MomeGalen Creme

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Steckbrief : MomeGalen Creme

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  • Allgemeine Produktinformationen

    • Die Creme darf nur auf der Haut angewendet werden. Tragen Sie eine dünne Schicht Creme auf die betroffenen Hautstellen auf.
    • Verwenden Sie die Creme ohne Anweisung des Arztes nicht im Gesicht.
    • Achten Sie darauf, dass die Creme nicht ins Auge gelangt.
    • Sie sollten die behandelte Fläche nicht mit einer Kompresse oder Binde abdecken, wenn Ihr Arzt Ihnen das nicht ausdrücklich gesagt hat. Dadurch könnte sich das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen.

    Anwendungsgebiete

    • Das Arzneimittel enthält als Wirkstoff Mometasonfuroat, ein Kortikosteroid zur Anwendung auf der Haut. Bei Kortikosteroiden zur Anwendung auf der Haut unterscheidet man vier Klassen je nach ihrer Wirkstärke: schwach wirksam, mittelstark wirksam, stark wirksam und sehr stark wirksam. Mometasonfuroat gehört zur Klasse der „stark wirksamen Kortikosteroide".
    • Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren:
      • Die Creme hat eine entzündungshemmende Wirkung und hilft gegen Juckreiz.
      • Sie wird zur Linderung der Beschwerden von entzündlichen Hauterkrankungen, die auf eine Behandlung mit Kortikosteroiden ansprechen, wie z. B. Schuppenflechte (Psoriasis) (mit Ausnahme der ausgedehnten Plaque Psoriasis) und verschiedenen Dermatitis-Formen, angewendet. Die Creme heilt Ihre Hauterkrankung nicht, aber lindert Ihre Beschwerden.

    Indikation
    • symptomatische Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen, die auf eine äußerliche Behandlung mit Glukokortikoiden ansprechen, wie z.B.
      • atopische Dermatitis
      • Psoriasis (ausgenommen ausgedehnte Plaque-Psoriasis)
    Art der Anwendung
    • Creme dünn auf die betroffenen Hautstellen auftragen
    • keine okklusiven Verfahren verwenden bei Anwendung
      • bei Kindern
      • im Gesicht

    Gegenanzeigen

    • Die Creme darf nicht angewendet werden
      • wenn Sie oder Ihr Kind allergisch gegen Mometasonfuroat, andere Kortikosteroide oder einen der sonstigen Bestandteile von diesem Arzneimittel sind.
      • bei anderen Hauterkrankungen, die sich verschlimmern könnten, insbesondere Rosazea (Hauterkrankung im Gesicht), Akne, Ausschlag im Mundbereich (Dermatitis), Hautatrophie, Juckreiz im Anal- bzw. Genitalbereich, Windelausschlag, bei Hautinfektionen, die durch Bakterien (z. B. Impetigo) verursacht werden, bei Tuberkulose (Lungenkrankheit), Syphilis (durch Geschlechtsverkehr übertragene Krankheit), durch Viren verursachte Infektionen wie Mundbläschen, Gürtelrose, Windpocken, Fußpilz (rote, juckende Schuppung der Haut am Fuß) oder einer Candida-Infektion im Genitalbereich, die Ausfluss und Juckreiz verursacht, oder anderen Hauterkrankungen.
      • wenn Sie kürzlich an Nebenwirkungen nach einer Impfung (z. B. Grippeimpfung) gelitten haben.
      • auf Wunden oder Hautulzerationen (Hautgeschwüren).

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Mometason - extern
    • Überempfindlichkeit gegen Mometason oder andere Cortik´costeroide
    • faziale Rosacea
    • Akne vulgaris
    • Hautatrophie
    • periorale Dermatitis
    • perianaler und genitaler Pruritus
    • Windelausschlag
    • bei bakteriellen (z.B. Impetigo, Pyodermie), viralen (z.B. Herpes simplex, Herpes zoster und Windpocken, Verrucae vulgares, Condylomata acuminata, Molluscum contagiosum, parasitären oder Pilzinfektionen (z.B. Candida oder Dermatophyten)
    • Varizellen / Varicella-zoster-Infektion
    • Tuberkulose
    • Syphilis
    • Impfreaktionen
    • Anwendung auf Wunden, Hautulzerationen oder unter Okklusivverbänden
    • Anwendung am Auge oder am Augenlid ist generell wegen des sehr geringen Risikos eines Glaucoma simplex oder subkapsulären Katarakts zu vermeiden
    • altersabhängige Einschränkung des Indikationsgebietes möglich (siehe jeweilige Herstellerinformation)

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie das Arzneimittel anwenden.
        • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein.
        • Informieren Sie Ihren Arzt umgehend, wenn Sie Hautreizungen oder Überempfindlichkeitsreaktionen nach Anwendung bemerken.
        • Wie bei allen starken Kortikosteroiden, die äußerlich angewendet werden, sollte die Behandlung nicht plötzlich abgebrochen werden. Wenn eine Langzeitbehandlung abgebrochen wird, können Rückfälle in Form von Entzündugen der Haut mit intensiver Rötung, Stechen und Brennen auftreten. Dies kann verhindert werden, indem die Behandlung allmählich abgesetzt wird, z. B. durch ein weniger häufiges Auftragen der Creme vor der endgültigen Beendigung der Behandlung.
        • Die Behandlung von Psoriasis mit diesem Arzneimittel kann dazu führen, dass die Hautprobleme immer schlimmer werden (beispielsweise kann eine pustulöse Form dieser Krankheit mit vielen kleinen Geschwüren auf der Haut auftreten). Ihr Arzt muss die Entwicklung Ihrer Beschwerden regelmäßig überwachen, da diese Art der Behandlung eine genaue Überwachung erforderlich macht.
        • Die Creme darf nicht auf geschädigter Haut verwendet werden.
        • Die Creme darf nicht auf den Augenlidern verwendet werden. Seien Sie besonders vorsichtig und achten Sie darauf, dass die Creme nicht ins Auge gelangt.
        • Wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Mometason - extern
    • Vorsicht bei Patienten, die überempfindlich auf andere Corticosteroide reagiert haben
    • bei Hautreizungen oder Sensibilisierungen
      • sollte Behandlung abgebrochen und eine geeignete Therapie eingeleitet werden
    • bei Ausbildung einer Infektion
      • sollte geeignete antimykotische bzw. antibakterielle Therapie eingeleitet werden
      • spricht die eingeleitete Therapie nicht umgehend an, sollte das Corticosteroid abgesetzt werden, bis die Infektion ausreichend beherrscht wird
    • Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren(HHN)-Achse
      • systemische Resorption topischer Corticosteroide kann eine reversible Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren(HHN)-Achse bewirken und dadurch zu einer Glucocorticosteroid-Insuffizienz nach Absetzen der Behandlung führen
      • bei einigen Patienten kann sich auch während der Behandlung ein Cushing-Syndrom, eine Hyperglykämie oder eine Glucosurie manifestieren
      • Patienten, die topische Steroide großflächig oder mittels Okklusionsverbänden anwenden
        • sollten regelmäßig auf Anzeichen einer Suppression der HHN-Achse untersucht werden
    • alle Nebenwirkungen, die nach systemischer Anwendung von Corticosteroiden berichtet werden, einschl. Nebennierenrindensuppression, können auch bei topischer Anwendung von Corticosteroiden auftreten, besonders bei Kleinkindern und Kindern
      • erhöhtes Risiko für systemische Wirkungen und Nebenwirkungen am Verabreichungsort tritt auf bei
        • häufiger Anwendung
        • großflächiger Behandlung (über ca. 20 % der Hautoberfläche)
        • langfristiger Behandlung
        • der Behandlung intertriginöser Bereiche (Achselhöhle, Leistenregion)
        • der Anwendung von Okklusionsverbänden
    • Kinder und Jugendliche
      • altersabhängige Einschränkung möglich (siehe jeweilige Herstellerinformation)
      • mit Vorsicht anwenden
      • können bei gleicher Dosis aufgrund des größeren Verhältnisses von Hautoberfläche zu Körpergewicht empfänglicher für eine systemische Toxizität sein
      • langdauernde Corticosteroidtherapie kann Auswirkungen auf das Wachstum und die Entwicklung von Kindern haben
      • bei Kindern und Jugendlichen, die mit topischen Glucocorticoiden behandelt wurden
        • wurden Fälle eines erhöhten Hirndrucks (intrakranielle Hypertension) berichtet
        • Manifestationen der intrakraniellen Hypertension sind
          • Wölbung der Fontanellen
          • Kopfschmerzen
          • bilaterale Stauungspapille
    • lokale und systemische Toxizität tritt häufig auf, vor allem unter Langzeitanwendung auf großen Flächen erkrankter Haut, in Gelenkbeugen oder bei der Anwendung unter okklusiven Polyethylenverbänden
      • Anwendung bei Kindern oder im Gesicht
        • okklusive Verfahren sollten nicht verwendet werden
      • Anwendung im Gesicht
        • Dauer sollte 5 Tage nicht überschreiten
      • länger dauernde Therapie (> 3 Wochen) sollte bei allen Patienten, unabhängig vom Alter, vermieden werden
    • Sehstörung
      • bei der systemischen und topischen (einschließlich intranasaler, inhalativer und intraokularer) Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten
      • wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird
        • Überweisung an Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung ziehen
        • umfassen u.a. Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z.B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden
    • Anwendung am Auge oder am Augenlid generell wegen des möglichen Risikos eines Glaucoma simplex oder subkapsulären Katarakts vermeiden
    • engmaschige Überwachung bei Psoriasis-Patienten
      • bei Psoriasis ist die Anwendung topischer Steroide aus verschiedenen Gründen riskant
      • Möglichkeit, dass topisch angewandte Steroide bei Psoriasis u.a. zu einem Wiederaufleben der Erkrankung aufgrund einer sich entwickelnden Arzneimitteltoleranz führen oder zu einem Risiko der Entwicklung einer zentral pustulösen Psoriasis oder zu einer lokalen oder systemischen Toxizität aufgrund eingeschränkter Barrierefunktion der Haut
    • abruptes Absetzen der Behandlung vermeiden
      • wird eine Langzeitbehandlung mit einem stark wirksamen Glucocorticosteroid unterbrochen, kann sich ein Rebound-Effekt entwickeln, der in Form einer Dermatitis mit intensiver Rötung, Stechen und Brennen auftritt
        • kann durch ausschleichendes Absetzen der Therapie vermieden werden, z.B. durch Fortsetzen der Therapie mit zeitweiliger Unterbrechung bevor die Therapie abgebrochen wird
    • Glucocorticoide können das Erscheinungsbild einiger Wunden verändern, eine adäquate Diagnosestellung erschweren sowie den Wundheilungsprozess verzögern
    • sollte nicht auf verletzte Haut und Schleimhäute aufgetragen werden
    • pustulöse oder erythrodermische Psoriasis
      • Behandlung großflächiger Psoriasis oder ein plötzliches Absetzen einer längerfristigen Behandlung mit einem starken Corticosteroid kann eine pustulöse oder erythrodermische Psoriasis auslösen
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Mometason - extern
    • sollte bei Schwangeren nur angewendet werden, wenn der mögliche Nutzen das Eingehen eines potenziellen Risikos für Mutter oder Fetus rechtfertigt
      • Anwendung von Mometason während der Schwangerschaft sollte nur nach Anweisung des Arztes erfolgen
      • Anwendung auf ausgedehnten Körperarealen oder über einen längeren Zeitraum sollte vermieden werden
    • nach systemischer Anwendung hochdosierter Kortikosteroide wurden Wirkungen auf den Fetus / das Neugeborene beschrieben (intrauterine Wachstumsverzögerung, Suppression der Nebennierenrindenfunktion, Gaumenspalte)
    • nur sehr begrenzte Daten für die Anwendung von topischem Mometason während der Schwangerschaft vorliegend
    • tierexperimentelle Studien
      • haben Reproduktionstoxizität gezeigt
      • topische Anwendung von Corticosteroiden kann bei trächtigen Tieren Missbildungen während der fetalen Entwicklung, einschl. Gaumenspalten sowie intrauteriner Wachstumsverzögerungen, hervorrufen
      • Studien mit Mometason mit Tieren nach oraler Verabreichung haben teratogene Wirkungen gezeigt
    • keine geeigneten und gut kontrollierten klinischen Studien bei Schwangeren vorliegend
      • Risiko von Wirkungen auf den humanen Fetus nicht bekannt
      • Unbedenklichkeit der Anwendung in der Schwangerschaft beim Menschen nur unzureichend gesichert
    • Glucocorticoide durchdringen die Plazentaschranke und können das Wachstum des Feten beeinflussen
    • während Schwangerschaft sollten schwächere Corticosteroide für langfristige Behandlung größerer Körperflächen verschrieben werden
    • Fertilität
      • keine bekannten Wirkungen/keine Daten bzgl. der Auswirkung von Mometason auf die Fertilität vorliegend
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Mometason - extern
    • sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung bei stillenden Frauen angewendet werden
      • falls Behandlung mit höheren Dosen oder über einen längeren Zeitraum indiziert ist, sollte das Stillen unterbrochen werden
      • Anwendung während der Stillzeit sollte nur nach Anweisung des Arztes erfolgen
      • Anwendung auf ausgedehnten Körperarealen oder über einen längeren Zeitraum sollte vermieden werden
    • Glucocorticoide werden in die Muttermilch ausgeschieden
      • es ist nicht bekannt, ob eine topische Anwendung von Corticosteroiden zu einer ausreichend hohen systemischen Resorption führt, um messbare Mengen in der Muttermilch zu verursachen
    • während der Stillperiode darf das Arzneimittel nicht im Brustbereich angewendet werden

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
      • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/ anzuwenden.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    geringfügig Glucocorticoide, topische / CYP3A-Inhibitoren, starke

    Warnhinweise

    • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    • Die Behandlung während der Schwangerschaft oder Stillzeit darf nur nach Anweisung Ihres Arztes begonnen werden.
    • Wenn Ihr Arzt die Anwendung der Creme während der Schwangerschaft oder Stillzeit verschreibt, müssen Sie vermeiden, große Mengen zu verwenden und Sie dürfen die Creme nur während einer kurzen Zeitspanne verwenden. Während der Stillperiode sollte das Arzneimittel nicht im Brustbereich angewendet werden.

    Die Anwendung in der Schwangerschaft ist nicht empfohlen.Die Anwendung in der Stillzeit ist nicht empfohlen.

    Dosierungsanleitung

    • Die Creme darf nur auf der Haut angewendet werden.
      • Wenden Sie die Creme immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
      • Ihr Arzt muss Ihre Behandlung regelmäßig überwachen.
    • Dosierung:
      • Tragen Sie einmal täglich eine dünne Schicht Creme auf die betroffenen Hautstellen auf. Sie sollten nur eine kleine Menge der Creme verwenden. Eine Fingerspitzen-Einheit - Finger Tip Unit (FTU) - reicht für die Anwendung für eine Fläche in der Größe zweier Erwachsenenhände aus. Dies bezeichnet einen Strang von der Länge eines Fingerendglieds eines Erwachsenen. Verwenden Sie niemals eine größere Menge und verwenden Sie die Creme auch nicht häufiger, als Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker gesagt haben.
    • Erwachsene einschließlich ältere Menschen:
      • Wenden Sie die Creme nicht großflächig (mehr als 20% der Körperoberfläche) oder über einen längeren Zeitraum an.
    • Anwendung bei Kindern über 6 Jahren:
      • Verwenden Sie die Creme bei Kindern über 6 Jahren nicht ohne Anweisung des Arztes.
      • Verwenden Sie die Creme nur kleinflächig (< 10% der Körperoberfläche).
    • Kinder unter 6 Jahren:
      • Die Creme wird für Kinder unter 6 Jahren nicht empfohlen.

     

    • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
      • Falls Sie die Creme versehentlich verschluckt haben, sollte dies nicht zu Nebenwirkungen führen.
      • Falls Sie die Anweisungen Ihres Arztes nicht befolgt haben und die Creme zu oft und/oder zu lange verwendet haben, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

     

    • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
      • Wenn Sie einmal vergessen haben, die Creme zum vorgesehenen Zeitpunkt anzuwenden, holen Sie die Anwendung so schnell wie möglich nach, wenn Sie sich erinnern.
      • Richten Sie sich dann wieder nach Ihrem gewohnten Anwendungsrhythmus. Wenden Sie nicht die doppelte Menge an und verwenden Sie die Creme auch nicht zweimal am Tag, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

     

    • Wenn Sie die Anwendung abbrechen
      • Beenden Sie die Anwendung nicht plötzlich, wenn Sie die Creme für längere Zeit angewendet haben, da dies schädlich sein kann. Die Behandlung sollte nach den Anweisungen Ihres Arztes schrittweise verringert werden.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

    Dosierung

    Basiseinheit: 1 g Creme enthält 1 mg Mometasonfuroat.

    • symptomatische Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen
      • Erwachsene (einschließlich ältere Menschen) und Kinder (>/= 2 Jahre)
        • 1mal / Tag
        • Häufigkeit der Anwendung danach allmählich verringern
        • bei klinischer Besserung: Anwendung eines schwächeren Kortikosteroids häufig zu bevorzugen
        • nur unter strenger Aufsicht durch einen Arzt auf das Gesicht auftragen
        • längerfristige (> 3 Wochen) oder großflächige (> 20 % der Körperoberfläche) Anwendung vermeiden
        • Kinder: max. 10 % der Körperoberfläche behandeln
        • Anwendung im Gesicht über max. 5 Tage

    Dosisanpassung

    • Kinder < 2 Jahre
      • Anwendung i.d.R. nicht empfohlen (keine ausreichenden relevanten Daten zur Sicherheit und Verträglichkeit)

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • Bei Kindern und Erwachsenen sind während der Anwendung von Kortikosteroiden auf der Haut folgende Nebenwirkungen aufgetreten:
      • Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):
        • Entzündungen der Haarfollikel (Follikulitis)
        • Juckreiz
        • Erweiterte Blutgefäße auf der Haut oder Besenreiser
        • Brennendes Gefühl
      • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
        • Schmerzen oder sonstige Reaktionen an der Anwendungsstelle
        • Sekundärinfektionen (eine Infektion, die während oder nach der Behandlung einer anderen Infektion oder Erkrankung auftritt).
        • Parästhesie (Missempfindungen oder Taubheitsgefühl der Haut)
        • Verschwommenes Sehen
        • Änderungen der Hautfarbe
        • Hautmazeration (Aufweichen der Haut, verbunden mit einem Weicher- und Hellerwerden der Haut)
        • Miliaria (stark juckender Hautausschlag, auch Hitzepickel genannt)
        • Akneähnliche Hautentzündungen
        • Dünnerwerden der Haut
        • Bildung unregelmäßiger Flecken oder Streifen auf der Haut
        • Übermäßig starke Behaarung
        • Überempfindlichkeit gegen Mometason
        • Entzündung der Haut im Mundbereich
        • Wiederkehrende, tiefe Entzündungen der Haarfollikel (Furunkel)
        • Allergische Hautreaktionen (allergische Kontaktdermatitis)
        • Hautreizung und trockene Haut
        • Rosacea ähnliche Hautentzündungen im Gesicht mit Rötung, Schwellung und Blasen auf der Wange und auf der Nase
        • Nicht erhabene blaue oder violette Flecken auf der Haut (Ekchymose)
      • Eine übermäßige Anwendung, die großflächige oder langfristige Anwendung oder die Verwendung von Binden oder Kompressen (Okklusion) erhöht die Gefahr von Nebenwirkungen.
      • Kortikosteroide können die normale Hormonproduktion des Körpers beeinträchtigen. Dies ist jedoch eher bei Verwendung von hohen Dosen über einen längeren Zeitraum wahrscheinlich.
    • Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kinde
      • Insbesondere bei Kindern, die mit Kortikosteroid-Cremes und Salben behandelt werden, kann der Wirkstoff in die Haut eindringen, was zu einer Krankheit namens Cushing-Syndrom führen kann. Dieses Syndrom hat viele Symptome, darunter die Entwicklung eines runderen Gesichts („Vollmondgesicht") und Schwäche.
      • Das Wachstum bei Kindern kann bei längerfristiger Anwendung beeinträchtigt werden. Ihr Arzt wird dieses Risiko durch die Verschreibung der geringstmöglichen Kortikosteroid-Dosis für eine kontrollierte Behandlung Ihrer Symptome verhindern.
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Mometason - extern
    • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Follikulitis
        • Furunkulose
        • (bakterielle) Infektionen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • (Sekundär)infektion
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Überempfindlichkeit / Sensibilisierung (gegen Mometason)
    • Endokrine Erkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • durch Anwendung topischer Kortikosteroide ausgelöst werden kann
          • reversible Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse
          • Cushing-Syndrom
            • bei beidem können Kinder und Jugendliche empfindlicher reagieren aufgrund des größeren Verhältnisses von Hautoberfläche zu Körpergewicht
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Parästhesie
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • brennendes Gefühl
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • erhöhter Hirndruck (intrakranielle Hypertension)
          • berichtet bei Kindern und Jugendlichen, die mit topischen Glucocorticoiden behandelt wurden
          • Manifestationen sind Wölbung der Fontanellen, Kopfschmerzen und bilaterale Stauungspapille
    • Augenerkrankungen
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Glaukom
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • verschwommenes Sehen
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kribbeln
        • Stechen
        • Brennen
        • Hautreaktionen am Applikationsort
        • Pruritus
        • (lokale) Hautatrophie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Papelbildung
        • Pusteln
        • trockene Haut
        • Hautreizung
        • (periorale) Dermatitis
        • Hautmazeration
        • Miliaria
        • Xerodermie
        • Hautstriae
        • Hypertrichose
        • Hypopigmentierung der Haut
          • Hypo- oder Hyperpigmentierung der Haut in seltenen Fällen in Zusammenhang mit anderen Cortison-haltigen Arzneimitteln berichtet
        • (allergische) Kontaktdermatitis
        • papulöse Rosazea-artige Dermatitis (Gesichtshaut)
        • akneiforme Dermatitis
        • fleckenförmige Blutung der Haut / Brüchigkeit der Kapillaren (Ekchymose)
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Teleangiektasien
        • Sekundärinfektionen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Hautatrophie
        • Wiederaufleben eines Ekzems als Absetzeffekt (Rebound-Effekt) bei abruptem Absetzen
        • pustulöse oder erythrodermische Psoriasis
          • kann ausgelöst werden durch Behandlung großflächiger Psoriasis oder plötzliches Absetzen einer längerfristigen Behandlung mit einem starken Kortikosteroid
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Schmerzen an der Anwendungsstelle
        • Reaktionen an der Anwendungsstelle
        • Auswirkungen auf das Wachstum und die Entwicklung von Kindern durch langandauernde Kortikosteroidtherapie
        • Hinweise
          • erhöhtes Risiko für systemische Wirkungen und Nebenwirkungen am Verabreichungsort tritt bei häufiger Anwendung, bei großflächiger oder langfristiger Behandlung, bei der Behandlung intertriginöser Bereiche (Achselhöhle, Leistenregion) oder bei der Anwendung von Okklusionsverbänden auf
          • möglich, dass Erscheinungsbild von Krankheitsbildern durch Glukokortikoide verändert wird, erschwerte Diagnose möglich
          • Heilungsprozess möglicherweise verzögert

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Mometason furoat1 mgWirkstoff
    Mometason0.82 mgk.A.
    Cetylstearylalkohol70 mgHilfsstoff
    Citronensäure, wasserfrei+Hilfsstoff
    Glycerol monostearat 40-55+Hilfsstoff
    Kokosfett, raffiniert+Hilfsstoff
    Natrium citrat+Hilfsstoff
    Polyoxyethylen monostearat+Hilfsstoff
    Propylenglycol250 mgHilfsstoff
    Stearinsäure 50+Hilfsstoff
    Wasser, gereinigt+Hilfsstoff

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