Motilium

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Steckbrief : Motilium

  • 02739979
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  • Allgemeine Produktinformationen

    • Zum Einnehmen.
    • Es wird empfohlen, das Arzneimittel vor den Mahlzeiten einzunehmen. Bei Einnahme nach den Mahlzeiten ist die Resorption etwas verzögert. Nehmen Sie die Tabletten bitte unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein (vorzugsweise ein Glas Trinkwasser [200 ml]).

    Anwendungsgebiete

    • Das Präparat wird bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahre und mit einem Körpergewicht von 35 kg oder mehr zur Besserung von Übelkeit und Erbrechen angewendet.
    • Dies ist ein Arzneimittel, welches die Bewegungen oder Kontraktionen des Magens oder Darms erhöht (Prokinetikum, Antiemetikum, selektiv peripherer Dopamin-Antagonist).

    Indikation
    Erwachsene und Jugendliche > 12 Jahre und KG >/= 35 kg
    • Besserung der Symptome Übelkeit und Erbrechen
    Art der Anwendung
    • Einnahme der Tabletten vor den Mahlzeiten empfohlen (bei Einnahme nach den Mahlzeiten verzögerte Resorption)

    Gegenanzeigen

    • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
      • Wenn Sie allergisch gegen Domperidon oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
      • Wenn Sie Magenblutungen haben oder regelmäßig an schweren Bauchschmerzen leiden oder ständig schwarzen Stuhl haben.
      • Wenn Sie einen verstopften oder durchlöcherten Darm haben.
      • Wenn Sie einen Tumor der Hypophyse, auch Hirnanhangdrüse genannt, haben (Prolaktinom). Dies ist eine Hormondrüse im Gehirn, die Vorgänge im Körper wie Stoffwechsel und Wachstum reguliert.
      • Wenn Sie eine mäßige oder schwere Lebererkrankung haben.
      • Wenn Ihr EKG (Elektrokardiogramm) auf ein Herzproblem hinweist, das als „verlängertes frequenzkorrigiertes QT-Intervall" bezeichnet wird.
      • Wenn Sie ein Problem haben oder hatten, bei dem Ihr Herz das Blut nicht so gut durch den Körper pumpen kann, wie es sollte (eine Erkrankung, die „Herzinsuffizienz" genannt wird).
      • Wenn Sie ein Problem haben, bei dem Ihre Kalium- oder Magnesiumspiegel im Blut erniedrigt sind oder der Kaliumspiegel in Ihrem Blut erhöht ist.
      • Wenn Sie bestimmte andere Arzneimittel einnehmen.

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Domperidon - peroral
    • Überempfindlichkeit gegen Domperidon
    • Prolaktin-produzierender Hypophysentumor (Prolaktinom)
    • wenn eine Stimulation der Magen-Motilität gefährlich sein könnte: z.B. bei Patienten mit gastrointestinalen Blutungen, mechanischer Obstruktion oder Perforation
    • mäßige oder schwere Leberfunktionsstörungen
    • Patienten mit bestehender Verlängerung des kardialen Reizleitungsintervalls, insbesondere der QTc-Zeit
    • Patienten mit signifikanten Elektrolyt-Störungen oder zugrundeliegenden Herzerkrankungen wie kongestiver Herzinsuffizienz
    • gemeinsame Verabreichung mit QT-verlängernden Arzneimitteln, ausgenommen Apomorphin
    • gemeinsame Verabreichung mit stark wirksamen CYP3A4-Inhibitoren (unabhängig von deren QT-verlängernden Wirkungen)
    • Verdacht auf oder bestätigtes Phäochromozytom aufgrund des Risikos schwerer hypertensiver Episoden

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
      • Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie das Arzneimittel nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht einnehmen dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.
      • Das Arzneimittel sollten nicht eingenommen werden, wenn eine Anregung der Magenbewegung gefährlich sein könnte, z. B. bei Magen-Darm-Blutungen, mechanischer Verstopfung oder Durchbruch.
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen, wenn Sie:
        • An Leberproblemen leiden (eingeschränkte Leberfunktion oder Leberinsuffizienz).
        • An Nierenproblemen leiden (eingeschränkte Nierenfunktion oder Niereninsuffizienz). Bei einer längerfristigen Behandlung wird geraten, dass Sie mit Ihrem Arzt sprechen, da Sie dieses Arzneimittel möglicherweise in einer niedrigeren Dosis oder seltener einnehmen müssen und Ihr Arzt Sie regelmäßig untersuchen kann.
      • Der Wirkstoff Domperidon wird in Zusammenhang mit einem Anstieg des Risikos für Herzrhythmusstörungen und Herzstillstand gebracht. Das Risiko kann für Patienten, die älter als 60 Jahre sind oder die mehr als 30mg Domperidon pro Tag einnehmen, erhöht sein. Das Risiko ist außerdem auch dann erhöht, wenn Domperidon zusammen mit bestimmten Arzneimitteln gegeben wird. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen (Pilzinfektionen oder bakterielle Infektionen) einnehmen und/oder wenn Sie Herzprobleme oder AIDS / HIV haben.
      • Domperidon sollte in der niedrigsten wirksamen Dosis angewendet werden.
      • Brechen Sie die Behandlung ab und wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn bei Ihnen während der Behandlung mit Domperidon Herzrhythmusstörungen wie Herzklopfen, Atemschwierigkeiten auftreten oder Sie bewusstlos werden.
      • Kinder unter 12 Jahren und Jugendliche ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht unter 35 kg
        • Dieses Arzneimittel sollte nicht an Kinder unter 12 Jahren sowie an Jugendliche ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von weniger als 35 kg verabreicht werden, da die Wirksamkeit in diesen Altersgruppen nicht erwiesen ist.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
      • Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Domperidon - peroral
    • Nierenfunktionsstörungen
      • da die Eliminationshalbwertszeit von Domperidon bei schweren Nierenfunktionsstörungen verlängert ist, sollte bei wiederholter Gabe von Domperidon die Einnahmehäufigkeit abhängig vom Schweregrad der Einschränkung auf ein- bis zweimal täglich reduziert werden
      • Verringerung der Dosis kann notwendig sein
    • kardiovaskuläre Effekte
      • Domperidon wurde in Zusammenhang mit der Verlängerung des QT-Intervalls im Elektrokardiogramm gebracht
        • im Rahmen der Arzneimittelüberwachung nach der Marktzulassung wurde bei Patienten, die Domperidon einnahmen, sehr selten von einer QT-Verlängerung und Torsade de pointes berichtet
        • diese Berichte umfassten Patienten mit vorbestehenden Risikofaktoren, Elektrolytstörungen und einer begleitenden Behandlung, die ebenfalls zum Auftreten beigetragen haben könnte
      • epidemiologische Studien haben einen Zusammenhang zwischen Domperidon und einem Anstieg des Risikos für schwerwiegende ventrikuläre Arrhythmien oder für plötzlichen Herztod gezeigt
        • erhöhtes Risiko bei Patienten beobachtet, die älter als 60 Jahre sind, mehr als 30 mg Domperidon pro Tag oder gleichzeitig andere QT-verlängernde Arzneimittel oder CYP3A4-Inhibitoren einnehmen
      • Anwendung mit Apomorphin
        • Domperidon ist kontraindiziert bei QT-Zeitverlängernden Arzneimitteln, einschließlich Apomorphin, es sei denn, der Nutzen der gleichzeitigen Verabreichung mit Apomorphin ist größer als die Risiken, und auch nur dann, wenn die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen bei der gleichzeitigen Verabreichung, wie sie in der Fachinformation von Apomorphin aufgeführt sind, strikt eingehalten werden
        • siehe Fachinformation von Apomorphin für nähere Angaben
      • Domperidon sollte in der niedrigsten wirksamen Dosis angewendet werden
      • Domperidon ist aufgrund des erhöhten Risikos für ventrikuläre Arrhythmien kontraindiziert bei
        • Patienten mit bestehender Verlängerung der kardialen Reizleitungsintervalle, insbesondere der QTc-Zeit
        • Patienten mit signifikanten Elektrolyt-Störungen (Hypokaliämie, Hyperkaliämie, Hypomagnesiämie)
        • Bradykardie
        • zugrundeliegenden Herzerkrankungen wie kongestiver Herzinsuffizienz
      • von Elektrolytstörungen (Hypokaliämie, Hyperkaliämie, Hypomagnesiämie) oder Bradykardie ist bekannt, dass sie das Risiko für eine Arrhythmie erhöhen
      • Behandlung mit Domperidon sollte abgebrochen und ein Arzt aufgesucht werden, wenn Anzeichen oder Symptome einer Herzrhythmusstörung auftreten
        • Patienten ist anzuraten, etwaige Herzsymptome unverzüglich zu melden
    • Kinder und Jugendliche
      • obwohl neurologische Nebenwirkungen selten sind, ist das Risiko neurologischer Nebenwirkungen bei Kleinkindern erhöht, da die Stoffwechselfunktionen und die Blut-Hirn-Schranke während der ersten Lebensmonate noch nicht vollständig entwickelt sind
      • Überdosierung kann bei Kindern extrapyramidale Störungen hervorrufen
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Domperidon - peroral
    • eine Anwendung von Domperidon soll während der Schwangerschaft nur dann erfolgen, wenn der erwartete therapeutische Nutzen dies rechtfertigt
    • nur begrenzte Daten nach Markteinführung über die Anwendung von Domperidon bei schwangeren Frauen vorliegend
    • tierexperimentelle Studien
      • Studie an Ratten zeigte eine Reproduktionstoxizität bei einer hohen, maternal-toxischen Dosis
    • das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Domperidon - peroral
    • es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Domperidon verzichtet werden soll/die Behandlung mit Domperidon zu unterbrechen ist
      • dabei soll sowohl Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden
    • Domperidon wird in die Muttermilch ausgeschieden
      • gestillte Säuglinge erhalten weniger als 0,1 % der mütterlichen gewichtsadaptierten Dosis
      • nach der Exposition mittels Muttermilch kann das Auftreten von Nebenwirkungen, insbesondere von Nebenwirkungen, die das Herz betreffen, nicht ausgeschlossen werden
    • Vorsicht, wenn bei gestillten Säuglingen Risikofaktoren für eine QTc-Verlängerung vorliegen

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
      • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
      • Nehmen Sie dieses Präparat nicht ein, wenn Sie ein Arzneimittel mit den im Folgenden genannten Wirkstoffen zur Behandlung der folgenden Erkrankungen einnehmen:
        • Pilzinfektionen, z. B. Azol-Antimykotika, insbesondere Ketoconazol, Fluconazol oder Voriconazol zum Einnehmen.
        • Bakterielle Infektionen, speziell Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin, Moxifloxacin, Pentamidin (hierbei handelt es sich um Antibiotika).
        • Herzprobleme oder Bluthochdruck (z. B. Amiodaron, Dronedaron, Chinidin, Disopyramid, Dofetilid, Sotalol, Diltiazem, Verapamil).
        • Psychosen (z. B. Haloperidol, Pimozid, Sertindol).
        • Depression (z. B. Citalopram, Escitalopram).
        • Magen-Darm-Erkrankungen (z. B. Cisaprid, Dolasetron, Prucaloprid).
        • Allergie (z. B. Mequitazin, Mizolastin).
        • Malaria (insbesondere Halofantrin).
        • AIDS / HIV (Proteasehemmer).
        • Krebs (z. B. Toremifen, Vandetanib, Vincamin).
      • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen, Herzproblemen oder AIDS / HIV einnehmen.
      • Dieses Präparat und Apomorphin
        • Vor der Anwendung von diesem Arzneimittel und Apomorphin wird Ihr behandelnder Arzt sicherstellen, dass Sie beide Arzneimittel bei gleichzeitiger Anwendung vertragen. Lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt oder einem Facharzt persönlich beraten. Bitte beachten Sie die Packungsbeilage von Apomorphin.
      • Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt oder Apotheker fragen, ob dieses Präparat von Ihnen sicher angewendet werden kann, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    schwerwiegend Antiarrhythmika / Domperidon
    Domperidon / Azol-Antimykotika
    Domperidon / Makrolid-Antibiotika
    Domperidon / HIV-Protease-Inhibitoren
    Domperidon / CYP3A4-Inhibitoren, starke
    (Es-)Citalopram / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
    CYP3A-Substrate / Lonafarnib
    Efavirenz / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
    Mizolastin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
    Chinin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
    Hydroxyzin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    Amisulprid / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
    mittelschwer Domperidon / Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
    Fluphenazin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    CYP3A4-Substrate / Avacopan
    CYP3A4-Substrate / Belzutifan
    geringfügig Prokinetika / Anticholinergika
    Domperidon / Antazida
    Domperidon / Laxanzien
    Domperidon / Diuretika, kaliuretische
    Domperidon / Corticosteroide
    Arzneimittel, anticholinerge Wirkung / Opioide
    Kontrazeptiva, orale / Prokinetika
    CYP3A4-, OATP1B1-, OATP1B3-Substrate / Remdesivir
    CYP3A-Substrate / Ritlecitinib
    CYP3A4-Substrate / Maralixibat
    CYP3A4-Substrate / Omaveloxolon
    CYP3A4-Substrate / Dexamethason
    QT-Info (Produktinformation) / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    CYP3A4-Substrate / Vadadustat
    CYP3A4-Substrate / Iptacopan
    CYP3A4-Substrate / Sparsentan
    Domperidon / Protonenpumpen-Hemmer
    Linzagolix / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
    CYP2C9-, CYP2C19-, CYP2D6- und CYP3A4/5-Substrate / Sirolimus, extern
    CYP3A4-, CYP1A2-, CYP2C-Substrate / Meropenem und Vaborbactam
    Docetaxel / CYP3A-Substrate
    CYP3A4-Substrate / Repotrectinib
    CYP3A4-Substrate / Tiratricol
    Arzneimittel, anticholinerge Wirkung / Corticosteroide
    Paracetamol / Prokinetika
    Thalidomid / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
    unbedeutend Domperidon / Histamin-H2-Rezeptorantagonisten
    Levodopa / Domperidon
    CYP3A-Substrate / Relugolix

    Warnhinweise

    • Schwangerschaft
      • Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    • Stillzeit
      • Es wurden geringe Mengen von diesem Arzneimittel in der Muttermilch nachgewiesen. Das Arzneimittel kann bei gestillten Säuglingen unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen, die das Herz betreffen. Das Präparat darf nur dann während der Stillzeit angewendet werden, wenn Ihr Arzt dies als eindeutig erforderlich ansieht.
      • Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

    Einnahme vor dem Essen.
    Mit Flüssigkeit einnehmen.Die Anwendung in der Schwangerschaft ist nicht empfohlen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

    Dosierungsanleitung

    • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
    • Halten Sie sich genau an diese Anweisungen, sofern Ihr Arzt Ihnen nichts anderes gesagt hat.
    • Die übliche Dosis beträgt eine Filmtablette bis zu dreimal täglich. Nehmen Sie die Filmtabletten nach Möglichkeit vor einer Mahlzeit ein.
    • Nehmen Sie nicht mehr als drei Filmtabletten pro Tag ein.
    • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
      • Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist bei wiederholter Gabe die Einnahmehäufigkeit abhängig vom Schweregrad der Einschränkung auf ein oder zweimal täglich zu beschränken. Eine Dosisreduktion
        kann erforderlich sein.
    • Dauer der Anwendung
      • Die Symptome klingen in der Regel innerhalb von 3 bis 4 Tagen der Einnahme dieses Arzneimittels ab.
      • Nehmen Sie das Arzneimittel nicht länger als 7 Tage ein, ohne mit Ihrem Arzt zu sprechen.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.

     

    • Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels eingenommen haben, als Sie sollten
      • Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, Apotheker oder die Giftzentrale, wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, insbesondere wenn ein Kind zu viel eingenommen hat. Bei einer Überdosierung kann eine symptomatische Behandlung gegeben werden. Aufgrund des möglichen Auftretens eines Herzproblems, das als Verlängerung des QT-Intervalls bezeichnet wird, kann eine EKG-Überwachung durchgeführt werden.
      • Symptome
        • Als Symptome einer Überdosierung können Unruhe, veränderter Zustand der Aufmerksamkeit oder Trance, Krampfanfall, Verwirrtheit, Schläfrigkeit, unkontrollierte Bewegungen wie z. B. unregelmäßige Augenbewegungen oder anormale Körperhaltung wie z. B. ein verdrehter Nacken auftreten.
      • Behandlung
        • Es gibt kein spezifisches Gegenmittel zu Domperidon. Im Fall einer Überdosierung wird Sie Ihr Arzt mit einer geeigneten Therapie behandeln

     

    • Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels vergessen haben
      • Nehmen Sie das Arzneimittel ein, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn die nächste Einnahme kurz bevorsteht, warten Sie bis zum vorgesehenen Zeitpunkt und setzen Sie die Einnahme dann wie gewöhnlich fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

     

    • Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels abbrechen
      • Brechen Sie die Einnahme nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder
      Apotheker.

    Dosierung
    • Besserung der Symptome Übelkeit und Erbrechen
      • Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre und >/= 35 kg KG)
        • 1 Tablette (10 mg Domperidon) bis zu 3mal / Tag
        • max. Tagesdosis: 30 mg Domperidon
      • Behandlungsdauer
        • niedrigst wirksame Dosis über kürzesten zur Kontrolle von Übelkeit und Erbrechen erforderlichen Zeitraum
        • max. 1 Woche
      • Vergessen einer geplanten Dosis
        • versäumte Dosis auslassen und mit normalem Einnahmeplan fortfahren
        • nicht die doppelte Menge einnehmen

     

    Dosisanpassung

    • Kinder und Jugendliche < 12 Jahren und < 35 kg KG
      • Wirksamkeit nicht erwiesen
    • Niereninsuffizienz
      • schwere Nierenfunktionsstörungen
        • bei wiederholter Gabe Einnahmehäufigkeit abhängig vom Schweregrad der Einschränkung auf 1 - 2mal / Tag reduzieren
        • evtl. Dosisverringerung notwendig (aufgrund verlängerter Eliminationshalbwertszeit)
    • Leberfunktionsstörung
      • mäßige und schwere Leberfunktionsstörungen
        • Anwendung ist kontraindiziert
      • leichte Leberfunktionsstörungen
        • keine Dosisanpassung notwendig

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
      • Mögliche Nebenwirkungen
        • Häufige Nebenwirkungen (kann 1 bis 10 Behandelte von 100 betreffen):
          • Trockener Mund.
        • Gelegentliche Nebenwirkungen (kann 1 bis 10 Behandelte von 1.000 betreffen):
          • Verlust des Interesses an Sex oder vermindertes Interesse an Sex.
          • Angstzustände.
          • Benommenheit.
          • Kopfschmerzen.
          • Durchfall.
          • Hautausschlag.
          • Jucken.
          • Milchausfluss aus der Brust.
          • Schmerzende oder schmerzempfindliche Brüste.
          • Ein allgemeines Schwächegefühl.
        • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
          • Allergische Reaktionen wie z. B. Nesselsucht, Juckreiz, Hitzewallung, Ohnmachtsanfall und schweres Atmen sowie weitere mögliche Symptome, einschließlich eines anaphylaktischen Schocks.
          • Unruhe.
          • Nervosität.
          • Krampfanfall.
          • Unwillkürliche Bewegungen des Gesichts, der Arme oder Beine, übermäßiges Zittern, übermäßige Muskelstarre oder Muskelspasmen.
          • Bewegungsstörung der Augen.
          • Herzrhythmusstörungen (schneller oder unregelmäßiger Herzschlag).
          • Unerwarteter Tod, hervorgerufen durch einen plötzlichen Verlust der Herzfunktion bei einer Person mit bekannter oder nicht bekannter Herzerkrankung.
          • Hautrötung, Juckreiz, Kurzatmigkeit und/oder ein geschwollenes Gesicht kurz nach der Einnahme.
          • Brustwachstum bei Männern.
          • Ausbleiben der Regelblutung bei Frauen.
          • Unfähigkeit zu Urinieren.
          • Veränderte Ergebnisse bestimmter Labortests wie abnormale Leberwerte, erhöhtes Blut-Prolaktin.
      • Einige Patienten, die aufgrund der Bedingungen und Dosierungen medizinisch überwacht wurden, berichteten von folgenden Nebenwirkungen:
        • Ruhelosigkeit, geschwollene oder vergrößerte Brüste, ungewöhnlicher Ausfluss aus der Brust, unregelmäßige Regelblutungen bei Frauen, erschwertes Stillen, Depressionen, Überempfindlichkeit.
      • Besondere Hinweise
        • Bei den ersten Anzeichen von Nebenwirkungen darf das Arzenimittel nicht nochmals eingenommen werden.
        • Informieren Sie Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Maßnahmen entscheiden kann.
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Domperidon - peroral
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • anaphylaktische Reaktionen (einschließlich eines anaphylaktischen Schocks)
        • Überempfindlichkeit
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Somnolenz
        • Schwindel
        • Kopfschmerzen
        • extrapyramidale Nebenwirkungen
          • extrapyramidale Störungen treten hauptsächlich bei Neugeborenen und Kleinkindern auf)
          • andere Störungen des zentralen Nervensystems wurden ebenso v.a. bei Kleinkindern und Kindern berichtet
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Restless-Legs-Syndrom (Verschlimmerung des Restless-Legs-Syndroms bei Patienten mit Parkinson-Erkrankung)
        • Krämpfe
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Libidoverlust
        • Angstzustände
        • Agitation
        • Nervosität
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Depression
        • Akathisie
    • Augenerkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • okulogyre Krise
    • Herzerkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Kammerarrhythmien
        • QTc-Verlängerung
        • Torsade de Pointes
        • plötzlicher Herztod
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Mundtrockenheit
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Diarrhoe
    • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Ausschlag
        • Pruritus
        • Urtikaria
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Angioödem
    • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Harnretention
    • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Galaktorrhö
        • Brustschmerzen
        • Brustspannen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Gynäkomastie
        • Amenorrhö
        • Brustentladung
        • Brustvergrößerung
        • Brustschwellung
        • Probleme bei der Laktation
        • unregelmäßige Menstruation
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Asthenie
    • Untersuchungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • abnormale Leberfunktionstests
        • erhöhtes Blut-Prolaktin

    Hinweis

    • in 45 Studien, in denen Domperidon höher dosiert über einen längeren Zeitraum und für weitere Indikationen, wie diabetische Gastroparesis, verabreicht wurde, stieg die Häufigkeit von Nebenwirkungen (außer Mundtrockenheit) deutlich an
      • gilt insbesondere bei pharmakologisch vorhersehbaren Ereignissen in Verbindung mit erhöhtem Prolaktin

     

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Domperidon10 mgWirkstoff
    Cellulose, mikrokristallin+Hilfsstoff
    Hypromellose+Hilfsstoff
    Kartoffelstärke, vorverkleistertmgHilfsstoff
    Lactose 1-WassermgHilfsstoff
    Lactose54.2 mgk.A.
    Magnesium stearat+Hilfsstoff
    MaisstärkemgHilfsstoff
    Natrium dodecylsulfat+Hilfsstoff
    PovidonmgHilfsstoff
    Rizinusöl, hydriert0.5 mgHilfsstoff
    Gesamt Natrium Ion1 mmolZusatzangabe
    Gesamt Natrium Ionmgk.A.

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