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Allgemeine Produktinformationen
- Diese Arzneimittel ist zum Einnehmen.
- Nehmen Sie das Arzneimittel mit Nahrung oder zwischen den Mahlzeiten ein.
- Das Präparat ist mit einer ketogenen Ernährung kompatibel.
- Das Arzneimittel ist eine Flüssigkeit.
- Die Lösung ist mit den meisten Magen- und Nasensonden für die enterale Ernährung kompatibel.
- Weitere Informationen siehe Gebrauchsinformation!
Anwendungsgebiete
- Das Arzneimittel enthält den Wirkstoff Fenfluramin.
- Es wird zur Behandlung von (Krampf-)Anfällen bei Patienten ab einem Alter von 2 Jahren angewendet, die entweder an einer Art von Epilepsie leiden, die „Dravet-Syndrom" genannt wird, oder einer, die „Lennox-Gastaut-Syndrom" genannt wird. Es kann dazu beitragen, die Anzahl und Schwere von Krampfanfällen zu reduzieren.
- Es ist nicht vollständig geklärt, wie das Arzneimittel wirkt. Man geht jedoch davon aus, dass es wirkt, indem es die Aktivität eines natürlichen Stoffs namens Serotonin und des Sigma-1-Rezeptors im Gehirn erhöht, wodurch Krampfanfälle möglicherweise reduziert werden.
IndikationPatienten >/= 2 Jahre
- Behandlung von Krampfanfällen im Zusammenhang mit dem Dravet-Syndrom und dem Lennox-Gastaut-Syndrom als Zusatztherapie zu anderen Antiepileptika
- Lösung zum Einnehmen
- Einnahme mit oder ohne Nahrung
- mit im Handel erhältlichen Magen- und Nasensonden kompatibel
- enthält eine sehr geringe Menge verdaulicher Kohlenhydrate und ist mit einer ketogenen Ernährung kompatibel
- weitere Hinweise s. Fachinformation
Gegenanzeigen
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie oder Ihr Kind allergisch gegen Fenfluramin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie oder Ihr Kind ein Herzproblem, das als „Herzklappenerkrankung" bezeichnet wird, oder "pulmonale arterielle Hypertonie" (hoher Druck in den Lungenarterien) haben.
- wenn Sie oder Ihr Kind in den letzten 2 Wochen Arzneimittel eingenommen haben, die als Monoaminoxidase-Hemmer bezeichnet werden.
- Nehmen Sie das Arzneimittel nicht ein, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie es einnehmen.
Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Fenfluramin - peroral- Überempfindlichkeit gegen Fenfluramin
- Aorten- oder Mitralklappenvitium
- Pulmonale arterielle Hypertonie
- Einnahme innerhalb von 14 Tagen nach der Anwendung von Monoaminoxidase-Hemmern, da ein erhöhtes Risiko für das Auftreten eines Serotoninsyndroms besteht
Vorsichtsmaßnahmen
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen,
- wenn Sie oder Ihr Kind an einem Glaukom leiden
- wenn Sie oder Ihr Kind in der Vergangenheit an Selbstverletzung oder Suizid gedacht haben
- wenn Sie oder Ihr Kind ein Arzneimittel namens Cyproheptadin einnehmen, das angewendet wird, um Allergien zu behandeln oder den Appetit zu steigern.
- Wenn einer der oben genannten Umstände auf Sie oder Ihr Kind zutrifft (oder Sie nicht sicher sind), sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal.
- Tests und Untersuchungen
- Bevor Sie oder Ihr Kind mit der Einnahme des Arzneimittels beginnen, muss Ihr Arzt das Herz mittels einer Echokardiografie (ECHO) untersuchen. Der Arzt wird überprüfen, ob die Klappen im Herz korrekt arbeiten und sich vergewissern, dass der Druck in den Arterien zwischen dem Herz und der Lunge nicht zu hoch ist. Sobald Sie oder Ihr Kind mit der Einnahme begonnen haben, werden Sie in den ersten 2 Jahren alle 6 Monate und anschließend einmal jährlich einer Echokardiografie-Untersuchung unterzogen. Wenn die Behandlung mit dem Präparat beendet wird, müssen Sie oder Ihr Kind 6 Monate nach der letzten Dosis eine Echokardiografie durchführen lassen.
- Ihr Arzt sollte außerdem vor und während Ihrer Behandlung Ihr Gewicht überprüfen, da das Arzneimittel zu Gewichtsverlust führen kann.
- "Serotoninsyndrom"
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, wenn Sie oder Ihr Kind Arzneimittel einnehmen, die die Serotoninspiegel in Ihrem Gehirn erhöhen können, da die Einnahme dieser Arzneimittel zusammen mit diesem ein Serotoninsyndrom, einen lebensbedrohlichen Zustand, verursachen kann. Zu den Arzneimitteln, die die Serotoninspiegel erhöhen können, gehören unter anderem:
- "Triptane" (wie z. B. Sumatriptan) - zur Behandlung von Migräne
- MAOI-Arzneimittel - zur Behandlung von Depressionen
- SSRI- oder SNRI-Arzneimittel - zur Behandlung von Depressionen und Angst.
- Achten Sie auf die Anzeichen eines Serotoninsyndroms; zu diesen gehören unter anderem:
- Aufgeregtheit, Sehen von Dingen, die nicht wirklich da sind (Halluzinationen) oder in Ohnmacht fallen
- Herz- und Kreislaufprobleme wie schneller Herzschlag, Ansteigen und Abfallen des Blutdrucks, hohe Körpertemperatur, Schwitzen
- Muskelzucken und Unkoordiniertheit
- Übelkeit oder Erbrechen und Durchfall.
- Wenn Sie eine der oben genannten schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt.
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, wenn Sie oder Ihr Kind Arzneimittel einnehmen, die die Serotoninspiegel in Ihrem Gehirn erhöhen können, da die Einnahme dieser Arzneimittel zusammen mit diesem ein Serotoninsyndrom, einen lebensbedrohlichen Zustand, verursachen kann. Zu den Arzneimitteln, die die Serotoninspiegel erhöhen können, gehören unter anderem:
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen,
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über das Führen von Fahrzeugen oder das Bedienen von Maschinen bzw. ziehen Sie ihn zurate, wenn Sie oder Ihr Kind Aktivitäten wie Fahrradfahren oder anderen Sportarten nachgehen, da Sie oder Ihr Kind nach der Einnahme dieses Arzneimittels schläfrig werden können.
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Fenfluramin - peroral- Behandlung mit Fenfluramin ist von einem in der Behandlung von Epilepsie erfahrenen Arzt einzuleiten und zu überwachen
- Fenfluramin wird gemäß dem Programm für den kontrollierten Zugang zu Fintepla verordnet und abgegeben
- Aorten- oder Mitralklappenvitium und pulmonale arterielle Hypertonie
- Herzfunktion muss mittels Echokardiografie überwacht werden
- da Fälle von Herzklappenvitien gemeldet wurden
- Ursache: möglicherweise durch Anwendung von höher dosiertem Fenfluramin zur Behandlung von Adipositas bei Erwachsenen
- Patienten mit Herzklappenvitien oder pulmonaler arterieller Hypertonie waren von den kontrollierten klinischen Studien zur Untersuchung von Fenfluramin für die Behandlung des Dravet-Syndroms und des Lennox-Gastaut-Syndroms ausgeschlossen
- in diesen Studien wurden keine Herzklappenvitien beobachtet
- da Fälle von Herzklappenvitien gemeldet wurden
- vor Beginn der Behandlung muss bei Patienten eine Echokardiografie durchgeführt werden, um vor der Behandlung einen Ausgangszustand zu ermitteln und etwaige vorbestehende Herzklappenvitien oder pulmonale Hypertonien auszuschließen
- Überwachung mittels Echokardiografie
- in den ersten 2 Jahren alle 6 Monate und anschließend jährlich
- wenn eine Echokardiografie auf pathologische Veränderungen der Herzklappen schließen lässt
- ist zu einem früheren Zeitpunkt eine Folge-Echokardiografie in Erwägung zu ziehen, um zu untersuchen, ob die Anomalie anhält
- wenn in der Echokardiografie pathologische Anomalien festgestellt werden
- wird empfohlen, den Nutzen und die Risiken einer weiteren Behandlung mit Fenfluramin zusammen mit dem verordnenden Arzt, der Betreuungsperson und dem Kardiologen gegeneinander abzuwägen
- wenn eine Echokardiografie auf pathologische Veränderungen der Herzklappen schließen lässt
- sobald die Behandlung aus irgendeinem Grund abgebrochen wird, muss 3-6 Monate nach der letzten Dosis der Fenfluramin-Behandlung eine abschließende Echokardiografie durchgeführt werden
- in den ersten 2 Jahren alle 6 Monate und anschließend jährlich
- wenn Behandlung aufgrund Aorten- oder Mitralklappenvitiums abgebrochen wird
- angemessene Überwachung und Nachbeobachtung gemäß den lokalen Leitlinien zur Behandlung von Aorten- oder Mitralklappenvitien durchführen
- pulmonale arterielle Hypertonie
- im Rahmen der früheren Anwendung von höheren Dosen zur Behandlung von Adipositas bei Erwachsenen war Fenfluramin Berichten zufolge mit pulmonaler arterieller Hypertonie assoziiert
- im Rahmen des klinischen Programms wurde zwar keine pulmonale arterielle Hypertonie beobachtet, aber Daten nach der Markteinführung zeigen, dass sie auch bei einer Dosierung auftreten kann, die zur Behandlung von Epilepsie angewendet wird
- wenn die Ergebnisse der Echokardiografie auf eine pulmonale arterielle Hypertonie hinweisen
- ist die Echokardiografie so schnell wie möglich sowie innerhalb von 3 Monaten zu wiederholen, um diese Befunde zu bestätigen
- wenn Echokardiografie-Befund bestätigt wird und auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer pulmonalen arteriellen Hypertonie hinweist (definiert als „intermediäre Wahrscheinlichkeit" gemäß den Leitlinien der European Society of Cardiology (ESC) und der European Respiratory Society (ERS) aus dem Jahr 2015)
- Nutzen-Risiko-Bewertung über die Fortsetzung der Therapie mit Fenfluramin seitens des verordnenden Arztes, der Betreuungsperson und des Kardiologen
- wenn Befund aus der Echokardiografie nach der Bestätigung auf eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine pulmonale arterielle Hypertonie gemäß der Definition der Leitlinien der ESC und der ERS aus dem Jahr 2015 hinweist
- Behandlung mit Fenfluramin abbrechen
- Herzfunktion muss mittels Echokardiografie überwacht werden
- verminderter Appetit und Gewichtsverlust
- Fenfluramin kann zu vermindertem Appetit und Gewichtsverlust führen
- additive Wirkung auf die Verminderung des Appetits kann auftreten, wenn Fenfluramin mit anderen Antiepileptika wie z. B. Stiripentol kombiniert wird
- Ausmaß der Gewichtsabnahme scheint dosisabhängig zu sein
- die meisten Patienten nahmen bei fortgesetzter Behandlung im Laufe der Zeit wieder an Gewicht zu
- Gewicht des Patienten ist zu überwachen
- Patienten mit Anorexia nervosa oder Bulimia nervosa in der Anamnese
- vor Beginn der Behandlung mit Fenfluramin ist eine Nutzen-Risiko-Bewertung durchzuführen
- Programm für den kontrollierten Zugang zu Fenfluramin
- es wurde ein Programm für den kontrollierten Zugang eingerichtet
- um den nichtbestimmungsgemäßen Gebrauch zur Gewichtskontrolle bei adipösen Patienten zu verhindern und
- um zu bestätigen, dass verordnende Ärzte über die Notwendigkeit einer regelmäßigen Überwachung der Herzfunktion bei mit Fenfluramin behandelten Patienten informiert wurden
- es wurde ein Programm für den kontrollierten Zugang eingerichtet
- Somnolenz
- Fenfluramin kann Somnolenz verursachen
- andere das Zentralnervensystem dämpfende Mittel, einschließlich Alkohol, könnten die Wirkung von Fenfluramin bzgl. Somnolenz verstärken
- suizidales Verhalten und Suizidgedanken
- suizidales Verhalten und Suizidgedanken wurden bei Patienten berichtet, die mit Antiepileptika in verschiedenen Anwendungsgebieten behandelt wurden
- Ergebnisse einer Metaanalyse randomisierter placebokontrollierter Studien mit Antiepileptika, die Fenfluramin nicht umfassten
- geringfügig erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten und Suizidgedanken gezeigt
- Mechanismus dieses Risikos ist nicht bekannt, und anhand der verfügbaren Daten ist die Möglichkeit eines erhöhten Risikos im Zusammenhang mit Fenfluramin nicht auszuschließen
- Patienten und Betreuungspersonen von Patienten sind anzuweisen, medizinischen Rat einzuholen, wenn Anzeichen von suizidalem Verhalten und Suizidgedanken auftreten
- Serotoninsyndrom
- wie bei anderen serotonergen Wirkstoffen kann bei der Behandlung mit Fenfluramin ein Serotoninsyndrom, eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung, auftreten, insbesondere
- bei gleichzeitiger Anwendung anderer serotonerger Wirkstoffe, einschließlich
- SSRI
- SNRI
- trizyklischer Antidepressiva
- Triptane
- bei gleichzeitiger Anwendung von Wirkstoffen, die den Metabolismus von Serotonin beeinträchtigen wie z. B. MAOI
- bei gleichzeitiger Anwendung von Antipsychotika, die Auswirkungen auf die serotonergen Neurotransmittersysteme haben können
- bei gleichzeitiger Anwendung anderer serotonerger Wirkstoffe, einschließlich
- Symptome des Serotoninsyndroms
- Veränderungen des geistigen Zustands, z. B.
- Agitiertheit
- Halluzinationen
- Koma
- autonome Instabilität, z. B.
- Tachykardie
- labiler Blutdruck
- Hyperthermie
- neuromuskuläre Anomalien, z. B.
- Hyperreflexie
- Inkoordination
- gastrointestinale Symptome, z. B.
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Veränderungen des geistigen Zustands, z. B.
- wenn eine gleichzeitige Behandlung mit Fenfluramin und anderen serotonergen Wirkstoffen, die die serotonergen Systeme beeinflussen können, klinisch gerechtfertigt ist
- sorgfältige Beobachtung des Patienten empfohlen, insbesondere bei Behandlungsbeginn und bei Dosiserhöhungen
- wie bei anderen serotonergen Wirkstoffen kann bei der Behandlung mit Fenfluramin ein Serotoninsyndrom, eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung, auftreten, insbesondere
- vermehrtes Auftreten von Krampfanfällen
- wie bei anderen Antiepileptika kann während der Behandlung mit Fenfluramin eine klinisch relevante Zunahme der Häufigkeit von Krampfanfällen auftreten
- dies kann folgende Maßnahmen erfordern
- Anpassung der Dosis von Fenfluramin und / oder gleichzeitig angewendeter Antiepileptika
- oder - wenn das Nutzen-Risiko-Verhältnis negativ ist - Absetzen von Fenfluramin
- Cyproheptadin
- Cyproheptadin ist ein starker Serotoninrezeptor-Antagonist und kann daher die Wirksamkeit von Fenfluramin reduzieren
- wenn zusätzlich zur Behandlung mit Fenfluramin Cyproheptadin angewendet wird, sind die Patienten auf eine Verschlimmerung der Krampfanfälle zu beobachten
- wenn bei einem Patienten, der Cyproheptadin anwendet, die Behandlung mit Fenfluramin eingeleitet wird, kann die Wirksamkeit von Fenfluramin reduziert sein
- Glaukom
- Fenfluramin kann zu Mydriasis führen und ein Winkelblockglaukom herbeiführen
- bei Patienten mit einer akuten Verminderung der Sehschärfe ist die Therapie abzubrechen
- ein Therapieabbruch ist in Erwägung zu ziehen, wenn Augenschmerzen auftreten und keine andere Ursache gefunden werden kann
- Wirkung von CYP1A2- und CYP2B6-Induktoren
- gleichzeitige Anwendung mit starken CYP1A2- oder CYP2B6-Induktoren führt zu einer Verminderung der Fenfluramin-Konzentrationen im Plasma führen, was die Wirksamkeit von Fenfluramin herabsetzen kann
- wenn die gleichzeitige Anwendung eines starken CYP1A2- oder CYP2B6-Induktors mit Fenfluramin als notwendig angesehen wird
- ist der Patient auf eine herabgesetzte Wirksamkeit zu überwachen
- kann in diesem Fall eine Erhöhung der Fenfluramin-Dosis in Erwägung gezogen werden, wobei das Doppelte der maximalen Tagesdosis (52 mg/Tag) nicht überschritten werden darf
- im Falle der Beendigung der Behandlung mit einem starken CYP1A2- oder CYP2B6-Induktor während der Erhaltungstherapie mit Fenfluramin ist eine schrittweise Verringerung der Fenfluramin-Dosis auf die vor Beginn der Behandlung mit dem Induktor verabreichte Dosis in Erwägung zu ziehen
- Wirkung von CYP1A2- oder CYP2D6-Hemmern
- der Beginn einer gleichzeitigen Behandlung mit einem starken CYP1A2- oder CYP2D6-Hemmer kann zu einer höheren Fenfluramin-Exposition führen, weshalb unerwünschte Ereignisse zu überwachen sind
- bei manchen Patienten ist gegebenenfalls eine Dosisreduktion notwendig
- die gleichzeitige Anwendung einer einzelnen Fenfluramin-Dosis von 0,35 mg/kg zusammen mit Fluvoxamin (einem starken CYP1A2-Hemmer) im Steady-State (50 mg einmal täglich) bei gesunden Freiwilligen vergrößerte die AUC 0-t von Fenfluramin um das 2,1-Fache und die C max um das 1,2-Fache und sie verkleinerte die AUC0-t von Norfenfluramin um das 1,3-Fache und die C max um das 1,4-Fache verglichen mit der Gabe von Fenfluramin allein
- die gleichzeitige Anwendung einer einzelnen Fenfluramin-Dosis von 0,35 mg/kg zusammen mit Paroxetin (einem starken CYP2D6-Hemmer) im Steady-State (30 mg einmal täglich) bei gesunden Freiwilligen vergrößerte die AUC 0-t von Fenfluramin um das 1,8-Fache und die C max um das 1,1-Fache und sie verkleinerte die AUC0-t von Norfenfluramin um das 1,2-Fache und die C max um das 1,3-Fache verglichen mit der Gabe von Fenfluramin allein
- der Beginn einer gleichzeitigen Behandlung mit einem starken CYP1A2- oder CYP2D6-Hemmer kann zu einer höheren Fenfluramin-Exposition führen, weshalb unerwünschte Ereignisse zu überwachen sind
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Fenfluramin - peroral- aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Fenfluramin während der Schwangerschaft vermieden werden
- bisher liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge) mit der Anwendung von Fenfluramin bei Schwangeren vor
- tierexperimentelle Studien
- ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität, bei Nichtvorliegen einer Toxizität beim Vater- oder Muttertier
- Fertilität
- bis zu klinischen Dosen von 104 mg / Tag wurden keine Auswirkungen auf die menschliche Fertilität festgestellt
- tierexperimentelle Studien
- lassen jedoch darauf schließen, dass Fenfluramin möglicherweise Auswirkungen auf die weibliche Fertilität hat
Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Fenfluramin - peroral- es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Fenfluramin verzichtet werden soll / die Behandlung mit Fenfluramin zu unterbrechen ist
- dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen
- es ist nicht bekannt, ob Fenfluramin / Metabolite in die Muttermilch übergehen
- die zur Verfügung stehenden pharmakokinetischen Daten vom Tier zeigten, dass Fenfluramin / Metabolite in die Milch übergehen
- Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie oder Ihr Kind andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen. Der Grund dafür ist, dass dieses Präparat die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen kann. Einige andere Arzneimittel beeinflussen außerdem die Wirkung von diesem Präparat.
- Das Arzneimittel kann bei Ihnen oder Ihrem Kind zu Schläfrigkeit führen. Sie oder Ihr Kind können noch schläfriger sein, wenn Sie andere Arzneimittel wie z. B. Antidepressiva oder Alkohol zusammen mit dem Arzneimittel einnehmen.
- Informieren Sie insbesondere Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie oder Ihr Kind Folgendes einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einzunehmen beabsichtigen:
- Stiripentol, ein Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie, da in diesem Fall möglicherweise Ihre Fenfluramin-Dosis reduziert werden muss
- "Triptane", MAOI-, SNRI- oder SSRI-Arzneimittel - siehe oben unter dem Punkt "Serotoninsyndrom"
- Carbamazepin, Primidon, Rifampicin, Phenobarbital und andere Barbiturate, Phenytoin und Efavirenz, da in diesem Fall möglicherweise Ihre Fenfluramin-Dosis erhöht werden muss.
- Sprechen Sie außerdem mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie oder Ihr Kind rauchen, da in diesem Fall möglicherweise die Dosis erhöht werden muss.
Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben schwerwiegend Fenfluramin / MAO-Hemmer
mittelschwer Hypnotika / Antiepileptika
Fenfluramin / Carbamazepin
Fenfluramin / Rifampicin
Fenfluramin / Phenytoin
Fenfluramin / Efavirenz
Fenfluramin / Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Fenfluramin / Antidepressiva, trizyklische
Fenfluramin / Serotonin-5HT1-Agonisten
Fenfluramin / Cyproheptadin
Antiepileptika / Sevelamer
Fenfluramin / Barbiturate und Derivate
geringfügig Antiepileptika / Orlistat
Fenfluramin / Ethanol
Fenfluramin / Stiripentol plus Clobazam
Fenfluramin / Ciprofloxacin
Fenfluramin / CYP2D6-Inhibitoren, starkeWarnhinweise
- Wenn Sie oder Ihr Kind schwanger sind, oder wenn Sie oder Ihr Kind vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, oder wenn Sie oder Ihr Kind stillen, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
Ausschleichend dosieren.
Einschleichend dosieren.Enthält Parahydroxybenzoesäure/deren Ester Parabene (Alkyl-p-hydroxybenzoate) als Konservierungsmittel. Kann bei oraler, parenteraler, bronchopulmonaler und lokaler Applikation Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen.Die Anwendung in der Schwangerschaft ist nicht empfohlen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.Dosierungsanleitung
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal ein. Fragen Sie bei ihnen nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Wie viel ist einzunehmen?
- Man wird Ihnen mitteilen, wie viele Milliliter (ml) Sie für jede Dosis einnehmen sollen.
- Nehmen Sie das Arzneimittel zweimal täglich ein.
- Ihr Arzt wird Ihre Behandlung oder die Ihres Kindes mit einer niedrigen Dosis beginnen. Diese kann anschließend schrittweise erhöht werden, je nachdem, wie gut das Arzneimittel wirkt und wie es Sie oder Ihr Kind beeinflusst.
- Die Höchstmenge, die Sie einnehmen können, ist 6 ml zweimal täglich.
- Wenn Sie Stiripentol einnehmen, beträgt die Höchstmenge, die Sie einnehmen können, 4 ml zweimal täglich.
- Nehmen Sie nicht mehr als die verordnete Dosis ein, da dies zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen kann.
- Wenn Sie oder Ihr Kind eine größere Menge eingenommen haben, als Sie oder Ihr Kind sollten
- Wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt oder begeben Sie sich umgehend in ein Krankenhaus. Nehmen Sie die Flasche des Arzneimittels mit. Es können folgende Wirkungen auftreten:
- Aufgeregtheit, Schläfrigkeit oder Verwirrtheit, Hitzewallungen oder Hitzegefühl, Zittern und Schwitzen.
- Wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt oder begeben Sie sich umgehend in ein Krankenhaus. Nehmen Sie die Flasche des Arzneimittels mit. Es können folgende Wirkungen auftreten:
- Wenn Sie oder Ihr Kind die Einnahme vergessen haben
- Nehmen Sie das Arzneimittel ein, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn es jedoch fast Zeit für die Einnahme der nächsten Dosis ist, lassen Sie die versäumte Dosis aus.
- Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
- Wenn Sie oder Ihr Kind die Einnahme abbrechen
- Brechen Sie die Einnahme des Arzneimittels nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Wenn Ihr Arzt entscheidet, die Behandlung mit diesem Arzneimittel abzubrechen, wird er Sie oder Ihr Kind bitten, die jeden Tag eingenommene Menge langsam zu reduzieren. Durch die langsame Reduzierung der Dosis verringert sich das Risiko für Krampfanfälle und einen Status epilepticus.
- Sechs Monate nach der letzten Dosis müssen Sie oder Ihr Kind sich einer Echokardiografie unterziehen.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
DosierungBasiseinheit: 1 ml enthält 2,2 mg Fenfluramin (als 2,5 mg Fenfluraminhydrochlorid)
- Zusatztherapie bei der Behandlung von Krampfanfällen im Zusammenhang mit dem Dravet-Syndrom und dem Lennox-Gastaut-Syndrom
- Erwachsene, Jugendliche und Kinder (>/= 2 Jahre)
- Behandlung ist von einem in der Behandlung von Epilepsie erfahrenen Arzt einzuleiten und zu überwachen
- Verordnung und Abgabe gemäß dem Programm für den kontrollierten Zugang zu diesem Medikament
- Tabelle 1: Dosierungsempfehlungen für das Dravet-Syndrom und Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS)
- ohne Stiripentol (bei Patienten, die nicht gleichzeitig Stiripentol anwenden und eine schnellere Titration benötigen, kann die Dosis alle 4 Tage erhöht werden)
- Tag 0 (Anfangsdosis)
- bei Patienten mit Dravet-Syndrom kann die Dosierung bei Bedarf basierend auf dem klinischen Ansprechen auf die empfohlene Höchstdosis erhöht werden
- 0,1 mg Fenfluramin / kg KG 2mal / Tag
- Tageshöchstdosis
- 13 mg Fenfluramin 2mal / Tag, entspr. max. 26 mg Fenfluramin / Tag
- d. h. max. 6,0 ml 2mal / Tag
- 13 mg Fenfluramin 2mal / Tag, entspr. max. 26 mg Fenfluramin / Tag
- Tag 7
- 0,2 mg Fenfluramin / kg KG 2mal / Tag
- Tageshöchstdosis
- 13 mg Fenfluramin 2mal / Tag, entspr. max. 26 mg Fenfluramin / Tag
- d. h. max. 6,0 ml 2mal / Tag
- 13 mg Fenfluramin 2mal / Tag, entspr. max. 26 mg Fenfluramin / Tag
- Tag 14
- bei Patienten mit Lennox-Gastaut-Syndrom sollte die Dosierung je nach Verträglichkeit auf die empfohlene Erhaltungsdosis erhöht werden (d. h. Tag 14)
- 0,35 mg Fenfluramin / kg KG 2mal / Tag
- Tageshöchstdosis
- 13 mg Fenfluramin 2mal / Tag, entspr. max. 26 mg Fenfluramin / Tag
- d. h. max. 6,0 ml 2mal / Tag
- 13 mg Fenfluramin 2mal / Tag, entspr. max. 26 mg Fenfluramin / Tag
- Tag 0 (Anfangsdosis)
- mit Stiripentol (nur Patienten mit DS)
- das Dosisvolumen bis zur empfohlenen Höchstdosis ist gemäß folgender Formel zu berechnen
- Gewicht (kg) × gewichtsbasierte Dosierung (mg / kg) ÷ 2,2 mg / ml = Dosis in ml, 2mal / Tag einzunehmen
- Dosisvolumen (Bereich) in ml zur Überprüfung der Berechnung s. Fachinformation
- Tag 0 (Anfangsdosis)
- 0,1 mg Fenfluramin / kg KG 2mal / Tag
- Tageshöchstdosis
- 8,6 mg Fenflurmain 2mal / Tag, entspr. max. 17 mg Fenfluramin / Tag
- d. h. max. 4,0 ml 2mal / Tag
- 8,6 mg Fenflurmain 2mal / Tag, entspr. max. 17 mg Fenfluramin / Tag
- Tag 7 (Erhaltungsdosis)
- 0,2 mg Fenfluramin / kg KG 2mal / Tag (Tagesdosis: 0,4 mg Fenfluramin / kg / Tag)
- Tageshöchstdosis
- 8,6 mg Fenflurmain 2mal / Tag, entspr. max. 17 mg Fenfluramin / Tag
- d. h. max. 4,0 ml 2mal / Tag
- 8,6 mg Fenflurmain 2mal / Tag, entspr. max. 17 mg Fenfluramin / Tag
- Tag 14
- bei Patienten mit Lennox-Gastaut-Syndrom sollte die Dosierung je nach Verträglichkeit auf die empfohlene Erhaltungsdosis erhöht werden (d. h. Tag 14)
- nicht zutreffend
- Tageshöchstdosis
- 8,6 mg Fenflurmain 2mal / Tag, entspr. max. 17 mg Fenfluramin / Tag
- d. h. max. 4,0 ml 2mal / Tag
- 8,6 mg Fenflurmain 2mal / Tag, entspr. max. 17 mg Fenfluramin / Tag
- das Dosisvolumen bis zur empfohlenen Höchstdosis ist gemäß folgender Formel zu berechnen
- berechnete Dosis stets auf den nächstgelegenen Skalierungsstrich abhängig von der verwendeten Spritze auf- oder abzurunden, wobei die standardmäßigen Rundungskonventionen einzuhalten sind
- z. B.
- für einen Patienten, der eine Dosis von 2,15 ml benötigt, muss das zu verabreichende Volumen auf 2,2 ml aufgerundet werden, da mit der 3-ml-Spritze nur 2,1 ml oder 2,2 ml abgemessen werden können
- gleichermaßen müsste ein Volumen von 1,13 ml auf ein zu verabreichendes Volumen von 1,1 ml abgerundet werden
- für einen Patienten, der eine Dosis von 3,15 ml benötigt, muss das zu verabreichende Volumen auf 3,2 ml aufgerundet werden, da mit der 6-ml-Spritze nur 3,0 ml oder 3,2 ml abgemessen werden können
- gleichermaßen müsste ein Volumen von 4,25 ml auf ein zu verabreichendes Volumen von 4,2 ml abgerundet werden
- für einen Patienten, der eine Dosis von 2,15 ml benötigt, muss das zu verabreichende Volumen auf 2,2 ml aufgerundet werden, da mit der 3-ml-Spritze nur 2,1 ml oder 2,2 ml abgemessen werden können
- z. B.
- wenn die berechnete Dosis 3 ml oder weniger beträgt, ist die grün bedruckte 3-ml Spritze zu verwenden (mit Skalierungsstri chen in 0,1-ml-Schritten)
- wenn die berechnete Dosis mehr als 3 ml beträgt, ist die lilafarben bedruckte 6-mlSpritze zu verwenden (mit Skalierungsstrichen in 0,2-ml-Schritten)
- ohne Stiripentol (bei Patienten, die nicht gleichzeitig Stiripentol anwenden und eine schnellere Titration benötigen, kann die Dosis alle 4 Tage erhöht werden)
- Tabelle 2: Dosisvolumen (Bereich) in ml zur Überprüfung der Berechnung
- darf nur zur Überprüfung des berechneten Dosisvolumens verwendet werden und ersetzt nicht die Berechnung des spezifischen Dosisvolumens
- Dosierung ohne gleichzeitige Anwendung von STP
- Höchstdosis von 13 mg 2mal / Tag entspricht 6 ml 2mal / Tag
- 3 - 5 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 0,1 - 0,2 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 0,3 - 0,5 ml
- ab Tag 14 (0,35 mg / kg 2mal / Tag): 0,5 - 0,8 ml
- 5 - 7 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 0,2 - 0,3 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 0,5 - 0,6 ml
- ab Tag 14 (0,35 mg / kg 2mal / Tag): 0,8 - 1,1 ml
- 7 - 10 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 0,3 - 0,5 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 0,6 - 0,9 ml
- ab Tag 14 (0,35 mg / kg 2mal / Tag): 1,1 - 1,6 ml
- 10 - 15 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 0,5 - 0,7 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 0,9 - 1,4 ml
- ab Tag 14 (0,35 mg / kg 2mal / Tag): 1,6 - 2,4 ml
- 15 - 20 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 0,7 - 0,9 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 1,4 - 1,8 ml
- ab Tag 14 (0,35 mg / kg 2mal / Tag): 2,4 - 3,2 ml
- 20 - 30 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 0,9 - 1,4 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 1,8 - 2,7 ml
- ab Tag 14 (0,35 mg / kg 2mal / Tag): 3,2 - 4,8 ml
- 30 - 38 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 1,4 - 1,7 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 2,7 - 3,4 ml
- ab Tag 14 (0,35 mg / kg 2mal / Tag): 4,8 - 6 ml (Höchstdosis)
- 38 - 43 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 1,7 - 2 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 3,4 - 4 ml
- ab Tag 14 (0,35 mg / kg 2mal / Tag): 6 ml (Höchstdosis)
- 43 - 55 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 2 - 2,5 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 4 - 5 ml
- ab Tag 14 (0,35 mg / kg 2mal / Tag): 6 ml (Höchstdosis)
- 55 - 65 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 2,5 - 3 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 5 - 6 ml (Höchstdosis)
- ab Tag 14 (0,35 mg / kg 2mal / Tag): 6 ml (Höchstdosis)
- 65 - 86 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 3 - 4 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 6 ml (Höchstdosis)
- ab Tag 14 (0,35 mg / kg 2mal / Tag): 6 ml (Höchstdosis)
- 86 - 130 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 4 - 6 ml (Höchstdosis)
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 6 ml (Höchstdosis)
- ab Tag 14 (0,35 mg / kg 2mal / Tag): 6 ml (Höchstdosis)
- 3 - 5 kg
- Höchstdosis von 13 mg 2mal / Tag entspricht 6 ml 2mal / Tag
- Dosierung mit gleichzeitiger Anwendung von STP
- Höchstdosis von 8,6 mg 2mal / Tag entspricht 4 ml 2mal / Tag
- 3 - 5 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 0,1 - 0,2 ml
- Tag 7 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 0,3 - 0,5 ml
- 5 - 7 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 0,2 - 0,3 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 0,5 - 0,6 ml
- 7 - 10 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 0,3 - 0,5 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 0,6 - 0,9 ml
- 10 - 15 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 0,5 - 0,7 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 0,9 - 1,4 ml
- 15 - 20 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 0,7 - 0,9 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 1,4 - 1,8 ml
- 20 - 30 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 0,9 - 1,4 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 1,8 - 2,7 ml
- 30 - 38 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 1,4 - 1,7 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 2,7 - 3,4 ml
- 38 - 43 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 1,7 - 2 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 3,4 - 4 ml (Höchstdosis)
- 43 - 55 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 2 - 2,5 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 4 ml (Höchstdosis)
- 55 - 65 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 2,5 - 3 ml
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 4 ml (Höchstdosis)
- 65 - 86 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 3 - 4 ml (Höchstdosis)
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 4 ml (Höchstdosis)
- 86 - 130 kg
- Anfangsdosis (0,1 mg / kg 2mal / Tag): 4 ml (Höchstdosis)
- Tag 7 - 13 (0,2 mg / kg 2mal / Tag): 4 ml (Höchstdosis)
- 3 - 5 kg
- Höchstdosis von 8,6 mg 2mal / Tag entspricht 4 ml 2mal / Tag
- Absetzen der Behandlung
- Dosis schrittweise verringern
- abruptes Absetzen nach Möglichkeit vermeiden, um das Risiko eines vermehrten Auftretens von Krampfanfällen und eines Status epilepticus zu minimieren
- ca. 3 - 6 Monate nach der letzten Dosis der Fenfluramin-Behandlung muss eine abschließende Echokardiografie durchgeführt werden
- Erwachsene, Jugendliche und Kinder (>/= 2 Jahre)
Dosisanpassungen
- ältere Patienten
- keine Daten vorhanden
- Nierenfunktionsstörung
- leicht - schwer
- generell keine Dosisanpassung empfohlen
- langsamere Titration in Betracht ziehen
- bei Nebenwirkungen: ggf. Dosisreduktion erforderlich
- Nierenerkrankung im Endstadium
- keine Untersuchungen
- es ist nicht bekannt, ob Fenfluramin oder sein aktiver Metabolit, Norfenfluramin, dialysierbar ist
- gleichzeitige Anwendung von Stiripentol
- keine spezifischen klinischen Daten
- Anwendung von Fenfluramin nicht empfohlen
- leicht - schwer
- Leberfunktionsstörung
- langsamere Titration in Betracht ziehen
- bei Nebenwirkungen: ggf. Dosisreduktion erforderlich
- ohne gleichzeitige Anwendung von Stiripentol
- leicht - mäßig (Child-Pugh-Stadium A und B)
- generell keine Dosisanpassung empfohlen
- schwer (Child-Pugh-Stadium C)
- max. 0,2 mg Fenfluramin / kg 2mal / Tag
- Tageshöchstdosis: 17 mg Fenfluramin
- leicht - mäßig (Child-Pugh-Stadium A und B)
- gleichzeitige Anwendung von Stiripentol
- leicht
- begrenzte klinische Daten
- langsamere Titration in Betracht ziehen
- bei Nebenwirkungen: ggf. Dosisreduktion erforderlich
- mäßig - schwer
- keine Daten
- Anwendung von Fenfluramin nicht empfohlen
- leicht
- Kinder (< 2 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit ist bisher noch nicht erwiesen
- keine Daten vorhanden
Nebenwirkungen
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Dravet-Syndrom
- Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- Infektion der oberen Atemwege
- verminderter Appetit
- Somnolenz
- Durchfall
- hohe Körpertemperatur
- Müdigkeit, Schläfrigkeit oder Schwächegefühl
- niedrigerer Blutzuckerspiegel
- Auffälligkeiten im Echokardiogramm
- Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Bronchitis
- ungewöhnliches Verhalten
- rasche Stimmungsveränderungen
- Aggression
- Agitiertheit
- Schlaflosigkeit
- Zittern von Händen, Armen oder Beinen
- Störungen der Bewegungskoordination, des Gleichgewichts und Gangstörung
- verminderte Muskelspannung
- Krampfanfälle
- lang anhaltende Krampfanfälle (Status epilepticus)
- Lethargie (Bewusstseinsstörung mit Schläfrigkeit und Trägheit)
- Gewichtsverlust
- Verstopfung
- vermehrter Speichelfluss
- Prolaktin im Blut erhöht
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- Hoher Blutdruck in den Arterien der Lunge (pulmonale arterielle Hypertonie)
- Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- Lennox-Gastaut-Syndrom
- Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- Durchfall
- Erbrechen
- Infektion der oberen Atemwege
- Müdigkeit, Schläfrigkeit oder Schwächegefühl
- Somnolenz
- Appetitverlust
- Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- Aggression
- Verstopfung
- vermehrter Speichelfluss
- Bronchitis
- Grippe
- Lungenentzündung
- Sturz
- Gewichtsverlust
- Krampfanfälle
- lang anhaltende Krampfanfälle (Status epilepticus)
- Lethargie
- Zittern von Händen, Armen oder Beinen
- Prolaktin im Blut erhöht
- Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- Dravet-Syndrom
- Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eine der oben genannten Nebenwirkungen bemerken.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Fenfluramin - peroralNebenwirkungen für das Dravet-Syndrom
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Infektionen der oberen Atemwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bronchitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- verminderter Appetit
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- anomales Verhalten
- Aggression
- Agitiertheit
- Schlaflosigkeit
- Stimmungsschwankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Somnolenz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ataxie
- erniedrigter Muskeltonus
- Lethargie
- Krampfanfall
- Status epilepticus
- Tremor
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen derAtemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- pulmonale arterielle Hypertonie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Diarrhö
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Obstipation
- Hypersalivation
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Fieber
- Ermüdung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Glucose im Blut erniedrigt
- anomales Echokardiogramm (bestehend aus minimaler oder leichter Mitralregurgitation und minimaler Aortenregurgitation, die als physiologisch anzusehen sind)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gewicht erniedrigt
- Prolaktin im Blut erhöht
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Nebenwirkungen für das Lennox-Gastaut-Syndrom
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Infektionen der oberen Atemwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bronchitis
- Grippe
- Pneumonie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- verminderter Appetit
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Aggression
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Somnolenz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Lethargie
- Krampfanfall
- Status epilepticus
- Tremor
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Diarrhö
- Erbrechen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Obstipation
- Hypersalivation
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Ermüdung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Prolaktin im Blut erhöht
- Gewichtsabnahme
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sturz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
-
Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels
Stoffname Stoffmenge Stofftyp Fenfluramin hydrochlorid 2.55 mg Wirkstoff Fenfluramin 2.2 mg k.A. Citronensäure 1-Wasser + Hilfsstoff Ethyl 4-hydroxybenzoat, Natriumsalz 0.23 mg Konservierungsstoff Hyetellose + Hilfsstoff Natrium dihydrogenphosphat 7-Wasser + k.A. Dinatrium hydrogenphosphat 7-Wasser + k.A. Kalium citrat + Hilfsstoff Kirsch Aroma + Aromastoff Arabisches Gummi + k.A. Glucose 0.672 mg k.A. Aromastoffe, natürlich und naturidentisch + k.A. Maltodextrin + k.A. Schwefel dioxid 9 ng k.A. Ethyl benzoat + k.A. Methyl 4-hydroxybenzoat, Natriumsalz 2.3 mg Konservierungsstoff Sucralose + Hilfsstoff Wasser, für Injektionszwecke + Hilfsstoff Gesamt Natrium Ion 23 mg Zusatzangabe Gesamt Natrium Ion mmol k.A. -
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