CATAPRESAN

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Steckbrief : CATAPRESAN

  • 01200149
  • Injektionsloesung
  • 10x5 ST
  • Glenwood GmbH
  • Preisvergleich
  • Produktinformationen
  • Wirkstoff und Bestandteile
  • Preisalarm
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  • Allgemeine Produktinformationen

    • Die Injektionslösung kann subkutan (s. c.), intramuskulär (i. m.) und nach Verdünnung intravenös verabreicht werden.
    • Bei s. c.- und i. m.-Injektion ist mit inkompletter Resorption zu rechnen.

    Anwendungsgebiete

    • Das Arzneimittel ist ein zentral wirksames blutdrucksenkendes Arzneimittel (zentraler a-Rezeptoragonist).
    • Clonidinhydrochlorid, der Wirkstoff der Injektionslösung, gehört zur Gruppe der so genannten „zentralen Alpha-Rezeptoragonisten". Medikamente dieser Wirkstoffgruppe beeinflussen den Teil des zentralen Nervensystems (Sympathikus), der für die Engstellung der Blutgefäße verantwortlich ist. Auf diese Weise entspannen sie die Blutgefäße und senken dadurch den Blutdruck.
    • Die Injektionslösung wird angewendet
      • bei Hochdruckkrisen und Hochdruckfällen, sofern nicht durch ein Phäochromozytom bedingt, in denen eine orale Anwendung vorübergehend nicht möglich ist, wie z. B. bei bewusstlosen Patienten.
      • zur Einleitung einer stationären Behandlung bei entsprechend schwer beeinflussbaren Hochdruckfällen.

    Indikation
    • Hochdruckkrisen und Hochdruckfälle, sofern nicht durch ein Phäochromozytom bedingt, in denen eine orale Anwendung vorübergehend nicht möglich ist, wie z.B. bei bewusstlosen Patienten
    • Einleitung einer stationären Behandlung bei entsprechend schwer beeinflussbaren Hochdruckfällen
    Art der Anwendung
    • Applikation der Injektionslösung s.c., i.m. und nach Verdünnung i.v.
    • bei s.c.- und i.m.-Applikation mit inkompletter Resorption rechnen
    • Verabreichung der i.v. Injektion nur in Verdünnung (z. B. 1 Ampulle Clonidinhydrochlorid in mind. 10 ml 0,9%iger NaCl-Lösung) langsam über ca. 10 Min. (Vermeidung unerwünschter, vorübergehender Blutdruckanstiege)
    • Injektion in jedem Fall nur am liegenden Patienten vornehmen
    • versehentliche intraarterielle Anwendung von Präparaten, die nicht ausdrücklich zur intraarteriellen Therapie empfohlen werden, kann zu Schäden führen; i.v.-, i.m.- oder s.c.-Verabreichung von Clonidin muss gewährleistet sein!
    • Anwendung unter regelmäßiger Kontrolle des Blutdrucks in vorgeschriebener Dosierung
    • wirkungsvolle Unterstützung des blutdrucksenkenden Effekts durch kochsalzarme Kost sowie Gewichtsabnahme bei bestehendem Übergewicht

    Gegenanzeigen

    • Die Injektionslösung darf nicht angewendet werden,
      • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Clonidinhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
      • wenn Sie unter seltenen erblichen Erkrankungen leiden, bei denen eine Unverträglichkeit gegen einen Hilfsstoff des Produktes bestehen kann
      • wenn Sie bestimmte Erregungsbildungs- und Erregungsleitungsstörungen des Herzens haben, z. B. Sinusknotensyndrom oder AV-Block II. und III. Grades
      • wenn Sie eine Herzschlagfolge unter 50 Schlägen pro Minute (Bradykardie) haben
      • wenn Sie an Depressionen leiden
      • wenn Sie stillen.

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Clonidin - invasiv
    • Überempfindlichkeit gegen Clonidin
    • bestimmte Erregungsbildungs- und Erregungsleitungsstörungen des Herzens, z.B. Sinusknotensyndrom oder AV-Block II. und III. Grades
    • Herzschlagfolge < 50 Schläge/Min. (Bradykardie)
    • Depressionen, Major Depression (depressive Störung)
    • ausgeprägte Hypotonie
      • eine hypovolämiebedingte Hypotonie ist vor Therapiebeginn auszugleichen
    • Schwangerschaft
    • Stillzeit

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Besondere Vorsicht bei der Anwendung dieser Injektionslösung ist erforderlich,
      • wenn Sie an Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit), insbesondere im ersten Monat nach einem Herzinfarkt, oder an einer starken Einschränkung der Herzfunktion (schwere Herzinsuffizienz NYHA IV) leiden
      • wenn Sie an fortgeschrittenen peripheren Durchblutungsstörungen (chronischer arterieller Verschlusskrankheit), einem Raynaud-Syndrom oder einer Gefäßentzündung (Thrombendangiitis obliterans) leiden
      • wenn Sie an Durchblutungsstörungen des Gehirns (zerebrovaskuläre Insuffizienz) leiden
      • wenn Sie eine erhebliche Einschränkung der Nierenfunktion (fortgeschrittene Niereninsuffizienz) aufweisen
      • wenn Sie eine Verstopfung haben
      • wenn Sie an Polyneuropathie leiden.
      • Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.
      • Während der Behandlung mit Clonidinhydrochlorid sollte ein Absinken der Herzschlagfolge unter 56 Schläge/Minute vermieden werden.
      • Träger von Kontaktlinsen sollten die gelegentlich zu beobachtende Verminderung des Tränenflusses beachten.
      • Nach dem plötzlichen Absetzen von Clonidinhydrochlorid, insbesondere nach langfristiger Behandlung und hohen Dosierungen, sind akute Absetzerscheinungen in Form von starker, evtl. auch lebensbedrohender Blutdrucksteigerung und Herzjagen sowie Herzrhythmusstörungen, Unruhe, Nervosität, Zittern, Kopfschmerzen und/oder Übelkeit beschrieben worden (akutes Absetzsyndrom).
      • Kinder und Jugendliche
        • Die Anwendung und Sicherheit von Clonidinhydrochlorid bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht ausreichend durch randomisierte, kontrollierte Studien belegt und kann daher für die Behandlung dieser Patienten nicht empfohlen werden.
      • Ältere Menschen
        • Bei älteren Patienten (über 65 Jahre) sollte generell eine vorsichtige, langsame Blutdrucksenkung durchgeführt werden, d. h. der Behandlungsbeginn sollte mit niedrigen Dosen erfolgen.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
      • Es wurden keine Studien hinsichtlich der Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen durchgeführt. Jedoch können unerwünschte Wirkungen wie z. B. Schwindel, Schläfrigkeit und Störungen der Nah- und Ferneinstellung der Augenlinse während der Behandlung auftreten. Wenn derartige Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten sollten, dürfen Sie weder ein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen noch Arbeiten ohne sicheren Halt ausführen.
      • Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn diese Nebenwirkungen auftreten. Falls derartige Nebenwirkungen auftreten, sollten die Patienten potentiell gefährliche Tätigkeiten wie das Führen von Fahrzeugen, Bedienen von Maschinen oder Arbeiten ohne sicheren Halt vermeiden.

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Clonidin - invasiv
    • besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei
      • koronarer Herzkrankheit, insbesondere im ersten Monat nach einem Herzinfarkt
      • schwerer Herzinsuffizienz (NYHA IV)
      • fortgeschrittener chronischer arterieller Verschlusskrankheit sowie bei Raynaud-Syndrom und bei derThrombendangiitis obliterans
      • zerebrovaskulärer Insuffizienz
      • fortgeschrittener Niereninsuffizienz
      • Obstipation
      • Polyneuropathie
    • parenterale Behandlung des akuten Alkoholentzugssyndroms
      • bedarf kontinuierlicher intensivmedizinischer Überwachung
    • Herzfrequenz
      • Absinken der Herzfrequenz auf < 56 Schläge / Minute sollte während Therapie mit Clonidinhydrochlorid vermieden werden
      • bei vorbestehenden Erkrankungen des Erregungsbildungs- und Erregungsleitungssystems des Herzens kann in seltenen Fällen nach der Anwendung von Clonidinhydrochlorid die Herzschlagfolge weiter verlangsamt bzw. eine bestehende AV-Überleitungsstörung (AV Block II. und III. Grades) verstärkt werden
        • Störungen nach Verminderung der Dosis wieder reversibel
    • vorsichtige Dosierung, um einen stärkeren Blutdruckabfall zu vermeiden, bei Patienten mit
      • frischem Myokardinfarkt
      • schwerer koronarer Herzkrankheit
      • arteriosklerotisch bedingten Durchblutungsstörungen des Gehirns
    • Behandlung des Bluthochdrucks mit Clonidin in Injektionsform
      • besondere ärztliche Aufsicht erforderlich
      • bei unsachgemäß rascher intravenöser Injektion (Bolus) in Einzelfällen initial für einige Minuten systolische Blutdruckerhöhungen bis max. 20 mmHg beobachtet
    • Träger von Kontaktlinsen
      • sollten die selten zu beobachtende Verminderung des Tränenflusses beachten
    • akutes Absetzsyndrom
      • nach plötzlichem Absetzen von Clonidinhydrochlorid, insbesondere nach langfristiger Behandlung und bei hohen Dosierungen, akute Absetzerscheinungen beschrieben:
        • starke, evtl. auch lebensbedrohende Blutdrucksteigerung
        • Herzjagen
        • Herzrhythmusstörungen
        • Unruhe
        • Nervosität
        • Zittern
        • Kopfschmerzen
        • und/oder Übelkeit
      • übermäßiger Blutdruckanstieg in Folge des Absetzens der Clonidinhydrochlorid-Therapie kann durch i.v. Gabe von Phentolamin oder Tolazolin behandelt werden
      • diese Beschwerden sind durch eine ausschleichende Dosierung über mehrere Tage zu verhindern
    • Kinder und Jugendliche
      • Anwendung und Sicherheit von Clonidinhydrochlorid bei Kindern und Jugendlichen nicht ausreichend durch randomisierte, kontrollierte Studien belegt
        • Behandlung dieser Patienten nicht empfohlen
      • insbesondere bei der nicht zugelassenen Anwendung von Clonidinhydrochlorid mit Methylphenidat bei Kindern mit ADHS schwerwiegende unerwünschte Reaktionen, einschließlich Todesfällen, beobachtet
        • von Clonidinhydrochlorid in dieser Kombination wird abgeraten
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Clonidin - invasiv
    • darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden
    • nur unzureichende Daten über die Anwendung in der Schwangerschaft
    • Anwendung in der Schwangerschaft nur bei strenger Indikationsstellung, fehlenden Therapiealternativen und unter sorgfältiger Überwachung von Mutter und Kind
      • intravenöse Injektion von Clonidin darf in der Schwangerschaft nicht erfolgen
    • Clonidin passiert die Plazentaschranke
      • beim Feten kann eine Herzfrequenzsenkung auftreten
      • in Einzelfällen vorübergehender Blutdruckanstieg beim Neugeborenen post partum beobachtet
    • keine hinreichenden Erfahrungen zu den Langzeitauswirkungen einer pränatalen Exposition
      • präklinische Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf indirekten oder direkten schädigenden Einfluss hinsichtlich der Reproduktionstoxizität
    • Indikation Behandlung eines akuten Alkoholentzugssyndroms
      • Erfahrungen in der Schwangerschaft mit Clonidinhydrochlorid-Dosen, wie sie zur Behandlung eines akuten Alkoholentzugssyndroms notwendig sind, liegen nicht vor
    • Fertilität
      • keine Untersuchungen zu Clonidin hinsichtlich der Wirkung auf die menschliche Fertilität durchgeführt
      • präklinische Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf indirekten oder direkten schädigenden Einfluss hinsichtlich der Fertilität
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Clonidin - invasiv
    • in der Stillzeit kontraindiziert
    • Übergang von Clonidin in die Muttermilch
    • nur unzureichende Daten über eine Anwendung in der Stillperiode
    • Indikation Behandlung eines akuten Alkoholentzugssyndroms
      • Erfahrungen in der Stillzeit mit Clonidinhydrochlorid-Dosen, wie sie zur Behandlung eines akuten Alkoholentzugssyndroms notwendig sind, liegen nicht vor

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Anwendung mit anderen Arzneimitteln
      • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
      • Bei gleichzeitiger Anwendung von Clonidinhydrochlorid und nachfolgend genannten Wirkstoffen wurden folgende Wechselwirkungen beobachtet:
        • andere blutdrucksenkende Arzneimittel, z. B. harntreibende Mittel (Diuretika), gefäßerweiternde Mittel (Vasodilatatoren), ACE-Hemmer, ß-Rezeptorenblocker: gegenseitige Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung
        • blutdrucksteigernde oder Natrium und Wasser retinierende Substanzen, wie nichtsteroidale Antirheumatika: Verminderung der blutdrucksenkenden Wirkung von Clonidinhydrochlorid
        • Alpha-2-Rezeptorenblocker wie Tolazolin oder Phentolamin: Abschwächung bis Aufhebung der blutdrucksenkenden Wirkung von Clonidinhydrochlorid
        • trizyklische Antidepressiva, Neuroleptika: Abschwächung bis Aufhebung der blutdrucksenkenden Wirkung von Clonidinhydrochlorid, Auftreten oder Verstärkung orthostatischer Regulationsstörungen
        • Schlaf- oder Beruhigungsmittel (Hypnotika oder Sedativa), Alkohol: Verstärkung oder unvorhersehbare Veränderungen der Wirkung der Schlaf- oder Beruhigungsmittel bzw. des Alkohols
        • Herzwirksame Glykoside, ß-Rezeptorenblocker: Verlangsamung der Herzschlagfolge (Bradykardie), Herzrhythmusstörungen der langsamen Form (AV-Blockierungen) Bei gleichzeitiger Gabe eines ß-Rezeptorenblockers kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine periphere Gefäßerkrankung ausgelöst oder verstärkt wird.
        • Bei der nicht zugelassenen Anwendung von Clonidinhydrochlorid mit Methylphenidat bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) wurden schwerwiegende unerwünschte Reaktionen, einschließlich Todesfällen beobachtet. Daher wird von Clonidinhydrochlorid in dieser Kombination abgeraten.
        • Haloperidol: Auf Grund von Beobachtungen bei Patienten im Alkoholdelir ist die Vermutung geäußert worden, dass hohe i. v.-Dosen von Clonidinhydrochlorid die arrhythmogene Wirkung (QT-Verlängerung, Kammerflimmern) hoher intravenöser Haloperidol-Dosen verstärken können. Ein kausaler Zusammenhang und die Relevanz für die antihypertensive Therapie sind nicht gesichert.
      • Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
    • Anwendung zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
      • Sie sollten während der Anwendung auf den Genuss von Alkohol vermeiden, da hierdurch die dämpfende Wirkung beider Mittel wechselseitig verstärkt bzw. die Wirkung des Alkohols unvorhersehbar verstärkt werden kann.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    schwerwiegend Histamin / Clonidin
    CYP2D6-Substrate / Artemether, Lumefantrin
    mittelschwer Alpha-2-Rezeptoragonisten / Antidepressiva, trizyklische
    Antihypertonika / ZNS-Stimulanzien
    Clonidin / Methylphenidat
    Alpha-2-Rezeptoragonisten / Crizotinib
    Alpha-Adrenozeptor-Agonisten / Somatostatin-Analoga
    Levosimendan / Vasodilatatoren, intravenöse
    Alpha-Adrenozeptor-Agonisten / Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten
    CYP2D6-Substrate / Mirabegron
    Alpha-2-Rezeptoragonisten / Muskelrelaxanzien, zentrale
    Guanfacin / Antihypertonika
    CYP2D6-Substrate / Dacomitinib
    CYP2D6-Substrate / Givosiran
    Macimorelin / Clonidin
    CYP2D6-Substrate / Doxepin
    Glucose, diagnostische Zwecke / Wirkstoffe, den Test beeinflussende
    Opioide / Antihypertonika, zentral wirkende
    Benzodiazepine / Antihypertonika, zentral wirkende
    geringfügig Clonidin / Mirtazapin
    Clonidin / Prazosin
    Ciclosporin / Clonidin
    Phenothiazine / Clonidin
    Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge / Clonidin
    Alpha-2-Rezeptoragonisten / Beta-Blocker
    CYP2D6-Substrate / Abirateron
    Alpha-2-Rezeptoragonisten / Ethanol
    Alpha-Adrenozeptor-Agonisten / Yohimbin
    Alpha-Adrenozeptor-Agonisten / Fingolimod
    Amifostin / Antihypertonika
    CYP2D6-Substrate / Celecoxib
    Clofarabin / Antihypertonika
    Antidiabetika / Clonidin
    CYP2D6-Substrate / Interferon alpha
    CYP2D6-Substrate / Sotorasib
    Difelikefalin / ZNS-Depressiva
    Antihypertonika / Opioide
    CYP2C9-, CYP2C19-, CYP2D6- und CYP3A4/5-Substrate / Sirolimus, extern
    Antihypertonika / Levodopa
    Lasmiditan / ZNS-Depressiva
    Stoffe, die Bradykardie bewirken / Lasmiditan
    Stoffe, die Bradykardie bewirken können / Thalidomid

    Warnhinweise

    • Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/ Gebärfähigkeit
    • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    • Schwangerschaft
      • Es liegen nur unzureichende Daten über die Anwendung von Clonidinhydrochlorid in der Schwangerschaft vor.
      • Die intravenöse Injektion mit diesem Präparat darf in der Schwangerschaft nicht erfolgen.
      • Clonidinhydrochlorid durchquert die Plazenta. Beim Ungeborenen kann eine Herzfrequenzsenkung auftreten. In Einzelfällen wurde ein vorübergehender Blutdruckanstieg beim Neugeborenen nach der Geburt beobachtet.
    • Stillzeit
      • Während der Stillzeit darf das Arzneimittel nicht angewendet werden, da Clonidinhydrochlorid in die Muttermilch übergeht und nur unzureichende Daten über die Anwendung in der Stillperiode vorliegen.
    • Zeugungs-/ Gebärfähigkeit
      • Es wurden keine Untersuchungen zu Clonidinhydrochlorid hinsichtlich der Wirkung auf die menschliche Zeugungs-/ Gebärfähigkeit durchgeführt.

    Ausschleichend dosieren.
    Einschleichend dosieren.Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

    Dosierungsanleitung

    • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
    • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
      • Für Erwachsene gelten folgende Dosierungsrichtlinien:
        • Zur Behandlung von Hochdruckkrisen kann die subkutane oder intramuskuläre Injektion mit unverdünnter Injektionslösung (vorzugsweise initial mit ½ Ampulle = 0,075 mg Clonidinhydrochlorid) vorgenommen werden. Die sehr langsam vorzunehmende intravenöse Gabe ist nur mit der verdünnten Lösung durchzuführen.
        • Gegebenenfalls kann die Gabe von 1 Ampulle bis zu 4-mal am Tag (entsprechend 0,6 mg Clonidinhydrochlorid/Tag) wiederholt werden.
        • Orale und parenterale Dosen von 0,9 mg/Tag sollten nicht überschritten werden. Schwere Hochdruckformen sollten stationär eingestellt bzw. behandelt werden, hier können in Ausnahmefällen die erforderlichen Maximaldosen von 1,2 - 1,8 mg Clonidinhydrochlorid (parenteral) über den Tag verteilt verabreicht werden.
    • Dosierung bei Niereninsuffizienz
      • Die Einstellung und Therapie der Hypertonie bei Niereninsuffizienz mit Clonidinhydrochlorid bedarf generell besonderer Sorgfalt mit häufigeren Blutdruckkontrollen. Bei eingeschränkter Nierenfunktion muss eine dem Schweregrad entsprechende Dosisanpassung erfolgen. Nierenkranke Patienten, die noch nicht dialysiert werden müssen, kommen in der Regel mit Dosen von 0,3 mg Clonidinhydrochlorid pro Tag aus.
      • Bei Dialysepatienten ist eine zusätzliche Gabe von Clonidinhydrochlorid nicht erforderlich, da nur sehr geringe Mengen an Clonidinhydrochlorid durch die Hämodialyse entfernt werden.
    • Sonstige Therapiehinweise
      • Bei einem Bluthochdruck, der durch einen Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom) verursacht ist, kann kein therapeutischer Effekt des Arzneimittels erwartet werden.
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung der Injektionslösung zu stark oder zu schwach ist.
    • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
      • Die Anwendung und Sicherheit des Präparates bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht ausreichend durch randomisierte, kontrollierte Studien belegt und kann daher für die Behandlung dieser Patienten nicht empfohlen werden.

     

    • Wenn Sie eine größere Menge Injektionslösung angewendet haben, als Sie sollten
      • Die Behandlung des Bluthochdrucks in Injektionsform bedarf besonderer ärztlicher Aufsicht. Bei unsachgemäß rascher intravenöser Injektion (Bolus) sind in Einzelfällen initial für einige Minuten systolische Blutdruckerhöhungen bis maximal 20 mm Hg beobachtet worden. Die versehentliche intraarterielle Anwendung von Präparaten, die nicht ausdrücklich zur intraarteriellen Therapie empfohlen werden, kann zu Schäden führen. Wir weisen vorsorglich darauf hin, dass die intravenöse, intramuskuläre oder subkutane Verabreichung des Arzneimittels gewährleistet sein muss.

     

    • Wenn Sie die Anwendung abbrechen
      • Das Präparat wird in der Regel vorübergehend bis zur Weiterführung der Therapie mit einem oral einzunehmenden Arzneimittel eingesetzt.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

    Dosierung

    Basiseinheit: 1 Ampulle (1,0 ml) enthält 150 Mikrogramm Clonidinhydrochlorid

    • Hochdruckkrisen und Hochdruckfälle
      • Erwachsene
        • individuell dosieren, beginnend mit niedrigen Dosen
        • erforderliche Tagesdosen: 0,15 - 0,6 mg Clonidinhydrochlorid, gerichtet nach blutdrucksenkendem Effekt
        • max. Tagesdosis: 0,9 mg Clonidinhydrochlorid
        • notwendige Dosissteigerung allmählich und erst nach ca. 2 - 4 Wochen
        • zur Einstellung schwerer Hochdruckkrisen
          • in Ausnahmefällen Verabreichung erforderlicher Maximaldosen von 1,2 - 1,8 mg Clonidinhydrochlorid (parenteral) über den Tag verteilt
        • initial: 1/2 Ampulle (entsprechend 0,075 mg Clonidinhydrochlorid)
          • unverdünnt s.c. oder i.m. bzw.
          • sehr langsam vorzunehmende i.v. Gabe nur mit verdünnter Lösung
            • Infusionsrate: 0,2 µg Clonidinhydrochlorid / kg / Min
            • zur Vermeidung eines vorübergehenden Blutdruckanstiegs
              • max. 0,5 µg / kg / Min
            • max. Dosis: 0,15 mg Clonidinhydrochlorid / Infusion
            • ggf. Wiederholung: bis 1 Ampulle 4mal / Tag (entsprechend 0,6 mg Clonidinhydrochlorid / Tag)
        • ausschleichend Absetzen, ggf. Umstellung auf niedriger dosierte Form (durch plötzliches Absetzen sog. Rebound-Phänomene möglich)
        • bei unter kombinierter Therapie mit beta-Rezeptorenblocker notwendiger Unterbrechung der blutdrucksenkenden Therapie (Vermeidung lebensbedrohlicher unerwünschter Wirkungen durch sympathische Überaktivität)
          • zuerst beta-Rezeptorenblocker langsam ausschleichend absetzen
          • danach Clonidin absetzen (ebenfalls ausschleichend über mehrere Tage)
        • Behandlungsdauer: bestimmt behandelnder Arzt
      • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
        • keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege
        • Anwendung nicht empfohlen
      • ältere Patienten (> 65 Jahre)
        • vorsichtige, langsame Blutdrucksenkung
        • Behandlungsbeginn mit niedrigen Dosen
      • Niereninsuffizienz
        • Einstellung und Therapie bedarf bes. Sorgfalt mit häufigen Blutdruckkontrollen
        • Dosisanpassung entsprechend dem Schweregrad
        • bei schwerster Einschränkung der Nierenfunktion (prädialytisches Stadium)
          • 0,3 mg Clonidinhydrochlorid / Tag ausreichend
        • Dialysepatienten
          • zusätzliche Gabe von Clonidinhydrochlorid nicht erforderlich (es werden nur sehr geringe Mengen an Clonidinhydrochlorid durch die Hämodialyse entfernt)

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
      • Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
      • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
      • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
      • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
      • Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
      • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
    • Die meisten Nebenwirkungen sind mild und lassen im Verlauf der Therapie nach.
      • Sehr häufig:
        • Schwindel, Schläfrigkeit (Sedation), lageabhängige Kreislaufbeschwerden (orthostatische Hypotonie), Mundtrockenheit
      • Häufig:
        • Depression, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Verstopfung (Obstipation), Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen in den Speicheldrüsen, Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion), Müdigkeit
      • Gelegentlich:
        • Albträume, wahnhafte Wahrnehmung, Halluzinationen, Missempfindungen (Parästhesien), Verlangsamung der Herzschlagfolge (Sinusbradykardie), Durchblutungsstörungen der Hände und Füße (Raynaud-Syndrom), Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Unwohlsein
      • Selten:
        • Verminderung des Tränenflusses, AV-Blockierungen, Blutdruckanstieg bei Therapiebeginn, Trockenheit der Nasenschleimhaut, Störung der Dickdarmpassage (Pseudoobstruktion des Kolons), Haarausfall (Alopezie), Probleme beim Wasserlassen (Miktionsstörungen), Abnahme der Harnproduktion (durch Minderperfusion der Niere), Vergrößerung der Brustdrüsen bei Männern (Gynäkomastie), Anstieg des Blutzuckers, Veränderung der Leberfunktionstests, positiver Test auf bestimmte Antikörper im Blut, Gewichtsabnahme
      • Häufigkeit nicht bekannt:
        • Verwirrtheitszustand, Störung der Nah- und Ferneinstellung der Augenlinse (Akkomodationsstörung), verlangsamter und unregelmäßiger Herzschlag (Bradyarrhythmie), Abnahme der Libido
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Clonidin - invasiv
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Depression
        • Schlafstörungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Albträume
        • wahnhafte Wahrnehmung
        • Halluzination
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Verwirrtheitszustand
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Schwindel
        • Sedierung
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kopfschmerzen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Parästhesien
    • Augenerkrankungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Verminderung des Tränenflusses
        • Akkommodationsstörungen
    • Herzerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Sinusbradykardie
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • AV-Blockierungen
        • AV-Dissoziation
        • Bradyarrhythmie
        • Verstärkung einer bestehenden Herzinsuffizienz
    • Gefäßerkrankungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • orthostatische Hypotonie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Raynaud-Syndrom
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • anfänglicher (paradoxer) Blutdruckanstieg
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Trockenheit der Nasenschleimhäute
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Mundtrockenheit
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Obstipation
        • Übelkeit
        • Erbrechen
        • Schmerzen in den Speicheldrüsen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Pseudoobstruktion des Kolons
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hautausschlag (Exanthem)
        • Juckreiz (Pruritus)
        • Nesselsucht (Urtikaria)
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Alopezie
    • Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Miktionsstörungen
        • Abnahme der Harnproduktion (durch Minderperfusion der Niere)
    • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erektile Dysfunktion
        • Abnahme der Libido
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Gynäkomastie
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Müdigkeit
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Unwohlsein
    • Untersuchungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Anstieg der Blutzuckerwerte
        • Veränderung der Leberfunktionstests
        • positiver Coombs-Test
        • Gewichtsabnahme
    • Hinweise
      • bei intravenöser Injektion sind initial für einige Minuten systolische Blutdruckerhöhungen beobachtet worden
      • Bradykardie kann durch Dosisreduktion oder mit Anticholinergika behandelt werden
      • Patienten mit Alkoholentzugssyndrom
        • bei Patienten mit Alkoholentzugssyndrom kann spontan Darmträgheit bis hin zum paralytischen Ileus auftreten, die durch die Behandlung mit Clonidin noch verstärkt werden kann
          • kann eine Dosisreduktion bis hin zum Absetzen des Arzneimittels sowie eine symptomatische Therapie erforderlich machen

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Clonidin hydrochlorid0.15 mgWirkstoff
    Clonidin0.129 mgk.A.
    Natrium chloridmgHilfsstoff
    Salzsäure 3,6%mgHilfsstoff
    Wasser, für InjektionszweckemgHilfsstoff
    Gesamt Natrium Ion1 mmolZusatzangabe
    Gesamt Natrium Ionmgk.A.

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