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Allgemeine Produktinformationen
- Das Arzneimittel wird als Injektion unter die Haut verabreicht (subkutane Injektion). Es ist in einem Pen erhältlich. Der Injektions-Pen enthält eine abgemessene Menge des Arzneimittels, sodass bei Einhaltung dieser Anweisungen die komplette Dosis verabreicht wird.
- Nehmen Sie nach der Anwendung dieses Arzneimittels so schnell wie möglich Nahrung zu sich, um einem Wiederauftreten des niedrigen Blutzuckerspiegels vorzubeugen. Nehmen Sie eine Zuckerquelle zu sich, die schnell aufgenommen wird, zum Beispiel Fruchtsaft oder ein gezuckertes kohlensäurehaltiges Getränk.
- Vorbereiten
- Überprüfen Sie das auf dem Beutel abgedruckte Verfalldatum.
- Wichtig:
- Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht an, wenn das Verfalldatum abgelaufen ist. Wenn dieses Arzneimittel abgelaufen ist, entsorgen Sie es entsprechend den nationalen Anforderungen und verwenden Sie ein neues.
- Reißen Sie den Beutel an der gepunkteten Linie auf und nehmen Sie den Pen heraus.
- Die Lösung überprüfen
- Begutachten Sie das flüssige Arzneimittel durch das Sichtfenster. Es muss klar und farblos oder blassgelb sein.
- Wichtig:
- Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht an bzw. injizieren Sie es nicht, wenn die Flüssigkeit verfärbt ist oder Klumpen, Flocken oder Partikel enthält.
- Injizieren Sie es nicht, wenn die Lösung im Sichtfenster nicht sichtbar ist.
- Rufen Sie nach der Injektion unverzüglich den Notarzt.
- Jeder Pen enthält eine Einzeldosis Glucagon und kann nicht wiederverwendet werden.
- Injektion
- Injektionsstelle wählen und Hautstelle freilegen.
- Wählen Sie als Injektionsstelle den Unterbauch, die Außenseite des Oberschenkels oder die Außenseite des Oberarms.
- Entfernen Sie jegliche die Injektionsstelle bedeckende Kleidung. Die Injektion muss mit einer geraden Bewegung in die Haut verabreicht werden.
- Wichtig:
- Injizieren Sie nicht durch Kleidung hindurch
- Drücken Sie den Injektions-Pen mit dem Arzneimittel an der Injektionsstelle gerade auf die Haut und halten Sie sie in dieser Position gedrückt. Es muss ein „Klick"-Geräusch zu hören sein.
- Drücken Sie die Vorrichtung weiter auf die Haut und zählen Sie langsam bis 5.
- Wenn die Injektion abgeschlossen ist, ist das Sichtfenster rot.
- Wichtig:
- Heben Sie die Vorrichtung mit dem Arzneimittel erst von der Haut ab, wenn die Injektion abgeschlossen ist.
- Heben Sie den Pen gerade von der Injektionsstelle ab.
- Der gelbe Nadelschutz wird über der Nadel arretiert.
- Weitere Maßnahmen
- Drehen Sie den Patienten auf die Seite.
- Wenn eine bewusstlose Person zu sich kommt, kann sie sich übergeben (erbrechen). Wenn der Patient bewusstlos ist, drehen Sie ihn auf die Seite, um eine Erstickungsgefahr zu vermeiden.
- Rufen Sie nach der Injektion unverzüglich einen Notarzt. Wenn der Patient auf die Behandlung angesprochen hat, geben Sie ihm eine Zuckerquelle, die schnell aufgenommen wird, wie z. B. Fruchtsaft oder ein gezuckertes kohlensäurehaltiges Getränk, um einem Wiederauftreten des niedrigen Blutzuckerspiegels vorzubeugen Wenn der Patient nicht innerhalb von 15 Minuten anspricht, kann eine weitere Dosis aus einem neuen Injektions-Pen verabreicht werden, während auf die notärztliche Hilfe gewartet wird.
- Für mehr Informationen s. Gebrauchsinformation
Anwendungsgebiete
- Dieses Arznimittel enthält den Wirkstoff Glucagon, der zu einer Gruppe von Arzneimitteln gehört, die als glykogenolytische Hormone bezeichnet werden.
- Es wird zur Behandlung von schwerer Hypoglykämie (sehr niedriger Blutzucker) bei Diabetikern angewendet. Es ist für die Anwendung bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab einem Alter von 2 Jahren vorgesehen.
- Das Präparat ist ein gebrauchsfertiger Fertigpen, der eine Einzeldosis des Wirkstoffs Glucagon enthält. Es handelt sich hierbei um ein Arzneimittel für die subkutane Injektion, d. h. das Arzneimittel wird mithilfe einer Nadel unter die Haut verabreicht.
- Glucagon ist ein natürliches von der Bauchspeicheldrüse produziertes Hormon, das im menschlichen Körper die gegenteilige Wirkung von Insulin hat. Es unterstützt die Leber dabei, den in ihr gespeicherten Zucker namens „Glykogen" in Glukose (Zucker) umzuwandeln. Die Glukose wird anschließend in den Blutkreislauf abgegeben, was zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels und zu einer Verminderung der Auswirkungen der Hypoglykämie führt.
- Informationen zu Hypoglykämie
- Frühe Symptome einer Hypoglykämie (niedriger Blutzucker) sind unter anderem:
- Schwitzen
- Schläfrigkeit
- Schwindelgefühl
- Schlafstörungen
- Hunger
- verwaschene Sprache
- depressive Verstimmung
- Kribbeln in Händen, Füßen, Lippe oder Zunge
- Reizbarkeit
- Herzklopfen
- Angst
- Zittern
- verschwommenes Sehen
- Benommenheit
- anomales Verhalten
- Konzentrationsschwierigkeiten
- unstete Bewegungen
- Kopfschmerzen
- Persönlichkeitsveränderungen
- Bleibt die Hypoglykämie unbehandelt, kann sie beim Patienten zu einer schweren Hypoglykämie fortschreiten, die sich unter anderem in folgenden Symptomen äußern kann:
- Verwirrtheit
- Krampfanfälle
- Bewusstlosigkeit
- Tod
- Frühe Symptome einer Hypoglykämie (niedriger Blutzucker) sind unter anderem:
Indikation- Behandlung von schwerer Hypoglykämie bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern >/= 2 Jahre mit Diabetes mellitus
- nur für die subkutane Injektion vorgesehen
- Patienten und ihre Betreuungspersonen sind bezüglich der Anzeichen und Symptome einer schweren Hypoglykämie zu unterrichten
- da bei einer schweren Hypoglykämie zur Wiederherstellung des Normalzustands die Hilfe anderer Personen erforderlich ist, ist der Patient anzuweisen, die Personen in seinem Umfeld über das Arzneimittel und dessen Packungsbeilage in Kenntnis zu setzen
- das Arzneimittel ist nach Feststellung einer schweren Hypoglykämie so schnell wie möglich zu verabreichen
- der Patient oder die Betreuungsperson ist anzuweisen, die Packungsbeilage zu lesen, sobald sie ein Rezept für das Arzneimittel erhalten
- folgende Anweisungen sind besonders hervorzuheben
- Folienbeutel ist erst dann öffnen, wenn Glucagon verabreicht werden muss
- das Arzneimittel ist gemäß den auf dem Etikett des Folienbeutels, dem Karton oder in der Packungsbeilage gedruckten Anweisungen zu verabreichen
- Lösung vor der Verabreichung visuell prüfen
- Lösung sollte klar und farblos bis blassgelb und frei von Partikeln sein
- wenn die Lösung verfärbt ist oder Partikel enthält, darf das Arzneimittel nicht angewendet werden
- jegliche die Injektionsstelle bedeckende Kleidung ist zu entfernen
- Injektion in den Unterbauch, in die Außenseite des Oberschenkels oder in die Außenseite des Oberarms
- nach Verabreichung der Dosis ist unverzüglich notärztliche Hilfe hinzuzuziehen, selbst wenn der Patient nicht bewusstlos ist
- jede Vorrichtung enthält eine Einzeldosis Glucagon und kann nicht wiederverwendet werden
Gegenanzeigen
- Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Glucagon oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
- wenn Sie einen Tumor in Ihrer Nebenniere (Phäochromozytom) haben.
Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Glucagon - invasiv- Überempfindlichkeit gegen Glucagon
- Phäochromozytom
Vorsichtsmaßnahmen
- Wichtige Informationen
- Sorgen Sie dafür, dass Sie, Ihre Familienangehörigen, Ihre Kollegen und enge Freunde über das Arzneimittel Bescheid wissen. Informieren Sie sie, dass sie es unverzüglich bei Ihnen anwenden müssen, wenn bei Ihnen irgendwelche Anzeichen einer schweren Hypoglykämie auftreten, einschließlich Verwirrtheit, Anfälle oder Bewusstlosigkeit (Ohnmacht). Sie sollten das Präparat immer mit sich führen.
- Es ist wichtig, dass Sie und die Personen in Ihrem Umfeld wissen, wie dieses Präparat anzuwenden ist, bevor Sie es benötigen. Zeigen Sie Ihren Familienangehörigen und anderen Personen, wo Sie es aufbewahren und wie es anzuwenden ist. Sie müssen schnell handeln, wenn Sie bewusstlos werden, da dieser Zustand gefährlich sein kann, wenn er über eine gewisse Zeit anhält. Sie oder die Person, die Ihnen das Arzneimittel verabreicht, muss die in Kategorie "Art der Anwendung" enthaltenen Anweisungen befolgen.
- Es ist wichtig, dass Sie das Arzneimittel vorschriftsgemäß aufbewahren, um zu gewährleisten, dass es bei Bedarf unverzüglich angewendet werden kann. Weitere Informationen zur korrekten Aufbewahrung dieses Arzneimittels sind der Gebrauchsinformation zu entnehmen.
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie das Arzneimittel anwenden.
- Das Präparat wirkt möglicherweise nicht richtig, wenn
- Sie seit längerer Zeit nüchtern sind (nichts gegessen haben) oder einen niedrigen Blutzuckerspiegel haben,
- Sie einen niedrigen Adrenalinspiegel haben,
- Sie einen niedrigen Blutzuckerspiegel aufgrund zu starken Alkoholkonsums haben,
- Sie einen Tumor haben, der Glucagon oder Insulin freisetzt.
- Wenn einer dieser Umstände auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
- Es gilt zu beachten, dass in der zulassungsrelevanten Studie etwa 15% der Patienten nach 20 Minuten oder mehr eine Erholung des Glucosespiegels erreichten.
- Nehmen Sie nach der Anwendung von dem Arzneimittel so schnell wie möglich Nahrung zu sich, um einem Wiederauftreten des niedrigen Blutzuckerspiegels vorzubeugen. Nehmen Sie eine Zuckerquelle zu sich, die schnell aufgenommen wird, zum Beispiel Fruchtsaft oder ein gezuckertes kohlensäurehaltiges Getränk.
- Kinder
- Dieses Arzneimittel wird für Kinder unter einem Alter von 2 Jahren nicht empfohlen, da es in dieser Altersklasse nicht untersucht wurde.
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Nach einem schweren hypoglykämischen Ereignis kann ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit vermindert sein; Sie sollten warten, bis die Auswirkungen des sehr niedrigen Blutzuckers abgeklungen sind und Sie sich besser fühlen, bevor Sie ein Fahrzeug führen, Werkzeuge verwenden oder Maschinen bedienen.
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Glucagon - invasiv- Phäochromozytom
- Glucagon stimuliert die Freisetzung von Catecholaminen
- bei bestehendem Phäochromozytom kann Glucagon die Freisetzung großer Mengen von Catecholaminen aus dem Tumor verursachen, was zu einer akuten hypertensiven Reaktion führt
- Glucagon ist bei Patienten mit Phäochromozytom kontraindiziert
- therapeutische Indikation
- orale Kohlenhydrate müssen nach Ansprechen des Patienten auf die Behandlung zur Wiederherstellung der Leberglykogenreserven geben werden, um einem Rückfall in die Hypoglykämie vorzubeugen
- Glucagon ist nicht wirksam bei Patienten, deren Leberglykogen verbraucht ist
- deswegen hat Glucagon keine oder nur eine geringe Wirkung, wenn der Patient über einen längeren Zeitraum nüchtern war oder bei Nebenniereninsuffizienz sowie chronischer oder alkoholinduzierter Hypoglykämie
- Glucagon hat im Gegensatz zu Adrenalin keine Wirkung auf die Muskelphosphorylase und kann daher nicht zur Mobilisierung von Kohlenhydraten aus den sehr viel größeren Glykogenspeichern der Skelettmuskulatur beitragen
- diagnostische Indikation
- Personen, denen Glucagon im Zusammenhang mit diagnostischen Verfahren verabreicht wurde, können Unwohlsein verspüren, insbesondere, wenn sie nüchtern gewesen sind
- in diesen Fällen wurde über Übelkeit, Hypoglykämie und Schwankungen des Blutdrucks berichtet
- nach Beendigung eines diagnostischen Verfahrens sollten nüchternen Patienten orale Kohlenhydrate gegeben werden, falls dies mit dem angewandten diagnostischen Verfahren vereinbar ist
- muss der Patient nach der Untersuchung weiterhin nüchtern bleiben oder bei schwerer Hypoglykämie kann die intravenöse Gabe von Glucose erforderlich sein
- Glucagon wirkt antagonistisch zu Insulin
- bei der Anwendung bei Patienten mit Insulinom ist Vorsicht geboten
- die Gabe von Glucagon
- kann bei Patienten mit Insulinom zu einem anfänglichen Anstieg des Blutzuckerspiegels führen
- kann jedoch direkt oder indirekt (durch einen anfänglichen Anstieg des Blutzuckerspiegels) eine übermäßige Insulinfreisetzung aus einem Insulinom stimulieren und zu Hypoglykämie führen
- einem Patienten, bei dem nach einer Glucagon-Dosis Symptome einer Hypoglykämie auftreten
- ist peroral oder intravenös Glucose zu verabreichen
- die Gabe von Glucagon
- bei Patienten mit Glucagonom ist ebenfalls Vorsicht geboten
- bei der Anwendung bei Patienten mit Insulinom ist Vorsicht geboten
- Glucagon als Zusatzmedikation zu endoskopischen oder radiologischen Zwecken bei Patienten mit Diabetes oder älteren Patienten mit bekannten Herzkrankheiten darf nur mit Vorsicht gegeben werden
- Personen, denen Glucagon im Zusammenhang mit diagnostischen Verfahren verabreicht wurde, können Unwohlsein verspüren, insbesondere, wenn sie nüchtern gewesen sind
- Erholungszeit
- es gilt zu beachten, dass in der zulassungsrelevanten Studie etwa 15 % der Patienten nach 20 Minuten oder mehr eine Erholung des Glucosespiegels erreichten
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Glucagon - invasiv- Glucagon kann während der Schwangerschaft angewendet werden
- bei der Anwendung von Glucagon während der Schwangerschaft bei Patientinnen mit Diabetes wurden keine schädlichen Auswirkungen auf den Verlauf der Schwangerschaft oder die Gesundheit des Ungeborenen und Neugeborenen bekannt
- Glucagon passiert nicht die humane Plazentaschranke
- Fertilität
- tierexperimentelle Reproduktionsstudien
- wurden nicht durchgeführt
- Studien an Ratten haben gezeigt, dass Glucagon die Fertilität nicht beeinträchtigt
- tierexperimentelle Reproduktionsstudien
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Glucagon - invasiv- Glucagon kann während der Stillzeit angewendet werden
- da Glucagon im Gastrointestinaltrakt abgebaut wird und nicht in seiner intakten Form absorbiert werden kann, kommt es nicht zu einer metabolischen Wirkung beim Kind
- Glucagon wird sehr schnell aus dem Blutkreislauf eliminiert - hauptsächlich durch die Leber (t½ = 3 - 6 Minuten)
- daher ist anzunehmen, dass die in der Muttermilch enthaltene Menge bei stillenden Müttern im Anschluss an die Behandlung von schweren Hypoglykämien sehr gering ist
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
- Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.
- Die folgenden Arzneimittel können die Wirkweise von dem Präparat beeinflussen:
- Insulin - zur Behandlung von Diabetes. Insulin hat auf den Blutzucker die gegenteilige Wirkung von Glucagon.
- Indomethacin - zur Behandlung von Gelenkschmerzen und -steifigkeit. Indomethacin reduziert die Wirkung von Glucagon.
- Dieses Präparat kann die Wirkweise der folgenden Arzneimittel beeinflussen:
- Warfarin - zur Vorbeugung von Blutgerinnseln. Dieses Präparat kann die blutverdünnende Wirkung von Warfarin verstärken.
- Betablocker - zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen. Das Arzneimittel kann Ihren Blutdruck und Ihre Herzfrequenz erhöhen; dies dauert jedoch nur kurz an.
- Wenn einer der oben genannten Umstände auf Sie zutrifft (oder Sie nicht sicher sind), sprechen Sie vor der Anwendung von diesem Arzneimittel mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben mittelschwer Antikoagulanzien / Glucagon
geringfügig Glucagon / Beta-Blocker
Glucagon / Indometacin
Beta-Blocker / GlucagonWarnhinweise
- Wenn Sie einen sehr niedrigen Blutzucker haben, während Sie schwanger sind oder stillen, vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, können Sie dieses Arzneimittel anwenden.
- Wenn Sie schwanger sind, fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Die Anwendung in der Schwangerschaft kann unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht gezogen werden.Die Anwendung in der Stillzeit kann unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht gezogen werden.Dosierungsanleitung
- Dieses Arzneimittel ist immer genau wie beschrieben oder gemäß den Anweisungen, die Ihnen Ihr Arzt gegeben hat, anzuwenden (oder zu geben). Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Anzuwendende Dosis
- Dieses Arzneimittel enthält entweder 0,5 mg oder 1 mg des Wirkstoffs in einer festen Arzneimitteldosis. Man wird Ihnen die korrekte Stärke (Dosis) des Arzneimittels zur persönlichen Verwendung verschreiben.
- Die empfohlene Dosis für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ist in der nachstehenden Tabelle aufgeführt. Bei Kindern unter 6 Jahren ist die empfohlene Dosis vom Körpergewicht abhängig.
- Alter: Kinder zwischen 2 und 6 Jahren
- Gewicht: Unter 25 kg
- Empfohlene Dosis: 0,5 mg
- Alter: Kinder zwischen 2 und 6 Jahren
- Gewicht: Mindestens 25 kg
- Empfohlene Dosis: 1 mg
- Alter: Erwachsene und Jugendliche ab 6 Jahren
- Gewicht: Nicht zutreffend
- Empfohlene Dosis: 1 mg
- Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
- Wenn zu viel von diesem Arzneimittel angewendet wird, kann dies bei Ihnen zu Übelkeit oder Erbrechen führen. In der Regel ist hierfür keine besondere Behandlung notwendig.
DosierungBasiseinheit: jede Fertigspritze enthält 0,5 mg Glucagon in 0,1 ml
- Behandlung von schwerer Hypoglykämie
- Erwachsene und Jugendliche (>/= 6 Jahre)
- 1 mg Glucagon s.c.
- Pädiatrische Population (>/= 2 - < 6 Jahre)
- < 25 kg KG: 0,5 mg s.c.
- >/= 25 kg KG: 1 mg s.c.
- Zeit bis zum Ansprechen und zusätzliche Dosen
- Ansprechen in der Regel innerhalb von 15 Min.
- bei Ansprechen innerhabl von 15 Min. peroral Kohlenhydrate geben, um den Glykogenspiegel in der Leber wiederherzustellen und einem Wiederauftreten der Hypoglykämie vorzubeugen
- kein Ansprechen innerhalb von 15 Min.
- es kann eine weitere Dosis aus einem neuen Injektionsgerät verabreicht werden, während auf die notärztliche Hilfe gewartet wird
- es wird empfohlen, dass Patienten zwei Injektionsgeräte verschrieben werden
- Ansprechen in der Regel innerhalb von 15 Min.
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Patienten >/= 65 Jahre: nur in sehr begrenztem Umfang Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit vorhanden
- Patienten >/= 75 Jahre: keine Daten
- Nierenfunktionsstörung
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Leberfunktionsstörung
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Pädiatrische Population (< 2 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht nachgewiesen (keine Daten)
- Erwachsene und Jugendliche (>/= 6 Jahre)
Nebenwirkungen
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt oder an medizinisches Fachpersonal, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken:
- Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen)
- allergische Reaktion - die Anzeichen können unter anderem keuchende Atmung, Schwitzen, schneller Herzschlag, Ausschlag, Anschwellen des Gesichts (d. h. Anschwellen von Gesicht, Lippen, Zunge und Hals, was zu Schluck- oder Atembeschwerden führen kann) oder Kollaps sein. Im Zusammenhang mit dem Arzneimittel wurde bisher über keine allergischen Reaktionen berichtet, diese wurden jedoch bei Anwendung anderer injizierbarer Glucagon-Arzneimittel beobachtet. Begeben Sie sich unverzüglich in ärztliche Behandlung, wenn bei Ihnen Symptome einer allergischen Reaktion auftreten.
- Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen)
- Außerdem können unter anderem folgende Nebenwirkungen auftreten:
- Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Übelkeit
- Erbrechen
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Kopfschmerzen
- schneller Herzschlag (Tachykardie)
- Beschwerden oder Reaktion an der Injektionsstelle
- Ödem (Schwellung) an der Injektionsstelle
- Durchfall
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Bauchschmerzen
- Blauer Fleck an der Injektionsstelle
- Erythem (Rötung) an der Injektionsstelle
- Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Hyperglykämie
- Bauchschmerzen
- Nesselsucht (Schwellung/Rötung)
- Kopfverletzung
- Schwindelgefühl
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Glucagon - invasivTherapeutische Indikation
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich
- anaphylaktische Reaktion / Schock
- Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erbrechen
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhö
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Abdominalschmerz
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerzen an der Injektionsstelle
- Ödem an der Injektionsstelle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- blauer Fleck an der Injektionsstelle
- Erythem an der Injektionsstelle
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Diagnostische Indikation
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich
- anaphylaktische Reaktion / Schock
- Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypoglykämie (nach einem diagnostischen Verfahren kann diese bei Patienten, die vor dem diagnostischen Eingriff nüchtern waren, stärker ausgeprägt sein)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- hypoglykämisches Koma
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Tachykardie (kardiovaskuläre Nebenwirkungen wurden nur berichtet, wenn Glucagon als Zusatzmedikation bei endoskopischen oder radiologischen Verfahren angewendet wurde)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Gefäßerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hypotonie (kardiovaskuläre Nebenwirkungen wurden nur berichtet, wenn Glucagon als Zusatzmedikation bei endoskopischen oder radiologischen Verfahren angewendet wurde)
- Hypertonie (kardiovaskuläre Nebenwirkungen wurden nur berichtet, wenn Glucagon als Zusatzmedikation bei endoskopischen oder radiologischen Verfahren angewendet wurde)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erbrechen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bauchschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
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