CLOPIXOL 25 mg Filmtabletten

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Steckbrief : CLOPIXOL 25 mg Filmtabletten

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  • Allgemeine Produktinformationen

    • Zum Einnehmen.
    • Tabletten nicht im Liegen einnehmen. Nehmen Sie die Tabletten bitte unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein (vorzugsweise ein Glas Trinkwasser).

    Anwendungsgebiete

    • Dies ist ein Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Es enthält als Wirkstoff Zuclopenthixol.
    • Das Präparat wird angewendet zur Behandlung bestimmter Krankheitsbilder bei seelischen Erkrankungen (bestimmte Psychoseformen, Erregungszustände).

    Indikation
    • akute und chronische Schizophrenie
    • Manie
    • psychomotorische Erregungszustände bei geistiger Behinderung
    Art der Anwendung
    • Einnahme der Filmtabletten unzerkaut mit Flüssigkeit
    • Einnahme der Tagesdosis als Einmaldosis abends oder verteilt auf 2 - 3 Einzeldosen
    • die Tabletten sind nicht zur Teilung vorgesehen

    Gegenanzeigen

    • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
      • wenn Sie allergisch gegen Zuclopenthixol oder verwandte Stoffe (Thioxanthene und Phenothiazine, den Substanzklassen, denen Zuclopenthixol zugeordnet wird) oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
      • wenn bei Ihnen eine akute Vergiftung durch Alkohol, Schlafmittel, Schmerzmittel oder Psychopharmaka vorliegt;
      • wenn bei Ihnen ein Kreislaufschock vorliegt;
      • wenn bei Ihnen ein Koma vorliegt;
      • wenn Sie an einem Nebennierentumor (Phäochromozytom) leiden;
      • wenn Ihr Blutbild Veränderungen aufweist;
      • wenn Sie an einer Leistungsverminderung des blutbildenden (hämatopoetischen) Systems leiden.

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Zuclopenthixol - peroral
    • Überempfindlichkeit gegen Zuclopenthixol, andere Thioxanthene oder Phenothiazine
    • akute Intoxikationen mit
      • Alkohol
      • Schlafmitteln
      • Schmerzmitteln
      • Psychopharmaka
    • Kreislaufschock
    • Koma
    • Phäochromozytom
    • Veränderungen des Blutbildes
    • Leistungsverminderung des hämatopoetischen Systems
    • Hinweis
      • vor der Behandlung mit trizyklischen Neuroleptika ist das Blutbild (einschließlich des Differentialblutbildes sowie der Thrombozytenzahl) zu kontrollieren
      • bei pathologischen Blutwerten darf keine Behandlung mit trizyklischen Neuroleptika erfolgen

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen wenn Sie:
        • eine Leber- oder Nierenschädigung haben;
        • an einer schweren Herzkrankheit, besonders klinisch bedeutsamen Herzrhythmusstörungen (z. B. Torsade de Pointes, angeborenes QT-Syndrom) leiden. Eine regelmäßige Überwachung der Herzfunktion wird empfohlen;
        • ein vorgeschädigtes Herz haben. Es können Störungen der Erregungsleitung auftreten. Eine regelmäßige Überwachung der Herzfunktion wird empfohlen;
        • gleichzeitig Arzneimittel, die ebenfalls zu bestimmten EKG-Veränderungen (QT-Intervall-Verlängerung) führen können, einnehmen bzw. solche bei Ihnen angewendet werden. Eine regelmäßige Überwachung der Herzfunktion wird empfohlen;
        • an einem Brusttumor leiden. Dieses Arzneimittel kann zu einer erhöhten Prolaktin-Ausschüttung (ein Hormon, das unter anderem die Milchbildung in der weiblichen Brust beeinflusst) führen. Experimente an Gewebekulturen sprechen dafür, dass etwa ein Drittel menschlicher Brusttumore prolaktinsensitiv sind;
        • einen stark erniedrigten oder erhöhten Blutdruck haben oder es bei Ihnen zu Kreislaufstörungen beim plötzlichen Wechsel vom Liegen zum Stehen kommt;
        • an einer Erkrankung des Gehirns bzw. an organischen Hirnschäden leiden oder bei Ihnen früher einmal Krampfanfälle aufgetreten sind. Es ist zu berücksichtigen, dass Zuclopenthixol die Krampfschwelle herabsetzt. Regelmäßige Kontrollen der Hirnströme (EEG) werden empfohlen. Eine bestehende Therapie der Krampfanfälle sollte während der Behandlung mit dem Präparat nicht unterbrochen werden;
        • an der Parkinsonschen Krankheit leiden;
        • an grünem Star (Glaukom), Harnverhalten oder Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostatahypertrophie) leiden. Das Arzneimittel ist dann vorsichtig zu dosieren, da bestimmte Nebenwirkungen (anticholinerge Wirkungen) von dem Präparat diese Leiden verstärken können;
        • Da das Arzneimittel dazu führen kann, dass Sie empfindlich auf Sonnenbestrahlung reagieren (Photosensibilisierung), sollten Sie während der Behandlung mit dem Präparat mg längere oder starke Sonnenbestrahlung vermeiden.
      • Vor einer Behandlung mit diesem Arzneimittel muss Ihr Arzt das Blutbild (einschließlich eines Differentialblutbildes) sowie die Blutplättchenzahl kontrollieren. Bei stark von der Norm abweichenden Blutwerten darf keine Behandlung mit dem Präparat erfolgen.
      • Außerdem sollte Ihr Arzt während der Behandlung mit diesem Arzneimittel in angemessenen Abständen Blutbild und Leberfunktionswerte kontrollieren.
      • Vor der Behandlung mit dem Präparat und regelmäßig während der Behandlung mit dem Arzneimittel muss Ihr Arzt EKG-Kontrollen (Herzfunktion) durchführen.
      • Niedrige Kalium-Blutspiegel können bestimmte Herzrhythmusstörungen (QT-Intervall-Verlängerung im EKG) begünstigen. Daher wird Ihr Arzt vor Beginn der Therapie den Kalium-Blutspiegel kontrollieren und eventuell einen Kaliummangel (Hypokaliämie) entsprechend ausgleichen.
      • Bei gleichzeitiger Anwendung mit Arzneimitteln, welche den Zuclopenthixol- (Wirkstoff von diesem Präparat) Plasmaspiegel erhöhen können, ist Vorsicht geboten.
      • Patienten mit einer Nieren-, Herzschädigung oder einer Einschränkung der Gehirnfunktion (zerebrale Insuffizienz) zeigen häufiger blutdrucksenkende Reaktionen auf die Gabe von Zuclopenthixol und sollten deshalb sorgfältig überwacht werden.
      • Während einer Langzeitbehandlung mit dem Arzneimittel sollte der Therapieerfolg überwacht werden, um entscheiden zu können, ob eine Reduktion der Erhaltungsdosis angezeigt ist. Dies gilt insbesondere bei hohen Dosierungen.
    • Erhöhte Mortalität bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen
      • Bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein geringer Anstieg in der Anzahl der Todesfälle im Vergleich mit denjenigen, die keine Antipsychotika einnahmen, berichtet.
      • Seien Sie (auch) besonders vorsichtig,
        • wenn Sie ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko oder eine vorübergehende Verringerung der Blutversorgung des Gehirns haben.
        • wenn Sie oder ein Verwandter schon einmal venöse Thrombosen (Blutgerinnsel) hatten, denn derartige Arzneimittel werden mit dem Auftreten von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht.
    • Ältere Menschen
      • Bei älteren Patienten und Patienten mit Vorschädigung des Herzens können Störungen der Erregungsleitung auftreten. Eine regelmäßige Überwachung der Herzfunktion wird empfohlen.
    • Kinder und Jugendliche
      • Dieses Arzneimittel wird nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen empfohlen, da keine ausreichenden wissenschaftlichen Erfahrungen vorliegen.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
      • Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Kraftfahrzeuges setzen, weil möglicherweise während einer Behandlung mit diesem Arzneimittel Müdigkeit auftritt. Ebenfalls kann es zu einem Schwindel- und Schwächegefühl kommen, wodurch Ihr Reaktionsvermögen sowie Ihre Urteilskraft vermindert sind. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie nicht Auto oder andere Fahrzeuge.
      • Sie dürfen keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen bedienen. Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt.
      • Beachten Sie besonders, dass Alkohol Ihre Verkehrstüchtigkeit noch weiter verschlechtert.

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Zuclopenthixol - peroral
    • Zuclopenthixol darf nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei:
      • Leber- und Niereninsuffizienz
      • schweren Herzkrankheiten, besonders klinisch relevanten Herzrhythmusstörgen (z.B. Torsade de Pointes, angeborenes QT-Syndrom)
      • Kombination mit Medikamenten, für die ebenfalls eine mögliche Verlängerung des QTc-Intervalls bekannt ist
      • Mamma-Tumoren, prolaktin-abhängigen Tumoren
        • Neuroleptika führen zu einer erhöhten Prolaktin-Ausschüttung
        • Experimente an Gewebekulturen sprechen dafür, dass etwa ein Drittel menschlicher Brusttumore in vitro prolaktinsensitiv sind
        • obwohl aussagefähige klinische oder epidemiologische Studien noch nicht vorliegen, Vorsicht bei entsprechender Vorgeschichte
      • schwerer Hypotonie und Hypertonie, orthostatischer Dysregulation
      • hirnorganischen Erkrankungen und Krampfanfällen in der Anamnese
        • berücksichtigen, dass Zuclopenthixol die Krampfschwelle herabsetzt
        • regelmäßige EEG-Kontrollen empfohlen
        • bestehende Therapie der Krampfanfälle sollte während der Behandlung mit Zuclopenthixol nicht unterbrochen werden
      • Morbus Parkinson
    • Kontrollen
      • bei Einleitung der Therapie mit Zuclopenthixol sollten in angemessenen Abständen Blutbild und Leberfunktionswerte kontrolliert werden
      • vor der Behandlung mit Zuclopenthixol und regelmäßig während der Therapie EKG-Kontrollen durchführen
      • vor Beginn Serum-Kaliumspiegel kontrollieren und Hypokaliämie entsprechend substituieren
        • niedrige Kalium-Blutspiegel können Verlängerung des QTc-Intervalls begünstigen
    • gleichzeitige Medikation mit Präparaten, welche den Zuclopenthixol-Plasmaspiegel erhöhen können
      • Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung
    • Kinder und Jugendliche
      • Zuclopenthixol nicht empfohlen, da keine ausreichenden wissenschaftlichen Erfahrungen vorliegen
    • ältere Patienten und Patienten mit Vorschädigung des Herzens
      • Störungen der Erregungsleitung möglich
      • regelmäßige Überwachung der Herzfunktion empfohlen
    • Erhöhte Mortalität bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen
      • Daten zweier großer Anwendungsstudien zeigten, dass ältere Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit konventionellen (typischen) Antipsychotika behandelt wurden, einem leicht erhöhten Mortalitätsrisiko im Vergleich zu nicht mit Antipsychotika Behandelten ausgesetzt sind
        • genaue Höhe dieses Risikos kann nicht angegeben werden
        • Ursache für die Risikoerhöhung nicht bekannt
      • im Einzelfall durch den behandelnden Arzt zu prüfen, ob Zuclopenthixol zur Behandlung von Verhaltensstörungen, die mit Demenzerkrankungen zusammenhängen, angewendet werden soll
    • Erhöhtes Risiko für das Auftreten von unerwünschten cerebrovaskulären Ereignissen
      • in randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studien mit an Demenz erkrankten Patienten, die mit einigen atypischen Antipsychotika behandelt wurden, ein etwa um das dreifache erhöhtes Risiko für unerwünschte cerebrovaskuläre Ereignisse beobachtet
        • Mechanismus, der zu dieser Risikoerhöhung führt, unbekannt
        • kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Wirkung auch bei der Anwendung anderer Antipsychotika oder bei anderen Patientengruppen auftritt
      • Vorsicht bei Patienten, die ein erhöhtes Schlaganfallrisiko haben
    • Thromboembolie-Risiko
      • im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika Fälle von venösen Thromboembolien (VTE) berichtet
      • da Patienten, die mit Antipsychotika behandelt werden, häufig erworbene Risikofaktoren für VTE aufweisen, sollten alle möglichen Risikofaktoren für VTE vor und während der Behandlung mit Zuclopenthixol identifiziert und Präventivmaßnahmen ergriffen werden
    • Patienten mit Glaukom, Harnverhalten und Prostatahypertrophie
      • vorsichtige Dosierung aufgrund der anticholinergen Wirkungen von Zuclopenthixol
    • Patienten mit Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz oder cerebraler Insuffizienz
      • zeigen häufiger hypotensive Reaktionen auf Gabe von Zuclopenthixol
      • sollten deshalb sorgfältig überwacht werden
    • Photosensibilisierung
      • wegen möglicher Photosensibilisierung während der Anwendung Sonnenbestrahlung meiden
    • Langzeitbehandlung
      • während einer Langzeitbehandlung sollte der Therapieerfolg überwacht werden, um entscheiden zu können, ob eine Reduktion der Erhaltungsdosis angezeigt ist
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Zuclopenthixol - peroral
    • wegen fehlender Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren darf Zuclopenthixol während der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation nach sorgfältiger NutzenRisiko-Abwägung angewendet werden
    • Thioxanthene sind plazentagängig
    • empfohlen, Neuroleptika in den letzten Schwangerschaftswochen nach Möglichkeit niedrig zu dosieren, um reversible Nebenwirkungen (u.a. cholestatischer Ikterus) bei Neugeborenen zu vermeiden
    • Neugeborene, die während des 3. Trimenons der Schwangerschaft gegenüber Antipsychotika (einschließlich Zuclopenthixol) exponiert sind
      • sind durch Nebenwirkungen einschließlich extrapyramidaler Symptome und/oder Entzugserscheinungen gefährdet, deren Schwere und Dauer nach der Entbindung variieren können
      • Berichte über Agitiertheit, erhöhten oder erniedrigten Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme
      • Neugeborene sollten sorgfältig überwacht
    • tierexperimentelle Studien
      • Reproduktionsstudien bei Tieren haben keine Hinweise für Embryotoxizität oder Teratogenität gezeigt
      • in einer peri/postnatalen Studie mit Ratten führten Dosierungen von 5 und 15 mg / kg KG / Tag zu einer Erhöhung der Totgeburtenrate, einer Verminderung der Überlebensrate der Jungtiere und einer Entwicklungsverzögerung der Jungtiere
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Zuclopenthixol - peroral
    • Zuclopenthixol wird in die Muttermilch ausgeschieden (Milch/Plasmaverhältnis 1 : 3)
    • unzureichende Erfahrungen mit der Anwendung in der Stillzeit
    • während der Behandlung sollte nicht gestillt werden

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
      • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
      • Bei gleichzeitiger Anwendung von diesem Präparat mit Schmerzmitteln, Schlafmitteln, Beruhigungsmitteln oder anderen, das zentrale Nervensystem dämpfenden Medikamenten kann es zu verstärkter Müdigkeit, zu Benommenheit und Atemstörungen kommen.
      • Durch die gleichzeitige Einnahme von Carbamazepin (Wirkstoff zur Behandlung von Krampfanfällen), Phenobarbital (Wirkstoff zur Behandlung von Krampfanfällen bzw. Schlaflosigkeit), Diphenylhydantoin (Wirkstoff zur Behandlung von Krampfanfällen und Herzrhythmusstörungen) oder Rifampicin (Wirkstoff zur Behandlung der Tuberkulose), Griseofulvin (Wirkstoff zur Behandlung von Pilzerkrankungen), Doxycyclin (Antibiotikum) sowie durch Rauchen kann der Blutspiegel von Zuclopenthixol durch schnelleren Substanzabbau erniedrigt werden.
      • Die Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten kann bei gleichzeitiger Anwendung von disem Arzneimittel verstärkt werden, während die blutdrucksenkende Wirkung von Guanethidin, Clonidin und alpha-Methyldopa (spezielle bluthochdrucksenkende Mittel) abgeschwächt werden kann.
      • Bei gleichzeitiger Gabe von diesem Arzneimittel und Propranolol (Betablocker zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen oder leichtem Bluthochdruck), Chloramphenicol (Antibiotikum) oder Ovulationshemmern („Anti-Baby-Pille") können sich die Plasmaspiegel beider Medikamente erhöhen.
      • Bei gleichzeitiger Behandlung mit Dopaminagonisten (z. B. Levodopa, Wirkstoff zur Behandlung der Parkinsonschen Krankheit) kann die Wirkung des Dopaminagonisten abgeschwächt werden.
      • Bei gleichzeitiger Anwendung von Pentetrazol (Mittel gegen niedrigen Blutdruck) kann es zur Auslösung von Krampfanfällen kommen.
      • Die schwachen anticholinergen, das vegetative oder unwillkürliche Nervensystem betreffenden Wirkungen von diesem Präparat können durch Anticholinergika oder andere Medikamente mit anticholinergen Wirkungen verstärkt werden. Dadurch kann es zu Mundtrockenheit, verschwommenem Sehen, Verwirrtheit, Darmträgheit und Harnverhalten kommen.
      • Durch anticholinerge Antiparkinsonmittel wie Biperiden kann die Wirkung von diesem Arzneimittel abgeschwächt werden.
      • Die gleichzeitige Behandlung mit Piperazin-haltigen Wurmmitteln und dem Magen-Darm-Mittel Metoclopramid führt zu einem erhöhten Risiko von Störungen des Bewegungsablaufs.
      • Das Präparat kann die Verstoffwechselung bestimmter Antidepressiva verändern, was zu erhöhten Plasmakonzentrationen führt. Die sich daraus ergebenden klinischen Wirkungen sind nicht vorhersehbar. Vorsicht ist auch bei der Kombination mit MAO-Hemmern geboten.
      • Bei gleichzeitiger Gabe von Lithium (Wirkstoff, der bei bestimmten psychotischen Erkrankungen, den Manien, gegeben wird) kann es sehr selten zu Vergiftungssymptomen des Nervensystems mit Bewusstseinsstörungen und Körpertemperaturerhöhung kommen. Außerdem kann die gleichzeitige Einnahme von Lithium vermehrt zu extrapyramidalmotorischen Störungen, Müdigkeit, Zittern und Mundtrockenheit führen.
      • Epinephrin (Adrenalin, ein Mittel zur Behandlung einer akuten Herzschwäche) sollte nicht zusammen mit diesem Präparat verabreicht werden (Gefäßerweiterung, Blutdruckabfall, beschleunigte Herzfrequenz).
      • Dieses Arzneimittel kann in Verbindung mit Polypeptidantibiotika (z. B. Capreomycin, Colistin, Polymyxin B) eine zentrale Atemstörung verstärken.
      • Wegen der durch das Präparat hervorgerufenen Prolaktinerhöhung (Hormon) kann die Reaktion auf die Anwendung von Gonadorelin (Wirkstoff zur Diagnostik bzw. Behandlung von bestimmten Hormonstörungen) abgeschwächt werden.
      • Wenn Patienten, die dieses Arzneimittel erhalten haben, operiert werden, muss sorgfältig auf einen eventuellen Blutdruckabfall geachtet werden. Die Dosis des Narkosemittels bzw. von Stoffen, die das Nervensystem dämpfen, ist unter Umständen zu verringern.
      • Unter der Behandlung mit diesem Präparat kann das Ergebnis eines Schwangerschaftstests verfälscht sein (falsch positives Ergebnis).
      • Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das sogenannte QT-Intervall im EKG verlängern (z. B. Mittel gegen Herzrhythmusstörungen [Antiarrhythmika Klasse IA oder III] oder bestimmte Antibiotika wie z. B. Erythromycin, Malariamittel, einige Mittel gegen Allergien [Antihistaminika], Mittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen [bestimmte Neuroleptika oder Antidepressiva]), sollte vermieden werden.
      • Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für bis vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
    • Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
      • Vermeiden Sie es während der Behandlung mit dem Arzneimittel Alkohol zu sich zu nehmen, da dies zu einer Verstärkung der Alkoholwirkung und der Wirkung von dem Präparat sowie zu einer Blutdrucksenkung führen kann.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    schwerwiegend Clozapin / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
    CYP2D6-Substrate / Artemether, Lumefantrin
    Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential / Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential
    Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential / Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential
    Hydroxyzin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    mittelschwer Dopamin-Agonisten / Neuroleptika
    Ethanol / Neuroleptika
    Levodopa / Neuroleptika
    Neuroleptika / Lithium
    Antidepressiva, tri- und tetrazyklische / Neuroleptika
    Neuroleptika / Anticholinergika
    Neuroleptika / Tetrabenazin
    Neuroleptika / Dopamin-Antagonisten
    Bupropion / Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
    Loxapin / Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
    Aminochinoline / Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
    Amifampridin / Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
    CYP2D6-Substrate / Mirabegron
    Photochemotherapeutika / Phenothiazine
    Stoffe mit photosensibilisierenden Effekten / Methoxsalen
    Opioide / Neuroleptika
    Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können / Tramadol
    Padeliporfin / Stoffe mit photosensibilisierenden Effekten
    Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
    CYP2D6-Substrate / Dacomitinib
    CYP2D6-Substrate / Givosiran
    Ajmalin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    Fluphenazin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    Efbemalenograstim alfa / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
    Kontrastmittel, iodhaltige / Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
    Benzodiazepine / Neuroleptika
    geringfügig Amifampridin / Neuroleptika
    Guanfacin / Neuroleptika
    ACE-Hemmer / Neuroleptika
    ZNS-Stimulanzien / Neuroleptika
    CYP2D6-Substrate / Abirateron
    Diuretika / Neuroleptika
    Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können / Sympathomimetika
    Neuroleptika / Tizanidin
    Angiotensin-II-Antagonisten / Neuroleptika
    Neuroleptika / COX-2-Hemmer
    CYP2D6-Substrate / Interferon alpha
    Eszopiclon / Neuroleptika
    CYP2D6-Substrate / Sotorasib
    QT-Info (Produktinformation) / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    CYP2C9-, CYP2C19-, CYP2D6- und CYP3A4/5-Substrate / Sirolimus, extern
    Thalidomid / Stoffe, sedierende
    Amlodipin / Neuroleptika

    Warnhinweise

    • Schwangerschaft
      • Es liegen keine ausreichenden Daten und Erfahrungen vor, die die Sicherheit der Anwendung von dem Arzneimittel in der Schwangerschaft belegen. Das Präparat sollte während der Schwangerschaft, insbesondere im letzten Schwangerschaftsdrittel, nur angewendet werden, wenn Ihr Arzt die Behandlung nach einer sorgfältigen Bewertung von Nutzen und Risiko für erforderlich hält.
      • Bei neugeborenen Babys von Müttern, die dieses Arzneimittel im letzten Trimenon (letzte drei Monate der Schwangerschaft) einnahmen, können folgende Symptome auftreten: Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen. Wenn Ihr Baby eines dieser Symptome entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.
    • Stillzeit
      • Da der Wirkstoff von dem Arzneimittel in die Muttermilch übergeht, sollten Sie bei notwendiger Behandlung nicht stillen.
    • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

    Mit Flüssigkeit einnehmen.Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

    Dosierungsanleitung

    • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
    • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
      • Dies ist ein Arzneimittel, dessen Verabreichungsmenge je nach Art und Schwere der Erkrankung für den einzelnen Patienten in sehr unterschiedlicher Höhe festzusetzen ist. Während einer Langzeitbehandlung mit dem Präparat sollte der Therapieerfolg überwacht werden, um entscheiden zu können, ob eine Reduktion der Erhaltungsdosis angezeigt ist. Dies gilt insbesondere bei hohen Dosierungen. Die folgenden Angaben sind deshalb Durchschnittswerte und gelten nur, soweit das Arzneimittel von Ihrem Arzt nicht anders verordnet wurde.
      • Bei Erwachsenen wird eine durchschnittliche Dosierung bei Psychosen von 1 - 2 Filmtabletten (25 - 50 mg Zuclopenthixol) täglich empfohlen. Bei Bedarf ist eine Steigerung nach 2 bis 3 Tagen auf eine Dosis von 3 Filmtabletten (75 mg Zuclopenthixol) täglich möglich.
      • Eine höhere Dosierung kann jedoch nötig sein.
      • Als Erhaltungsdosis bei chronischen Verläufen 1 bis 2 Filmtabletten Zuclopenthixol (25 bis 50 mg Zuclopenthixol) täglich.
      • Zur Behandlung von Erregungszuständen werden 1 - 2 Filmtabletten (25 bis 50 mg Zuclopenthixol) täglich empfohlen.
      • Die Tagesdosis kann auf Anweisung des Arztes als Einmaldosis abends eingenommen oder auf 2 bis 3 Einzeldosen verteilt werden.
      • Es gibt keine Erfahrungen bei Kindern.

     

    • Dauer der Anwendung
      • Über die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr Arzt.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

     

    • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
      • Bei Überdosierung kann es zu Müdigkeit, Blutdruckabfall, erhöhter Herzschlagfolge, Muskelverkrampfungen, Gangunsicherheit und Desorientiertheit kommen. In der Regel ist mit einer vollständigen Rückbildung der Beschwerden nach wenigen Tagen zu rechnen. Verständigen Sie jedoch sofort Ihren Arzt, der Ihnen ein geeignetes Gegenmittel verabreichen kann.

     

    • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
      • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.
      • Beachten Sie aber bitte, dass das Arzneimittel nur sicher und ausreichend wirken kann, wenn es regelmäßig eingenommen wird.

     

    • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
      • Besprechen Sie bei unangenehmen Nebenwirkungen bitte unverzüglich mit Ihrem Arzt, welche Gegenmaßnahmen es gibt und ob andere Arzneimittel für die Behandlung in Frage kommen.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

    Dosierung
    • psychomotorische Erregungszustände bei geistiger Behinderung
      • Dosierung richtet sich individuell nach Art und Schwere der Erkrankung sowie nach der Ansprechbarkeit des Patienten
      • empfohlene durchschnittliche Dosierung
        • 1 - 2 Filmtabletten (25 - 50 mg Zuclopenthixol) / Tag
          • als Einmaldosis abends oder verteilt auf 2 Einzeldosen
      • Langzeitbehandlung
        • Überwachung des Therapieerfolgs und ggf. Reduktion der Erhaltungsdosis
    • akute und chronische Schizophrenie; Manie
      • Dosierung richtet sich individuell nach Art und Schwere der Erkrankung sowie nach der Ansprechbarkeit des Patienten
      • empfohlene durchschnittliche Dosierung
        • 1 - 2 Filmtabletten (25 - 50 mg Zuclopenthixol) / Tag
          • als Einmaldosis abends oder ggf. verteilt auf 2 Einzeldosen
      • Dosissteigerung bei Bedarf
        • nach 2 - 3 Tagen auf bis zu 3 Filmtabletten (75 mg Zuclopenthixol / Tag) und höher
      • Erhaltungsdosis bei chronischen Verläufen
        • 1 - 2 Filmtabletten (25 - 50 mg Zuclopenthixol) / Tag
          • als Einmaldosis abends oder ggf. verteilt auf 2 Einzeldosen
      • Langzeitbehandlung
        • Überwachung des Therapieerfolgs und ggf. Reduktion der Erhaltungsdosis
    Dosisanpassung
    • Kinder und Jugendliche
      • Anwendung nicht empfohlen, da keine ausreichenden wissenschaftlichen Erfahrungen vorliegen
    • ältere Patienten
      • Störungen der Erregungsleitung können auftreten
      • regelmäßige Überwachung der Herzfunktion empfohlen
    • Patienten mit Niereninsuffizienz
      • Anwendung unter sorgfältiger Überwachung und mit besonderer Vorsicht
      • häufiger hypotensive Reaktionen auf Gabe von Zuclopenthixol
    • Patienten mit Leberinsuffizienz
      • Anwendung unter sorgfältiger Überwachung und mit besonderer Vorsicht
      • bei Therapieeinleitung sollten Leberfunktionswerte sorgfältig überwacht werden

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
      • Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
      • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
      • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
      • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
      • Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
      • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
    • Mögliche Nebenwirkungen
      • Die meisten Nebenwirkungen sind dosisabhängig. Häufigkeit und Schwere der Nebenwirkungen sind in der frühen Behandlungsphase am stärksten ausgeprägt und nehmen in der Regel während der Weiterbehandlung ab.
      • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
        • Selten: Blutzellzahlabnahmeschäden bei Laboruntersuchungen (Leukopenie, Neutropenie, Thrombopenie, Agranulozytose). Daher sollten Sie der Aufforderung Ihres Arztes, sich zu den erforderlichen Blutbildkontrollen einzufinden, unbedingt nachkommen.
        • Sehr selten: Bestimmte Störungen im Blutbild bei Laboruntersuchung (Eosinophilie, Panzytopenie)
      • Erkrankungen des Nervensystems
        • Sehr häufig: Muskelverspannungen und Störungen des Bewegungsablaufs (z. B. Zungen-Schlund-Krämpfe, Schiefhals, Kiefermuskelkrämpfe, Blickkrämpfe, Versteifung der Rückenmuskulatur), Störungen ähnlich denen bei der Parkinsonschen Erkrankung (Zittern, Steifheit, Bewegungslosigkeit, übermäßiger Speichelfluss), Zittern, Bewegungsdrang und Unfähigkeit, sitzen zu bleiben, Müdigkeit (insbesondere zu Beginn der Behandlung), Unruhe, Bewegungsarmut, Schwindel. In diesen Fällen kann der Arzt die Dosis verringern und/oder auch ein Gegenmittel verabreichen, das diesen Nebenwirkungen sofort entgegenwirkt.
        • Häufig: Erregung, Depression, Kopfschmerzen, Störungen der Bewegungen und Muskelspannung, Hautkribbeln, Aufmerksamkeitsstörungen, Gedächtnisstörungen, Gangstörungen, Schlaflosigkeit, Angst, anormale Träume
        • Gelegentlich: Krampfanfälle, Bewegungsstörungen sowie abnormale Körperhaltungen, gesteigerte Reflexe bei der Untersuchung, Koordinationsstörungen, Sprachstörungen, Teilnahmslosigkeit, Albträume, verringerte Muskelspannung, Migräne, Zeichen von Erregung und Verwirrtheit, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter anderer Wirkstoffe (anticholinerg wirksamer Substanzen)
        • Selten: Benommenheit, Schläfrigkeit und Teilnahmslosigkeit (Lethargie), Verstärkung der ursprünglichen psychischen Krankheitssymptome
        • Sehr selten: Wasseransammlung im Gewebe (Ödem) des Gehirns, lebensbedrohlicher Zustand mit hohem Fieber, Muskelstarre und Störungen des vegetativen Nervensystems (z. B. Herzjagen, Blutdruckänderungen, Bewusstlosigkeit), der das sofortige Absetzen der Medikation erfordert.
      • Augenerkrankungen
        • Sehr häufig: Störungen der Fähigkeit des Auges zur Scharfeinstellung (Akkommodationsstörungen)
        • Häufig: Erhöhung des Augeninnendrucks, gestörtes Sehvermögen
        • Selten: Pigmenteinlagerungen in Hornhaut und Linsen des Auges
      • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
        • Häufig: Kreislaufstörungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Dysregulation)
        • Gelegentlich: gesteigerte Schallempfindlichkeit, Tinnitus
      • Herzerkrankungen
        • Häufig: Beschleunigung des Herzschlags, Veränderungen auf Elektrokardiogramm (Aufzeichnung der Aktivität der Herzmuskeln), Herzklopfen
        • Selten: Verlängerung der sog. QT-Zeit auf Elektrokardiogramm (EKG)
      • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
        • Häufig: Schweres Atmen, Gefühl verstopfter Nase
        • Sehr selten: Asthma, Lungenentzündung, Wasseransammlung im Gewebe des Kehlkopfs
      • Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
        • Sehr häufig: Mundtrockenheit
        • Häufig: Verstopfungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verdauungsstörungen
        • Gelegentlich: Bauchschmerzen, Blähungen
        • Sehr selten: Lebensbedrohliche Darmlähmung
      • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
        • Häufig: Störungen beim Wasserlassen, Harnverhalt, erhöhte Urinausscheidung
      • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
        • Häufig: Hautreaktionen (z. B. Juckreiz, entzündliche Hautreaktionen, Pigmentstörungen, gesteigerte Talgproduktion, kleinflächige Einblutungen in die Haut), Lichtempfindlichkeit (direkte Sonneneinstrahlung meiden!), übermäßige Schweißproduktion
      • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
        • Häufig: Muskelschmerzen
      • Endokrine Erkrankungen
        • Selten: Erhöhung des Prolaktinspiegels (Prolaktin: ein Hormon, das Einfluss auf das Wachstum der Brustdrüse und die Milchproduktion während der Schwangerschaft und Stillen haben kann)
      • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
        • Häufig: Gewichtszunahme, Appetitzunahme, Appetitverlust
        • Gelegentlich: Gewichtsverlust
        • Selten: Erhöhung des Blutzuckers, verminderte Glukosetoleranz im Labortest, Erhöhung der Blutfettwerte
      • Gefäßerkrankungen
        • Häufig: Blutdruckerniedrigung
        • Gelegentlich: Hitzewallungen
        • Nicht bekannt: Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und Rötungen der Beine), die möglicherweise über die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen können. Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich beobachten, holen Sie bitte unverzüglich ärztlichen Rat ein.
      • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
        • Häufig: Schwächegefühl, Unwohlsein, Schmerzen
        • Gelegentlich: Durst, starke Schwankungen der Körpertemperatur
      • Erkrankungen des Immunsystems
        • Selten: Anaphylaktische Reaktion, allergische Reaktionen
        • Sehr selten: Lupus-erythematodes-ähnliche Syndrome (Hautveränderungen)
      • Leber- und Gallenerkrankungen
        • Gelegentlich: Leberfunktionsstörungen
        • Selten: Abflussstörungen der Galle, Gelbsucht
        • Sehr selten: Änderungen der Leberwerte bei Laboruntersuchungen, bedingt durch den gestörten Abfluss von Galle
      • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
        • Häufig: Störungen der Regelblutung, sexuelle Funktionsstörungen
        • Gelegentlich: trockene Scheide
        • Selten: Absonderung von Milch aus der Brust ohne Stillen, Vergrößerung der Brustdrüsen beim Mann, Priapismus (eine behandlungsbedürftige Dauererektion des Penis)
      • Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
        • Nicht bekannt: Arzneimittelentzugserscheinungen bei Neugeborenen
    • Plötzliches Absetzen von diesem Arzneimittel kann Entzugserscheinungen hervorrufen. Die häufigsten Anzeichen sind Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durchfall, eine laufende Nase (Rhinorrhoe), Schwitzen, Muskelschmerzen, Hautkribbeln (Parästhesie), Schlaflosigkeit, Unruhe, Angst und gesteigerter Bewegungsdrang. Ferner kann es zu Schwindel, wechselndem Wärme- und Kältegefühl sowie Tremor kommen. Die Symptome beginnen im Allgemeinen 1 - 4 Tage nach dem Absetzen des Medikamentes und klingen innerhalb von 7 - 14 Tagen ab.
    • Gegenmaßnahmen
      • Bei Auftreten entzündlicher Erscheinungen im Mund- und Rachenraum, bei Fieber sowie bei grippalen Infekten sollten Sie Ihren Arzt umgehend informieren, da es sich hierbei um Hinweise auf das Auftreten der selten vorkommenden Blutzellschäden handeln kann.
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Zuclopenthixol - peroral
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Leukopenie
        • Neutropenie
        • Thrombopenie
        • Agranulozytose
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Eosinophilie
        • Panzytopenie
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • anaphylaktische Reaktion
        • Allergie
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Lupus-erythematodes-ähnliche Syndrome
    • Endokrine Erkrankungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Hyperprolaktinämie
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Gewichtszunahme
        • Appetitzunahme
        • Anorexie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Gewichtsverlust
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Hyperglykämie
        • verminderte Glucosetoleranz
        • Hyperlipidämie
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • extrapyramidalmotorische Nebenwirkungen wie Frühdyskinesien (Zungen-Schlundkrämpfe, Schiefhals, Kiefermuskelkrämpfe, Blickkrämpfe, Versteifung der Rückenmuskulatur)
        • Parkinsonsyndrom (Hypomimie, Tremor, Rigor, Akinesie, Hypersalivation)
        • Tremor
        • Akathisie
        • Müdigkeit
        • Unruhe
        • Hypokinese
        • Schwindel
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Erregung
        • Depression
        • Kopfschmerzen
        • Dystonie
        • Parästhesie
        • Aufmerksamkeitsstörungen
        • Amnesie
        • Gangstörungen
        • Insomnie
        • Angst
        • anormale Träume
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • cerebrale Krampfanfälle
        • Spätdyskinesien
        • Hyperreflexie
        • Dyskinesie
        • Ataxie
        • Sprachstörungen
        • Apathie
        • Albträume
        • Hypotonie (herabgesetzter Muskeltonus)
        • Migräne
        • Zeichen von Erregung und Verwirrtheit, insbesondere unter Kombination mit anticholinerg wirksamen Substanzen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Benommenheit
        • Lethargie
        • Exazerbation psychotischer Symptome
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Hirnödem
        • lebensbedrohliches malignes neuroleptisches Syndrom (Fieber über 40°C, Muskelstarre und vegetative Entgleisung)
          • sofortiges Absetzen der Medikation erforderlich
    • Augenerkrankungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Akkommodationsstörungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Erhöhung des Augeninnendrucks
        • gestörtes Sehvermögen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Pigmenteinlagerungen in Kornea und Linse
    • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • orthostatische Dysregulation
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hyperakusis
        • Tinnitus
    • Herzerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Tachykardie
        • EKG-Veränderungen
        • Palpitationen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • QT-Zeit-Verlängerung
    • Gefäßerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Blutdruckerniedrigung
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hitzewallungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Thromboembolien (einschließlich Fällen von Lungenembolie und Fällen von tiefer Venenthrombose)
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Dyspnoe
        • Gefühl verstopfter Nase
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Asthma
        • Bronchopneumonie
        • Larynxödem
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Mundtrockenheit
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Obstipation
        • Übelkeit
        • Erbrechen
        • Diarrhoe
        • Dyspepsie
      • gelegentlich
        • Abdominalschmerzen
        • Flatulenz
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • lebensbedrohlicher paralytischer Ileus
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Leberfunktionsstörungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Abflussstörungen der Galle
        • Gelbsucht
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • cholestatische Hepatitis
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hautreaktionen (z.B. Pruritus, Dermatitis, Pigmentstörungen, Seborrhoe, Purpura)
        • Photosensibilität (direkte Sonneneinstrahlung meiden)
        • Hyperhidrose
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Myalgie
    • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Miktionsstörungen
        • Harnretention
        • Polyurie
    • Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Arzneimittelentzugssyndrom des Neugeborenen
    • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Menstruationsstörungen
        • sexuelle Funktionsstörungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • erektile Dysfunktion
        • vulvovaginale Trockenheit
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Galaktorrhoe
        • Gynäkomastie
        • Priapismus
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Asthenie
        • Unwohlsein
        • Schmerzen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Durst
        • Regulationsstörungen der Körpertemperatur
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • plötzliches Absetzen von Zuclopenthixol kann zu Absetzerscheinungen führen
          • häufigste Symptome sind
            • Übelkeit
            • Erbrechen
            • Anorexie
            • Diarrhoe
            • Rhinorrhoe
            • Schwitzen
            • Myalgien
            • Paraesthesie
            • Insomnie
            • Unruhe
            • Angst
            • Agitiertheit
            • Schwindel
            • wechselndes Wärme- und Kältegefühl
            • Tremor
          • Symptome beginnen im Allgemeinen 1 - 4 Tage nach dem Absetzen und klingen innerhalb von 7 - 14 Tagen ab
    • Hinweis
      • Patient sollte darauf hingewiesen werden, bei Auftreten entzündlicher Erscheinungen im Mund- und Rachenraum, bei Fieber sowie bei grippalen Infekten den Arzt umgehend zu informieren, da es sich hierbei um Hinweise auf das Auftreten der selten vorkommenden Nebenwirkungen wie Leukopenie, Thrombopenie, Eosinophilie, Panzytopenie und Agranulozytose handeln kann

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Zuclopenthixol dihydrochlorid29.8 mgWirkstoff
    Zuclopenthixol25 mgk.A.
    Cellulose, mikrokristallin+Hilfsstoff
    Copovidon+Hilfsstoff
    Eisen (III) oxid+Hilfsstoff
    Glycerol+Hilfsstoff
    Hypromellose+Hilfsstoff
    Lactose 1-Wasser+Hilfsstoff
    Macrogol 4000+Hilfsstoff
    Magnesium stearat+Hilfsstoff
    Maisstärke+Hilfsstoff
    Rizinusöl, hydriert+Hilfsstoff
    Talkum+Hilfsstoff
    Titan dioxid+Hilfsstoff

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