Losartan-Kalium 123 Acurae 25 mg Filmtabletten

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Steckbrief : Losartan-Kalium 123 Acurae 25 mg Filmtabletten

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  • Allgemeine Produktinformationen

    • Die Filmtabletten sollten mit 1 Glas Wasser geschluckt werden. Versuchen Sie, Losartan täglich zur gleichen Zeit einzunehmen. Es ist wichtig, dass Sie Losartan solange einnehmen, wie mit dem Arzt vereinbart ist.

    Anwendungsgebiete

    • Losartan gehört zu einer Klasse von Arzneimitteln, die als Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bezeichnet werden.
    • Die Substanz Angiotensin II wird im Körper gebildet und hilft, den Blutdruck zu regulieren. Sie verbindet sich mit bestimmten Bindungsstellen (Rezeptoren) in den Blutgefäßen. Dadurch werden diese enger und der Blutdruck steigt. Bei Bluthochdruck ist Angiotensin II an der Aufrechterhaltung des überhöhten Blutdrucks beteiligt. Der Wirkstoff Losartan blockiert die Bindung von Angiotensin II an diese Rezeptoren, sodass die Blutgefäße entspannt werden und der bei der Bluthochdruckerkrankung überhöhte Blutdruck sinkt.
    • Losartan verlangsamt die Verschlechterung der Nierenfunktion bei Patienten mit hohem Blutdruck und Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes).
    • Losartan wird angewendet:
      • zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie) bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren
      • zum Schutz der Nieren bei Patienten mit Bluthochdruck und Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes mellitus) und durch Laboruntersuchungen nachgewiesener beeinträchtigter Nierenfunktion mit einer Eiweißausscheidung >/= 0,5 g/Tag im Urin (bei dieser Erkrankung enthält der Urin eine krankhaft hohe Eiweißmenge)
      • zur Behandlung von Patienten mit Herzleistungsschwäche - wenn Ihrem Arzt die Behandlung mit einem ACE-Hemmer (Angiotensin-Konversions-Enzym-Hemmer, ein blutdrucksenkendes Arzneimittel) nicht geeignet erscheint. Wenn Ihre Herzleistungsschwäche mit einem ACE-Hemmer stabil eingestellt ist, sollten Sie nicht auf Losartan umgestellt werden.
      • zur Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck und Wandverdickung der linken Herzkammer. Losartan vermindert das Risiko eines Schlaganfalls.

    Indikation
    • Behandlung der essenziellen Hypertonie bei Erwachsenen sowie bei Kindern und Jugendlichen (6 - 18 Jahre)
    • Behandlung einer Nierenerkrankung bei erwachsenen Patienten mit Hypertonie und Typ-2-Diabetes mellitus mit einer Proteinurie >/= 0,5 g / Tag als Teil einer antihypertensiven Behandlung
    • Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz bei erwachsenen Patienten, wenn die Behandlung mit einem „Angiotensin-Converting-Enzyme"(ACE)-Hemmer wegen Unverträglichkeit, insbes. Husten, oder Gegenanzeige als nicht geeignet erachtet wird
      • Patienten mit Herzinsuffizienz, die mit einem ACE-Hemmer stabil eingestellt sind, sollten nicht auf Losartan umgestellt werden
      • Patienten sollen eine erniedrigte linksventrikuläre Ejektionsfraktion </= 40 % aufweisen sowie unter bestehender Therapie der chronischen Herzinsuffizienz klinisch stabil sein
    • Reduktion des Schlaganfallrisikos bei erwachsenen hypertonen Patienten mit EKG-dokumentierter linksventrikulärer Hypertrophie
    Art der Anwendung
    • Einnahme der Tabletten mit einem Glas Wasser unabhängig von den Mahlzeiten

    Gegenanzeigen

    • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
      • wenn Sie allergisch gegen Losartan oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
      • wenn Sie mehr als 3 Monate schwanger sind. (Es wird empfohlen, dieses Arzneimittel auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Kategorie "Schwangerschaftshinweis".)
      • wenn Ihre Leberfunktion deutlich eingeschränkt ist
      • wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Losartan - peroral
    • Überempfindlichkeit gegen Losartan
    • schwere Einschränkung der Leberfunktion
    • Schwangerschaft
    • gleichzeitige Anwendung von Losartan mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m2)
    • Stillzeit

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.
      • Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten). Die Einnahme von diesem Arzneimittel in der frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und das Arzneimittel darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme davon in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Kategorie „Schwangerschaftshinweis").
      • Halten Sie vor Einnahme Rücksprache mit Ihrem Arzt:
        • wenn Sie bereits einmal eine Überempfindlichkeitsreaktion mit Schwellungen von Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge (Angioödem) hatten
        • wenn Sie unter starkem Erbrechen oder Durchfall mit einem großen Flüssigkeits- und/oder Salzverlust Ihres Körpers leiden
        • wenn Sie Arzneimittel zur Entwässerung, welche die Urinausscheidung über die Nieren erhöhen (Diuretika) einnehmen oder eine kochsalzarme oder eine kaliumarme Diät einhalten, wodurch es zu einem starken Flüssigkeits- und Salzverlust Ihres Körpers kommen kann
        • wenn bei Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Verengung oder Blockade der zu den Nieren führenden Blutgefäße (Nierenarterienstenose) leiden oder vor Kurzem eine Nierentransplantation hatten
        • wenn Sie an einer Leberfunktionsstörung leiden
        • wenn Sie an Herzleistungsschwäche mit oder ohne Beeinträchtigung der Nierenfunktion oder gleichzeitig an schweren lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen leiden. Besondere Vorsicht ist notwendig, wenn Sie gleichzeitig mit bestimmten Blutdrucksenkern (Beta-Blocker) behandelt werden.
        • wenn Sie an einer Erkrankung der Herzklappen oder des Herzmuskels leiden
        • wenn Sie an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße (verursacht durch Mangeldurchblutung der Blutgefäße des Herzens) oder der Blutgefäße des Gehirns (verursacht durch Mangeldurchblutung des Gehirns) leiden
        • wenn Sie an einer Erkrankung leiden, die mit einer erhöhten Ausschüttung des Hormons Aldosteron aus der Nebenniere einhergeht (primärer Hyperaldosteronismus)
        • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:
          • einen ACE-Hemmer (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben
          • Aliskiren
        • Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.
        • wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die Ihren Serum-Kalium-Spiegel erhöhen können
      • Siehe auch Katgegorie "Kontraindikation".
      • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall nach der Einnahme des Arzneimittels bemerken. Ihr Arzt wird über die weitere Behandlung entscheiden. Beenden Sie die Einnahme nicht eigenmächtig.
      • Kinder und Jugendliche
        • Losartan wurde bei Kindern untersucht. Bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob und in welcher Dosierung Ihr Kind mit Losartan behandelt werden kann. Die Anwendung von Losartan wird nicht für Kinder empfohlen, die an Nieren- oder Lebererkrankungen leiden, da für diese Patientengruppen begrenzt Daten zur Verfügung stehen.
        • Losartan wird nicht zur Anwendung für Kinder unter 6 Jahren empfohlen, da die Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht erwiesen ist.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
      • Es wurden keine Studien zur Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Es ist unwahrscheinlich, dass Losartan die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflusst. Allerdings kann Losartan, wie viele andere blutdrucksenkende Arzneimittel, Schwindel oder Müdigkeit bei einigen Personen verursachen. Sollten bei Ihnen Schwindel oder Müdigkeit auftreten, fragen Sie Ihren Arzt um Rat, bevor Sie solchen Tätigkeiten nachgehen.

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Losartan - peroral
    • Überempfindlichkeit
      • Angioödem
        • Patienten mit angioneurotischem Ödem in der Vorgeschichte (Schwellungen von Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge) sollten engmaschig überwacht werden
    • Hypotonie und Störungen des Elektrolyt-/Flüssigkeitshaushalts
      • symptomatische Hypotonie, insbesondere nach erster Einnahme oder nach Erhöhung der Dosis, kann bei Patienten mit Flüssigkeitsverlust und/oder Salzverlust durch forcierte Diurese oder hoch dosierte Diuretika-Therapie, salzarme Diät, Durchfall oder Erbrechen auftreten
      • diese Zustände sollten vor der Gabe von Losartan ausgeglichen werden oder niedrigere Anfangsdosis verwenden
      • gilt ebenso bei Kindern zwischen 6 und 18 Jahren
    • Störungen des Elektrolythaushalts
      • bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, mit oder ohne Diabetes mellitus liegt häufig ein Elektrolytungleichgewicht vor, das beachtet werden sollte
      • in einer klinischen Studie, die mit Typ-2-Diabetikern mit Nephropathie durchgeführt wurde, trat bei der mit Losartan behandelten Patientengruppe eine Hyperkaliämie häufiger auf als in der Plazebogruppe
      • deshalb sollten die Serum-Kaliumspiegel und Kreatinin-Clearance-Werte engmaschig überwacht werden
      • besonders Patienten mit Herzinsuffizienz und einer Kreatinin-Clearance zwischen 30-50 ml/min sollten engmaschig überwacht werden
      • nicht empfohlen wird die gleichzeitige Anwendung von Losartan mit
        • kaliumsparenden Diuretika
        • Kaliumergänzungsmitteln
        • kaliumhaltigem Salzersatz
        • andere Arzneimitteln, die den Serum-Kalium-Spiegel erhöhen können (z. B. Trimethoprim-haltige Arzneimittel)
    • Leberfunktionsstörungen
      • pharmakokinetischen Daten zeigen, dass es zu einer signifikanten Erhöhung der Plasmakonzentration von Losartan bei Patienten mit Leberzirrhose kommt
      • niedrigere Dosis sollte bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion in der Vorgeschichte in Betracht gezogen werden
      • Losartan wird bei Kindern mit eingeschränkter Leberfunktion nicht empfohlen
      • keine therapeutische Erfahrung mit Losartan bei Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung
        • daher darf Losartan Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung nicht gegeben werden
    • Nierenfunktionsstörungen
      • auf Grund der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems wurde über Veränderungen der Nierenfunktion einschließlich Nierenversagen berichtet (vor allem bei Patienten, deren Nierenfunktion abhängig vom Renin-Angiotensin-Aldosteron-System ist, wie bei schwerer Herzinsuffizienz oder einer vorbestehenden Nierenfunktionsstörung)
      • wie bei anderen Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, wurde bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder einer Arterienstenose bei Einzelniere ein Anstieg von Blut-Harnstoff und Serum-Kreatinin beobachtet
        • diese Veränderungen der Nierenfunktion können nach Beendigung der Therapie reversibel sein
      • Losartan sollte bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei Einzelniere mit Vorsicht eingesetzt werden
    • Anwendung bei pädiatrischen Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
      • aufgrund fehlender Daten wird Losartan bei Kindern mit einer glomerulären Filtrationsrate unter 30 ml/min/1,73 m² nicht empfohlen
      • Nierenfunktion sollte während der Behandlung mit Losartan regelmäßig überwacht werden, da sie sich verschlechtern kann
      • dies gilt besonders dann, wenn Losartan unter anderen, die Nierenfunktion möglicherweise beeinträchtigenden Bedingungen (Fieber, Dehydrierung) gegeben wird
      • gleichzeitige Anwendung von Losartan und ACE-Hemmern beeinträchtigt nachweislich die Nierenfunktion
        • deshalb wird eine gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
    • Nierentransplantation
      • keine Erfahrungen bei Patienten mit kürzlich erfolgter Nierentransplantation
    • primärer Hyperaldosteronismus
      • Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf Antihypertonika an, die über eine Inhibition des Renin-Angiotensin-Systems wirken
      • Anwendung von Losartan nicht empfohlen
    • koronare Herzerkrankung und zerebrovaskuläre Erkrankung
      • wie mit jeder antihypertensiven Therapie kann übermäßige Blutdrucksenkung bei Patienten mit ischämischer kardiovaskulärer und zerebrovaskulärer Erkrankung einen Myokardinfarkt oder Schlaganfall zur Folge haben
    • Herzinsuffizienz
      • bei herzinsuffizienten Patienten, mit oder ohne Nierenfunktionsstörung besteht, wie bei anderen Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-System beeinflussen, das Risiko eines starken arteriellen Blutdruckabfalls und einer (oft akuten) Beeinträchtigung der Nierenfunktion
      • es gibt keine ausreichenden therapeutischen Erfahrungen mit Losartan bei Patienten mit Herzinsuffizienz und begleitender schwerer Nierenfunktionsstörung, bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse IV), sowie bei Patienten mit Herzinsuffizienz und symptomatischen oder lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen
        • daher sollte Losartan bei diesen Patientengruppen mit Vorsicht eingesetzt werden
      • Kombination von Losartan mit einem Betablocker sollte mit Vorsicht angewendet werden
    • Aorten- und Mitralklappenstenose, obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie
      • wie mit anderen Vasodilatatoren ist bei Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose oder obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie besondere Vorsicht geboten
    • Schwangerschaft
      • Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden
      • Schwangerschaftswunsch
        • Umstellung auf alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere sollte erfolgen
          • außer Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich
      • wird Schwangerschaft festgestellt, ist Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
    • sonstige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
      • wie bei ACE-Hemmern beobachtet sind Losartan und andere Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe offensichtlich weniger wirksam in der Blutdrucksenkung als bei Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe
      • möglicherweise liegt das an höherer Prävalenz niedriger Renin-Spiegel in der Population von Hypertonikern mit schwarzer Hautfarbe
    • duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
      • Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht durch gleichzeitige Anwendung von
        • ACE-Hemmern
        • Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten
        • Aliskiren
      • duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen
      • wenn Therapie mit einer dualen Blockade absolut notwendig, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen
      • ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Losartan - peroral
    • Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmern (AIIRAs) in der Schwangerschaft kontraindiziert
    • falls eine Schwangerschaft festgestellt wird, Behandlung mit AIIRAs unverzüglich beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
    • sofern ein Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden
    • geringfügig erhöhtes Risiko kann nicht ausgeschlossen werden
    • auch wenn keine kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von AIIRAs vorliegen, bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken
    • sofern ein Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden
    • 1. Trimester
      • keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von AIIRAs während des ersten Schwangerschaftstrimesters
    • 2. und 3. Trimester
      • Therapie mit AIIRAs während des 2. und 3. Schwangerschaftstrimesters verursacht fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie)
      • im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem 2. Schwangerschaftstrimester Ultraschalluntersuchungen der Nieren und des Schädels empfohlen
    • Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, häufig wiederholt auf Hypotonie untersuchen
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Losartan - peroral
    • Anwendung von Losartan in der Stillzeit ist kontraindiziert
    • Anwendung wird nicht empfohlen, da keine Erkenntnisse zur Anwendung vorliegen
    • alternative antihypertensive Therapien mit einem geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit sind zu bevorzugen, vor allem bei Neugeborenen oder Frühgeborenen

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
      • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
      • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Kaliumergänzungsmittel, kaliumhaltigen Salzersatz, kaliumsparende Arzneimittel, wie bestimmte Arzneimittel zur Entwässerung (Amilorid, Triamteren, Spironolacton) oder andere Arzneimittel, die den Serum-Kalium-Spiegel erhöhen können (z. B. Heparin, Trimethoprim-haltige Arzneimittel) einnehmen, da die Kombination mit Losartan nicht empfohlen wird.
      • Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie zusätzlich zur Behandlung mit Losartan eines der folgenden Arzneimittel anwenden:
        • andere Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks, da sie den Blutdruck zusätzlich senken können. Der Blutdruck kann auch durch eine(s) der folgenden Arzneimittel/Arzneimittelklassen gesenkt werden: Arzneimittel gegen Depressionen (trizyklische Antidepressiva), Arzneimittel gegen bestimmte psychiatrische Erkrankungen (Antipsychotika), Arzneimittel mit muskelerschlaffender Wirkung (Baclofen), Arzneimittel im Rahmen einer Krebsbehandlung (Amifostin)
        • Arzneimittel gegen Entzündungen und gegen Schmerzen (nichtsteroidale Antirheumatika) wie Indometacin, einschließlich COX-2-Hemmern, da sie die blutdrucksenkende Wirkung von Losartan vermindern können
      • Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann sich bei gleichzeitiger Einnahme dieser Arzneimittel die Nierenfunktion weiter verschlechtern.
      • Lithiumhaltige Arzneimittel, z. B. gegen Depressionen, sollten ohne enge ärztliche Überwachung nicht in Kombination mit Losartan eingenommen werden. Besondere Vorsichtsmaßnahmen, wie z. B. Blutuntersuchungen, können angebracht sein.
      • Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen:
        • wenn Sie einen ACE-Hemmer oder Aliskiren einnehmen
    • Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
      • Das Arzneimittel kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.
      • Grapefruitsaft sollte während der Einnahme vermieden werden.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    schwerwiegend Angiotensin-II-Antagonisten / Renin-Inhibitoren
    Sparsentan / Angiotensin-II-Antagonisten
    mittelschwer Lithium / Angiotensin-II-Antagonisten
    Losartan / Grapefruit
    Diuretika, kaliumsparende / Angiotensin-II-Antagonisten
    Angiotensin-II-Antagonisten / Antirheumatika, nicht-steroidale
    Angiotensin-II-Antagonisten / COX-2-Hemmer
    Kalium-Salze / Angiotensin-II-Antagonisten
    Angiotensin-II-Antagonisten / Heparin
    Angiotensin-II-Antagonisten / Trimethoprim
    CYP3A4-Substrate, diverse / Enzalutamid
    CYP3A4-Substrate, diverse / Dabrafenib
    ACE-Hemmer / Angiotensin-II-Antagonisten
    CYP3A4-Substrate, diverse / Lumacaftor
    Angiotensin-II-Antagonisten / Ciclosporin
    Sacubitril, Valsartan / Angiotensin-II-Antagonisten
    Aldosteron-Antagonisten / Angiotensin-II-Antagonisten
    Blutgerinnungsfaktoren, AAV-Vektor basiert / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
    Glucose, diagnostische Zwecke / Wirkstoffe, den Test beeinflussende
    Angiotensin-II-Antagonisten / Tacrolimus
    CYP2C8-, CYP2C9-, CYP2C19-, CYP2B6-Substrate / Nirogacestat
    Racecadotril / Angiotensin-II-Antagonisten
    geringfügig Losartan / Azol-Antimykotika
    Losartan / Rifamycine
    Losartan / Hydantoine
    Angiotensin-II-Antagonisten / Asenapin
    Losartan / Berberin
    Losartan / Valproinsäure
    Stoffe, potenziell hepatotoxisch / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
    CYP3A4-Substrate, diverse / Ledipasvir
    Angiotensin-II-Antagonisten / Muskelrelaxanzien, zentrale
    Guanfacin / Antihypertonika
    Amifostin / Angiotensin-II-Antagonisten
    Angiotensin-II-Antagonisten / Antidepressiva, trizyklische
    Angiotensin-II-Antagonisten / Neuroleptika
    CYP3A4-Substrate, diverse / Sarilumab
    Biguanide / Angiotensin-II-Antagonisten
    Methotrexat / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Isoniazid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Teriflunomid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Valproinsäure / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Mercaptopurin / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Antihypertonika / Opioide
    RAAS-Inhibitoren / Aprotinin
    CYP2C9/19-Substrate / Letermovir
    CYP2C9-, CYP2C19-, CYP2D6- und CYP3A4/5-Substrate / Sirolimus, extern
    Antihypertonika / Levodopa
    CYP2B6-, CYP2C8-, CYP2C9- und CYP2C19-Substrate / Sotorasib
    Angiotensin-II-Antagonisten / Thiazid- und Schleifendiuretika
    CYP2C8- und CYP2C9-Substrate / Torasemid
    unbedeutend Paracetamol / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)

    Warnhinweise

    • Schwangerschaft
      • Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, dieses Arzneimittel vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von diesem Präparat in der frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht empfohlen und es darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von dem Präparat in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.
    • Stillzeit
      • Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Losartan wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen; Ihr Arzt kann eine andere Behandlung für Sie wählen, wenn Sie stillen wollen, vor allem, solange Ihr Kind im Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Frühgeburt war.
    • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

    Mit Flüssigkeit einnehmen.Die Anwendung im 1. Trimenon der Schwangerschaft ist nicht empfohlen.
    Die Anwendung im 2. Trimenon der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.
    Die Anwendung im 3. Trimenon der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit ist nicht empfohlen.

    Dosierungsanleitung

    • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Dosis auswählen, abhängig von Ihrer Erkrankung und davon, ob Sie noch andere Arzneimittel einnehmen.
    • Es ist wichtig, dass Sie Losartan so lange einnehmen, wie Ihr Arzt es Ihnen verordnet hat.
    • Dies führt zu einer reibungslosen Senkung des Blutdrucks.
    • Erwachsene Patienten mit Bluthochdruck
      • Die Behandlung beginnt üblicherweise mit 50 mg Losartan (2 Filmtabletten) 1-mal täglich. Die maximale blutdrucksenkende Wirkung wird gewöhnlich etwa 3 - 6 Wochen nach Behandlungsbeginn erreicht.
      • Bei einigen Patienten kann die Dosis auf 100 mg* Losartan 1-mal täglich erhöht werden.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
    • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
      • Kinder im Alter von unter 6 Jahren
        • Losartan wird nicht zur Anwendung für Kinder unter 6 Jahren empfohlen, da die Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht erwiesen ist.
      • Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren
        • Die empfohlene Anfangsdosis bei Patienten zwischen 20 und 50 kg beträgt 0,7 mg Losartan/kg Körpergewicht 1-mal täglich angewendet (bis zu 25 mg Losartan); bei unzureichender Senkung des Blutdrucks kann der Arzt die Dosis erhöhen.
    • Erwachsene Patienten mit Bluthochdruck und Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes mellitus)
      • Die Behandlung beginnt üblicherweise mit 50 mg Losartan (2 Filmtabletten) 1-mal täglich. Die Dosis kann später auf 100* mg Losartan 1-mal täglich erhöht werden, in Abhängigkeit vom Ansprechen Ihres Blutdrucks.
      • Losartan Filmtabletten können sowohl zusammen mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln (z. B. Entwässerungsmitteln, Kalziumantagonisten, Alpha- oder Beta-Rezeptoren-Blockern sowie zentral wirksamen Antihypertonika) als auch mit Insulin und anderen häufig verwendeten Arzneimitteln zur Senkung des Blutzuckers (z. B. Sulfonylharnstoffen, Glitazonen und Glucosidasehemmern) eingenommen werden.
    • Erwachsene Patienten mit Herzleistungsschwäche
      • Die Behandlung beginnt üblicherweise mit 12,5 mg Losartan 1-mal täglich (1/2 Filmtablette). Im Allgemeinen sollte die Dosis schrittweise wöchentlich erhöht werden (d. h. 12,5* mg täglich während der 1. Woche, 25 mg täglich während der 2. Woche, 50* mg täglich während der 3. Woche, 100* mg täglich während der 4. Woche, 150* mg täglich während der 5. Woche) bis zur von Ihrem Arzt festgelegten Erhaltungsdosis. Eine Maximaldosis von 150 mg* Losartan 1-mal pro Tag kann angewendet werden.
      • Bei der Behandlung der Herzschwäche wird Losartan üblicherweise mit einem Arzneimittel zur Entwässerung über die Nieren und Erhöhung der Urinmenge (Diuretikum) und/oder einem bestimmten Arzneimittel zur Stärkung des Herzens (Digitalis) und/oder einer bestimmten Gruppe blutdrucksenkender Arzneimittel (Betablocker) kombiniert.
    • * Für die niedrigeren und höheren Dosierungen steht Losartan auch in den Stärken 12,5 mg, 50 mg, 75 mg und 100 mg zur Verfügung.
    • Dosierung bei speziellen Patientengruppen
      • Der Arzt kann zu einer niedrigeren Dosis raten, insbesondere zu Behandlungsbeginn bei Patienten, die mit hohen Dosen harntreibender Arzneimittel behandelt werden, bei Patienten mit Störungen der Leberfunktion oder bei Patienten über 75 Jahren.
      • Die Anwendung von Losartan bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion wird nicht empfohlen.

     

    • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
      • Wenn Sie versehentlich zu viele Filmtabletten eingenommen haben, verständigen Sie sofort Ihren Arzt. Symptome einer Überdosierung sind niedriger Blutdruck, ein zu schneller, aber möglicherweise auch zu langsamer Herzschlag.

     

    • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
      • Wenn Sie versehentlich die Einnahme Ihrer täglichen Dosis vergessen haben, nehmen Sie bitte die nächste Dosis wie verordnet. Nehmen Sie keine doppelte Dosis ein, um die vergessene Filmtablette nachzuholen.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

    Dosierung
    • essenzielle Hypertonie
      • Anfangs- und Erhaltungsdosis: 50 mg Losartan-Kalium 1mal / Tag
      • max. blutdrucksenkende Wirkung etwa 3 - 6 Wochen nach Therapiebeginn
      • Dosiserhöhung, optional, auf 1 Tablette (100 mg Losartan-Kalium) 1mal / Tag (morgens) bei manchen Patienten vorteilhaft
      • Kombination mit anderen Antihypertonika, insbes. Diuretika (z.B. Hydrochlorothiazid) möglich
    • Hypertoniepatienten mit Typ-2-Diabetes mellitus mit einer Proteinurie >/= 0,5 g / Tag
      • Anfangsdosis: 50 mg Losartan-Kalium 1mal / Tag
      • Dosissteigerung, falls notwendig, nach 1 Monat, auf 1 Tablette (100 mg Losartan-Kalium) 1mal / Tag
      • Kombination mit anderen Antihypertonika (z.B. Diuretika, Kalziumantagonisten, Alpha- oder Betarezeptorenblocker sowie zentral wirksame Antihypertonika) und mit Insulin und anderen häufig verwendeten Antidiabetika (z.B. Sulfonylharnstoffe, Glitazone und Glucosidasehemmer) möglich
    • Herzinsuffizienz
      • Anfangsdosis: 12,5 mg Losartan-Kalium 1mal / Tag
      • Dosiserhöhung, abhängig von der individuellen Verträglichkeit, im Abstand von jeweils 1 Woche (d.h. 12,5 mg Losartan-Kalium / Tag; 25 mg Losartan-Kalium / Tag; 50 mg Losartan-Kalium / Tag, 100 mg / Tag, bis zu einer Maximaldosis von 150 mg 1mal / Tag)
    • Reduktion des Schlaganfallrisikos bei hypertonen Patienten mit EKG-dokumentierter linksventrikulärer Hypertrophie
      • Anfangsdosis: 50 mg Losartan-Kalium 1mal / Tag
      • in Abhängigkeit vom Ansprechen des Blutdrucks
        • zusätzlich niedrige Dosis von Hydrochlorothiazid
        • und/ oder Dosiserhöhung auf 1 Tablette (100 mg Losartan-Kalium) 1mal / Tag

    Dosisanpassung

    • Kinder
      • Kinder 6 Monate - < 6 Jahre
        • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
        • begrenzte Datenlagen, Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden
      • Kinder und Jugendliche (6 - 18 Jahre)
        • Hypertonie
          • begrenzte Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit
          • Dosierung dem individuellen Ansprechen des Blutdrucks anpassen
          • 20 - 50 kg KG
            • 25 mg Losartan-Kalium 1mal / Tag
            • Dosiserhöhung, nur in Ausnahmefällen, auf 50 mg Losartan-Kalium 1mal / Tag
          • > 50 kg KG
            • 50 mg Losartan-Kalium 1mal / Tag
            • Dosiserhöhung, nur in Ausnahmefällen, auf 1 Tablette (100 mg Losartan-Kalium) 1mal / Tag
          • Dosierungen > 1,4 mg Losartan-Kalium / kg KG oder > 100 mg Losartan-Kalium / Tag nicht untersucht
      • Kinder < 6 Jahre
        • Anwendung nicht empfohlen (begrenzte Daten)
    • ältere Patienten
      • Dosisanpassung i.A. nicht erforderlich
      • Patienten (> 75 Jahre)
        • erniedrigte Initialdosis von 25 mg Losartan-Kalium erwägen
    • intravaskulärer Flüssigkeitsverlust (z.B. Patienten, die mit Diuretika in hohen Dosen behandelt werden)
      • initial: 25 mg Losartan-Kalium 1mal / Tag in Betracht ziehen
    • eingeschränkte Nierenfunktion und Hämodialyse
      • keine Änderung der Anfangsdosierung erforderlich
      • Kinder
        • GFR < 30 ml / Min. / 1,73 m2: Anwendung nicht empfohlen (keine Daten)
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • niedrigere Dosis in Betracht ziehen
      • schwere Einschränkung der Leberfunktion: Anwendung kontraindiziert (keine therapeutische Erfahrungen)
      • Kinder: Anwendung nicht empfohlen
    • gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m2
      • Anwendung kontraindiziert

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • Nehmen Sie Losartan nicht mehr ein und informieren Sie sofort Ihren Arzt oder begeben sich in das nächstgelegene medizinische Notfallzentrum, falls folgende Beschwerden bei Ihnen auftreten:
      • Eine schwerwiegende allergische Reaktion, die gekennzeichnet ist durch Hautausschlag, Juckreiz, Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund oder Rachen und die Atembeschwerden oder Schluckbeschwerden verursachen kann.
    • Dies ist eine schwerwiegende, aber seltene Nebenwirkung und kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen. Sie benötigen möglicherweise notärztliche Versorgung oder müssen in ein Krankenhaus eingewiesen werden.
    • Über folgende Nebenwirkungen wurde bei Losartan berichtet:
      • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelte betreffen):
        • Schwindel
        • niedriger Blutdruck (besonders nach starkem Flüssigkeitsverlust, z. B. bei Patienten mit schwerer Herzleistungsschwäche oder unter Behandlung mit hoch dosierten Entwässerungstabletten)
        • dosisabhängige Wirkungen wie Blutdruckabfall bzw. Kreislaufstörungen beim Wechsel vom Liegen oder Sitzen zum Stehen (orthostatische Wirkungen)
        • Schwächegefühl
        • Müdigkeit
        • zu niedriger Blutzucker (Hypoglykämie)
        • zu viel Kalium im Blut (Hyperkaliämie)
        • Veränderungen der Nierenfunktion einschließlich Nierenversagen
        • Verminderung der Anzahl der roten Blutzellen (Anämie)
        • Anstieg von Blutharnstoff, Anstieg von Serum-Kreatinin und Serum-Kalium bei Patienten mit Herzleistungsschwäche
      • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelte betreffen):
        • Schläfrigkeit
        • Kopfschmerzen
        • Schlafstörungen
        • Herzklopfen oder -rasen (Palpitationen)
        • starke Schmerzen im Brustkorb/Herzengegefühl (Angina pectoris)
        • Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
        • Bauchschmerzen
        • Verstopfung
        • Durchfall
        • Übelkeit
        • Erbrechen
        • Nesselsucht (Urtikaria)
        • Juckreiz (Pruritus)
        • Hautausschlag
        • auf bestimmte Körperregionen begrenzte Schwellungen (Ödeme)
        • Husten
      • Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelte betreffen):
        • Überempfindlichkeitsreaktionen
        • schwerwiegende allergische Reaktion, die gekennzeichnet ist durch Hautausschlag, Juckreiz, Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund oder Rachen, die Atembeschwerden oder Schluckbeschwerden verursachen kann (Angioödem)
        • Gefäßentzündungen (Vaskulitis einschließlich Purpura Schoenlein-Henoch)
        • Taubheitsgefühl oder Kribbeln (Parästhesien)
        • Ohnmacht (Synkope)
        • Herzrasen und Herzrhythmusstörungen (z. B. Vorhofflimmern)
        • Schlaganfall
        • Leberentzündung (Hepatitis)
        • erhöhte Werte eines bestimmten Leberenzyms (Alaninaminotransferase, „ALT"; Labortest zur Untersuchung der Leberfunktion) im Blut, nach Beendigung der Behandlung üblicherweise rückläufig
        • intestinales Angioödem: eine Schwellung des Darms mit Symptomen wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
      • Häufigkeit nicht bekannt (da auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
        • Verminderung der Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)
        • Migräne
        • Störungen der Leberfunktion
        • Muskel- und Gelenkschmerzen
        • grippeähnliche Beschwerden
        • Rückenschmerzen und Harnwegsinfektionen
        • erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut, möglicherweise mit Rötungen nach Sonneneinstrahlung (Photosensitivität)
        • unerklärliche Muskelschmerzen mit dunklem (teefarbenem) Urin (Rhabdomyolyse)
        • Impotenz
        • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
        • niedrige Blutnatriumspiegel (Hyponatriämie)
        • Depression
        • allgemeines Unwohlsein
        • Klingeln, Summen, Dröhnen oder Klicken in den Ohren (Tinnitus)
        • verändertes Geschmacksempfinden (Dysgeusie)
    • Die Nebenwirkungen bei Kindern ähneln den bei Erwachsenen beschriebenen.
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Losartan - peroral
    • Hypertonie
      • Erkrankungen des Nervensystems
        • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
          • Schwindel
          • Vertigo
        • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
          • Somnolenz
          • Kopfschmerzen
          • Schlafstörungen
      • Herzerkrankungen
        • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
          • Palpitationen
          • Angina pectoris
      • Gefässerkrankungen
        • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
          • (Orthostatische) Hypotonie einschließlich
            • dosisabhängige orthostatische Effekte
              • besonders bei Patienten mit intravasalem Flüssigkeitsverlust, z. B. Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder unter Behandlung mit hochdosierten Diuretika
          • Hautausschlag
      • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
        • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
          • Bauchschmerzen
          • Obstipation
      • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
        • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
          • Hautausschlag
      • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
        • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
          • Müdigkeit
          • Ödeme
          • Asthenie
      • Untersuchungen
        • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
          • Hyperkaliämie
        • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
          • Anstieg der Alaninaminotransferase (ALT)
            • dieser war nach Absetzen der Therapie gewöhnlich reversibel
    • Hypertoniepatienten mit linksventrikulärer Hypertrophie
      • Erkrankungen des Nervensystems
        • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
          • Schwindel
      • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
        • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
          • Vertigo
      • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
        • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
          • Asthenie
          • Müdigkeit
    • chronische Herzinsuffizienz
      • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
        • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
          • Anämie
      • Erkrankungen des Nervensystems
        • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
          • Schwindel
        • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
          • Kopfschmerzen
        • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
          • Parästhesien
      • Herzerkrankungen
        • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
          • Synkope
          • Vorhofflimmern
          • zerebraler Insult
      • Gefässerkrankungen
        • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
          • (Orthostatische) Hypotonie einschließlich
            • dosisabhängiger orthostatischer Hypotonie
              • besonders bei Patienten mit intravasalem Flüssigkeitsverlust, z. B. Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder unter Behandlung mit hochdosierten Diuretika
      • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
        • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
          • Dyspnoe
          • Husten
      • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
        • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
          • Durchfall
          • Übelkeit
          • Erbrechen
      • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
        • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
          • Urtikaria
          • Pruritus
          • Hautausschlag
      • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
        • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
          • Nierenfunktionsstörungen
          • Nierenversagen
      • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
        • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
          • Asthenie
          • Müdigkeit
      • Untersuchungen
        • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
          • Hyperkaliämie
            • häufig bei Patienten, die 150 mg Losartan anstatt 50 mg Losartan bekamen
        • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
          • Erhöhungen des Harnstoffs im Blut
          • Erhöhung des Serum-Kreatinins
          • Erhöhung des Serum-Kaliums
    • Hypertonie und Typ-2-Diabetes mellits mit renaler Beteiligung
      • Erkrankungen des Nervensystems
        • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
          • Schwindel
      • Gefässerkrankungen
        • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
          • (Orthostatische) Hypotonie einschließlich
            • dosisabhängiger orthostatischer Effekte
              • besonders bei Patienten mit intravasalem Flüssigkeitsverlust, z. B. Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder unter Behandlung mit hochdosierten Diuretika
      • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
        • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
          • Asthenie
          • Müdigkeit
      • Untersuchungen
        • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
          • Hypoglykämie
          • Hyperkaliämie
            • in einer klinischen Studie, die mit Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus und einer Nephropathie durchgeführt wurde, entwickelten 9,9 % der mit Losartan-Tabletten behandelten Patienten und 3,4 % der Patienten unter Placebo eine Hyperkaliämie > 5,5 mmol/l
    • Erfahrungen nach der Markteinführung
      • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Anämie
          • Thrombozytopenie
      • Erkrankungen des Immunsystems
        • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
          • Überempfindlichkeit
          • anaphylaktische Reaktionen
          • Angioödem einschließlich
            • Schwellung von Larynx
            • Glottis
            • Gesicht
            • Lippen
            • Pharynx
            • und/oder Zunge (mit nachfolgender Atemwegsobstruktion)
              • bei einigen dieser Patienten wurde über ein Angioödem in der Vorgeschichte in Verbindung mit der Gabe anderer Arzneimittel einschließlich ACE Hemmern berichtet
          • Vaskulitis einschließlich Purpura Schoenlein-Henoch
      • Psychiatrische Erkrankungen
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Depressionen
      • Erkrankungen des Nervensystems
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Migräne
          • Dysgeusie
      • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Tinnitus
      • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Husten
      • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Durchfall
          • Pankreatitis
      • Leber- und Gallenerkrankungen
        • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
          • Hepatitis
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Leberfunktionsstörungen
      • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Urtikaria
          • Pruritus
          • Hautausschlag
          • Photosensitivität
      • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Myalgie
          • Arthralgie
          • Rhabdomyolyse
      • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • erektile Dysfunktion
          • Impotenz
      • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Unwohlsein
      • Untersuchungen
        • ohne Häufigkeitsangabe
          • Hyponatriämie
    • Nebenwirkungsprofil bei Kindern scheint jenem von Erwachsenen ähnlich zu sein
      • Daten zur pädiatrischen Population sind begrenzt

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Losartan, Kaliumsalz25 mgWirkstoff
    Losartan22.9 mgk.A.
    Cellulose Pulver+Hilfsstoff
    Cellulose, mikrokristallin+Hilfsstoff
    Chinolingelb+Hilfsstoff
    Hypromellose 6+Hilfsstoff
    Lactose 1-Wasser27.3 mgHilfsstoff
    Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]+Hilfsstoff
    Maisstärke+Hilfsstoff
    Maisstärke, vorverkleistert+Hilfsstoff
    Propylenglycol+Hilfsstoff
    Silicium dioxid, hochdispers+Hilfsstoff
    Talkum+Hilfsstoff
    Titan dioxid+Hilfsstoff

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