Azithromycin AbZ 500mg Filmtablett

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Steckbrief : Azithromycin AbZ 500mg Filmtablett

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  • Anwendungsgebiete

    Indikation

    • Behandlung der folgenden Infektionen bei Erwachsenen und Jugendlichen (>/= 45 kg KG):
      • akute Streptokokken-Tonsillopharyngitis
      • akute bakterielle Sinusitis
      • akute bakterielle Otitis media
      • ambulant erworbene Pneumonie (CAP)
      • akute bakterielle Haut- und Weichteilinfektionen (ABSSSI)
      • Urethritis und Zervizitis, verursacht durch Chlamydia trachomatis
      • Urethritis und Zervizitis, verursacht durch Neisseria gonorrhoeae in Kombination mit einem anderen geeigneten Antibiotikum (z. B.Ceftriaxon)
    • Erwachsene
      • akute Exazerbation einer chronischen Bronchitis
    • Hinweis: offizielle Leitlinien zur angemessenen Anwendung von antibakteriellen Wirkstoffen beachten
    Art der Anwendung
    • Einnahme mit oder ohne einer Mahlzeit
    • Einnahme unmittelbar vor einer Mahlzeit kann die gastrointestinale Verträglichkeit verbessern
    • weitere Hinweise s. Fachinformation

    Gegenanzeigen

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Azithromycin - peroral

    • Überempfindlichkeit gegen Azithromycin, Erythromycin oder andere Makrolid- oder Ketolid-Antibiotika

    Vorsichtsmaßnahmen

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Azithromycin - peroral

    • offizielle Leitlinien zur angemessenen Anwendung von antimikrobiellen Wirkstoffen beachten
    • Möglichkeit der Resistenzbildung
      • aufgrund der lang anhaltenden und nach Ende der Behandlung abnehmenden Azithromycin Konzentrationen im Plasma und in den Geweben könnte Azithromycin die Entwicklung von Resistenzen begünstigen
      • Behandlung mit Azithromycin sollte nur dann nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung unter Berücksichtigung der lokalen Resistenzprävalenz eingeleitet werden, wenn bevorzugte Therapieschemata nicht angezeigt sind.
    • schwere Haut- und Überempfindlichkeitsreaktionen
      • in Zusammenhang mit der Anwendung von Azithromycin seltene, schwerwiegende allergische Reaktionen, einschließlich Angioödem und Anaphylaxie (selten mit Todesfolge), sowie schwere Hautreaktionen (SCARs), einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN), der Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) und des akut generalisierenden pustulösen Exanthems (AGEP), die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, berichtet
        • zum Zeitpunkt der Verschreibung sollten Patienten auf Anzeichen und Symptome hingewiesen und engmaschig im Hinblick auf Hautreaktionen überwacht werden
        • einige dieser Reaktionen unter Azithromycin führten zu rezidivierenden Symptomen und erforderten eine längerfristige Beobachtung und Behandlung
      • bei Auftreten einer allergischen Reaktion sollte Azithromycin abgesetzt und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden
        • Ärzte sollten sich bewusst sein, dass es bei Absetzen der symptomatischen Behandlung zu einem Wiederauftreten der allergischen Symptomatik kommen kann
    • QT-Intervall-Verlängerung
      • in Zusammenhang mit der Anwendung anderer Makrolid-Antibiotika einschließlich Azithromycin wurden Verlängerungen der kardialen Repolarisation und des QT-Intervalls beobachtet, welche ein Risiko der Entwicklung kardialer Arrhythmien und von Torsade-de-Pointes-Tachykardien bergen
      • da die folgenden Situationen zu einem erhöhten Risiko für ventrikuläre Arrhythmien (einschließlich Torsade-de-Pointes-Tachykardien) mit möglichem Herzstillstand führen können, sollte Azithromycin bei Patienten mit anhaltenden proarrhythmischen Zuständen (insbesondere Frauen und älteren Patienten), mit Vorsicht angewendet werden, wie z.B. bei:
        • Patienten mit angeborener oder dokumentierter QT-Verlängerung
        • Patienten, die derzeit andere Wirkstoffe anwenden, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern, wie Antiarrhythmika der Klasse IA (Chinidin und Procainamid) und Klasse III (Dofetilid, Amiodaron und Sotalol), Hydroxychloroquin, Cisaprid und Terfenadin; antipsychotische Wirkstoffe wie Pimozid; Antidepressiva wie Citalopram; Fluorchinolone wie Moxifloxacin und Levofloxacin
        • Patienten mit Elektrolytstörungen, insbesondere bei Vorliegen einer Hypokaliämie und Hypomagnesiämie
        • Patienten mit klinisch relevanter Bradykardie, kardialen Arrhythmien oder schwerer Herzinsuffizienz
        • älteren Patienten, da diese anfälliger für arzneimittelbedingte Effekte auf das QT-Intervall sein können
        • Frauen und ältere Patienten mit vorhandenen Proarrhythmien
    • Lebertoxizität
      • Patienten mit schweren Lebererkrankungen
        • Anwendung bei diesen Patienten mit Vorsicht, da Azithromycin hauptsächlich über die Leber eliminiert wird
      • in Zusammenhang mit der Anwendung von Azithromycin über Fälle von fulminanter Hepatitis berichtet, die potenziell zu lebensbedrohlichem Leberversagen führte
      • unter der Behandlung mit Azithromycin auch Fälle von Hepatitis, cholestatischem Ikterus, hepatischer Nekrose und Leberversagen berichtet, teilweise mit tödlichem Ausgang
        • einige Patienten hatten möglicherweise bereits eine vorbestehende Lebererkrankung oder nahmen andere hepatotoxische Arzneimittel ein
      • Patienten sollten angewiesen werden, die Anwendung von Azithromycin abzubrechen und ihren Arzt zu kontaktieren, wenn Anzeichen und Symptome einer Leberfunktionsstörung auftreten, z.B. eine sich rasch entwickelnde Asthenie in Verbindung mit Gelbsucht, dunklem Urin, Blutungsneigung oder hepatischer Enzephalopathie
        • in solchen Fällen sollten umgehend Leberfunktionstests/Untersuchungen der Leber durchgeführt werden
    • Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhöen (CDAD) und pseudomembranöse Kolitis
      • in Zusammenhang mit der Anwendung von Azithromycin über CDAD und pseudomembranöse Kolitis berichtet, wobei der Schweregrad von leichtem Durchfall bis hin zu einer Kolitis mit letalem Ausgang reichen kann
      • eine Therapie mit Antibiotika verändert die normale Darmflora, was zu einer Überwucherung mit C. difficile führen kann
      • C. difficile produziert die Toxine A und B, die zur Entwicklung von CDAD beitragen
      • Hypertoxin produzierende Stämme von C. difficile sind mit einer erhöhten Morbidität
        und Mortalität assoziiert, da derartige Infektionen therapieresistent gegenüber einer antibiotischen Therapie sein können und eventuell eine Kolektomie notwendig machen
      • CDAD und pseudomembranöse Kolitis müssen bei Patienten in Erwägung gezogen werden, bei denen während oder nach der Anwendung von Azithromycin eine Diarrhö auftritt
        • hierbei ist eine sorgfältige medikamentöse Anamnese durchzuführen, da eine CDAD bis zu 2 Monate nach Durchführung einer Antibiotikatherapie auftreten kann
      • Abbruch der Behandlung mit Azithromycin und die Einleitung unterstützender Maßnahmen zusammen mit einer spezifischen Behandlung gegen C. difficile sollten in Betracht gezogen werden
        • Peristaltik-hemmende Arzneimittel sollten nicht gegeben werden
    • sexuell übertragbare Infektionen
      • es ist sehr wahrscheinlich, dass Neisseria gonorrhoeae gegen Makrolid-Antibiotika, einschließlich des Azalids Azithromycin, resistent ist
        • daher wird Azithromycin nicht für die Behandlung einer unkomplizierten Gonorrhoe und entzündlicher Beckenerkrankungen empfohlen, es sei denn, die Empfindlichkeit des Erregers gegenüber Azithromycin wurde durch Laborergebnisse bestätigt
        • wird die Erkrankung nicht oder nur suboptimal behandelt, können im späteren Verlauf Komplikationen auftreten, wie z.B. Unfruchtbarkeit und ektope Schwangerschaften
      • wenn darüber hinaus eine Einzeldosis Azithromycin für die Behandlung einer Urethritis oder Zervizitis verursacht durch N. gonorrhoeae oder C. trachomatis in Betracht gezogen wird, sollte eine begleitende urogenitale Infektion durch Mycoplasma genitalium ausgeschlossen werden, da bei diesem Erreger ein hohes Risiko für das Auftreten einer Resistenz besteht
      • darüber hinaus sollte eine durch Treponema pallidum verursachte Begleitinfektion ausgeschlossen werden, da andernfalls die Symptome einer sich entwickelnden Syphilis möglicherweise maskiert werden und dadurch die Diagnosestellung verzögert werden könnte
      • bei allen Patienten mit sexuell übertragbaren urogenitalen Infektionen
        • sollten eine geeignete antibakterielle-Therapie eingeleitet und mikrobiologische Nachuntersuchungen durchgeführt werden
    • Myasthenia gravis
      • in Zusammenhang mit der Anwendung von Azithromycin über Exazerbationen der Symptome einer Myasthenia gravis oder das erstmalige Auftreten eines Myasthenie-Syndroms berichtet
    • nicht-empfindliche Erreger
      • Anwendung von Azithromycin kann zu einem übermäßigen Wachstum nicht-empfindlicher Erreger führen
      • das Auftreten einer Superinfektion kann eine Unterbrechung der Behandlung oder die Einleitung anderer adäquater Maßnahmen erforderlich machen
    • Ergotalkaloid-Derivate
      • bei Patienten, die Ergotalkaloid-Derivate erhielten, wurde ein Ergotismus durch die gleichzeitige Anwendung bestimmter Makrolid-Antibiotika ausgelöst
      • keine Daten zu einer möglichen Wechselwirkung zwischen Ergotalkaloiden und Azithromycin vorliegend
      • aufgrund der theoretischen Möglichkeit eines Ergotismus sollten Azithromycin und Ergotalkaloid-Derivate nicht gleichzeitig verabreicht werden
    • pädiatrische Population: infantile hypertrophische Pylorusstenose (IHPS)
      • nach Anwendung von Azithromycin in den ersten 42 Tagen nach der Geburt Fälle von infantiler hypertropher Pylorusstenose (IHPS) berichtet
      • Eltern und Betreuungspersonen sollten gebeten werden, ihren Arzt zu kontaktieren, wenn es zu schwallartigem Erbrechen oder Gereiztheit des Kindes beim Füttern kommt
    • Kreuzresistenz
      • wegen einer bestehenden Kreuzresistenz mit Erythromycin-resistenten grampositiven Stämmen und den meisten Stämmen Methicillin-resistenter Staphylokokken sollte Azithromycin in diesen Fällen nicht eingenommen werden
      • regionale Resistenzsituation gegenüber Azithromycin und anderen Antibiotika sollte beachtet werden
    • Nierenfunktionsstörung (glomeruläre Filtrationsrate < 10 ml/Min.)
      • man sollte vorsichtig beim Einsatz von Azithromycin sein, da eine Erhöhung der Azithromycin-Konzentrationen um 33 % beobachtet wurde
    • schwere Infektionen
      • Arzneimittel nicht zur Behandlung von schweren Infektionen geeignet, bei denen schnell hohe Blutkonzentrationen des Antibiotikums erreicht werden müssen
    • Langzeitanwendung
      • keine Erfahrungen zur Sicherheit und zur Wirksamkeit der Langzeitanwendung von Azithromycin bei den oben genannten Anwendungsgebieten vorliegend
      • bei schnell rezidivierenden Infektionen sollte eine Behandlung mit einem anderen Antibiotikum in Betracht gezogen werden
    • Pharyngitis / Tonsillitis
      • Azithromycin nicht Mittel der ersten Wahl für die Behandlung der durch Streptococcus pyogenes verursachten Pharyngitis oder Tonsillitis
      • bei dieser Behandlung sowie als Prophylaxe des akuten rheumatischen Fiebers ist Penicillin Mittel der ersten Wahl
    • Sinusitis
      • Azithromycin häufig nicht das Mittel der ersten Wahl für die Behandlung der Sinusitis
    • akute Otitis media
      • Azithromycin häufig nicht das Mittel der ersten Wahl für die Behandlung der akuten Otitis media
    • infizierte Brandwunden
      • Azithromycin nicht für die Behandlung von infizierten Brandwunden indiziert
    • neurologische und psychiatrische Erkrankungen
      • Azithromycin sollte bei Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen mit Vorsicht angewendet werden
      •  

    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Azithromycin - peroral
    • Azithromycin sollte während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn es klinisch erforderlich ist und der erwartete Nutzen der Behandlung die gering erhöhten Risiken, die möglicherweise bestehen, überwiegt
    • keine geeigneten und gut kontrollierten Studien bei Schwangeren vorliegend
    • weitreichende Erfahrungen aus Beobachtungsstudien zur Exposition gegenüber Azithromycin während der Schwangerschaft vorliegend (über 7000 Azithromycin-Expositionen in der Schwangerschaft)
      • die meisten dieser Studien deuten nicht auf ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen beim Fötus hin, wie z.B. schwere angeborene oder kardiovaskuläre Fehlbildungen
      • gibt begrenzte epidemiologische Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten nach Azithromycin-Exposition in der Frühschwangerschaft
    • epidemiologische Evidenz bezüglich des Risikos für Fehlgeburten nach Azithromycin-Exposition in der Frühschwangerschaft sind nicht eindeutig
    • tierexperimentelle Studien
      • zur Reproduktionstoxizität haben gezeigt, dass Azithromycin über die Plazenta den Fötus erreicht
      • tierexperimentelle Studien weisen nicht auf eine Reproduktionstoxizität hin
      • tierexperimentelle Reproduktionsstudien wurden mit für das Muttertier bis zu mäßig toxischen Dosiskonzentrationen durchgeführt
        • in diesen Studien wurden keine teratogenen Effekte beobachtet
    • Fertilität
      • in Fertilitätsstudien an Ratten nach Gabe von Azithromycin verminderte Schwangerschaftsraten festgestellt
        • Bedeutung dieses Ergebnisses für den Menschen ist nicht bekannt
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Azithromycin - peroral
    • Entscheidung muss darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Azithromycin-Therapie verzichtet werden soll bzw. die Behandlung zu unterbrechen ist
      • dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Therapienutzen für die Frau berücksichtigt werden
    • Azithromycin wird in erheblichem Maße in die Muttermilch ausgeschieden (geschätzte höchste Mediandosis 0,1 bis 0,7 mg/kg/Tag)
    • keine schwerwiegenden nachteiligen Wirkungen von Azithromycin auf gestillte Säuglinge beobachtet
    • Nebenwirkungen wie Durchfall, Pilzinfektion der Schleimhäute sowie Überempfindlichkeit können bei gestillten Neugeborenen/Säuglingen auch bei subtherapeutischen Dosen auftreten

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    schwerwiegend Antiarrhythmika / Makrolid-Antibiotika
    Vitamin-K-Antagonisten / Makrolid-Antibiotika
    Colchicin / Makrolid-Antibiotika
    Mutterkorn-Alkaloide / Makrolid-Antibiotika
    Makrolid- und verwandte Antibiotika / Gyrase-Hemmer
    Neuroleptika / Makrolid-Antibiotika
    (Es-)Citalopram / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
    Makrolid-Antibiotika / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
    Efavirenz / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
    Mizolastin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
    Chinin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
    Hydroxyzin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    Amisulprid / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
    mittelschwer Benzodiazepine, oxidativer Metabolismus / Makrolid-Antibiotika
    Ciclosporin / Makrolid-Antibiotika
    Digitalis-Glykoside / Makrolid-Antibiotika
    Azithromycin / Antazida
    Midazolam / Makrolid-Antibiotika
    Relugolix / Makrolid-Antibiotika
    Typhus-Impfstoff, oral / Antibiotika
    Blutgerinnungsfaktoren, AAV-Vektor basiert / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
    Cholera-Impfstoff, oral / Antibiotika
    Fluphenazin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    Netilmicin / Makrolid-Antibiotika
    Tacrolimus, systemisch / CYP3A4-Inhibitoren, schwache und moderate
    geringfügig Regorafenib / Antibiotika
    Stoffe, potenziell hepatotoxisch / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
    Ibrutinib / CYP3A4-Inhibitoren, schwache
    Dalbavancin / Makrolid-Antibiotika
    Bictegravir / Makrolid-Antibiotika
    Apalutamid / Makrolid-Antibiotika
    Methotrexat / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Isoniazid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Teriflunomid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Valproinsäure / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Mercaptopurin / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    QT-Info (Produktinformation) / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    Linzagolix / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
    Cholesterin-Synthese-Hemmer / Azithromycin
    Thalidomid / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
    Teprotumumab / Stoffe, potenziell ototoxisch
    unbedeutend Kontrazeptiva, orale / Makrolid-Antibiotika
    Paracetamol / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)

    Warnhinweise

    Mit Flüssigkeit einnehmen.Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

    Dosierungsanleitung

    Dosierung

    • bakterielle Infektionen
      • Erwachsene und Jugendliche (>/= 45 kg KG)
        • akute Streptokokken-Tonsillopharyngitis, akute bakterielle Sinusitis, akute bakterielle Otitis medi, akute bakterielle Haut- und Weichteilinfektionen
          • 3 Tage-Schema
            • 500 mg Azithromycin 1mal / Tag oder
          • 5 Tage-Schema
            • 1. Tag: 500 mg 1mal / Tag
            • 2. - 5. Tag: 250 mg 1mal / Tag
        • ambulant erworbene Pneumonie
          • Hinweis: falls klinisch indiziert, kann bei Erwachsenen auf i.v. Anwendung eine orale Behandlung folgen, um ein Behandlungsschema von insgesamt 7 - 10 Tagen abzuschließen (Einzelheiten s. Fachinformation zu intravenösen Darreichungsformen von Azithromycin)
          • 3 Tage-Schema
            • 500 mg Azithromycin 1mal / Tag oder
          • 5 Tage-Schema
            • 1. Tag: 500 mg 1mal / Tag
            • 2. - 5. Tag: 250 mg 1mal / Tag
        • Urethritis und Zervizitis verursacht durch Chlamydia trachomatis
          • 1000 mg als Einzeldosis
        • Urethritis und Zervizitis verursacht durch Neisseria gonorrhoeae, in Kombination mit einem anderen geeigneten Antibiotikum (z. B. Ceftriaxon)
          • 1 000 mg oder 2 000 mg* (2000 mg für Erwachsene) als Einzeldosis
      • Erwachsene
        • akute Exazerbation der chronischen Bronchitis
          • 3 Tage-Schema
            • 500 mg Azithromycin 1mal / Tag oder
          • 5 Tage-Schema
            • 1. Tag: 500 mg 1mal / Tag
            • 2. - 5. Tag: 250 mg 1mal / Tag
      • versäumte Dosis
        • < 12 Stunden
          • Dosis so bald wie möglich einnehmen
          • anschließend die nächste Dosis zum regulär vorgesehenen Zeitpunkt einnehmen
        • > 12 Stunden
          • warten bis zur nächsten vorgesehenen Dosis

    Dosisanpassung

    • Nierenfunktionsstörung
      • GFR >/= 10 ml / Min.
        • keine Dosisanpassung erforderlich
      • GFR < 10 ml / Min.
        • Anwendung mit Vorsicht
    • Leberfunktionsstörung
      • leicht (Child-Pugh-Klasse A) oder mittelschwer (Child-Pugh-Klasse B)
        • keine Dosisanpassung erforderlich
      • schwer (Child-Pugh-Klasse C)
        • keine Daten vorliegend
        • Anwendung mit Vorsicht
    • ältere Patienten
      • keine Dosisanpassung erforderlich
      • besondere Vorsicht aufgrund des Risikos für die Entwicklung von Herzrhythmusstörungen und Torsade-de-Pointes-Tachykardie
    • Kinder und Jugendliche
      • akute Exazerbationen der chronischen Bronchitis: kein relevanter Nutzen
    • Patienten, die keine Tabletten schlucken können und pädiatrische Patienten KG < 45 kg
      • weitere Darreichungsformen verwenden, die besser geeignet sind

     

    Nebenwirkungen

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Azithromycin - peroral

    • Erkrankungen des Immunsystems
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Angioödem
        • Überempfindlichkeitsreaktionen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • schwere (z. T. lebensbedrohliche) anaphylaktische Reaktionen (z. B. anaphylaktischer Schock)
    • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Candida-Infektion
        • Pneumonie
        • Pilzinfektion
        • bakterielle Infektion
        • Vaginalinfektion
        • Pharyngitis
        • Gastroenteritis
        • Rhinitis
        • orale Candidose
        • Atemwegserkrankungen
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erniedrigte Lymphozytenzahl
        • erhöhte Eosinophilenzahl
        • erhöhte Basophilenzahl
        • erhöhte Monozytenzahl
        • erhöhte Neutrophilenzahl
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Leukopenie
        • Neutropenie
        • Eosinophilie
        • erhöhte Thrombozytenzahl
        • Hämatokrit erniedrigt
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Thrombozytopenie
        • hämolytische Anämie
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • verminderter Appetit
        • Anorexie
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Nervosität
        • Schlaflosigkeit
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Agitiertheit
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Angst
        • Delirium
        • Halluzination
        • Aggression
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kopfschmerzen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Schwindelgefühl
        • Dysgeusie
        • Parästhesie
        • Somnolenz
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Myasthenia gravis
        • Krampfanfall
        • Anosmie
        • Ageusie
        • Hypäasthesie
        • psychomotorische Hyperaktivität
        • Parosmie
        • Synkope
    • Augenerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Sehverschlechterung
        • Sehstörung
    • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Ohrenerkrankung
        • Vertigo
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Beeinträchtigungdes Hörvermögenseinschl. Taubheit und/ oder Tinnitus
        • Hypakusis
    • Herzerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Palpitationen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Torsade de pointes
        • Arrhythmien, einschließlich dazu gehöriger ventrikuläre Tachykardien
        • QT-Intervall-Verlängerung im EKG
    • Gefäßerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hitzewallung
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Hypotonie
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Dyspnoe
        • Atemerkrankung
        • Epistaxis
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Diarrhö
        • abdominale Beschwerden
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Erbrechen
        • Abdominalschmerz
        • Übelkeit
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Gastritis
        • Obstipation
        • Dyspepsie
        • Dysphagie
        • aufgetriebener Bauch
        • Mundtrockenheit
        • Mundulzeration
        • Hypersalivation
        • Aufstoßen
        • Flatulenz
        • weiche Stühle
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Pankreatitis
        • pseudomembranöse Kolitis
        • Zungenverfärbung
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hepatitis
        • erhöhte Aspartat-Aminotransferase
        • erhöhte Alanin-Aminotransferase
        • erhöhtes Bilirubin im Blut
        • erhöhte alkalische Phosphatase im Blut
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • anormale Leberfunktion/ Leberfunktionsstörung
        • (cholestatische-) Gelbsucht
        • Cholestase
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Leberversagen (das in seltenen Fällen zum Tode führte)
        • fulminant verlaufende Hepatitis
        • Lebernekrose
    • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Ausschlag
        • Pruritus
        • Urtikaria
        • Dermatitis
        • trockene Haut
        • Hyperhidrosis
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • akut generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP)
        • Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
        • Lichtempfindlichkeitsreaktion
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • toxische epidermale Nekrolyse (TEN)
        • Stevens-Johnson-Syndrom
        • Erythema multiforme
    • Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Osteoarthritis
        • Myalgie
        • Rückenschmerzen
        • Nackenschmerzen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Arthralgie
    • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Dysurie
        • Nierenschmerzen
        • erhöhter Blutharnstoff
        • erhöhtes Kreatinin im Blut
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • (tubulo-) interstitielle Nephritis
        • akute Nierenfunktionseinschränkung
        • akutes Nierenversagen
    • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Zwischenblutung
        • Hodenerkrankung
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Ödeme
        • Asthenie
        • Unwohlsein
        • Ermüdung/ Müdigkeit
        • Gesichtsödem
        • Brustkorbschmerz
        • Fieber
        • Schmerz
        • peripheres Ödem
    • Untersuchungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erniedrigtes Bicarbonat im Blut
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • anomaler Blut-Kalium-Spiegel
        • Chlorid im Blut erhöht
        • Glucose im Blut erhöht
        • erhöhtes Bicarbonat im Blut
        • Natrium im Blut anomal
    • Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Komplikationen nach dem Eingriff
    •  

    Nebenwirkungen, die sich möglicherweise oder sehr wahrscheinlich aus der Prophylaxe oder Behandlung einer Mycobacterium-avium-Infektion ergeben (diese Nebenwirkungen unterscheiden sich entweder in ihrer Art oder in ihrer Häufigkeit von den Nebenwirkungen, die für ein sofort freisetzendes Medikament bzw. ein Retard-Medikament berichtet werden):

    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Anorexie
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Schwindelgefühl
        • Kopfschmerz
        • Parästhesie
        • Geschmacksstörung
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Hypästhesie
    • Augenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Sehverschlechterung
    • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Taubheit
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Hörstörung
        • Tinnitus
    • Herzerkrankungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Palpitationen
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Diarrhoe
        • Abdominalschmerz
        • Übelkeit
        • Flatulenz
        • abdominale Beschwerden
        • weicher Stuhl
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Hepatitis
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Ausschlag
        • Pruritus
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Stevens-Johnson-Syndrom
        • Photosensitivität
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Arthralgie
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Ermüdung
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Asthenie
        • Unwohlsein

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Azithromycin 2-Wasser524.1 mgWirkstoff
    Azithromycin500 mgk.A.
    Calcium hydrogenphosphat+Hilfsstoff
    Cellulose, mikrokristallin+Hilfsstoff
    Hypromellose+Hilfsstoff
    Indigocarmin, Aluminiumsalz+Hilfsstoff
    Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]+Hilfsstoff
    Maisstärke+Hilfsstoff
    Maisstärke, vorverkleistert+Hilfsstoff
    Natrium dodecylsulfat+Hilfsstoff
    Polysorbat 80+Hilfsstoff
    Talkum+Hilfsstoff
    Titan dioxid+Hilfsstoff
    Gesamt Natrium Ion1 mmolZusatzangabe
    Gesamt Natrium Ionmgk.A.

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