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Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
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Allgemeine Produktinformationen
- Intravenöse Dauerinfusion
- Bei Patienten, bei welchen eine Volumenbelastung unerwünscht bzw. kontraindiziert ist, kann das Präparat ohne zusätzliche Gabe einer Koinfusionslösung zentralvenös über einen Katheter appliziert werden. Das Arzneimittel wird als intravenöse Dauerinfusion im Bypass mit einer Infusionspumpe über einen zentralen Katheter verabreicht. Die Leitungen werden über einen Dreiwegehahn miteinander verbunden.
- Das Präparat darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt oder Infusionsbeuteln oder -flaschen zugegeben werden.
- Für mehr Informationen, s. Gebrauchsinformation.
- Es ist zu empfehlen, das Arzneimittel auch während einer Narkose, Operation oder Angiographie (Röntgendarstellung der Gefäße) weiter zu verabreichen.
Anwendungsgebiete
- Das Arzneimittel enthält den Wirkstoff Nimodipin. Das Präparat ist ein Arzneimittel, das den Folgen der Gefäßverkrampfungen nach Gehirnblutungen entgegenwirkt (Zerebraltherapeutikum; Calciumkanalblocker).
- Das Arzneimittel wird angewendet zur Vorbeugung und Behandlung ischämischer neurologischer Defizite infolge zerebraler Vasospasmen nach aneurysmatisch bedingter Subarachnoidalblutung.
- Erläuterung: Als Folge von Gehirnblutungen können sich Blutgefäße verkrampfen. Dies kann zu einer Mangeldurchblutung der betroffenen Bezirke des Gehirns und somit zu Schädigungen des Nervensystems führen. Das Arzneimittel wird eingesetzt, um solchen Schädigungen vorzubeugen bzw. sie zu behandeln.
Indikation- Vorbeugung und Behandlung ischämischer neurologischer Defizite infolge zerebraler Vasospasmen nach aneurysmatisch bedingter Subarachnoidalblutung (aSAH)
Art der Anwendung- intrazisternale Instillation
- während eines operativen Eingriffs
- Anwendung: frisch zubereitete, verdünnte, körperwarme Infusionslösung (Verdünnung mit Ringer-Lösung)
- i.v.-Dauerinfusion
- falls Volumenbelastung unerwünscht bzw. kontraindiziert: zentralvenöse Applikation über Katheter ohne zusätzliche Gabe einer Koinfusionslösung
- ansonsten im Bypass mit einer Infusionspumpe über zentralen Katheter; Verbindung der Leitungen über einen Dreiwegehahn
- Verhältnis Nimodipin-Infusionslösung zu Koinfusionslösung: 1:4
- geeignete Koinfusionslösungen:
- Glucose 5%
- physiologische Kochsalzlösung
- Ringer-Laktat
- Ringer-Laktat mit Magnesium
- Dextran 40-Lösungen
- Poly(O-2-hydroxyethyl)stärke 6%
- Human-Albumin 5%
- Blut
- Mannitol (bis zu 24 Stunden)
- Infusionslösung nicht mit anderen Arzneimitteln mischen oder Infusionsbeuteln / -flaschen zugeben
- Infusionslösung vor direktem Sonnenlicht schützen; bei diffusem Tageslicht oder Kunstlicht ist Infusionslösung ohne besondere Schutzmaßnahmen bis zu 10 Stunden einsetzbar
- nur Infusionspumpen mit Infusionsleitungen aus Polyethylen (PE) verwenden (Absorption des Wirkstoffs von Polyvinylchlorid (PVC))
- Infusionslösung auch während Narkose, Operation und Angiographie verabreichen
Gegenanzeigen
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Nimodipin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Nimodipin - invasiv- Überempfindlichkeit gegen Nimodipin
Vorsichtsmaßnahmen
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.
- Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich:
- bei erhöhtem Wassergehalt des Gehirngewebes (generalisiertem Hirnödem)
- bei stärker erhöhtem Hirndruck
- bei niedrigem Blutdruck (systolischer Blutdruck unter 100mmHg)
- Bei Patienten mit instabiler Angina pectoris oder innerhalb der ersten vier Wochen nach einem akuten Herzinfarkt sollte der behandelnde Arzt das potentielle Risiko (z.B. reduzierte Durchblutung der Koronararterie und myokardiale Ischämie) gegen den Nutzen (z.B. Verbesserung der Hirndurchblutung) abwägen.
- Das Arzneimittel soll bei notwendiger Kombination mit blutdrucksenkenden Arzneimittelnnur unter besonders sorgfältiger ärztlicher Überwachung angewendet werden.
- Bei eingeschränkter Nierenfunktion oder in Kombination mit potentiell nierenschädigenden Arzneimitteln kann sich bei Anwendung des Arzneimittels die Nierenfunktion verschlechtern. Eine sorgfältige Überwachung der Nierenfunktion ist in solchen Fällen angezeigt; bei Verschlechterung der Nierenfunktion sollte ein Abbruch der Behandlung vom Arzt in Erwägung gezogen werden
- Kinder und Jugendliche
- Die Sicherheit und Wirksamkeit des Präparats bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Da zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen noch keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen,ist diese Altersgruppe bislang nicht für eine Therapie mit Nimodipin vorgesehen.
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Prinzipiell kann das Arzneimittel in Verbindung mit dem möglichen Auftreten von Schwindel die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Nimodipin - invasiv- bei Zunahme des intrakranialen Druckes oder bei erhöhtem Wassergehalt im Hirngewebe (generalisiertes Hirnödem)
- engmaschige Überwachung empfohlen, obwohl Anwendung von Nimodipin nicht mit einer Zunahme des intrakranialen Druckes verbunden ist
- Patienten mit niedrigem Blutdruck (systolischer Blutdruck < 100 mm Hg)
- Vorsicht bei der Anwendung
- Angina pectoris
- bei Patienten mit instabiler Angina pectoris oder innerhalb der ersten vier Wochen nach einem akuten Herzinfarkt sollten Ärzte das potentielle Risiko (z.B. einer reduzierten Durchblutung der Koronararterie und myokardialen Ischämie) gegen den Nutzen (z.B. Verbesserung der Hirndurchblutung) abwägen
- Nimodipin Infusionslösung soll bei notwendiger Kombination mit Antihypertensiva nur unter besonders sorgfältiger Überwachung angewendet werden
- Nierenfunktion
- bei gleichzeitiger Behandlung mit potentiell nephrotoxischen Arzneimitteln (z.B. Aminoglykoside, Cephalosporine, Furosemid) sowie bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann sich die Nierenfunktion verschlechtern
- sorgfältige Überwachung der Nierenfunktion ist in solchen Fällen angezeigt
- bei Verschlechterung der Nierenfunktion Abbruch der Behandlung erwägen
- bei gleichzeitiger Behandlung mit potentiell nephrotoxischen Arzneimitteln (z.B. Aminoglykoside, Cephalosporine, Furosemid) sowie bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann sich die Nierenfunktion verschlechtern
- Lichtempfindlichkeit
- Nimodipin ist in gewissem Grade lichtempfindlich: Anwendung bei direktem Sonnenlicht vermeiden werden
- bei Anwendung in diffusem Tageslicht oder Kunstlicht ist Nimodipin jedoch ohne besondere Schutzmaßnahme bis zu 10 Stunden einsetzbar
- sollte eine längere Lichtexposition nicht zu vermeiden sein, sind geeignete Vorkehrungen zu treffen (z.B. Schutz von Infusionspumpe und -leitungen durch lichtundurchlässige Umhüllungen, Verwendung eingefärbter Infusionsleitungen)
- Arzneimittel kann Alkohol enthalten
- Vorsicht bei Alkoholkranken, beeinträchtigtem Alkoholabbau, während Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern und Hochrisikogruppen wie Patienten mit Lebererkrankungen oder Epilepsie
- Wirkung anderer Arzneimittel kann beeinträchtigt oder verstärkt werden
- im Straßenverkehr und bei der Bedienung von Maschinen kann das Reaktionsvermögen beeinträchtigt werden
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- da zur Anwendung noch keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen, ist diese Altersgruppe bislang nicht für eine Therapie mit Nimodipin vorgesehen
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Nimodipin - invasiv- keine Erfahrungen aus geeigneten und kontrollierten klinischen Studien mit Schwangeren
- wenn Nimodipin während der Schwangerschaft angewendet werden soll, müssen Nutzen und mögliche Risiken entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes gegeneinander abgewogen werden
- Fertilität
- bei der in-vitro-Fertilisation wurden Calciumantagonisten in einzelnen Fällen mit reversiblen biochemischen Veränderungen der Spermienköpfe in Verbindung gebracht, was zu einer eingeschränkten Funktion der Spermien führen könnte
- nicht bekannt, inwieweit dieser Befund bei einer kurzzeitigen Behandlung von Bedeutung ist
- bei der in-vitro-Fertilisation wurden Calciumantagonisten in einzelnen Fällen mit reversiblen biochemischen Veränderungen der Spermienköpfe in Verbindung gebracht, was zu einer eingeschränkten Funktion der Spermien führen könnte
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Nimodipin - invasiv- Mütter sollten während der Behandlung nicht stillen
- Nimodipin und seine Metaboliten treten in der Muttermilch in Konzentrationen von vergleichbarer Größenordnung wie im Plasma der Mutter auf
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
- Blutdrucksenkende Arzneimittel
- Bei Patienten, die blutdrucksenkende Mittel erhalten, kann das Arzneimittel die blutdrucksenkende Wirkung der begleitend angewendeten Arzneimittel verstärken. Falls sich jedoch die Kombination mit einem dieser Arzneimittel als unvermeidbar erweisen sollte, ist eine besonders sorgfältige Überwachung des Patienten erforderlich.
- Bei gleichzeitiger intravenöser Gabe von Nimodipin mit einem Beta-Rezeptorenblocker besteht die Möglichkeit, dass die Leistungsfähigkeit des Herzmuskels beeinträchtigt wird bis hin zu einer nicht ausgeglichenen Herzleistungsschwäche.
- Antidepressiva (Mittel gegen krankhaft-traurige Verstimmung)
- Eine gleichzeitige Anwendung von Nimodipin und Fluoxetin führt zu einer höheren Konzentration von Nimodipin im Blutplasma. Die Fluoxetin-Konzentration im Blutplasma wird deutlich erniedrigt, während das wirksame Abbauprodukt von Fluoxetin, Norfluoxetin, davon nicht betroffen ist. Die Wirkungen und Nebenwirkungen von Fluoxetin können somit verändert werden. Die gleichzeitige Anwendung von Nimodipin und Nortriptylin führt zu einer leichten Abnahme des Nimodipin-Blutspiegels bei einem unveränderten Nortriptylin-Blutspiegel. Die Wirkungen von Nimodipin können hierdurch abgeschwächt sein.
- Zidovudin (Anti-HIV-Mittel)
- In tierexperimentellen Untersuchungen führte die gleichzeitige intravenöse Gabe von Zidovudin und Nimodipin zu erhöhten Zidovudin-Plasmaspiegeln. Die Nebenwirkungen von Zidovudin können verstärkt auftreten.
- Potentiell nierenschädigende Arzneimittel
- Bei gleichzeitiger Behandlung mit potentiell nierenschädigenden Arzneimitteln (wie z. B. Aminoglykoside oder Cephalosporine [Antibiotika], Furosemid [harnflusssteigerndes Mittel]) kann sich die Nierenfunktion verschlechtern.
- Alkohol-unverträgliche Arzneimittel
- Da Alkohol als Lösungsmittel enthalten ist, müssen Wechselwirkungen mit Alkohol-unverträglichen Arzneimitteln berücksichtigt werden.
Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben schwerwiegend Calcium-Antagonisten, Dihydropyridine / Rifamycine
Calcium-Antagonisten / Dantrolen
Calcium-Antagonisten / Azol-Antimykotika
Calcium-Antagonisten / Grapefruit
mittelschwer Calcium-Antagonisten, Dihydropyridine / Carbamazepin
Magnesium sulfat / Calcium-Antagonisten
Calcium-Antagonisten / Johanniskraut
Calcium-Antagonisten / HIV-Protease-Inhibitoren
Calcium-Antagonisten, Dihydropyridine / Barbiturate
Calcium-Antagonisten / Imatinib
Calcium-Antagonisten / Makrolid-Antibiotika
Calcium-Antagonisten / Cobicistat
Calcium-Antagonisten / Idelalisib
Calcium-Antagonisten, Dihydropyridine / Valproinsäure
Glucose, diagnostische Zwecke / Wirkstoffe, den Test beeinflussende
Temsirolimus / Calcium-Antagonisten
geringfügig Calcium-Antagonisten, Dihydropyridine / Oxcarbazepin
Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten / Calcium-Antagonisten, Dihydropyridine
Daclatasvir / Calcium-Antagonisten
Calcium-Antagonisten / Muskelrelaxanzien, zentrale
Amifostin / Calcium-Antagonisten
Calcium-Antagonisten / Nitrate
Cladribin / ENT1-, CNT3-Inhibitoren
Antihypertonika / Opioide
Antihypertonika / Levodopa
Calcium-Antagonisten / Antidepressiva, trizyklische
unbedeutend Beta-Blocker / Calcium-Antagonisten, DihydropyridineWarnhinweise
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Schwangerschaft
- Studien zu schädigenden Einflüssen auf die Schwangerschaft durch das Arzneimittel liegen nicht vor. Wenn das Arzneimittel während der Schwangerschaft angewendet werden soll, müssen daher Nutzen und mögliche Risiken sorgfältig entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes gegeneinander abgewogen werden.
- Stillzeit
- Da Nimodipin (Wirkstoff des Arzneimittels) in die Muttermilch übergeht, soll bei Anwendung des Medikamentes nicht gestillt werden.
- Fortpflanzungsfähigkeit
- Bei der in-vitro-Fertilisation wurden Calciumantagonisten in einzelnen Fällen mit reversiblen biochemischen Veränderungen der Spermienköpfe in Verbindung gebracht, was zu einer eingeschränkten Funktion der Spermien führen könnte. Es ist nicht bekannt, inwieweit dieser Befund bei einer kurzzeitigen Behandlung von Bedeutung ist.
Enthält 0,05-0,5 g Alkohol pro Einzelgabe. Ein potenzielles gesundheitliches Risiko besteht u. a. bei Leberkranken, Alkoholkranken, Epileptikern, Patienten mit organischen Erkrankungen des Gehirns, Schwangeren / Stillenden und Kindern.Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.Dosierungsanleitung
- Die Anwendung des Arzneimittels erfolgt durch Ihren Arzt. Das Arzneimittel sollte immer genau nach dessen Anweisungen angewendet werden. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
- Zu Beginn der Behandlung für die Dauer von 2 Stunden 1 Milligramm Nimodipin pro Stunde (ca. 15 Mikrogramm/Kilogramm Körpergewicht/Stunde), entsprechend 5 Milliliter des Arzneimittels pro Stunde verabreichen. Bei guter Verträglichkeit, insbesondere bei Ausbleiben stärkerer Blutdrucksenkungen, Erhöhung der Dosis nach der 2. Stunde auf 2 Milligramm Nimodipin pro Stunde (ca. 30 Mikrogramm/Kilogramm Körpergewicht/Stunde), entsprechend 10 Milliliter des Arzneimittels pro Stunde.
- Bei Patienten mit deutlich niedrigerem Körpergewicht als 70 Kilogramm oder labilen Blutdruckverhältnissen sollte mit einer Dosierung von 0,5 Milligramm Nimodipin pro Stunde begonnen werden, entsprechend 2,5 Milligramm des Arzneimittels pro Stunde.
- Dosierung während der Operation
- Intrazisternale Instillation
- Während eines operativen Eingriffs kann eine frisch zubereitete verdünnte körperwarme Lösung (1 Milliliter des Arzneimittels und 19 Milliliter Ringer-Lösung) intrazisternal instilliert werden. Diese verdünnte Lösung soll sofort nach der Zubereitung verwendet werden.
- Intrazisternale Instillation
- Dauer der Anwendung
- Vorbeugende Anwendung
- Die intravenöse Behandlung sollte nicht später als 4 Tage nach der Blutung beginnen und während der Zeitspanne der größten Gefahr der Entwicklung einer krampfhaften Gefäßverengung (Vasospasmus), d. h. bis zum 10. bis 14. Tag nach der Subarachnoidalblutung fortgesetzt werden.
- Wenn während der vorbeugenden Anwendung des Arzneimittels die Blutungsquelle chirurgisch versorgt wird, sollte die intravenöse Behandlung mit dem Präparat für mindestens 5 Tage nach der Operation fortgesetzt werden.
- Nach Abschluss der Infusionsbehandlung wird für etwa 7 weitere Tage die Einnahme von 6 x täglich 60 Milligramm Nimodipin im Abstand von 4 Stunden empfohlen.
- Therapeutische Anwendung
- Bei bereits bestehenden, durch Vasospasmus bedingten neurologischen Störungen nach einer Subarachnoidalblutung, die auf unzureichender Durchblutung beruhen, sollte die Behandlung so früh wie möglich beginnen und für mindestens 5 und maximal 14 Tage fortgesetzt werden.
- Anschließend wird für die Dauer von 7 Tagen die Einnahme von 6 x täglich 60 Milligramm Nimodipin im Abstand von 4 Stunden empfohlen.
- Wenn während der therapeutischen Anwendung des Präparats die Blutungsquelle chirurgisch versorgt wird, sollte die intravenöse Behandlung mit dem Präparat für mindestens 5 Tage nach der Operation fortgesetzt werden.
- Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
- Vorbeugende Anwendung
- Wenn eine größere Menge angewendet wurde als vorgesehen
- Als Folge einer Überdosierung können verstärkt Nebenwirkungen wie z. B. ein stärkerer Blutdruckabfall sowie eine erhöhte oder erniedrigte Herzschlagfolge auftreten.
- Ärztliche Maßnahmen bei Überdosierung
- Bei akuter Überdosierung soll die Behandlung mit dem Arzneimittel sofort unterbrochen werden. Ein spezifisches Gegenmittel ist bisher nicht bekannt; die Gegenmaßnahmen richten sich nach dem klinischen Zustand (bei Blutdruckabfall Dopamin oder Noradrenalin i.v.).
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
DosierungBasiseinheit: 1 Flasche enthält 10 mg Nimodipin in 50 ml alkoholischem Lösungsmittel
- Vorbeugung und Behandlung ischämischer neurologischer Defizite infolge zerebraler Vasospasmen nach aneurysmatisch bedingter Subarachnoidalblutung
- i. v. Dauerinfusion:
- in den ersten 2 Stunden: 5 ml Infusionslösung (1 mg Nimodipin) / Stunde (ca. 15 µg / kg KG / Stunde) i. v.
- anschließend: Dosiserhöhung bei guter Verträglichkeit, insbesondere beim Fehlen von stärkeren Blutdrucksenkungen, auf 10 ml Infusionslösung (2 mg Nimodipin) / Stunde (ca. 30 µg / kg KG)
- Anwendungsdauer:
- Prophylaktische Gabe
- Therapiebeginn max. 4 Tage nach Subarachnoidalblutung
- Fortsetzung bis zum 10. - 14. Tag nach Subarachnoidalblutung
- orale Weiterbehandlung für 7 Tage: 60 mg 6mal / 24 Stunden
- Therapeutische Gabe
- Therapiebeginn möglichst frühzeitig
- Fortsetzung mind. 5 bis max. 14 Tage
- orale Weiterbehandlung für 7 Tage: 60 mg 6mal / 24 Stunden
- nach chirurgischer Versorgung der Blutungsquelle
- mind. 5 Tage postoperativ
- Prophylaktische Gabe
- Dosisanpassung
- Körpergewicht < 70 kg: initial 2,5 ml Infusionslösung (0,5 mg Nimodipin) / Stunde
- labiler Blutdruck: initial 2,5 ml Infusionslösung (0,5 mg Nimodipin) / Stunde
- bei Auftreten unerwünschter Begleiterscheinungen: ggf. Dosisreduktion bzw. Therapieabbruch
- gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln, die das Cytochrom P450 3A4 System beeinflussen
- Dosisanpassung kann erforderlich sein
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- Intrazisternale Instillation:
- 20 ml einer verdünnten Lösung (1 ml Infusionslösung und 19 ml Ringer-Lösung)
- i. v. Dauerinfusion:
Nebenwirkungen
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- In klinischen Studien wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet:
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Verminderung der Blutplättchenzahl, allergische Reaktion, Hautausschlag, Kopfschmerz, Beschleunigung der Herzschlagfolge, Blutdruckabfall, Weitstellung der Blutgefäße, Übelkeit.
- Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
- Abnahme der Herzschlagfolge, Darmverschluss, vorübergehender Anstieg der Leberenzymwerte. Reaktionen an der Injektions-/Infusionsstelle, Venenentzündung mit Venenverschluss durch Blutpfropfbildung an der Infusionsstelle.
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Nimodipin - invasiv- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombozytopenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allergische Reaktion
- Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tachykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bradykardie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie
- Vasodilatation
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Ileus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Vorübergehender Anstieg der Leberenzymwerte
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Reaktionen an der Injektions- und Infusionsstelle
- Thrombophlebitis an der Infusionsstelle
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Intravenöse Dauerinfusion
-
Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels
Stoffname Stoffmenge Stofftyp Nimodipin 10 mg Wirkstoff Citronensäure, wasserfrei + Hilfsstoff Ethanol 96% (V/V) mg Hilfsstoff Macrogol 400 + Hilfsstoff Natrium citrat 2-Wasser + Hilfsstoff Wasser, für Injektionszwecke + Hilfsstoff Gesamt Natrium Ion 1 mmol Zusatzangabe Gesamt Natrium Ion 23 mg k.A. -
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