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Steckbrief : Terazosin Aristo 2mg Tabletten

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  • Allgemeine Produktinformationen

    • Nehmen Sie die erste Tablette einer Stärke bitte abends vor dem Zubettgehen. Alle weiteren Tabletten derselben Stärke können Sie entweder morgens oder abends einnehmen.
    • Nehmen Sie die Tablette bitte unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein (vorzugsweise ein Glas Trinkwasser). Die Einnahme kann unabhängig von einer Mahlzeit erfolgen.

    Anwendungsgebiete

    • Das Präparat gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln (Alpha1-Rezeptorenblocker), die bei gutartiger Vergrößerung der Prostata die Beschwerden und die Blasenentleerungsstörungen lindern.
    • Es wird angewendet zur Behandlung der Beschwerden (klinische Symptome) und Blasenentleerungsstörungen bei gutartiger Prostatavergrößerung (BPH).

    Indikation
    • Behandlung der klinischen Symptome sowie der Blasenentleerungsstörungen bei benigner Prostatahyperplasie (BPH)
    Art der Anwendung
    • erste Tablette einer Stärke vor dem Zubettgehen einnehmen
    • folgende Tabletten derselben Stärke entweder abends oder morgens einnehmen
    • Einnahme mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. ein Glas Wasser)
    • Nach Dosiserhöhung und nach Wiederaufnahme einer unterbrochenen Einnahme
      • abrupte Lagewechsel oder langes Stehen vermeiden, insbesondere bei älteren Patienten

    Gegenanzeigen

    • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
      • wenn Sie allergisch gegen Terazosin bzw. andere Alpha-Rezeptorenblocker aus der Gruppe der Chinazoline (z. B. Prazosin, Doxazosin, Alfuzosin) oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
      • wenn bei Ihnen in der Vergangenheit während des Wasserlassens vorübergehende Bewusstlosigkeiten (Miktionssynkopen) aufgetreten sind.

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Terazosin - peroral
    • Überempfindlichkeit gegen
      • Terazosin
      • strukturähnliche alpha-adrenerge Antagonisten / andere Chinazoline (z. B. Prazosin, Doxazosin, Alfuzosin)
    • Miktionssynkopen in der Vorgeschichte

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.
      • Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich,
        • da das Präparat den Blutdruck beeinflusst. Sie sollten deshalb während der Einnahme regelmäßig Ihren Arzt aufsuchen und Ihren Blutdruck untersuchen lassen.
        • nach Einnahme der ersten Dosis, nach Therapieunterbrechung (länger als 2 Tage) oder bei Dosiserhöhung. Hier ist das Risiko, einen Blutdruckabfall zu erleiden, erhöht. In diesen Fällen treten Beschwerden wie Schwäche, Schwindel und in sehr seltenen Fällen Bewusstseinsverlust auf. Daher sollten Sie in den ersten Tagen nach Dosisänderung oder nach Wiederaufnahme einer unterbrochenen Einnahme langes Stehen und schnelle Lagewechsel vom Liegen zum Stehen vermeiden. Diese Störungen halten in der Regel nur kurze Zeit an und treten meist bei Fortführung der Behandlung nicht mehr auf. Da die Wahrscheinlichkeit einer solchen Nebenwirkung bei Verabreichung einer höheren als der empfohlenen Anfangsdosis größer ist, sollte von Ihnen die Dosierungsanleitung sorgfältig befolgt werden.
        • wenn das Präparat mit blutdrucksenkenden Mitteln kombiniert wird. In diesem Fall ist das Risiko eines übermäßigen Blutdruckabfalls erhöht. Ihr Arzt wird in dieser Situation besonders vorsichtig dosieren und gegebenenfalls erforderliche Dosisanpassungen vornehmen.
        • wenn Sie eine Verengung der Herzkranzgefäße haben. Ein zu rascher oder starker Blutdruckabfall, der durch das Arzneimittel verursacht werden kann, könnte Ihre Herzbeschwerden (Angina pectoris) verschlimmern. Suchen Sie bei Verschlimmerung bitte unbedingt Ihren Arzt auf.
        • wenn Sie das Präparat mit Arzneimitteln einnehmen, die den Leberstoffwechsel beeinflussen können (z. B. Arzneimittel mit dem Wirkstoff Cimetidin gegen Magen-Darm-Geschwüre).
        • wenn bei Ihnen folgende kardiale Zustände vorliegen:
          • Wasseransammlung in den Lungen (Lungenödem) durch Herzklappenverengung im linken Herzen
          • Herzmuskelschwäche bei hohem Herzzeitvolumen (High-Output-Herzinsuffizienz)
          • Herzmuskelschwäche des rechten Herzens (Rechtsherzinsuffizienz) durch Lungenembolie oder Herzbeutelerguss
          • Herzmuskelschwäche des linken Herzens (Linksherzinsuffizienz mit niedrigem Füllungsdruck).
        • wenn Sie eine eingeschränkte Leberfunktion haben. Fragen Sie Ihren Arzt bei leichteren Leberfunktionsstörungen hinsichtlich der Dosierung, da das Arzneimittel in diesem Fall besonderes vorsichtig dosiert werden soll. Bei schwerer Leberfunktionsstörung sollten Sie das Präparat nicht einnehmen.
      • Das Arzneimittel sollte nicht von Ihnen eingenommen werden, wenn Sie eine Prostatavergrößerung und gleichzeitig eine Stauung der oberen Harnwege, einen anhaltenden Harnwegsinfekt, Blasensteine, eine Überlaufblase, nahezu fehlende Urinausscheidung oder ein fortgeschrittenes Nierenversagen haben.
      • Wenn Sie sich aufgrund eines grauen Stars (Katarakt) einer Augenoperation unterziehen, sollten Sie Ihren Augenarzt informieren, dass Sie dieses Medikament einnehmen oder vorher eingenommen haben. Dies ist notwendig, da es bei einigen Patienten, die gleichzeitig oder vorher mit dem Präparat behandelt wurden, zu Schwierigkeiten bei der Operation (z. B. Pupille nur unzureichend erweitert, Regenbogenhaut [Iris] während des Eingriffes erschlafft) gekommen ist.
      • Der Augenarzt kann dann angemessene Vorsichtsmaßnahmen in Bezug auf die Medikation und die angewandte Operationstechnik ergreifen. Fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie die Einnahme Ihrer Medikation wegen der Katarakt-Operation verschieben oder vorübergehend unterbrechen sollen.
      • Kinder
        • Das Präparat darf nicht von Kindern eingenommen werden.
      • Ältere Menschen und Patienten mit Nierenfunktionsstörung
        • Fragen Sie bitte Ihren Arzt, da das Arzneimittel bei dieser Patientengruppe besonders vorsichtig dosiert werden soll.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
      • Die Beeinflussung des Bluthochdrucks mit dem Präparat bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
      • Innerhalb der ersten 12 Stunden nach Einnahme der ersten Tablette zu Beginn der Behandlung bzw. nach einer Dosissteigerung sollten Sie sich nicht an das Steuer eines Kraftfahrzeuges setzen oder gefährliche Arbeiten ausüben (z. B. im Dachbereich oder auf einem Gerüst), da in dieser Zeit ein Blutdruckabfall bevorzugt auftreten kann. Bei Blutdruckabfall können Sie Beschwerden wie Schwindel, Benommenheit oder Schwächegefühl verspüren.

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Terazosin - peroral
    • die Behandlung mit Terazosin bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle
    • Orthostatische Hypotonie
      • Terazosin sollte bei Patienten mit bekannter Prädisposition für Hypotonie vorsichtig angewendet werden
      • es liegen Berichte vor, dass orthostatische Hypotonie bei Patienten auftritt, die Terazosin für die symptomatische Behandlung einer durch BPH verursachten Blasenentleerungsstörung erhalten haben
        • in diesen Fällen trat eine orthostatische Hypotonie häufiger bei Patienten >/= 65 Jahre (5,6 %) als bei denjenigen, < 65 Jahre (2,6 %) auf
      • vor allem nach Einnahme der ersten Terazosin-Dosis ("Effekt der 1. Dosis/first dose effect"), in der Anfangszeit der Behandlung oder bei Dosiserhöhung kann es zu übermäßigem Blutdruckabfall hauptsächlich als orthostatische Hypotonie, d.h. besonders im Stehen und beim Lagewechsel (schnelles Aufstehen aus liegender oder sitzender Position), kommen
        • in diesen Fällen treten Beschwerden auf, wie
          • Benommenheit
          • leichte Kopfschmerzen
          • Schwäche
          • Schwindel
          • Unsicherheit
          • Bewusstseinsverlust (in sehr seltenen Fällen, gelegentlich eingeleitet durch supraventrikuläre Tachykardie)
          • Synkope
        • damit ist auch zu rechnen, wenn die Einnahme nach einer Unterbrechung von zwei oder mehr Tagen wieder aufgenommen wird
          • in diesen Fällen ist die Anfangsdosis von 1 mg Terazosin zu verordnen
        • diese Störungen halten in der Regel nur kurze Zeit an (selbstlimitierend) und treten meist nach der Initialbehandlung oder nach der Dosisfindung bei Fortführung der Behandlung nicht mehr auf
        • da die Wahrscheinlichkeit einer solchen Nebenwirkung bei Verabreichung einer höheren als der empfohlenen Anfangsdosis größer ist, sollte die Dosierungsanleitung sorgfältig befolgt werden
      • erhöhtes Risiko für das Auftreten einer orthostatische Hypotonie besteht bei
        • Volumenmangel
        • salzarme Diät
        • höheres Alter (d. h. >/= 65 Jahre)
      • der Patient sollte die erste Dosis vor dem Schlafengehen einnehmen und danach sowie auch nach Dosiserhöhung und nach Wiederaufnahme einer unterbrochenen Einnahme abrupte Lagewechsel, langes Stehen oder Aktivitäten, die Schwindel, Erschöpfung oder Müdigkeit verursachen können vermeiden
        • dies gilt insbesondere für ältere Patienten
      • Patienten sollten darauf hingewiesen werden
        • Stresssituationen, die zu Synkopen führen können, zu vermeiden
        • sich zu setzen oder hinzulegen, sobald Symptome eines erniedrigten Blutdrucks auftreten
          • obwohl diese Symptome nicht immer orthostatisch sein müssen
        • vorsichtig zu sein beim Aufstehen aus sitzender oder liegender Position
          • vor dem Aufstehen einige Minuten hinsetzen um einem Wiederauftreten vorzubeugen
      • Patienten sollten sofort ihren Arzt kontaktieren, wenn Schwindel, Verwirrtheit oder Herzklopfen auftreten, so dass eine Dosisanpassung in Betracht gezogen werden kann
      • der Patient sollte auf die Gefahr des Auftretens orthostatischer Dysregulation und von Priapismus hingewiesen werden und Verhaltensmaßregeln für diese Situationen erhalten
        • hinsichtlich des Priapismus sollte der Patient darauf hingewiesen werden, dass er beim Auftreten sofort einen Arzt aufsucht, da anderenfalls die Gefahr einer permanenten erektilen Dysfunktion besteht
    • Synkopen
      • Terazosin kann, wie andere Alpha-Adrenorezeptor-Antagonisten auch, Synkopen verursachen
      • synkopische Anfälle können innerhalb von 30 - 90 Minuten nach der ersten Einnahme auftreten (in diesem Zeitraum besteht das größte Risiko)
      • traten gelegentlich in Verbindung mit einer raschen Dosiserhöhung oder in Kombination von Terazosin mit einem anderen Antihypertensivum auf
      • traten in klinischen Hypertonie-Studien bei 1 % der Patienten auf
        • in den meisten Fällen ist dies vermutlich zurückzuführen auf eine orthostatische Hypotonie, wenn auch gelegentlich dem synkopischen Vorfall ein Tachykardieanfall mit einer Herzfrequenz von 120 bis
          160 Schlägen pro Minute vorausgeht
      • wenn eine Synkope auftritt, sollte der Patient sich hinlegen und, falls erforderlich, unterstützend behandelt werden
    • Kombination mit anderen Antihypertensiva
      • wegen der Gefahr übermäßiger Blutdrucksenkung ist Vorsicht angebracht bei gleichzeitiger Anwendung von Terazosin und Thiaziden oder anderen antihypertensiven Arzneimitteln
      • soll während der Therapie mit Terazosin ein Thiazid-Diuretikum oder ein anderes antihypertensives Arzneimittel hinzugefügt werden, so muss Terazosin reduziert oder abgesetzt werden
        • eine erneute Dosistitration ist erforderlich
      • bei Verabreichung von Terazosin zusätzlich zu anderen Antihypertensiva ist die Dosis der anderen Antihypertensiva vor Therapiebeginn zu reduzieren und nach Terazosineinstellung anzupassen
    • Kombination mit Phosphodiesterase-Inhibitoren 5-Inhibitoren
      • z.B. Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil
      • gleichzeitige Anwendung von kann bei einigen Patienten zu einer symptomatischen Hypotonie führen
      • um das Risiko für die Entwicklung einer orthostatischen Hypotonie zu vermindern, sollten die Patienten stabil auf die alpha-Blocker Therapie eingestellt sein, wenn sie Phosphodiesterase- 5-Inhibitoren anwenden
    • Terazosin sollte aufgrund der vasodilatatorischen Wirkung bei folgenden kardialen Zuständen vorsichtig eingesetzt werden
      • Lungenödem durch Aorten- oder Mitralklappenstenose
      • High-Output-Herzinsuffizienz
      • Rechtsherzinsuffizienz durch Lungenembolie oder Pericarderguss
      • Linksherzinsuffizienz mit niedrigem Füllungsdruck
      • schwere koronarer Herzkrankheit
        • ein zu rascher oder zu starker Blutdruckabfall kann zu einer Verschlechterung der Angina pectoris-Beschwerden führen
    • gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die möglicherweise den Leberstoffwechsel beeinflussen
      • z. B. PDE-5 hemmer, Calcium-Antagonisten, Angiotensin-konvertierendes Enzym (ACE) und Cimetidin
      • Vorsicht ist angebracht
    • Harnwegserkrankungen
      • Patienten mit benigner Prostatahyperplasie, die gleichzeitig eine Stauung der oberen Harnwege, einen chronischen Harnwegsinfekt oder Blasensteine aufweisen, sind nicht mit Terazosin zu behandeln
      • Terazosin sollte bei Patienten mit einer Überlaufblase, Anurie oder fortgeschrittenem Nierenversagen nicht eingesetzt werden
      • Terazosin darf nur bei regelmäßiger urologischer Kontrolle verwendet werden
    • Anwendung bei Patienten mit Leberinsuffizienz
      • Terazosin sollte bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion besonders vorsichtig eingesetzt werden
        • da Terazosin vorwiegend in der Leber metabolisiert wird
      • da keine klinischen Erfahrungen bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung vorliegen, wird die Anwendung von Terazosin bei diesen Patienten nicht empfohlen
    • Labortests
      • Beobachtung kleiner, aber statistisch signifikanter Abnahmen des Hämatokrits, des Hämoglobins, der weißen Blutkörperchen, des Gesamtproteins und des Albumins wurden in kontrollierten klinischen Studien
        • diese Laborbefunde deuten auf eine mögliche Hämodilution hin
        • eine bis zu 24 Monate dauernde Behandlung mit Terazosin hat keinen signifikanten Effekt auf die Prostataspezifischen Antigen (PSA)-Werte
    • Unterbrechung der Verabreichung für mehrere Tage:
      • wenn die Verabreichung für mehr als 2 Tage unterbrochen wurde, sollte die Therapie unter Verwendung des anfänglichen Dosierungsschemas erneut eingeleitet werden
    • Kinder und Jugendliche
      • es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Terazosin bei Kindern und Jugendlichen < 12 Jahren vor
    • Anwendung bei Patienten mit Niereninsuffizienz
      • Pharmakokinetische Studien zeigen, dass die empfohlene Dosierung bei Patienten mit Niereninsuffizienz nicht geändert werden muss
      • es liegen keine Belege dafür vor, dass Terazosin eine Niereninsuffizienz verschlimmert
    • Anwendung bei Patienten mit Grauem Star
      • Kataraktchirurgen und Augenärzte sollten vor einer Kataraktoperation darüber informiert werden, ob die Patienten aktuell alpha-Blocker anwenden oder diese früher erhielten
        • Augenärzte sollten bei solsolchen Patienten darauf vorbereitet sein, ihr chirurgisches Vorgehen entsprechend zu modifizieren (z. B. Irishaken, Dilatator-Ringe, viskoelastische Substanzen)
        • das präoperative Absetzen der Alpha1-Blocker scheint keine Vorteile zu bieten
      • bei einigen Patienten, die gleichzeitig oder bis kurz vorher mit Tamsulosin behandelt wurden, trat während Katarakt-Operationen das sog. „Intraoperative Floppy Iris Syndrome" (IFIS, eine Variante des Syndroms der engen Pupille) auf
        • diese Variante des Syndroms der kleinen Pupille ist sowohl durch eine „schlaffe" Iris gekennzeichnet, die durch die intraoperative Strömung der Spüllösung „aufgebläht" wird, als auch durch eine - trotz präoperativer Gabe pupillenerweiternder Medikamente - progressive Pupillenverengung und einen potentiellen Irisprolaps in Richtung der Einschnitte zur Phakoemulsifikation
      • da auch bei Anwendung anderer alpha- Blocker vereinzelt das Auftreten einer IFIS gemeldet wurde, kann ein Gruppeneffekt nicht ausgeschlossen werden
      • IFIS kann zu Komplikationen während der Operation führen
    • BPH-Behandlung mit Terazosin
      • vor Therapiebeginn einer sollte ein Prostatakarzinom ausgeschlossen werden
      • bei Patienten mit BPH sollte vor und während der Behandlung, besonders bei Dosisanpassungen, der Blutdruck kontrolliert werden
        • eine mögliche antihypertensive Behandlung sollte ebenfalls berücksichtigt werden
      • die Wirksamkeit von Terazosin bei der Behandlung einer BPH sollte nach einem Therapiezeitraum von 4 - 6 Wochen mit der Erhaltungsdosis bewertet werden
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Terazosin - peroral
    • Terazosin darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der potenzielle Nutzen überwiegt das mögliche Risiko
    • Daten aus Tierstudien haben gezeigt, dass Terazosin die Dauer einer Schwangerschaft verlängern oder die Wehen hemmen kann
      • Terazosin sollte daher nicht kurz vor einer Entbindung angewendet werden
    • keine oder nur begrenzte Daten aus der Anwendung von Terazosin bei schwangeren Frauen
    • tierexperimentelle Studien
      • zeigten keine teratogenen Effekte von Terazosin
      • bei sehr hohen Dosen wurden andere Wirkungen auf die Reproduktion beobachtet (Reproduktionstoxizität)
    • Indikation (symptomatische) Behandlung klinischer Symptome der benignen Prostatahyperplasie, wie Blasenentleerungsstörungen
      • Terazosin wird während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine Verhütungsmittel verwenden, nicht empfohlen
        • bzw. nicht zutreffend, da die Anwendung nur für männliche Patienten bestimmt ist
    • Indikation Behandlung der Hypertonie
      • maternalen Toxizität wird angenommen als Folge folgender Befunde
        • Terazosinhydrochlorid hatte weder in Ratten noch in Kaninchen eine teratogene Wirkung, wenn es oral in Dosierungen verabreicht wurde, die um das 1330-fache bzw. um das 165-fache über der maximalen
          therapeutischen Dosis beim Menschen lag
        • fetale Resorption wurde bei Ratten beobachtet, denen 480 mg/kg/Tag verabreicht wurden, eine Dosis, die um das 1330-fache über der therapeutischen Dosis beim Menschen lag
        • die Nachkommen von Kaninchen, die Dosen erhielten, die bis zu 165-fach größer waren als der maximale
          therapeutische Dosis beim Menschen, zeigten eine Erhöhung fetaler Resorptionen, ein reduziertes Körpergewicht und eine höhere Inzidenz von überzähligen Rippen
      • Nicht-teratogene Wirkungen
        • in einer peri- und postnatalen Entwicklungsstudie an Ratten wurde im Vergleich zu der Kontrollgruppe unter den Nachkommen von Ratten, denen 120 mg/kg/Tag verabreicht wurde (eine Dosis, die 300-mal
          größer ist als die empfohlene Höchstdosis beim Menschen) eine signifikante Zunahme von Todesfällen während der dreiwöchigen Frist nach der Geburt beobachtet
    • Fertilität
      • verminderte Fertilität und testikuläre Atrophie wurden bei Ratten nach wiederholter Gabe von Dosen >/= 20- bis 30-fach höher als die maximal beim Menschen empfohlene Dosis beobachtet
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Terazosin - peroral
    • Anwendung in der Stillzeit mit Vorsicht
    • ein Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden
    • Übergang in die Muttermilch unbekannt
      • in präklinischen Studien wurde nachgewiesen, dass Terazosin in die Milch von Ratten ausgeschieden wird
      • physikalisch-chemische Daten lassen eine Exkretion von Terazosin und seinen Metaboliten in die Muttermilch vermuten
    • Indikation (symptomatische) Behandlung klinischer Symptome der benignen Prostatahyperplasie, wie Blasenentleerungsstörungen
      • der Arzt muss in Abwägung der Vorteile des Stillens für das Kind gegenüber dem Nutzen der Therapie für die Frau entscheiden, ob das Stillen unterbrochen oder die Therapie mit Terazosin unterbrochen bzw. unterlassen werden muss
        • bzw. nicht zutreffend, da die Anwendung nur für männliche Patienten bestimmt ist

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
      • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
      • Der blutdrucksenkende Effekt des Präparates kann durch andere blutdrucksenkende Arzneimittel (z. B. ACE-Hemmer, Beta-Rezeptorenblocker, Calciumantagonisten, Diuretika) verstärkt werden.
      • Nehmen Sie das Arzneimittel nicht in Kombination mit anderen Alpha-Rezeptorenblockern aus der Gruppe der Chinazoline (z. B. Doxazosin, Prazosin, Alfuzosin) ein.
      • Das Präparat und so genannte Phosphodiesterase-5-Inhibitoren (z. B. Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil):
        • Bei einigen Patienten, die zur Behandlung von Bluthochdruck oder Vergrößerung der Prostata alpha-Blocker einnehmen, können Schwindel oder Benommenheit auftreten.
        • Dies kann durch einen niedrigen Blutdruck beim Hinsetzen oder schnellen Aufstehen verursacht werden. Bei bestimmten Patienten traten diese Beschwerden auf, wenn sie Arzneimittel gegen erektile Dysfunktion (Impotenz) und alpha-Blocker gleichzeitig eingenommen hatten. Um zu vermeiden, dass diese Beschwerden auftreten, sollten Sie auf eine gleichbleibende Tagesdosis des alpha-Blockers eingestellt sein, wenn Sie Arzneimittel gegen erektile Dysfunktion anwenden.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    mittelschwer Phosphodiesterase-5-Hemmer / Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten
    Alpha-Adrenozeptor-Agonisten / Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten
    Sympathomimetika / Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten
    geringfügig Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten / Beta-Blocker
    Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten / Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
    Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten / Asenapin
    Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten / ACE-Hemmer
    Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten / Diuretika
    Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten / Calcium-Antagonisten, Dihydropyridine
    unbedeutend Finasterid / Terazosin

    Warnhinweise

    • Das Präparat ist aufgrund des Anwendungsgebietes nicht für die Einnahme durch Frauen vorgesehen.

    Einschleichend dosieren.
    Mit Flüssigkeit einnehmen.Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit ist nicht empfohlen.

    Dosierungsanleitung

    • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
    • Hinweis
      • Für die individuelle Einstellung auf die erforderliche Erhaltungsdosis stehen auch Tabletten mit niedrigerer (1 mg Terazosin) und höherer Wirkstärke (5 mg und 10 mg Terazosin) zur Verfügung.
      • Grundsätzlich sollte die Behandlung mit Terazosin einschleichend mit der niedrigsten Dosierung (1 mg Terazosin) begonnen und anschließend langsam bis zur individuellen Wirkdosis gesteigert werden.
      • Beginnen Sie bitte mit der Einnahme von 1 mg Terazosin abends.
      • Anschließend wird die Dosis entsprechend dem unten abgebildeten Schema in wöchentlichen bzw. 14-tägigen Abständen gesteigert.
    • Dosierungsschema:
      • Dosierungsstufen: 1. Stufe (Tag 1 - 7)
        • Tagesdosis Terazosin: 1 mg
        • Tablette/Tag: 1 x 1 Tablette Terazosin 1 mg
        • Mindesttherapiedauer dieser Dosierstufe vor dem Wechsel zur nächsthöheren Dosis zur Erzielung der urodynamischen Wirkung: 7 Tage
      • Dosierungsstufen: 2. Stufe (Tag 8 - 21)
        • Tagesdosis Terazosin: 2 mg
        • Tablette/Tag: 1 x 1 Tablette Terazosin 2 mg
        • Mindesttherapiedauer dieser Dosierstufe vor dem Wechsel zur nächsthöheren Dosis zur Erzielung der urodynamischen Wirkung: 14 Tage
      • Bitte nehmen Sie danach die Tabletten weiter ein.
    • Die übliche Dosis zur Behandlung der Beschwerden bei Vergrößerung der Prostata liegt zwischen 2 mg und 5 mg Terazosin pro Tag. Eine Einnahme von mehr als 10 mg Terazosin täglich führt zu keiner weiteren Verbesserung der Beschwerden.
    • Mit der Verbesserung der Beschwerden können Sie frühestens zwei Wochen nach Therapiebeginn rechnen.
    • Wenn Sie gleichzeitig blutdrucksenkende Arzneimittel nehmen, ist mit der Dosierung sehr vorsichtig zu verfahren. Sprechen Sie die Dosierung von diesem Präparat bzw. der blutdrucksenkenden Arzneimittel in diesem Fall gezielt mit Ihrem Arzt ab.
    • Bei älteren Menschen und Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörung ist bei der Dosierung besondere Vorsicht geboten.

     

    • Dauer der Anwendung
      • Die Dauer der Anwendung wird vom behandelnden Arzt festgelegt. Die Behandlung mit Terazosin ist eine Langzeittherapie. Unterbrechen Sie die Therapie nur nach ärztlicher Anweisung. Haben Sie die Behandlung länger als 2 Tage unterbrochen, so ist die Dosierung entsprechend der erstmaligen Einnahme langsam einzuschleichen und schrittweise zu steigern. Beginnen Sie bitte wieder mit 1 mg Terazosin abends.
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist oder falls Nebenwirkungen auftreten.

     

    • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben als Sie sollten
      • Es kann bei Ihnen zu Blutdruckabfall bis hin zur vorübergehenden Bewusstlosigkeit kommen. In Abhängigkeit von der eingenommenen Menge von Terazosin kann es zu lebensbedrohlichen Zuständen wie Herz-Kreislauf-Versagen kommen. Verständigen Sie bitte daher bei Überdosierung sofort einen Arzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann. Treten Beschwerden wie Benommenheit, Schwindel, Schwächegefühl oder Bewusstlosigkeit auf, sollten Sie in eine Position flach auf dem Rücken liegend mit hochgelagerten Beinen gebracht werden (Kopftieflage), um die Normalisierung von Blutdruck und Herzfrequenz zu unterstützen. Der Arzt hat zur Behandlung eines extremen Blutdruckabfalls die Möglichkeit, gezielt medikamentös zu behandeln. Eine Dialyse ist nicht empfehlenswert, da Terazosin durch Dialyse nicht herausgefiltert wird.

     

    • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
      • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

     

    • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
      • Die medikamentöse Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung ist in der Regel eine Dauerbehandlung.
      • Falls Sie die Behandlung abbrechen, beispielsweise weil bei Ihnen Nebenwirkungen aufgetreten sind, sprechen Sie bitte vorher in jedem Fall mit Ihrem Arzt.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

    Dosierung
    • Zur Behandlung der klinischen Symptome sowie der Blasenentleerungsstörungen bei benigner Prostatahyperplasie (BPH)
      • einschleichend nach Dosierschema
        • Hinweise:
          • bei jeder Dosierungsstufe können vorübergehende Nebenwirkungen auftreten
          • bleiben Nebenwirkungen bestehen: Dosisreduktion
        • 1.Stufe (Tag 1 - 7)
          • 1 mg 1mal / Tag
          • Behandlungsdauer: 7 Tage (Mindesttherapiedauer vor dem Wechsel zur nächsthöheren Dosierung)
        • 2. Stufe (Tag 8 - 21)
          • 2 mg 1mal / Tag
          • Behandlungsdauer: 14 Tage (Mindesttherapiedauer vor dem Wechsel zur nächsthöheren Dosierung)
      • therapeutischer Bereich
        • 2 - 5mg 1mal / Tag
          • langsame Dosissteigerung bis zur gewünschten Wirkung
          • keine Verbesserung der Symptome bei Dosiserhöhung über 10mg 1mal / Tag
          • keine Erleichterung der Beschwerden vor 2 Wochen nach Therapiebeginn
      • Behandlungsdauer wird durch den Arzt bestimmt
        • Langzeittherapie
          • Unterbrechung nur nach ärztlicher Anweisung
            • spätestens nach zweitägiger Unterbrechung Durchführung einer neuen schrittweisen Dosissteigerung
              • Beginn: 1mg Terazosin abends vor dem Zubettgehen

    Dosisanpassung

    • ältere Patienten
      • Dosis so niedrig wie möglich
      • Dosissteigerung nur unter genauer Beobachtung
    • Niereninsuffizienz
      • Dosis so niedrig wie möglich
      • Dosissteigerung nur unter genauer Beobachtung
    • Leberinsuffizienz, eingeschränkt
      • besonders vorsichtige Dosierung
    • Leberinsuffizienz, schwerwiegend
      • keine klinischen Erfahrungen
    • Comedikation mit blutdrucksenkenden Mitteln
      • gelten die obigen Dosisrichtlinien nur, wenn diese Arzneimittel in ihrer Dosis reduziert oder abgesetzt werden

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • Wie andere vergleichbare Wirkstoffe (Alpha-Rezeptorenblocker) kann Terazosin vorübergehende Bewusstlosigkeiten verursachen. Diese treten meistens innerhalb von 30 bis 90 Minuten nach der Tabletteneinnahme auf. Als Ursache wurde zumeist ein Blutdruckabfall bei Lagewechsel angenommen. Teilweise könnte jedoch eine erhöhte Schlagfrequenz des Herzens (120 - 160/min) ursächlich sein.
    • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
      • Wahrnehmungs- und Stimmungsbeeinträchtigungen, Blutdruckabfall bei Lagewechsel (orthostatische Dysregulation), Brustschmerzen, Herzklopfen, Atemnot, „verstopfte Nase", Schnupfen, Nasenbluten, Übelkeit, Potenzstörungen, abnormale Ejakulation (z. B. Blutbeimengung im Sperma), Schwindel, Benommenheit, Müdigkeit, Schwächegefühl
    • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
      • Sehstörungen (verfälschtes Farben-/Verschwommensehen), erhöhte Schlagfrequenz des Herzens, Verstopfung, Durchfall, Erbrechen, Juckreiz, unspezifische Hautreaktion (z. B. Nesselsucht mit Quaddelbildung [Urtikaria]), Blasenentleerungsstörungen, schmerzhafte Dauererektion des Penis ohne sexuelle Erregung (Priapismus), verminderter Sexualtrieb (Libido), Kopfschmerzen, Schwellungen (Ödeme), Gewichtszunahme, vorübergehende Bewusstlosigkeit
    • Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
      • Verminderung der Anzahl der Blutplättchen im Blut, Vorhofflimmern, schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide Reaktionen)
    • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • Über Eingeweidebrüche (z. B. Leistenbrüche) wurde berichtet.
    • Sonstiges
      • Folgende Nebenwirkungen, die nicht in gesichertem ursächlichen Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehen, wurden in klinischen Studien oder nach der Markteinführung beobachtet: Fieber, Bauchschmerzen, Nacken-, Rücken-, Schulterschmerzen, Gefäßerweiterung, Herzrhythmusstörungen, Mundtrockenheit, allgemeine Verdauungsstörung, Blähungen, Gicht, Gelenkschmerzen, Gelenkentzündung, Gelenkbeschwerden, Muskelschmerzen, Kribbelempfindungen, Ängstlichkeit, Depression, Schlaflosigkeit, Bronchitis, grippeähnliche Symptome, Rachenentzündung, Entzündung der Nasennebenhöhlen, Erkältungszeichen, Hautausschlag, Husten, Schwitzen, Bindehautentzündung, Ohrgeräusche, Impotenz, häufiger Harndrang, Blaseninfektion, Harninkontinenz.
      • Klinische Untersuchungen lassen das mögliche Auftreten einer Blutverdünnung durch das Präparat vermuten, wodurch die zellulären Anteile im Blut vermindert erscheinen.
      • Wenn Sie sich einer Augenoperation bei grauem Star (Katarakt-Operation) unterziehen müssen und das Präparat einnehmen oder früher eingenommen haben, kann es während der Operation zu Schwierigkeiten kommen.
    • Gegenmaßnahmen
      • Eine häufige Nebenwirkung von Terazosin ist der Blutdruckabfall, der sich als Schwindel, Benommenheit oder Schwächegefühl äußern kann.
      • Bemerken Sie diese Beschwerden, so setzen Sie sich bitte sofort hin oder legen sich hin, bis die Beschwerden vorüber sind. Berichten Sie Ihrem Arzt von diesen Ereignissen, damit dieser bei der Dosierung darauf eingehen kann.
      • Eine weitere mögliche Nebenwirkung des Terazosin ist die schmerzhafte Dauererektion des Penis ohne sexuelle Erregung. Tritt diese bei Ihnen auf, suchen Sie bitte sofort einen Arzt auf, da ohne medizinische Behandlung eine dauerhafte Erektionsstörung entstehen kann.
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Terazosin - peroral
    • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Sinusitis (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Rhinitis (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Bronchitis (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Pharyngitis (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Nasopharyngitis
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Thrombozytopenie
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • anaphylaktische Reaktionen
        • schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide Reaktionen)
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Gicht (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Nervosität
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Depression (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Schlaflosigkeit (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Angst / Ängstlichkeit (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Kopfschmerzen
        • Schwindel
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Schläfrigkeit
        • Parästhesien (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Wahrnehmungs- und Stimmungsbeeinträchtigungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Synkope
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Gleichgewichtsstörung
    • Augenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Verschwommensehen
        • Störungen des Farbensehens
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Konjunktivitis (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • IFIS (Intraoperative Floppy Iris Syndrome)
        • Sehstörungen (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Amblyopie
    • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Drehschwindel
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Tinnitus (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
    • Herzerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • orthostatische Dysregulation
        • Palpitationen
        • Tachykardie
        • Brustschmerz
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Vorhofflimmern
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Arrhythmie (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
    • Gefässerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • orthostatische Hypotonie
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Gefäßerweiterung (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Atemnot
        • Nasenschleimhautschwellung / „verstopfte Nase",
        • Nasenbluten
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • (vermehrtes) Husten (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Übelkeit
        • Verstopfung
        • Durchfall
        • Erbrechen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Bauchschmerzen (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Mundtrockenheit (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Dyspepsie (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Blähungen (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
    • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Pruritus
        • Rash
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • unspezifische Hautreaktion z.B. Urtikaria
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Hyperhidrose
        • Schwitzen (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Exanthem (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Ausschlag
    • Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Schmerzen in den Extremitäten
        • Rückenschmerzen (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Arthralgie (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Arthritis (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Arthropathie
        • Myalgie / Muskelschmerzen (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Nackenschmerzen (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Schulterschmerzen (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Gelenkbeschwerden (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
    • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Harnwegsinfektion
        • Harninkontinenz (hauptsächlich bei postmenopausalen Frauen)
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Blasenentleerungsstörungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • erhöhte Harnfrequenz
        • häufiger Harndrang (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Blaseninfektion (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
    • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Impotenz/Potenzstörungen (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • abnormale Ejakulation (z. B. Hämatospermie)
        • Erektile Dysfunktion
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Verminderte Libido
        • Priapismus
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Asthenie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Stupor
        • Benommenheit
        • Bewusstseinsverlust (besonders beim schnellen Lagewechsel vom Liegen oder Sitzen zum Stehen - orthostatische Hypotonie)
        • peripheres Ödem
        • Ödem in der Schleimhaut
        • Ödeme
        • Müdigkeit
        • Kraftlosigkeit
        • Schwächegefühl
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Gewichtszunahme
        • Angioödeme
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Swellung im Gesicht / Gesichtsödem (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Fieber (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Erkältungszeichen (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Grippe-Symptome (zusätzlich in klinischen Studien oder nach Markteinführung berichtet, jedoch nicht eindeutig in Zusammenhang mit der Einnahme von Terazosin stehend)
        • Hernienbildung
    • Untersuchungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Hämodilution (kontrollierte klinische Studien lassen das mögliche Auftreten vermuten), dadurch
          • vermindertes Albumin
          • verminderter Hämatokrit
          • vermindertes Hämoglobin
          • vermindertes Gesamteiweiß
          • Verminderung der Leukozyten

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Terazosin hydrochlorid 2-Wasser2.374 mgWirkstoff
    Terazosin2 mgk.A.
    Cellactose+Hilfsstoff
    Cellulose Pulver+k.A.
    Lactose 1-Wasser+k.A.
    Chinolingelb+Hilfsstoff
    Croscarmellose, Natriumsalz+Hilfsstoff
    Lactose111 mgHilfsstoff
    Lactose 1-Wasser+Hilfsstoff
    Magnesium stearat+Hilfsstoff

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