Bestehen von anderen Allergien (z.B. mit Hautreaktionen, Juckreiz, Nesselfieber)
- bei Asthma bronchiale, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen) oder chronischen Atemwegserkrankungen
- bei gleichzeitiger Therapie mit Antikoagulantien
- bei Magen- oder Darm-Geschwüren oder Magen-Darm-Blutungen in der Anamnese
- bei Patienten mit hämorrhagischen Episoden in der Vorgeschichte
- bei unkontrollierter Hypertonie
- bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
- bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder mit verminderter kardiovaskulärer Durchblutung (z.B. renale Gefäßerkrankung, kongestive Herzinsuffizienz, Volumenverlust, größere Operationen, Sepsis oder schwere Blutungsereignisse)
- Acetylsalicylsäure kann das Risiko einer Nierenfunktionsstörung und eines akuten Nierenversagens weiter erhöhen
- vor Operationen (auch bei kleineren Eingriffen wie z.B. Zahnextraktionen)
- es kann zu verstärkter Blutungsneigung kommen
- eine vorübergehende Unterbrechung der Behandlung kann erforderlich sein
- bei Patienten mit (schwerem) Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel
- Acetylsalicylsäure kann eine Hämolyse oder eine hämolytische Anämie induzieren
- Risiko einer Hämolyse kann durch Faktoren wie z.B. hohe Dosierung, Fieber oder akute Infektionen erhöht werden
- Gichtanfall
- Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung
- bei entsprechend gefährdeten Patienten unter Umständen Auslösen eines Gichtanfalls
- Blutungsrisiko
- erhöhtes Blutungsrisiko und eine verlängerte Blutungszeit, insbesondere während oder nach operativen Eingriffen (sogar bei kleineren Eingriffen wie z.B. Zahnextraktionen)
- Anwendung mit Vorsicht vor chirurgischen Eingriffen, einschließlich Zahnextraktionen
- zeitweiliges Absetzen der Behandlung kann erforderlich sein
- Patienten sollen ihrem Arzt jegliche ungewöhnlichen Blutungssymptome melden
- Behandlung sollte abgesetzt werden, wenn gastrointestinale Blutungen oder Ulcera auftreten
- gleichzeitige Behandlung mit anderen Medikamenten, die die Hämostase verändern (d.h. Antikoagulantien, thrombolytische Arzneimittel und andere Thrombozytenaggregationshemmer, entzündungshemmende Medikamente und selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer)
- nicht empfohlen, außer bei strenger Indikation, da sie das Blutungsrisiko erhöhen können
- wenn eine Kombination unvermeidlich ist, genaue Beobachtung der Anzeichen für eine Blutung empfohlen
- Menorrhagie
- Acetylsalicylsäure während der Menorrhagie nicht empfohlen, da es die Menstruationsblutung verstärken kann
- Patienten mit mäßig beeinträchtigter Nieren- oder Leberfunktion oder dehydrierte Patienten
- Anwendung nur mit Vorsicht, da die Anwendung nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR) zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen kann
- bei Patienten mit leichter bis mäßiger Leberinsuffizienz soll regelmäßig ein Leberfunktionstest durchgeführt werden
- kontraindiziert bei starker Beeinträchtigung
- Bronchospasmus, Asthmaanfälle, andere Überempfindlichkeitsreaktionen
- Acetylsalicylsäure kann Bronchospasmus, Asthmaanfälle oder andere Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen
- Risikofaktoren sind
- bestehendes Asthma
- Heuschnupfen
- Nasenpolypen
- chronische Atemwegserkrankungen
- allergische Reaktionen auch auf andere Stoffe (z.B. Hautreaktionen, Juckreiz oder Nesselfieber)
- Risikofaktoren sind
- Acetylsalicylsäure darf nicht bei Patienten angewendet werden mit Asthma in der Vorgeschichte verursacht durch Salicylate oder NSAR
- Acetylsalicylsäure kann Bronchospasmus, Asthmaanfälle oder andere Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen
- schwere Hautreaktionen
- schwere Hautreaktionen einschließlich des Stevens-Johnson-Syndroms selten in Verbindung mit der Anwendung von Acetylsalicylsäure berichtet
- Acetylsalicylsäure sollte beim Auftreten der ersten Anzeichen von Hautausschlägen, Schleimhautdefekten oder sonstigen Überempfindlichkeitsreaktionen abgesetzt werden
- Vorsicht bei Patienten, die Begleitmedikamente einnehmen wie orale Corticosteroide, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer und Deferasirox
- Risiko von Ulcera kannt erhöht sein
- Diabetiker
- Einnahme einer Überdosis von Acetylsalicylsäure kann das Risiko einer hypoglykämischen Wirkung mit Sulfonylharnstoffen und Insulin verstärken
- ältere Patienten
- sind besonders anfällig für die Nebenwirkungen von NSAR einschließlich Acetylsalicylsäure, insbesondere für gastrointestinale Blutungen und Perforationen, die tödlich sein können
- bei länger andauernder Therapie sollen Patienten regelmäßig untersucht werden
- Kinder und Jugendliche
- Acetylsalicylsäure soll bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen nur auf ärztliche Anweisung und nur dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken
- Reye-Syndrom
- Acetylsalicylsäure kann bei manchen Kindern zur Entstehung des Reye-Syndroms beitragen
- das Reye-Syndrom ist eine sehr seltene Krankheit, die das Gehirn und die Leber angreift und tödlich sein kann
- sollte es bei diesen Erkrankungen bzw. bei der Einnahme von Acetylsalicylsäure zu Verhaltensänderungen mit Übelkeit und (lang anhaltendem) Erbrechen kommen, so kann dies ein Zeichen des Reye-Syndroms, einer sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Krankheit sein, die unbedingt sofortiger ärztlicher Behandlung bedarf
- Acetylsalicylsäure kann bei manchen Kindern zur Entstehung des Reye-Syndroms beitragen
- Reye-Syndrom
- nicht empfohlen für die Behandlung von Jugendlichen < 16 Jahren, es sei denn die zu erwartenden Vorteile überwiegen die Risiken
- Acetylsalicylsäure soll bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen nur auf ärztliche Anweisung und nur dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Acetylsalicylsäure - peroral- kontraindiziert im 3. Trimenon der Schwangerschaft bei Dosierungen > 100 mg Acetylsalicylsäure / Tag
- 3. Trimenon
- während des 3. Trimenons können alle Prostaglandin-Synthese-Hemmer
- den Fetus folgenden Risiken aussetzen
- kardiopulmonale Toxizität (mit vorzeitiger Verengung/vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler Hypertonie)
- Nierenfunktionsstörung
- die Mutter und das Kind am Ende der Schwangerschaft folgenden Risiken aussetzen:
- mögliche Verlängerung der Blutungszeit, ein thrombozytenaggregationshemmender Effekt, der selbst bei sehr niedrigen Dosierungen auftreten kann
- Hemmung von Uteruskontraktionen, die zu verzögerten Wehen oder einem verlängerten Geburtsvorgang führen kann
- den Fetus folgenden Risiken aussetzen
- Dosen bis einschließlich 100 mg/Tag dürfen im 3. Trimenon nur unter strenger geburtshilflicher Überwachung angewendet werden
- während des 3. Trimenons können alle Prostaglandin-Synthese-Hemmer
- 1. und 2. Trimenon
- während des 1. und 2. Trimenons sollte Acetylsalicylsäure nicht gegeben werden, es sei denn, dies ist unbedingt notwendig
- ab der 20. Schwangerschaftswoche kann die Anwendung ein durch eine fötale Nierenfunktionsstörung ausgelöstes Oligohydramnion verursachen
- kann kurz nach Beginn der Behandlung auftreten und ist in der Regel nach Absetzen der Behandlung reversibel
- Fälle berichtet, bei denen nach der Behandlung im 2. Trimenon eine Verengung des Ductus arteriosus auftrat, wobei sich diese in den meisten Fällen nach dem Absetzen der Behandlung zurückgebildet hat
- wenn Acetylsalicylsäure von Frauen angewendet wird, die versuchen schwanger zu werden oder sich im 1. und 2. Trimenon befinden
- Dosis sollte so niedrig wie möglich und Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden
- nach einer mehrtägigen Einnahme ab der 20. Schwangerschaftswoche sollte eine pränatale Überwachung hinsichtlich eines Oligohydramnions und einer Verengung des Ductus arteriosus in Betracht gezogen werden
- Acetylsalicylsäure sollte abgesetzt werden, wenn ein Oligohydramnion oder eine Verengung des Ductus arteriosus festgestellt wird
- niedrige Dosierungen bis einschließlich 100 mg Acetylsalicylsäure / Tag
- klinische Studien deuten darauf hin, dass Dosierungen bis zu 100 mg / Tag zur eingeschränkten Anwendung in der Geburtshilfe, die eine spezielle Überwachung erfordert, sicher erscheinen
- Dosen über 100 mg / Tag und bis zu 500 mg / Tag
- es liegen keine ausreichenden klinischen Erfahrungen für die Anwendung von Dosierungen über 100 mg/Tag bis zu 500 mg/Tag vor
- daher gelten die Empfehlungen für Dosen von 500 mg/Tag und darüber auch für diesen Dosisbereich
- Dosierungen >= 500 mg / Tag
- Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryonale/fetale Entwicklung negativ beeinflussen
- Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandin-Synthese-Hemmers in der Frühschwangerschaft hin
- das absolute Risiko für kardiovaskuläre Missbildungen hat sich von weniger als 1 % auf bis zu ca. 1,5 % erhöht
- Annahme, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt
- analgetisch wirkende Acetylsalicylsäure-Dosierungen können bei der Einnahme im letzten Trimenon der Schwangerschaft durch eine Hemmung der Prostaglandinsynthese zu einer Verlängerung der Gestationsdauer, führen
- in diesen Dosierungen ist außerdem mit einer erhöhten Blutungsneigung bei Mutter und Kind sowie bei einer Einnahme kurz vor der Geburt vermehrt mit intracranialen Blutungen bei Frühgeborenen zu rechnen
- tierexperimentelle Studien
- bei Tieren hat die Anwendung eines Prostaglandin-Synthese-Hemmers gezeigt, dass es zu erhöhtem Prä- und Postimplantationsverlust und erhöhter embryofetaler Sterblichkeit kommt
- bei Tieren, die während der organogenetischen Periode Prostaglandin-Synthese-Hemmer erhielten, gehäuftes Auftreten unterschiedlicher Missbildungen, einschließlich kardiovaskulärer Missbildungen, berichtet
- Fertilität
- gibt einige Hinweise auf eine mögliche Auswirkung auf die weibliche Fertilität durch eine Beeinflussung des Eisprungs durch Arzneimittel, welche die Cyclooxygenase/Prostaglandinsynthese inhibieren
- dieser Effekt ist nach Beendigung der Behandlung reversibel
- gibt einige Hinweise auf eine mögliche Auswirkung auf die weibliche Fertilität durch eine Beeinflussung des Eisprungs durch Arzneimittel, welche die Cyclooxygenase/Prostaglandinsynthese inhibieren
Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Acetylsalicylsäure - peroral- Empfehlungen abhängig von Dosis und Anwendungsdauer
- bei Einnahmen höherer Dosen (> 150 mg Acetylsalicylsäure / Tag) und/oder bei Anwendung über einen längeren Zeitraum sollte abgestillt werden
- bei Anwendung einer Tagesdosis bis zu 150 mg Acetylsalicylsäure und kurzzeitiger Anwendung ist eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich, da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind
- Acetylsalicylsäure/Salicylate und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
- Die Wirkung der nachfolgend genannten Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit diesem Präparat beeinflusst werden.
- Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko:
- Blutgerinnungshemmende (z. B. Cumarin, Heparin) und Blutgerinnsel auflösende Arzneimittel:
- Acetylsalicylsäure kann das Blutungsrisiko erhöhen, wenn es vor einer Blutgerinnsel auflösenden Behandlung eingenommen wurde. Daher müssen Sie, wenn bei Ihnen eine solche Behandlung durchgeführt werden soll, auf Zeichen äußerer oder innerer Blutung (z. B. blaue Flecken) aufmerksam achten.
- Andere Thrombozytenaggregationshemmer (Arzneimittel, die das Zusammenhaften und Verklumpen von Blutplättchen hemmen), z. B. Ticlopidin, Clopidogrel: erhöhtes Risiko für Blutungen.
- Arzneimittel, die Kortison oder kortisonähnliche Substanzen enthalten (mit Ausnahme von Produkten, die auf die Haut aufgetragen werden oder bei der Kortisonersatztherapie bei Morbus Addison): erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich.
- Alkohol: das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und -Blutungen ist erhöht.
- Andere schmerz- und entzündungshemmende Arzneimittel (nichtsteroidale Analgetika / Antiphlogistika) und andere Arzneimittel gegen Rheuma allgemein: erhöhtes Risiko für Blutungen und Geschwüre im Magen-Darm-Bereich.
- Blutzuckersenkende Arzneimittel (Antidiabetika): der Blutzuckerspiegel kann sinken.
- Digoxin (Arzneimittel zur Stärkung der Herzkraft).
- Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen bzw. von bestimmten rheumatischen Erkrankungen).
- Valproinsäure (Mittel zur Behandlung von Krampfanfällen des Gehirns [Epilepsie]).
- Selektive-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen): das Risiko für Blutungen im Magen-Darm-Bereich steigt.
- Blutgerinnungshemmende (z. B. Cumarin, Heparin) und Blutgerinnsel auflösende Arzneimittel:
- Abschwächung der Wirkung:
- Spezielle Arzneimittel, die eine vermehrte Harnausscheidung bewirken (Diuretika: sogenannte Aldosteronantagonisten wie z. B. Spironolacton und Canrenoat; Schleifendiuretika, z. B. Furosemid).
- Bestimmte blutdrucksenkende Arzneimittel (insbesondere ACE-Hemmer).
- Harnsäureausscheidende Arzneimittel gegen Gicht (z. B. Probenecid, Benzbromaron).
- Metamizol (Arzneimittel gegen starke Schmerzen) kann die Wirkung von Acetylsalicylsäure auf die Blutplättchen verringern.
- Daher ist bei gleichzeitiger Anwendung von Metamizol und diesem Präparat Vorsicht geboten.
- Vor der Anwendung von Acetylsalicylsäure teilen Sie bitte Ihrem Arzt mit, welche anderen Medikamente Sie bereits nehmen. Wenn Sie Acetylsalicylsäure regelmäßig anwenden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie ein weiteres Arzneimittel nehmen.
- Dies gilt auch für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel.
- Das Arzneimittel sollte daher nicht zusammen mit einem der oben genannten Stoffe angewendet werden, ohne dass der Arzt ausdrücklich die Anweisung gegeben hat.
- Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
- Bitte beachten Sie, dass Acetylsalicylsäure nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden sollte.
Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben schwerwiegend Methotrexat / Salicylate
Urikosurika / Acetylsalicylsäure
Lebend-Impfstoffe / Salicylate
Thrombozytenaggregationshemmer / Proteolytische Enzyme
Antithrombotika / Blutegel
Antikoagulanzien / Aviptadil und Phentolamin
Anagrelid / Acetylsalicylsäure
mittelschwer Stoffe, gerinnungshemmende / Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
an Aktivkohle adsorbierbare Stoffe / Aktivkohle
Salicylate, niedrig dosiert / Antirheumatika, nicht-steroidale, systemisch
Acetylsalicylsäure / Corticosteroide
Valproinsäure / Acetylsalicylsäure
Thrombozytenaggregationshemmer / Argatroban
Faktor Xa-Inhibitoren, orale / Thrombozytenaggregationshemmer
Plasminogen-Aktivatoren / Thrombozytenaggregationshemmer
Antikoagulanzien / Asparaginase
Salicylate / Cilostazol
Stoffe, die antithrombotisch bzw. fibrinolytisch wirken / Defibrotid
Nintedanib / Antikoagulanzien
Antikoagulanzien / Pegaspargase
Acetylsalicylsäure, niedrig dosiert / Metamizol
Caplacizumab / Antikoagulanzien
Inotersen / Antikoagulanzien
Macimorelin / COX-Hemmer
Avapritinib / Antikoagulanzien
Salicylate, niedrig dosiert / (Dex-)Ibuprofen
Pirtobrutinib / Antikoagulanzien, Thrombozytenaggregationshemmer
Antikoagulanzien, orale / Aztreonam
Antikoagulanzien / Zanubrutinib
geringfügig Acetylsalicylsäure / Antazida
Acetylsalicylsäure / Ethanol
Salicylate / Ginkgo biloba
Vitamin-K-Antagonisten / Acetylsalicylsäure, niedrig dosiert
Thrombozytenaggregationshemmer / Proteasen
Antikoagulanzien / Teriflunomid
Thrombozytenaggregationshemmer / Ibrutinib
Alprostadil / Antikoagulanzien
Volanesorsen / Antirheumatika, nicht-steroidale
Volanesorsen / Antikoagulanzien
Stoffe, die antithrombotisch bzw. fibrinolytisch wirken / Tranexamsäure
Dabigatran / Thrombozytenaggregationshemmer
Thrombozytenaggregationshemmer / Acetylsalicylsäure, niedrig dosiert
Tiratricol / Stoffe, die die Plasmaproteinbindung beeinträchtigen
Donanemab / Thrombozytenaggregationshemmer
Antithrombotika / Remibrutinib
Tovorafenib / Antikoagulanzien, Thrombozytenaggregationshemmer
unbedeutend Phenytoin / Acetylsalicylsäure
Salicylate / Kontrazeptiva, orale
Heparine / Thrombozytenaggregationshemmer
Salicylate, niedrig dosiert / Antirheumatika, nicht-steroidale, extern
Stoffe, gerinnungshemmende / Rosskastaniensamen
Schleifendiuretika / Acetylsalicylsäure, niedrig dosiertWarnhinweise
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Schwangerschaft
- Wird bei Ihnen während der Einnahme eine Schwangerschaft festgestellt, benachrichtigen Sie bitte umgehend Ihren Arzt.
- Im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel dürfen Sie dieses Präparat nur auf Anordnung Ihres Arztes einnehmen.
- In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft dürfen Sie Acetylsalicylsäure, den Wirkstoff des Arzneimittels wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind vor und während der Geburt nicht in einer Dosierung von mehr als 150 mg pro Tag einnehmen. Acetylsalicylsäure bis zu 150 mg pro Tag dürfen Sie im letzten Schwangerschaftsdrittel nur auf Anordnung Ihres Arztes einnehmen.
- Stillzeit
- Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei Anwendung einer Tagesdosis von bis zu 150 mg eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein. Bei Einnahmen höherer Dosen (über 150 mg Tagesdosis) sollte abgestillt werden.
Einnahme vor dem Essen.
Mit Flüssigkeit einnehmen.Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit ist nicht empfohlen.Dosierungsanleitung
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Dosierung:
- Die empfohlene Dosis beträgt:
- Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
- Bei instabiler Angina pectoris (Herzschmerzen aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen)
- Es wird eine Tagesdosis von 1 magensaftresistente Tablette (entsprechend 100 mg Acetylsalicylsäure pro Tag) empfohlen.
- Bei akutem Herzinfarkt
- Es wird eine Tagesdosis von 1 magensaftresistente Tablette (entsprechend 100 mg Acetylsalicylsäure pro Tag) empfohlen.
- Zur Vorbeugung eines weiteren Herzinfarktes nach erstem Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe)
- Es wird eine Tagesdosis von 3 magensaftresistenten Tabletten (entsprechend 300 mg Acetylsalicylsäure pro Tag) empfohlen.
- Nach Operationen oder anderen Eingriffen an arteriellen Blutgefäßen (nach arteriellen gefäßchirurgischen oder interventionellen Eingriffen; z. B. nach ACVB; bei PTCA)
- Es wird eine Tagesdosis von 1 magensaftresistenten Tablette (entsprechend 100 mg Acetylsalicylsäure pro Tag) empfohlen.
- Der günstigste Zeitpunkt für den Beginn der Behandlung mit diesem Präparat nach aortokoronarem Venen-Bypass (ACVB) scheint 24 Stunden nach der Operation zu sein.
- Zur Vorbeugung von vorübergehender Mangeldurchblutung im Gehirn (TIA) und Hirninfarkten, nachdem Vorläuferstadien aufgetreten sind
- Es wird eine Tagesdosis von 1 magensaftresistenten Tablette (entsprechend 100 mg Acetylsalicylsäure pro Tag) empfohlen.
- Bei instabiler Angina pectoris (Herzschmerzen aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen)
- Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
- Die empfohlene Dosis beträgt:
- Dauer der Anwendung
- Dieses Präparat ist zur längerfristigen Anwendung vorgesehen. Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Schwindel und Ohrklingen können, insbesondere bei Kindern und älteren Patienten, Zeichen einer ernsthaften Vergiftung sein.
- Bei Verdacht auf eine Überdosierung benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren Arzt.
- Dieser kann entsprechend der Schwere einer Überdosierung/Vergiftung über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden.
- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern führen Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben bzw. vom Arzt verordnet, fort.
- Wenn Sie die Einnahme abbrechen
- Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt abgesprochen zu haben.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung- Sekundärprävention von Myokardinfarkten; Vorbeugung kardiovaskulärer Morbidität bei Patienten, die an stabiler Angina pectoris leiden; instabile Angina pectoris in der Vorgeschichte, außer während der akuten Phase; Vorbeugung eines Transplantatverschlusses nach Koronararterien-Bypass-Operation (CABG); Koronarangioplastie, außer während der akuten Phase
- 75 - 160 mg Acetylsalicylsäure 1mal / Tag
- Sekundärprävention von transitorischen ischämischen Attacken (TIA) und ischämischen Hirninfarkten, vorausgesetzt Hirnblutungen wurden ausgeschlossen
- 75 - 325 mg Acetylsalicylsäure 1mal / Tag
- Anwendung höherer Dosen nur nach ärztlicher Anweisung
- max. Tagesdosis: 325 mg Acetylsalicylsäure
- nationale und örtliche Behandlungsrichtlinien berücksichtigen
- Dauer der Anwendung
- Langzeittherapie mit der niedrigsten möglichen Dosis
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- Anwendung mit Vorsicht (ältere Patienten für Nebenwirkungen anfälliger)
- Patienten ohne schwere Nieren- oder Leberinsuffizienz
- übliche Dosis für Erwachsene empfohlen
- Behandlung in regelmäßigen Abständen überprüfen
- Kinder und Jugendliche (< 16 Jahre)
- keine Anwendung, außer auf ärztlichen Rat hin, wenn die Vorteile die Risiken überwiegen
- schwere Leber- / Nierenfunktionsstörungen
- kontraindiziert
Nebenwirkungen
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
- Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
- Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
- Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
- Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
- Nicht bekannt: Häufigkeit aufgrund der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
- Verdauungstrakt:
- Häufig:
- Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfälle.
- Geringfügige Blutverluste aus dem Magen-Darm-Bereich (Mikroblutungen).
- Gelegentlich:
- Magen- oder Darmblutungen. Nach längerer Anwendung kann eine Blutarmut (Eisenmangelanämie) durch verborgene Blutverluste aus dem Magen- oder Darmbereich auftreten.
- Magen- oder Darmgeschwüre, die sehr selten zum Durchbruch führen können.
- Magen-Darm-Entzündungen.
- Bei Auftreten von schwarzem Stuhl oder blutigem Erbrechen (Zeichen einer schweren Magenblutung) müssen Sie sofort Ihren Arzt benachrichtigen (siehe auch Abschnitt „Gegenmaßnahmen").
- Häufig:
- Haut:
- Gelegentlich:
- Hautreaktionen (sehr selten bis hin zu schweren fieberhaft verlaufenden Hautausschlägen mit Schleimhautbeteiligung (Erythema exsudativum multiforme)).
- Gelegentlich:
- Überempfindlichkeitsreaktionen:
- Selten:
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, der Atemwege, des Magen-Darm-Bereiches und des Herz-Kreislaufsystems, vor allem bei Asthmatikern. Folgende Krankheitsmerkmale können auftreten:
- z. B. Blutdruckabfall, Anfälle von Atemnot, Entzündungen der Nasenschleimhaut, verstopfte Nase, allergischer Schock, Schwellungen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf (Quincke-Ödem).
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, der Atemwege, des Magen-Darm-Bereiches und des Herz-Kreislaufsystems, vor allem bei Asthmatikern. Folgende Krankheitsmerkmale können auftreten:
- Selten:
- Nervensystem:
- Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrtheit, gestörtes Hörvermögen oder Ohrensausen (Tinnitus) können Anzeichen einer Überdosierung sein.
- Blut:
- Selten bis sehr selten sind auch schwerwiegende Blutungen wie z. B. Hirnblutungen, besonders bei Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit Antikoagulantien (blutgerinnungshemmende Arzneimittel) berichtet worden, die in Einzelfällen möglicherweise lebensbedrohlich sein können.
- Beschleunigter Abbau bzw. Zerfall der roten Blutkörperchen und eine bestimmte Form der Blutarmut bei Patienten mit schwerem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel.
- Blutungen wie z. B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Hautblutungen oder Blutungen der Harn ableitenden Wege und der Geschlechtsorgane mit einer möglichen Verlängerung der Blutungszeit. Diese Wirkung kann über 4 bis 8 Tage nach der Einnahme anhalten.
- Leber:
- Sehr selten: Erhöhungen der Leberwerte.
- Nieren:
- Sehr selten: Nierenfunktionsstörungen und akutes Nierenversagen.
- Stoffwechsel:
- Sehr selten:
- Verminderung der Blutzuckerwerte (Hypoglykämie).
- Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei hierfür gefährdeten Patienten kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.
- Sehr selten:
- Gegenmaßnahmen
- Wenn Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, sollten Sie dieses Präparat nicht nochmals einnehmen.
- Benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen entscheiden kann.
- Bei den ersten Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf dieses Präparat nicht nochmals eingenommen werden.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Acetylsalicylsäure - peroral- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Blutungsneigung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- schwerwiegende Blutungen wie z.B. cerebrale Blutungen
- in Einzelfällen möglicherweise lebensbedrohlich
- besonders bei Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und / oder gleichzeitiger Behandlung mit Antikoagulantien
- Hämolyse und hämolytische Anämie (bei Patienten mit schwerem Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel berichtet)
- Blutungen, z.B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Hautblutungen oder Blutungen des Urogenitaltraktes mit einer möglichen Verlängerung der Blutungszeit
- Symptome können über 4 - 8 Tage nach Absetzen der Acetylsalicylsäure anhalten
- erhöhtes Blutungsrisiko bei chirurgischen Eingriffen
- Thrombozytopenie
- Agranulozytose
- aplastische Anämie
- schwerwiegende Blutungen wie z.B. cerebrale Blutungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- bestehende Hämatemesis, Meläna oder okkulte gastrointestinale Blutungen, die zu Eisenmangel-Anämie führen können (häufiger unter höherer Dosierung)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, des Respirationstrakts, des Gastrointestinaltrakts und des kardiovaskulären Systems (v.a. bei Asthmatikern)
- mögliche Symptome können u.a. sein: Blutdruckabfall, Anfälle von Atemnot, Rhinitis, verstopfte Nase, anaphylaktische Reaktionen einschließlich Schock, Quincke-Ödem, Angioödeme, allergische Ödeme
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, des Respirationstrakts, des Gastrointestinaltrakts und des kardiovaskulären Systems (v.a. bei Asthmatikern)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hypoglykämie
- Hyperurikämie, Auslösen eines Gichtanfalls
- Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung; kann bei hierfür gefährdeten Patienten unter Umständen einen Gichtanfall auslösen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- intrakranielle Blutung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Kopfschmerzen (Anzeichen einer Überdosierung)
- Schwindel, Schwindelgefühl (Anzeichen einer Überdosierung)
- mentale Verwirrung (Anzeichen einer Überdosierung)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- ohne Häufigkeitsangabe
- gestörtes Hörvermögen, verminderte Hörfähigkeit (Anzeichen einer Überdosierung)
- Ohrensausen/Tinnitus (Anzeichen einer Überdosierung)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- hämorrhagische Vaskulitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Rhinitis
- Dyspnoe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bronchospasmus
- Asthmaanfälle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfälle
- geringfügige Blutverluste aus dem Gastointestinaltrakt (Mikroblutungen)
- Dyspepsie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- gastrointestinale Ulcera, die sehr selten zur Perforation führen können
- gastrointestinale Entzündungen
- gastrointestinale Blutungen
- bei Auftreten von schwarzem Stuhl oder blutigem Erbrechen (Zeichen einer schweren Magenblutung) sofort Arzt benachrichtigen
- nach längerer Anwendung kann eine Eisenmangelanämie durch verborgene Blutverluste aus dem Gastrointestinaltrakt auftreten
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- schwere gastrointestinale Blutungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei Vorschädigungen der Darmschleimhaut: Ausbildung multipler Membranen im Darmlumen mit potentiell nachfolgender Stenosierung möglich
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Reye-Syndrom
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erhöhungen der Leberwerte/Leberenzyme
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leberinsuffizienz
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautreaktionen (sehr selten bis hin zu Erythema exsudativum multiforme)
- Urtikaria
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Lyell-Syndrom
- Purpura
- Erythema nodosum
- Erythema multiforme
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Nierenfunktionsstörungen
- akutes Nierenversagen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Menorrhagie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
-
Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels
Stoffname Stoffmenge Stofftyp Acetylsalicylsäure 100 mg Wirkstoff Cellulose, mikrokristallin + Hilfsstoff Eudragit L 30 D-55 + Hilfsstoff Kartoffelstärke + Hilfsstoff Lactose 1-Wasser 60 mg Hilfsstoff Natrium dodecylsulfat + Hilfsstoff Polysorbat 80 + Hilfsstoff Silicium dioxid, hochdispers + Hilfsstoff Talkum + Hilfsstoff Triacetin + Hilfsstoff Anmelden / Registrieren
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