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Anwendungsgebiete
Indikation
- Infiltrationsanästhesie
- Plexusblockaden
- Ischiadikus-/3-in-1-Blockade
- vor Applikation sofortige Verfügbarkeit sicherstellen von:
- Instrumentarium zur Wiederbelebung (z. B. zum Freihalten der Atemwege und zur Sauerstoffzufuhr)
- Notfallmedikation zur Therapie toxischer Reaktionen
- Gesamtdosis langsam oder fraktioniert in steigender Dosierung injizieren
- dabei vitale Funktionen des Patienten unter dauerndem verbalem Kontakt streng überwachen
- versehentliche intravaskuläre Injektion durch spezifische Toxizitätssymptomatik erkennbar
- bei Auftreten toxischer Symptome: Injektion sofort stoppen
- grundsätzlich beachten:
- Injektion langsam vornehmen
- unter mehrmaliger Aspiration in 2 Ebenen (Drehung der Kanüle um 180°)
- nicht in infizierte Bezirke injizieren
- ggf. Antikoagulanzientherapie zeitig genug absetzen
- allgemeine und spezielle Kontraindikationen für die verschiedenen Lokal- und Regionalanästhesieverfahren beachten
- Kanüle niemals in angebrochenen Lösungen belassen
- Injektion langsam vornehmen
- Hinweise zu 50 ml Mehrfachentnahme-Flaschen
- enthält Konservierungsmittel (Methyl-4-hydroxybenzoat in Kombination mit Propyl-4-hydroxybenzoat)
- keine Anwendung bei intrathekaler, epiduraler, intracisternaler oder intra- oder retrobulbärer Injektion
- bei voraussichtlich anzuwendender Dosis > 15 ml
- konservierungsmittelfreie Lösung vorziehen, um die Applikation großer Mengen des Konservierungsmittels zu vermeiden
- höheres Risiko einer mikrobiologischen Kontaminierung als bei Behältnissen zur Einmalentnahme
- um eine Kontaminierung zu verhindern:
- Gebrauch einer sterilen Entnahmekanüle
- Benutzen einer sterilen Nadel und Spritze für jede neue Entnahme aus der Flasche
- Eintreten von verunreinigtem Material oder Flüssigkeiten in eine Mehrfachentnahmeflasche verhindern
- nicht re-sterilisieren
- enthält Konservierungsmittel (Methyl-4-hydroxybenzoat in Kombination mit Propyl-4-hydroxybenzoat)
Gegenanzeigen
Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Prilocain - invasiv- Überempfindlichgeit gegen Prilocain oder andere Anästhetika vom Amidtyp
- Kinder < 6 Monate
- da erhöhtes Risiko für das Auftreten einer Methämoglobinämie
- schwere Überleitungsstörungen am Herzen
- schwere Anämie
- dekompensierter Herzinsuffizienz
- kardiogener und hypovolämischer Schock
- angeborene oder erworbene Methämoglobinämie
- begleitende Antikoagulanzien-Therapie
- herstellerspezifische Informationen beachten
- ggf.intravaskuläre Injektion kontraindiziert
- darf nicht in infizierten Gebieten eingespritzt werden
- Hinweis
- allgemeine und spezielle Gegenanzeigen für die verschiedenen Lokal- und Regionalanästhesieverfahren berücksichtigen
Vorsichtsmaßnahmen
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Prilocain - invasiv- mit Ausnahme von sehr einfachen Verfahren sollte eine Lokal- oder Regionalanästhesie grundsätzlich nur durch einen erfahrenen Arzt und in geeigneten Operationsräumen mit notfallmedizinischer Ausrüstung durchgeführt werden
- Spinalanästhesie darf nur durch (oder unter Überwachung von) spezialisiertem medizinischem Personal, in geeigneten Operationsräumen mit notfallmedizinischer Ausrüstung und mit den erforderlichen Kenntnissen und Erfahrungen verabreicht werden
- der betreuende Arzt ist dafür verantwortlich, dass geeignete Maßnahmen getroffen werden, um eine intravasale Injektion zu vermeiden
- zudem muss der Arzt wissen, wie Nebenwirkungen, systemische toxische Wirkungen und andere Komplikationen zu erkennen und zu behandeln sind
- werden Anzeichen akuter systemischer toxischer Wirkungen oder eines totalen Spinalblocks beobachtet, muss die Injektion des Lokalanästhetikums sofort abgebrochen werden
- Methämoglobinbildner
- Prilocain kann die methämoglobinbildende Wirkung von Arzneimitteln, die als Methämoglobinbildner bekannt sind, verstärken
- bei manchen Patienten ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich, um das Risiko schwerer Nebenwirkungen zu reduzieren, auch wenn eine Regionalanästhesie bei chirurgischen Eingriffen für sie die optimale Wahl ist
- Patienten mit partiellem oder vollständigem Herzblock, weil Lokalanästhetika die Reizweiterleitung im Myokard unterdrücken können
- Patienten mit hochgradiger kardialer Dekompensation
- Risiko einer Methämoglobinämie muss ebenfalls berücksichtigt werden
- Patienten mit fortgeschrittenem Leber- oder Nierenschaden
- ältere Patienten und Patienten in schlechtem Allgemeinzustand
- Patienten, die mit Klasse-III-Antiarrhythmika behandelt werden (z.B. Amiodaron)
- diese Patienten müssen unter sorgfältiger Beobachtung und EKG-Überwachung stehen, da sich die kardialen Effekte addieren können
- Porphyrie
- bei Patienten mit akuter Porphyrie darf Prilocain nur bei zwingender Indikation angewendet werden, da Prilocain möglicherweise eine Porphyrie auslösen kann
- bei allen Patienten mit Porphyrie müssen entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden
- Parazervikalblockade
- Parazervikalblockade kann manchmal eine fetale Bradykardie/Tachykardie verursachen
- daher sorgfältige Überwachung der fetalen Herzfrequenz notwendig
- Geburtshilfe
- in der Geburtshilfe kann eine Parazervikalblockade oder Pudendusanästhesie zu einer Methämoglobinämie beim Neugeborenen führen
- empfohlen, einen zuverlässigen venösen Zugang sicherstellen
- wie bei allen Lokalanästhetika können Blutdruckabfall und Verlangsamung der Herzfrequenz auftreten
- Hochrisikopatienten
- vor dem Eingriff sollte der Allgemeinzustand verbessert werden
- Kinder, ältere Patienten und Patienten in reduziertem Allgemeinzustand
- Dosis wird dem Körpergewicht und dem Körperzustand angepasst
- Spinalanästhesie
- mögliche seltene, schwere Nebenwirkung einer Spinalanästhesie ist ein hoher oder totaler Spinalblock mit nachfolgender kardiovaskulärer und respiratorischer Depression
- kardiovaskuläre Depression wird durch eine ausgedehnte Blockade des sympathischen Nervensystems hervorgerufen, die zu schwerer Hypotonie und Bradykardie bis hin zum Herzstillstand führen kann
- respiratorische Depression wird durch die Blockade der Atemmuskulatur und des Zwerchfells ausgelöst
- ältere Patienten und bei Patientinnen gegen Ende der Schwangerschaft
- insbesondere bei älteren Patienten und bei Patientinnen gegen Ende der Schwangerschaft besteht ein erhöhtes Risiko für einen hohen oder totalen spinalen Block
- daher empfohlen, die Dosis des Anästhetikums zu senken
- ältere Patienten
- insbesondere bei älteren Patienten kann als Komplikation einer Spinalanästhesie ein unerwarteter Blutdruckabfall auftreten
- neurologische Schädigung
- selten kann nach einer Spinalanästhesie eine neurologische Schädigung eintreten, die sich in Form von Parästhesien, Sensibilitätsverlust, motorischer Schwäche und Lähmung äußert
- Symptome persistieren gelegentlich
- neurologische Erkrankungen
- gibt keine Belege, dass neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Hemiplegie, Paraplegie oder neuromuskuläre Erkrankungen durch eine Spinalanästhesie negativ beeinflusst werden
- dennoch Spinalanästhesie mit Vorsicht zuwenden
- empfohlen, vor der Behandlung eine sorgfältige Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses vorzunehmen
- gibt keine Belege, dass neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Hemiplegie, Paraplegie oder neuromuskuläre Erkrankungen durch eine Spinalanästhesie negativ beeinflusst werden
- mögliche seltene, schwere Nebenwirkung einer Spinalanästhesie ist ein hoher oder totaler Spinalblock mit nachfolgender kardiovaskulärer und respiratorischer Depression
- bestimmte Methoden in der Lokalanästhesie können, unabhängig vom verwendeten Lokalanästhetikum, mit einem vermehrten Auftreten von schweren unerwünschten Wirkungen verbunden sein
- zentrale Nervenblockaden können eine kardiovaskuläre Depression verursachen, besonders im Falle einer Hypovolämie
- Epiduralanästhesie sollte daher bei Patienten mit eingeschränkter kardiovaskulärer Funktion mit besonderer Vorsicht durchgeführt werde
- Epiduralanästhesie kann zu Hypotonie und Bradykardie führen
- Risiko solcher Wirkungen kann z.B. durch Injektion eines Vasopressors verringert werden
- Hypotonie sollte sofort intravenös mit einem Sympathomimetikum behandelt werden; Behandlung ist bei Bedarf zu wiederholen
- retrobulbäre Injektionen können in sehr seltenen Fällen in den Subarachnoidalraum gelangen und eine vorübergehende Blindheit, einen kardiovaskulären Kollaps, Atemstillstand, Krämpfe etc. verursachen
- dies muss sofort diagnostiziert und behandelt werden
- bei retro- und peribulbären Injektionen von Lokalanästhetika besteht ein geringes Risiko einer andauernden Augenmuskelfehlfunktion
- zu den Hauptursachen gehören Verletzungen und/oder lokale toxische Effekte an Muskeln und/oder Nerven
- der Schweregrad solcher Gewebereaktionen ist abhängig vom Ausmaß der Verletzung, von der Konzentration des Lokalanästhetikums und von der Einwirkzeit des Lokalanästhetikums auf das Gewebe
- aus diesem Grund sollte, wie bei allen Lokalanästhetika, die niedrigste erforderliche Konzentration und Dosis genommen werden
- Vasokonstriktoren und andere Zusätze können Gewebereaktionen verstärken und sollten deshalb nur bei einer entsprechenden Indikation verwendet werden
- nach Markteinführung bei Patienten, die post-operativ intraartikuläre Dauerinfusionen von Lokalanästhetika erhalten haben, über Chondrolyse berichtet
- bei der Mehrheit der berichteten Fälle war das Schultergelenk betroffen
- Prilocain ist nicht für intraartikuläre Dauerinfusionen zugelassen
- zentrale Nervenblockaden können eine kardiovaskuläre Depression verursachen, besonders im Falle einer Hypovolämie
- Anwendung im Hals-Kopf-Bereich
- höherer Gefährdungsgrad besteht, weil das Risiko für zentralnervöse Intoxikationssymptome erhöht ist
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Prilocain - invasiv- Prilocain darf in der Schwangerschaft nur nach strenger Indikationsstellung angewendet werden
- Verwendung von Prilocain zur Parazervikalblockade oder Pudendusanästhesie vermeiden
- nach einer Parazervikalblockade oder einer Pudendusanästhesie mit Prilocain zur Geburtshilfe von behandlungsbedürftigen Methämoglobinämien des Neugeborenen berichtet
- mit anderen Lokalanästhetika vom Amidtyp traten nach einer Parazervikalblockade Fälle von fetalen Bradykardien mit letalem Ausgang auf
- keine ausreichenden Daten für die Verwendung von Prilocain bei Schwangeren vorliegend
- Pilocain ist plazentagängig
- tierexperimentelle Studien
- Reproduktionstoxizität beobachtet
- Entwicklungstoxizität beobachtet
- Fertilität
- keine Daten zum Einfluss von Prilocain auf die Fertilität beim Menschen vorliegend
- Prilocain zeigte keinen Einfluss auf die Fertilität von männlichen und weiblichen Ratten
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Prilocain - invasiv- nicht bekannt, ob Prilocain in die Muttermilch übertritt
- sollte eine Anwendung während der Stillzeit erforderlich sein, kann das Stillen ca. 24 Stunden nach der Behandlung wieder aufgenommen werden
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben schwerwiegend Darvadstrocel / Lokalanästhetika
mittelschwer Prilocain / Sulfonamide
Prilocain / Para-Aminosalicylsäure
Prilocain / Malariamittel
Prilocain / Metoclopramid
Prilocain / Nitrate
Prilocain / Nitrofurantoin
Prilocain / Dapson
Prilocain / Antiepileptika
Mavacamten / Wirkstoffe, negativ inotrop
geringfügig Muskelrelaxanzien, periphere / Lokalanästhetika
Prilocain / Benzocain
Lokalanästhetika / OxytocinWarnhinweise
Enthält Parahydroxybenzoesäure/deren Ester Parabene (Alkyl-p-hydroxybenzoate) als Konservierungsmittel. Kann bei oraler, parenteraler, bronchopulmonaler und lokaler Applikation Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen.Die Anwendung in der Schwangerschaft ist nicht empfohlen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.
Dosierungsanleitung
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 10 mg Prilocainhydrochlorid
- allgemein
- für jeden Patienten individuell dosieren
- immer nur kleinste Dosis geben, mit der ausreichende Anästhesie erreicht wird
- empfohlene Dosen gelten für Erwachsene mit normalem KG (70 kg)
- der die Anästhesie durchführender Arzt legt Dosierung entsprechend den Besonderheiten des Einzelfalles fest
- Blockade großer Nerven
- im Allgemeinen höhere Konzentrationen Prilocainhydrochlorid notwendig
- injiziertes Volumen ist für Größe des anästhesierten Areals ausschlaggebend
- für eine länger dauernde Wirkung kann ein Verweilkatheter gelegt werden
- empfohlene Maximaldosis
- 600 mg Prilocainhydrochlorid (entspricht 60 ml Injektionslösung)
- bzw. 8,5 mg / kg KG
- Infiltrationsanästhesie
- bis zu 40 ml Injektionslösung
- Plexusblockaden
- 30 - 40 ml Injektionslösung
- Ischiadikus- / 3-in-1-Blockade
- 50 - 60 ml Injektionslösung
- Anwendung zur Parazervikalblockade und zur Pudendusanästhesie in der Geburtshilfe nicht empfohlen
Dosisanpassung
- ältere Patienten und Patienten in reduziertem Allgemeinzustand
- erhalten geringere Dosen
- Kinder
- < 12 Jahre
- keine allgemeinen Dosierungsempfehlungen aufgrund unzureichender Datenlage
- < 6 Monate
- Anwendung kontaindiziert aufgrund eines erhöhten Risikos für das Auftreten einer Methämoglobinämie
- < 12 Jahre
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Prilocain - invasiv- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Methämoglobinämie
- Zyanose
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- anaphylaktischer Schock
- anaphylaktische Reaktionen
- allergische Reaktionen
- Jucken
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Parästhesien
- Schwindel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anzeichen und Symptome von ZNS-Toxizität
- Krampfanfälle
- zirkumorale Parästhesien
- Bewusstseinsverlust
- Tremor
- Taubheitsgefühl auf der Zunge
- Sprachstörungen
- Hörstörungen
- abnormale Hörschärfe
- Tinnitus
- Sehstörungen/visuelle Störungen
- Ohrensausen
- Arachnoiditis
- Anzeichen und Symptome von ZNS-Toxizität
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Neuropathie
- periphere Nervenläsionen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Diplopie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bradykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzstillstand
- Arrhythmie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypotonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypertonie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Atemdepression
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Rückenschmerzen
- vorübergehende Muskelschwäche
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hinweise
- trotz der erwiesenen hohen klinischen Toleranz von Prilocain sind nach Überschreiten eines kritischen Blutspiegels toxische Nebenwirkungen nicht auszuschließen
- diese Nebenwirkungen führen hauptsächlich zu zentralnervösen und kardiovaskulären Symptomen
- leichte Nebenwirkungen (Schwindelgefühl, Benommenheit) beruhen auf mäßiger Überdosierung
- klingen in der Regel schnell ab bei Reduzierung der Dosis oder Abbruch der Zufuhr von Prilocain
- schwere Nebenwirkungen sind auf starke Überdosierung und/oder versehentliche Injektion des Lokalanästhetikums in ein Gefäß zurückzuführen
- zeigen sich in zentralnervösen Symptomen und in kardiovaskulären Symptomen infolge Reizung und/oder Depression der Hirnrinde und Medulla
- außerdem können durch Hemmung bzw. Blockade des kardialen Reizleitungssystems eine Verlangsamung der Herzschlagfolge und Myokarddepression auftreten
- als mögliche Ursache für Nebenwirkungen müssen auch eventuelle Störungen im Abbau (Leber) oder in der Ausscheidung (Niere) von Prilocain in Betracht gezogen werden
- die technikabhängigen Nebenwirkungen der verschiedenen Lokal- und Regionalanästhesieverfahren den entsprechenden Standardwerken entnehmen, z.B.
- kardiovaskuläre Depression nach zentralen Nervenblockaden
- reversible Erblindung und kardiovaskulärer Kollaps nach Injektion hinter den Augapfel
- irreversible Augenmuskelschädigung nach Injektion hinter und um den Augapfel
- Nebenwirkungen, die vom Arzneimittel an sich verursacht werden, sind schwer von den physiologischen Effekten der Nervenblockade zu unterscheiden (z.B. Blutdrucksenkung, Bradykardie) sowie von den Folgen, die direkt (z.B. Nervenverletzung) oder indirekt (z.B. Abszess an der Applikationsstelle) durch die Punktion verursacht werden
- trotz der erwiesenen hohen klinischen Toleranz von Prilocain sind nach Überschreiten eines kritischen Blutspiegels toxische Nebenwirkungen nicht auszuschließen
-
Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels
Stoffname Stoffmenge Stofftyp Prilocain hydrochlorid 500 mg Wirkstoff Prilocain 429 mg k.A. Methyl 4-hydroxybenzoat 40 mg Konservierungsstoff Natrium chlorid + Hilfsstoff Natrium hydroxid + Hilfsstoff Propyl 4-hydroxybenzoat 10 mg Konservierungsstoff Salzsäure, konzentriert + Hilfsstoff Wasser, für Injektionszwecke + Hilfsstoff Gesamt Natrium Ion 117.5 mg Zusatzangabe -
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