Amaryl 2mg Tabletten

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Steckbrief : Amaryl 2mg Tabletten

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  • Allgemeine Produktinformationen

    • Nehmen Sie dieses Arzneimittel unmittelbar vor oder während der ersten Hauptmahlzeit des Tages (gewöhnlich das Frühstück) über den Mund ein. Wenn Sie nicht frühstücken, müssen Sie es zu dem vom Arzt verordneten Zeitpunkt einnehmen. Es ist wichtig, während der Behandlung keine Mahlzeiten auszulassen.
    • Nehmen Sie die Tabletten mit mindestens einem halben Glas Wasser ein. Die Tabletten nicht zerdrücken oder kauen.
    • Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

    Anwendungsgebiete

    • Das Präparat ist ein blutzuckersenkendes Arzneimittel zum Einnehmen. Es gehört zu einer Gruppe blutzuckersenkender Arzneimittel, den sogenannten Sulfonylharnstoffen.
    • Seine Wirkung beruht darauf, dass es die Bauchspeicheldrüse zur verstärkten Ausschüttung von Insulin anregt. Das Insulin senkt dann Ihren Blutzuckerspiegel.
    • Wofür wird das Präparat angewendet?
      • Das Arzneimittel wird zur Behandlung einer bestimmten Form der Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes mellitus) angewendet, wenn Diät, körperliche Betätigung und Gewichtsabnahme allein nicht ausgereicht haben, um Ihren Blutzuckerspiegel zu senken.

    Indikation
    • Behandlung bei Typ-2-Diabetes, wenn Diät, körperliche Aktivität und Gewichtsreduktion allein nicht ausreichen
    Art der Anwendung
    • Einnahme 1mal / Tag unmittelbar vor oder während eines ausreichenden Frühstücks empfohlen bzw. - wenn nicht gefrühstückt wird - unmittelbar vor oder während der ersten Hauptmahlzeit
    • Einnahme der Tabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit

    Gegenanzeigen

    • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen und Ihr Arzt muss informiert werden,
      • wenn Sie allergisch sind gegen: Glimepirid oder andere Sulfonylharnstoffe (Arzneimittel zur Senkung Ihres Blutzuckers, wie Glibenclamid) oder Sulfonamide (Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen, wie Sulfamethoxazol) oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels,
      • wenn Sie unter Diabetes mellitus Typ 1 leiden,
      • wenn eine diabetische Ketoazidose auftritt (eine schwere Stoffwechselentgleisung bei der Zuckerkrankheit mit Anhäufung von Säure im Blut und möglicherweise einigen der folgenden Anzeichen: Müdigkeit/Erschöpfung, Übelkeit, häufiges Wasserlassen und Muskelsteifigkeit),
      • wenn Sie als Folge eines stark erhöhten Blutzuckers bewusstlos werden (diabetisches Koma),
      • wenn Sie unter einer schweren Nierenerkrankung leiden,
      • wenn Sie unter einer schweren Lebererkrankung leiden.
    • In diesen Fällen dürfen Sie das Arzneimittel nicht einnehmen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob diese Angaben bei Ihnen zutreffen, wenden Sie sich bitte vor Einnahme des Präparates an Ihren Arzt oder Apotheker.

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Glimepirid - peroral
    • Überempfindlichkeit gegen Glimepirid, andere Sulfonylharnstoffe oder Sulfonamide
    • Diabetes mellitus Typ 1
    • insulinpflichtiger Diabetes
    • diabetisches Koma
    • Ketoazidose
    • schwere Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
      • bei schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen Wechsel auf Insulin erforderlich
    • Schwangerschaft

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen,
        • wenn Sie vor Kurzem einer Verletzung, Operation, Infektion mit Fieber oder anderen Formen von Belastungen ausgesetzt waren oder sind. Informieren Sie bitte Ihren Arzt, da eine vorübergehende Anpassung der Behandlung erforderlich sein kann.
        • wenn Sie eine schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörung haben.
      • Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob diese Angaben bei Ihnen zutreffen, wenden Sie sich bitte vor Einnahme des Präparates an Ihren Arzt oder Apotheker.
      • Besondere Vorsicht ist geboten, wenn bei Ihnen eine besondere Erkrankung der roten Blutkörperchen, ein sogenannter Glukose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel, vorliegt, da die Therapie mit Glimepirid bei Ihnen eine Schädigung der roten Blutkörperchen und eine Verminderung des Hämoglobinspiegels (hämolytische Anämie) auslösen kann.
      • Es liegen nur begrenzt Informationen über die Anwendung des Arzneimittels bei unter 18-Jährigen vor. Deshalb ist die Anwendung hier nicht empfohlen.
      • Wichtige Informationen zur Unterzuckerung (Hypoglykämie)
        • Bei der Einnahme des Präparates kann es zu einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) kommen. Bitte lesen Sie die nachfolgenden zusätzlichen Informationen zur Unterzuckerung, zu ihren Anzeichen und ihrer Behandlung.
        • Die folgenden Faktoren können das Risiko einer Unterzuckerung erhöhen:
          • wenn Sie unterernährt sind, Mahlzeiten unregelmäßig, verspätet zu sich nehmen oder ganz auslassen oder längere Zeit fasten,
          • wenn Sie Ihre Ernährungsweise/Diät ändern,
          • wenn Sie eine zu große Menge des Arzneimittels einnehmen,
          • wenn Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben,
          • wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben,
          • wenn Sie unter bestimmten hormonell bedingten Störungen leiden (Funktionsstörungen der Schilddrüse, der Hirnanhangsdrüse oder der Nebennierenrinde),
          • wenn Sie Alkohol konsumieren (insbesondere, wenn Sie eine Mahlzeit auslassen),
          • wenn Sie gleichzeitig bestimmte andere Arzneimittel einnehmen,
          • wenn Ihre körperliche Belastung steigt und Sie nicht genug essen oder die Mahlzeiten weniger Kohlenhydrate enthalten als sonst.
        • Mögliche Anzeichen einer Unterzuckerung sind:
          • Heißhunger, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Erschöpfung, Schläfrigkeit, Schlafstörungen, Unruhe, Aggressivität, Konzentrationsstörungen, beeinträchtigte Aufmerksamkeit und vermindertes Reaktionsvermögen, Depressionen, Verwirrtheit, Sprach- und Sehstörungen, Wortfindungsstörungen, Zittern, Muskellähmungen, Wahrnehmungs- und Empfindungsstörungen, Benommenheit oder Schwindel, Hilflosigkeit.
          • Folgende Anzeichen können ebenfalls auftreten: Schwitzen, feuchtkalte Haut, Angst- und Unruhezustände, beschleunigter Puls, erhöhter Blutdruck, Herzklopfen sowie plötzlich auftretende starke, eventuell in die Umgebung ausstrahlende Schmerzen im Brustkorb (Angina Pectoris und Herzrhythmusstörungen).
        • Bei fortschreitender Unterzuckerung können Sie unter erheblicher Verwirrung (Delirium) leiden, Krampfanfälle entwickeln, die Selbstkontrolle verlieren, eine flache Atmung und verlangsamten Herzschlag zeigen und bewusstlos werden. Die Anzeichen einer schweren Unterzuckerung können denen eines Schlaganfalls ähneln.
        • Behandlung einer Unterzuckerung:
          • In den meisten Fällen lassen sich die Anzeichen einer Unterzuckerung sehr schnell beheben, wenn Sie Zucker z. B. in Form von Würfelzucker, süßem Fruchtsaft oder gezuckertem Tee zu sich nehmen. Aus diesem Grund sollten Sie stets etwas Zucker (z. B. Traubenzucker, Würfelzucker) bei sich tragen.
          • Bitte beachten Sie, dass künstliche Süßstoffe bei einer Unterzuckerung nicht helfen. Wenn die Zufuhr von Zucker keine Wirkung zeigt oder wenn die Anzeichen zurückkehren, suchen Sie umgehend Ihren Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus auf.
      • Laboruntersuchungen
        • Der Blut- und Harnzuckerspiegel muss regelmäßig überprüft werden. Ihr Arzt wird auch Blutuntersuchungen durchführen, um die Zahl Ihrer Blutzellen und Ihre Leberfunktion zu überwachen.
      • Kinder und Jugendliche
        • Die Einnahme des Arzneimittels bei Kindern unter 18 Jahren wird nicht empfohlen.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
      • Ihre Konzentrations- oder Reaktionsfähigkeit kann eingeschränkt sein, wenn Sie einen niedrigen (Hypoglykämie) oder hohen (Hyperglykämie) Blutzuckerspiegel haben oder dadurch verursachte Sehstörungen auftreten. Denken Sie daran, dass Sie sich und andere Personen gefährden könnten (z. B. beim Fahren eines Autos oder beim Bedienen von Maschinen).
      • Sie sollten mit Ihrem Arzt darüber sprechen, ob es für Sie ratsam ist, ein Kraftfahrzeug zu führen, wenn bei Ihnen:
        • häufig eine Unterzuckerung auftritt,
        • wenige oder gar keine Warnzeichen einer Unterzuckerung auftreten.

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Glimepirid - peroral
    • Glimepirid muss unmittelbar vor oder während einer Mahlzeit eingenommen werden
      • werden Mahlzeiten in unregelmäßigen Abständen eingenommen oder völlig ausgelassen, kann es während der Behandlung mit Glimepirid zu einer Hypoglykämie kommen
    • Hypoglykämie
      • mögliche Symptome einer Hypoglykämie sind z.B.
        • Kopfschmerzen
        • Heißhunger
        • Übelkeit
        • Erbrechen
        • Mattigkeit
        • Schläfrigkeit
        • Schlafstörungen
        • Unruhe
        • Aggressivität
        • Konzentrationsstörungen
        • beeinträchtigte Aufmerksamkeit und vermindertes Reaktionsvermögen
        • Depressionen
        • Verwirrtheit
        • Sprach- und Sehstörungen
        • Aphasie
        • Tremor
        • Paresen
        • Wahrnehmungs- / Empfindungsstörungen
        • Schwindel
        • Hilflosigkeit
        • Verlust der Selbstkontrolle
        • Delirium
        • zerebrale Krampfanfälle
        • Benommenheit
        • Bewusstseinsverlust bis einschließlich Koma
        • flache Atmung
        • Bradykardie
        • zusätzlich können Zeichen einer adrenergen Gegenregulation vorhanden sein wie z.B. Schwitzen, Kaltschweißigkeit, Angst- und Unruhezustände, Tachykardie, Hypertonie, Palpitationen, Angina Pectoris und Herzrhythmusstörungen
      • klinisches Bild einer schweren Hypoglykämie kann dem eines Schlaganfalls gleichen
      • Symptome können durch sofortige Kohlenhydrat-(Zucker-)Aufnahme fast immer rasch beseitigt werden
        • künstliche Süßstoffe zeigen keine Wirkung
      • von anderen Sulfonylharnstoffen bekannt, dass es trotz zunächst erfolgreicher Gegenmaßnahmen erneut zu Hypoglykämien kommen kann
      • schwere oder über einen längeren Zeitraum andauernde Hypoglykämie, die mit den üblichen Zuckergaben nur vorübergehend behoben werden kann, erfordert eine sofortige medizinische Behandlung, ggf. Krankenhauseinweisung erforderlich
      • folgende Faktoren können eine Hypoglykämie begünstigen
        • mangelnde Bereitschaft oder (häufiger bei älteren Patienten) Unfähigkeit des Patienten zur Mitarbeit
        • Unterernährung, unregelmäßige oder ausgelassene Mahlzeiten bzw. Fastenperioden
        • Änderungen der Diät
        • Ungleichgewicht zwischen körperlicher Betätigung und Kohlenhydrataufnahme
        • Alkoholkonsum, insbesondere in Verbindung mit ausgelassenen Mahlzeiten
        • eingeschränkte Nierenfunktion
        • schwere Leberfunktionsstörung,
        • Überdosierung von Glimepirid
        • bestimmte nicht kompensierte Störungen des endokrinen Systems, die den Kohlenhydratstoffwechsel oder den Gegenregulationsmechanismus einer Hypoglykämie beeinflussen (wie z.B. bei bestimmten Störungen der Schilddrüsenfunktion und bei Hypophysenvorderlappen- oder Nebennierenrindeninsuffizienz)
        • gleichzeitige Anwendung bestimmter anderer Arzneimittel
    • Laborwertkontrollen
      • Behandlung erfordert eine regelmäßige Kontrolle der Blut- und Harnzuckerwerte
      • zusätzlich Bestimmung des Anteils von glycosyliertem Hämoglobin empfohlen
      • während der Behandlung regelmäßige Kontrolle der Leberfunktion und des Blutbildes (insbesondere der Leukozyten- und Thrombozytenzahl) erforderlich
    • in Belastungssituationen (z.B. nach Unfällen, akuten chirurgischen Eingriffen, fieberhaften Infekten usw.) kann vorübergehende Umstellung auf Insulin indiziert sein
    • Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung oder bei dialysepflichtigen Patienten
      • keine Erfahrungen zur Anwendung
    • Patienten mit schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
      • Umstieg auf Insulin angezeigt
    • Patienten mit Glucose- 6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel
      • Behandlung mit Sulfonylharnstoffverbindungen kann zu einer hämolytischen Anämie führen
      • aufgrund der Zugehörigkeit zu der Klasse der Sulfonylharnstoffe sollte Glimepirid nur mit Vorsicht bei Patienten mit einem Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel angewendet werden
      • ferner sollte Behandlung mit einem nicht sulfonylharnstoffhaltigen Ersatzpräparat in Betracht gezogen werden
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Glimepirid - peroral
    • kontraindiziert während der gesamten Schwangerschaft
    • wenn eine Patientin, die mit Glimepirid behandelt wird, eine Schwangerschaft plant oder wenn bei ihr eine Schwangerschaft festgestellt wird, muss die Behandlung sobald wie möglich auf eine Insulintherapie umgestellt werden
    • Glimepirid-bedingte Risiken
      • keine hinreichenden Daten für die Anwendung von Glimepirid bei Schwangeren
      • tierexperimentelle Studien
        • zeigten Reproduktionstoxizität, die jedoch vermutlich im Zusammenhang mit der pharmakologischen Wirkung (Hypoglykämie) von Glimepirid stand
    • Diabetes-bedingte Risiken
      • abnormale Blutzuckerspiegel während der Schwangerschaft gehen mit einer erhöhten Inzidenz angeborener Missbildungen und perinataler Sterblichkeit einher
      • deshalb muss der Blutzuckerspiegel während der Schwangerschaft zur Vermeidung teratogener Risiken eng überwacht werden
      • unter diesen Umständen ist Umstellung auf Insulin erforderlich
      • Patientinnen, die eine Schwangerschaft planen, müssen ihren Arzt informieren
    • Fertilität
      • bisher liegen keine ausreichenden Erfahrungen zu den Auswirkungen von Glimepirid
        auf die Fertilität beim Menschen vor
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Glimepirid - peroral
    • da andere Sulfonylharnstoffe in die Muttermilch übergehen und da das Risiko einer Hypoglykämie bei gestillten Kindern besteht, wird während der Behandlung mit Glimepirid vom Stillen abgeraten
    • nicht bekannt, ob Glimepirid / Metabolite in die Muttermilch übergehen
    • tierexperimentelle Studien
      • Glimepirid geht in die Milch von Ratten über

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Einnahme des Präparates zusammen mit anderen Arzneimitteln
      • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
      • Ihr Arzt möchte möglicherweise die Dosierung anpassen, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die die Wirkung des Präparates auf Ihren Blutzuckerspiegel abschwächen oder verstärken können.
      • Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung des Arzneimittels verstärken. Dadurch kann sich das Risiko einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) vergrößern:
        • andere Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (wie Insulin oder Metformin)
        • Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (Phenylbutazon, Azapropazon, Oxyphenbutazon sowie Arzneimittel mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure und ähnliche Arzneimittel)
        • Arzneimittel zur Behandlung von Harnwegsinfektionen (wie lang wirksame Sulfonamide)
        • Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen oder Pilzinfektionen (Tetracycline, Chloramphenicol, Fluconazol, Miconazol, Chinolone, Clarithromycin)
        • blutgerinnungshemmende Arzneimittel (Kumarinderivate wie Warfarin)
        • muskelaufbauende Arzneimittel (Anabolika)
        • Arzneimittel als Ersatz für männliche Sexualhormone
        • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (Fluoxetin, MAO-Hemmer)
        • Arzneimittel zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte im Blut (Fibrate)
        • Arzneimittel zur Senkung eines erhöhten Blutdrucks (ACE-Hemmer)
        • Arzneimittel, sogenannte Antiarrhythmika, zur Behandlung von einem unregelmäßigen Herzschlag (Disopyramid)
        • Arzneimittel zur Behandlung der Gicht (Allopurinol, Probenecid, Sulfinpyrazon)
        • Arzneimittel zur Behandlung von Krebs (Cyclophosphamid, Ifosfamid, Trofosfamid)
        • Arzneimittel zur Gewichtsreduzierung (Fenfluramin)
        • Arzneimittel zur Förderung der Durchblutung, wenn es in hohen Dosen intravenös verabreicht wird (Pentoxifyllin)
        • Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Allergien wie Heuschnupfen (Tritoqualin)
        • Arzneimittel, sogenannte Sympatholytika, zur Behandlung von hohem Blutdruck, Herzinsuffizienz oder Prostatabeschwerden
      • Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung des Arzneimittels abschwächen. Dadurch kann sich das Risiko einer Überzuckerung (Hyperglykämie) vergrößern:
        • Arzneimittel, die weibliche Sexualhormone (Östrogene und Gestagene) enthalten
        • Arzneimittel zur Unterstützung der Harnausscheidung (Thiaziddiuretika)
        • Arzneimittel, die die Schilddrüsenfunktion anregen (wie Levothyroxin)
        • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien und Entzündungen (Kortikoide)
        • Arzneimittel zur Behandlung psychischer Störungen (Chlorpromazin und andere Phenothiazinderivate)
        • Arzneimittel zur Erhöhung der Herzschlagfolge, zur Behandlung von Asthma oder Nasenschleimhautschwellung, Husten und Erkältungen, zur Gewichtsreduzierung oder in lebensbedrohlichen Notfällen (Adrenalin und Sympathomimetika)
        • Arzneimittel zur Behandlung erhöhter Cholesterinwerte im Blut (Nicotinsäure)
        • Abführmittel (Laxanzien), wenn sie über längere Zeit angewendet werden
        • Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen (Phenytoin)
        • Arzneimittel zur Anwendung bei Nervosität und Schlafproblemen (Barbiturate)
        • Arzneimittel zur Senkung eines erhöhten Augendrucks (Acetazolamid)
        • Arzneimittel zur Behandlung eines erhöhten Blutdrucks oder zur Senkung des Blutzuckerspiegels (Diazoxid)
        • Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Infektionen wie Tuberkulose (Rifampicin)
        • Arzneimittel zur Behandlung schwerer Unterzuckerung (Glukagon)
      • Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung des Arzneimittels verstärken oder abschwächen:
        • Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschwüren (sogenannte H2-Rezeptor-Antagonisten),
        • Arzneimittel zur Behandlung eines erhöhten Blutdrucks oder einer Herzinsuffizienz, wie Betarezeptorenblocker, Clonidin, Guanethidin und Reserpin. Diese Arzneimittel können auch die Anzeichen einer Unterzuckerung verschleiern. Daher ist besondere Vorsicht angezeigt, wenn Sie diese Medikamente einnehmen.
      • Das Arzneimittel kann die Wirkung der folgenden Arzneimittel verstärken oder abschwächen:
        • blutgerinnungshemmende Arzneimittel (Kumarinderivate wie Warfarin)
      • Colesevelam (in bestimmten Arzneimitteln zur Verminderung einer erhöhten Cholesterinkonzentration im Blut enthalten) kann möglicherweise die Aufnahme des Präparates aus dem Darm verringern. Daher sollte das Arzneimittel mindestens 4 Stunden vor Colesevelam eingenommen werden.
    • Einnahme des Präparates zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
      • Alkohol kann die blutzuckersenkende Wirkung des Arzneimittels in unvorhersehbarer Weise verstärken oder abschwächen.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    schwerwiegend Clozapin / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
    Antidiabetika, orale / Ketotifen
    mittelschwer an Aktivkohle adsorbierbare Stoffe / Aktivkohle
    Sulfonylharnstoffe / Ethanol
    Sulfonylharnstoffe / Azol-Antimykotika
    Antidiabetika / MAO-Hemmer
    Sulfonylharnstoffe / Sulfonamide
    Sulfonylharnstoffe / Fibrate
    CYP3A4-Substrate, diverse / Enzalutamid
    CYP3A4-Substrate, diverse / Dabrafenib
    Photochemotherapeutika / Sulfonylharnstoffe
    CYP3A4-Substrate, diverse / Lumacaftor
    Padeliporfin / Stoffe mit photosensibilisierenden Effekten
    Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
    Blutgerinnungsfaktoren, AAV-Vektor basiert / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
    Efbemalenograstim alfa / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
    CYP2C8-, CYP2C9-, CYP2C19-, CYP2B6-Substrate / Nirogacestat
    geringfügig Ciclosporin / Sulfonylharnstoffe
    Sulfonylharnstoffe / Vitamin-K-Antagonisten
    Antidiabetika / Diazoxid
    Sulfonylharnstoffe / Fluvoxamin
    Sulfonylharnstoffe / Schleifendiuretika
    Sulfonylharnstoffe / Gyrase-Hemmer
    Antidiabetika / Thiazid-Diuretika und Analoga
    Antidiabetika / Corticosteroide
    Antidiabetika / ACE-Hemmer
    Antidiabetika / Schilddrüsenhormone
    Antidiabetika / Sympathomimetika
    Antidiabetika, orale / Beta-Blocker
    Antidiabetika, orale / Antirheumatika, nicht-steroidale
    Antidiabetika / Estrogene und Gestagene
    Antidiabetika, orale / Valproinsäure
    Antidiabetika / Rifamycine
    Antidiabetika / Somatostatin-Analoga
    Antidiabetika, Sulfonylharnstoffe / Johanniskraut
    Sulfonylharnstoffe / Trofosfamid
    Antidiabetika / Mecasermin
    Stoffe, potenziell hepatotoxisch / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
    CYP3A4-Substrate, diverse / Ledipasvir
    Antidiabetika / Nortriptylin
    Sulfonylharnstoffe / Cyclophosphamid
    CYP3A4-Substrate, diverse / Sarilumab
    Antidiabetika / Pentoxifyllin
    Antidiabetika / Fluoxetin
    Antidiabetika / Isoniazid
    Antidiabetika / Neuroleptika, atypisch
    Antidiabetika / Phenothiazine
    Antidiabetika / Protease-Inhibitoren
    Antidiabetika / Clonidin
    Antidiabetika / Lithium
    Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
    Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
    Antidiabetika, Sulfonylharnstoffe / Ivacaftor
    Antidiabetika / Wachstumshormone
    Antidiabetika / Irbesartan
    Methotrexat / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Isoniazid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Teriflunomid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Valproinsäure / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Mercaptopurin / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Antidiabetika / Tirzepatid
    CYP2C9-Substrate / Sparsentan
    Insulin, Insulinsekretagoga, Insulin-Sensitizer / Bexaroten
    CYP2C9/19-Substrate / Letermovir
    CYP2C9-, CYP2C19-, CYP2D6- und CYP3A4/5-Substrate / Sirolimus, extern
    Antidiabetika / Testosteron
    CYP2B6-, CYP2C8-, CYP2C9- und CYP2C19-Substrate / Sotorasib
    Antidiabetika / Telmisartan
    Antidiabetika / Tiratricol
    Methotrexat / Stoffe, die die Plasmaeiweißbindung beeinträchtigen
    CYP2C9-Substrate / Deutivacaftor, Tezacaftor und Vanzacaftor
    CYP2C8- und CYP2C9-Substrate / Torasemid
    unbedeutend Sulfonylharnstoffe / Cholesterin-Synthese-Hemmer
    Sulfonylharnstoffe / Hydantoine
    Sulfonylharnstoffe / SGLT2-Hemmer
    Paracetamol / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)

    Warnhinweise

    • Schwangerschaft
      • Das Arzneimittel darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.
      • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder dies annehmen oder wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden.
    • Stillzeit
      • Das Arzneimittel geht möglicherweise in die Muttermilch über. Es darf während der Stillzeit nicht eingenommen werden.
    • Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

    Einnahme während des Essens.
    Einschleichend dosieren.
    Mit Flüssigkeit einnehmen.Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

    Dosierungsanleitung

    • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
    • Einzunehmende Menge
      • Die Dosierung richtet sich nach Ihrem Bedarf, Ihrem Gesundheitszustand sowie den Ergebnissen Ihrer Blut- und Harnzuckerbestimmungen und wird von Ihrem Arzt bestimmt. Nehmen Sie nicht mehr Tabletten als von Ihrem Arzt verordnet ein.
        • Die übliche Anfangsdosis beträgt eine Tablette mit 1 mg Glimepirid einmal täglich.
        • Falls erforderlich, kann Ihr Arzt die Dosis nach jeweils 1 bis 2 Behandlungswochen erhöhen.
        • Die höchste empfohlene Dosis sind 6 mg Glimepirid pro Tag.
        • Falls erforderlich, kann eine Kombinationsbehandlung mit Glimepirid und Metformin oder mit Glimepirid und Insulin begonnen werden. In einem solchen Fall wird Ihr Arzt die für Sie geeignete Dosierung von Glimepirid, Metformin oder Insulin individuell bestimmen.
        • Bei Gewichtsveränderungen, Änderungen Ihrer Lebensführung oder wenn Sie sich in Stresssituationen befinden, kann eine Anpassung der Dosierung notwendig sein; wenden Sie sich deshalb an Ihren Arzt.
        • Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung dieses Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist, ändern Sie die Dosierung nicht selbstständig, sondern sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt.

     

    • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
      • Wenn Sie einmal zu viel oder eine zusätzliche Dosis eingenommen haben, sollten Sie wegen der Gefahr einer Unterzuckerung sofort ausreichend Zucker zu sich nehmen (z. B. als Traubenzuckertäfelchen, Würfelzucker, süßer Fruchtsaft, gezuckerter Tee) und unverzüglich einen Arzt informieren. Bei versehentlicher Einnahme durch Kinder muss die zur Behandlung der Unterzuckerung verabreichte Zuckermenge sorgfältig kontrolliert werden, um zu vermeiden, dass sich eine gefährliche Überzuckerung entwickelt. Bewusstlosen Patienten dürfen keine Nahrung oder Getränke gegeben werden.
      • Wegen des möglicherweise lang anhaltenden Verlaufs der Unterzuckerung ist eine sorgfältige Überwachung des Patienten notwendig, bis keine Gefahr mehr besteht. Die Einweisung in ein Krankenhaus kann notwendig sein, auch als Vorsichtsmaßnahme. Zeigen Sie dem Arzt die Packung oder die verbliebenen Tabletten, damit er sofort weiß, was Sie eingenommen haben.
      • Schwere Unterzuckerungen mit Bewusstseinsverlust und schweren neurologischen Ausfallserscheinungen sind medizinische Notfälle, die eine sofortige ärztliche Behandlung und eine Krankenhauseinweisung erfordern. Es sollte sichergestellt sein, dass im Notfall die Benachrichtigung eines Arztes durch vorinformierte Personen erfolgt.

     

    • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
      • Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um die vergessene Einnahme auszugleichen, sondern setzen Sie die Einnahme wie gewohnt fort.

     

    • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
      • Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden, müssen Sie damit rechnen, dass sich die gewünschte blutzuckersenkende Wirkung nicht einstellt bzw. die Zuckerkrankheit sich wieder verschlechtert. Nehmen Sie das Präparat so lange ein, wie Ihr Arzt es Ihnen verordnet hat.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

    Dosierung
    • Typ-2-Diabetes
      • Dosierung abhängig von Ergebnissen der Blut- und Harnzuckerbestimmungen
      • Anfangsdosis: 1 mg Glimepirid / Tag; bei ausreichender Stoffwechseleinstellung Dosierung beibehalten
      • schrittweise Dosiserhöhung, entsprechend glykämischer Situation bei nicht zufriedenstellender Stoffwechseleinstellung, in Intervallen von ca. 1 - 2 Wochen: 2, 3 oder 4 mg Glimepirid / Tag
      • Dosen > 4 mg Glimepirid / Tag verbessern nur in Einzelfällen die Wirkung
      • empfohlene Maximaldosis: 6 mg Glimepirid / Tag
      • Kombinationstherapie bei Patienten bei denen mit max. Tagesdosis von Metformin alleine keine ausreichende Stoffwechseleinstellung erzielt wird
        • Beibehaltung der Metformin-Dosierung
        • Behandlungsbeginn mit Glimeprid mit niedriger Dosis, dann schrittweise Dosiserhöhung in Abhängigkeit von angestrebter Stoffwechseleinstellung bis zur max. Tagesdosis
        • Beginn der Kombinationstherapie unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung
      • Patienten ohne ausreichende Stoffwechseleinstellung mit max. Tagesdosis von Glimepirid
        • ggf. zusätzliche Insulingabe
        • Beibehaltung der Glimepirid-Dosierung
        • Beginn der Insulin-Behandlung mit niedriger Dosis, dann schrittweise Dosiserhöhung in Abhängigkeit von angestrebter Stoffwechseleinstellung
        • Beginn der Kombinationstherapie unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung
      • Hinweise
        • Tritt bei einem Patienten, der 1 mg Glimepirid / Tag erhält, eine Hypoglykämie auf, kann er vermutlich mit Diät alleine ausreichend eingestellt werden
        • während Behandlung kann Glimepirid-Bedarf fallen (Verbesserung der Stoffwechseleinstellung geht mit erhöhter Insulin-Empfindlichkeit einher)
        • zur Hypoglykämievermeidung rechtzeitig Dosisreduktion oder Therapiebeendigung erwägen
        • evtl. Dosisanpassung notwendig bei Änderung von Gewicht / Lebensstil des Patienten oder anderer das Risiko einer Hypo-/ Hyperglykämie erhöhenden Faktoren
        • vergessene Einnahme einer Tablette nicht durch Erhöhung der nächsten Dosis korrigieren
        • bei Mahlzeiten in unregelmäßigen Abständen oder völligem Auslassen, Hypoglykämie während Behandlung möglich
      • Wechsel von anderen oralen Antidiabetika
        • bei Wechsel auf Glimepirid Stärke und Halbwertszeit der bisherigen Medikation beachten
        • in einigen Fällen, insbes. bei Antidiabetika mit langer Halbwertszeit (z.B. Chlorpropamid): Auswaschphase von wenigen Tagen ratsam (Risikoverminderung hypoglykämischer Reaktionen aufgrund des additiven Effekts)
        • empfohlene Anfangsdosis: 1 mg Glimepirid / Tag
        • Dosiserhöhung, optional, je nach Ansprechen des Patienten schrittweise wie weiter oben beschrieben
      • Wechsel von Insulin auf Glimepirid
        • in Ausnahmefällen, in denen Typ-2-Diabetiker mit Insulin behandelt werden, Wechsel auf Glimepirid angezeigt
        • Wechsel nur unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung

    Dosisanpassung

    • Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
      • kontraindiziert bei schwere Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
      • bei schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen ist ein Wechsel auf Insulin erforderlich
    • Kinder und Jugendliche
      • Kinder < 8 Jahre
        • keine verfügbaren Daten für die Anwendung von Glimepirid
      • Kinder 8 - 17 Jahre
        • begrenzte Daten zu Glimepirid als Monotherapie
      • verfügbare Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit der Anwendung in der Pädiatrie unzureichend
      • Anwendung wird deshalb hier nicht empfohlen

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn bei Ihnen folgende Anzeichen auftreten:
      • Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich einer allergischen Gefäßentzündung, oft mit Hautausschlag), aus denen sich eine lebensbedrohliche Situation mit Atemnot, Blutdruckabfall bis hin zum Schock entwickeln kann.
      • Leberfunktionsstörungen, einschließlich gelber Verfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht), Behinderung des Galleabflusses (Cholestase), Leberentzündung (Hepatitis) oder Leberversagen.
      • Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) der Haut, wie Juckreiz, Hautausschlag, Nesselsucht und stärkere Sonnenlichtempfindlichkeit. Aus einigen leichten Überempfindlichkeitsreaktionen können sich lebensbedrohliche Situationen entwickeln.
      • Schwere Unterzuckerung (Hypoglykämie) mit Bewusstseinsverlust, Krämpfen oder Koma.
    • Bei einigen Patienten kam es zu folgenden Nebenwirkungen während der Einnahme des Arzneimittels:
      • Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1000 Patienten betreffen)
        • Starker Abfall des Blutzuckers (Hypoglykämie)
        • Verminderung der Anzahl der Blutzellen:
          • Verminderung der Blutplättchen (erhöht das Risiko für Blutungen oder Blutergüsse)
          • Verminderung der weißen Blutkörperchen (erhöht das Infektionsrisiko)
          • Verminderung der roten Blutkörperchen (mögliche Folgen sind blasse Hautfarbe, Schwächegefühl und Atemnot)
        • Diese Nebenwirkungen bilden sich im Allgemeinen zurück, wenn die Behandlung abgebrochen wird.
        • Gewichtszunahme
        • Haarausfall
        • Geschmacksstörung
      • Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Patienten betreffen)
        • Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich einer allergischen Gefäßentzündung, oft mit Hautausschlag), aus denen sich eine lebensbedrohliche Situation mit Atemnot, Blutdruckabfall bis hin zum Schock entwickeln kann. Wenn bei Ihnen eines dieser Anzeichen auftritt, informieren Sie sofort Ihren Arzt.
        • Leberfunktionsstörungen, einschließlich gelber Verfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht), Behinderung des Galleabflusses (Cholestase), Leberentzündung (Hepatitis) oder Leberversagen. Wenn bei Ihnen eines dieser Anzeichen auftritt, informieren Sie sofort Ihren Arzt.
        • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Völlegefühl und Bauchschmerzen
        • Rückgang der Natriumkonzentration im Blut (durch Blutuntersuchungen nachgewiesen)
      • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar:
        • Es können Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) der Haut auftreten, wie Juckreiz, Hautausschlag, Nesselsucht und stärkere Sonnenlichtempfindlichkeit. Aus einigen leichten Überempfindlichkeitsreaktionen können sich lebensbedrohliche Situationen mit Schluck- oder Atembeschwerden, Schwellung der Lippen, Kehle oder Zunge entwickeln. Informieren Sie deshalb beim Auftreten einer dieser Nebenwirkungen sofort Ihren Arzt.
        • Es können Überempfindlichkeitsreaktionen bei Einnahme von anderen Sulfonylharnstoffen, Sulfonamiden oder verwandten Arzneimitteln auftreten.
        • Besonders bei Beginn der Behandlung können Sehstörungen auftreten. Diese werden durch Veränderungen des Blutzuckerspiegels verursacht und sollten bald zurückgehen.
        • Erhöhung der Leberenzymwerte
        • Verminderung der Blutplättchen (mögliche Folgen sind schwere ungewöhnliche Blutungen und Blutergüsse unter der Haut).
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Glimepirid - peroral
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • folgende Nebenwirkungen in der Regel nach Absetzen des Arzneimittels reversibel
          • Thrombozytopenie
          • Leukopenie
          • Granulozytopenie
          • Agranulozytose
          • Erythropenie
          • hämolytische Anämie
          • Panzytopenie
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • schwere Thrombozytopenie mit einer Thrombozytenanzahl von weniger als 10.000/µl
        • thrombozytopenische Purpura
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • leukozytoklastische Vaskulitis
        • leichte Überempfindlichkeitsreaktionen, die sich zu lebensbedrohlichen Zuständen mit Atemnot, Blutdruckabfall und manchmal Schock entwickeln können
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Entwicklung von Kreuzallergien gegen Sulfonylharnstoffe, Sulfonamide oder verwandte Substanzen
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Hypoglykämie
          • hypoglykämische Reaktionen treten meistens sofort auf, können schwerwiegend verlaufen und sind nicht immer leicht zu beheben
          • Auftreten solcher Reaktionen hängt, genau wie bei anderen blutzuckersenkenden Therapien, von individuellen Faktoren wie Diätgewohnheiten und Dosierung ab
    • Augenerkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • vorübergehende Sehstörungen
          • können, insbesondere zu Behandlungsbeginn, aufgrund des veränderten Blutzuckerniveaus auftreten
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Geschmacksstörung
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Übelkeit
        • Erbrechen
        • Diarrhö
        • Druckgefühl
        • Völlegefühl / aufgetriebener Bauch
        • abdominale Beschwerden und Abdominalschmerzen
          • führen selten zu einem Abbruch der Behandlung
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Leberfunktionsstörungen (z.B. mit Cholestase und Ikterus)
        • Hepatitis
        • Leberversagen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • erhöhte Leberenzymwerte
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Haarausfall
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Juckreiz, Ausschlag, Urtikaria und Photosensibilität
    • Untersuchungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Gewichtszunahme
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Verringerung der Natriumkonzentration im Blut

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Glimepirid2 mgWirkstoff
    Carboxymethylstärke, Natriumsalz Typ A+Hilfsstoff
    Cellulose, mikrokristallin+Hilfsstoff
    Eisen (III) hydroxid oxid x-Wasser+Hilfsstoff
    Indigocarmin, Aluminiumsalz+Hilfsstoff
    Lactose 1-Wasser137.2 mgHilfsstoff
    Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]+Hilfsstoff
    Povidon K25+Hilfsstoff
    Gesamt Natrium Ion1 mmolZusatzangabe
    Gesamt Natrium Ionmgk.A.

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