Allopurinol Aristo 100 mg Tabletten

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Steckbrief : Allopurinol Aristo 100 mg Tabletten

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  • Allgemeine Produktinformationen

    • Das Arzneimittel ist zum Einnehmen.
    • Nehmen Sie die Tabletten nach einer Mahlzeit mit einem Glas Wasser, jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit, ein.

    Anwendungsgebiete

    • Das Präparat enthält den Wirkstoff Allopurinol.
    • Dieses Arzneimittel wirkt, indem es die Geschwindigkeit bestimmter chemischer Reaktionen im Körper verlangsamt, um die Harnsäurespiegel in Blut und Urin zu senken.
      Hohe Harnsäurespiegel können verursachen:
      • Gicht
      • Bildung von Nierensteinen oder bestimmte andere Arten von Nierenproblemen
    • Bei Gicht wird die Harnsäure in Ihren Gelenken und Sehnen in Form von Kristallen abgelagert. Diese Kristalle verursachen eine Entzündungsreaktion. Diese Entzündung führt dazu, dass die Haut um bestimmte Gelenke geschwollen, empfindlich und wund wird, sobald sie nur leicht berührt wird. Sie können auch feststellen, dass Sie starke Schmerzen bekommen, wenn das Gelenk bewegt wird.
    • Das Präparat wird bei Erwachsenen angewendet:
      • zur Reduzierung des Harnsäurespiegels, wenn eine Diät nicht ausreicht
      • zur Behandlung und Vorbeugung der oben aufgeführten Komplikationen, bei denen Ihr Körper zu viel Harnsäure produziert
    • Zusätzlich kann das Arzneimittel bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren angewendet werden:
      • zur Vorbeugung und Behandlung von Komplikationen, bei denen der Körper zu viel Harnsäure produziert, beispielsweise während der Behandlung von Krebs (z. B. Leukämie)
      • bei bestimmten Enzymmangelkrankheiten wie dem Lesch-Nyhan-Syndrom

    Indikation
    • Erwachsene
      • Hyperurikämie mit Serum-Harnsäurewerten im Bereich von >/= 500 µmol / l (8,5 mg / 100 ml), sofern nicht diätetisch beherrschbar
      • klinische Zustände, bei denen Urat- / Harnsäureablagerungen auftreten können
        • insbesondere idiopathische Gicht, akute Harnsäurenephropathie
      • Auflösung und Verhinderung der Bildung von Calciumoxalatsteinen bei gleichzeitiger Hyperurikämie
      • sekundäre Hyperurikämie unterschiedlicher Genese
    • Kinder und Jugendliche < 15 Jahre
      • sekundäre Hyperurikämie unterschiedlicher Genese
      • Harnsäurenephropathie bei Leukämie-Behandlung
      • erbliche Enzymmangelkrankheiten
        • Lesch-Nyhan-Syndrom (teilweiser oder vollständiger Hypoxanthin-Guanin-Phosphoribosyl-Transferase-Mangel)
        • Adenin-Phosphoribosyl-Transferase-Mangel
    Art der Anwendung
    • zum Einnehmen
    • Einnahme 1mal / Tag mit reichlich Flüssigkeit

    Gegenanzeigen

    • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
      • wenn Sie allergisch gegen Allopurinol oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Allopurinol - peroral
    • Überempfindlichkeit gegen Allopurinol
    • zusätzlich für Darreichungsform à 300 mg Allopurinol:
      • schwere Nierenfunktionsstörungen mit einer Kreatinin-Clearance unter 20 ml/min
      • Kinder
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    Vorsichtsmaßnahmen

    • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen,
        • wenn Sie Leber- oder Nierenprobleme haben. Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise eine niedrigere Dosis verordnen oder Sie bitten, diese weniger häufig einzunehmen. Er wird Sie auch genauer überwachen.
        • wenn Sie aktuell einen Gichtanfall haben. Ihr Arzt kann während der ersten 4 Behandlungswochen auch die gleichzeitige Gabe eines geeigneten Schmerzmittels oder anderer Arzneimittel zur Behandlung der Gicht (Colchicin) in Betracht ziehen.
        • wenn Sie Schilddrüsenprobleme haben
        • wenn Sie von Han-Chinesen, Thailändern oder Koreanern abstammen
      • Besondere Vorsicht mit dem Arzneimittel ist erforderlich:
        • Schwere Hautreaktionen (Überempfindlichkeitssyndrom, Stevens-Johnson-Syndrom, Toxisch epidermale Nekrolyse), wurden im Zusammenhang mit der Anwendung von Allopurinol berichtet. Diese können sich anfänglich als rötliche, schießscheibenartige oder kreisförmige Flecken (oft mit Bläschen in der Mitte) am Körperstamm zeigen. Oftmals kann der Ausschlag auch Geschwüre in Mund, Hals, Nase, im Genitalbereich und gerötete und geschwollene Augen (Konjunktivitis) einschließen. Diesen möglicherweise lebensbedrohlichen Hautreaktionen gehen oft grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopfschmerzen und Körperschmerzen) voraus. Der Hautausschlag kann sich zu einer großflächigen Blasenbildung und Ablösung der Haut entwickeln. Wenn bei Ihnen ein Hautausschlag oder diese Hautsymptome auftreten, beenden Sie die Einnahme von Allopurinol und suchen Sie sofort einen Arzt auf.
        • Wenn bei Ihnen eine schwere Hautreaktion im Zusammenhang mit der Anwendung von Allopurinol aufgetreten ist, dürfen Sie nie wieder mit Allopurinol behandelt werden.
        • Diese schweren Hautreaktionen können bei Menschen, die von Han-Chinesen, Thailändern oder Koreanern abstammen, häufiger auftreten. Eine chronische Nierenkrankheit kann das Risiko bei diesen Patienten möglicherweise noch weiter erhöhen.
        • Wenn Sie Krebs oder das Lesch-Nyhan-Syndrom haben, kann die Harnsäurekonzentration im Urin ansteigen. Um dies zu verhindern, müssen Sie darauf achten, zur Verdünnung des Urins, ausreichend Wasser zu trinken.
        • Wenn Sie Nierensteine haben, werden die Nierensteine kleiner und können in Ihre Harnwege gelangen, was zu Problemen führen kann. Die Urinmenge, die Sie produzieren, sollte mindestens 2 Liter pro Tag betragen, um das Risiko der Bildung von Nierensteinen zu verringern. Sie müssen darauf achten ausreichend Wasser zu trinken.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
      • Möglicherweise fühlen Sie sich schläfrig, schwindelig oder haben Probleme mit der Koordination. Falls dies auftritt, führen Sie keine Fahrzeuge und bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen.

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Allopurinol - peroral
    • Wechselwirkung mit Mercaptopurin
      • die gleichzeitige Anwendung von Allopurinol mit Mercaptopurin oder Azathioprin ist zu vermeiden, da es Berichte über Todesfälle gegeben hat
    • Indikation für eine medikamentöse Therapie
      • nach neueren Literatur-Empfehlungen erübrigt sich bei Serumharnsäurewert < 506 µmol / l, entspr. < 8,5 mg / 100 ml, eine medikamentöse Therapie, sofern Diätvorschriften eingehalten werden und keine Nierenschäden vorliegen
    • Diätvorschriften
      • Nahrungsmittel mit hohem Puringehalt (z.B. Innereien wie Bries, Niere, Hirn, Leber, Herz und Zunge sowie Fleischextrakt) vermeiden
      • Alkohol vermeiden (insbesondere Bier, da hierdurch Guanosin, ein Ribonukleosid, aufgenommen wird, das den Harnsäurespiegel stark erhöht)
    • Allopurinol sofort absetzen bei
      • Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B. Hautausschlag
    • Überempfindlichkeitssyndrom (DRESS), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und toxisch epidermale Nekrolyse (TEN)
      • Überempfindlichkeitsreaktionen im Zusammenhang mit Allopurinol können sich auf verschiedene Weise äußern, einschließlich
        • makulopapulösem Hautausschlag
        • Hypersensitivitätssyndrom, auch DRESS (Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen)
        • lebensbedrohlichen Hautreaktionen (SJS und TEN)
      • Patienten sollten über die Anzeichen und Symptome dieser schweren Nebenwirkungen informiert und engmaschig bezüglich des Auftretens von Hautreaktionen überwacht werden
        • Risiko für das Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen ist in den ersten Behandlungswochen am höchsten
      • wenn Anzeichen oder Symptome für ein SJS oder eine TEN auftreten (z.B. ein progredienter Hautausschlag, oft mit Blasenbildung oder begleitenden Schleimhautläsionen), muss die Therapie mit Allopurinol sofort beendet werden
      • Verlauf der Überempfindlichkeitsreaktionen
        • wird maßgeblich von der frühzeitigen Diagnosestellung und dem sofortigen Absetzen aller verdächtigen Arzneimittel bestimmt, d.h. frühzeitiges Absetzen verbessert die Prognose
      • nach Auftreten eines DRESS, eines SJS oder einer TEN in Zusammenhang mit der Anwendung von Allopurinol darf keine erneute Behandlung mit Allopurinol erfolgen
      • Corticosteroide können hilfreich bei der Behandlung von Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut sein
    • HLA-B*5801-Allele
      • gezeigt, dass das HLA-B*5801-Allel mit dem Risiko in Verbindung steht, ein Allopurinol-assoziiertes Hypersensitivitätssyndrom oder SJS/TEN zu entwickeln
      • Häufigkeit des Vorkommens des Allels HLA-B*5801 variiert stark zwischen verschiedenen ethnischen Bevölkerungsgruppen:
        • bis zu 20 % in der Population der Han-Chinesen
        • 8 bis 15 % bei den Thai
        • etwa 12 % in der Population der Koreaner
        • 1 bis 2 % der Individuen japanischer oder europäischer Abstammung
      • ein Screening auf HLA-B*5801 sollte vor Behandlungsbeginn mit Allopurinol bei Patientensubgruppen mit bekannter hoher Prävalenz dieses Allels erwogen werden
        • bei anderen Patientenpopulationen ist die Genotypisierung nicht etabliert
      • Chronisch eingeschränkte Nierenfunktion
        • bei diesen Patienten kann eine chronisch eingeschränkte Nierenfunktion möglicherweise das Risiko im Zusammenhang mit Allopurinol eine Überempfindlichkeitsreaktion einschließlich SJS/TEN zu entwickeln erhöhen
          • falls bei Patienten mit Abstammung von Han-Chinesen, Thai oder Koreanern keine Möglichkeit zur Genotypisierung hinsichtlich HLA-B*5801 besteht, sollte vor Therapiebeginn der Nutzen sorgfältig abgewogen werden und er sollte die möglichen höheren Risiken übersteigen
      • wenn bei einem Patienten bekannt ist, dass er Träger eines HLA-B*5801 Allels ist
        • sollte Allopurinol nur angewendet werden, wenn keine therapeutischen Alternativen zur Verfügung stehen und der Nutzen die Risiken übersteigt
        • besondere Überwachung des Patienten hinsichtlich der Ausbildung eines Hypersensitivitätssyndroms (DRESS) oder SJS/ TEN erforderlich
        • Patient darüber informieren, die Therapie bei den ersten Anzeichen von entsprechenden Symptomen sofort abzubrechen
      • SJS/TEN kann auch bei Patienten auftreten, die negativ für HLA-B*5801 sind, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft
        • besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei
          • eingeschränkter Nierenfunktion
          • eingeschränkter Leberfunktion
          • vorbestehenden Blutbildungsstörungen
    • Patienten mit beeinträchtigter Nieren- oder Leberfunktion
      • entsprechende Dosierungsempfehlungen beachten
    • Patienten, die wegen Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz z.B. mit ACE-Hemmern oder Diuretika behandelt werden
      • Vorsicht, da bei dieser Patientengruppe eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion vorliegen kann
    • Harnmenge
      • bei Behandlung der Gichtniere und der Harnsäuresteine soll Harnmenge mind. 2 Liter / Tag betragen
    • Flüssigkeitszufuhr, Alkalisierung des Harns
      • um erhöhte Harnsäurekonzentrationen im Serum oder Urin, wie sie z.B. bei der Strahlen- oder Chemotherapie von Neoplasmen sowie bei dem Lesch-Nyhan-Syndrom auftreten können, zu vermeiden, ist zusätzlich zur Verabreichung von Allopurinol auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr zur Gewährleistung einer ausreichenden Diurese zu achten
      • darüber hinaus kann eine Alkalisierung des Harns durch Verbesserung der Löslichkeit von Urat/Harnsäure zur vermehrten Ausscheidung dieser Substanzen mit dem Urin beitragen
    • Nierenfunktionsstörung
      • falls eine Uratnephropathie oder andere pathologische Veränderungen die Nierenfunktion bereits beeinträchtigt haben sollten, Dosis entsprechend den Nierenfunktionswerten anpassen
    • akute Gichtanfälle
      • beim Vorliegen von akuten Gichtanfällen sollte die Behandlung mit Allopurinol erst nach deren vollständigem Abklingen begonnen werden
      • zu Beginn der Behandlung mit Allopurinol können durch Mobilisierung größerer Harnsäuredepots akute Gichtanfälle ausgelöst werden
        • deshalb während der ersten 4 Behandlungswochen die gleichzeitige prophylaktische Analgetika- oder Colchicingabe in Betracht ziehen
    • Harnsäuresteine
      • bei großen Harnsäuresteinen im Nierenbecken nicht auszuschließen, dass sich Teile der infolge einer Allopurinol-Behandlung aufgelösten Steine im Harnleiter festsetzen können
    • Erkrankungen der Schilddrüse
      • bei Patienten unter Langzeitbehandlung mit Allopurinol (5,8 %) in einer offenen Langzeit-Verlängerungsstudie wurden erhöhte TSH-Werte (> 5,5 µIE/ml) beobachtet
      • bei der Anwendung von Allopurinol bei Patienten mit veränderter Schilddrüsenfunktion ist Vorsicht geboten
    • Wechselwirkungen
      • Allopurinol interagiert mit dem Stoffwechsel zahlreicher Arzneimittel
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Allopurinol - peroral
    • Allopurinol sollte nicht während der Schwangerschaft verwendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich
      • da Allopurinol in den Purinstoffwechsel eingreift und das potenzielle Risiko für den Menschen unbekannt ist
    • im Falle einer unbeabsichtigten Schwangerschaft sollte eine Ultraschalluntersuchung im 1. Trimenon erfolgen, um eine normale fetale Entwicklung zu bestätigen
    • keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Allopurinol bei Schwangeren vorliegend
    • tierexperimentelle Studien
      • zeigten Reproduktionstoxizität
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Allopurinol - peroral
    • sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
    • Allopurinol und sein Metabolit Oxipurinol gehen in die Muttermilch über

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
      • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies gilt auch für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, einschließlich pflanzlicher Arzneimittel. Dies liegt daran, dass Allopurinol die Wirkungsweise einiger Arzneimittel beeinflussen kann. Auch einige andere Arzneimittel können die Wirkung von diesem Präparat beeinflussen.
      • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:
        • Probenecid, Benzbromaron, Sulfinpyrazon (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht)
        • Acetylsalicylsäure
        • 6-Mercaptopurin oder Azathioprin (Arzneimittel zur Behandlung von Krebs)
        • Ampicillin oder Amoxicillin (Antibiotika): Nehmen Sie Allopurinol nicht zusammen mit Ampicillin oder Amoxicillin ein, da dies zum häufigeren Auftreten von Hautausschlägen führen kann. Sofern möglich sollten andere Antibiotika als Ampicillin oder Amoxicillin angewendet werden.
        • Warfarin (Arzneimittel zur Blutverdünnung)
        • Chlorpropamid (Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes)
        • Theophyllin (Arzneimittel zur Behandlung von Atem- oder Herzproblemen)
        • Arzneimittel für die Chemotherapie (z. B. Cyclophosphamid, Doxorubicin, Bleomycin, Procarbazin, Alkylhalogenide). Bluterkrankungen treten häufiger auf, wenn diese Arzneimittel gemeinsam angewendet werden. Blutbildkontrollen sind daher in regelmäßigen Zeitabständendurchzuführen.
        • Vidarabin (Arzneimittel zur Behandlung von Herpes oder Windpocken)
        • Ciclosporin (Arzneimittel zur Herabsetzung Ihrer körpereigenen Immunabwehr)
        • Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie)
        • Didanosin (Arzneimittel zur Behandlung der HIV-Infektion)
        • Aluminiumhydroxid. Allopurinol kann bei gleichzeitiger Einnahme eine eingeschränkte Wirkung haben. Zwischen der Einnahme beider Arzneimittel sollten mindestens 3 Stunden liegen.
        • Furosemid und Diuretika (Arzneimittel zur vermehrten Wasserausscheidung), wie zum Beispiel Thiazide
        • ACE-Hemmer (Arzneimittel zur Behandlung von Herzproblemen und hohem Blutdruck), insbesondere, wenn Sie Nierenprobleme oder chronisches Nierenversagen haben
    • Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
      • Sie sollten Nahrungsmittel mit hohem Puringehalt, wie Innereien z. B. Leber, Bries, Niere, Hirn, Herz und Zunge sowie Fleischextrakt und Alkohol, insbesondere Bier, vermeiden.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    schwerwiegend Thiopurine / Allopurinol
    Clozapin / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
    mittelschwer Penicilline / Allopurinol
    Theophyllin / Allopurinol
    Didanosin / Allopurinol
    Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
    Blutgerinnungsfaktoren, AAV-Vektor basiert / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
    Efbemalenograstim alfa / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
    geringfügig Allopurinol / ACE-Hemmer
    Allopurinol / Aluminium-Salze
    Allopurinol / Thiazid-Diuretika
    Antikoagulanzien / Allopurinol
    Hydantoine / Allopurinol
    Stoffe, potenziell hepatotoxisch / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
    Ciclosporin / Allopurinol
    Pentostatin / Allopurinol
    Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
    Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
    Methotrexat / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Isoniazid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Teriflunomid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Valproinsäure / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Mercaptopurin / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    unbedeutend Paracetamol / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)

    Warnhinweise

    • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    • Schwangerschaft
      • Sie sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind, es sei denn, Ihr Arzt rät Ihnen dazu.
    • Stillzeit
      • Allopurinol wird während der Stillzeit nicht empfohlen. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie das Stillen abbrechen oder die Allopurinol-Therapie abbrechen/vermeiden sollten.

    Einnahme nach dem Essen.
    Mit Flüssigkeit einnehmen.Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

    Dosierungsanleitung

    • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.
    • Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
    • Erwachsene
      • Die empfohlene Dosis beträgt 100 mg Allopurinol pro Tag. Normalerweise werden Sie mit einer niedrigen Dosis beginnen, um das Risiko des Auftretens von Nebenwirkungen zu verringern.
      • Wenn nötig, kann die Dosis von Ihrem Arzt,auf täglich 600 mg bis 800 mg Allopurinol gesteigert werden.
      • Die Tageshöchstdosis beträgt 800 mg Allopurinol.
      • Die Tabletten sollten einmal täglich nach einer Mahlzeit eingenommen werden, insbesondere bei Patienten mit empfindlichem Magen. Um Nebenwirkungen zu vermeiden, sollten nicht mehr als 300 mg Allopurinol als Einzeldosis eingenommen werden.
      • Wenn eine tägliche Dosis von mehr als 300 mg Allopurinol angezeigt ist oder wenn bei Ihnen Magen-Darm-Unverträglichkeiten (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) auftreten, kann die Dosis über den Tag verteilt in mehrere Dosen aufgeteilt werden.
      • Ihr Arzt wird Ihnen die richtige Dosis mitteilen!
      • Bitte stellen Sie sicher, dass Sie während der Einnahme dieses Arzneimittels ausreichend Wasser trinken.
    • Ältere Patienten und Patienten mit Leber- oder Nierenproblemen
      • Wenn Sie eine ältere Person sind oder eine verminderte Leber- oder Nierenfunktion haben, kann Ihr Arzt Ihnen eine niedrigere Dosis verordnen oder Ihnen raten, die Tabletten in längeren Abständen einzunehmen.
      • Wenn Sie zwei- oder dreimal pro Woche eine Dialyse erhalten, kann Ihr Arzt Ihnen eine Dosis von 300 mg oder 400 mg verordnen, die direkt nach Ihrer Dialyse eingenommen werden soll.
    • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren
      • Die Tagesdosis beträgt 10 mg/kg Körpergewicht bis maximal 400 mg/Tag, verteilt auf drei Einzeldosen.

     

    • Dauer der Anwendung
      • Die Dauer der Behandlung mit dem Arzneimittel hängt von der Grunderkrankung ab. Bitte nehmen Sie das Präparat regelmäßig und für die vom Arzt bestimmte Dauer ein.
    • Eine laufende Überwachung durch Ihren Arzt ist notwendig. Ihr Arzt sollte Ihre Harnsäurespiegel wiederholt und regelmäßig durch Blutuntersuchungen kontrollieren. Gleichzeitig sollte auf mögliche Nebenwirkungen geachtet werden und Sie sollten mit Ihrem Arzt oder Apotheker sprechen, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

     

    • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben als Sie sollten
      • Wenn Sie mehr von dem Arzneimittel einnehmen als Sie sollten, wenden Sie sich sofort an einen Arzt oder gehen Sie ins Krankenhaus. Nehmen Sie die Packung dieses Arzneimittels mit. Anzeichen für eine Überdosierung können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Schwindel sein.

     

    • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
      • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

    Dosierung
    • Hyperurikämie (Serum-Harnsäurewerte >/= 500 µmol / l), sofern nicht diätetisch beherrschbar; klinische Zustände, bei denen Urat- / Harnsäureablagerungen auftreten können (insb. idiopathische Gicht, akute Harnsäurenephropathie); Auflösung und Verhinderung der Bildung von Calciumoxalatsteinen bei gleichzeitiger Hyperurikämie; sekundäre Hyperurikämie unterschiedlicher Genese
      • Erwachsene
        • empfohlene Dosis
          • 100 - 300 mg Allopurinol / Tag
            • in Abhängigkeit von den Serum-Harnsäurewerten
        • Behandlungsbeginn
          • 100 mg Allopurinol / Tag
            • um das Risiko des Auftretens von unerwünschten Wirkungen zu verringern
            • Dosiserhöhung nur bei unzureichend gesenkten Serum-Harnsäurespiegeln
        • Dosissteigerung
          • in Einzelfällen kann die Dosis auf 600 mg Allopurinol / Tag gesteigert werden
          • hierbei Serum-Oxipurinolspiegel beachten: sollte 15 µg / ml (100 µmol) nicht überschreiten
        • Höchstdosis
          • 800 mg Allopurinol / Tag
          • max. 300 mg Allopurinol als Einzeldosis (zur besseren Verträglichkeit)
          • Tagesdosis > 300 mg Allopurinol und Auftreten gastrointestinaler Unverträglichkeit
            • ein aufgeteiltes Dosierungsschema kann sinnvoll sein
        • Behandlungsdauer
          • abhängig von Grunderkrankung
            • Verhinderung der Bildung von Calciumoxalat- und Harnsäuresteinen sowie bei primärer Hyperurikämie und Gicht
              • Dauertherapie in den meisten Fällen erforderlich
            • sekundäre Hyperurikämie
              • vorübergehende Behandlung entsprechend der Dauer der erhöhten Harnsäurewerte empfohlen
    • sekundäre Hyperurikämie unterschiedlicher Genese; Harnsäurenephropathie bei Leukämie-Behandlung; erbliche Enzymmangelkrankheiten (Lesch-Nyhan-Syndrom / Adenin-Phosphoribosyl-Transferase-Mangel)
      • Kinder und Jugendliche < 15 Jahre
        • empfohlene Tagesdosis
          • 10 mg Allopurinol / kg KG, verteilt auf 3 Einzeldosen
        • Höchstdosis
          • max. 400 mg Allopurinol / Tag
        • Behandlungsdauer
          • abhängig von Grunderkrankung
            • Verhinderung der Bildung von Calciumoxalat- und Harnsäuresteinen sowie bei primärer Hyperurikämie und Gicht
              • Dauertherapie in den meisten Fällen erforderlich
            • sekundäre Hyperurikämie
              • vorübergehende Behandlung entsprechend der Dauer der erhöhten Harnsäurewerte empfohlen

    Dosisanpassung

    • ältere Patienten
      • es liegen keine spezifischen Daten vor
      • Anwendung der niedrigsten Dosis, mit der eine zufriedenstellende Urat-Reduktion erreicht wird
      • weitere Hinweise s. jew. Herstellerinformation
    • eingeschränkte Nierenfunktion
      • bei eingeschränkter Nierenfunktion ohne Dosisanpassung kann es zu einer Überdosierung kommen, da Allopurinol und seine Metaboliten über die Nieren ausgeschieden werden
      • Dosisanpassung zur Risikoreduktion
        • Kreatinin-Clearance > 20 ml / Min.
          • Standarddosis
        • Kreatinin-Clearance 10 - 20 ml / Min.
          • 100 - 200 mg Allopurinol / Tag
        • Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min.
          • max. 100 mg Allopurinol / Tag
          • oder Einzeldosen von 100 mg Allopurinol in größeren Abständen als 1mal / Tag (längere Intervalle)
        • Hämodialyse
          • 300 - 400 mg Allopurinol sofort nach jeder Behandlung, d. h. 2mal oder 3mal / Woche
      • Dosiserhöhung nur bei ungenügender Wirkung
      • Überwachung des Serum-Oxipurinolspiegels
        • sollte max. 15,2 µg / ml betragen
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • es sollten niedrigere Dosen angewendet werden (ähnlich wie bei Patienten mit Niereninsuffizienz empfohlen, s.o.)
      • Behandlungsbeginn
        • zusätzlich regelmäßige Leberfunktionstests durchführen

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • Wenn bei Ihnen eines der folgenden Symptome auftritt, beenden Sie sofort die Anwendung von dem Arzneimittel und holen Sie dringend ärztlichen Rat ein:
      • Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen)
        • Selten: kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen
          • Fieber und Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen (grippeähnliche Beschwerden) undallgemeines Unwohlsein. Veränderungen der Haut, z. B. offene, schmerzende Stellen an Mund, Hals, Nase, Genitalien oder Bindehautentzündung (rote, geschwollene Augen), großflächige Blasenbildung oder Ablösen der Haut
          • Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Fieber, Hautausschlag, allgemeine Schmerzen, Unregelmäßigkeiten bei Blut- und Leberfunktionstests (diese können Anzeichen einer Multiorgan-Überempfindlichkeitsreaktion sein).
        • Sehr selten: kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen
          • Schwere, möglicherweise lebensbedrohliche Hautreaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen, Stevens-Johnson-Syndrom und Toxisch epidermale Nekrolyse)
          • Schwere allergische Reaktion, die zu einem Anschwellen des Gesichts oder des Rachens führt
          • Schwere, möglicherweise lebensbedrohliche allergische Reaktion
      • Wenn Sie Gicht haben, kann es zu Beginn der Behandlung mit Allopurinol bei Ihnen zu einem Gichtanfall kommen.
      • Das Auftreten von Nebenwirkungen ist häufiger, wenn Sie Nieren- oder Leberprobleme haben oder wenn Sie gleichzeitig Ampicillin oder Amoxicillin einnehmen.
    • Weitere Nebenwirkungen
      • Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
        • Hautreaktionen (Ausschlag)
        • erhöhter Thyreotropinspiegel im Blut
      • Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
        • Übelkeit oder Erbrechen
        • anomale Leberwerte
      • Selten: kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen
        • Leberprobleme, wie Leberentzündung
      • Sehr selten: kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen
        • Erkrankungen der Lymphknoten
        • gastrointestinale Blutungen
        • Sie bekommen leichter blaue Flecken oder Sie können Halsschmerzen oder andere Anzeichen einer Infektion entwickeln. Diese Auswirkungen treten in der Regel bei Patienten mit Leber- oder Nierenproblemen auf. Wenden Sie sich so bald wie möglich an Ihren Arzt.
        • allgemeine körperliche Kraftlosigkeit (Asthenie), Taubheitsgefühl, Gleichgewichtsstörungen,Lähmungserscheinungen oder Bewusstlosigkeit
        • allgemeines Unwohlsein oder allgemeine körperliche Schwäche
        • Auftreten von eitrigen Entzündungen der Haut (Furunkulose)
        • Brustschmerzen (Angina pectoris), hoher Blutdruck oder langsamer Puls
        • Erhöhung von Harnstoff im Blut (Urämie)
        • Blut im Urin (Hämaturie)
        • blutiges Erbrechen
        • Veränderung Ihrer normalen Darmtätigkeit oder vermehrte Ausscheidung von Fett im Stuhl (Steatorrhoe)
        • Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) vor allem im Gesicht (Quincke-Ödem)
        • Vergrößerung der männlichen Brust
        • Gefühl von Kribbeln, Kitzeln, Prickeln oder Brennen der Haut (Parästhesie)
        • Entzündung der Mundschleimhaut
        • Erhöhung der Cholesterinwerte im Blut (Hyperlipidämie)
        • Änderung des Geschmackssinns
        • Haarausfall oder Farbverlust
        • Unfruchtbarkeit oder Impotenz
        • Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit oder Sehstörungen
        • Mangel an willkürlicher Koordination von Muskelbewegungen (Ataxie), Muskelschmerzen
        • traurige Verstimmtheit (Depression)
        • Trübungen der Augenlinse (Grauer Star)
        • Anormaler Glucosestoffwechsel (Diabetes)
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Allopurinol - peroral
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen (besonders sorgfältige Überwachung empfohlen):
          • Thrombozytopenie, auch im Zusammenhang mit Todesfällen
          • Agranulozytose, auch im Zusammenhang mit Todesfällen
          • aplastische Anämie, auch im Zusammenhang mit Todesfällen
        • Blutbildveränderungen wie
          • Leukopenie
          • Leukozytose
          • Granulozytose
          • Eosinophilie
        • reversible angioimmunoblastische Lymphadenopathie
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Überempfindlichkeitsreaktionen, u.a.
          • Fieber
          • Hautreaktionen
          • Schüttelfrost
          • Gelenkschmerzen
        • Leberfunktionsstörungen (reversible Erhöhung der Transaminasen und der alkalischen Phosphatasen)
        • akute Cholangitis
        • Xanthinsteine
        • akut anaphylaktischer Schock
        • anaphylaktische Reaktion
        • Angioödem
        • angioimmunoblastische Lymphadenopathie (nach Absetzen reversibel)
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • verzögerte Überempfindlichkeitsreaktion mit Multiorgan-Beteiligung (bekannt als Hypersensitivitätssyndrom; DRESS) mit
          • Fieber
          • Hautausschlag
          • Vaskulitis
          • Lymphadenopathie
          • Pseudolymphom
          • Arthralgie
          • Leukopenie
          • Eosinophilie
          • Milzvergrößerung
          • abweichenden Leberfunktionswerten
          • cholestatischer Hepatopathie mit Schwund der Gallengänge (vanishing bile duct syndrome)
          • auch andere Organe (Lunge, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Myokard und Darm) können betroffenen sein
        • generalisierte Überempfindlichkeitsreaktionen
          • wenn generalisierte Überempfindlichkeitsreaktionen aufgetreten sind, waren gewöhnlich Vorerkrankungen der Niere oder Leber vorhanden, insbesondere bei tödlichem Ausgang
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Diabetes mellitus
        • Hyperlipämie
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Depression
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Ataxie
        • periphere Neuritis
        • Geschmacksabweichung
        • Koma
        • Kopfschmerz
        • Neuropathie
        • Paralyse
        • Parästhesie
        • Schwindel
        • Somnolenz
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • aseptische Meningitis
    • Augenerkrankungen
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Katarakt
        • Makula-Degeneration
        • Sehstörung
    • Herzerkrankungen
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Bradykardie
    • Gefäßerkrankungen
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Hypertonie
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Angina
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Diarrhoe
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Hämatemesis
        • Steatorrhoe
        • Stomatitis
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Übelkeit
        • Brechreiz
        • gastrointestinale Hämorrhagie
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Leberfunktionsstörungen, von asymptomatischen Anstieg der Leberwerte bis zur Hepatitis (einschließlich Lebernekrose und granulomatöser Hepatitis)
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • akute Cholangitis
        • Xanthinsteine
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hautreaktionen
          • mit Hautjucken, in makulopapulöser, manchmal schuppenartiger, manchmal Purpura-ähnlicher und selten exfoliativer Form
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Hautreaktionen, die mit Exfoliation, Fieber, Lymphadenopathie, Arthralgie und Eosinophilie (wie Stevens-Johnson- und Lyell-Syndrom) einhergehen
          • damit verbundene Vaskulitis und Gewebereaktionen können sich auf verschiedene Weise manifestieren, einschließlich Hepatitis, interstitieller Nephritis und sehr selten Krampfanfällen
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
        • toxisch epidermale Nekrolyse (TEN)
        • Alopezie
        • Furunkulose
        • Quincke-Ödem
        • verfärbtes Haar
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • lichenoide Arzneimittelreaktionen
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Muskelschmerzen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • reaktiver Gichtanfall bei Behandlungsbeginn
    • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Hämaturie
        • Urämie
    • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Gynäkomastie
        • Impotenz
        • Infertilität
    • Untersuchungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Thyreotropin im Blut erhöht
          • bei Auftreten von erhöhtem Thyreotropin (TSH) in den entsprechenden Studien wurden weder Auswirkungen auf den Spiegel von freiem T4 noch TSH-Spiegel, die auf eine subklinische Hypothyreose hindeuten, gemeldet
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • allgemeines Unwohlsein
        • Asthenie
        • Ödeme

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Allopurinol100 mgWirkstoff
    Lactose 1-Wasser+Hilfsstoff
    Lactose38 mgk.A.
    Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]+Hilfsstoff
    Maisstärke+Hilfsstoff
    Povidon K30+Hilfsstoff

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