günstigster Produktpreis ab
22,37 €
bei
Zabo-Apotheke
kein Versand - nur Botenlieferung oder Selbstabholung
Preis pro 1 ST / 0,22 €
Daten vom 05.05.2026 01:31 Uhr
andere Packungsgrößen
- 56 ST, Filmtabletten (PZN 19799129)
- 100 ST, Filmtabletten (PZN 19799135)
- 168 ST, Filmtabletten (PZN 19799106)
- Preisvergleich
- Produktinformationen
- Wirkstoff und Bestandteile
- Generika und Empfehlungen
- Preisalarm
-
Folgende Partner bieten Ihre Auswahl an Produkten und Medikamenten an. Auf dieser Webseite können Sie keine Produkte kaufen,
sondern ausschließlich Produkte und Anbieter vergleichen. Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.
Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Bei Tierarzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Tierärztin, Ihren Tierarzt oder in Ihrer Apotheke.
Zabo-ApothekeProduktpreis22,37 €versandkostenfrei
& inkl. MwSt.
Ohm ApothekeProduktpreis22,37 €versandkostenfrei
& inkl. MwSt.
Sonnen-Apotheke Bad KötztingProduktpreis22,37 €versandkostenfrei
& inkl. MwSt.
shop-apotheke-kirchlintelnProduktpreis22,37 €versandkostenfrei
& inkl. MwSt.
apofant e.K. Elefanten ApothekeProduktpreis22,37 €versandkostenfrei
& inkl. MwSt.
Glückauf-ApothekeProduktpreis22,37 €versandkostenfrei
& inkl. MwSt.
db – die BeraterapothekeProduktpreis22,37 €versandkostenfrei
& inkl. MwSt.
Petersberg-ApothekeProduktpreis22,44 €versandkostenfrei
& inkl. MwSt.
Werratal-ApothekeProduktpreis22,44 €versandkostenfrei
& inkl. MwSt.
Rathaus ApothekeProduktpreis69,48 €versandkostenfrei
& inkl. MwSt. -
Allgemeine Produktinformationen
- Sie können die Tablette zusammen mit oder unabhängig von einer Mahlzeit einnehmen.
- Für mehr Informationen, s. Gebaruchsinformation.
- Wenn Sie Schwierigkeiten haben, die Tablette zu schlucken
- Wenn Sie Schwierigkeiten haben, die Tablette zu schlucken, können Sie diese zerstoßen und wie folgt mit Wasser vermischen:
- Zerstoßen Sie die Tablette zu einem feinen Pulver.
- Geben Sie das Pulver in ein halbvolles Glas mit Wasser.
- Rühren Sie die Mischung um und trinken Sie diese umgehend.
- Um sicherzustellen, dass kein Arzneimittel im Glas zurückbleibt, spülen Sie das leere Glas mit einem weiteren halben Glas Wasser aus und trinken Sie es.
- Wenn Sie im Krankenhaus behandelt werden, wird Ihnen diese Tablette möglicherweise mit Wasser vermischt durch eine Nasen-Magen-Sonde (transnasale Magensonde) gegeben.
- Wenn Sie Schwierigkeiten haben, die Tablette zu schlucken, können Sie diese zerstoßen und wie folgt mit Wasser vermischen:
Anwendungsgebiete
- Das Arzneimittel enthält einen Wirkstoff, der als Ticagrelor bezeichnet wird. Dieser gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Thrombozytenfunktionshemmer bezeichnet werden.
- Wofür wird das Präparat angewendet?
- Das Arzneimittel in Kombination mit Acetylsalicylsäure (einem anderen Thrombozytenfunktionshemmer) soll nur bei Erwachsenen angewendet werden. Sie haben dieses Medikament erhalten, weil Sie:
- einen Herzinfarkt hatten oder
- eine instabile Angina pectoris haben (Angina pectoris oder Brustschmerzen, die nicht ausreichend kontrolliert sind).
- Es kann das Risiko verringern, dass Sie einen erneuten Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erleiden oder an einer Erkrankung versterben, die mit Ihrem Herzen oder Ihren Blutgefäßen zusammenhängt.
- Das Arzneimittel in Kombination mit Acetylsalicylsäure (einem anderen Thrombozytenfunktionshemmer) soll nur bei Erwachsenen angewendet werden. Sie haben dieses Medikament erhalten, weil Sie:
- Das Präparat wirkt auf Zellen, die als Blutplättchen (oder Thrombozyten) bezeichnet werden. Diese sehr kleinen Blutzellen helfen, eine Blutung zu stoppen. Sie klumpen zusammen, um kleine Löcher in durchtrennten oder beschädigten Blutgefäßen zu verschließen.
- Allerdings können Blutplättchen auch in krankhaften Blutgefäßen im Herzen oder im Gehirn zu Gerinnseln verklumpen. Dies kann sehr gefährlich sein, denn:
- das Gerinnsel kann die Blutversorgung vollkommen unterbrechen; dies kann zu einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt) oder Schlaganfall führen oder
- das Gerinnsel kann die Blutgefäße zum Herzen teilweise blockieren; dies reduziert den Blutfluss zum Herzen. Dies kann Brustschmerzen auslösen, die kommen und gehen (so genannte „instabile Angina pectoris").
- Das Arzneimittel hilft, das Verklumpen der Blutplättchen zu verhindern. Dies verringert das Risiko der Entstehung eines Blutgerinnsels, das den Blutfluss reduzieren kann.
Indikation- in Kombination mit Acetylsalicylsäure indiziert zur Prävention atherothrombotischer Ereignisse bei erwachsenen Patienten mit
- akutem Koronarsyndrom (acute coronary syndrome, ACS) oder
- einem Myokardinfarkt (MI) in der Vorgeschichte und einem hohen Risiko für die Entwicklung eines atherothrombotischen Ereignisses
- Einnahme zusammen mit oder unabhängig von einer Mahlzeit
- Patienten, die nicht in der Lage sind, die Tablette(n) im Ganzen hinunterzuschlucken, können die Tabletten zu einem feinen Pulver zerstoßen
- dieses wird dann in ein halbvolles Glas mit Wasser gegeben und umgehend getrunken
- das Glas sollte mit einem weiteren halben Glas Wasser nachgespült und der Inhalt getrunken werden
- die Mischung kann auch über eine transnasale Magensonde gegeben werden (CH8 oder größer)
- es ist wichtig, die transnasale Magen-Sonde nach der Gabe der Mischung mit Wasser durchzuspülen
Gegenanzeigen
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn
- Sie allergisch gegen Ticagrelor oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- Sie zurzeit Blutungen haben.
- Sie einen Schlaganfall aufgrund von Blutungen im Gehirn hatten.
- Sie eine schwere Lebererkrankung haben.
- Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:
- Ketoconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen)
- Clarithromycin (zur Behandlung von bakteriellen Infektionen)
- Nefazodon (ein Antidepressivum)
- Ritonavir und Atazanavir (zur Behandlung von HIV-Infektionen und AIDS)
- Nehmen Sie das Arzneimittel nicht ein, wenn eine dieser Angaben auf Sie zutrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ticagrelor - peroral- Überempfindlichkeit gegen Ticagrelor
- aktive pathologische Blutung
- intrakranielle Blutungen in der Vorgeschichte
- schwere Leberfunktionsstörung
- gleichzeitige Anwendung von Ticagrelor mit starken CYP3A4-Inhibitoren
- z. B. Ketoconazol, Clarithromycin, Nefazodon, Ritonavir und Atazanavir
- kann zu einem erheblichen Anstieg der Ticagrelor-Konzentration führen
- z. B. Ketoconazol, Clarithromycin, Nefazodon, Ritonavir und Atazanavir
Vorsichtsmaßnahmen
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Präparat einnehmen, wenn:
- Sie ein erhöhtes Risiko für Blutungen haben aufgrund:
- einer kürzlich erlittenen schwerwiegenden Verletzung
- einer kürzlich erfolgten Operation (einschließlich zahnärztlicher Eingriffe, fragen Sie hierzu Ihren Zahnarzt)
- einer Erkrankung, die Ihre Blutgerinnung beeinträchtigt
- einer kürzlich aufgetretenen Magen- oder Darmblutung (wie zum Beispiel bei einem Magengeschwür oder Darmpolypen)
- bei Ihnen während des Zeitraums, in dem Sie das Arzneimittel einnehmen, eine Operation durchgeführt werden muss (einschließlich zahnärztlicher Eingriffe). Dies ist wichtig aufgrund des erhöhten Blutungsrisikos. Ihr Arzt rät Ihnen möglicherweise, die Behandlung mit dem Arzneimittel 5 Tage vor der Operation zu unterbrechen.
- Ihr Herzschlag unnormal langsam ist (üblicherweise weniger als 60 Schläge pro Minute) und Sie noch kein Gerät zur Regelung Ihres Herzschlages haben (Herzschrittmacher).
- Sie Asthma oder andere Lungenprobleme oder Atmungsschwierigkeiten haben.
- Sie jemals Leberprobleme hatten oder Sie kürzlich eine Krankheit hatten, die Ihre Leber beeinträchtigt haben könnte.
- Sie sich einem Bluttest unterzogen haben, der mehr als die übliche Harnsäuremenge ergab.
- Sie ein erhöhtes Risiko für Blutungen haben aufgrund:
- Wenn eine der oben genannten Angaben auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.
- Wenn Sie sowohl dieses Präparat als auch Heparin einnehmen:
- Ihr Arzt kann möglicherweise eine Blutprobe für Diagnosetests benötigen, wenn er den Verdacht hat, dass bei Ihnen eine seltene, durch Heparin ausgelöste Blutplättchen-Erkrankung vorliegt. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt darüber informieren, dass Sie sowohl dieses Präparat als auch Heparin einnehmen, da dieses Arzneimittel den Diagnosetest beeinflussen kann.
- Kinder und Jugendliche
- Das Arzneimittel wird bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Präparat einnehmen, wenn:
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Es ist nicht wahrscheinlich, dass das Arzneimittel Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen hat. Wenn Sie sich während der Behandlung mit diesem Arzneimittel schwindelig oder verwirrt fühlen, seien Sie beim Führen von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen vorsichtig.
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ticagrelor - peroral- Blutungsrisiko
- bei Patienten mit bekanntem Blutungsrisiko
- Nutzen von Ticagrelor im Hinblick auf die Prävention atherothrombotischer Ereignisse gegenüber den Risiken abwägen
- sofern klinisch indiziert ist, sollte Ticagrelor bei folgenden Patientengruppen mit Vorsicht angewendet werden
- Patienten mit Blutungsneigung z.B. aufgrund
- eines kürzlich zurückliegenden Traumas
- einer kürzlich durchgeführten Operation
- Blutgerinnungsstörungen
- einer aktiven oder vor Kurzem aufgetretenen gastrointestinalen Blutung
- Patienten mit erhöhtem Traumarisiko
- Patienten, die innerhalb von 24 Stunden nach der Anwendung von Ticagrelor gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Blutungsrisiko erhöhen können z.B.
- nichtsteroidale antiinflammatorische Arzneimittel (NSAR)
- orale Antikoagulanzien
- Fibrinolytika
- Patienten mit Blutungsneigung z.B. aufgrund
- Anwendung kontraindiziert bei
- Patienten mit aktiver pathologischer Blutung
- Patienten mit einer intrakraniellen Blutung in der Vorgeschichte
- Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung
- Studien TICO und TWILIGHT
- in zwei randomisierten kontrollierten Studien (TICO und TWILIGHT) bei Patienten mit ACS, die sich einem PCI-Eingriff mit einem Wirkstoff-freisetzenden Stent unterzogen hatten, konnte gezeigt werden, dass das Absetzen von ASS nach 3 Monaten dualer Thrombozytenaggregationshemmung (dual antiplatelet therapy, DAPT) mit Ticagrelor und ASS und die Fortsetzung der Behandlung mit Ticagrelor als einfache Thrombozytenaggregationshemmung (single antiplatelet therapy, SAPT) für 9 bzw. 12 Monate das Blutungsrisiko verringert, ohne dass ein Anstieg des Risikos schwerer unerwünschter kardiovaskulärer Ereignisse (major adverse cardiovascular events, MACE) im Vergleich zu einer fortgesetzten DAPT beobachtet wurde
- die Entscheidung, ASS nach 3 Monaten abzusetzen und Ticagrelor als einfache Thrombozytenaggregationshemmung für 9 Monate bei Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko fortzusetzen, sollte auf einer klinischen Beurteilung unter Berücksichtigung des Blutungsrisikos gegenüber dem Risiko thrombotischer Ereignisse basieren
- Thrombozytentransfusionen konnten bei gesunden Probanden den thrombozytenfunktionshemmenden Effekt von Ticagrelor nicht aufheben
- unwahrscheinlich, dass diese von klinischen Nutzen bei Patienten mit Blutungen sind
- da die Blutungszeit durch die gleichzeitige Anwendung von Ticagrelor und Desmopressin nicht reduziert wurde, ist es unwahrscheinlich, dass klinische Blutungsereignisse mit Desmopressin wirksam behandelt werden können
- antifibrinolytische Therapie (Aminocapronsäure oder Tranexamsäure) und/oder der rekombinante Faktor VIIa können die Hämostase erhöhen
- Anwendung von Ticagrelor kann wiederaufgenommen werden, wenn die Ursache der Blutung festgestellt und unter Kontrolle gebracht wurde
- bei Patienten mit bekanntem Blutungsrisiko
- Operation
- Patienten sollten darauf hingewiesen werden, den Arzt oder Zahnarzt vor jeglicher geplanter Operation und bevor ein neues Arzneimittel eingenommen wird, über die Einnahme von Ticagrelor zu informieren
- bei PLATO-Patienten, die sich einer aortokoronaren Bypass-Operation (CABG) unterzogen haben, zeigten sich unter Ticagrelor mehr Blutungen als unter Clopidogrel, wenn die Behandlung innerhalb eines Tages vor der Operation abgesetzt wurde
- Anzahl schwerer Blutungen war jedoch ähnlich im Vergleich mit Clopidogrel bei Beendigung der Therapie 2 oder mehr Tage vor der Operation
- wenn bei einem Patienten eine elektive Operation vorgesehen ist und kein thrombozytenfunktionshemmender Effekt erwünscht ist, sollte Ticagrelor 5 Tage vor der Operation abgesetzt werden
- Patienten mit vorangegangenem ischämischem Schlaganfall
- ACS-Patienten mit einem vorangegangenen ischämischen Schlaganfall können bis zu 12 Monate lang mit Ticagrelor behandelt werden (PLATO-Studie)
- in PEGASUS waren Patienten mit MI in der Vorgeschichte mit vorangegangenem ischämischem Schlaganfall nicht eingeschlossen
- bei diesen Patienten eine Behandlung über 1 Jahr hinaus nicht empfohlen, aufgrund fehlender Daten
- eingeschränke Leberfunktion
- schwere Leberfunktionsstörung
- kontraindiziert
- mäßige Leberfunktionsstörung
- Erfahrungen mit Ticagrelor begrenzt
- Vorsicht geboten
- schwere Leberfunktionsstörung
- Patienten mit einem Risiko für bradykarde Ereignisse
- z.B. Patienten ohne Herzschrittmacher, die Sinusknotensyndrom, AV-Block II. oder III. Grades oder bradykardiebedingte Synkopen aufweisen
- Ticagrelor sollte aufgrund der begrenzten klinischen Erfahrung bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden
- Auschluss dieser Patienten von Hauptstudien in denen die Sicherheit und Wirksamkeit von Ticagrelor bewertet wurde
- Überwachung mittels Holter-EKG hat während der Behandlung mit Ticagrelor, verglichen mit Clopidogrel, eine erhöhte Häufigkeit von meist asymptomatischen ventrikulären Pausen gezeigt
- Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung mit Arzneimitteln, die bekanntermaßen eine Bradykardie auslösen können
- allerdings wurden in der PLATO-Studie nach gleichzeitiger Anwendung von einem oder mehreren Arzneimitteln, die bekanntermaßen eine Bradykardie auslösen (z.B. 96 % Betablocker, 33 % Calciumkanalblocker Diltiazem und Verapamil und 4 % Digoxin), keine Hinweisen auf klinisch signifikante unerwünschte Wechselwirkungen beobachtet
- während der Holter-Substudie im Rahmen von PLATO hatten unter Ticagrelor mehr Patienten während der akuten Phase ihres ACS ventrikuläre Pausen >= 3 Sekunden als unter Clopidogrel
- der durch das Holter- EKG ermittelte Anstieg von ventrikulären Pausen unter Ticagrelor war bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz (chronic heart failure, CHF) während der akuten Phase des Koronarsyndroms höher als in der Gesamtpopulation der Studie
- nach einem Monat Behandlung mit Ticagrelor zeigte sich kein Unterschied mehr zur Gesamtpopulation oder im Vergleich zu Clopidogrel
- bei dieser Patientenpopulation waren mit diesem Ungleichgewicht (einschließlich Synkope oder Implantation eines Herzschrittmachers) keine nachteiligen klinischen Folgen verbunden
- Berichte über bradyarrhythmische Ereignisse und AV-Blöcke nach Markteinführung
- v.a. bei Patienten mit ACS, bei denen eine kardiale Ischämie und begleitende Arzneimittel, die die Herzfrequenz senken oder die kardiale Erregungsleitung beeinflussen, potenzielle Störfaktoren darstellen
- der klinische Zustand des Patienten und die Begleitmedikation sollten vor einer Anpassung der Behandlung als mögliche Ursachen bewertet werden
- Dyspnoe
- Dyspnoe wurde bei Patienten, die mit Ticagrelor behandelt wurden, berichtet
- Dyspnoe üblicherweise von leichter bis mittelschwerer Intensität und geht oft zurück, ohne dass ein Absetzen der Therapie erforderlich ist
- Patienten mit Asthma / chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (chronic obstructive pulmonary disease, COPD)
- haben möglicherweise ein erhöhtes absolutes Risiko, eine Dyspnoe zu erleiden
- Anwendung bei Patienten mit Asthma und / oder COPD in der Vorgeschichte mit Vorsicht
- zugrundeliegender Mechanismus wurde noch nicht geklärt
- bei neu auftretender Dyspnoe oder einer Verlängerung bzw. Verschlechterung einer bestehenden Dyspnoe
- vollständig abklären
- wenn die Behandlung mit Ticagrelor nicht toleriert wird
- Behandlung beenden
- zentrale Schlafapnoe
- Berichte über zentrale Schlafapnoe einschl. Cheyne-Stokes-Atmung nach Markteinführung
- bei Verdacht auf eine zentrale Schlafapnoe
- weitere klinische Bewertung erwägen
- Kreatinin-Erhöhungen
- Kreatininwerte können während der Behandlung ansteigen
- zugrundeliegender Mechanismus ist nicht geklärt
- Nierenfunktion entsprechend der medizinischen Routine überprüfen
- bei ACS-Patienten einen Monat nach Beginn der Behandlung zusätzliche Kontrolle der Nierenfunktion mit besonderer Aufmerksamkeit bei
- Patienten >= 75 Jahre
- Patienten mit mäßigen / schweren Nierenfunktionsstörungen
- Patienten unter gleichzeitiger Behandlung mit einem Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB)
- Harnsäure-Erhöhungen
- Hyperurikämie kann während der Behandlung mit Ticagrelor auftreten
- Vorsicht bei Patienten mit Hyperurikämie oder arthritischer Gicht in der Vorgeschichte
- Vorsichtsmaßnahme
- von Anwendung von Ticagrelor bei Patienten mit Harnsäure-Nephropathie wird abgeraten
- thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP)
- thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP) wurde sehr selten unter Anwendung von Ticagrelor berichtet
- Anzeichen hierfür sind Thrombozytopenie und mikroangiopathische hämolytische Anämie
- die entweder mit neurologischen Symptomen Nierenfunktionsstörungen oder Fieber einhergehen
- eine TTP kann potenziell letal verlaufen
- erfordert daher eine sofortige Behandlung einschl. Plasmapherese
- Beeinflussung von Plättchen-Funktionstests zur Diagnose Heparin-induzierter Thrombozytopenien (HIT)
- beim Heparin-induzierten Plättchen-Aktivierungstest (HIPA), der zur Diagnose von HIT verwendet wird, aktivieren Anti-Plättchenfaktor 4/ Heparin-Antikörper im Patientenserum Thrombozyten von gesunden Spendern in Gegenwart von Heparin
- bei Patienten, die Ticagrelor eingenommen hatten
- Berichte über falsch negative Ergebnisse für HIT mittels eines Plättchen-Funktionstests (einschl., aber möglicherweise nicht beschränkt auf den HIPA-Test)
- dies hängt mit der Hemmung des P2Y12-Rezeptors auf den gesunden Spenderplättchen im Test durch Ticagrelor im Serum / Plasma des Patienten zusammen
- Berichte über falsch negative Ergebnisse für HIT mittels eines Plättchen-Funktionstests (einschl., aber möglicherweise nicht beschränkt auf den HIPA-Test)
- für die Interpretation der HIT-Plättchen-Funktionstests sind Informationen über die gleichzeitige Behandlung mit Ticagrelor erforderlich
- bei Patienten, die eine HIT entwickelt haben, sollte das Nutzen-Risiko-Verhältnis vor einer Weiterbehandlung mit Ticagrelor abgewogen werden
- wobei sowohl der prothrombotische Zustand von HIT als auch das erhöhte Blutungsrisiko bei gleichzeitiger Antikoagulanz- und Ticagrelor-Behandlung berücksichtigt werden sollte
- Kombination mit ASS
- gleichzeitige Anwendung von Ticagrelor und hohen ASS-Erhaltungsdosen (> 300 mg) nicht empfohlen
- basierend auf der in PLATO beobachteten Beziehung zwischen der ASS-Erhaltungsdosis und der relativen Wirksamkeit von Ticagrelor im Vergleich zu Clopidogrel
- gleichzeitige Anwendung von Ticagrelor und hohen ASS-Erhaltungsdosen (> 300 mg) nicht empfohlen
- vorzeitiger Abbruch
- vorzeitiger Abbruch einer thrombozytenhemmenden Therapie, einschl. Ticagrelor, könnte zu einem erhöhten Risiko für kardiovaskulären (CV) Tod oder MI oder Schlaganfall aufgrund der zugrundeliegenden Erkrankung des Patienten führen
- vorzeitige Beendigung der Therapie vermeiden
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ticagrelor - peroral- Ticagrelor während der Schwangerschaft nicht empfohlen
- keine bzw. nur begrenzte Daten zur Anwendung bei Schwangeren
- Frauen im gebärfähigen Alter
- sollten geeignete Maßnahmen zur Empfängnisverhütung verwenden, um eine Schwangerschaft während der Therapie zu verhindern
- tierexperimentelle Studien
- Reproduktionstoxizität gezeigt
- Fertilität
- Ticagrelor hatte keine Auswirkungen auf die männliche oder weibliche Fertilität von Tieren
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ticagrelor - peroral- Entscheidung muss getroffen werden, ob abgestillt oder die Therapie abgesetzt / nicht durchgeführt werden soll
- Nutzen des Stillens für das Kind und Nutzen der Behandlung für die Mutter berücksichtigen
- tierexperimentelle Studien
- vorhandene pharmakodynamische / toxikologische Daten bei Tieren haben gezeigt, dass Ticagrelor und seine aktiven Metaboliten in die Muttermilch übergehen
- Risiko für Neugeborene / Säuglinge kann nicht ausgeschlossen werden
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen. Dies ist wichtig, da das Präparat Einfluss auf die Wirkung anderer Arzneimittel haben kann und einige Arzneimittel die Wirkung von Ticagrelor beeinflussen können.
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden:
- Rosuvastatin (Arzneimittel zur Behandlung von hohen Cholesterinwerten)
- täglich mehr als 40 mg Simvastatin bzw. Lovastatin (Arzneimittel zur Behandlung von hohen Cholesterinwerten).
- Rifampicin (ein Antibiotikum)
- Phenytoin, Carbamazepin und Phenobarbital (zur Kontrolle von Krampfanfällen)
- Digoxin (zur Behandlung von Herzleistungsschwäche)
- Ciclosporin (zur Dämpfung Ihrer Abwehrkräfte)
- Chinidin und Diltiazem (zur Behandlung von unnormalen Herzrhythmen)
- Betablocker und Verapamil (zur Behandlung von Bluthochdruck)
- Morphin und andere Opioide (zur Behandlung schwerer Schmerzen)
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker insbesondere, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, die Ihr Blutungsrisiko erhöhen:
- „Antikoagulanzien zum Einnehmen", oft als „Blutverdünner" bezeichnet, zu denen Warfarin gehört.
- Nichtsteroidale antiinflammatorische Arzneimittel (abgekürzt als NSARs), sie werden oft als Schmerzmittel, wie z. B. Ibuprofen und Naproxen, eingenommen.
- Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (abgekürzt mit SSRI), die als Antidepressiva eingenommen werden, wie Paroxetin, Sertralin und Citalopram.
- Andere Arzneimittel wie Ketoconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen), Clarithromycin (zur Behandlung von bakteriellen Infektionen), Nefazodon (ein Antidepressivum), Ritonavir und Atazanavir (zur Behandlung von HIV-Infektionen und AIDS), Cisaprid (zur Behandlung von Sodbrennen), Mutterkornalkaloide (zur Behandlung von Migräne und Kopfschmerzen).
- Informieren Sie Ihren Arzt auch dann darüber, dass bei Ihnen durch die Einnahme von Ticagrelor ein erhöhtes Blutungsrisiko besteht, wenn Ihr Arzt Ihnen Fibrinolytika verschreibt, die oft als Arzneimittel zur „Auflösung von Blutgerinnseln" bezeichnet werden und zu denen Streptokinase und Alteplase gehören.
Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben schwerwiegend Dabigatran / P-Glykoprotein-Inhibitoren
Ticagrelor / CYP3A4-Inhibitoren, starke
Alipogen tiparvovec / Stoffe, gerinnungshemmende
Thrombozytenaggregationshemmer / Proteolytische Enzyme
Antithrombotika / Blutegel
Antikoagulanzien / Aviptadil und Phentolamin
CYP3A-Substrate / Lonafarnib
mittelschwer Stoffe, gerinnungshemmende / Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Thrombozytenaggregationshemmer / Argatroban
Faktor Xa-Inhibitoren, orale / Thrombozytenaggregationshemmer
Thrombozytenaggregationshemmer / Vitamin-K-Antagonisten
Plasminogen-Aktivatoren / Thrombozytenaggregationshemmer
Cholesterin-Synthese-Hemmer / Ticagrelor
Thrombozytenaggregationshemmer / Antirheumatika, nicht-steroidale
Antikoagulanzien / Asparaginase
Thrombozytenaggregationshemmer / Cilostazol
Stoffe, die antithrombotisch bzw. fibrinolytisch wirken / Defibrotid
Nintedanib / Antikoagulanzien
Antikoagulanzien / Pegaspargase
Antikoagulanzien / Anagrelid
Padeliporfin / Stoffe, gerinnungshemmende
Caplacizumab / Antikoagulanzien
Inotersen / Antikoagulanzien
P2Y12-Hemmer / Opioide
CYP3A-Substrate, sensitive / Tucatinib
CYP3A4-Substrate, sensitive / Selpercatinib
Relugolix / P-Glykoprotein-Inhibitoren, orale
Rosuvastatin / Ticagrelor
Aldosteron-Antagonisten / CYP3A-Inhibitoren, moderate und schwache
Thrombozytenaggregationshemmer / Corticosteroide
Mavacamten / CYP3A4-Inhibitoren, schwache
Pralsetinib / P-Glykoprotein-Inhibitoren
Avapritinib / Antikoagulanzien
Pirtobrutinib / Antikoagulanzien, Thrombozytenaggregationshemmer
Antikoagulanzien, orale / Aztreonam
Dexamethason (okulär) / CYP3A4-Inhibitoren
CYP3A4-Substrate / Avacopan
CYP3A4-Substrate / Belzutifan
Repotrectinib / P-Glykoprotein-Inhibitoren und/oder CYP3A4-Inhibitoren, starke und moderate
Thiotepa / CYP2B6-, CYP3A4-Inhibitoren
Tacrolimus, systemisch / CYP3A4-Inhibitoren, schwache und moderate
CYP450-Substrate, sensitive / Vorasidenib
Zanubrutinib / CYP3A-Inhibitoren, schwache
Antikoagulanzien / Zanubrutinib
geringfügig Thrombozytenaggregationshemmer / Proteasen
Digitalis-Glykoside / Ticagrelor
Ticagrelor / CYP3A4-Inhibitoren, mittelstarke
Ticagrelor / CYP3A4-Induktoren, starke
Ticagrelor / P-Glykoprotein-Inhibitoren
Antikoagulanzien / Teriflunomid
Ibrutinib / CYP3A4-Inhibitoren, schwache
Thrombozytenaggregationshemmer / Ibrutinib
Alprostadil / Antikoagulanzien
Thrombozytenaggregationshemmer / Ginkgo biloba
Stoffe, gerinnungshemmende / Metamizol
Pentosanpolysulfat-Natrium / Stoffe, gerinnungshemmende
Volanesorsen / Antikoagulanzien
Stoffe, die antithrombotisch bzw. fibrinolytisch wirken / Tranexamsäure
Enfortumab Vedotin / CYP3A4-Inhibitoren
Dabigatran / Thrombozytenaggregationshemmer
Antikoagulanzien / Antirheumatika, nicht-steroidale okulär
CYP3A-Substrate / Ritlecitinib
CYP3A4-Substrate / Maralixibat
CYP3A4-Substrate / Omaveloxolon
Elacestrant / OATP2B1-Inhibitoren
Thrombozytenaggregationshemmer / Acetylsalicylsäure, niedrig dosiert
CYP3A4-Substrate / Dexamethason
Fexofenadin / P-Glykoprotein-Inhibitoren
CYP3A4-Substrate / Vadadustat
CYP3A4-Substrate / Iptacopan
CYP3A4-Substrate / Sparsentan
Bilastin / P-Glykoprotein-Inhibitoren
Efavirenz / CYP3A4-Inhibitoren
Bexaroten / CYP3A4-Inhibitoren
Sirolimus, extern / P-Glykoprotein-Inhibitoren
Sirolimus, extern / CYP3A4-Inhibitoren
CYP2C9-, CYP2C19-, CYP2D6- und CYP3A4/5-Substrate / Sirolimus, extern
CYP3A4-, CYP1A2-, CYP2C-Substrate / Meropenem und Vaborbactam
CYP3A4-Substrate, sensitive / Hydroxychloroquin
Docetaxel / CYP3A-Inhibitoren, moderate und schwache
Docetaxel / CYP3A-Substrate
Mizolastin / CYP3A4-Inhibitoren, starke und CYP3A4-Substrate
CYP3A4-Substrate / Repotrectinib
CYP3A4-Substrate / Tiratricol
Progesteron / CYP3A4-Inhibitoren
Donanemab / Thrombozytenaggregationshemmer
Cyclophosphamid / CYP3A4-Inhibitoren
unbedeutend Heparine / Thrombozytenaggregationshemmer
Bedaquilin / CYP3A4-Inhibitoren
Stoffe, gerinnungshemmende / Rosskastaniensamen
CYP3A-Substrate / Relugolix
Vemurafenib / P-Glykoprotein-, BCRP-InhibitorenWarnhinweise
- Schwangerschaft
- Die Anwendung wird nicht empfohlen, wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden könnten. Während der Einnahme dieses Arzneimittels sollten Frauen geeignete empfängnisverhütende Maßnahmen anwenden, um eine Schwangerschaft zu verhindern.
- Stillzeit
- Wenn Sie stillen, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrem Arzt. Ihr Arzt bespricht mit Ihnen die Vorteile und Risiken der Einnahme während dieser Zeit.
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Die Anwendung in der Schwangerschaft ist nicht empfohlen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.Dosierungsanleitung
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
- Wie viel soll eingenommen werden?
- Die Anfangsdosis beträgt zwei Tabletten gleichzeitig (Initialdosis mit 180 mg). Diese Dosis wird Ihnen üblicherweise im Krankenhaus gegeben.
- Nach dieser Anfangsdosis ist die übliche Dosis eine Tablette mit 90 mg 2-mal täglich über einen Zeitraum von bis zu 12 Monaten, sofern Ihr Arzt Ihnen keine anderen Anweisungen gibt
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel jeden Tag ungefähr zu den gleichen Zeiten ein (z. B. eine
Tablette morgens und eine abends).
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Vorbeugung von Blutgerinnseln
- Ihr Arzt wird Ihnen in der Regel ebenfalls sagen, dass Sie Acetylsalicylsäure einnehmen sollen. Dies ist ein Wirkstoff, der in vielen Arzneimitteln zur Vorbeugung von Blutgerinnseln enthalten ist. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie viel Sie einnehmen sollen (üblicherweise zwischen 75 und 150 mg täglich).
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder gehen Sie sofort in ein Krankenhaus. Nehmen Sie die Arzneimittelpackung mit. Bei Ihnen kann ein erhöhtes Blutungsrisiko bestehen.
- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie einfach die nächste Dosis wie vorgesehen ein.
- Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein (zwei Dosen auf einmal), wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
- Wenn Sie die Einnahme abbrechen
- Setzen Sie das Arzneimittel nicht ab ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt. Nehmen Sie das Präparat regelmäßig und so lange ein, wie Ihr Arzt es Ihnen verschreibt. Wenn Sie mit der Einnahme aufhören, könnte die Wahrscheinlichkeit steigen, dass Sie einen erneuten Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erleiden oder an einer Erkrankung versterben, die mit Ihrem Herzen oder Ihren Blutgefäßen zusammenhängt.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung- bei gleichzeitiger Einnahme mit Acetylsalicylsäure indiziert zur Prävention atherothrombotischer Ereignisse
- Kombination mit niedriger ASS-Erhaltungsdosis: 75 - 150 mg Acetylsalicylsäure / Tag, sofern nicht ausdrücklich kontraindiziert
- Akutes Koronarsyndrom
- einmalige Initialdosis: 180 mg Ticagrelor 1mal / Tag
- anschließend: 90 mg 2mal / Tag
- Behandlungsdauer: 12 Monate, sofern nicht ein Abbruch der Therapie klinisch indiziert ist
- Patienten mit ACS, nach perkutaner Koronarintervention (PCI) und erhöhtem Blutungsrisiko
- Absetzen von ASS nach 3 Monaten in Betracht ziehen
- in diesem Fall Ticagrelor als einfache Thrombozytenaggregationshemmung über 9 Monate fortsetzen
- Myokardinfarkt in der Vorgeschichte
- wenn eine Anschlussbehandlung bei Patienten mit einem mind. 1 Jahr zurückliegendem MI in der Vorgeschichte und einem hohen Risiko für die Entwicklung eines atherothrombotischen Ereignisses erforderlich ist: 60 mg 2mal / Tag
- Patienten mit einem hohen Risiko für die Entwicklung eines atherothrombotischen Ereignisses:
- Therapie kann ohne Unterbrechung als Anschlussbehandlung nach der einjährigen Anfangstherapie mit 90 mg Ticagrelor oder anderen Adenosindiphosphat(ADP)-Rezeptorinhibitoren initiiert werden
- Behandlung kann auch bis zu 2 Jahre nach dem MI oder innerhalb eines Jahres nach Beendigung einer vorherigen Behandlung mit einem ADP-Rezeptorinhibitor initiiert werden
- begrenzte Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit der Anschlussbehandlung, die über 3 Jahre hinausgehen
- falls eine Umstellung erforderlich ist: erste Ticagrelor-Dosis 24 Stunden nach der letzten Dosis des anderen thrombozytenhemmenden Arzneimittels geben
- ausgelassene Dosis
- Unterbrechungen in der Therapie vermeiden
- nur eine Tablette (die nächste Dosis) zur vorgesehenen Zeit einnehmen
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- eingeschränkte Nierenfunktion
- keine Dosisanpassung erforderlich
- eingeschränkte Leberfunktion
- schwer
- kontraindiziert (Anwendung in dieser Patientengruppe nicht untersucht)
- mäßig
- begrenzte Informationen
- Dosisanpassung nicht empfohlen
- Anwendung jedoch mit Vorsicht
- leicht
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwer
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
Nebenwirkungen
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die folgenden Nebenwirkungen können bei diesem Arzneimittel auftreten:
- Das Arzneimittel hat einen Einfluss auf die Blutgerinnung, so dass die meisten Nebenwirkungen blutungsbedingt sind. Blutungen können überall im Körper auftreten. Einige Blutungen können häufig auftreten (wie Blutergüsse und Nasenbluten). Schwere Blutungen treten gelegentlich auf, können aber lebensbedrohend sein.
- Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken - es kann sein, dass Sie dringend behandelt werden müssen:
- Blutungen ins Gehirn oder im Inneren des Hirnschädels sind gelegentlich auftretende Nebenwirkungen und können Anzeichen eines Schlaganfalls hervorrufen wie:
- plötzliches Taubheitsgefühl oder Schwäche in Arm, Bein oder Gesicht, insbesondere dann, wenn nur eine Körperseite davon betroffen ist
- plötzliche Verwirrtheit, Schwierigkeiten zu sprechen oder andere zu verstehen
- plötzliche Schwierigkeiten beim Gehen oder Verlust des Gleichgewichts oder der Koordination
- plötzliches Schwindelgefühl oder plötzliche schwere Kopfschmerzen unbekannter Ursache
- Anzeichen von Blutungen wie:
- Blutungen, die schwerwiegend sind oder die Sie nicht unter Kontrolle bringen können
- unerwartete Blutungen oder lang andauernde Blutungen
- rosafarbener, roter oder brauner Urin
- Erbrechen von rotem Blut oder wenn Ihr Erbrochenes aussieht wie „gemahlener Kaffee"
- roter oder schwarzer Stuhl (sieht wie Teer aus)
- Blut beim Abhusten oder Erbrechen von Blut
- Ohnmacht (Synkope)
- zeitweiliger Bewusstseinsverlust aufgrund eines plötzlichen Absinkens des Blutflusses zum Gehirn (häufig)
- Anzeichen einer Blutgerinnungsstörung, genannt Thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP), wie:
- Fieber und purpurrote, punktartige Flecken (genannt Purpura) auf der Haut oder im Mund, mit oder ohne Gelbfärbung der Haut oder der Augen (Gelbsucht), unerklärliche extreme Müdigkeit oder Verwirrung
- Blutungen ins Gehirn oder im Inneren des Hirnschädels sind gelegentlich auftretende Nebenwirkungen und können Anzeichen eines Schlaganfalls hervorrufen wie:
- Besprechen Sie sich mit Ihrem Arzt, wenn Sie die folgende Nebenwirkung bemerken:
- Gefühl von Kurzatmigkeit - dies ist sehr häufig. Es kann auf Ihre Herzerkrankung oder eine andere Ursache zurückzuführen sein, oder es kann sich um eine Nebenwirkung handeln. Arzneimittel-bedingte Kurzatmigkeit ist im Allgemeinen leicht und zeigt sich als plötzliches, unerwartetes Bedürfnis nach Atemluft, das gewöhnlich im Ruhezustand in den ersten Wochen der Behandlung auftritt und bei vielen wieder zurückgehen kann. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Ihr Gefühl der Kurzatmigkeit schlimmer wird oder lange Zeit andauert. Ihr Arzt entscheidet, ob eine Behandlung oder weitere Untersuchungen notwendig sind.
- Andere mögliche Nebenwirkungen
- Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Hoher Harnsäurewert im Blut (festgestellt bei Untersuchungen)
- Blutung, hervorgerufen durch Blutungsstörungen
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Blutergüsse
- Kopfschmerzen
- Gefühl von Schwindel oder als würde sich das Zimmer drehen
- Durchfall oder Verdauungsstörung
- Übelkeit
- Verstopfung
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Starker Schmerz und Anschwellen der Gelenke - dies sind Anzeichen von Gicht
- Gefühl von Schwindel oder Benommenheit oder verschwommenes Sehen - dies sind Anzeichen eines niedrigen Blutdrucks
- Nasenbluten
- Blutung nach einer Operation oder aus Schnitten (z. B. während des Rasierens) und mehr Verletzungen als normal
- Blutung aus Ihrer Magenschleimhaut (Geschwür)
- Zahnfleischbluten
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Allergische Reaktion - Rötung, Jucken oder geschwollenes Gesicht oder geschwollene Lippen/Zunge können Zeichen einer allergischen Reaktion sein
- Verwirrtheit
- Sehstörungen aufgrund von Blut in Ihrem Auge
- Blutung aus der Scheide, die stärker ist oder zu anderen Zeiten erfolgt als Ihre normale Periode (Menstruationsblutung)
- Blutungen in Ihre Gelenke und Muskeln, die zu schmerzhaften Schwellungen führen
- Blut in Ihrem Ohr
- Innere Blutung, diese kann Schwindel und Benommenheit hervorrufen
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Unnormal langsamer Herzschlag (üblicherweise weniger als 60 Schläge pro Minute)
- Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ticagrelor - peroral- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschließlich Zysten und Polypen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tumorblutungen
- z.B. Blutungen aufgrund von Blasenkrebs, Magenkrebs, Darmkrebs
- Tumorblutungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Blutungsstörungen
- Blutungen z.B.
- erhöhte Neigung zu Blutergüssen
- spontane Hämatome
- hämorrhagische Diathese
- ohne Häufigkeitsangabe
- thrombotisch-thrombozytopenische Purpura
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeit, inkl. Angioödem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hyperurikämie
- Häufigkeiten abgeleitet aus Laborbeobachtungen (Harnsäureanstiege > Obergrenze des Normwertes gegenüber einem Ausgangswert unterhalb oder innerhalb des Referenzbereiches) und nicht Häufigkeit aus gemeldeten Nebenwirkungen anhand von Rohdaten
- Hyperurikämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gicht / Gichtarthritis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verwirrtheit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Synkope
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- intrakranielle Blutungen
- d. h. spontane, eingriffsbedingte oder traumatische intrakranielle Blutungen
- intrakranielle Blutungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Blutungen im Auge z.B.
- konjunktivale Blutungen
- renitale Blutungen
- intraokulare Blutungen
- Blutungen im Auge z.B.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Vertigo
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Blutungen im Ohr
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Bradyarrhythmie
- AV-Block
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Dyspnoe einschl.
- Dyspnoe im Ruhezustand
- Dyspnoe bei Belastung,
- paroxysmale nächtliche Dyspnoe
- nächtliche Dyspnoe
- Dyspnoe einschl.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Blutungen im respiratorischen System z.B.
- Epistaxis
- Hämoptysis
- Blutungen im respiratorischen System z.B.
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- gastrointestinale Blutungen z.B.
- Blutungen des Zahnfleisches
- rektale Blutung
- Blutung eines Magengeschwürs
- Diarrhö
- Übelkeit
- Dyspepsie
- Verstopfung
- gastrointestinale Blutungen z.B.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- retroperitoneale Blutungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- subkutane oder dermale Blutungen z.B.
- Ekchymose
- Hautblutung
- Petechien
- Hautausschlag
- Juckreiz
- subkutane oder dermale Blutungen z.B.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Muskelblutungen z.B.
- Hämarthrose
- Muskelblutungen
- Muskelblutungen z.B.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Harnwegsblutungen z.B.
- Hämaturie
- hämorrhagische Zystitis
- Harnwegsblutungen z.B.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Blutungen im Bereich der Geschlechtsorgane
- vaginale Blutung
- Hämatospermie
- postmenopausale Blutungen
- Blutungen im Bereich der Geschlechtsorgane
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Serumkreatinin-Werte
- Häufigkeiten abgeleitet aus Laborbeobachtungen (Kreatinin-Anstieg von > 50 % gegenüber dem Ausgangswert) und nicht Häufigkeit aus gemeldeten Nebenwirkungen anhand von Rohdaten
- erhöhte Serumkreatinin-Werte
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Blutungen nach Eingriffen
- traumatische Blutungen z.B.
- Kontusion
- traumatisches Hämatom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
-
Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels
Stoffname Stoffmenge Stofftyp Ticagrelor 90 mg Wirkstoff Carboxymethylstärke, Natriumsalz Typ A + Hilfsstoff Cellulose, mikrokristallin + Hilfsstoff Crospovidon + Hilfsstoff Eisen (III) hydroxid oxid x-Wasser + Hilfsstoff Hypromellose + Hilfsstoff Macrogol 400 + Hilfsstoff Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich] + Hilfsstoff Mannitol + Hilfsstoff Povidon K30 + Hilfsstoff Silicium dioxid, hochdispers + Hilfsstoff Talkum + Hilfsstoff Titan dioxid + Hilfsstoff Gesamt Natrium Ion 1 mmol Zusatzangabe Gesamt Natrium Ion mg k.A. -
Anmelden / Registrieren
Bitte geben Sie Ihre Email-Adresse und Ihr persönliches Passwort ein. Nutzen Sie die Vorteile eines Kundenkontos, wie Favoriten und Preis-Alarm.


