GEMCITABIN VITANE 38MG/ML

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Steckbrief : GEMCITABIN VITANE 38MG/ML

  • 15405926
  • Pulver zur Herstellung einer Infusionsloesung
  • 1000 MG
  • Vitane Pharma GmbH

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  • Allgemeine Produktinformationen

    • Ein Krankenhausapotheker oder ein Arzt wird das Pulver auflösen, bevor es bei Ihnen angewendet wird.
    • Sie werden das Arzneimittel immer als Infusion in eine Ihrer Venen erhalten. Die Infusion dauert etwa 30 Minuten.

    Anwendungsgebiete

    • Das Präparat gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die „Zytostatika" genannt werden. Diese Arzneimittel zerstören sich teilende Zellen, einschließlich Krebszellen.
    • Es kann abhängig von der Krebsart alleine oder in Kombination mit anderen Zytostatika gegeben werden.
    • Das Arzneimittel wird zur Behandlung von folgenden Krebsarten angewendet:
      • Lungenkrebs vom „nichtkleinzelligen" Typ (NSCLC), alleine oder in Kombination mit Cisplatin.
      • Bauchspeicheldrüsenkrebs.
      • Brustkrebs, zusammen mit Paclitaxel.
      • Eierstockkrebs, zusammen mit Carboplatin.
      • Harnblasenkrebs, zusammen mit Cisplatin.

    Indikation
    • Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Harnblasenkarzinoms
      • Kombination mit Cisplatin
    • Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Adenokarzinom des Pankreas
    • Erstlinientherapie des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC) in Kombination mit Cisplatin
      • ggf. Monotherapie bei älteren Patienten oder solchen mit einem Performance Status 2
    • Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten epithelialen Ovarialkarzinoms, bei Patientinnen mit einem Rezidiv nach einer rezidivfreien Zeit von mind. 6 Monaten nach einer platinbasierten Erstlinientherapie
      • Kombination mit Carboplatin
    • Behandlung des nicht operablen, lokal rezidivierten oder metastasierten Brustkrebs, bei Rezidiv der Erkrankung im Anschluss an eine adjuvante/neoadjuvante Chemotherapie (vorangegangene Chemotherapie sollte ein Anthrazyklin enthalten haben, sofern nicht klinisch kontraindiziert)
      • Kombination mit Paclitaxel
    Art der Anwendung
    • Behandlung nur durch einen Arzt mit Chemotherapieerfahrung bei Krebserkrankungen
    • Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung muss vor Gebrauch verdünnt werden
    • wird während der Infusion gut vertragen und kann ambulant gegeben werden
    • wenn es zu einem Extravasat kommt, Infusion sofort stoppen und in einem anderen Blutgefäß neu beginnen
    • Patient nach der Infusion sorgfältig überwachen
    • bei Kontakt der Zubereitung mit den Augen schwerwiegende Reizungen möglich; Augen sofort und gründlich auswaschen und bei bleibender Reizung Arzt aufsuchen
    • wenn Lösung auf die Haut gerät, gründlich mit Wasser spülen
    • weitere Hinweise s. Fachinformation

    Gegenanzeigen

    • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
      • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegenüber Gemcitabin oder einem der sonstigen Bestandteile sind.
      • wenn Sie stillen.

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Gemcitabin - invasiv
    • Überempfindlichkeit gegen Gemcitabin
    • Stillzeit

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
      • Bei Ihnen werden vor der ersten Infusion Blutuntersuchungen durchgeführt, um zu überprüfen, ob Ihre Nieren- und Leberfunktion so gut ist, dass Sie mit diesem Arzneimittel behandelt werden können. Vor jeder Infusion werden Blutuntersuchungen durchgeführt um zu überprüfen, ob Sie genügend Blutzellen haben, um das Arzneimittel zu erhalten. Ihr Arzt wird möglicherweise die Dosis ändern oder die Behandlung verschieben, sofern es Ihr Allgemeinzustand erfordert und wenn Ihre Blutzellwerte zu niedrig sind. Periodisch werden Blutuntersuchungen durchgeführt um zu überprüfen, wie gut Ihre Nieren und Ihre Leber arbeiten.
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, dem medizinischen Fachpersonal oder dem Krankenhausapotheker, bevor das Arzneimittel angewendet wird:
        • Wenn Sie eine Lebererkrankung, Herz- oder Gefäßerkrankung bzw. Probleme mit Ihren Nieren haben oder zuvor hatten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Krankenhausapotheker, da Sie das Präparat möglicherweise nicht erhalten dürfen.
        • Wenn Sie kürzlich eine Strahlentherapie hatten oder eine solche Therapie bei Ihnen geplant ist, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, da eine frühe oder verspätete Strahlungsreaktion mit Gemcitabin auftreten könnte.
        • Wenn Sie kürzlich geimpft wurden, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, da dies möglicherweise Wechselwirkungen mit Gemcitabin verursachen kann.
        • Wenn Sie während der Behandlung mit diesem Arzneimittel Symptome wie Kopfschmerzen in Verbindung mit Verwirrtheit, Krampfanfällen oder Sehstörungen entwickeln, rufen Sie bitte sofort Ihren Arzt an. Bei Ihnen könnte eine sehr seltene Nebenwirkung aufgetreten sein, die das Nervensystem betrifft und Posteriores Reversibles Enzephalopathie-Syndrom genannt wird.
        • Wenn Sie Atemprobleme bekommen, sich sehr schwach fühlen oder sehr blass werden, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, da dies ein Zeichen von Nierenversagen oder Lungenproblemen sein könnte.
        • Wenn bei Ihnen Schwellungen, Kurzatmigkeit oder Gewichtzunahme auftreten, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, da dies Anzeichen dafür sein könnten, dass Flüssigkeit aus den kleinen Blutgefäßen ins Gewebe austritt.
      • Kinder und Jungendliche
        • Dieses Arzneimittel ist nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren empfohlen, da keine ausreichenden Daten hinsichtlich der Sicherheit und Wirksamkeit vorhanden sind.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
      • Das Arzneimittel kann dazu führen, dass Sie sich müde fühlen, insbesondere im Zusammenwirken mit Alkohol. Führen Sie kein Fahrzeug oder bedienen Sie keine Maschinen, bis Sie sicher sind, dass die Behandlung Sie nicht müde macht.

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Gemcitabin - invasiv
    • Behandlung mit Gemcitabin sollte nur durch einen Arzt mit Chemotherapieerfahrung bei Krebserkrankungen erfolgen
    • Verlängerung der Infusionszeit und Verkürzung des Zeitabstands zwischen den Dosen erhöhen die Toxizität
    • schwerwiegende kutane Nebenwirkungen (SCARs)
      • im Zusammenhang mit der Behandlung mit Gemcitabin wurden schwerwiegende kutane Nebenwirkungen (severe cutaneous adverse reaction, SCARs), einschließlich des Stevens-Johnson-Syndroms (SJS), der toxischen epidermalen Nekrolyse (TEN) und der akuten generalisierten exanthematischen Pustulose (AGEP) berichtet
      • diese können lebensbedrohlich oder tödlich verlaufen
      • Patienten sollten über die Anzeichen und Symptome informiert werden und engmaschig auf Hautreaktionen überwacht werden
      • wenn Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese Reaktionen hinweisen, sollte Gemcitabin sofort abgesetzt werden
    • Hämatologische Toxizität
      • Gemcitabin kann die Knochenmarkfunktion unterdrücken
        • manifestiert sich als Leukopenie, Thrombozytopenie und Anämie
      • Patienten, die Gemcitabin erhalten, müssen vor jeder Dosis hinsichtlich Thrombozyten-, Leukozyten- und Granulozytenzahl überwacht werden
      • Aussetzen oder eine Anpassung der Therapie sollte in Erwägung gezogen werden, wenn eine Gemcitabin-induzierte Knochenmarkdepression aufgetreten ist
        • allerdings ist die Myelosuppression von kurzer Dauer und führt üblicherweise nicht zu Dosisreduktionen und selten zum Absetzen
        • periphere Blutwerte können weiter absinken, nachdem die Behandlung mit Gemcitabin beendet wurde
      • Patienten mit eingeschränkter Knochenmarkfunktion
        • Behandlung sollte mit Vorsicht begonnen werden
      • Kombinationstherapie: kumulative Knochenmarkhemmung
        • wie bei anderen Behandlungen mit zytotoxischen Substanzen, muss das Risiko einer kumulativen Knochenmarkhemmung beachtet werden, wenn Gemcitabin zusammen mit anderer Chemotherapie gegeben wird
    • Leber- und Nierenfunktionsstörung
      • Gemcitabin muss bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörung mit Vorsicht angewendet werden
        • da es zu wenige Informationen aus klinischen Prüfungen für eine klare Dosierungsempfehlung für diese Patienten gibt
      • Patienten mit gleichzeitigen Lebermetastasen oder bereits vorhandener Hepatitis, Alkoholismus oder Leberzirrhose in der Vorgeschichte
        • kann zu einer Verschlechterung der bestehenden Leberfunktionsstörung kommen
      • Nieren- und Leberfunktion (einschließlich virologische Tests) müssen in regelmäßigen Abständen anhand der Blutwerte überprüft werden
    • Gleichzeitige Strahlentherapie (gleichzeitig oder im Abstand von <= 7 Tage)
      • Toxizitäten berichtet
    • Lebendimpfstoffe
      • Gelbfieberimpfungen und andere attenuierte Lebendimpfstoffe nicht empfohlen
    • Posteriores Reversibles Enzephalopathie-Syndrom
      • Fälle eines Posterioren Reversiblen Enzephalopathie-Syndroms (PRES) mit potentiell schwerwiegenden Folgen von Patienten berichtet, die Gemcitabin alleine oder in Kombination mit anderen Chemotherapeutika erhalten hatten
        • bei den meisten Gemcitabin-Patienten, die PRES entwickelten, akute Hypertonie und Krämpfe berichtet, es könnten aber auch andere Symptome wie Kopfschmerzen, Lethargie, Verwirrtheit und Blindheit auftreten
      • Diagnose soll optimalerweise durch eine Magnetresonanztomographie (MRT) bestätigt werden
      • unter Anwendung sachgerechter unterstützender Maßnahmen war PRES üblicherweise reversibel
      • falls ein PRES während der Therapie auftritt
        • Gemcitabin-Behandlung muss dauerhaft abgebrochen werden
        • unterstützende Maßnahmen wie Kontrolle des Blutdrucks und eine Anti-Krampftherapie müssen eingeleitet werden
    • Kardiovaskuläre Erkrankungen
      • besondere Vorsicht bei Patienten mit kardiovaskulären Ereignissen in der Anamnese, aufgrund des Risikos von kardialen und/oder vaskulären Funktionsstörungen mit Gemcitabin
    • Kapillarlecksyndrom
      • Auftreten des Kapillarlecksyndroms berichtet, bei Patienten, die Gemcitabin alleine oder in Kombination mit anderen Chemotherapeutika erhielten
        • üblicherweise ist dieser Zustand behandelbar, sofern er rechtzeitig erkannt und adäquat behandelt wird, aber auch Fälle mit tödlichem Verlauf berichtet
      • Zustand ist verbunden mit kapillarer Hyperpermeabilität, die ein Austreten von Flüssigkeit und Proteinen aus dem intravaskulären Raum in das Interstitium zur Folge hat
      • klinische Merkmale sind u.a.
        • generalisierte Ödeme
        • Gewichtszunahme
        • Hypoalbuminämie
        • schwere Hypotonie
        • akute Nierenfunktionsstörung
        • Lungenödeme
      • falls sich während der Therapie mit Gemcitabin ein Kapillarlecksyndrom entwickelt, sollte die Behandlung abgebrochen und unterstützende Maßnahmen eingeleitet werden
      • Kapillarlecksyndrom kann in späteren Zyklen auftreten und wird in der Literatur oft in Assoziation mit einem ARDS (akutes Atemnotsyndrom beim Erwachsenen) beschrieben
    • Lungenerkrankungen
      • Auswirkungen auf die Lunge, manchmal schwerwiegende (wie Lungenödem, interstitielle Pneumonitis oder akutes Atemnotsyndrom beim Erwachsenen (ARDS)) im Zusammenhang mit einer Gemcitabin-Therapie berichtet
        • Ätiologie dieser Ereignisse ist nicht bekannt
      • in solchen Fällen muss der Abbruch der Gemcitabin-Behandlung in Betracht gezogen werden
      • frühzeitige supportive Maßnahmen können zur Besserung der Beschwerden beitragen
    • Erkrankungen der Nieren: Hämolytisch-urämisches Syndrom
      • klinische Befunde, übereinstimmend mit einem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS), selten berichtet
        • HUS ist eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung
      • Behandlung sollte bei den ersten Anzeichen einer mikroangiopathischen hämolytischen Anämie abgebrochen werden, wie bei schnell abnehmenden Hämoglobinwerten mit gleichzeitiger Thrombozytopenie, Erhöhung von Serumbilirubin, Serumkreatinin, Harnstoff oder LDH
      • Nierenversagen ist möglicherweise bei Absetzen der Therapie nicht reversibel und kann eine Dialyse erfordern
    • Fertilität
      • bei männlichen Mäusen Hypospermatogenese in Fertilitätsstudien beobachtet
      • bei Männern, die mit Gemcitabin behandelt werden, empfohlen während der Behandlung und bis zu 6 Monate danach kein Kind zu zeugen und sich wegen der Möglichkeit einer Infertilität durch die Therapie mit Gemcitabin über eine Kryokonservierung von Sperma beraten zu lassen
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Gemcitabin - invasiv
    • keine adäquaten Daten zur Anwendung von Gemcitabin bei Schwangeren vorliegend
    • aufgrund der Ergebnisse aus tierexperimentellen Studien und des Wirkungsmechamismus darf Gemcitabin nicht in der Schwangerschaft angewendet werden, außer wenn unbedingt erforderlich
    • tierexperimentelle Studien
      • Reproduktionstoxizität beobachtet
    • Frauen anweisen, während Behandlung mit Gemcitabin nicht schwanger zu werden
      • bei eintretender Schwangerschaft Arzt unverzüglich informieren
    • Fertilität (bei Männern)
      • in Fertilitätsstudien verursachte Gemcitabin bei männlichen Mäusen eine reversible Hypospermatogenese
      • Männern empfohlen, während der Behandlung mit Gemcitabin und bis zu 6 Monate danach kein Kind zu zeugen und sich wegen der Möglichkeit der Infertilität durch eine Gemcitabin-Therapie über eine Kryokonservierung von Sperma beraten zu lassen
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Gemcitabin - invasiv
    • kontraindiziert in der Stillzeit
    • nicht bekannt, ob Gemcitabin in der Muttermilch ausgeschieden wird, Nebenwirkungen beim gestillten Kind können nicht ausgeschlossen werden
    • während einer Gemcitabin-Behandlung muss abgestillt werden

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
      • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, einschließlich Impfungen und nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    schwerwiegend Vitamin-K-Antagonisten / Antineoplastische Mittel
    Natalizumab / Immunsuppressiva
    Lebend-Impfstoffe / Stoffe, die das Immunsystem beeinträchtigen
    Brivudin / Stoffe, die das Immunsystem beeinträchtigen
    Antineoplastische Mittel / Olaparib
    Saccharomyces cerevisiae (boulardii) / Immunsuppressiva
    Clozapin / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
    Ocrelizumab / Immunsuppressiva
    Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential / Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential
    Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential / Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential
    Antineoplastische Mittel / S1P-Modulatoren
    Immunsuppressiva / Färberhülse, Sonnenhut, Lebensbaum
    mittelschwer Hydantoine / Antineoplastische Mittel
    Abatacept / Immunsuppressiva
    Immunsuppressiva / Imiquimod
    Fumarsäure-Derivate / Stoffe, die das Immunsystem beeinträchtigen
    Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
    Blutgerinnungsfaktoren, AAV-Vektor basiert / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
    Tabelecleucel / Antineoplastische Mittel
    CDA-Substrate / Cedazuridin
    Efbemalenograstim alfa / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
    geringfügig Gemcitabin / Paclitaxel
    Impfstoffe, nicht-lebend / Stoffe, die das Immunsystem beeinträchtigen
    Stoffe, potenziell hepatotoxisch / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
    Anti-PD1-Antikörper / Immunsuppressiva
    Tamoxifen / Antineoplastische Mittel
    Atezolizumab / Immunsuppressiva
    Streptozocin / Immunsuppressiva
    Mogamulizumab / Immunmodulatoren
    Inebilizumab / Immunsuppressiva
    Methotrexat / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Isoniazid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Teriflunomid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Valproinsäure / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Mercaptopurin / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Spesolimab / Immunsuppressiva
    unbedeutend Paracetamol / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)

    Warnhinweise

    • Schwangerschaft
      • Wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, sagen Sie es Ihrem Arzt. Die Anwendung sollte während der Schwangerschaft vermieden werden. Ihr Arzt wird mit Ihnen das mögliche Risiko einer Anwendung während der Schwangerschaft besprechen.
    • Stillzeit
      • Wenn Sie stillen, sagen Sie es Ihrem Arzt.
      • Wenn Sie mit dem Arzneimittel behandelt werden, muss abgestillt werden.
    • Zeugungs-/Gebärfähigkeit
      • Männern wird empfohlen, während der Behandlung und bis zu 6 Monaten danach kein Kind zu zeugen. Wenn Sie während der Behandlung oder bis zu 6 Monaten danach ein Kind zeugen wollen, lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Möglicherweise sollten Sie sich vor Behandlungsbeginn über die Möglichkeit der Spermaeinlagerung beraten lassen.

    Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

    Dosierungsanleitung

    • Die übliche Dosis beträgt 1000 - 1250 mg pro Quadratmeter Ihrer Körperoberfläche. Ihre Körpergröße und Gewicht werden gemessen, um Ihre Körperoberfläche zu berechnen. Ihr Arzt wird die Körperoberfläche verwenden, um die richtige Dosis für Sie zu berechnen. Die Dosis wird möglicherweise in Abhängigkeit von Ihren Blutzellzahlen und Ihrem Allgemeinzustand angepasst oder die Behandlung verschoben.
    • Wie häufig Sie Ihre Infusion erhalten, hängt von der Krebsart ab, für die Sie behandelt werden.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

    Dosierung

    Basiseinheit: nach Zubereitung enthält 1 ml Lösung 38 mg Gemcitabin

    • Harnblasenkarzinom; Pankreaskarzinom; nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom; Brustkrebs; Ovarialkarzinom
      • Harnblasenkarzinom
        • Kombinationsbehandlung mit Cisplatin
          • 4wöchiger Behandlungszyklus
            • Tag 1, 8 und 15: je 1000 mg Gemcitabin / m2 KOF i.v. über 30 Min.
            • Tag 1 nach Gemcitabin oder Tag 2: 70 mg Cisplatin / m2 KOF
          • anschließende Wiederholung des 4wöchigen Zyklus
      • Pankreaskarzinom
        • Monotherapie
          • 1000 mg Gemcitabin / m2 KOF 1mal / Woche i.v. über 30 Min.
          • Behandlungsdauer
            • 7 Applikationen, anschließend 1 Woche Pause
            • anschließende Behandlungszyklen: 3 Applikationen, anschließend 1 Woche Pause
      • nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom
        • Monotherapie
          • 1000 mg Gemcitabin / m2 KOF 1mal / Woche i.v. über 30 Min.
            • 4wöchiger Zyklus: 3 Applikationen, anschließend 1 Woche Pause
          • anschließende Wiederholung des 4wöchigen Zyklus
        • Kombinationsbehandlung mit Cisplatin
          • 3wöchiger Behandlungszyklus (21 Tage)
            • Tag 1 und 8: 1250 mg Gemcitabin / m2 KOF i.v. über 30 Min.
            • Gemcitabin: 75 - 100 mg Cisplatin / m2 KOF 1mal / 3 Wochen
      • Brustkrebs
        • Kombinationsbehandlung mit Paclitaxel
          • vor Anwendung der Kombinationstherapie: absolute Granulozytenzahl >/= 1500 x 106 / l
          • 21tägiger Behandlungszyklus
            • Tag 1: 175 mg Paclitaxel / m2 KOF i.v. über ca. 3 Stunden
            • anschließend an Tag 1 und 8: 1250 mg Gemcitabin / m2 KOF i.v. über 30 Min.
      • Ovarialkarzinom
        • Kombinationsbehandlung mit Carboplatin
          • 21tägiger Behandlungszyklus
            • Tag 1 und 8: 1000 mg Gemcitabin / m2 KOF i.v. über 30 Min.
            • anschließend an Tag 1: Carboplatin mit "Area under the curve" (AUC) von 4,0 mg / ml x Min.

    Dosisanpassung

    • Dosisanpassung aufgrund nicht-hämatologischer Toxizität
      • Durchführung regelmäßiger körperlicher Untersuchungen und Kontrollen der Nieren- und Leberfunktion
      • ggf. Dosisreduktion, abhängig vom Toxizitätsgrad, entweder während eines laufenden Behandlungszyklus oder beim nächsten Behandlungszyklus
      • schwere (Grad 3 oder 4) Toxizität, mit Ausnahme von Übelkeit/ Erbrechen und abhängig von Beurteilung des behandelnden Arztes
        • Behandlung aussetzen oder Dosisreduktion
      • nächste Gabe aussetzen, bis Toxizität nach Beurteilung des Arztes abgeklungen ist
      • Dosisanpassungen von Cisplatin, Carboplatin und Paclitaxel in einer Kombinationsbehandlung: siehe entsprechende Fachinformationen
    • Dosisanpassung aufgrund der hämatologischen Toxizität
      • Beginn eines Zyklus
        • vor Zyklusbeginn: absolute Granulozyten >/= 1500 x 106 / l und Thrombozyten > 100.000 x 106 / l
      • innerhalb eines Zyklus
        • Blasenkarzinom; NSCLC; Pankreaskarzinom (bei Monotherapie oder in Kombination mit Cisplatin)
          • absolute Granulozyten > 1000 x 106 / l und Thrombozyten > 100.000 x 106 / l: keine Dosisreduktion
          • absolute Granulozyten: 500 - 1000 x 106 / l oder Thrombozyten: 50.000 - 100.000 x 106 / l: 75 % der vollen Gemcitabin-Dosis
          • absolute Granulozyten < 500 x 106 / l oder Thrombozyten < 50.000 x 106 / l: Behandlungsunterbrechung (Behandlungswiederaufnahme innerhalb des Zyklus erst wieder wenn absolute Granulozyten > 500 x 106 / l und Thrombozyten > 50.000 x 106 / l)
        • Brustkrebs (Kombination mit Paclitaxel)
          • absolute Granulozyten >/= 1200 x 106 / l und Thrombozyten > 75.000 x 106 / l: keine Dosisreduktion
          • absolute Granulozyten: 1000 - < 1200 x 106 / l oder Thrombozyten: 50.000 - 75.000 x 106 / l: 75 % der vollen Gemcitabin-Dosis
          • absolute Granulozyten: 700 - < 1000 x 106 / l und Thrombozyten: >/= 50.000 x 106 / l: 50 % der vollen Gemcitabin-Dosis
          • absolute Granulozyten: < 700 x 106 / l oder Thrombozyten: < 50.000 x 106 / l: Behandlungsunterbrechung (keine Behandlungswiederaufnahme im gleichen Zyklus; Behandlungswiederaufnahme an Tag 1 des nächsten Zyklus, wenn Gesamtgranulozyten >/= 1.500 x 106 / l und Thrombozyten >/= 100.000 x 106 / l)
        • Ovarialkarzinom (Kombination mit Carboplatin)
          • absolute Granulozyten > 1500 x 106 / l und Thrombozyten >/= 100.000 x 106 / l: keine Dosisreduktion
          • absolute Granulozyten: 1000 - 1500 x 106 / l oder Thrombozyten: 75.000 - 100.000 x 106 / l: 50 % der vollen Gemcitabin-Dosis
          • absolute Granulozyten < 1000 x 106 / l oder Thrombozyten < 75.000 x 106 / l: Behandlungsunterbrechung (keine Behandlungswiederaufnahme im gleichen Zyklus; Behandlungswiederaufnahme an Tag 1 des nächsten Zyklus, wenn Gesamtgranulozyten >/= 1.500 x 106 / l und Thrombozyten >/= 100.000 x 106 / l)
      • aufgrund hämatologischer Toxizitäten bei zukünftigen Behandlungszyklen für alle Indikationen
        • 75 % der ursprünglichen Gemcitabin-Dosis bei
          • absoluter Granulozytenzahl < 500 x 106 / l > 5 Tage
          • absoluter Granulozytenzahl < 100 x 106 / l > 3 Tage
          • febriler Neutropenie
          • Thrombozyten < 25.000 x 106 / l
          • Verschieben des nächsten Behandlungszyklus um > 1 Woche aufgrund von Toxizität
    • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
      • Anwendung nicht empfohlen (unzureichende Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit)
    • ältere Patienten (> 65 Jahre)
      • gute Verträglichkeit
      • keine Anhaltspunkte für Notwendigkeit einer bes. Dosisanpassung
    • eingeschränkte Nierenfunktion
      • Anwendung mit Vorsicht (zu wenige Informationen aus klin. Prüfungen für eine klare Dosisempfehlung)
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • Anwendung mit Vorsicht (zu wenige Informationen aus klin. Prüfungen für eine klare Dosisempfehlung)

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • Sie müssen Ihren Arzt sofort informieren, wenn Sie folgendes bei sich bemerken:
      • Bluten des Zahnfleisches, aus der Nase oder des Mundes oder eine andere Blutung, die nicht zum Stillstand kommt, einen rötlichen oder rosafarbenen Urin oder unerwartete Blutergüsse (weil Sie dann möglicherweise weniger Blutplättchen haben als normal, was sehr häufig ist).
      • Müdigkeit, sich schwach fühlen, rasch in Atemnot geraten oder blass aussehen (weil Sie dann möglicherweise weniger Hämoglobin als normal haben, was sehr häufig ist).
      • Leichter bis mäßiger Hautausschlag (sehr häufig)/Juckreiz (häufig) oder Fieber (sehr häufig); (allergische Reaktionen).
      • Körpertemperatur von 38°C oder darüber, Schwitzen oder andere Anzeichen einer Infektion (weil Sie dann möglicherweise weniger weiße Blutzellen als normalerweise gemeinsam mit Fieber haben - auch als febrile Neutropenie bekannt. (häufig)
      • Schmerzen, Rötung, Schwellung oder Wundsein im Mund (häufig).
      • Unregelmäßiger Puls (Arrhythmie) (gelegentlich).
      • Extreme Müdigkeit und Schwäche, Purpura oder kleine Hautblutungen, akutes Nierenversagen (wenig bis keine Urinausscheidung) und Anzeichen einer Infektion (haemolytisch urämisches Syndrom). Dies kann tödlich sein (gelegentlich).
      • Atemnot (häufig gibt es eine leichte Atemnot unmittelbar nach der Infusion, die aber rasch abklingt, allerdings können gelegentlich oder selten schwerere Lungenprobleme auftreten).
      • Starke Schmerzen in der Brust (Herzinfarkt) (selten).
      • Schwere Überempfindlichkeit/allergische Reaktion mit schwerem Hautausschlag einschließlich geröteter juckender Haut, geschwollenen Händen, Füßen, Knöcheln, Gesicht, Lippen, Mund oder Rachen (dies kann Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen verursachen), Keuchen, schneller Herzschlag und Sie könnten sich einer Ohnmacht nahe fühlen (anaphylaktische Reaktion) (sehr selten).
      • Schwellungen, Kurzatmigkeit oder Gewichtszunahme. Diese könnten Anzeichen dafür sein, dass Flüssigkeit aus den kleinen Blutgefäßen ins Gewebe austritt (Kapillarlecksyndrom) (sehr selten).
      • Kopfschmerzen in Verbindung mit Sehstörungen, Verwirrtheit oder Krampfanfällen (Posteriores Reversibles Enzephalopathie-Syndrom) (sehr selten).
      • Schwerer Ausschlag mit Juckreiz, Blasenbildung oder Abschälen der Haut (Stevens-Johnson Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse) (sehr selten)
    • Andere Nebenwirkungen können sein:
      • Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
        • Niedrige Anzahl weißer Blutzellen
        • Atemnot
        • Erbrechen
        • Übelkeit
        • Haarausfall
        • Veränderung von Leberwerten: Blutwerte außerhalb des Normbereichs
        • Blut im Urin
        • Von der Norm abweichender Urintest: Protein im Urin
        • Grippeähnliche Symptome einschließlich Fieber
        • Schwellung der Knöchel, Finger, Füße, Gesicht (Ödeme)
      • Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
        • verminderter Appetit (Anorexie)
        • Kopfschmerzen
        • Schlaflosigkeit
        • Schläfrigkeit
        • Husten
        • Laufende Nase
        • Verstopfung
        • Durchfall
        • Juckreiz
        • Schwitzen
        • Muskelschmerzen
        • Rückenschmerzen
        • Fieber
        • Schwäche
        • Schüttelfrost
      • Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
        • Vernarbung der Lungenbläschen (interstitielle Pneumonitis)
        • Keuchen (Krämpfe in den Atemwegen )
        • Vernarbung der Lunge (von der Norm abweichende Röntgenaufnahme/Computertomographie des Brustraums )
        • Herzversagen
        • Nierenversagen
        • Schwerer Leberschaden, einschließlich Leberversagen
        • Schlaganfall
      • Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
        • Niedriger Blutdruck
        • Abschuppung der Haut, Geschwür oder Blasenbildung
        • Abschälen der Haut und schwere Blasenbildung der Haut
        • Reaktionen an der Injektionsstelle
        • Schwere Lungenentzündung, die ein Lungenversagen verursacht (akutes Atemnotsyndrom beim Erwachsenen )
        • Hautausschlag ähnlich einem schweren Sonnenbrand, der auf der Haut auftreten kann, die vorher einer Strahlentherapie ausgesetzt war („Radiation Recall")
        • Flüssigkeit in der Lunge
        • Vernarbung der Lungenbläschen verbunden mit einer Strahlentherapie (Strahlentoxizität)
        • Gangrän (absterbendes Gewebe) der Finger oder Zehen
        • Entzündung der Blutgefäße (periphere Vaskulitis)
      • Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
        • Erhöhte Anzahl von Blutplättchen
        • Entzündung der inneren Auskleidung des Dickdarms, verursacht durch eine verminderte Blutversorgung (ischämische Kolitis)
        • Niedrige Hämoglobinwerte (Anämie), eine niedrige Anzahl der weißen Blutzellen und eine niedrige Anzahl von Blutplättchen werden über eine Blutprobe ermittelt.
    • Sie können einige dieser Symptome und/oder Begleitumstände haben. Sie müssen Ihren Arzt unverzüglich informieren, wenn Sie Anzeichen für diese Nebenwirkungen bemerken.
    • Wenn Sie sich wegen möglicher Nebenwirkungen sorgen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt darüber.
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Gemcitabin - invasiv
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • anaphylaktoide Reaktion
    • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Infektionen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Sepsis
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Leukopenie (Neutropenie Grad 3 = 19,3 %; Grad 4 = 6 %)
          • Knochenmarksuppression ist üblicherweise leicht bis mäßig und betrifft meistens die Granulozytenzahl
        • Thrombozytopenie
        • Anämie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • febrile Neutropenie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • thrombotische Mikroangiopathie
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Thrombozytose
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Appetitlosigkeit, Anorexie
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kopfschmerzen
        • Schläfrigkeit
        • Schlaflosigkeit
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Schlaganfall
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Posteriores Reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES)
    • Herzerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Arrythmie, überwiegend supraventrikulär
        • Herzinsuffizienz
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Myokardinfarkt
    • Gefäßerkrankungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Hypotonie
        • klinische Anzeichen einer peripheren Vaskulitis und einer Gangrän
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Kapillarlecksyndrom
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Dyspnoe (üblicherweise leicht und schnell ohne Behandlung abklingend)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Husten
        • Schnupfen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • interstitielle Pneumonitis
        • Bronchospasmus (üblicherweise leicht und vorübergehend, kann aber auch parenterale Behandlung)
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Lungenödem
        • Akutes Atemnotsyndrom beim Erwachsenen (ARDS)
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Übelkeit
        • Erbrechen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Durchfall
        • Stomatitis und Ulzeration der Mundschleimhaut
        • Verstopfung
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • ischämische Kolitis
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Erhöhung von Transaminasen (AST und ALT) und alkalischer Phosphatase
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erhöhtes Bilirubin
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • schwere Lebertoxizität, einschließlich Leberversagen und Tod
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • erhöhte Gammaglutamyl Transferase (GGT)
    • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • allergischer Hautausschlag, häufig begleitet von Juckreiz
        • Alopezie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Juckreiz
        • Schwitzen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • schwere Hautreaktionen, einschließlich Abschuppung und Ausschlag mit Blasenbildung
        • Ulzeration
        • Blasen- und Geschwürbildung
        • Abschuppung
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • toxisch epidermale Nekrolyse
        • Stevens-Johnson Syndrom
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Pseudocellulitis
        • akute generalisierte exanthematische Pustulose
    • Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Rückenschmerzen
        • Myalgie
    • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hämaturie
        • leichte Proteinurie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Nierenversagen
        • hämolytisch-urämisches Syndrom
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • grippeähnliche Symptome
          • häufigste Symptome sind Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Schwäche und Appetitlosigkeit
          • auch berichtet: Husten, Schnupfen, Unwohlsein, Schwitzen und Schlafstörungen
        • Ödeme / periphere Ödeme, einschließlich Gesichtsödeme
          • üblicherweise reversibel nach Beendigung der Behandlung
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Fieber
        • Asthenie
        • Schüttelfrost
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Reaktionen an der Injektionsstelle, üblicherweise leichter Art
    • Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Strahlenschäden
        • Radiation Recall

    Kombinationstherapien

    • Häufigkeit von Grad 3 und 4 hämatologischen Toxizitäten, insbesondere Neutropenie, nimmt zu, wenn Gemcitabin in Kombination eingesetzt wird
    • weitere Nebenwirkungen wie Fatigue und febrile Neutropenie können bei Kombinationstherapie häufiger auftreten

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Gemcitabin hydrochlorid43.3 mgWirkstoff
    Gemcitabin38 mgk.A.
    Mannitol+Hilfsstoff
    Natrium acetat+Hilfsstoff
    Natrium hydroxid+Hilfsstoff
    Salzsäure, konzentriert+Hilfsstoff

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