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Allgemeine Produktinformationen
- Nehmen Sie die Tablette im Ganzen mit etwas Wasser ein.
Anwendungsgebiete
- Das Arzneimittel ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Oxazolidinone. Es wirkt, indem es das Wachstum bestimmter Bakterien (Krankheitskeime), die Infektionen verursachen, hemmt. Es wird zur Behandlung von Lungenentzündung und von bestimmten Infektionen in oder unter der Haut eingesetzt. Ihr Arzt hat entschieden, dass das Arzneimittel zur Behandlung Ihrer Infektion geeignet ist.
Indikation- Erwachsene
- nosokomiale Pneumonie, ambulant erworbene Pneumonie durch empfindliche grampositive Erreger
- Ergebnisse von mikrobiologischen Tests oder Informationen zur Prävalenz antibiotikaresistenter grampositiver Mikroorganismen berücksichtigen
- nicht wirksam bei Infektionen durch gramnegative Erreger
- bei Nachweis von oder Verdacht auf gramnegative Erreger: gleichzeitig spezifische Therapie gegen gramnegative Erreger einleiten
- schwere Haut-und Weichteilinfektionen durch mikrobiologisch nachgewiesene empfindliche grampositive Erreger
- nicht wirksam bei Infektionen durch gramnegative Erreger
- bei Patienten mit schweren Haut- und Weichteilinfektionen und gleichzeitigem Nachweis von oder Verdacht auf eine begleitende Infektion durch gramnegative Erreger:
- Anwendung nur beim Fehlen alternativer Therapieoptionen (unter diesen Umständen muss gleichzeitig eine Therapie gegen gramnegative Erreger eingeleitet werden)
- nosokomiale Pneumonie, ambulant erworbene Pneumonie durch empfindliche grampositive Erreger
- Hinweise
- Behandlung mit Linezolid nur im Klinikumfeld und unter Berücksichtigung der Empfehlungen eines entsprechenden Experten, wie beispielsweise eines Mikrobiologen oder eines Spezialisten für Infektionskrankheiten
- offizielle Empfehlungen zum angemessenen Gebrauch von Antibiotika berücksichtigen
- zur oralen Anwendung
- Einnahme der Filmtabletten unabhängig von den Mahlzeiten
Gegenanzeigen
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Linezolid oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie Arzneimittel einnehmen oder innerhalb der letzten 2 Wochen eingenommen haben, die man als Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer, z. B. Phenelzin, Isocarboxazid, Selegilin, Moclobemid) bezeichnet. Diese Arzneimittel können zur Behandlung von Depressionen oder der Parkinson-Krankheit eingesetzt werden.
- wenn Sie stillen, da das Arzneimittel in die Muttermilch übergeht und den Säugling beeinträchtigen kann.
Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Linezolid - peroral- Überempfindlichkeit gegen Linezolid
- Linezolid sollte bei Patienten, die ein Arzneimittel, das die Monoaminooxidase A oder B hemmt (z.B. Phenelzin, Isocarboxazid, Selegilin, Moclobemid), einnehmen oder innerhalb der letzten 2 Wochen eingenommen haben, nicht angewendet werden
- Linezolid sollte bei Patienten mit folgender zugrunde liegender klinischer Symptomatik oder unter folgenden Begleitmedikationen nicht angewendet werden, es sei denn, es liegen Möglichkeiten zur genauen Beobachtung und zur Kontrolle des Blutdrucks vor:
- Patienten mit unkontrollierter Hypertonie, Phäochromozytom, Karzinoid, Thyreotoxikose, bipolarer Depression, schizoaffektiver Psychose, akuten Verwirrtheitszuständen
- Patienten, die eines der folgenden Arzneimittel einnehmen: Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, trizyklische Antidepressiva, Serotonin-5HT1-Rezeptor-Agonisten (Triptane), direkt oder indirekt wirkende Sympathomimetika (einschließlich adrenerger Bronchodilatatoren, Pseudoephedrin und Phenylpropanolamin), vasopressorische Mittel (z.B. Adrenalin, Noradrenalin), dopaminerge Mittel (z.B. Dopamin, Dobutamin), Pethidin oder Buspiron
- Stillen soll vor Beginn der Therapie beendet und während der Therapie sollte nicht gestillt werden
- Tierversuche deuten darauf hin, dass Linezolid und seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen können
Vorsichtsmaßnahmen
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie dieses Präparat einnehmen.
- Das Arzneimittel kann für Sie nicht geeignet sein, wenn Sie eine der nachfolgenden Fragen mit „Ja" beantworten. Besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt, da dieser dann vor und während Ihrer Behandlung Ihren Gesundheitszustand und den Blutdruck überprüfen muss oder möglicherweise auch entscheidet, dass eine andere Behandlung für Sie besser geeignet ist.
- Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, ob diese Fragen auf Sie zutreffen.
- Leiden Sie an hohem Blutdruck (unabhängig davon, ob Sie dagegen Arzneimittel einnehmen oder nicht)?
- Wurde bei Ihnen eine Überfunktion der Schilddrüse festgestellt?
- Leiden Sie an einem Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom) oder an einem Karzinoid-Syndrom (ausgelöst durch Tumore des Hormonsystems mit Beschwerden wie Durchfall, Hautrötung oder pfeifender Atmung)?
- Leiden Sie an manischer Depression, schizoaffektiver Psychose, Verwirrtheit oder an anderen seelischen Problemen?
- Hatten Sie in der Vergangenheit eine Hyponatriämie (niedrige Natriumspiegel im Blut), oder nehmen Sie Arzneimittel zur Senkung des Natriumspiegels im Blut ein, beispielsweise Diuretika (auch als „Wassertabletten" bezeichnet), wie z. B. Hydrochlorothiazid?
- Nehmen Sie Opioide ein?
- Die gleichzeitige Anwendung bestimmter Arzneimittel mit diesem Präparat, einschließlich Antidepressiva und Opioiden, kann zum Serotonin-Syndrom führen, einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung.
- Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen, wenn Sie
- älter sind,
- leicht einen Bluterguss bekommen oder bluten,
- an Blutarmut (niedrige Anzahl roter Blutkörperchen) leiden,
- zu Infektionen neigen,
- in der Vergangenheit einmal Krampfanfälle hatten,
- an Leber- oder Nierenproblemen leiden, besonders wenn Sie mit der Dialyse behandelt werden,
- an Durchfall leiden.
- Sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt, wenn es bei Ihnen während der Behandlung zu folgenden Erscheinungen kommt:
- Probleme mit Ihren Augen, wie z. B. verschwommenes Sehen, Veränderungen im Farbsehen, Schwierigkeiten, Details zu erkennen, oder wenn Ihr Sehfeld eingeschränkt ist.
- Verlust der Empfindlichkeit in den Armen oder Beinen oder Kribbeln oder Stechen in den Armen oder Beinen.
- Während oder nach der Anwendung von Antibiotika, einschließlich diesem, kann es bei Ihnen zu Durchfall kommen. Wenn dieser sich verstärkt oder länger anhält oder wenn Sie einen blutigen oder schleimigen Stuhlgang haben, sollten Sie sofort die Anwendung abbrechen und Ihren Arzt aufsuchen. In dieser Situation sollten Sie keine Arzneimittel einnehmen, die die Darmbewegungen unterbinden oder vermindern.
- Wiederholte Übelkeit oder Erbrechen, Bauchschmerzen oder schnelles Atmen.
- Unerklärliche Muskelschmerzen, Druckschmerz oder Schwäche und/ oder dunkler Urin. Dies können Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung namens Rhabdomyolyse (Zerfall von Muskelfasern) sein, die zu Nierenschäden führen kann.
- Krankheitsgefühl und Unwohlsein mit Muskelschwäche, Kopfschmerzen, Verwirrtheit und eingeschränktem Erinnerungsvermögen, das auf eine Hyponatriämie (niedrige Natriumspiegel im Blut) hindeuten kann.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen, wenn Sie
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Unter diesem Arzneimittel können Sie sich schwindelig fühlen oder es kann zu Sehstörungen kommen. Fahren Sie in diesem Fall kein Auto und bedienen Sie keine Maschine. Denken Sie daran, dass Ihre Fähigkeit, ein Kraftfahrzeug zu lenken oder eine Maschine zu bedienen, beeinträchtigt sein kann, wenn Sie sich nicht wohlfühlen.
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Linezolid - peroral- Myelosuppression
- Berichte über eine Myelosuppression (einschließlich Anämie, Leukopenie, Panzytopenie und Thrombozytopenie) bei einigen Patienten unter der Anwendung von Linezolid
- bei Fällen mit bekanntem Ausgang, stiegen die betreffenden hämatologischen Parameter nach Absetzen von Linezolid wieder auf Höhe der Ausgangswerte
- Risiko dieser Nebenwirkung möglicherweise abhängig von der Behandlungsdauer
- Ältere Patienten haben möglicherweise ein höheres Risiko, Blutdyskrasien zu entwickeln, als jüngere Patienten
- bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (mit oder ohne Dialyse) kann Thrombozytopenie häufiger auftreten
- genaue Blutbildkontrolle bei folgenden Patienten (Gabe von Linezolid an diese Patienten nur empfohlen, wenn Hämoglobinwerte, Blutbild und Thrombozytenzahl genau kontrolliert werden können):
- Patienten mit vorbestehender Anämie, Granulozytopenie oder Thrombozytopenie
- Patienten unter Begleitmedikationen, die den Hämoglobinspiegel, die Blutzellzahl, Thrombozytenzahl oder -funktion mindern können
- Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz oder mit einer Linezolid-Therapie von mehr als 10 - 14 Tagen
- bei Auftreten einer signifikanten Myelosuppression sollte die Therapie abgebrochen werden, falls nicht eine unbedingte Notwendigkeit besteht, sie fortzuführen
- in diesen Fällen sollten eine intensive Kontrolle des Blutbilds erfolgen und geeignete Maßnahmenkataloge festgelegt werden
- zusätzlich wöchentliche Anfertigung eines großen Blutbildes (einschließlich Bestimmung der Hämoglobinwerte, Thrombozyten, der Gesamt-Leukozytenzahl und des Leukozyten-Differenzialblutbilds) bei Patienten unter Linezolid-Therapie, unabhängig von den Ausgangswerten des Blutbilds
- in Compassionate-Use-Studien bei den Patienten, die Linezolid länger als die maximal empfohlene Anwendungsdauer von 28 Tagen erhielten, ein erhöhtes Auftreten von schweren Anämien beobachtet
- diese Patienten benötigten häufiger Bluttransfusionen
- auch nach der Markteinführung über transfusionspflichtige Anämien berichtet
- dies war ebenfalls häufiger bei Patienten, die Linezolid länger als 28 Tage erhielten
- nach der Markteinführung Fälle von sideroblastischer Anämie berichtet
- in den Fällen, bei denen der Zeitpunkt des Auftretens bekannt war, hatten die meisten Patienten die Therapie mit Linezolid über mehr als 28 Tage erhalten
- mit oder ohne einer Therapie ihrer Anämie erholten sich die meisten Patienten nach Beendigung der Linezolid-Anwendung vollständig oder teilweise
- Berichte über eine Myelosuppression (einschließlich Anämie, Leukopenie, Panzytopenie und Thrombozytopenie) bei einigen Patienten unter der Anwendung von Linezolid
- veränderte Mortalität in einer klinischen Studie bei Patienten mit Katheter-assoziiertergrampositiver Bakteriämie
- in einer offenen Studie bei schwer kranken Patienten mit intravasalen, Katheter-assoziierten Infektionen im Vergleich zur Therapie mit Vancomycin/Dicloxacillin/ Oxacillin erhöhte Letalität bei den Patienten festgestellt, die mit Linezolid behandelt wurden (78/363 [21,5 %] vs. 58/363 [16,0%])
- den größten Einfluss auf die Letalitätsrate hatte der Status der Infektion mit grampositiven Erregern zu Studienbeginn
- bei denjenigen Patienten mit ausschließlich grampositiven Erregern waren die Letalitätsraten vergleichbar (Odds-Ratio 0,96; 95 %-KI: 0,58 bis 1,59)
- im Linezolid-Arm waren sie jedoch bei den Patienten signifikant höher (p = 0,0162), bei denen zu Studienbeginn andere oder keine Krankheitserreger identifiziert worden waren (Odds-Ratio 2,48; 95 %-KI: 1,38 bis 4,46)
- die größten Unterschiede traten während der Behandlung und innerhalb von 7 Tagen nach Absetzen der Studienmedikation auf
- im Verlauf der Studie wurden bei mehr Patienten im Linezolid-Arm gramnegative Erreger nachgewiesen und mehr Patienten verstarben an Infektionen durch gramnegative Erreger oder an Mischinfektionen
- deshalb darf Linezolid bei Patienten mit schweren Haut- und Weichteilinfektionen und gleichzeitigem Nachweis von oder Verdacht auf eine Infektion durch gramnegative Erreger nur beim Fehlen alternativer Therapieoptionen angewendet werden
- unter diesen Umständen muss gleichzeitig eine Therapie gegen gramnegative Erreger eingeleitet werden
- Antibiotika-assoziierte Diarrhö und Colitis
- Antibiotika-assoziierte Diarrhö und Antibiotika-assoziierte Colitis, einschließlich pseudomembranöser Colitis und Clostridiumdifficile-assoziierter Diarrhö, unter der Anwendung von nahezu allen Antibiotika, einschließlich Linezolid, berichtet
- Ausprägung kann von einer leichten Diarrhö bis hin zu einer Colitis mit tödlichem Ausgang reichen
- daher wichtig, diese Diagnose bei Patienten zu berücksichtigen, bei denen während oder nach der Anwendung von Linezolid eine schwere Diarrhö auftritt
- wenn eine Antibiotika-assoziierte Diarrhö oder eine Antibiotika-assoziierte Colitis vermutet oder bestätigt wird, sollten die laufende Antibiotikatherapie, einschließlich Linezolid, abgebrochen und umgehend entsprechende therapeutische Maßnahmen ergriffen werden
- in dieser Situation sind Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, kontraindiziert
- Antibiotika-assoziierte Diarrhö und Antibiotika-assoziierte Colitis, einschließlich pseudomembranöser Colitis und Clostridiumdifficile-assoziierter Diarrhö, unter der Anwendung von nahezu allen Antibiotika, einschließlich Linezolid, berichtet
- Lactatazidose
- bei Anwendung von Linezolid Auftreten einer Lactatazidose beobachtet
- Patienten, bei denen sich unter Linezolid Anzeichen oder Symptome einer metabolischen Acidose, einschließlich rezidivierender Übelkeit oder Erbrechen, Bauchschmerzen, einem erniedrigten Bicarbonat-Spiegel oder Hyperventilation, entwickeln, müssen sofort ärztlich überwacht werden
- beim Auftreten einer Lactatazidose sollte der Nutzen einer fortgeführten Therapie mit Linezolid gegen die möglichen Risiken abgewogen werden
- eingeschränkte Funktionsfähigkeit der Mitochondrien
- Linezolid hemmt die mitochondriale Proteinsynthese
- als Folge dieser Hemmung können Nebenwirkungen, wie z.B. Lactatazidose, Anämie und optische und periphere Neuropathie, auftreten
- häufiger, wenn das Arzneimittel länger als 28 Tage angewendet wird
- Serotonin-Syndrom
- bei gleichzeitiger Gabe von Linezolid und serotonergen Wirkstoffen, einschließlich Antidepressiva wie selektive Serotonin- Wiederaufnahme-Hemmer (SSRIs) und Opioiden, Spontanfälle eines Serotonin-Syndroms berichtet
- Koadministration von Linezolid und einem serotonergen Wirkstoff daher kontraindiziert, mit Ausnahme der Fälle, in denen die Anwendung von Linezolid und die gleichzeitige Gabe eines serotonergen Wirkstoffs lebensnotwendig sind
- in diesen Fällen sollten derartige Patienten engmaschig in Hinblick auf Anzeichen oder Symptome eines Serotonin-Syndroms (z.B. kognitive Dysfunktion, Hyperpyrexie, Hyperreflexie und mangelhafte Koordination) überwacht werden
- beim Auftreten derartiger Anzeichen oder Symptome sollte der Arzt das Absetzen eines oder beider Wirkstoffe in Betracht ziehen
- beim Abbruch der Begleittherapie mit dem serotonergen Wirkstoff sind Entzugssymptome möglich
- Hyponatriämie und SIADH
- bei einigen mit Linezolid behandelten Patienten Hyponatriämie und/oder Syndrom der inadäquaten Sekretion des antidiuretischen Hormons (SIADH) beobachtet
- empfohlen, die Serumnatriumspiegel bei Patienten mit einem Risiko für eine Hyponatriämie, wie z.B. älteren Patienten oder Patienten, die Arzneimittel einnehmen, die den Natriumspiegel im Blut senken könnten (z.B. Thiaziddiuretika wie Hydrochlorothiazid), regelmäßig zu überwachen
- periphere und optische Neuropathie
- Berichte über periphere Neuropathie und/oder optische Neuropathie, manchmal progredient bis zum Verlust des Sehvermögens
- betrafen überwiegend Patienten, die über einen längeren Zeitraum als die maximal empfohlene Dauer von 28 Tagen behandelt wurden
- alle Patienten sollten angehalten werden, Symptome einer gestörten Sehkraft, wie z.B. Veränderungen der Sehschärfe oder des Farbsehens, verschwommenes Sehen oder Gesichtsfeldausfälle, zu berichten
- in diesen Fällen sofortige Untersuchung empfohlen, ggf. Überweisung an einen Augenarzt
- regelmäßige Kontrolle der Sehkraft bei allen Patienten, die Linezolid über einen längeren Zeitraum als die empfohlenen 28 Tage anwenden
- beim Auftreten von peripherer oder optischer Neuropathie, weitere Anwendung von Linezolid sorgfältig gegen mögliches Risiko abwägen
- Patienten, die momentan oder vor Kurzem antimykobakterielle Arzneimittel zur Therapie einer Tuberkulose angewendet haben
- bei diesen Patienten kann es zu erhöhtem Neuropathierisiko kommen
- Berichte über periphere Neuropathie und/oder optische Neuropathie, manchmal progredient bis zum Verlust des Sehvermögens
- Krampfanfälle
- Berichte über das Auftreten von Krampfanfällen unter der Behandlung
- in den meisten Fällen lagen in der Anamnese epileptische Anfälle oder Risikofaktoren für epileptische Anfälle vor
- Patienten müssen angehalten werden, ihren Arzt über epileptische Anfälle in der Vorgeschichte zu informieren
- Monoaminooxidase-Hemmer
- bei Linezolid handelt es sich um einen reversiblen, nichtselektiven Monoaminooxidase (MAO)-Hemmer;
- bei Dosierungen, die zur antibakteriellen Therapie angewendet werden, besitzt es jedoch keine antidepressive Wirkung
- sehr begrenzte Daten aus Studien zu Arzneimittelwechselwirkungen und zur Unbedenklichkeit von Linezolid für Patienten vorliegend, die aufgrund einer Grunderkrankung und/ oder Begleitmedikation durch eine MAO-Hemmung einem Risiko ausgesetzt sein könnten
- deshalb wird in diesen Fällen die Anwendung von Linezolid nicht empfohlen, es sei denn, eine genaue Beobachtung und Kontrolle des Patienten ist möglich
- bei Linezolid handelt es sich um einen reversiblen, nichtselektiven Monoaminooxidase (MAO)-Hemmer;
- Anwendung zusammen mit tyraminreichen Nahrungsmitteln
- Patienten abraten, große Mengen tyraminreicher Nahrungsmittel zu sich zu nehmen
- Superinfektionen
- Auswirkung einer Linezolid-Therapie auf die normale Darmflora in klinischen Studien nicht untersucht
- Anwendung von Antibiotika kann gelegentlich zu übermäßigen Wachstum nicht empfindlicher Organismen führen
- so entwickelten z.B. ca. 3% der Patienten, die die empfohlenen Dosierungen von Linezolid erhielten, während der klinischen Prüfungen eine arzneimittelbedingte Candidiasis
- bei Auftreten einer Superinfektion während der Behandlung müssen entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden
- spezielle Patientenpopulationen
- schwerer Niereninsuffizienz
- Linezolid sollte mit besonderer Vorsicht angewendet werden und nur, wenn der zu erwartende Nutzen das theoretische Risiko überwiegt
- schwere Leberinsuffizienz
- Linezolid sollte mit besonderer Vorsicht angewendet werden und nur, wenn der zu erwartende Nutzen das theoretische Risiko überwiegt
- schwerer Niereninsuffizienz
- Einschränkung der Fertiilität
- bei männlichen Ratten führte Linezolid zu einer reversiblen Verminderung der Fertilität und induzierte eine Veränderung der Spermienmorphologie etwa bei Expositionswerten, die den beim Menschen zu erwartenden Werten entsprechen
- mögliche Auswirkungen von Linezolid auf die reproduktiven Organe des Mannes sind nicht bekannt
- klinische Studien
- für Therapiedauer > 28 Tage Verträglichkeit und Wirksamkeit von Linezolid nicht untersucht
- Patienten mit Infektionen des diabetischen Fußes, Dekubitus oder ischämischen Läsionen, schweren Verbrennungen oder Gangrän
- wurden nicht in kontrollierte klinische Studien einbezogen
- Erfahrung mit Linezolid bei diesen Patienten ist deshalb begrenzt
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Linezolid - peroral- Linezolid sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist eindeutig notwendig, d.h. wenn der zu erwartende Nutzen das theoretische Risiko überwiegt
- verfügbare Daten aus der Anwendung von Linezolid bei schwangeren Frauen sind begrenzt
- tierexperimentelle Studien
- haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
- für Menschen liegt möglicherweise ein Risiko vor
- Fertilität
- In tierexperimentellen Studien führte Linezolid zu einer verminderten Fertilität
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Linezolid - peroral- Stillen sollte vor Beginn der Therapie beendet und während der Behandlung nicht gestillt werden
- tierexperimentelle Studien
- deuten auf möglichen Übergang von Linezolid und seinen Metaboliten in die Muttermilch hin
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Es besteht die Möglichkeit, dass sich das Arzneimittel und bestimmte andere Arzneimittel manchmal gegenseitig beeinflussen, was zu Nebenwirkungen wie Veränderungen des Blutdrucks, der Körpertemperatur oder der Herzfrequenz führen kann.
- Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie derzeit oder während der letzten 2 Wochen die folgenden Arzneimittel eingenommen haben, da dieses Präparat nicht angewendet werden darf, wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen oder vor Kurzem eingenommen haben:
- Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer, z. B. Phenelzin, Isocarboxazid, Selegilin, Moclobemid). Diese können zur Behandlung von Depressionen oder der Parkinson-Krankheit eingesetzt werden.
- Informieren Sie Ihren Arzt ebenfalls, wenn Sie die folgenden Arzneimittel anwenden. Ihr Arzt kann dennoch noch entscheiden, das Arzneimittel bei Ihnen einzusetzen, wird aber vor und während der Behandlung Ihren allgemeinen Gesundheitszustand und Ihren Blutdruck überprüfen müssen. Andererseits kann Ihr Arzt auch zu der Entscheidung kommen, dass eine andere Behandlung besser für Sie geeignet ist.
- Abschwellende Erkältungs- oder Grippemittel, die Pseudoephedrin oder Phenylpropanolamin enthalten.
- Einige Arzneimittel zur Behandlung von Asthma, wie z. B. Salbutamol, Terbutalin oder Fenoterol.
- Bestimmte Antidepressiva, die als trizyklische Antidepressiva oder selektive SerotoninWiederaufnahme-Hemmer (SSRIs) bezeichnet werden, von denen es eine Vielzahl gibt, wie z. B. Amitriptylin, Citalopram, Clomipramin, Dosulepin, Doxepin, Fluoxetin, Fluvoxamin, Imipramin, Lofepramin, Paroxetin oder Sertralin.
- Arzneimittel zur Behandlung von Migräne, wie Sumatriptan und Zolmitriptan.
- Arzneimittel zur Behandlung von plötzlichen, schweren allergischen Reaktionen, wie Adrenalin (Epinephrin).
- Arzneimittel, die Ihren Blutdruck erhöhen, wie z. B. Noradrenalin (Norepinephrin),Dopamin und Dobutamin.
- Opioide, wie z. B. Pethidin zur Behandlung von mäßigen bis starken Schmerzen.
- Arzneimittel zur Behandlung von Angstzuständen, wie z. B. Buspiron.
- Arzneimittel, die die Blutgerinnung hemmen, wie etwa Warfarin.
- Ein Antibiotikum mit dem Wirkstoff Rifampicin.
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.
- Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
- Sie können das Arzneimittel vor, während oder nach einer Mahlzeit einnehmen.
- Vermeiden Sie den Genuss großer Mengen reifen Käses, Hefe- oder Sojabohnen-Extrakts (z. B. Sojasauce) und Alkohol (besonders Bier und Wein), weil das Präparat mit einer als Tyramin bezeichneten Substanz, die natürlicherweise in einigen Nahrungsmitteln vorhanden ist, reagiert. Diese Wechselwirkung kann zu einer Erhöhung Ihres Blutdrucks führen.
- Wenn Sie nach dem Essen oder Trinken klopfende Kopfschmerzen verspüren, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben schwerwiegend ZNS-Stimulanzien / MAO-Hemmer
Bupropion / Linezolid
Carboxamid-Derivate / MAO-Hemmer
Nahrung, Tyramin-haltig / MAO-Hemmer
Levodopa, peroral und pulmonal / MAO-Hemmer, unselektiv
Serotonin-5HT1-Agonisten / MAO-Hemmer
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer / Linezolid
Sibutramin / MAO-Hemmer
Sympathomimetika / MAO-Hemmer
Opioide / MAO-Hemmer
Linezolid / MAO-Hemmer
MAO-Hemmer / Cyclobenzaprin
Buspiron / MAO-Hemmer
Reserpin / MAO-Hemmer
Amiodaron / MAO-Hemmer
H1-Antihistaminika / MAO-Hemmer
Fenfluramin / MAO-Hemmer
Levodopa, intestinal und invasiv / MAO-Hemmer, unselektiv und MAO-A-Hemmer, selektiv
Neuroleptika, atypisch / Linezolid
mittelschwer Methyldopa / MAO-Hemmer
Antidepressiva, tri- und tetrazyklische / MAO-Hemmer, unselektiv und MAO-A-Hemmer, selektiv
MAO-Hemmer / Lithium
Saccharomyces cerevisiae (boulardii) / MAO-Hemmer
Typhus-Impfstoff, oral / Antibiotika
Blutgerinnungsfaktoren, AAV-Vektor basiert / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
Cholera-Impfstoff, oral / Antibiotika
(Hydroxy-)Chloroquin / MAO-Hemmer
Kontrastmittel, iodhaltige / Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
geringfügig Linezolid / Rifamycine
Histamin / MAO-Hemmer
Regorafenib / Antibiotika
Stoffe, potenziell hepatotoxisch / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
Linezolid / Clarithromycin
Dronedaron / MAO-Hemmer
Anticholinergika / MAO-Hemmer
Ozanimod / MAO-Hemmer
MAO-Hemmer / Ketamin
Methotrexat / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
Isoniazid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
Teriflunomid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
Valproinsäure / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
Mercaptopurin / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
unbedeutend Paracetamol / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
Kontrazeptiva, orale / Antibiotika, sonstigeWarnhinweise
- Die Wirkungen des Arzneimittels bei schwangeren Frauen sind nicht bekannt. Daher darf es in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, es sei denn, dass es Ihr Arzt empfohlen hat. Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Wenn Sie das Arzneimittel einnehmen, dürfen Sie nicht stillen, da es in die Muttermilch übergeht und den Säugling beeinträchtigen könnte.
Mit Flüssigkeit einnehmen.Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.Dosierungsanleitung
- Erwachsene
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes, Apothekers oder des medizinischen Fachpersonals ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Die empfohlene Dosis beträgt 1 Tablette (600 mg Linezolid) zweimal täglich (alle 12 Stunden).
- Wenn Sie wegen Ihrer Nieren dialysepflichtig sind, müssen Sie das Arzneimittel nach Ihrer Dialysebehandlung einnehmen.
- Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
- Zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird das Arzneimittel normalerweise nicht angewendet.
- Dauer der Behandlung
- Eine Behandlung dauert üblicherweise 10 bis 14 Tage. Sie kann sich jedoch auch über bis zu 28 Tage erstrecken. Die Sicherheit und Wirksamkeit dieses Arzneimittels wurden für Behandlungszeiten über 28 Tage hinaus nicht nachgewiesen. Ihr Arzt wird entscheiden, wie lange Sie behandelt werden müssen.
- Während Sie mit diesem Präparat behandelt werden, sollte Ihr Arzt zur Kontrolle des Blutbilds Ihr Blut regelmäßig untersuchen.
- Wenn Sie das Arzneimittel über einen längeren Zeitraum als 28 Tage anwenden, sollte Ihr Arzt Ihre Sehkraft kontrollieren.
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Dann informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.
- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Nehmen Sie die ausgelassene Tablette ein, sobald Sie die vergessene Einnahme bemerken.
- Nehmen Sie dann 12 Stunden später die nächste Tablette und danach wieder alle 12 Stunden Ihre Tabletten ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme einer Tablette vergessen haben.
- Wenn Sie die Einnahme abbrechen
- Es ist wichtig, dass Sie die Einnahme des Arzneimittels fortsetzen, es sei denn, Ihr Arzt hat Sie angewiesen, die Behandlung zu beenden.
- Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie die Behandlung abgebrochen haben und Ihre anfänglichen Beschwerden wieder auftreten.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
Dosierung- nosokomiale Pneumonie, ambulant erworbene Pneumonie und schwere Haut- und Weichteilinfektionen
- Erwachsene
- 600 mg Linezolid 2mal / Tag
- Behandlungsdauer
- abhängig vom Krankheitserreger, vom Ort und dem Schweregrad der Infektion und dem klinischen Ansprechen des Patienten
- 10 - 14 aufeinanderfolgende Tage
- bei bestimmten Infektionsarten können auch kürzere Behandlungszyklen ausreichen
- max. 28 Tage (Therapiedauer > 28 Tage nicht untersucht)
- Erwachsene
Dosisanpassung
- schwere Niereninsuffizienz (Clearance < 30 ml / Min)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- 10fach höhere Konzentration der beiden Hauptmetaboliten von Linezolid
- Nutzen / Risiko-Abwägung
- mit besonderer Vorsicht anwenden
- Hämodialyse
- ca. 30% der Linezolid-Dosis in 3 Stunden entfernt
- Linezolid nach der Dialyse anwenden
- Hauptmetaboliten von Linezolid werden zu einem bestimmten Teil durch Hämodialyse entfernt
- Konzentration dieser Metaboliten ist jedoch nach Dialyse deutlich höher als bei Patienten mit normaler Nierenfunktion oder mit leichter bis mäßiger Niereninsuffizienz
- Nutzen / Risiko-Abwägung
- mit besonderer Vorsicht anwenden
- ca. 30% der Linezolid-Dosis in 3 Stunden entfernt
- keine Erfahrung zur Anwendung von Linezolid bei Patienten unter kontinuierlicher ambulanter Peritonealdialyse (CAPD) oder anderen Behandlung bei Nierenversagen
- Leberinsuffizienz
- keine Dosisanpassung erforderlich
- begrenzte klinische Erfahrungen
- Nutzen / Risiko-Abwägung
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Dosierungsempfehlung
- Infektion mit gleichzeitiger Septikämie
- keine Dosiserhöhung oder Verlängerung der Therapiedauer
- Umstellung von initial mit der parenteralen Darreichungsform behandelten Patienten auf eine der oralen Darreichungsformen
- Dosisanpassung auf Grund der oralen Bioverfügbarkeit von Linezolid von ca. 100% nicht erforderlich
Nebenwirkungen
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Wenn Sie bei der Behandlung mit diesem Arzneimittel eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken, informieren Sie sofort Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
- Bedeutsame Nebenwirkungen (Häufigkeit ist in Klammern angegeben) von diesem Arzneimittel sind:
- Schwere Hauterkrankungen (gelegentlich), Schwellungen, besonders im Gesicht und Nacken (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) (gelegentlich), pfeifende Atemgeräusche und/ oder Atemnot (selten). Hierbei kann es sich um eine allergische Reaktion handeln und es kann notwendig sein, dass Sie die Einnahme von diesem Arzneimittel beenden. Hautreaktionen wie vermehrter lilafarbener Hautausschlag, verursacht durch eine Entzündung der Blutgefäße (selten), eine gerötete, wunde Haut mit Hautablösungen (Dermatitis) (gelegentlich), Hautausschlag (häufig), Juckreiz (häufig)
- Probleme mit Ihren Augen (gelegentlich), wie z. B. verschwommenes Sehen(gelegentlich), Veränderungen im Farbsehen (nicht bekannt), Schwierigkeiten, Details zu erkennen (nicht bekannt) oder wenn Ihr Sehfeld eingeschränkt ist (selten)
- starker Durchfall mit Blut- und/ oder Schleimbeimengungen (Antibiotika-assoziierte Kolitis, einschließlich pseudomembranöse Kolitis), der sich in seltenen Fällen zu einer lebensbedrohlichen Komplikation entwickeln kann (gelegentlich)
- wiederholte Übelkeit oder Erbrechen, Bauchschmerzen oder schnelles Atmen (selten)
- Unter diesem Arzneimittel wurden Anfälle oder epileptische Anfälle beobachtet (gelegentlich).
- Serotonin-Syndrom (nicht bekannt): Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn es bei Ihnen bei gleichzeitiger Einnahme von SSRIs genannten Antidepressiva oder Opioiden zu gesteigerter Erregbarkeit, Verwirrtheit, Delirium, Steifheit, Zittern, mangelhafter Koordination, epileptischen Anfällen, schnellem Herzschlag, schwerwiegenden Atemproblemen und Durchfall (können Anzeichen eines Serotonin-Syndroms sein) kommt
- unerklärliche Blutungen oder Blutergüsse durch Veränderungen in der Anzahl bestimmter Blutzellen, was zu einer Beeinflussung der Blutgerinnung oder zu einer Anämie führen kann (häufig)
- Veränderungen in der Anzahl bestimmter Blutzellen, wodurch Ihre Infektabwehr beeinflusst werden kann (gelegentlich), Auftreten von Anzeichen einer Infektion wie Fieber (häufig), Halsentzündung (gelegentlich), Mundfäule (gelegentlich) und Müdigkeit (gelegentlich)
- Rhabdomyolyse (selten): Zu den Anzeichen und Symptomen gehören unerklärliche Muskelschmerzen, Druckschmerz oder Schwäche und/ oder dunkler Urin. Dies können Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung namens Rhabdomyolyse (Zerfall von Muskelfasern) sein, die zu Nierenschäden führen kann.
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse (gelegentlich)
- Krämpfe (gelegentlich)
- vorübergehende ischämische Attacken (zeitweise Störung der Blutversorgung des Gehirns, was zu kurzzeitigen Beschwerden, wie z. B. Ausfall des Sehvermögens, Schwächegefühl in den Armen und Beinen, undeutliche Sprache und Bewusstseinsverlust führen kann) (gelegentlich)
- Ohrgeräusche (Tinnitus) (gelegentlich)
- Taubheit, Kribbeln oder verschwommenes Sehen wurden von Patienten berichtet, die dieses Arzneimittel länger als 28 Tage erhalten hatten. Wenn Sie Sehstörungen bei sich bemerken, müssen Sie Ihren Arzt so schnell wie möglich aufsuchen.
- Andere Nebenwirkungen sind:
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Pilzinfektionen (hauptsächlich der Scheiden- oder Mundschleimhaut)
- Kopfschmerzen
- metallischer Geschmack im Mund
- Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen
- Veränderungen einiger Blutwerte, einschließlich der für die Messung Ihrer Nieren- undLeberfunktionswerte oder Blutzuckerspiegel maßgeblichen Eiweiße, Salze oder Enzyme im Blut
- Schlafstörungen
- erhöhter Blutdruck
- Anämie (niedrige Anzahl roter Blutkörperchen)
- Schwindel
- Bauchschmerzen im gesamten Bauch oder an bestimmten Stellen
- Verstopfung
- Verdauungsstörungen
- Schmerzen an bestimmten Stellen
- Verminderung der Anzahl der Blutplättchen
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Entzündungen der Scheide oder der Genitalregion bei Frauen
- Gefühlsstörungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühl
- geschwollene, wunde oder verfärbte Zunge
- Mundtrockenheit
- vermehrter Harndrang
- Schüttelfrost
- Durstgefühl
- vermehrtes Schwitzen
- Hyponatriämie (niedrige Natriumspiegel im Blut)
- Nierenversagen
- aufgeblähter Bauch
- erhöhte Kreatininwerte
- Magenschmerzen
- Veränderung des Herzschlags (z. B. schnellerer Herzschlag)
- Verminderung der Anzahl der Blutzellen
- Schwäche und/ oder veränderte Sinnesempfindungen
- Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
- oberflächliche Zahnverfärbungen, welche in der Regel durch eine professionelle Zahnreinigung entfernbar sind
- Weiterhin wurden die folgenden Nebenwirkungen beobachtet (nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Alopezie (Haarausfall)
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Linezolid - peroral- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- orale Candidiasis
- vaginale Candidiasis
- Candidiasis
- Mykosen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Antibiotika-assoziierte Colitis einschl. pseudomembranöse Colitis
- Vaginitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Thrombozytopenie
- Anämie
- in kontrollierten klinischen Studien, bei denen Linezolid über bis zu 28 Tage gegeben wurde, kam es bei 2,0 % der Patienten zu einer Anämie
- in einem Compassionate-Use-Programm mit Patienten mit lebensbedrohlichen Infektionen und Begleiterkrankungen betrug der Anteil der Patienten, denen Linezolid über einen Zeitraum von <= 28 Tagen gegeben wurde und die eine Anämie entwickelten 2,5 % (33/1.326) im Vergleich zu 12,3 % (53/430) bei einer Behandlungsdauer > 28 Tage
- bei den Patienten, die über einen Zeitraum von <= 28 Tagen behandelt wurden, betrug der Anteil arzneimittelbedingter schwerer transfusionspflichtiger Anämien 9 % (3/33), und bei Patienten, die länger als 28 Tage behandelt wurden, 15 % (8/53)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Panzytopenie
- Eosinophilie
- Leukopenie
- Neutropenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- sideroblastische Anämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Myelosuppression
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Anaphylaxie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyponaträmie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Lactatacidose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schlaflosigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Geschmacksstörungen (metallischer Geschmack)
- Schwindel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Krampfanfälle
- periphere Neuropathie
- Hypästhesie
- Parästhesie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Serotonin-Syndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- optische Neuropathie
- verschwommenes Sehen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gesichtsfeldausfälle
- ohne Häufigkeitsangabe
- optische Neuritis
- Verlust der Sehfähigkeit
- Veränderungen der Sehschärfe oder des Farbsehens
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tinnitus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arrhythmie (Tachykardie)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypertonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Phlebitis
- Thrombophlebitis
- transiente ischämische Attacken
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhoe
- Übelkeit
- Erbrechen
- lokalisierte oder allgemeine Abdominalschmerzen
- Obstipation
- Dyspepsie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pankreatitis
- Gastritis
- Völlegefühl
- Mundtrockenheit
- Glossitis
- weicher Stuhl
- Stomatitis
- Zungen verfärbung oder -veränderung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- superfizielle Zahnverfärbungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- veränderte Leberfunktionstests
- erhöhte AST, ALT oder alkalische Phosphatase
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erhöhtes Gesamtbilirubin
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pruritus
- Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Angioödem
- Urtikaria
- bullöse Dermatitis
- Dermatitis Diaphorese
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- bullöse Hauterkrankungen, z.B. toxisch epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom
- Hypersensitivitätsvaskulitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Alopezie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Blutharnstoffwerte
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Polyurie
- Nierenversagen
- erhöhte Kreatininwerte
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- vulvovaginale Störungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Fieber
- lokalisierte Schmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schüttelfrost
- Müdigkeit
- vermehrter Durst
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte LDH, Kreatininkinase, Lipase, Amylase oder Glucose (nicht nüchtern)
- vermindertes Gesamteiweiß, Albumin, Natrium oder Calcium
- erhöhtes oder reduziertes Kalium oder Bicarbonat
- erhöhte Neutrophilenzahl oder Eosinophilenzahl
- reduziertes Hämoglobin, Hämatokrit oder reduzierte Erythrozytenzahl
- erhöhte oder reduzierte Thrombozyten- oder Leukozytenzahl
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erhöhtes Natrium oder Calcium
- reduzierter Glucosespiegel (nicht nüchtern)
- erhöhtes oder reduziertes Chlorid
- erhöhte Retikulozytenzahl
- reduzierte Neutrophilenzahl
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
-
Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels
Stoffname Stoffmenge Stofftyp Linezolid 600 mg Wirkstoff Carboxymethylstärke, Natriumsalz Typ A + Hilfsstoff Cellulose, mikrokristallin + Hilfsstoff Drucktinte, Opacode S-1-15118 rot + Hilfsstoff Eisen (III) oxid, rot + Hilfsstoff Hyprolose + Hilfsstoff Magnesium stearat + Hilfsstoff Maisstärke + Hilfsstoff Opadry YS-1-18202-A(e), weiß + Hilfsstoff Hypromellose + Hilfsstoff Titan dioxid + Hilfsstoff Macrogol 400 + Hilfsstoff Carnaubawachs + Hilfsstoff -
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