Teicoplanin Noridem 200mg

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Steckbrief : Teicoplanin Noridem 200mg

  • 11558805
  • Pulver und Loesungsmittel zur Herstellung einer Injektionslo
  • 1x200 MG
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  • Allgemeine Produktinformationen

    • Dieses Arzneimittel wird Ihnen üblicherweise von einem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal gegeben.
      • Es wird üblicherweise als Injektion in eine Vene (intravenös) oder einen Muskel (intramuskulär) angewendet.
      • Es kann auch als Tropfinfusion in eine Vene angewendet werden.
    • Bei Säuglingen bis zu einem Alter von 2 Monaten sollte das Arzneimittel nur als Tropfinfusion angewendet werden.
    • Zur Behandlung bestimmter Infektionen soll die Arzneimittellösung eingenommen werden (oral).

    Anwendungsgebiete

    • Das Arzneimittel ist ein Antibiotikum. Es enthält einen Wirkstoff namens Teicoplanin. Dieser bewirkt eine Abtötung von Bakterien, die Infektionen in Ihrem Körper verursachen.
    • Das Präparat wird bei Erwachsenen und Kindern (einschließlich Neugeborenen) angewendet zur Behandlung von bakteriellen Infektionen:
      • der Haut und des Unterhautzellgewebes - manchmal auch „Weichteilgewebe" genannt,
      • der Knochen und Gelenke,
      • der Lungen,
      • der Harnwege,
      • des Herzens - manchmal auch „Endokarditis" genannt,
      • des Bauchfells (Peritonitis),
      • des Blutes, wenn diese durch eine der oben aufgelisteten Infektionen verursacht werden.
    • Das Präparat kann auch zur Behandlung von Darminfektionen durch Clostridium difficile-Bakterien angewendet werden. Zu diesem Zweck wird die Lösung eingenommen (oral).

    Indikation

    Erwachsene und Kinder ab der Geburt

    • zur parenteralen Behandlung von folgenden Infektionen
      • komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen
      • Knochen- und Gelenkinfektionen
      • nosokomiale Pneumonien
      • ambulant erworbene Pneumonien
      • komplizierte Harnwegsinfektionen
      • infektiöse Endokarditis
      • Peritonitis, assoziiert mit kontinuierlicher ambulanter Peritonealdialyse (CAPD)
      • Bakterieämie, die im Rahmen einer der oben aufgelisteten Indikationen auftritt
    • zur oralen Anwendung als Alternativbehandlung von durch Infektion mit Clostridium difficile verursachter Diarrhö und Kolitis
    • Hinweise
      • Teicoplanin falls erforderlich in Kombination mit anderen antibakteriellen Arzneimitteln einsetzen
      • offizielle Empfehlungen zum angemessenen Gebrauch von Antibiotika berücksichtigen
    Art der Anwendung
    • Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektions- / Infusionslösung oder einer Lösung zum Einnehmen
    • parenterale Anwendung: i.v. oder i.m.
    • intravenöse Anwendung
      • als Injektion über 3 - 5 Min. oder
      • als Infusion über 30 Min.
    • bei Neugeborenen: Anwendung ausschließlich als i.v. Infusion
    • bei mit Clostridioides-difficile-Infektion assoziierter Diarrhö und Kolitis erfolgt die Anwendung oral

    Gegenanzeigen

    • Das Präparat darf nicht angewendet werden,
      • wenn Sie allergisch gegen Teicoplanin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie das Arzneimittel erhalten,
        • wenn Sie allergisch gegen das Antibiotikum Vancomycin sind,
        • wenn Ihr Oberkörper jemals gerötet war (Red-Man-Syndrom),
        • wenn Ihre Blutplättchenzahl vermindert ist (Thrombozytopenie),
        • wenn Sie Nierenprobleme haben,
        • wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden, die zu Störungen des Gehörs und/oder Nierenproblemen führen können. Es ist möglich, dass regelmäßig Ihr Blut und Ihre Nieren- und Leberfunktion überprüft werden sollen.
      • Wenn eine der oben genannten Situationen auf Sie zutrifft oder Sie nicht sicher sind, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, bevor das Arzneimittel angewendet wird.
      • Kontrollen
        • Während der Behandlung kann Ihr Arzt Blut-, Nieren-, Leber- und/oder Hörtests für erforderlich halten, insbesondere wenn:
          • Ihre Behandlung länger dauert,
          • bei Ihnen eine Behandlung mit hohen Anfangsdosen (12 mg/kg zweimal täglich) erforderlich ist,
          • Sie Nierenprobleme haben,
          • Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden oder einnehmen/anwenden könnten, die möglicherweise Ihre Nerven, Ihre Nieren und/oder Ihr Gehör schädigen könnten.
      • Die längere Anwendung kann zu einer übermäßigen Vermehrung nicht empfindlicher Bakterien führen; daher wird Ihr Arzt Sie diesbezüglich überwachen.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
      • Während der Behandlung können Sie unter Kopfschmerzen oder Schwindelgefühl leiden. Wenn dies zutrifft, fahren Sie kein Auto oder bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen.

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
      • Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies ist wichtig, da das Arzneimittel die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen kann. Aber auch einige andere Arzneimittel können die Wirkung des Arzneimittels beeinflussen.
      • Sprechen Sie insbesondere mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden:
        • Aminoglykoside, da sie nicht mit dem Präparat in derselben Injektionslösung gemischt werden dürfen. Sie können zudem ebenfalls Schädigungen des Gehörs und/oder der Nieren verursachen.
        • Amphotericin B - Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen, das zu Schädigungen des Gehörs und/oder der Nieren führen kann.
        • Ciclosporin - ein Arzneimittel, welches das Immunsystem unterdrückt, das Schädigungen des Gehörs und/oder der Nieren verursachen kann.
        • Cisplatin - ein Arzneimittel zur Behandlung bösartiger Tumoren, das Schädigungen des Gehörs und/oder der Nieren verursachen kann.
        • Wassertabletten (wie z. B. Furosemid) - sogenannte Diuretika, die Schädigungen des Gehörs und/oder der Nieren verursachen können.
      • Wenn eine der oben genannten Situationen auf Sie zutrifft (oder Sie nicht sicher sind), wenden Sie sich vor der Anwendung an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    schwerwiegend Cidofovir / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
    Clozapin / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
    Streptozocin / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
    mittelschwer Tenofovir / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
    Fumarsäure-Derivate / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
    Clofarabin / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
    Teicoplanin / Aminoglykosid-Antibiotika
    Teicoplanin / Furosemid
    Teicoplanin / Tacrolimus
    Typhus-Impfstoff, oral / Antibiotika
    Cholera-Impfstoff, oral / Antibiotika
    Efbemalenograstim alfa / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
    geringfügig Methotrexat / Glycopeptid-Antibiotika
    Zoledronsäure / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
    Daptomycin / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
    Inotersen / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
    Teicoplanin / Colistin
    Teicoplanin / Amphothericin B
    Teicoplanin / Ciclosporin
    Teicoplanin / Cisplatin
    Teprotumumab / Stoffe, potenziell ototoxisch
    unbedeutend Kontrazeptiva, orale / Antibiotika, sonstige

    Warnhinweise

    • Schwangerschaft
      • Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal um Rat. Es muss entschieden werden, ob Sie dieses Arzneimittel in der Schwangerschaft anwenden sollen. Es könnte ein potenzielles Risiko für Schädigungen des Innenohrs und der Nieren beim ungeborenen Kind bestehen.
    • Stillzeit
      • Wenn Sie stillen, informieren Sie Ihren Arzt, bevor das Arzneimittel angewendet wird. Es muss eine Entscheidung getroffen werden, ob Sie weiter stillen oder mit dem Präparat behandelt werden sollen.
    • In Tierstudien gab es keine Hinweise auf Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit.

    Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

    Dosierungsanleitung

    • Die empfohlene Dosis beträgt:
      • Erwachsene und Jugendliche (ab einem Alter von 12 Jahren) ohne Nierenprobleme
        • Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes, der Lungen und der Harnwege
          • Anfangsdosis (für die ersten drei Anwendungen): 6 mg pro Kilogramm Körpergewicht alle 12 Stunden als Injektion in eine Vene oder in einen Muskel.
          • Erhaltungsdosis: 6 mg pro Kilogramm Körpergewicht einmal täglich als Injektion in eine Vene oder in einen Muskel.
        • Infektionen der Knochen, der Gelenke und des Herzens
          • Anfangsdosis (für die ersten drei bis fünf Anwendungen): 12 mg pro Kilogramm Körpergewicht alle 12 Stunden als Injektion in eine Vene oder in einen Muskel.
          • Erhaltungsdosis: 12 mg pro Kilogramm Körpergewicht einmal täglich als Injektion in eine Vene oder in einen Muskel.
        • Infektion durch Clostridium difficile-Bakterien
          • Es wird empfohlen, zweimal täglich 100 bis 200 mg über einen Zeitraum von 7 bis 14 Tagen einzunehmen (oral).
      • Erwachsene und ältere Patienten mit Nierenproblemen
        • Wenn Sie Nierenprobleme haben, wird Ihre Dosis in der Regel nach dem vierten Behandlungstag angepasst:
          • Für Patienten mit leichten bis mittelschweren Nierenproblemen - die Erhaltungsdosis wird einmal an jedem zweiten Tag oder die Hälfte der Erhaltungsdosis wird einmal täglich gegeben.
          • Für Patienten mit schweren Nierenproblemen oder Hämodialysepatienten - die Erhaltungsdosis wird einmal an jedem dritten Tag oder ein Drittel der Dosis wird einmal täglich gegeben.
        • Peritonitis im Rahmen einer Peritonealdialyse
          • Die Anfangsdosis beträgt 6 mg pro Kilogramm Körpergewicht als einmalige Injektion in eine Vene, gefolgt von:
            • Woche 1: 20 mg/l in jeden Dialysebeutel,
            • Woche 2: 20 mg/l in jeden zweiten Dialysebeutel,
            • Woche 3: 20 mg/l in den nächtlichen Dialysebeutel.
      • Säuglinge (ab Geburt bis zu einem Alter von 2 Monaten)
        • Anfangsdosis (am ersten Tag): 16 mg pro Kilogramm Körpergewicht als Tropfinfusion in eine Vene.
        • Erhaltungsdosis: 8 mg pro Kilogramm Körpergewicht einmal täglich als Tropfinfusion in eine Vene.
      • Kinder (ab 2 Monate bis 12 Jahre)
        • Anfangsdosis (für die ersten drei Anwendungen): 10 mg pro Kilogramm Körpergewicht alle 12 Stunden als Injektion in eine Vene.
        • Erhaltungsdosis: 6 bis 10 mg pro Kilogramm Körpergewicht einmal täglich als Injektion in eine Vene.

     

    • Wenn Ihnen eine größere Menge gegeben wurde, als Sie bekommen sollten
      • Es ist unwahrscheinlich, dass Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal Ihnen eine zu große Menge des Arzneimittels gibt. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie dennoch vermuten, dass Ihnen zu viel gegeben wurde oder Sie sich unruhig fühlen.

     

    • Wenn die Anwendung vergessen wurde
      • Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal haben Anweisungen, wann Ihnen das Arzneimittel gegeben werden soll. Es ist unwahrscheinlich, dass Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal Ihnen das Arzneimittel nicht wie verordnet geben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie besorgt sind.

     

    • Wenn die Anwendung abgebrochen wird
      • Die Anwendung sollte nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal abgebrochen werden.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

    Dosierung

    Basiseinheit: 1 Durchstechflasche enthält 200 mg Teicoplanin, entsprechend mind. 200.000 I.E.; nach Rekonstitution enthält die Lösung 200 mg Teicoplanin in 3,0 ml

    • allgemein
      • Dosierung und Dauer der Anwendung individuell anpassen unter Beachtung von Art und Schwere der Infektion sowie des Ansprechens des Patienten auf die Therapie und von Patientenfaktoren wie Alter und Nierenfunktion
      • Bestimmung der Serumkonzentration
        • während der Einstellung der Dosis die Teicoplanin-Serumkonzentrationen überwachen, um sicherzustellen, dass Mindesttalspiegel erreicht werden
          • bei den meisten Infektionen durch grampositive Bakterien
            • mind. 10 mg/l bei Bestimmung mittels HPLC
            • mind. 15 mg/l bei Bestimmung mittels Fluoreszenz-Polarisations-Immunoassay (FPIA)
          • bei Endokarditis und anderen schweren Infektionen
            • 15 - 30 mg/l bei Bestimmung mittels HPLC
            • 30 - 40 mg/l bei Bestimmung mittels FPIA
        • während der weiteren Behandlung (Erhaltungsphase) Monitoring mind. 1mal / Woche fortführen, um sicherzustellen, dass die Konzentrationen stabil sind
    • parenterale Behandlung von Infektionen
      • Erwachsene und ältere Patienten mit normaler Nierenfunktion
        • Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen; Pneumonie; Komplizierte Harnwegsinfektionen
          • initial
            • 6 mg Teicoplanin / kg KG i.v. oder i.m. / 12 Stunden für 3 Anwendungen
            • Ziel-Serumtalspiegel an Tag 3 - 5: > 15 mg/l
          • Erhaltungsdosis
            • 6 mg Teicoplanin / kg KG i.v. oder i.m. 1mal / Tag
            • Ziel-Serumtalspiegel in der Erhaltungsphase: > 15 mg/l 1mal / Woche
        • Knochen- und Gelenkinfektionen
          • inital
            • 12 mg Teicoplanin / kg KG i.v. / 12 Stunden für 3 - 5 Anwendungen
            • Ziel-Serumtalspiegel an Tag 3 - 5: > 20 mg/l
          • Erhaltungsdosis
            • 12 mg Teicoplanin / kg KG i.v. oder i.m. 1mal / Tag
            • Ziel-Serumtalspiegel in der Erhaltungsphase: > 20 mg/l
        • Infektiöse Endokarditis
          • inital
            • 12 mg Teicoplanin / kg KG i.v. / 12 Stunden für 3 - 5 Anwendungen
            • Ziel-Serumtalspiegel an Tag 3 - 5: 30 - 40 mg/l
          • Erhaltungsdosis
            • 12 mg Teicoplanin / kg KG i.v. oder i.m. 1mal / Tag
            • Ziel-Serumtalspiegel in der Erhaltungsphase: > 30 mg/l
      • Kinder und Jugendliche (> 12 Jahre)
        • es gelten die gleichen Empfehlungen wie für Erwachsene
      • Kinder (2 Monate - 12 Jahre)
        • Initialdosis: 10 mg Teicoplanin / kg KG i.v. / 12 Stunden, insgesamt über 3 Gaben
        • Erhaltungsdosis: 6 - 10 mg Teicoplanin / kg KG i.v. 1mal / Tag
      • Neugeborene und Säuglinge (</= 2 Monate)
        • Initialdosis am ersten Tag: 16 mg Teicoplanin / kg KG, als i.v. Infusion
        • Erhaltungsdosis: 8 mg Teicoplanin / kg KG 1mal / Tag, als i.v. Infusion
      • Anwendungsdauer
        • abhängig vom klinischen Ansprechen des Patienten
        • bei infektiöser Endokarditis: mind. 21 Tage
        • max. 4 Monate
      • Kombinationstherapie
        • Teicoplanin hat ein begrenztes antibakterielles Wirkspektrum (grampositiv)
        • als Monotherapie nicht geeignet zur Behandlung einiger Infektionstypen, es sei denn
          • die Empfindlichkeit des Erregers ist nachgewiesen oder
          • es besteht der begründete Verdacht, dass der oder die am wahrscheinlichsten vorliegenden Erreger empfindlich gegenüber Teicoplanin sind
    • orale Anwendung bei mit Clostridium-difficile-Infektionen assoziierter Diarrhö und Kolitis
      • 100 - 200 mg Teicoplanin 2mal / Tag, oral
      • Anwendungsdauer: 7 - 14 Tage

    Dosisanpassung

    • ältere Patienten
      • keine Dosisanpassung erforderlich, sofern die Nierenfunktion nicht eingeschränkt ist
    • Erwachsene und ältere Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
      • bis zum 4. Behandlungstag: keine Dosisanpassung erforderlich
      • dann Dosis so anpassen, dass die Talspiegel bei
        • mind. 10 mg/l liegen (durch HPLC gemessen)
        • mind. 15 mg/l liegen (durch FPIA-Verfahren gemessen)
      • nach dem 4. Tag:
        • leichte - mäßige Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 30 - 80 ml/Min.)
          • Erhaltungsdosis halbieren (durch Gabe der Dosis jeden 2. Tag oder durch 1mal tägliche Gabe der halben Dosis)
        • starke Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/Min.) und Hämodialysepatienten
          • Erhaltungsdosis: 1/3 der Normaldosis (durch Gabe der Dosis jeden dritten Tag oder durch 1mal tägliche Gabe von 1/3 der Dosis)
          • Teicoplanin wird nicht durch Hämodialyse eliminiert
    • Patienten mit kontinuierlicher ambulanter Peritonealdialyse (CAPD)
      • initial: i.v. Einzeldosis von 6 mg Teicoplanin / kg KG
      • in der ersten Woche: 20 mg Teicoplanin / l im Beutel mit der Dialyseflüssigkeit
      • in der zweiten Woche: 20 mg Teicoplanin / l in jedem zweiten Beutel
      • in der dritten Woche: 20 mg Teicoplanin / l mit dem nächtlichen Beutel

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • Schwerwiegende Nebenwirkungen
      • Brechen Sie die Anwendung ab und sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken - möglicherweise benötigen Sie dringende ärztliche Behandlung.
        • Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000):
          • Plötzliche lebensbedrohliche allergische Reaktion - Anzeichen können sein: Atemnot oder keuchende Atmung, Schwellungen, Ausschlag, Juckreiz, Fieber, Schüttelfrost.
        • Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000):
          • Rötung des Oberkörpers
        • Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
          • Blasenbildung der Haut, im Mund, an den Augen oder Genitalien - dies können Anzeichen eines sogenannten „Stevens-Johnson-Syndroms" oder einer „toxischen epidermalen Nekrolyse" sein oder eine Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom). DRESS tritt zunächst mit grippeähnlichen Symptomen und Ausschlag im Gesicht auf, gefolgt von großflächigem Ausschlag, hohem Fieber, erhöhten Leberenzymwerten, die bei Blutuntersuchungen festgestellt werden, und einem Anstieg bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie) sowie vergrößerter Lymphknoten.
    • Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eine der oben genannten Nebenwirkungen bemerken.
    • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt - möglicherweise benötigen Sie dringende ärztliche Behandlung.
      • Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000):
        • Schwellung und Blutgerinnselbildung in Venen
        • Atemnot oder keuchende Atmung (Bronchospasmus)
        • Vermehrtes Auftreten von Infektionen - möglicherweise ein Anzeichen für eine Abnahme der Anzahl bestimmter Blutzellen
      • Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
        • Stark verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) - mögliche Anzeichen hierfür sind Fieber, starker Schüttelfrost, Halsschmerzen oder Geschwüre im Mundraum.
        • Niedrige Werte aller Arten von Blutzellen
        • Nierenprobleme oder veränderte Nierenwerte in Kontrolluntersuchungen. Die Häufigkeit oder der Schweregrad von Nierenproblemen kann höher sein, wenn Sie höhere Dosen erhalten.
        • Epileptische Anfälle
    • Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eine der oben genannten Nebenwirkungen bemerken.
    • Andere mögliche Nebenwirkungen
      • Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal:
        • Häufig (1 bis 10 Behandelte von 100):
          • Ausschlag, Hautrötung, Juckreiz
          • Schmerzen
          • Fieber
        • Gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000):
          • Verminderte Anzahl Blutplättchen
          • Anstieg der Leberwerte im Blut
          • Anstieg des Serumkreatinins (Kontrollwert für die Nierenfunktion)
          • Hörverlust, Klingeln in den Ohren oder ein Gefühl, als ob Sie sich selbst oder als ob sich Dinge in Ihrer Umgebung bewegen
          • Krankheitsgefühl oder Unwohlsein (Erbrechen), Durchfall
          • Schwindelgefühl (Benommenheit) oder Kopfschmerz
        • Selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000):
          • Infektion (Abszess)
        • Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
          • Probleme an der Einstichstelle - wie Rötungen der Haut, Schmerzen, Schwellungen
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Teicoplanin200 mgWirkstoff
    TeicoplaninIEk.A.
    Natrium chlorid+Hilfsstoff
    Natrium hydroxid+Hilfsstoff
    Wasser, für Injektionszwecke+Hilfsstoff
    Gesamt Natrium Ion23 mgZusatzangabe
    Gesamt Natrium Ionmmolk.A.

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