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Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
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Allgemeine Produktinformationen
- Zum Einnehmen.
- Nehmen Sie das Arzneimittel unzerkaut vor den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) ein.
- Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.
Anwendungsgebiete
- Das Arzneimittel ist ein Betarezeptorenblocker.
- Es wird angewendet bei
- funktionellen Herzbeschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom)
- symptomatischer Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) als Ergänzung oder bis zum Wirksamwerden spezifischer Maßnahmen.
Indikation- hyperkinetisches Herzsyndrom (so genannte funktionelle Herzbeschwerden)
- Hyperthyreose (symptomatische Therapie als Ergänzung oder bis zum Wirksamwerden spezifischer Maßnahmen)
- Filmtabletten unzerkaut vor den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) einnehmen
Gegenanzeigen
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Propranololhydrochlorid, andere Betarezeptorenblocker oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
- wenn Sie an bestimmten Herzrhythmusstörungen (AV-Block II. und III. Grades, Sick-Sinus-Syndrom sowie höhergradigem sinuatrialen Block) leiden und keinen Herzschrittmacher haben
- bei deutlich verlangsamtem Puls (weniger als 50 Schläge pro Minute)
- bei nicht behandelter Herzmuskelschwäche
- wenn Sie an Prinzmetal-Angina (Sonderform der Angina pectoris) leiden
- bei Schock
- bei niedrigem Blutdruck (unter 90 mmHg systolisch)
- bei hohem Blutdruck im Lungenkreislauf (pulmonale Hypertonie)
- bei bestimmten Lungenerkrankungen mit Verengung der Atemwege (Asthma bronchiale, chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen)
- wenn Sie gleichzeitig mit bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen (MAO-Hemmer) behandelt werden
- wenn Sie gleichzeitig mit bestimmten Calciumantagonisten (blutdrucksenkende Medikamente wie Verapamil und Diltiazem) behandelt werden
- nach langem Fasten
- bei Harnvergiftung (Urämie)
- bei Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose)
- wenn Sie an schweren Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen leiden
- wenn Sie zu Unterzuckerung (niedriger Blutzuckerspiegel) neigen
- bei unbehandeltem Phäochromozytom (Tumor der Nebenniere).
Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Propranolol - peroral- Überempfindlichkeit gegen Propranolol oder andere Betarezeptorenblocker
- AV-Block II. und III. Grades (bei Patienten ohne Herzschrittmacher)
- Sick-Sinus-Syndrom (bei Patienten ohne Herzschrittmacher)
- (höhergradiger) sinuatrialer Block
- Bradykardie (Ruhepuls vor Behandlungsbeginn < 50 Schlägen pro Min.)
- Hypotonie
- schwere periphere Durchblutungsstörungen, Spätstadien peripherer Durchblutungsstörungen
- manifeste Herzinsuffizienz; nicht adäquat behandelte kardiale Dekompensation; nichtkompensierte Herzinsuffizienz (NYHA III und IV)
- (kardiogener) Schock
- Prinzmetal-Angina
- pulmonale Hypertonie
- bronchiale Hyperreagibilität (z.B. bei Asthma bronchiale)
- Bronchospasmus oder Bronchialasthma in der Anamnese
- chronisch-obstruktive Atemwegserkrankungen in der Krankengeschichte
- gleichzeitige Behandlung mit MAO-Hemmstoffen (ausgenommen MAO-B-Hemmstoffe) und anderen adrenerge Impulse verstärkenden Medikamenten
- nach langer Nahrungskarenz
- Urämie
- metabolische Azidose
- Patienten, die anfällig sind für Hypoglykämie, z.B. infolge von ausgedehntem Fasten oder begrenzter Reserve zur Gegenregulierung
- unbehandeltes Phäochromozytom
- intravenöse Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazemtyp oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) bei Patienten, die mit Propranolol behandelt werden, ist kontraindiziert (Ausnahme: Intensivmedizin)
- produktspezifische altersabhängige Einschränkungen beachten
Vorsichtsmaßnahmen
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, insbesondere
- wenn Sie an Herzschwäche leiden
- bei Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen. Diese können durch das Präparat verstärkt werden.
- bei Beendigung der Therapie (ganz besonders, wenn Sie an Durchblutungsstörungen des Herzens leiden). Das Arzneimittel darf nicht abrupt abgesetzt werden.
- Die entsprechende Dosierung kann vom behandelnden Arzt mit einem anderen Betablocker ersetzt werden, oder dieses Präparat wird schrittweise abgesetzt.
- Wenn Sie dieses Arzneimittel gleichzeitig mit Clonidin (blutdrucksenkendes Medikament) erhalten haben; dann sollte zuerst dieses Arzneimittel langsam abgesetzt und erst einige Tage später Clonidin schrittweise reduziert werden.
- wenn Sie an bestimmten Herzrhythmusstörungen (AV-Block I. Grades) leiden. Es ist eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich.
- wenn Sie an Zuckerkrankheit leiden. Durch das Präparat kann die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin verlängert werden. Die Blutzuckerwerte sind in kürzeren Abständen zu überwachen. Das Arzneimittel verursacht in einigen Fällen zu niedrigen Blutzucker, sogar bei nicht zuckerkranken Patienten, z. B. älteren Patienten, Patienten mit Nierenversagen (die dialysiert werden) oder Patienten mit chronischen Lebererkrankungen.
- Das Arzneimittel kann die üblichen Reaktionen auf zu niedrigen Blutzucker (z. B. rascher Herzschlag, Schweißausbruch, ...) verändern.
- Bei sehr niedrigem Blutzuckerspiegel kann eine Überdosierung zu Anfällen und Bewusstseinsverlust führen.
- Bei Patienten mit einer Schilddrüsenüberfunktion können die Symptome einer massiven Überfunktion (sehr schneller Herzschlag, Zittern) durch gleichzeitige Einnahme des Präparates verborgen bleiben.
- Das Arzneimittel verringert aufgrund seiner pharmakologischen Wirkung die Herzfrequenz. Sollten bei Ihnen Beschwerden wie Schwindel oder Kollaps mit kurzfristiger Bewusstlosigkeit auftreten, soll die Dosis vom behandelnden Arzt verringert werden.
- Betarezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergie auslösenden Substanzen und die Schwere von Überempfindlichkeitsreaktionen erhöhen. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten, wenn Sie früher schon schwere Überempfindlichkeitsreaktion hatten.
- Besondere Vorsicht ist auch geboten unter einer Desensibilisierungstherapie (Behandlung bei Neigung zu allergischen Reaktionen).
- Bei eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion und bei älteren Patienten ist eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich.
- Bei Patienten mit Pfortaderhochdruck kann sich die Leberfunktion verschlechtern und es kann sich eine hepatische Enzephalopathie (Funktionsstörung des Gehirns, die durch eine unzureichende Entgiftungsfunktion der Leber entsteht) entwickeln.
- Sollten Sie sich einer Operation unterziehen müssen, ist der Anästhesist über die Einnahme dieses Präparates zu informieren.
- Kommt es zur anfallsartigen Verengung der Atemwege, müssen entsprechende Gegenmittel (Bronchodilatatoren) verabreicht werden.
- Sollten Sie an einem Phäochromozytom (Tumor der Nebenniere) leiden, darf das Präparat grundsätzlich nur zusammen mit anderen Medikamenten (Alpha-Rezeptorenblocker) genommen werden.
- Sollten Sie oder jemand in Ihrer Familie an Schuppenflechte leiden oder gelitten haben, sollte die Anwendung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
- Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, kann Ihnen die verminderte Tränenproduktion durch das Arzneimittel das Tragen unangenehm machen.
- Wenn Sie Raucher sind, kann die Wirkung des Präparates abgeschwächt sein. Andererseits kann die Wirkung bei gleichbleibender Dosis stärker werden, wenn Sie aufhören zu rauchen. In diesem Fall verständigen Sie Ihren Arzt.
- Informieren Sie Ihren Arzt, falls während der Behandlung Nebenwirkungen auftreten, falls Sie schwanger werden oder stillen. Die Behandlung darf nicht eigenmächtig, sondern nur nach Rücksprache mit dem Arzt beendet werden, wobei das Arzneimittel langsam über mehrere Tage ausgeschlichen werden soll.
- Kinder und Jugendliche
- Das Arzneimittel kann bei Kindern und Jugendlichen für die Behandlung von bestimmten Formen von Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden. Die Dosierung wird individuell vom Arzt in Abhängigkeit vom Körpergewicht bzw. Alter festgelegt.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, insbesondere
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Die Behandlung mit dem Präparat bedarf der regelmäßigen Kontrolle durch Ihren Arzt.
- Auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch kann Ihr Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
- Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
- Die Anwendung de Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
- Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung des Arzneimittels als Dopingmittel können nicht abgesehen werden; schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Propranolol - peroral- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei
- AV-Block I.Grades
- Vorsicht aufgrund der negativen Auswirkung auf die Leitungszeit durch Propranolol
- Diabetes mellitus mit stark schwankenden Blutzuckerwerten
- Hypoglykämieneigung, z.B. nach längerem Fasten und schwerer körperlicher Belastung
- Phäochromozytom (Propranolol erst nach vorheriger Alphablockade verabreichen)
- eingeschränkter Leber- und / oder Nierenfunktion
- AV-Block I.Grades
- Herzinsuffizienz
- trotz der Kontraindikation bei unkontrollierter Herzinsuffizienz ist Anwendung bei Patienten möglich, deren Herzinsuffizienz-Symptomatik vor Beginn und während der Therapie unter Kontrolle ist
- Vorsicht bei Patienten mit geringer kardialer Reserve
- periphere arterielle Durchblutungsstörungen
- periphere arterielle Durchblutungsstörungen (z.B. Raynaud-Syndrom, Claudicatio intermittens) können durch Gabe von Betablockern verstärkt werden
- trotz der Kontraindikation bei schweren peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen kann Propranolol unter Umständen auch weniger schwere periphere arterielle Durchblutungsstörungen verschlimmern
- Patienten mit AV-Block ersten Grades
- aufgrund seiner negativen Auswirkung auf die Leitungszeit Vorsicht bei der Verabreichung an Patienten mit AV-Block ersten Grades
- Hypoglykämie, Diabetes
- Propranolol kann die Warnzeichen und Symptome von Hypoglykämie (insbesondere Tachykardie und Tremor) blockieren / verändern / verschleiern
- gelegentlich verursacht Propranolol Hypoglykämie, selbst bei nicht-diabetischen Patienten wie z.B. Neugeborenen, Säuglingen, Kindern, älteren Patienten, Hämodialyse-Patienten oder Patienten mit chronischer Leberkrankheit sowie Patienten nach einer Überdosierung
- nach längerem strengem Fasten oder schwerer körperlicher Belastung kann es zu hypoglykämischen Zuständen kommen
- bei einzelnen Patienten kam es bei einer mit Propranolol in Zusammenhang stehenden schweren Hypoglykämie in seltenen Fällen zu Krampfanfällen und/oder Koma
- Diabetes-Patienten
- Vorsicht bei der gleichzeitigen Anwendung von Propranolol und hypoglykämischen Therapien
- Propranolol kann das Ansprechen auf die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin verlängern
- Blutzuckerwerte sind in kürzeren Abständen zu überwachen
- Hyperthyreose
- Maskierung der klinischen Zeichen einer Thyreotoxikose (Tachykardie und Tremor) möglich
- Bradykardie
- Propranolol verringert aufgrund seiner pharmakologischen Wirkung die Herzfrequenz
- im seltenen Fall, dass ein behandelter Patient Symptome entwickelt, die auf eine niedrige Herzfrequenz zurückzuführen sein könnten, kann die Dosis verringert werden
- anaphylaktische Reaktionen, Allergien, Desensibilisierungstherapie
- Betarezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen erhöhen
- deshalb strenge Indikationsstellung bei
- Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte
- Patienten unter Desensibilisierungstherapie (Vorsicht: überschießende anaphylaktische Reaktionen)
- solche Patienten reagieren möglicherweise nicht auf die zur Behandlung von allergischen Reaktionen üblicherweise verabreichten Adrenalin-Dosen
- Patienten mit signifikanter Leber- oder Nierenfunktionsstörung
- da die Halbwertszeit bei Patienten mit signifikanter Leber- oder Nierenfunktionsstörung erhöht sein kann, Vorsicht bei Einleitung der Behandlung und Auswahl der Anfangsdosis
- Leberfunktionsstörungen
- da unter der Therapie mit anderen Betarezeptorenblockern schwere Leberschäden beobachtet wurden, sollten die Leberwerte regelmäßig überprüft werden
- Propranolol muss bei Patienten mit dekompensierter Zirrhose mit Vorsicht angewendet werden
- Patienten mit portaler Hypertonie
- Leberfunktion kann sich verschlechtern
- hepatische Enzephalopathie kann sich entwickeln
- Berichte, dass die Behandlung mit Propranolol das Risiko für die Entwicklung einer hepatischen Enzephalopathie erhöhen kann
- ältere Patienten
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich (besonders bei Behandlungsbeginn und Wahl der Anfangsdosis)
- Narkose, Operation
- ist bei einem Patienten ein operativer Eingriff geplant, und wurde entschieden, die Betablocker-Therapie zu unterbrechen, sollte dies mind. 48 Stunden vor dem Eingriff erfolgen
- Risiko-Nutzen-Abwägung des Absetzens eines Betablockers muss für jeden Patienten einzeln durchgeführt werden
- wird bei Patienten, die unter Betablockertherapie stehen, eine Allgemeinnarkose durchgeführt, ist ein Narkosemittel mit möglichst geringer negativ inotroper Wirkung zu wählen
- Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung
- nichtselektive Betablocker wie Propranolol können den obstruktiven Zustand verschlimmern
- daher darf Propranolol bei dieser Erkrankung nicht angewendet werden
- Bronchokonstriktion. Bronchospasmus
- Bronchospasmus kann durch Anwendung von beta 2-agonistischen Bronchodilatatoren wie Salbutamol in der Regel behoben werden
- eventuell sind hohe Dosen des Beta-Bronchodilatators erforderlich, um die durch Propranolol hervorgerufene Betablockade zu überwinden, und die Dosis ist entsprechend dem klinischen Ansprechen zu titrieren
- sowohl eine intravenöse als auch inhalative Anwendung sind zu erwägen
- Anwendung von intravenös zu verabreichendem Aminophyllin und/ oder die Anwendung von Ipratropium (über einen Vernebler verabreicht) sind ebenfalls zu erwägen
- es wurde berichtet, dass Glucagon (1 bis 2 mg intravenös verabreicht) ebenfalls eine bronchodilatatorische Wirkung bei Asthma-Patienten hat
- Sauerstoff oder eine künstliche Beatmung kann in schweren Fällen erforderlich sein
- Phäochromozytom
- Propranolol sollte nicht bei einem vorliegenden unbehandelten Phäochromozytom angewendet werden
- bei Patienten mit einem Phäochromozytom kann jedoch gleichzeitig ein Alphablocker gegeben werden
- Propranolol sollte nicht bei einem vorliegenden unbehandelten Phäochromozytom angewendet werden
- Psoriasis
- bei Patienten mit einer Psoriasis in der Eigen- oder Familienanamnese sollte die Verordnung von Propranolol nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen werden
- darf nicht gemeinsam mit Calciumantagonisten mit negativ-inotropen Wirkungen (z.B. Verapamil, Diltiazem) angewendet werden
- da es zu einer Übersteigerung dieser Wirkungen führen kann, insbesondere bei Patienten mit beeinträchtigter ventrikulärer Funktion und/ oder SA- oder AV-Anomalien der Erregungsleitung
- dadurch kann es zu schwerer Hypotonie, Bradykardie und Herzinsuffizienz kommen
- weder Betablocker noch Calciumantagonisten sollten innerhalb von 48 Stunden nach dem Absetzen der jeweils anderen Substanz intravenös verabreicht werden.
- da es zu einer Übersteigerung dieser Wirkungen führen kann, insbesondere bei Patienten mit beeinträchtigter ventrikulärer Funktion und/ oder SA- oder AV-Anomalien der Erregungsleitung
- abruptes Absetzen von Betablockern vermeiden
- Dosis ist über einen Zeitraum von 7 - 14 Tagen schrittweise auszuschleichen
- Patienten sollten während des Ausschleichens überwacht werden, insbesondere Patienten mit koronarer Herzkrankheit
- Beendigung der Therapie (vor allem bei ischämischen Herzerkrankungen) soll langsam über mehrere Tage erfolgen (Rebound-Effekt)
- abruptes Absetzen kann zu Angina pectoris bis hin zu plötzlichem Herztod führen
- die äquivalente Dosierung kann mit einem anderen Betablocker ersetzt werden, oder Propranolol wird schrittweise abgesetzt
- wurden Propranolol und Clonidin zugleich gegeben, sollte zuerst Propranolol langsam abgesetzt und erst einige Tage später Clonidin schrittweise reduziert werden
- Myasthenia gravis
- vereinzelte Berichte über ein Myasthenia gravis-ähnliches Syndrom oder eine Verschlechterung von Myasthenia gravis bei Patienten berichtet, die Propranolol erhielten
- Interferenz mit Labortests
- Berichte vorliegend, denen zufolge Propranolol die Bestimmung von Bilirubin im Serum anhand der Diazo- Methode beeinträchtigt sowie die Bestimmung von Katecholaminen anhand von Fluoreszenz-basierenden Methoden
- Kontaktlinsenträger
- Vorsicht wegen Verminderung der Tränenproduktion
- Doping
- kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Propranolol - peroral- in der Schwangerschaft darf Propranolol nur dann während der Schwangerschaft angewendet werden, wenn dies unerlässlich ist
- soll in der Schwangerschaft nur nach strenger Indikationsstellung und sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung verordnet werden
- dabei auf eine mögliche Wehenauslösung und auf unerwünschte Wirkungen auf den Fötus (intrauterine Wachstumsretardierung, Bradykardie) achten
- Therapie sollte 48 - 72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin beendet werden, wegen Gefahr von Hypoglykämie, Bradykardie und Atemdepression beim Neugeborenen
- ist dies nicht möglich, müssen die Neugeborenen in den ersten 48 - 72 Stunden nach der Geburt sorgfältig überwacht werden
- Propranolol passiert die Plazenta und erreicht im Nabelschnurblut vergleichbare bzw. etwas höhere Konzentrationen als im maternalen Serum
- ausreichende Studien zur Anwendung von Propranolol bei schwangeren Frauen liegen nicht vor
- keine Hinweise für eine Teratogenität von Propranolol vorliegend
- Betablocker verringern allerdings die Perfusion der Plazenta, was zum Tod des Fetus im Uterus und zu unreifen Neugeborenen und Frühgeburten führen kann
- zusätzlich können Nebenwirkungen auftreten (insbesondere Hypoglykämie und Bradykardie bei Neugeborenen sowie Bradykardie beim ungeborenen Kind)
- bei Neugeborenen besteht während der postnatalen Phase ein erhöhtes Risiko für kardiale und pulmonale Komplikationen
- Fertilität
- auch wenn in der Literatur einige reversible Auswirkungen auf die männliche und weibliche Fertilität bei erwachsenen Ratten, die hohe Dosen Propranolol erhielten, berichtet werden, zeigte die Studie an juvenilen Tieren keine Auswirkung auf die Fertilität
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Propranolol - peroral- Stillen nicht empfohlen
- Übergang in die Muttermilch
- die meisten Betablocker, besonders lipophile Verbindungen, gelangen in unterschiedlichem Ausmaß in die Muttermilch
- Propranolol geht in die Muttermilch über
- obwohl die mit der Milch aufgenommene Wirkstoffmenge wahrscheinlich keine Gefahr für das Kind darstellt, sollten Säuglinge überwacht werden, wenn sie gestillt werden
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
- Wechselwirkungen können auftreten bei gemeinsamer Einnahme von diesem Präparat und
- Arzneimitteln gegen Zuckerkrankheit
- Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen wie Disopyramid, Amiodaron, Chinidin, Propafenon
- Herzglykosiden
- Blutdrucksenkern wie Nitropräparaten, Verapamil, Diltiazem, Nifedipin, Reserpin, alpha-Methyldopa, Guanfacin oder Clonidin
- Adrenalin
- Arzneimitteln zur Neutralisation bzw. Verminderung der Magensäure (z. B. Cimetidin)
- Hydralazin (Gefäßerweiterungsmittel)
- Arzneimitteln gegen Migräne (z. B. Rizatriptan, Ergotamine)
- entzündungshemmenden bzw. schmerzstillenden Arzneimitteln (z. B. Indometacin, Ibuprofen und Dextropropoxyphen)
- das Nervensystem beeinflussenden Arzneimitteln (z. B. Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie manche Antidepressiva)
- Narkosemitteln (Äther, Cyclopropan, Trichlorethylen und Lidocain)
- bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen (MAO-Hemmer)
- Muskel entspannenden Arzneimitteln (z. B. Suxamethonium, Tubocurarin)
- Fettsenkern wie Cholestyramin
- Arzneimitteln zur Malariaprophylaxe
- Arzneimitteln gegen Infektionen (z. B. Rifampicin)
- Arzneimitteln gegen Asthma (z. B. Theophyllin)
- Warfarin (bestimmtes Blutverdünnungsmittel).
- Einnahme zusammen mit Alkohol
- Die gleichzeitige Gabe von Alkohol kann den Plasmaspiegel des Arzneimittels erhöhen.
Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben schwerwiegend Beta-Blocker / Antiarrhythmika, Klasse III
Beta-Blocker / Flecainid
Beta-Blocker / MAO-Hemmer
Beta-Blocker / Propafenon
Allergenextrakte, subkutan / Beta-Blocker
Beta-Sympathomimetika / Beta-Blocker, nichtselektive
Ajmalin / Beta-Blocker
Clozapin / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
CYP2D6-Substrate / Artemether, Lumefantrin
Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge, invasiv/ Beta-Blocker
Beta-Blocker, invasiv / Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
CYP3A-Substrate / Lonafarnib
Allergie-Test-Lösungen, pulmonal und nasal / Beta-Blocker
CYP2D6-Substrate / Mavorixafor
mittelschwer Beta-Blocker / Cimetidin
Beta-Blocker / Hydralazin
Beta-Blocker / Rifamycine
Beta-Blocker / Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Digitalis-Glykoside / Beta-Blocker
Sympathomimetika / Beta-Blocker, nichtselektive
Mutterkorn-Alkaloide / Beta-Blocker
Insulin / Beta-Blocker, nichtselektive
Rizatriptan / Propranolol
Theophyllin / Propranolol
Beta-Blocker / Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
Beta-Blocker / ZNS-Stimulanzien
Beta-Blocker / S1P-Modulatoren
CYP3A4-Substrate, diverse / Enzalutamid
CYP3A4-Substrate, diverse / Dabrafenib
CYP2D6-Substrate / Mirabegron
CYP3A4-Substrate, diverse / Lumacaftor
CYP2D6-Substrate / Dacomitinib
CYP1A2-Substrate / Givosiran
CYP2D6-Substrate / Givosiran
Allergenextrakte, oral / Beta-Blocker
Allergie-Test-Lösungen, dermal / Beta-Blocker
Mavacamten / Wirkstoffe, negativ inotrop
Mexiletin / Antiarrhythmika (Klassen Ib, II, IV)
Efbemalenograstim alfa / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
Fenoterol / Beta-Blocker
Glucose, diagnostische Zwecke / Wirkstoffe, den Test beeinflussende
CYP3A4-Substrate / Avacopan
CYP3A4-Substrate / Belzutifan
Kontrastmittel, iodhaltige / Beta-Blocker
CYP2C8-, CYP2C9-, CYP2C19-, CYP2B6-Substrate / Nirogacestat
Stoffe, die Bradykardie bewirken können / Somatostatin-Analoga
CYP2D6-Substrate / Bupropion
Aficamten / Wirkstoffe, negativ inotrop
geringfügig Antikoagulanzien / Beta-Blocker
Beta-Blocker / Aluminium-Salze
Propranolol / Barbiturate
Beta-Blocker / Gallensäure-bindende Mittel
Beta-Blocker / Kontrazeptiva, orale
Beta-Blocker / Diphenhydramin
Beta-Blocker / Fluvoxamin
Beta-Blocker / Gefitinib
Beta-Blocker / Hydroxychloroquin
Beta-Blocker / Antirheumatika, nicht-steroidale
Beta-Blocker / Gyrase-Hemmer
Beta-Blocker / Thyreostatika
Gabapentin / Beta-Blocker
Glucagon / Beta-Blocker
Lidocain / Beta-Blocker
Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / Beta-Blocker
Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten / Beta-Blocker
Antidepressiva, tri- und tetrazyklische / Beta-Blocker
Antidiabetika, orale / Beta-Blocker
Beta-Blocker / Asenapin
Fampridin / Beta-Blocker
Alpha-2-Rezeptoragonisten / Beta-Blocker
CYP2D6-Substrate / Abirateron
Dexmedetomidin / Beta-Blocker
Cholinesterase-Hemmer / Beta-Blocker
CYP1A2-Substrate / Proteinkinase-Inhibitoren
Beta-Blocker / Proteinkinase-Inhibitoren
Loxapin / Propranolol
CYP3A4-Substrate, diverse / Ledipasvir
Beta-Blocker / Muskelrelaxanzien, zentrale
Beta-Blocker / Terbinafin
Beta-Blocker / COX-2-Hemmer
Guanfacin / Antihypertonika
Tasimelteon / Beta-Blocker
CYP3A4-Substrate, diverse / Sarilumab
CYP1A2-Substrate / Niraparib
Beta-Blocker / Ranolazin
CYP1A2-Substrate / Rucaparib
CYP1A2-Substrate / Interferon alpha
CYP2D6-Substrate / Interferon alpha
CYP1A2-Substrate / Cannabidiol
Beta-Blocker / Glucagon
Melatonin-Rezeptor-Agonisten / CYP1A2-Inhibitoren, diverse
CYP3A4-, OATP1B1-, OATP1B3-Substrate / Remdesivir
Beta-Blocker / Phenytoin
CYP2D6-Substrate / Sotorasib
Beta-Blocker / Lercanidipin
CYP3A-Substrate / Ritlecitinib
CYP1A2-Substrate / Ritlecitinib
CYP3A4-Substrate / Maralixibat
CYP1A2-Substrate / Momelotinib
CYP3A4-Substrate / Omaveloxolon
Antihypertonika / Opioide
CYP3A4-Substrate / Dexamethason
CYP2C19-Substrate / Ivosidenib
CYP2C19-Substrate / Abrocitinib
CYP3A4-Substrate / Vadadustat
CYP3A4-Substrate / Iptacopan
CYP2C19-Substrate / Sparsentan
CYP3A4-Substrate / Sparsentan
CYP2C9/19-Substrate / Letermovir
CYP2C9-, CYP2C19-, CYP2D6- und CYP3A4/5-Substrate / Sirolimus, extern
Antihypertonika / Levodopa
CYP3A4-, CYP1A2-, CYP2C-Substrate / Meropenem und Vaborbactam
CYP1A2-Substrate / Leflunomid
Stoffe, die Bradykardie bewirken / Lasmiditan
Beta-Blocker / Allgemeinanästhetika
Docetaxel / CYP3A-Substrate
CYP1A2-Substrate / Lazertinib
Mizolastin / CYP3A4-Inhibitoren, starke und CYP3A4-Substrate
CYP2B6-, CYP2C8-, CYP2C9- und CYP2C19-Substrate / Sotorasib
Beta-Blocker / Phenothiazine
Beta-Blocker / Barbiturate
CYP3A4-Substrate / Repotrectinib
CYP3A4-Substrate / Tiratricol
Stoffe, die Bradykardie bewirken können / Thalidomid
Givinostat / Stoffe, die die Triglyceridwerte erhöhen können
Antihypertonika / Methylphenidat
CYP3A4-Substrate / Isavuconazol
CYP450-Substrate / Tarlatamab
CYP2C8-, CYP2C9-, CYP2C19-Substrate / Pretomanid
Droperidol / Antihypertonika, verschiedene
CYP1A2- und CYP2B6-Substrate / Tovorafenib
CYP2D6-Substrate / Eliglustat
unbedeutend Paracetamol / Propranolol
Benzodiazepine / Beta-Blocker
Beta-Blocker / Ascorbinsäure
Beta-Blocker / Ethanol
Beta-Blocker / Schleifendiuretika
Beta-Blocker / Schilddrüsenhormone
Isoniazid / Beta-Blocker
Beta-Blocker / Calcium-Antagonisten, Dihydropyridine
CYP3A-Substrate / RelugolixWarnhinweise
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Das Arzneimittel darf während der Schwangerschaft und Stillperiode nur in unbedingt notwendigen Fällen und nur auf Anordnung des Arztes eingenommen werden.
- Schwangerschaft
- Die Risiken beinhalten eine mögliche Wehenauslösung bei der Mutter, Kleinwuchs und langsamen Herzschlag beim ungeborenen Kind, sowie zu niedrigen Blutzuckerspiegel, zu langsamen Herzschlag und verminderte Atemtätigkeit beim Neugeborenen.
- Stillzeit
- Das Stillen wird nicht empfohlen, da das Arzneimittel in die Muttermilch übergeht.
Ausschleichend dosieren.
Einschleichend dosieren.
Mit Flüssigkeit einnehmen.Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit ist nicht empfohlen.Dosierungsanleitung
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Es ist sehr wichtig, dass Sie das Präparat so lange einnehmen, wie es Ihnen Ihr Arzt verordnet.
- Die empfohlene Dosis beträgt:
- Funktionelle Herzbeschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom)
- Nehmen Sie 3-mal täglich 1 - 4 Filmtabletten (entsprechend 30 - 120 mg Propranololhydrochlorid).
- Symptomatische Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) als Ergänzung oder bis zum Wirksamwerden spezifischer Maßnahmen
- Nehmen Sie 3- bis 4-mal täglich 1 - 4 Filmtabletten (entsprechend 30 - 160 mg Propranololhydrochlorid).
- Dosierung bei Kindern
- Das Arzneimittel kann unter bestimmten Umständen für die Behandlung von Kindern mit Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen) angewendet werden. Die Dosierung wird von Ihrem Arzt an Alter und Gewicht Ihres Kindes angepasst.
- Dosierung bei älteren Patienten, eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion
- Die Dosierung wird Ihnen Ihr Arzt entsprechend Ihrem Ansprechen auf die Behandlung mit diesem Präparat individuell empfehlen.
- Funktionelle Herzbeschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom)
- Dauer der Anwendung
- Die Dauer der Anwendung ist zeitlich nicht begrenzt.
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben als Sie sollten
- verständigen Sie sofort einen Arzt, der weitere therapeutische Schritte einleiten wird.
- Anzeichen oder Beschwerden bei einer Überdosierung können sein:
- Zu langsamer Puls, schwerer Blutdruckabfall (Schwarzwerden vor den Augen, Schwindelgefühl), Herzschwäche, Schock, Herzstillstand, Atembeschwerden, krampfartige Verengung der Atemwege, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen und gelegentlich auch Krampfanfälle.
- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
- Wenn Sie die Einnahme abbrechen
- Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit dem Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung- hyperkinetisches Herzsyndrom (so genannte funktionelle Herzbeschwerden)
- Dosierung individuell v.a. nach Behandlungserfolg
- 1 - 4 Tabletten (10 - 40 mg Propranololhydrochlorid) 3mal / Tag
- Behandlungsdauer:
- zeitlich nicht begrenzt
- Behandlung grundsätzlich langsam ausschleichend unterbrechen / absetzen und nicht ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt
- Hyperthyreose (symptomatische Therapie als Ergänzung oder bis zum Wirksamwerden spezifischer Maßnahmen)
- Dosierung individuell v. a. nach Behandlungserfolg
- 1 - 4 Tabletten (10 - 40 mg Propranololhydrochlorid) 3 - 4mal / Tag
- Behandlungsdauer:
- zeitlich nicht begrenzt
- Behandlung grundsätzlich langsam ausschleichend unterbrechen / absetzen und nicht ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt
Dosisanpassung
- eingeschränkte Nieren- oder Leberinsuffizienz
- Elimination reduziert
- u.U. Dosisreduktion erforderlich
Nebenwirkungen
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Schlafstörungen; Albträume; insbesondere zu Behandlungsbeginn: Schwindel, Verwirrtheit; Langsamerer Herzschlag; haltungsbedingter Blutdruckabfall; Kollaps; Herzklopfen; Herzrhythmusstörungen; Verschlechterung einer Herzschwäche; kalte Finger und Zehen; Taubheitsgefühl und Krämpfe in den Fingern, gefolgt von Wärmegefühl und Schmerz (Raynaud-Phänomen); Allergische Hautreaktionen:
- Rötung, Juckreiz, Ausschlag, Haarausfall; Müdigkeit und/oder Abgeschlagenheit (oft vorübergehend)
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- Muskelschwäche; Übelkeit; Erbrechen; Durchfall oder Verstopfung
- Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):
- Verminderung von Blutplättchen; Stimmungsschwankungen; Verwirrtheit; Psychosen oder Wahnvorstellungen (nach zu raschem Absetzen); Missempfindungen; Trockene Augen; Sehstörungen; Verschlechterung von Durchblutungsstörungen in den Gliedmaßen; anfallsartige Verengung der Atemwege oder Verschlechterung von Atembeschwerden bei Asthmatikern (Fälle mit tödlichem Ausgang beschrieben); Mundtrockenheit; kleinste rote Hautflecken (Purpura); großflächiger Haarverlust; Schuppenflechte-artige Hautreaktionen (auch nach Jahren); Verschlechterung einer Schuppenflechte; Benommenheit
- Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):
- Mangel oder starke Verminderung an weißen Blutkörperchen; vorübergehender Anstieg bestimmter weißer Blutkörperchen (transiente Eosinophilie); Verschlechterung einer Zuckerkrankheit; Veränderung bestimmter Blutfettwerte (Verminderung des HDL-Cholesterins, Anstieg der Triglyceride); Verschlechterung einer bestimmten krankhaften Muskelschwäche (Myasthenia gravis) Kopfschmerzen; depressive Verstimmungen; Bindehautentzündung; vermehrtes Schwitzen; Muskelschmerzen; Muskelkrämpfe; bei Langzeitbehandlung: Gelenkerkrankung; Verschlechterung der Nierenfunktion bei schweren Nierenfunktionsstörungen; Libido- und Potenzstörungen; Anstieg bzw. Erhöhung bestimmter Blutwerte (GOT, GPT, ANA)
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- Erniedrigte Blutzuckerspiegel bei älteren Patienten, Patienten mit chronischem Nierenversagen (Dialysepatienten) oder Zuckerkranken aber auch bei länger dauerndem Fasten und bei Patienten mit chronischer Lebererkrankung; bei Patienten mit portaler Hypertonie (Pfortaderhochdruck):
- Verschlechterung der Leberfunktion und Entwicklung einer hepatischen Enzephalopatie
- Ein Absetzen des Arzneimittels (auch wegen oben genannter Reaktionen) sollte erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt und im Allgemeinen schrittweise erfolgen.
- Erniedrigte Blutzuckerspiegel bei älteren Patienten, Patienten mit chronischem Nierenversagen (Dialysepatienten) oder Zuckerkranken aber auch bei länger dauerndem Fasten und bei Patienten mit chronischer Lebererkrankung; bei Patienten mit portaler Hypertonie (Pfortaderhochdruck):
- Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- Erniedrigte Blutzuckerspiegel bei Neugeborenen, Kleinkindern und Kindern Krampfanfälle bedingt durch den erniedrigten Blutzuckerspiegel bei Neugeborenen, Kleinkindern und Kindern
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- Schlafstörungen; Albträume; insbesondere zu Behandlungsbeginn: Schwindel, Verwirrtheit; Langsamerer Herzschlag; haltungsbedingter Blutdruckabfall; Kollaps; Herzklopfen; Herzrhythmusstörungen; Verschlechterung einer Herzschwäche; kalte Finger und Zehen; Taubheitsgefühl und Krämpfe in den Fingern, gefolgt von Wärmegefühl und Schmerz (Raynaud-Phänomen); Allergische Hautreaktionen:
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Propranolol - peroral- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Angioödem
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombozytopenie und Purpura
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leukopenie
- transiente Eosinophilie
- Agranulozytose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Endokrine Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei Patienten mit Hyperthyreose können die klinischen Zeichen einer Thyreotoxikose (Tachykardie und Tremor) maskiert sein
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- latenter Diabetes mellitus kann manifest werden oder ein bereits bestehender sich verschlechtern
- Hypoglykämie
- wurde bei Neugeborenen, Säuglingen, Kindern, älteren Patienten, Hämodialyse-Patienten, Patienten unter gleichzeitiger Antidiabetika-Therapie, lang fastenden Patienten und Patienten mit chronischer Leberkrankheit berichtet
- nach längerem strengem Fasten oder schwerer körperlicher Belastung kann es zu hypoglykämischen Zuständen kommen
- Warnzeichen einer Hypoglykämie (insbesondere Tachykardie und Tremor) können verschleiert werden
- eine schwere Hypoglykämie kann in seltenen Fällen zu Krampfanfällen oder Koma führen
- wurde bei Neugeborenen, Säuglingen, Kindern, älteren Patienten, Hämodialyse-Patienten, Patienten unter gleichzeitiger Antidiabetika-Therapie, lang fastenden Patienten und Patienten mit chronischer Leberkrankheit berichtet
- Änderungen des Fettstoffwechsels (Änderungen der Konzentrationen von Triglyzeriden und Cholesterin im Blut)
- bei meist normalem Gesamtcholesterin Verminderung des HDL-Cholesterins und eine Erhöhung der Triglyceride im Plasma beobachtet
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- insbesondere zu Beginn der Behandlung
- Halluzinationen
- Verwirrtheit
- Nervosität
- Schlafstörungen
- Albträume
- depressive Verstimmungen
- insbesondere zu Beginn der Behandlung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Psychosen (nach abruptem Absetzen)
- Stimmungsschwankungen, Änderung der Laune
- ohne Häufigkeitsangabe
- Depression
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- insbesondere zu Beginn der Behandlung
- Müdigkeit
- Schwindelgefühl, Schwindel
- Benommenheit
- Kopfschmerzen
- Schwitzen
- Parästhesien
- insbesondere zu Beginn der Behandlung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Myasthenia gravis-ähnliches Syndrom mit Muskelschwäche
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gedächtnisverlust
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verschlechterung einer Myastenia gravis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Einschränkung des Tränenflusses (beim Tragen von Kontaktlinsen beachten)
- Konjunktivitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- trockene Augen
- Sehstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Keratokonjunktivitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bradykardie
- Palpitationen
- atrioventrikuläre Überleitungsstörungen
- Verschlechterung einer Herzinsuffizienz
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Auslösen eines Herzblocks
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- bei Patienten mit Angina pectoris Verstärkung der Anfälle nicht auszuschließen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- kalte Extremitäten
- Raynaud-Syndrom
- verstärkter Blutdruckabfall
- Synkopen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Verschlechterung einer Claudicatio intermittens
- lageabhängige Hypotonie, die mit Synkope einhergehen kann
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verstärkung der Beschwerden von Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen (einschließlich Raynaud-Syndrom)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Atemlosigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bronchospasmen
- bei Patienten mit Bronchialasthma oder anamnestisch bekannten asthmatischen Beschwerden können Bronchospasmen auftreten, manchmal mit tödlichem Ausgang
- Bronchospasmen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Dyspnoe
- infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwegswiderstandes kann es bei Patienten mit Neigung zu bronchospastischen Reaktionen (insbesondere obstruktiven Atemwegserkrankungen) zu Atemnot kommen
- Dyspnoe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- vorübergehende Magen-Darm-Beschwerden
- Übelkeit
- Erbrechen
- Obstipation
- Diarrhö
- vorübergehende Magen-Darm-Beschwerden
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Mundtrockenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verschlechterung der Leberfunktion und Entwicklung einer hepatischen Enzephalopathie (bei Patienten mit portaler Hypertonie)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- allergische Hautreaktionen (Rötung, Juckreiz, Exantheme)
- Haarausfall
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Alopezie
- psoriasiforme Hautreaktionen (auch nach Jahren)
- Verschlechterung einer Psoriasis
- Hautausschlag
- nicht-thrombozytopenische Purpura
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hyperhidrosis
- Auslösen einer Psoriasis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schmerzhafte proximale Myopathie
- Muskelkrämpfe
- bei Langzeittherapie: Arthropathie (Mono- und Polyarthritis)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arthralgie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verschlechterung der Nierenfunktion bei schweren Nierenfunktionsstörungen
- Nierenfunktion sollte deshalb während Therapie überwacht werden
- Verschlechterung der Nierenfunktion bei schweren Nierenfunktionsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verringerung der Durchblutung der Nieren und der GFR
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Libido- und Potenzstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Impotenz
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ermüdung und/oder Mattigkeit (oft vorübergehend)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Anstieg der antinukleären Antikörper (ANA)
- klinische Relevanz dieser Beobachtung ist unklar
- Anstieg der antinukleären Antikörper (ANA)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erhöhung der Transaminasen (GOT, GPT) im Serum
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Hinweise
- wird durch die oben genannten Reaktionen das Befinden des Patienten beeinträchtigt, sollte entsprechend der klinischen Beurteilung ein Absetzen des Arzneimittels erwogen werden
- der Abbruch der Therapie mit einem Betablocker hat schrittweise zu erfolgen
- im seltenen Fall einer Unverträglichkeit, die sich durch Bradykardie und Blutdruckabfall äußert, ist das Arzneimittel abzusetzen und wenn nötig, eine Behandlung wie bei Überdosierung durchzuführen
-
Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels
Stoffname Stoffmenge Stofftyp Propranolol hydrochlorid 10 mg Wirkstoff Propranolol 8.77 mg k.A. Cellulose Pulver + Hilfsstoff Eudragit E 100 + Hilfsstoff Macrogol 6000 + Hilfsstoff Magnesium stearat + Hilfsstoff Maisstärke + Hilfsstoff Povidon + Hilfsstoff Silicium dioxid, hochdispers + Hilfsstoff Talkum + Hilfsstoff Titan dioxid + Hilfsstoff -
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