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Anwendungsgebiete
Indikation, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ticagrelor - peroral- in Kombination mit Acetylsalicylsäure
- Prävention atherothrombotischer Ereignisse bei erwachsenen Patienten mit
- einem akuten Koronarsyndrom (acute coronary syndrome, ACS) oder
- einem Myokardinfarkt (MI) in der Vorgeschichte und einem hohen Risiko für die Entwicklung eines atherothrombotischen Ereignisses
- Prävention atherothrombotischer Ereignisse bei erwachsenen Patienten mit
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ticagrelor - peroral- zum Einnehmen
- Ticagrelor kann zusammen mit oder unabhängig von einer Mahlzeit eingenommen werden
Gegenanzeigen
Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ticagrelor - peroral- Überempfindlichkeit gegen Ticagrelor
- aktive pathologische Blutung
- intrakranielle Blutungen in der Vorgeschichte
- schwere Leberfunktionsstörung
- gleichzeitige Anwendung von Ticagrelor mit starken CYP3A4-Inhibitoren
- z. B. Ketoconazol, Clarithromycin, Nefazodon, Ritonavir und Atazanavir
- kann zu einem erheblichen Anstieg der Ticagrelor-Konzentration führen
- z. B. Ketoconazol, Clarithromycin, Nefazodon, Ritonavir und Atazanavir
Vorsichtsmaßnahmen
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ticagrelor - peroral- Blutungsrisiko
- bei Patienten mit bekanntem Blutungsrisiko
- Nutzen von Ticagrelor im Hinblick auf die Prävention atherothrombotischer Ereignisse gegenüber den Risiken abwägen
- sofern klinisch indiziert ist, sollte Ticagrelor bei folgenden Patientengruppen mit Vorsicht angewendet werden
- Patienten mit Blutungsneigung z.B. aufgrund
- eines kürzlich zurückliegenden Traumas
- einer kürzlich durchgeführten Operation
- Blutgerinnungsstörungen
- einer aktiven oder vor Kurzem aufgetretenen gastrointestinalen Blutung
- Patienten mit erhöhtem Traumarisiko
- Patienten, die innerhalb von 24 Stunden nach der Anwendung von Ticagrelor gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Blutungsrisiko erhöhen können z.B.
- nichtsteroidale antiinflammatorische Arzneimittel (NSAR)
- orale Antikoagulanzien
- Fibrinolytika
- Patienten mit Blutungsneigung z.B. aufgrund
- Anwendung kontraindiziert bei
- Patienten mit aktiver pathologischer Blutung
- Patienten mit einer intrakraniellen Blutung in der Vorgeschichte
- Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung
- Studien TICO und TWILIGHT
- in zwei randomisierten kontrollierten Studien (TICO und TWILIGHT) bei Patienten mit ACS, die sich einem PCI-Eingriff mit einem Wirkstoff-freisetzenden Stent unterzogen hatten, konnte gezeigt werden, dass das Absetzen von ASS nach 3 Monaten dualer Thrombozytenaggregationshemmung (dual antiplatelet therapy, DAPT) mit Ticagrelor und ASS und die Fortsetzung der Behandlung mit Ticagrelor als einfache Thrombozytenaggregationshemmung (single antiplatelet therapy, SAPT) für 9 bzw. 12 Monate das Blutungsrisiko verringert, ohne dass ein Anstieg des Risikos schwerer unerwünschter kardiovaskulärer Ereignisse (major adverse cardiovascular events, MACE) im Vergleich zu einer fortgesetzten DAPT beobachtet wurde
- die Entscheidung, ASS nach 3 Monaten abzusetzen und Ticagrelor als einfache Thrombozytenaggregationshemmung für 9 Monate bei Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko fortzusetzen, sollte auf einer klinischen Beurteilung unter Berücksichtigung des Blutungsrisikos gegenüber dem Risiko thrombotischer Ereignisse basieren
- Thrombozytentransfusionen konnten bei gesunden Probanden den thrombozytenfunktionshemmenden Effekt von Ticagrelor nicht aufheben
- unwahrscheinlich, dass diese von klinischen Nutzen bei Patienten mit Blutungen sind
- da die Blutungszeit durch die gleichzeitige Anwendung von Ticagrelor und Desmopressin nicht reduziert wurde, ist es unwahrscheinlich, dass klinische Blutungsereignisse mit Desmopressin wirksam behandelt werden können
- antifibrinolytische Therapie (Aminocapronsäure oder Tranexamsäure) und/oder der rekombinante Faktor VIIa können die Hämostase erhöhen
- Anwendung von Ticagrelor kann wiederaufgenommen werden, wenn die Ursache der Blutung festgestellt und unter Kontrolle gebracht wurde
- bei Patienten mit bekanntem Blutungsrisiko
- Operation
- Patienten sollten darauf hingewiesen werden, den Arzt oder Zahnarzt vor jeglicher geplanter Operation und bevor ein neues Arzneimittel eingenommen wird, über die Einnahme von Ticagrelor zu informieren
- bei PLATO-Patienten, die sich einer aortokoronaren Bypass-Operation (CABG) unterzogen haben, zeigten sich unter Ticagrelor mehr Blutungen als unter Clopidogrel, wenn die Behandlung innerhalb eines Tages vor der Operation abgesetzt wurde
- Anzahl schwerer Blutungen war jedoch ähnlich im Vergleich mit Clopidogrel bei Beendigung der Therapie 2 oder mehr Tage vor der Operation
- wenn bei einem Patienten eine elektive Operation vorgesehen ist und kein thrombozytenfunktionshemmender Effekt erwünscht ist, sollte Ticagrelor 5 Tage vor der Operation abgesetzt werden
- Patienten mit vorangegangenem ischämischem Schlaganfall
- ACS-Patienten mit einem vorangegangenen ischämischen Schlaganfall können bis zu 12 Monate lang mit Ticagrelor behandelt werden (PLATO-Studie)
- in PEGASUS waren Patienten mit MI in der Vorgeschichte mit vorangegangenem ischämischem Schlaganfall nicht eingeschlossen
- bei diesen Patienten eine Behandlung über 1 Jahr hinaus nicht empfohlen, aufgrund fehlender Daten
- eingeschränke Leberfunktion
- schwere Leberfunktionsstörung
- kontraindiziert
- mäßige Leberfunktionsstörung
- Erfahrungen mit Ticagrelor begrenzt
- Vorsicht geboten
- schwere Leberfunktionsstörung
- Patienten mit einem Risiko für bradykarde Ereignisse
- z.B. Patienten ohne Herzschrittmacher, die Sinusknotensyndrom, AV-Block II. oder III. Grades oder bradykardiebedingte Synkopen aufweisen
- Ticagrelor sollte aufgrund der begrenzten klinischen Erfahrung bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden
- Auschluss dieser Patienten von Hauptstudien in denen die Sicherheit und Wirksamkeit von Ticagrelor bewertet wurde
- Überwachung mittels Holter-EKG hat während der Behandlung mit Ticagrelor, verglichen mit Clopidogrel, eine erhöhte Häufigkeit von meist asymptomatischen ventrikulären Pausen gezeigt
- Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung mit Arzneimitteln, die bekanntermaßen eine Bradykardie auslösen können
- allerdings wurden in der PLATO-Studie nach gleichzeitiger Anwendung von einem oder mehreren Arzneimitteln, die bekanntermaßen eine Bradykardie auslösen (z.B. 96 % Betablocker, 33 % Calciumkanalblocker Diltiazem und Verapamil und 4 % Digoxin), keine Hinweisen auf klinisch signifikante unerwünschte Wechselwirkungen beobachtet
- während der Holter-Substudie im Rahmen von PLATO hatten unter Ticagrelor mehr Patienten während der akuten Phase ihres ACS ventrikuläre Pausen >= 3 Sekunden als unter Clopidogrel
- der durch das Holter- EKG ermittelte Anstieg von ventrikulären Pausen unter Ticagrelor war bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz (chronic heart failure, CHF) während der akuten Phase des Koronarsyndroms höher als in der Gesamtpopulation der Studie
- nach einem Monat Behandlung mit Ticagrelor zeigte sich kein Unterschied mehr zur Gesamtpopulation oder im Vergleich zu Clopidogrel
- bei dieser Patientenpopulation waren mit diesem Ungleichgewicht (einschließlich Synkope oder Implantation eines Herzschrittmachers) keine nachteiligen klinischen Folgen verbunden
- Berichte über bradyarrhythmische Ereignisse und AV-Blöcke nach Markteinführung
- v.a. bei Patienten mit ACS, bei denen eine kardiale Ischämie und begleitende Arzneimittel, die die Herzfrequenz senken oder die kardiale Erregungsleitung beeinflussen, potenzielle Störfaktoren darstellen
- der klinische Zustand des Patienten und die Begleitmedikation sollten vor einer Anpassung der Behandlung als mögliche Ursachen bewertet werden
- Dyspnoe
- Dyspnoe wurde bei Patienten, die mit Ticagrelor behandelt wurden, berichtet
- Dyspnoe üblicherweise von leichter bis mittelschwerer Intensität und geht oft zurück, ohne dass ein Absetzen der Therapie erforderlich ist
- Patienten mit Asthma / chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (chronic obstructive pulmonary disease, COPD)
- haben möglicherweise ein erhöhtes absolutes Risiko, eine Dyspnoe zu erleiden
- Anwendung bei Patienten mit Asthma und / oder COPD in der Vorgeschichte mit Vorsicht
- zugrundeliegender Mechanismus wurde noch nicht geklärt
- bei neu auftretender Dyspnoe oder einer Verlängerung bzw. Verschlechterung einer bestehenden Dyspnoe
- vollständig abklären
- wenn die Behandlung mit Ticagrelor nicht toleriert wird
- Behandlung beenden
- zentrale Schlafapnoe
- Berichte über zentrale Schlafapnoe einschl. Cheyne-Stokes-Atmung nach Markteinführung
- bei Verdacht auf eine zentrale Schlafapnoe
- weitere klinische Bewertung erwägen
- Kreatinin-Erhöhungen
- Kreatininwerte können während der Behandlung ansteigen
- zugrundeliegender Mechanismus ist nicht geklärt
- Nierenfunktion entsprechend der medizinischen Routine überprüfen
- bei ACS-Patienten einen Monat nach Beginn der Behandlung zusätzliche Kontrolle der Nierenfunktion mit besonderer Aufmerksamkeit bei
- Patienten >= 75 Jahre
- Patienten mit mäßigen / schweren Nierenfunktionsstörungen
- Patienten unter gleichzeitiger Behandlung mit einem Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB)
- Harnsäure-Erhöhungen
- Hyperurikämie kann während der Behandlung mit Ticagrelor auftreten
- Vorsicht bei Patienten mit Hyperurikämie oder arthritischer Gicht in der Vorgeschichte
- Vorsichtsmaßnahme
- von Anwendung von Ticagrelor bei Patienten mit Harnsäure-Nephropathie wird abgeraten
- thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP)
- thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP) wurde sehr selten unter Anwendung von Ticagrelor berichtet
- Anzeichen hierfür sind Thrombozytopenie und mikroangiopathische hämolytische Anämie
- die entweder mit neurologischen Symptomen Nierenfunktionsstörungen oder Fieber einhergehen
- eine TTP kann potenziell letal verlaufen
- erfordert daher eine sofortige Behandlung einschl. Plasmapherese
- Beeinflussung von Plättchen-Funktionstests zur Diagnose Heparin-induzierter Thrombozytopenien (HIT)
- beim Heparin-induzierten Plättchen-Aktivierungstest (HIPA), der zur Diagnose von HIT verwendet wird, aktivieren Anti-Plättchenfaktor 4/ Heparin-Antikörper im Patientenserum Thrombozyten von gesunden Spendern in Gegenwart von Heparin
- bei Patienten, die Ticagrelor eingenommen hatten
- Berichte über falsch negative Ergebnisse für HIT mittels eines Plättchen-Funktionstests (einschl., aber möglicherweise nicht beschränkt auf den HIPA-Test)
- dies hängt mit der Hemmung des P2Y12-Rezeptors auf den gesunden Spenderplättchen im Test durch Ticagrelor im Serum / Plasma des Patienten zusammen
- Berichte über falsch negative Ergebnisse für HIT mittels eines Plättchen-Funktionstests (einschl., aber möglicherweise nicht beschränkt auf den HIPA-Test)
- für die Interpretation der HIT-Plättchen-Funktionstests sind Informationen über die gleichzeitige Behandlung mit Ticagrelor erforderlich
- bei Patienten, die eine HIT entwickelt haben, sollte das Nutzen-Risiko-Verhältnis vor einer Weiterbehandlung mit Ticagrelor abgewogen werden
- wobei sowohl der prothrombotische Zustand von HIT als auch das erhöhte Blutungsrisiko bei gleichzeitiger Antikoagulanz- und Ticagrelor-Behandlung berücksichtigt werden sollte
- Kombination mit ASS
- gleichzeitige Anwendung von Ticagrelor und hohen ASS-Erhaltungsdosen (> 300 mg) nicht empfohlen
- basierend auf der in PLATO beobachteten Beziehung zwischen der ASS-Erhaltungsdosis und der relativen Wirksamkeit von Ticagrelor im Vergleich zu Clopidogrel
- gleichzeitige Anwendung von Ticagrelor und hohen ASS-Erhaltungsdosen (> 300 mg) nicht empfohlen
- vorzeitiger Abbruch
- vorzeitiger Abbruch einer thrombozytenhemmenden Therapie, einschl. Ticagrelor, könnte zu einem erhöhten Risiko für kardiovaskulären (CV) Tod oder MI oder Schlaganfall aufgrund der zugrundeliegenden Erkrankung des Patienten führen
- vorzeitige Beendigung der Therapie vermeiden
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ticagrelor - peroral- Ticagrelor während der Schwangerschaft nicht empfohlen
- keine bzw. nur begrenzte Daten zur Anwendung bei Schwangeren
- Frauen im gebärfähigen Alter
- sollten geeignete Maßnahmen zur Empfängnisverhütung verwenden, um eine Schwangerschaft während der Therapie zu verhindern
- tierexperimentelle Studien
- Reproduktionstoxizität gezeigt
- Fertilität
- Ticagrelor hatte keine Auswirkungen auf die männliche oder weibliche Fertilität von Tieren
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ticagrelor - peroral- Entscheidung muss getroffen werden, ob abgestillt oder die Therapie abgesetzt / nicht durchgeführt werden soll
- Nutzen des Stillens für das Kind und Nutzen der Behandlung für die Mutter berücksichtigen
- tierexperimentelle Studien
- vorhandene pharmakodynamische / toxikologische Daten bei Tieren haben gezeigt, dass Ticagrelor und seine aktiven Metaboliten in die Muttermilch übergehen
- Risiko für Neugeborene / Säuglinge kann nicht ausgeschlossen werden
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben schwerwiegend Dabigatran / P-Glykoprotein-Inhibitoren
Ticagrelor / CYP3A4-Inhibitoren, starke
Alipogen tiparvovec / Stoffe, gerinnungshemmende
Thrombozytenaggregationshemmer / Proteolytische Enzyme
Antithrombotika / Blutegel
Antikoagulanzien / Aviptadil und Phentolamin
CYP3A-Substrate / Lonafarnib
mittelschwer Stoffe, gerinnungshemmende / Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Thrombozytenaggregationshemmer / Argatroban
Faktor Xa-Inhibitoren, orale / Thrombozytenaggregationshemmer
Thrombozytenaggregationshemmer / Vitamin-K-Antagonisten
Plasminogen-Aktivatoren / Thrombozytenaggregationshemmer
Cholesterin-Synthese-Hemmer / Ticagrelor
Thrombozytenaggregationshemmer / Antirheumatika, nicht-steroidale
Antikoagulanzien / Asparaginase
Thrombozytenaggregationshemmer / Cilostazol
Stoffe, die antithrombotisch bzw. fibrinolytisch wirken / Defibrotid
Nintedanib / Antikoagulanzien
Antikoagulanzien / Pegaspargase
Antikoagulanzien / Anagrelid
Padeliporfin / Stoffe, gerinnungshemmende
Caplacizumab / Antikoagulanzien
Inotersen / Antikoagulanzien
P2Y12-Hemmer / Opioide
CYP3A-Substrate, sensitive / Tucatinib
CYP3A4-Substrate, sensitive / Selpercatinib
Relugolix / P-Glykoprotein-Inhibitoren, orale
Rosuvastatin / Ticagrelor
Aldosteron-Antagonisten / CYP3A-Inhibitoren, moderate und schwache
Thrombozytenaggregationshemmer / Corticosteroide
Mavacamten / CYP3A4-Inhibitoren, schwache
Pralsetinib / P-Glykoprotein-Inhibitoren
Avapritinib / Antikoagulanzien
Pirtobrutinib / Antikoagulanzien, Thrombozytenaggregationshemmer
Antikoagulanzien, orale / Aztreonam
Dexamethason (okulär) / CYP3A4-Inhibitoren
CYP3A4-Substrate / Avacopan
CYP3A4-Substrate / Belzutifan
Repotrectinib / P-Glykoprotein-Inhibitoren und/oder CYP3A4-Inhibitoren, starke und moderate
Thiotepa / CYP2B6-, CYP3A4-Inhibitoren
Tacrolimus, systemisch / CYP3A4-Inhibitoren, schwache und moderate
CYP450-Substrate, sensitive / Vorasidenib
Zanubrutinib / CYP3A-Inhibitoren, schwache
Antikoagulanzien / Zanubrutinib
geringfügig Thrombozytenaggregationshemmer / Proteasen
Digitalis-Glykoside / Ticagrelor
Ticagrelor / CYP3A4-Inhibitoren, mittelstarke
Ticagrelor / CYP3A4-Induktoren, starke
Ticagrelor / P-Glykoprotein-Inhibitoren
Antikoagulanzien / Teriflunomid
Ibrutinib / CYP3A4-Inhibitoren, schwache
Thrombozytenaggregationshemmer / Ibrutinib
Alprostadil / Antikoagulanzien
Thrombozytenaggregationshemmer / Ginkgo biloba
Stoffe, gerinnungshemmende / Metamizol
Pentosanpolysulfat-Natrium / Stoffe, gerinnungshemmende
Volanesorsen / Antikoagulanzien
Stoffe, die antithrombotisch bzw. fibrinolytisch wirken / Tranexamsäure
Enfortumab Vedotin / CYP3A4-Inhibitoren
Dabigatran / Thrombozytenaggregationshemmer
Antikoagulanzien / Antirheumatika, nicht-steroidale okulär
CYP3A-Substrate / Ritlecitinib
CYP3A4-Substrate / Maralixibat
CYP3A4-Substrate / Omaveloxolon
Elacestrant / OATP2B1-Inhibitoren
Thrombozytenaggregationshemmer / Acetylsalicylsäure, niedrig dosiert
CYP3A4-Substrate / Dexamethason
Fexofenadin / P-Glykoprotein-Inhibitoren
CYP3A4-Substrate / Vadadustat
CYP3A4-Substrate / Iptacopan
CYP3A4-Substrate / Sparsentan
Bilastin / P-Glykoprotein-Inhibitoren
Efavirenz / CYP3A4-Inhibitoren
Bexaroten / CYP3A4-Inhibitoren
Sirolimus, extern / P-Glykoprotein-Inhibitoren
Sirolimus, extern / CYP3A4-Inhibitoren
CYP2C9-, CYP2C19-, CYP2D6- und CYP3A4/5-Substrate / Sirolimus, extern
CYP3A4-, CYP1A2-, CYP2C-Substrate / Meropenem und Vaborbactam
CYP3A4-Substrate, sensitive / Hydroxychloroquin
Docetaxel / CYP3A-Inhibitoren, moderate und schwache
Docetaxel / CYP3A-Substrate
Mizolastin / CYP3A4-Inhibitoren, starke und CYP3A4-Substrate
CYP3A4-Substrate / Repotrectinib
CYP3A4-Substrate / Tiratricol
Progesteron / CYP3A4-Inhibitoren
Donanemab / Thrombozytenaggregationshemmer
Cyclophosphamid / CYP3A4-Inhibitoren
unbedeutend Heparine / Thrombozytenaggregationshemmer
Bedaquilin / CYP3A4-Inhibitoren
Stoffe, gerinnungshemmende / Rosskastaniensamen
CYP3A-Substrate / Relugolix
Vemurafenib / P-Glykoprotein-, BCRP-InhibitorenWarnhinweise
Die Anwendung in der Schwangerschaft ist nicht empfohlen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.
Dosierungsanleitung
Dosierung, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ticagrelor - peroral- Prävention atherothrombotischer Ereignisse (in Kombination mit mit Acetylsalicylsäure; sofern nicht ausdrücklich kontraindiziert)
- Hinweis: Acetylsalicylsäure-Erhaltungsdosis 75 - 150 mg / Tag
- Akutes Koronarsyndrom
- Initialdosis: 180 mg Ticagrelor 1mal
- anschließend: 90 mg Ticagrelor 2mal / Tag
- Behandlungsdauer:
- Therapie bis zu 12 Monate fortführen, sofern nicht ein Abbruch der Therapie klinisch indiziert ist
- Myokardinfarkt (MI) in der Vorgeschichte
- Anschlussbehandlung bei Patienten mit einem mindestens ein Jahr zurückliegendem MI in der Vorgeschichte und einem hohen Risiko für die Entwicklung eines atherothrombotischen Ereignisses
- empfohlene Dosierung: 60 mg Ticagrelor 2mal / Tag
- Therapie kann ohne Unterbrechung als Anschlussbehandlung nach der einjährigen Anfangstherapie mit Ticagrelor 90 mg oder anderen Adenosindiphosphat(ADP)-Rezeptorinhibitoren initiiert werden
- Behandlung kann auch bis zu 2 Jahre nach dem MI oder innerhalb eines Jahres nach Beendigung einer vorherigen Behandlung mit einem ADP-Rezeptorinhibitor initiiert werden
- begrenzte Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit der Anschlussbehandlung, die über 3 Jahre hinausgehen
- wenn Umstellung erforderlich
- erste Ticagrelor-Dosis 24 Stunden nach der letzten Dosis des anderen thrombozytenhemmenden Arzneimittels geben
- Anschlussbehandlung bei Patienten mit einem mindestens ein Jahr zurückliegendem MI in der Vorgeschichte und einem hohen Risiko für die Entwicklung eines atherothrombotischen Ereignisses
- ausgelassene Dosis
- Unterbrechungen in der Therapie vermeiden
- bei Versäumnis der Einnahme
- nur eine Dosis (die nächste Dosis) zur vorgesehenen Zeit einnehmen
Dosisanpassung
- Ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Niereninsuffizienz
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Dialysepatienten
- bei diesen Patienten nicht empfohlen
- keine Informationen verfügbar
- Leberinsuffizienz
- leicht
- keine Dosisanpassung erforderlich
- mäßig
- begrenzte Informationen vorliegend
- Dosisanpassung wird nicht empfohlen
- Anwendung mit Vorsicht
- schwer
- Anwendung nicht untersucht
- kontraindiziert
- leicht
- Kinder und Jugendliche
- Sicherheit und Wirksamkeit wurde bei Kindern unter 18 Jahren nicht untersucht
- keine Daten vorliegend
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Ticagrelor - peroral- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschließlich Zysten und Polypen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tumorblutungen
- z.B. Blutungen aufgrund von Blasenkrebs, Magenkrebs, Darmkrebs
- Tumorblutungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Blutungsstörungen
- Blutungen z.B.
- erhöhte Neigung zu Blutergüssen
- spontane Hämatome
- hämorrhagische Diathese
- ohne Häufigkeitsangabe
- thrombotisch-thrombozytopenische Purpura
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeit, inkl. Angioödem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hyperurikämie
- Häufigkeiten abgeleitet aus Laborbeobachtungen (Harnsäureanstiege > Obergrenze des Normwertes gegenüber einem Ausgangswert unterhalb oder innerhalb des Referenzbereiches) und nicht Häufigkeit aus gemeldeten Nebenwirkungen anhand von Rohdaten
- Hyperurikämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gicht / Gichtarthritis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verwirrtheit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Synkope
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- intrakranielle Blutungen
- d. h. spontane, eingriffsbedingte oder traumatische intrakranielle Blutungen
- intrakranielle Blutungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Blutungen im Auge z.B.
- konjunktivale Blutungen
- renitale Blutungen
- intraokulare Blutungen
- Blutungen im Auge z.B.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Vertigo
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Blutungen im Ohr
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Bradyarrhythmie
- AV-Block
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Dyspnoe einschl.
- Dyspnoe im Ruhezustand
- Dyspnoe bei Belastung,
- paroxysmale nächtliche Dyspnoe
- nächtliche Dyspnoe
- Dyspnoe einschl.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Blutungen im respiratorischen System z.B.
- Epistaxis
- Hämoptysis
- Blutungen im respiratorischen System z.B.
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- gastrointestinale Blutungen z.B.
- Blutungen des Zahnfleisches
- rektale Blutung
- Blutung eines Magengeschwürs
- Diarrhö
- Übelkeit
- Dyspepsie
- Verstopfung
- gastrointestinale Blutungen z.B.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- retroperitoneale Blutungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- subkutane oder dermale Blutungen z.B.
- Ekchymose
- Hautblutung
- Petechien
- Hautausschlag
- Juckreiz
- subkutane oder dermale Blutungen z.B.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Muskelblutungen z.B.
- Hämarthrose
- Muskelblutungen
- Muskelblutungen z.B.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Harnwegsblutungen z.B.
- Hämaturie
- hämorrhagische Zystitis
- Harnwegsblutungen z.B.
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Blutungen im Bereich der Geschlechtsorgane
- vaginale Blutung
- Hämatospermie
- postmenopausale Blutungen
- Blutungen im Bereich der Geschlechtsorgane
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Serumkreatinin-Werte
- Häufigkeiten abgeleitet aus Laborbeobachtungen (Kreatinin-Anstieg von > 50 % gegenüber dem Ausgangswert) und nicht Häufigkeit aus gemeldeten Nebenwirkungen anhand von Rohdaten
- erhöhte Serumkreatinin-Werte
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Blutungen nach Eingriffen
- traumatische Blutungen z.B.
- Kontusion
- traumatisches Hämatom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- in Kombination mit Acetylsalicylsäure
-
Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels
Stoffname Stoffmenge Stofftyp Ticagrelor 60 mg Wirkstoff Calcium hydrogenphosphat 2-Wasser + Hilfsstoff Croscarmellose, Natriumsalz + Hilfsstoff Hyprolose + Hilfsstoff Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich] + Hilfsstoff Mannitol + Hilfsstoff Opadry 03 B 240022, pink + Hilfsstoff Hypromellose + k.A. Titan dioxid + k.A. Macrogol 8000 + k.A. Eisen (II,III) oxid + k.A. Eisen (III) hydroxid oxid x-Wasser + k.A. Eisen (III) oxid + k.A. Silicium dioxid, hochdispers + Hilfsstoff -
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