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Anwendungsgebiete
Indikation, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Melphalan - invasiv- als Monotherapie oder in Kombination mit anderen zytotoxischen Arzneimitteln und/oder einer Ganzkörperbestrahlung zur Behandlung von
- multiplen Myelomen (Plasmozytom)
- malignen Lymphomen (Hodgkin-Lymphom, Non-Hodgekin-Lymphom)
- aktuter lymphatischer Leukämie und akuter myeloischer Leukämie
- Neuroblastomen im Kindesalter
- Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
- Mamma-Adenokarzinomen
- als Monotherapie oder in Kombination mit anderen zytotoxischen Arzneimitteln zur Behandlung von lokalen malignen Tumoren der Extremitäten und lokalen Sarkomen im Weichteilgewebe der Extremitäten
- in Kombination mit anderen zytotoxischen Arzneimitteln bei Erwachsenen mit malignen hämatologischen Erkrankungen als Behandlung zur Konditionierung mit reduzierter Intensität (Reduced Intensity Conditioning, RIC) vor einer allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation (allogenen HSZT)
- in Kombination mit anderen zytotoxischen Arzneimitteln bei Kindern und Jugendlichen als Konditionierungsregime vor einer allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation bei hämatologischen Erkrankungen, und zwar:
- als myeloablative Konditionierungstherapie (Myeloablative Conditioning, MAC) bei malignen hämatologischen Erkrankungen
- als RIC-Behandlung bei nicht-malignen hämatologischen Erkrankungen
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Melphalan - invasiv- zur intravenösen Anwendung
- bei peripherer intravenöser Anwendung besteht das Risiko einer Extravasation
- im Falle einer Extravasation ist die Anwendung sofort zu unterbrechen und ein zentraler Venenkatheter zu verwenden
- weitere Hinweise zu Rekonstitution und weiteren Umgang mit dem Arzneimittel - siehe jeweilige Herstellerinformation
- bei peripherer intravenöser Anwendung besteht das Risiko einer Extravasation
Gegenanzeigen
Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Melphalan - invasiv- Überempfindlichkeit gegen Melphalan
- schwere Myelosuppression (Leukozyten < 2000 / mm3, Thrombozyten < 50.000 / mm3)
- Schwangerschaft
- Melphalan darf nicht während der Schwangerschaft verwendet werden, v.a. nicht im 1. Trimenon bzw. im Hinblick auf die Behandlung vor einer HSZT
- Stillzeit
Vorsichtsmaßnahmen
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Melphalan - invasiv- Melphalan ist ein zytotoxisches Arzneimittel, das allgemein der Klasse der alkylierenden Substanzen zuzuordnen ist
- sollte nur von Fachärzten verschrieben werden, die über ausreichend Erfahrung in der Behandlung maligner Erkrankungen verfügen
- Anwendung muss von einem Arzt überwacht werden, der Erfahrung in der Anwendung von Chemotherapeutika und ggf. in der Konditionierungsbehandlung vor der hämatopoetischen Stammzelltransplantation hat
- wie bei jeder Hochdosis-Chemotherapie sollten Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden, um einem Tumorlyse-Syndrom vorzubeugen
- Immunisierung mit Lebendimpfstoffen
- kann bei immunsupprimierten Patienten Infektionen hervorrufen
- Impfungen mit Lebendimpfstoffen daher nicht empfohlen
- Melphalan kann lokale Gewebsschäden hervorrufen, wenn es zum Auftreten von Paravasaten kommt
- konsequenterweise sollte dieses Arzneimittel nicht direkt in eine periphere Vene injiziert werden (im Falle einer Extravasation)
- Hochdosistherapie
- im Hinblick auf die Risiken und den Grad der erforderlichen supportiven Therapie bei einer Hochdosistherapie mit Melphalan sollte diese Anwendungsform auf spezialisierte Zentren mit entsprechenden Möglichkeiten und ausreichender klinischer Erfahrung mit dieser Therapieform beschränkt bleiben
- bei Patienten, die eine Hochdosistherapie mit Melphalan erhalten sollte die prophylaktische Anwendung von Antiinfektiva erwogen werden und Blutprodukte je nach Erfordernis verabreicht werden
- angemessener Allgemeinzustand und eine ausreichende Organfunktion der Patienten sollte vor Einleitung einer Hochdosischemotherapie mit Melphalan sichergestellt sein
- Melphalan Injektionen in Dosierungen > 140 mg/m2 dürfen nicht ohne die Möglichkeit zu einer unterstützenden Behandlung mit hämatopoietschen Stammzellen verabreicht werden
- Hämatologische Erkrankungen (Überwachung)
- da Melphalan eine stark myelosuppressive Substanz ist, muss eine sorgfältige Überwachung des Blutbildes erfolgen, um eine übermäßigen Myelosuppression und das Risiko einer irreversiblen Knochenmarksaplasie oder eines irreversiblen Knochenmarkversagens zu vermeiden
- da die Blutwerte nach Therapieabbruch noch weiter absinken können, muss die Therapie bei den ersten Anzeichen eines ungewöhnlich starken Absinkens der Leukozyten- oder Thrombozytenzahl zeitweilig unterbrochen werden
- Blutwerte können auch nach Abbruch der Therapie weiterhin abfallen bzw. eine Zytopenie weiter verschlimmern
- es wird empfohlen,
- eine ausreichende Hydratation und forcierte Diurese des Patienten sicherzustellen
- prophylaktisch Antiinfektiva (gegen Bakterien, Pilze und Viren) zu geben
- den allgemeinen Zustand sowie den Zustand der Nieren von Patienten zu überwachen, die hohe Dosen Melphalan erhalten
- die Gabe von Blutprodukten sollte bei Bedarf in Erwägung gezogen werden
- Diarrhö, Erbrechen und Stomatitis
- die Inzidenz von Diarrhö, Erbrechen und Stomatitis wird zur dosislimitierenden Toxizität bei Patienten, die hohe intravenöse Dosen in Kombination mit einer autologen Knochenmarktransplantation erhalten
- eine Vorbehandlung mit Cyclophosphamid scheint die Schwere der durch hochdosiertes Melphalan induzierten gastrointestinalen Schäden zu reduzieren
- für detaillierte Informationen sollte hier die Literatur zurate gezogen werden
- Patienten mit vorangegangener Strahlen- oder Chemotherapie
- Melphalan mit Vorsicht anwenden, da das Risiko einer erhöhten Knochenmarkstoxizität besteht
- Nierenfunktionsstörung
- da bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung eine erhebliche Knochenmarkdepression vorliegen kann, sind diese Patienten engmaschig zu überwachen
- renale Clearance von Melphalan kann bei Patienten mit einer beeinträchtigten Nierenfunktion vermindert sein, was zu einer urämischen Myelosuppression betragen kann
- Notwendigkeit zu einer Dosisreduktion kann sich hieraus ergeben
- Patienten sind engmaschig zu kontrollieren
- bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung, die mit Melphalan 50 mg i.v. behandelt werden, kann die Harnstoffkonzentration im Blut vorübergehend erhöht sein und eine Myelosuppression verursachen
- deshalb sollte die Harnstoffkonzentration bei solchen Patienten sorgfältig überwacht werden
- Anwendung von hoch dosiertem Melphalan hat das Potenzial, eine akute Nierenschädigung bei Patienten zu verursachen, insbesondere bei denjenigen mit zugrunde liegender Nierenfunktionsstörung und potenziellen Risikofaktoren für eine verminderte Nierenfunktion, z. B.
- gleichzeitige Anwendung von nephrotoxischen Medikationen
- Amyloidose usw.
- Kinder und Jugendliche
- Sicherheit und Wirksamkeit von Melphalan gefolgt von einer allogenen HSZT bei Kindern < 2 Jahre mit AML ist nicht erwiesen, da für diese Alterskategorie Daten zur Sicherheit und zum Gesamtüberleben (Overall Survival, OS) nicht getrennt berichtet werden
- Sicherheit und Wirksamkeit von Melphalan als Teil eines Konditionierungsregimes vor einer allogenen HSZT bei Kindern < 2 Jahren mit ALL ist nicht erwiesen
- aufgrund einer erhöhten transplantationsbedingten Mortalität sollte Melphalan nicht bei Jugendlichen > 12 Jahren mit AML als Konditionierungsregime gefolgt von einer allogenen HSZT angewendet werden
- zur Anwendung bei Kindern keine ausreichenden Erfahrungen vorliegend
- Dosierungsempfehlungen können nicht gegeben werden
- Mutagenität
- Melphalan wirkt bei Tieren mutagen
- bei mit Melphalan behandelten Patienten wurden Chromosomabweichungen festgestellt
- Karzinogenität (sekundäre primäre Malignität)
- akute myeloische Leukämie (AML) und myelodysplastische Syndrome (MDS)
- Berichten zufolge ist Melphalan leukämogen (akute Leukämie und myelodysplastische Syndrome)
- nach einer langen Kombinationstherapie und Strahlentherapie kann Melphalan bei älteren Patienten Leukämien verursachen
- es wurde über das Auftreten von akuter Leukämie berichtet, nach einer Behandlung mit Melphalan für Erkrankungen wie
- Amyloidose
- malignes Melanom
- multiples Myelom
- Makroglobulinämie
- Kälteagglutininkrankheit
- Eierstockkrebs
- bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom, die mit alkylierenden Substanzen einschließlich Melphalan behandelt wurden, traten im Vergleich zu einer Behandlungsgruppe, die solche Substanzen nicht erhielt, akute Leukämien mit signifikant erhöhter Häufigkeit auf
- vor Beginn der Behandlung muss das leukämogene Risiko (AML und MDS) gegen den möglichen therapeutischen Nutzen abgewogen werden, v.a. wenn die Verwendung von Melphalan in Kombination mit Thalidomid oder Lenalidomid und Prednison in Betracht gezogen wird, da nachgewiesen wurde, dass diese Kombinationen das Leukämierisiko erhöhen
- vor, während und nach der Behandlung müssen die Ärzte die Patienten daher sorgfältig im Rahmen der üblichen Messverfahren für die Krebsfrüherkennung untersuchen und bei Bedarf eine Therapie einleiten
- Berichten zufolge ist Melphalan leukämogen (akute Leukämie und myelodysplastische Syndrome)
- solide Tumoren
- Anwendung von Alkylanzien wurde bei der Entwicklung von sekundären primären Malignitäten (SPM) impliziert
- insbesondere wird Melphalan in Kombination mit Lenalidomid und Prednison und, in geringerem Ausmaß, mit Thalidomid und Prednison mit einem erhöhten Risiko solider SPM bei älteren Patienten mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom assoziiert
- vor der Verabreichung von Melphalan sollten die Eigenschaften des Patienten (z.B. Alter, ethnische Zugehörigkeit), die primäre Indikation und die Behandlungsmodalitäten (z.B. Strahlentherapie, Transplantation) sowie umgebungsbedingte Risikofaktoren (einschließlich Tabakkonsum) beurteilt werden
- akute myeloische Leukämie (AML) und myelodysplastische Syndrome (MDS)
- Empfängnisverhütung
- aufgrund des erhöhten Risikos einer venösen Thromboembolie bei Patienten mit multiplem Myelom werden orale Kontrazeptiva als Kombinationspräparate nicht empfohlen
- nimmt eine Patientin aktuell ein orales Kombinationspräparat ein, sollte sie zu einer anderen zuverlässigen Kontrazeptionsmethode wechseln, z.B. mit Gestagen als Einzelwirkstoff, wie Desogestrel-enthaltende Tabletten, oder eine Barrieremethode
- das Risiko einer venösen Thromboembolie dauert nach Absetzen eines oralen Kombinations-Kontrazeptivums weitere 4 - 6 Wochen an
- Empfängnisverhütung bei Frauen wird für die Dauer der Behandlung und für einen Zeitraum von 6 Monaten nach Absetzen der Behandlung empfohlen
- Männern, die Melphalan 50 mg i.v. erhalten
- wird für die Dauer der Behandlung mit Melphalan und bis zu 6 Monate von der Zeugung eines Kindes abgeraten
- zudem sollten sie aufgrund einer möglichen medikamenteninduzierten irreversiblen Unfruchtbarkeit vor Einleitung der Therapie hinsichtlich einer Spermienkonservierung beraten werden
- männliche Patienten sollten wirksame und zuverlässige Empfängnisverhütungsmethoden während der Behandlung und für einen Zeitraum von 3 Monaten nach Absetzen der Behandlung anwenden
- aufgrund des erhöhten Risikos einer venösen Thromboembolie bei Patienten mit multiplem Myelom werden orale Kontrazeptiva als Kombinationspräparate nicht empfohlen
- venöse okklusive Leberkrankheit
- ist eine schwerwiegende Komplikation, die während der Behandlung mit Melphalan auftreten kann
- Patienten mit u. U. höherem Risiko:
- Patienten, die zuvor eine Strahlentherapie erhalten haben, die mindestens 3 Chemotherapiezyklen entspricht, oder
- Patienten, die zuvor einer Transplantation von Progenitorzellen unterzogen wurden
- thromboembolische Komplikationen
- Anwendung von Melphalan in Kombination mit Lenalidomid und Prednison oder Thalidomid oder Dexamethason wurde mit einem erhöhten Risikothromboembolischer Komplikationen assoziiert
- Thromboseprophylaxe muss mindestens in den ersten 5 Monaten der Behandlung erfolgen
- insbesondere bei Patienten, deren Thromboserisiko erhöht ist
- Entscheidung zur Ergreifung antithrombotischer prophylaktischer Maßnahmen muss nach einer sorgfältigen Abwägung der zugrunde liegenden Risiken für den jeweiligen Patienten getroffen werden
- sollten beim Patienten thromboembolische Komplikationen auftreten, muss die Behandlung unterbrochen und die standardmäßige Antikoagulantientherapie eingeleitet werden
- sobald der Patient durch die Antikoagulantientherapie stabilisiert wurde und die Komplikationen des thromboembolischen Zwischenfalls unter Kontrolle sind, kann Melphalan in Kombination mit Lenalidomid und Prednison oder mit Thalidomid und Prednison oder mit Dexamethason nach Abwägung der Risiken und des Nutzens wieder mit der ursprünglichen Dosierung fortgesetzt werden
- Patient muss die Antikoagulantientherapie während der Behandlung mit Melphalan fortsetzen
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Melphalan - invasiv- Melphalan darf nicht während der Schwangerschaft verwendet werden, vor allem nicht im 1. Trimenon
- außerdem ist bei Schwangeren eine HSZT mit Melphalan kontraindiziert
- in jedem Fall sollte bewertet werden, ob der Nutzen der Behandlung gegenüber dem potenziellen Risiko für den Fötus überwiegt
- bei vitaler Indikation zur Behandlung einer schwangeren Patientin sollte eine medizinische Beratung über das mit der Behandlung verbundene Risiko von schädigenden Wirkungen für das Kind erfolgen
- tritt während der Behandlung eine Schwangerschaft ein, sollte die Möglichkeit einer genetischen Beratung genutzt werden
- keine oder nur begrenzte Daten zur Anwendung von Melphalan bei Schwangeren vorliegend
- Melphalan hat eine mutagene Wirkung und kann die Entwicklung eines Embryos beeinträchtigen
- tierexperimentelle Studien
- haben Reproduktionstoxizität gezeigt
- das Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
- aber aufgrund der mutagenen Eigenschaften und der strukturellen Ähnlichkeit zwischen Melphalan und bekannten teratogenen Verbindungen ist es möglich, dass Melphalan kongenitale Fehlbildungen bei Nachkommen behandelter Patienten verursacht
- Frauen im gebärfähigen Alter / Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen
- wie bei allen zytostatikahaltigen Chemotherapien sollten männliche und weibliche Patienten, die Melphalan erhalten, während der Behandlung und bis 6 Monate nach Behandlungsende wirksame und zuverlässige Verhütungsmethoden anwenden
- endgültige Entscheidung über den zusätzlichen Verhütungszeitraum sollte vom Arzt und/oder vom Patienten getroffen werden
- wie bei allen zytostatikahaltigen Chemotherapien sollten männliche und weibliche Patienten, die Melphalan erhalten, während der Behandlung und bis 6 Monate nach Behandlungsende wirksame und zuverlässige Verhütungsmethoden anwenden
- Fertilität
- Melphalan verursacht bei Frauen in der Prämenopause eine Unterdrückung der Ovarialfunktion, die bei einer signifikanten Anzahl von Patientinnen zu einer Amenorrhoe führt
- Melphalan hat eine mutagene Wirkung im Tiermodell; bei mit Melphalan behandelten Patienten Chromosomenaberrationen beobachtet
- männliche Patienten, die mit Melphalan behandelt werden
- wird empfohlen, während der Behandlung mit Melphalan und bis zu 6 Monate danach kein Kind zu zeugen und sich vor Beginn der Behandlung über eine Spermakonservierung beraten zu lassen, da die Möglichkeit einer therapiebedingten irreversiblen Infertilität besteht
- Hinweise aus einigen tierexperimentellen Studien, dass Melphalan unerwünschte Wirkungen auf die Spermatogenese hat
- daher möglich, dass Melphalan bei männlichen Patienten eine vorübergehende oder dauerhafte Sterilität verursachen kann
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Melphalan - invasiv- kontraindiziert während der Stillzeit
- aufgrund der mutagenen Eigenschaften von Melphalan
- es ist nicht bekannt, ob Melphalan oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben schwerwiegend Natalizumab / Immunsuppressiva
Lebend-Impfstoffe / Stoffe, die das Immunsystem beeinträchtigen
Brivudin / Stoffe, die das Immunsystem beeinträchtigen
Antineoplastische Mittel / Olaparib
Saccharomyces cerevisiae (boulardii) / Immunsuppressiva
Clozapin / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
Ocrelizumab / Immunsuppressiva
Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential / Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential
Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential / Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential
Antineoplastische Mittel / S1P-Modulatoren
Immunsuppressiva / Färberhülse, Sonnenhut, Lebensbaum
mittelschwer Hydantoine / Antineoplastische Mittel
Abatacept / Immunsuppressiva
Immunsuppressiva / Imiquimod
Fumarsäure-Derivate / Stoffe, die das Immunsystem beeinträchtigen
Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
Tabelecleucel / Antineoplastische Mittel
Efbemalenograstim alfa / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
Melphalan / Kontrazeptiva, orale, kombinierte
geringfügig Ciclosporin / Melphalan
Impfstoffe, nicht-lebend / Stoffe, die das Immunsystem beeinträchtigen
Anti-PD1-Antikörper / Immunsuppressiva
Tamoxifen / Antineoplastische Mittel
Atezolizumab / Immunsuppressiva
Streptozocin / Immunsuppressiva
Inebilizumab / Immunsuppressiva
Spesolimab / ImmunsuppressivaWarnhinweise
Enthält 0,05-0,5 g Alkohol pro Einzelgabe. Ein potenzielles gesundheitliches Risiko besteht u. a. bei Leberkranken, Alkoholkranken, Epileptikern, Patienten mit organischen Erkrankungen des Gehirns, Schwangeren / Stillenden und Kindern.
Enthält Povidon. Verlangsamte Ausscheidung bei Nierenfunktionsstörung nach parenteraler Applikation. Bei Langzeitanwendung Speicherung im RES oder örtliche Ablagerung und Fremdkörpergranulome möglich. Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.Dosierungsanleitung
Dosierung, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Melphalan - invasiv- Multiples Myelom
- Kombination mit Prednisolon
- 15 mg Melphalan / m2 KOF an Tag 1 eines Behandlungszyklus
- Zyklusdauer: 4 - 6 Wochen
- Behandlungsdauer: nach Erreichen der max. Remission noch 2 - 4 Behandlungszyklen zur Konsolidierung
- Dosisanpassung bei Myelosuppression
- Leukozyten >= 3000 / mm3; Thrombozyten >= 75000 / mm3
- Dosisreduktion um 25 %
- Leukozyten >= 2000 / mm3; Thrombozyten >= 50000 / mm3
- Dosisreduktion um 50%
- Leukozyten < 2000 / mm3; Thrombozyten < 50000 / mm3
- Behandlung kontraindiziert
- Leukozyten >= 3000 / mm3; Thrombozyten >= 75000 / mm3
- Kombination mit Vincristin, Carmustin (BCNU), Doxorubicin und Dexamethason
- 7 mg Melphalan / m2 KOF an den Tagen 1, 15, 29, 43 eines Behandlungszyklus
- Zyklusdauer: 8 Wochen
- Behandlungsdauer: nach Erreichen der max. Remission noch 2 - 4 Behandlungszyklen zur Konsolidierung
- Kombination mit Vincristin, Cyclophosphamid, Carmustin (BCNU) und Prednison
- 0,25 mg Melphalan / kg KG an den Tagen 1 bis 4 eines Behandlungszyklus
- Zyklusdauer: 5 - 6 Wochen
- Behandlungsdauer: nach Erreichen der max. Remission noch 2 - 4 Behandlungszyklen zur Konsolidierung
- Hochdosis-Therapie
- 100 - 200 mg / m2 KOF
- Kombination mit Prednisolon
- maligne Lymphome (Hodgkin-Lymphom, Non-Hodgkin-Lymphom), akute lymphatische Leukämie und akute myeloische Leukämie, Neuroblastom im Kindesalter, Eierstockkrebs, Mamma-Adenokarzinome sowie lokale maligne Tumoren der Extremitäten und lokalen Sarkomen im Weichteilgewebe der Extremitäten
- für genauere Informationen bzgl. Dosierungsangaben siehe entsprechende Fachinformation
Dosisanpassung
- Niereninsuffizienz
- konventionelle Doiserung
- initial Dosisreduktion um 50 %
- nach 2 - 3 Wochen in Abhängigkeit von Leuko- und Thrombozytenzahl individuell dosieren
- Hochdosistherapie
- Dosisreduktion individuell festlegen
- kontraindiziert bei Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.
- konventionelle Doiserung
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Melphalan - invasiv- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Infektion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- septischer Schock
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschließlich Zysten und Polypen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- akute Leukämie
- kann nach einer in der Regel langen Latenzzeit auftreten, insbesondere bei Patienten im höheren Alter nach längerer Kombinationstherapie und Strahlentherapie
- sekundäre akute myeloische Leukämie (AML)
- myelodysplastisches Syndrom (MDS)
- akute Leukämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- sekundärer Primärtumor
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Knochenmarkdepression, die zu Leukopenie / Neutropenie, Thrombozytopenie und Anämie führt
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- thrombotische Mikroangiopathie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- hämolytische Anämie
- da Melphalan eine stark myelosuppressive Substanz ist, muss eine sorgfältige Überwachung des Blutbildes erfolgen, um eine übermäßigen Myelosuppression und das Risiko einer irreversiblen Knochenmarksaplasie zu vermeiden
- da die Blutwerte nach Therapieabbruch noch weiter absinken können, muss die Therapie bei den ersten Anzeichen eines ungewöhnlich starken Absinkens der Leukozyten- oder Thrombozytenzahl zeitweilig unterbrochen werden
- hämolytische Anämie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- akute Graft-versus-Host-Erkrankung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Reaktionen (siehe auch Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes)
- allergische Reaktionen wie Urtikaria, Ödem, Hautausschläge und anaphylaktischer Schock treten nach der Initial- und Folgebehandlung auf, insbesondere bei der intravenösen Behandlung mit Melphalan
- in seltenen Fällen über Herzstillstand im Zusammenhang mit den allergischen Reaktionen berichtet
- allergische Reaktionen (siehe auch Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes)
- ohne Häufigkeitsangabe
- hämophagozytische Lymphohistiozytose
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- intrakranielle Blutung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzstillstand
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzinsuffizienz
- Kardiomyopathie
- Perikarderguss
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hämorrhagie
- tiefe Venenthrombose
- Lungenembolie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- interstitielle Lungenerkrankung
- Lungenfibrose
- idiopathisches Pneumonie-Syndrom
- Lungenblutung
- respiratorische Insuffizienz
- akutes Atemnotsyndrom
- Pneumonitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- interstitielle Pneumonie und Lungenfibrose (einschließlich Berichte von tödlich verlaufenden Fällen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- pulmonale Hypertonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- gastrointestinale Symptome wie Übelkeit, Diarrhoe und Erbrechen
- Stomatitis bei hoher Dosierung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gastrointestinalblutung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stomatitis bei herkömmlicher/konventioneller Dosis
- die hohe Inzidenz von Diarrhoe, Erbrechen und Stomatitis kann bei hohen intravenösen Dosierungen in Kombination mit autologen Knochenmarktransplantation dosisbegrenzend sein
- durch eine Vorbehandlung mit Cyclophosphamid kann der Schwergrad der durch Melphalan verursachten gastrointestinalen Störungen reduziert werden (Einzelheiten sind der relevanten Fachliteratur zu entnehmen)
- Stomatitis bei herkömmlicher/konventioneller Dosis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hepatotoxizität
- Leberkrankheit mit Venenokklusion
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leberfunktionsstörungen, die von abnormen Leberwerten bis hin zu klinischen Manifestationen wie Hepatitis und Ikterus reichen
- Lebervenenverschlüsse nach Hochdosis-Behandlung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Alopezie bei hoher Dosierung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Alopezie bei herkömmlicher/konventioneller Dosierung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ausschlag makulo-papulös
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Pruritus (siehe auch Erkrankungen des Immunsystems)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stevens-Johnson-Syndrom
- toxische epidermale Nekrolyse
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- nach parenteraler Verabreichung regionaler arterieller Perfusion der Extremitäten:
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Muskelatrophie
- Muskelfibrose
- Myalgie
- Erhöhung des CPK-Spiegels im Blut
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kompartmentsyndrom
- ohne Häufigkeitsangabe
- Muskelnekrose
- Rhabdomyolyse
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- nach parenteraler Verabreichung regionaler arterieller Perfusion der Extremitäten:
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- temporäre Erhöhung des Harnstoffspiegels im Blut (zu Beginn der Behandlung mit Melphalan bei Patienten mit Myelom, die unter einer Nierenfunktionsstörung leiden)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- akute Nierenschädigung
- Nierenversagen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Zystitis hämorrhagisch
- nephrotisches Syndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Amenorrhoe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Azoospermie
- Nachlassen der ovariellen Funktion
- Erkrankung der Ovarien
- vorzeitige Menopause
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- subjektives und vorübergehendes Wärmegefühl und/oder Kribbeln nach Gabe hoher Dosen von Melphalan über einen zentralen venösen Katheter
- subjektive und vorübergehende Hitzewallungen und/oder Parästhesien an der Verabreichungssstelle
- Fieber
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schleimhautentzündung
- Multiorgandysfunktionssyndrom
- ohne Häufigkeitsangabe
- Kreatinin im Blut erhöht
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hinweise
- für Melphalan existiert keine klinische Dokumentation nach heutigen Maßstäben, die eine exakte Häufigkeitsbeschreibung der Nebenwirkungen begründen würde
- Nebenwirkungen können je nach Indikation, Dosierung sowie in Kombination unterschiedlich häufig auftreten
- auf Grundlage der identifizierten Sicherheitsberichte in der Literatur scheinen Kinder und Jugendliche anfälliger für das Auftreten respiratorischer und gastrointestinaler Komplikationen zu sein
- als Monotherapie oder in Kombination mit anderen zytotoxischen Arzneimitteln und/oder einer Ganzkörperbestrahlung zur Behandlung von
-
Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels
Stoffname Stoffmenge Stofftyp Melphalan hydrochlorid 50.17 mg Wirkstoff Melphalan 50 mg k.A. Ethanol 96% (V/V) + Hilfsstoff Natrium citrat + Hilfsstoff Povidon + Hilfsstoff Propylenglycol + Hilfsstoff Salzsäure, konzentriert + Hilfsstoff Wasser, für Injektionszwecke + Hilfsstoff Gesamt Natrium Ion 53.4 mg Zusatzangabe Gesamt Natrium Ion 2.32 mmol k.A. -
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