Nimbex 5mg

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Steckbrief : Nimbex 5mg

  • 07428787
  • Injektions-, Infusionsloesung
  • 5 ST
  • Aspen Germany GmbH
  • Preisvergleich
  • Produktinformationen
  • Wirkstoff und Bestandteile
  • Preisalarm
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  • Anwendungsgebiete

    Indikation

    • nicht-depolarisierendes Muskelrelaxans von mittlerer Wirkdauer zur i.v. Anwendung
      • bei chirurgischen und anderen Eingriffen bei Erwachsenen und Kindern ab einem Alter von 1 Monat
      • zur Anwendung bei Erwachsenen während Intensivtherapie
      • als Zusatz bei Allgemeinanästhesie oder im Rahmen der Sedierung im intensivmedizinischen Bereich zur Relaxierung der Muskulatur sowie zur Erleichterung der endotrachealen Intubation und der künstlichen Beatmung
    Art der Anwendung
    • zur einmaligen Anwendung bei einem Patienten (keine antimikrobiellen Konservierungsmittel)
    • Anwendung als i.v. Bolusinjektion oder als i.v. Infusion

    Gegenanzeigen

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Cisatracurium - invasiv

    • bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Cisatracurium oder Atracurium

    Vorsichtsmaßnahmen

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Cisatracurium - invasiv

    • Allgemein
      • Cisatracurium lähmt die Atem- und Skelettmuskulatur, ohne das Bewusstsein oder die Schmerzwahrnehmung zu beeinträchtigen
        • Cisatracurium sollte nur von folgenden Ärzten verabreicht werden
          • einem Anästhesisten
          • unter Aufsicht eines Anästhesisten
          • unter Aufsicht eines anderen Arztes, der mit der Anwendung und Wirkung von Muskelrelaxanzien vertraut ist
        • folgende Möglichkeiten müssen zur Verfügung stehen
          • zur endotrachealen Intubation
          • zum Erhalt der Lungenventilation
          • zur angemessenen arteriellen Oxygenierung
    • Überempfindlichkeit
      • Cisatracurium sollte nur mit Vorsicht an Patienten verabreicht werden, die eine Überempfindlichkeit gegenüber anderen Muskelrelaxanzien gezeigt haben
        • Berichte über hohe Rate (> 50 %) einer Kreuzüberempfindlichkeit zwischen Muskelrelaxanzien
    • Herzfrequenz
      • Cisatracurium weist keine signifikanten Vagus- oder Ganglien-blockierenden Effekte auf
        • kein klinisch relevanter Einfluss auf die Herzfrequenz
      • wirkt nicht Bradykardien entgegen, die durch Gabe anderer bei der Anästhesie verwendeter Arzneimittel, oder die nach Vagusreizung im Laufe von chirurgischen Eingriffen eventuell verursacht worden sind
    • Patienten mit Myasthenia gravis oder anderen neuromuskulären Erkrankungen
      • zeigen eine stark erhöhte Empfindlichkeit gegenüber nicht-depolarisierenden Muskelrelaxanzien
      • bei diesen Patienten wird eine Anfangsdosis </= 0,02 mg / kg Körpergewicht (KG) empfohlen
    • Säure-Basen- und / oder Serumelektrolyt-Haushalt
      • schwere Störungen können die Empfindlichkeit von Patienten gegenüber Muskelrelaxanzien herauf- oder herabsetzen
    • Neugeborene < 1 Monat
      • keine Erfahrungen zur Anwendung von Cisatracurium bei Neugeborenen < 1 Monat vorliegend
        • in dieser Patientengruppe wurden keine klinischen Prüfungen durchgeführt
    • maligne Hyperthermie
      • keine Studien über die Anwendung von Cisatracurium bei Patienten, bei denen in der Vergangenheit eine maligne Hyperthermie aufgetreten ist, vorliegend
      • tierexperimentelle Studien
        • Studien an für maligne Hyperthermie empfindlichen Schweinen
          • Cisatracurium löst dieses Syndrom bei dieser Spezies nicht aus
    • Operation mit induzierter Unterkühlung
      • keine Studien zur Anwendung von Cisatracurium bei Patienten, die einer Operation mit induzierter Unterkühlung (25 - 28 °C) unterzogen werden, vorhanden
      • Infusionsrate, die benötigt wird, um eine angemessene Relaxierung während des operativen Eingriffs zu erhalten, kann unter diesen Bedingungen signifikant reduziert sein (wie bei anderen Muskelrelaxanzien)
    • Patienten mit Verbrennungen
      • Cisatracurium wurde nicht bei Patienten mit Verbrennungen untersucht
      • Möglichkeit einer Dosiserhöhung und einer verkürzten Wirkungsdauer muss berücksichtigt werden, wenn Cisatracurium diesen Patienten verabreicht wird (wie bei anderen nicht-depolarisierenden Muskelrelaxanzien)
    • Patienten auf der Intensivstation
      • tierexperimentelle Studien
        • Laudanosin, ein Metabolit von Cisatracurium und Atracurium, wurde mit einer vorübergehenden Hypotonie und bei einigen Arten mit zerebral erregenden Effekten in Verbindung gebracht
          • nach Verabreichung hoher Dosen in Tierstudien
        • bei der empfindlichsten Tierart traten diese Effekte bei Plasma-Laudanosin-Konzentrationen auf, die vergleichbar zu denjenigen waren, die bei einigen Patienten auf der Intensivstation nach längerer Infusion von Atracurium gemessen wurden
      • entsprechend der niedrigeren Infusionsrate von Cisatracurium betragen die Plasma-Laudanosin-Konzentrationen ca. 1/3 gegenüber denen nach einer Atracurium-Infusion
      • seltene Meldungen über Krämpfe bei Patienten auf Intensivstationen, die neben anderen Arzneimitteln Atracurium erhalten haben
        • diese Patienten hatten gewöhnlich eine oder mehrere medizinische Prädispositionen für Krämpfe, z.B.
          • Schädeltrauma
          • hypoxische Enzephalopathie
          • Hirnödem
          • virale Enzephalitis
          • Urämie
        • kausaler Zusammenhang mit Laudanosin wurde nicht festgestellt
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Cisatracurium - invasiv
    • Cisatracurium sollte nicht während der Schwangerschaft angewendet werden
      • keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Cisatracurium bei schwangeren Frauen vorliegend
      • mögliches Risiko für Menschen unbekannt
    • tierexperimentelle Studien
      • unzureichende Daten bezgl.
        • Auswirkungen auf die Schwangerschaft
        • embryonaler / fetaler Entwicklung
        • Geburt
        • postnataler Entwicklung
    • Fertilität
      • keine Studien zur Fertilität durchgeführt
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Cisatracurium - invasiv
    • als Vorsichtsmaßnahme sollte das Stillen während der Behandlung unterbrochen werden
      • es wird empfohlen, für 5 Halbwertszeiten von Cisatracurium auf das Stillen zu verzichten, d. h.
        • etwa 3 Stunden nach der letzten Cisatracurium-Dosis oder nach dem Ende der Cisatracurium-Infusion
    • Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden
      • aufgrund der kurzen Halbwertszeit ist jedoch ein Einfluss auf das gestillte Kind nicht zu erwarten
        • wenn die Mutter wieder mit dem Stillen beginnt, nachdem die Wirkungen der Substanz abgeklungen sind
    • nicht bekannt, ob Cisatracurium oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    schwerwiegend Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / Inhalations-Narkotika
    mittelschwer Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / Aminoglykosid-Antibiotika
    Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / Carbamazepin
    Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / Corticosteroide
    Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / Hydantoine
    Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / (Es-)Ketamin
    Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / Lincosamide
    Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / Magnesium-Salze
    Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / Polypeptid-Antibiotika
    Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / Chinin
    Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / Theophyllin
    Muskelrelaxanzien / Thiopurine
    Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / Verapamil
    geringfügig Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / Beta-Blocker
    Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / Lithium
    Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / Schleifendiuretika
    Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / Thiazid-Diuretika
    Muskelrelaxanzien, periphere / Lokalanästhetika
    Amifampridin / Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende
    Botulinum-Toxin / Muskelrelaxanzien
    Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / Cholinesterase-Hemmer
    Muskelrelaxanzien / Tizanidin
    Muskelrelaxanzien / Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
    Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende / Irinotecan

    Warnhinweise

    Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit ist nicht empfohlen.

    Dosierungsanleitung

    Dosierung

    Basiseinheit: 1 ml Injektions-/Infusionslösung enthält 2,68 mg Cisatracuriumbesilat entsprechend 2 mg Cisatracurium

    • chirurgische und andere Eingriffe; Anwendung während der Intensivtherapie; Zusatz bei Allgemeinanästhesie oder im Rahmen der Sedierung im intensivmedizinischen Bereich
      • Anwendung nur von einem Anästhesisten oder unter Aufsicht eines Anästhesisten oder eines anderen Arztes, der mit der Anwendung und Wirkung von Muskelrelaxanzien vertraut ist
      • Möglichkeiten zur endotrachealen Intubation, zum Erhalt der Lungenventilation und zur angemessenen arteriellen Oxygenierung müssen zur Verfügung stehen
      • keine gleichzeitige Verabreichung von Propofol-Injektionsemulsion oder alkalischen Lösungen wie Thiopental-Natrium in derselben Spritze oder durch dieselbe Nadel
      • Hinweis zur Überwachung
        • Überwachung der neuromuskulären Funktionen empfohlen, um die Dosierung den individuellen Erfordernissen anpassen zu können
      • i.v. Bolusinjektion
        • Erwachsene
          • endotracheale Intubation
            • 0,15 mg / kg KG
            • gute bis sehr gute Intubationsbedingungen 120 Sekunden nach der Anwendung, bei Anästhesieeinleitung mit Propofol
            • Verkürzung der Zeit bis zum Eintritt der neuromuskulären Blockade durch höhere Dosen
            • durchschnittliche pharmakodynamische Daten nach Verabreichung bei gesunden Patienten während einer Anästhesie mit Opioiden (Thiopental/Fentanyl/Midazolam) oder Propofol
              • 0,1 mg Cisatracurium / kg KG
                • Art der Anästhesie: Opioid
                • Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression (T1 einzelne Zuckungen des Daumenadduktors bzw. die erste Zuckung eines Vierfachreizes ("train-of-four") als Antwort auf eine supramaximale elektrische Stimulation des Nervus ulnaris): 3,4 Minuten
                • Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 4,8 Minuten
                • Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 45 Minuten
              • 0,15 mg Cisatracurium / kg KG
                • Art der Anästhesie: Propofol
                • Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression: 2,6 Minuten
                • Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 3,5 Minuten
                • Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 55 Minuten
              • 0,2 mg Cisatracurium / kg KG
                • Art der Anästhesie: Opioid
                • Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression: 2,4 Minuten
                • Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 2,9 Minuten
                • Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 65 Minuten
              • 0,4 mg Cisatracurium / kg KG
                • Art der Anästhesie: Opioid
                • Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression: 1,5 Minuten
                • Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 1,9 Minuten
                • Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 91 Minuten
            • Verlängerung der Wirkdauer einer Anfangsdosis Cisatracurium um bis zu 15 % bei einer Enfluran- oder Isofluran-Anästhesie
          • Erhaltung der Relaxation
            • Verlängerung der neuromuskulären Blockade mit Erhaltungsdosen von Cisatracurium
            • Verlängerung der neuromuskulären Blockade während einer Opioid- oder Propofol-Anästhesie um ca. 20 Minuten mit einer Dosis von 0,03 mg / kg KG
            • aufeinanderfolgende Erhaltungsdosen haben keinen kumulativen Effekt auf die neuromuskuläre Blockade
          • Spontanerholung
            • bei Einsetzen der spontanen Erholung von der neuromuskulären Blockade ist die Zeitspanne bis zur vollständigen Erholung unabhängig von der verabreichten Cisatracurium-Dosis
            • Opioid- oder Propofol-Anästhesie
              • durchschnittliche Zeiten von einer 25 %igen bis zu einer 75 %igen Erholung bzw. von einer 5 %igen bis zu einer 95 %igen Erholung: ca. 13 bzw. 30 Minuten
          • Aufhebung der neuromuskulären Blockade
            • vollständige Aufhebung der neuromuskulären Blockade durch übliche Dosen von Cholinesterase-Hemmstoffen
            • mittlere Zeiten von einer 25 %igen bis zu einer 75 %igen Erholung bzw. bis zur vollständigen klinischen Erholung (T4:T1-Verhältnis >/= 0,7) : ca. 4 bzw. 9 Minuten nach Verabreichung des Antidots bei einer durchschnittlichen T1-Erholung von 10 %
        • Kinder
          • endotracheale Intubation (Kinder im Alter von 1 Monat - 12 Jahre)
            • empfohlene Intubationsdosis: 0,15 mg / kg KG (schnelle Verabreichung über 5 - 10 Sekunden)
            • endotracheale Intubation nach 120 Sekunden
            • pharmakodynamische Daten
              • Kinder 1 - 11 Monate
                • 0,15 mg Cisatracurium / kg KG
                  • Art der Anästhesie: Halothan
                  • Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression: 1,4 Minuten
                  • Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 2,0 Minuten
                  • Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 52 Minuten
                • 0,15 mg Cisatracurium / kg KG
                  • Art der Anästhesie: Opioid
                  • Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression: 1,4 Minuten
                  • Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 1,9 Minuten
                  • Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 47 Minuten
              • Kinder 1 Monat - 12 Jahre
                • 0,15 mg Cisatracurium / kg KG
                  • Art der Anästhesie: Halothan
                  • Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression: 2,3 Minuten
                  • Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 3,0 Minuten
                  • Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 43 Minuten
                • 0,15 mg Cisatracurium / kg KG
                  • Art der Anästhesie: Opioid
                  • Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression: 2,6 Minuten
                  • Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 3,6 Minuten
                  • Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 38 Minuten
            • Anwendung zur Intubation bei Kindern der ASA-Klassen III - IV nicht untersucht
            • begrenzte Daten zur Anwendung bei Kindern < 2 Jahren bei lang andauernden oder großen chirurgischen
            • kürzere klinische Wirkungsdauer und schnelleres Spontanerholungsprofil als bei Erwachsenen
            • Anwendung einer geringeren Dosierung, wenn Cisatracurium zur Intubation nicht erforderlich ist
              • Kinder 2 - 12 Jahre
                • 0,08 mg Cisatracurium / kg KG
                  • Art der Anästhesie: Halothan
                  • Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression: 1,7 Minuten
                  • Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 2,5 Minuten
                  • Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 31 Minuten
                • 0,1 mg Cisatracurium / kg KG
                  • Art der Anästhesie: Opioid
                  • Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression: 1,7 Minuten
                  • Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 2,8 Minuten
                  • Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 28 Minuten
            • keine Untersuchung der Anwendung nach vorheriger Gabe von Suxamethonium
            • Verlängerung der klinischen Wirkungsdauer um bis zu 20 % durch Halothan
            • keine Erkenntnisse zur Anwendung während einer Anästhesie mit hlaogenierten Fluorkohlenwasserstoff-Anästhetika (es kann von einer Verlängerung der klinischen Wirkungsdauer von Cisatracurium ausgegangen werden)
          • Erhaltung der Relaxation (Kinder 2 - 12 Jahre)
            • Verlängerung der neuromuskulären Blockade mit Erhaltungsdosen
            • Verlängerung der klinisch effektiven neuromuskulären Blockade während einer Halothan-Anästhesie um ca. 9 Minuten mit einer Dosis von 0,02 mg / kg KG
            • aufeinanderfolgende Erhaltungsdosen haben keinen kumulativen Effekt auf die neuromuskuläre Blockade
            • Kinder < 2 Jahre
              • keine ausreichenden Daten für eine Dosierungsempfehlung
              • sehr begrenzte Daten: Verlängerung der neuromuskulären Blockade um bis zu 25 Minuten während einer Opioid-Anästhesie mit einer Dosis von 0,03 mg / kg KG
          • Spontanerholung
            • bei Eintreten der Erholung von der neuromuskulären Blockade, ist die Zeitspanne bis zur vollständigen Erholung unabhängig von der verabreichten Dosis
            • während einer Opioid- oder Halothan-Anästhesie beträgt die durchschnittliche Dauer von einer 25 %igen bis zu einer 75 %igen Erholung bzw. von einer 5 %igen bis zu einer 95 %igen Erholung ca. 11 bzw. 28 Minuten
          • Aufhebung der neuromuskulären Blockade
            • vollständige Aufhebung der neuromuskulären Blockade durch übliche Dosen von Cholinesterase-Hemmstoffen
            • mittlere Zeit von einer 25 %igen bis zu einer 75 %igen Erholung bzw. bis zur vollständigen klinischen Erholung (T4:T1-Verhältnis >/= 0,7) beträt ca. 2 bzw. 5 Minuten nach Verabreichung des Antagonisten bei einer durchschnittlichen T1-Erholung von 13 %
      • i.v. Infusion
        • Erwachsene und Kinder (2 - 12 Jahre)
          • Aufrechterhaltung der neuromuskulären Blockade durch Infusion von Cisatracurium
          • nach den ersten Anzeichen einer Spontanerholung
            • anfängliche Infusionsrate: 3 µg / kg KG / min (0,18 mg / kg KG / h), Erzielung einer 89 %igen bis 99 %igen T1-Unterdrückung
            • nach der anfänglichen Stabilisierungsphase: 1 - 2 µg / kg KG / min (0,06 - 0,12 mg / kg / h) zur Aufrechterhaltung ausreichend
          • bei Anwendung während einer Isofluran- oder Enfluran-Anästhesie kann eine Reduktion der Infusionsrate um bis zu 40 % erforderlich sein
          • Infusionsrate abhängig von der Konzentration von Cisatracurium in der Infusionslösung, dem gewünschten Grad der neuromuskulären Blockade und dem Gewicht des Patienten
          • Richtlinien für den Einsatz von unverdünntem Cisatracurium
            • 20 kg KG
              • 0,6 ml / h bei einer Dosis von 1,0 µg / kg KG / min
              • 0,9 ml / h bei einer Dosis von 1,5 µg / kg KG / min
              • 1,2 ml / h bei einer Dosis von 2,0 µg / kg KG / min
              • 1,8 ml / h bei einer Dosis von 3,0 µg / kg KG / min
            • 70 kg KG
              • 2,1 ml / h bei einer Dosis von 1,0 µg / kg KG / min
              • 3,2 ml / h bei einer Dosis von 1,5 µg / kg KG / min
              • 4,2 ml / h bei einer Dosis von 2,0 µg / kg KG / min
              • 6,3 ml / h bei einer Dosis von 3,0 µg / kg KG / min
            • 100 kg KG
              • 3,0 ml / h bei einer Dosis von 1,0 µg / kg KG / min
              • 4,5 ml / h bei einer Dosis von 1,5 µg / kg KG / min
              • 6,0 ml / h bei einer Dosis von 2,0 µg / kg KG / min
              • 9,0 ml / h bei einer Dosis von 3,0 µg / kg KG / min
          • kontinuierliche Infusion mit konstanter Infusionsrate nicht mit einer progressiven Zu- oder Abnahme der neuromuskulären Blockade verbunden
          • nach der Beendigung der Infusion ist die Zeitspanne bis zur Spontanerholung von der neuromukulären Blockade vergleichbar mit der nach einer einzelnen Bolusinjektion
        • Neugeborene < 1 Monat
          • Anwendung nicht empfohlen (keine Untersuchungen)
    • Dosisanpassung
      • ältere Patienten
        • keine Dosisanpassung notwendig
        • möglicherweise leicht verzögerter Wirkungseintritt
      • eingeschränkte Nierenfunktion
        • keine Dosisanpassung notwendig
        • möglicherweise leicht verzögerter Wirkungseintritt
      • eingeschränkte Leberfunktion
        • keine Dosisanpassung notwendig
        • möglicherweise leicht beschleunigter Wirkungseintritt möglich
      • kardiovaskuläre Erkrankungen
        • schwere kardiovaskuläre Erkrankungen (New York Heart Association (NYHA)-Klasse I-III), die sich einer koronararteriellen Bypass-Operation unterziehen
          • bei schneller Bolusinjektion (über 5 - 10 Sekunden) bei keiner der untersuchten Dosierungen (bis einschließlich 0,4 mg / kg KG (8 x ED95)) klinisch signifikante kardiovaskuläre Effekte
          • nur wenige klinische Daten für Dosierungen > 0,3 mg / kg KG
        • Kinder in der Herzchirurgie
          • Einsatz von Cisatracurium nicht untersucht
      • Intensivmedizin
        • Erwachsene
          • Anwendung als Bolusinjektion und/oder als Infusion
          • Anfangsdosis: 3 µg / kg KG / min (0,18 mg / kg KG / h)
          • erforderliche Dosen können von Patient zu Patient erheblich schwanken und auch während der Behandlung steigen oder fallen
          • klinische Studien: durchschnittliche Infusionsrate 3 µg / kg KG / min [Bereich 0,5 - 10,2 µg / kg KG / min (0,03 - 0,6 mg / kg KG / h)]
          • durchschnittliche Zeit bis zur vollständigen Spontanerholung nach Langzeitinfusion (bis zu 6 Tagen) ungefähr 50 Minuten
          • Erholungsprofil ist unabhängig von der Dauer der Infusion

    Nebenwirkungen

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Cisatracurium - invasiv

    • Erkrankungen des Immunsystems
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • anaphylaktische Reaktionen
        • anaphylaktischer Schock
    • Herzerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Bradykardie
    • Gefäßerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypotonie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hautrötung (Flush)
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Bronchospasmus
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hautausschlag
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Myopathie
        • Muskelschwäche

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Cisatracurium besilat6.7 mgWirkstoff
    Cisatracurium Kation5 mgk.A.
    Besilsäure+Hilfsstoff
    Wasser, für Injektionszwecke+Hilfsstoff

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