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Anwendungsgebiete
Indikation, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Abirateron - peroral- in Kombination mit Prednison oder Prednisolon indiziert zur Behandlung
- des neu diagnostizierten Hochrisiko-metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinoms (mHSPC) bei erwachsenen Männern in Kombination mit Androgenentzugstherapie (androgen deprivation therapy, ADT)
- des neu diagnostizierten nicht-metastasierten hormonsensitiven Hochrisiko-Prostatakarzinoms bei erwachsenen Männern in Kombination mit ADT und Strahlentherapie
- des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC)
- bei erwachsenen Männern mit asymptomatischem oder mild symptomatischem Verlauf der Erkrankung nach Versagen der Androgenentzugstherapie, bei denen eine Chemotherapie noch nicht klinisch indiziert ist
- bei erwachsenen Männern, deren Erkrankung während oder nach einer Docetaxel-haltigen Chemotherapie progredient ist
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Abirateron - peroral- zum Einnehmen
- Einnahme
- nicht zusammen mit Nahrungsmitteln
- die Einnahme von Abirateron zusammen mit Nahrungsmitteln erhöht die systemische Exposition
- mind. 2 Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme
- unzerteilt mit Wasser
- nicht zusammen mit Nahrungsmitteln
- nach der Einnahme soll mind. 1 Stunde lang keine Nahrungsaufnahme erfolgen
Gegenanzeigen
Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Abirateron - peroral- Überempfindlichkeit gegen Abirateron
- schwere Leberfunktionsstörung [Child-Pugh Klasse C]
- Anwendung von Abirateron mit Prednison oder Prednisolon in der Kombination mit Ra-223
- Frauen, die schwanger sind oder schwanger sein könnten
- nicht zur Anwendung bei Frauen bestimmt
Vorsichtsmaßnahmen
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Abirateron - peroral- Abirateron sollte von einem Arzt, der Erfahrung mit der Behandlung eines metastasierten Prostatakarzinoms hat, verschrieben werden
- Hypertonie, Hypokaliämie, Flüssigkeitsretention und Herzinsuffizienz infolge eines Mineralcorticoid-Überschusses
- Abirateron kann aufgrund der erhöhten Mineralcorticoid-Spiegel infolge der CYP17-Inhibition Hypertonie, Hypokaliämie und Flüssigkeitsretention hervorrufen
- gleichzeitige Gabe eines Corticosteroids supprimiert die Ausschüttung des adrenocorticotropen Hormons (ACTH), wodurch die Inzidenz und die Schwere dieser Nebenwirkungen verringert werden
- Vorsicht
- bei der Behandlung von Patienten, deren Grunderkrankungen durch einen Blutdruckanstieg, Hypokaliämie (z.B. Patienten unter Herzglykosiden), oder Flüssigkeitsretention (z. B. Patienten mit Herzinsuffizienz), schwerer oder instabiler Angina pectoris, kürzlich aufgetretenem Myokardinfarkt oder ventrikulärer Arrhythmie beeinträchtigt werden könnten
- bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung
- Vorsicht bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen
- Patienten mit unkontrollierter Hypertonie, klinisch signifikanter Herzerkrankung nachgewiesen durch Myokardinfarkt, arterielle thrombotische Ereignisse in den letzten 6 Monaten, schwere oder instabile Angina, Herzinsuffizienz der New York Heart Association (NYHA)-Klasse III oder IV (Studie 301) oder Herzinsuffizienz der Klasse II bis IV (Studien 3011 und 302) oder mit einer kardialen Ejektionsfraktion von < 50 % waren von der Phase-III-Studie mit Abirateron ausgeschlossen
- Patienten mit Vorhofflimmern oder anderen kardialen Arrhythmien, die eine medizinische Therapie benötigen, waren von Studien 3011 und 302 ausgeschlossen
- Sicherheit bei Patienten mit einer linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF) von < 50% oder einer Herzinsuffizienz der NYHA-Klasse III oder IV (Studie 301) oder einer Herzinsuffizienz der NYHA-Klasse II bis IV (Studien 3011 und 302) ist nicht nachgewiesen
- vor Beginn der Behandlung von Patienten mit einem erheblichen Risiko für eine kongestive Herzinsuffizienz (z.B. Herzinsuffizienz, unkontrollierte Hypertonie oder kardiale Ereignisse wie ischämische Herzerkrankung in der Anamnese) Kontrolle der Herzfunktion (z.B. Echokardiogramm) in Betracht ziehen
- vor Beginn der Behandlung Herzinsuffizienz behandeln und Herzfunktion optimieren
- Hypertonie, Hypokaliämie, und Flüssigkeitsretention korrigieren und kontrollieren
- während der Behandlung Blutdruck, Serum-Kalium, Flüssigkeitsretention (Gewichtszunahme, perihere Ödeme) und andere Anzeichen und Symptome für eine Herzinsuffizienz über 3 Monate alle 2 Wochen und anschließend 1mal / Monat kontrollieren und Anomalien korrigieren
- eine QT-Verlängerung wurde bei Patienten beobachtet, die eine Hypokaliämie im Zusammenhang mit einer Abirateron-Behandlung entwickelten
- Herzfunktion nach klinischer Indikation kontrollieren, entsprechende Versorgung einleiten und Abbruch der Behandlung in Betracht ziehen, wenn eine klinisch signifikante Verminderung der Herzfunktion auftritt
- Abirateron kann aufgrund der erhöhten Mineralcorticoid-Spiegel infolge der CYP17-Inhibition Hypertonie, Hypokaliämie und Flüssigkeitsretention hervorrufen
- Hepatotoxizität und Leberfunktionsstörung
- in kontrollierten klinischen Studien traten deutlich erhöhte Leberwerte auf, die zum Absetzen der Behandlung oder einer Dosismodifikation führten
- Serum-Transaminasespiegel bestimmen
- vor Beginn der Behandlung
- in den ersten 3 Monaten der Behandlung alle 2 Wochen
- anschließend 1mal / Monat
- bei Symptomen oder Anzeichen, die auf eine Hepatotoxizität hindeuten, sollen Serum-Transaminasen umgehend bestimmt werden
- wenn es zu irgendeinem Zeitpunkt zu einem Anstieg von ALT oder AST über das 5-Fache der ULN kommt
- soll die Behandlung unverzüglich unterbrochen und die Leberfunktion engmaschig überwacht werden
- erneute Behandlung kann erst nach Rückgang der Leberwerte auf die Ausgangswerte des Patienten und mit einer reduzierten Dosierung durchgeführt werden
- wenn Patienten zu irgendeinem Zeitpunkt während der Behandlung eine schwere Hepatotoxizität entwickeln (ALT oder AST 20-fach über der ULN)
- muss die Behandlung abgebrochen und die Patienten dürfen nicht erneut behandelt werden
- Patienten mit einer aktiven oder symptomatischen viralen Hepatitis von klinischen Studien ausgeschlossen
- keine Daten vorliegend, die die Anwendung von Abirateron in dieser Population stützen
- keine Daten zur klinischen Sicherheit und Wirksamkeit von multiplen Abirateron-Dosen bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh Klasse B oder C) vorhanden
- Anwendung bei Patienten mit mäßiger Leberfunktionsstörung, bei denen ein Nutzen deutlich das potenzielle Risiko überwiegt, sorgfältig überprüfen
- bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung nicht anwenden
- nach Markteinführung seltene Berichte über akutes Leberversagen und fulminante Hepatitis, einige mit tödlichem Ausgang
- Absetzen von Corticosteroiden und Absicherung von Stresssituationen
- Vorsicht ist geboten und eine Überwachung auf eine Insuffizienz der Nebennierenrinde soll erfolgen, wenn die Behandlung mit Prednison oder Prednisolon abgesetzt wird
- wenn die Behandlung nach Absetzen der Corticosteroide fortgeführt wird, sollen die Patienten auf Symptome eines Überschusses an Mineralcorticoiden überwacht werden
- bei Patienten unter Prednison oder Prednisolon, die ungewohntem Stress ausgesetzt sind, kann eine erhöhte Dosis von Corticosteroiden vor, während und nach der Stresssituation indiziert sein
- Knochendichte
- bei Männern mit metastasiertem fortgeschrittenem Prostatakarzinom kann verminderte Knochendichte auftreten
- Abirateron zusammen mit einem Glucocorticoid könnte diesen Effekt verstärken
- vorangegangene Therapie mit Ketoconazol
- bei Patienten, die zuvor wegen eines Prostatakarzinoms mit Ketoconazol behandelt wurden, könnten geringere Response-Raten auftreten
- Hyperglykämie
- Anwendung von Glucocorticoiden kann eine Hyperglykämie verstärken
- daher Blutzucker-Wert bei Patienten mit Diabetes häufig messen
- Hypoglykämie
- Fälle von Hypoglykämie berichtet, wenn Abirateron mit Prednison / Prednisolon von Patienten angewendet wurde, die bei einem vorbestehenden Diabetes Pioglitazon oder Repaglinid erhielten
- daher soll der Blutzucker-Wert bei Patienten mit Diabetes beobachtet werden
- Anwendung zusammen mit Chemotherapie
- Sicherheit und Wirksamkeit bei gleichzeitiger Anwendung mit einer zytotoxischen Chemotherapie nicht erwiesen
- potenzielle Risiken
- bei Männern mit metastasiertem Prostatakarzinom, einschließlich derer unter Behandlung mit Abirateron, können Anämien und sexuelle Funktionsstörungen auftreten
- Einfluss auf die Skelettmuskulatur
- Fälle von Myopathie und von Rhabdomyolyse unter Abirateron berichtet
- die meisten Fälle traten innerhalb der ersten 6 Monate der Behandlung auf und waren nach Absetzen von Abirateron reversibel
- Vorsicht bei Patienten, die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die mit der Entstehung von Myopathie / Rhabdomyolyse assoziiert sind
- Fälle von Myopathie und von Rhabdomyolyse unter Abirateron berichtet
- Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
- starke CYP3A4-Induktoren aufgrund des Risikos einer verringerten Exposition von Abirateron vermeiden, außer es sind keine therapeutischen Alternativen verfügbar
- Kombination von Abirateron und Prednison / Prednisolon mit Ra-223
- Behandlung mit Abirateron und Prednison / Prednisolon in der Kombination mit Ra-223 ist kontraindiziert
- Grund hierfür ist erhöhtes Frakturrisiko und Trend zu einer erhöhten Mortalität bei Patienten mit asymptomatischem oder mild symptomatischem Prostatakarzinom, wie in klinischen Studien beobachtet wurde
- empfohlen, nachfolgende Behandlung mit Ra-223 nicht vor Ablauf von 5 Tagen nach Einnahme der letzten Dosis Abirateron in Kombination mit Prednison / Prednisolon zu beginnen
- Behandlung mit Abirateron und Prednison / Prednisolon in der Kombination mit Ra-223 ist kontraindiziert
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Abirateron - peroral- kontraindiziert bei Frauen, die schwanger sind oder sein könnten
- nicht zur Anwendung bei Frauen bestimmt
- Frauen im gebärfähigen Alter
- keine Daten zur Anwendung in der Schwangerschaft beim Menschen vorliegend
- nicht zur Anwendung bei Frauen im gebärfähigen Alter bestimmt
- Kontrazeption bei Männern und Frauen
- nicht bekannt, ob Abirateron oder seine Metabolite im Sperma vorhanden sind
- Kondom erforderlich, wenn der Patient mit einer schwangeren Frau sexuell aktiv ist
- hat der Patient Geschlechtsverkehr mit einer Frau im gebärfähigen Alter, ist sowohl ein Kondom als auch eine andere zuverlässige Verhütungsmethode erforderlich
- tierexperimentelle Studien
- haben Reproduktionstoxizität gezeigt
- Fertilität
- Abirateron beeinträchtigt die Fertilität männlicher und weiblicher Ratten
- Effekte jedoch vollständig reversibel
- Abirateron beeinträchtigt die Fertilität männlicher und weiblicher Ratten
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Abirateron - peroral- Abirateron nicht zur Anwendung bei Frauen bestimmt
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben schwerwiegend [223Ra]Radiumchlorid / Abirateron
CYP3A-Substrate / Lonafarnib
Hydroxyzin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
mittelschwer Abirateron / Nahrung
Abirateron / CYP3A4-Induktoren, starke
Abirateron / Spironolacton
Blutgerinnungsfaktoren, AAV-Vektor basiert / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
Ajmalin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Fluphenazin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Opipramol / CYP2D6-Inhibitoren
CYP3A4-Substrate / Avacopan
CYP3A4-Substrate / Belzutifan
geringfügig CYP2D6-Substrate / Abirateron
Stoffe, potenziell hepatotoxisch / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
Pioglitazon / Abirateron
Repaglinid / Abirateron
CYP3A4-, OATP1B1-, OATP1B3-Substrate / Remdesivir
Methotrexat / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
Isoniazid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
Teriflunomid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
Valproinsäure / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
Mercaptopurin / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
CYP3A-Substrate / Ritlecitinib
CYP3A4-Substrate / Maralixibat
CYP3A4-Substrate / Omaveloxolon
CYP3A4-Substrate / Dexamethason
QT-Info (Produktinformation) / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
CYP3A4-Substrate / Vadadustat
CYP3A4-Substrate / Iptacopan
CYP3A4-Substrate / Sparsentan
CYP2C9-, CYP2C19-, CYP2D6- und CYP3A4/5-Substrate / Sirolimus, extern
CYP3A4-, CYP1A2-, CYP2C-Substrate / Meropenem und Vaborbactam
Docetaxel / CYP3A-Substrate
Mizolastin / CYP3A4-Inhibitoren, starke und CYP3A4-Substrate
CYP3A4-Substrate / Repotrectinib
CYP3A4-Substrate / Tiratricol
unbedeutend Paracetamol / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
CYP3A-Substrate / RelugolixWarnhinweise
Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.
Dosierungsanleitung
Dosierung, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Abirateron - peroral- Behandlung des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC) bei erwachsenen Männern und Behandlung des neu diagnostizierten Hochrisiko-metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinoms (mHSPC) bei erwachsenen Männern
- empfohlene Dosis: 1000 mg Abirateronacetat 1mal / Tag
- zusammen mit niedrig dosiertem Prednison oder Prednisolon einnehmen
- empfohlene Dosis von Prednison oder Prednisolon bei mHSPC: 5 mg Prednison oder Prednisolon / Tag
- empfohlene Dosis von Prednison oder Prednisolon bei mCRPC: 10 mg Prednison oder Prednisolon / Tag
- medizinische Kastration mit einem LHRH-Analogon soll während der Behandlung von Patienten, die nicht chirurgisch kastriert sind, fortgeführt werden
Dosisanpassungen
- versäumte Tagesdosis (Abirateronacetat, Prednison oder Prednisolon)
- Behandlung am folgenden Tag mit der üblichen Tagesdosierung fortführen
- Hepatotoxizität
- Serum-Transaminasen sollen vor Beginn der Behandlung, in den ersten 3 Monaten der Behandlung alle 2 Wochen und anschließend 1mal / Monat bestimmt werden
- falls Patienten während der Behandlung eine Hepatotoxizität entwickeln (Anstieg der Alaninaminotransferase [ALT] oder Aspartataminotransferase [AST] über das 5-fache der oberen Grenze des Normbereichs), soll die Behandlung unverzüglich unterbrochen werden
- nach Rückgang der Leberwerte auf die Ausgangswerte des Patienten
- erneute Behandlung kann mit einer reduzierten Dosis von 500 mg 1mal / Tag erfolgen
- bei Patienten, die erneut behandelt werden, sollen die Serum-Transaminasen über 3 Monate mindestens alle 2 Wochen und anschließend 1mal / Monat überwacht werden
- tritt Hepatotoxizität unter reduzierter Dosis von 500 mg / Tag erneut auf, muss die Behandlung abgebrochen werden
- falls Patienten zu irgendeinem Zeitpunkt während der Behandlung eine schwere Hepatotoxizität entwickeln (ALT oder AST 20-fach über der oberen Grenze des Normbereichs), muss die Behandlung abgebrochen werden; Patienten dürfen nicht erneut behandelt werden
- Hypertonie, Hypokaliämie, Flüssigkeitsretention und Herzinsuffizienz und andere nicht mineralkortikoidbedingte Toxizitäten
- Blutdruck, Serum-Kalium und Flüssigkeitsretention 1mal / Monat kontrollieren
- Patienten mit einem erheblichen Risiko für eine kongestive Herzinsuffizienz
- Kontrolle in den ersten 3 Monaten der Behandlung alle 2 Wochen und anschließend 1mal / Monat
- bei Patienten mit vorbestehender Hypokaliämie oder bei Patienten, die während der Behandlung eine Hypokaliämie entwickeln
- Beibehalten des Kalium-Spiegels von >/= 4,0 mmol/l ist zu berücksichtigen
- falls Patienten Toxizitäten im Schweregrad >/= 3, einschließlich Hypertonie, Hypokaliämie, Ödeme und andere nicht mineralkortikoidbedingte Toxizitäten, entwickeln
- Behandlung unterbrechen und entsprechende medizinische Versorgung einleiten
- Behandlung nicht fortsetzen bis Symptome der Toxizität auf Schweregrad 1 oder auf den Ausgangswert zurückgegangen sind
- Leberinsuffizienz (leicht, Child-Pugh Klasse A)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Leberinsuffizienz (mäßig, Child-Pugh Klasse B)
- es kann keine Empfehlung zur Dosisanpassung gegeben werden
- Anwendung soll bei Patienten, bei denen ein Nutzen deutlich das potenzielle Risiko überwiegt, mit Vorsicht bewertet werden
- erhöht systemische Exposition um das ca. 4- fache (nach oraler Einmaldosis von 1000 mg)
- keine Daten zur klinischen Sicherheit und Wirksamkeit von multiplen Abirateronacetat-Dosen vorliegend
- Leberinsuffizienz (schwer, Child-Pugh Klasse C)
- Abirateronacetat soll bei diesen Patienten nicht angewendet werden
- es kann keine Empfehlung zur Dosisanpassung gegeben werden
- keine Daten zur klinischen Sicherheit und Wirksamkeit von multiplen Abirateronacetat-Dosen vorliegend
- Niereninsuffizienz
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Patienten mit Prostatakarzinom und schwerer Nierenfunktionsstörung
- Vorsicht bei der Anwendung, da keine klinischen Erfahrungen vorliegen
- Kinder und Jugendliche
- Abirateron hat keinen relevanten Nutzen bei Kindern und Jugendlichen
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Abirateron - peroral- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Harnwegsinfektion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sepsis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische Reaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Endokrine Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Nebenniereninsuffizienz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypokaliämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypertriglyceridämie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzinsuffizienz, umfasst auch
- kongestive Herzinsuffizienz
- linksventrikuläre Dysfunktion
- verminderte Ejektionsfraktion
- Angina Pectoris
- Vorhofflimmern
- Tachykardie
- Herzinsuffizienz, umfasst auch
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- andere Arrhythmien
- ohne Häufigkeitsangabe
- Myokardinfarkt
- QT-Verlängerung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypertonie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Alveolitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Diarrhö
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dyspepsie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- erhöhte Alaninaminotransferase und / oder erhöhte Aspartataminotransferase, umfasst
- erhöhte ALT
- erhöhte AST
- abnormale Leberfunktion
- erhöhte Alaninaminotransferase und / oder erhöhte Aspartataminotransferase, umfasst
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- fulminante Hepatitis
- akutes Leberversagen
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhte Werte Gesamt-Bilirubin
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautausschlag
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Myopathie
- Rhabdomyolyse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Niere und der Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hämaturie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- periphere Ödeme
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Frakturen
- beinhalten Osteoporose und alle Frakturen mit Ausnahme der pathologischen Frakturen
- Frakturen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- in Kombination mit Prednison oder Prednisolon indiziert zur Behandlung
-
Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels
Stoffname Stoffmenge Stofftyp Abirateron acetat 500 mg Wirkstoff Abirateron 446.32 mg k.A. Cellulose, mikrokristallin, silifiziert + Hilfsstoff Croscarmellose, Natriumsalz + Hilfsstoff Hypromellose 2910 + Hilfsstoff Lactose 1-Wasser + Hilfsstoff Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich] + Hilfsstoff Natrium dodecylsulfat + Hilfsstoff Opadry II 85F 90093, Lila 29 mg Hilfsstoff Poly(vinylalkohol) + k.A. Titan dioxid + k.A. Macrogol 4000 + k.A. Talkum + k.A. Eisen (III) oxid + k.A. Eisen (II,III) oxid + k.A. Silicium dioxid, hochdispers + Hilfsstoff -
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