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Daten vom 28.10.2025 09:18 Uhr
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Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
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Allgemeine Produktinformationen
- Zur intravenösen Infusion
- Zubereitung der Stammlösung zur Infusion:
- Zu einer Flasche mit 50 mg Amphotericin B werden 10 ml Wasser für Injektionszwecke zugesetzt.
- Die Flasche wird so lange kräftig geschüttelt, bis die Lösung klar ist.
- Die Stammlösung ist vor Gebrauch frisch zuzubereiten.
- Zubereitung der Infusionslösung:
- Amphotericin B-Stammlösung (5 mg Amphotericin B/ml) wird durch Zusatz von 5%-iger Glucoselösung (deren pH-Wert über 4,2 liegen muss) auf eine Konzentration zwischen 0,01 mg bis höchstens 0,1 mg Amphotericin B pro ml verdünnt, d.h. pro 1 ml Stammlösung werden mindestens 50 ml Glucoselösung benötigt.
- Der pH-Wert von Glucoselösungen liegt im Allgemeinen über 4,2, ansonsten ist er mit einer geeigneten Phosphatpufferlösung auf diesen Wert einzustellen.
- Werden Infusionsbestecke mit Filter verwendet, darf der Porendurchmesser des Filters nicht weniger als 1 µm betragen, um zu gewährleisten, dass die kolloidale Amphotericin B-Lösung vollständig durchläuft.
- Die für die intravenöse Infusion zubereiteten Amphotericin B-Lösungen (höchstens 0,1 mg Amphotericin B pro ml) müssen sofort nach der Zubereitung verwendet werden. Es ist nicht notwendig, die Lösungen während der Anwendung vor Licht zu schützen.
- Die Infusion muss langsam erfolgen, d. h. die Infusionsdauer sollte ungefähr 6 Stunden betragen. Kurze Infusionszeiten wurden mit Blutdruckabfall (Hypotonie), niedrigem Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie), Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie) und Schock in Verbindung gebracht. Bei Überdosierung kann es zu Atem- und Herzstillstand mit möglicherweise tödlichem Ausgang kommen.
- Hinweise:
- Es dürfen nur die vorgeschriebenen Lösungsmittel verwendet werden, d. h. z. B. keine isotonische Kochsalzlösung oder andere elektrolythaltigen Lösungsmittel, um eine Ausfällung von Amphotericin B zu vermeiden. Vor der Anwendung sollte das Arzneimittel visuell auf Trübungen und Ausfällungen geprüft werden. Wenn eine Trübung in der Lösung sichtbar wird, ist diese zu verwerfen. Stammlösung, Puffer und Infusionslösung müssen unter keimfreien Bedingungen hergestellt werden, da im Arzneimittel weder Konservierungsmittel noch Zusätze gegen ein Bakterienwachstum enthalten sind. Nur zur einmaligen Verwendung. Jede nicht verbrauchte Lösung ist zu verwerfen.
Anwendungsgebiete
- Das Präparat ist ein Mittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (Antimykotikum).
- Es wird angewendet
- zur intravenösen Infusion bei:
- schweren Pilzinfektionen eines oder mehrerer innerer Organe (Organmykosen und generalisierte Mykosen), vor allem Candida-Mykosen, Cryptococcose, Aspergillose, Coccidioidomykose, Histoplasmose, Nordamerikanische Blastomykose, Paracoccidioidomykose (Südamerikanische Blastomykose).
- zur intravenösen Infusion bei:
Indikation- schwere Organmykosen und generalisierte Mykosen, vor allem
- Candida-Mykosen
- Cryptococcose
- Aspergillose
- Coccidioidomykose
- Histoplasmose
- Nordamerikanische Blastomykose
- Paracoccidioidomykose (Südamerikanische Blastomykose)
- zur langsamen Infusion (Infusiondauer: ca. 6 Stunden)
- kurze Infusionszeiten wurden mit Hypotonie, Hypokaliämie, Arrhythmie und Schock in Verbindung gebracht
- weitere Hinweise s. Fachinformation
Gegenanzeigen
- Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Amphotericin B oder einem der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind
- bei schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen.
Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Amphotericin B - invasiv- Amphotericin B als konventionelle Formulierung (Amphotericin B-Natrium-Desoxycholat-Komplex)
- Überempfindlichkeit gegen Amphotericin B
- schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen
- Amphotericin B als liposomale Formulierung
- Überempfindlichkeit gegen Amphotericin B
- außer wenn nach Meinung des behandelnden Arztes der Zustand des Patienten lebensbedrohlich ist und ausschließlich durch eine Behandlung mit Amphotericin B verbessert werden kann (bzw. die Vorteile der Behandlung mit Amphotericin B die Risiken einer Überempfindlichkeit überwiegen)
- Überempfindlichkeit gegen Amphotericin B
Vorsichtsmaßnahmen
- Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Amphotericin B ist erforderlich:
- Kinder:
- Ausreichende klinische Untersuchungen zur Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung mit Amphotericin B bei Kindern liegen nicht vor.
- Besondere Patientengruppen:
- Während der Behandlung mit Amphotericin B sollten Nierenfunktion, Leberfunktion, Serumelektrolyte (Salze im Blut; besonders Magnesium und Kalium) und das Blutbild (Knochenmark) in regelmäßigen Abständen überprüft werden, um die Dosis gegebenenfalls anpassen zu können. Das Serumkreatinin sollte 3 mg/100 ml, der Harnstoff-Stickstoff 40 mg/100 ml nicht übersteigen. Werden erhöhte Blutspiegel festgestellt, muss Amphotericin B abgesetzt oder die Dosis verringert werden, bis eine Besserung der Nierenfunktion eingetreten ist.
- Aufgrund der langen Eliminationshalbwertszeit muss insbesondere bei Patienten, die unter lang dauernder Amphotericin B-Infusionsbehandlung stehen, auf eine mögliche Kumulation geachtet und eine regelmäßige Blut-, Serumkreatinin-, Knochenmark- und Leberkontrolle vorgenommen werden.
- Obwohl einige Patienten die Amphotericin B-Infusionsbehandlung problemlos vertragen, treten bei den meisten Unverträglichkeitsreaktionen schon im vorgesehenen Dosierungsbereich auf. Akutreaktionen einschließlich Schüttelfrost, Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und niedriger Blutdruck treten bei intravenöser Anwendung von Amphotericin B häufig auf. Abhängig von der Schwere der Nebenwirkungen muss unter Umständen das Medikament endgültig oder vorübergehend abgesetzt werden. Die Verträglichkeit kann durch die Gabe von Acetylsalicylsäure, Fieber senkenden Mitteln (Antipyretika; z. B. Paracetamol), Mitteln gegen allergische Reaktionen (Antihistaminika) oder Mitteln gegen Erbrechen (Antiemetika) verbessert werden. Eine Amphotericin B-Infusionsbehandlung an jedem 2. Tag kann die Häufigkeit von Appetitlosigkeit und Venenentzündung verringern. Die Verabreichung von Corticosteroiden in kleinen Dosen vor oder während der Amphotericin B-Infusion kann fieberhafte Reaktionen vermindern. Dosierung und Dauer der Corticosteroid-Behandlung sollten jedoch wegen möglicher Wechselwirkungen so gering wie möglich sein. Heparin (Mittel zur Blutverdünnung; 1.000 Units pro Infusion), Wechsel der Injektionsstelle und die Benutzung möglichst kleiner Verweilkanülen können die Häufigkeit einer Venenentzündung (Thrombophlebitis) verringern.
- Die Infusion muss langsam erfolgen, d. h. die Infusionsdauer sollte ungefähr 6 Stunden betragen. Kurze Infusionszeiten wurden mit Blutdruckabfall (Hypotonie), niedrigem Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie), Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie) und Schock in Verbindung gebracht.
- Bei Überdosierung kann es zu Atem- und Herzstillstand mit möglicherweise tödlichem Ausgang kommen. Der Produktname und die Dosierung sind vor der Anwendung zu überprüfen, insbesondere wenn die verordnete Dosis größer ist als 1,5 mg/kg Körpergewicht. Unter keinen Umständen darf die Tagesdosis mehr als 1,5 mg/kg Körpergewicht betragen.
- Bei Patienten, die vor der Behandlung mit Amphotericin B eine Ganzkörperbestrahlung erhalten hatten, wurde über Einzelfälle von Veränderungen in der Markschicht im Gehirn (Leukoenzephalopathie) berichtet.
- Verminderung der Nierenschädlichkeit durch Salzzufuhr:
- Tierversuche und klinische Untersuchungen zeigen, dass eine Salzzufuhr die Nierenschädlichkeit (Toxizität) von Amphotericin B vermindern kann. Die Salzbeladung erfolgt durch zusätzliche Gabe von 150 - 200 mM Kochsalzlösung pro Tag bei nierengesunden Patienten, z. B. in Form einer getrennten Infusion von 1.000 ml einer 0,9%-igen Kochsalzlösung.
- Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
- Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen, weil Amphotericin B unter Umständen Ihr Hör- und Sehvermögen beeinträchtigen, Schwindel auslösen oder Herz-Kreislauf Reaktionen verursachen kann. Sie dürfen keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Amphotericin B - invasivAmphotericin B als konventionelle Formulierung (Amphotericin B-Natrium-Desoxycholat-Komplex)
- nur zur intravenösen Anwendung bestimmt
- Behandlung mit Amphotericin B soll nur von Ärzten, die Erfahrung in der Behandlung invasiver Pilzinfektionen haben, eingeleitet werden
- in jedem Fall sollte der mögliche lebensrettende Nutzen gegenüber schwerwiegenden und gefährlichen Nebenwirkungen abgewogen werden
- Amphotericin B sollte vor allem bei schweren, möglicherweise lebensbedrohlichen Pilzinfektionen eingesetzt werden
- während der Behandlung mit Amphotericin B sollten Nierenfunktion, Leberfunktion, Serumelektrolyte (besonders Magnesium und Kalium) und das Blutbild in regelmäßigen Abständen überprüft werden, um die Dosis gegebenenfalls anzupassen
- Serumkreatinin sollte 3 mg/100 ml, der Harnstoffstickstoff 40 mg/100 ml nicht übersteigen
- werden erhöhte Spiegel festgestellt, muss Amphotericin B abgesetzt oder die Dosis reduziert werden, bis eine Besserung der Nierenfunktion eingetreten ist
- Serumkreatinin sollte 3 mg/100 ml, der Harnstoffstickstoff 40 mg/100 ml nicht übersteigen
- Kumulation, lange Eliminationshalbwertszeit
- auf Grund der langen Eliminationshalbwertszeit muss insbesondere bei Patienten, die unter lang dauernder Amphotericin B - Infusionsbehandlung stehen, auf eine mögliche Kumulation geachtet und eine regelmäßige Blut-, Serumkreatinin-, Knochenmark- und Leberkontrolle vorgenommen werden
- Unverträglichkeitsreaktionen
- obwohl einige Patienten die Amphotericin B-Infusionsbehandlung problemlos vertragen, treten bei den meisten schon Unverträglichkeitsreaktionen im therapeutischen Dosierungsbereich auf
- häufige Akutreaktionen bei intravenöser Anwendung, einschließlich
- Schüttelfrost
- Fieber
- Appetitlosigkeit
- Übelkeit
- Erbrechen
- Kopfschmerzen
- Myalgie
- Arthralgie
- Hypotonie
- Verträglichkeit kann durch die Gabe von Acetylsalicylsäure, Antipyretika (z.B. Paracetamol), Antihistaminika oder Antiemetika verbessert werden
- Amphotericin B-Infusionsbehandlung an alternierenden Tagen kann die Inzidenz von Appetitlosigkeit und Venenentzündung verringern
- Verabreichung von kleinen Dosen Corticosteroiden vor oder während der Amphotericin B-Infusion kann fieberhafte Reaktionen vermindern
- Dosierung und Dauer der Corticoid-Therapie sollten jedoch wegen möglicher Wechselwirkungen minimal sein
- Heparin (1000 Units pro Infusion), Wechsel der Injektionsstelle und die Benutzung möglichst kleiner Verweilkanülen können die Häufigkeit einer Thrombophlebitis verringern
- vorsichtige Anwendung, um versehentliche Überdosierung zu vermeiden, welche zu Atem- und Herzstillstand mit möglicherweise tödlichem Ausgang führen kann
- Produktnamen und die Dosierung vor der Anwendung überprüfen, insbesondere wenn verordnete Dosis größer ist als 1,5 mg / kg KG
- unter keinen Umständen darf Tagesdosis mehr als 1,5 mg / kg KG betragen
- Infusion muss langsam erfolgen, d.h. Infusionsdauer ca. 6 Stunden
- Behandlungsunterbrechung
- falls Behandlung mit Amphotericin B für mehr als 7 Tage unterbrochen wird, sollte Therapie mit der niedrigsten Dosierung wieder aufgenommen und dann schrittweise erhöht werden
- Wechselwirkungen
- bestimmte Arzneimittel können das Potenzial für renale Schädigungen und/oder Bronchospasmen und Hypotonie erhöhen und sollten deshalb nur mit äußerster Vorsicht verabreicht werden
- Ganzkörperbestrahlung, Leukoenzephalopathie,
- bei Patienten, die vor der Behandlung mit Amphotericin B eine Ganzkörperbestrahlung erhalten hatten, Einzelfälle von Leukoenzephalopathie beobachtet
- Verminderung der Nephrotoxizität durch Salzbeladung
- tierexperimentelle und klinische Untersuchungen zeigen, dass eine Salzbeladung die Nephrotoxizität von Amphotericin B vermindern kann
- erfolgt durch zusätzliche Zufuhr von 150 - 200 mM NaCl pro Tag bei nierengesunden Patienten, z. B. in Form einer separaten Infusion von 1000 ml 0,9%-iger NaCl-Lösung
Amphotericin B als liposomale Formulierung
- Überempfindlichkeit
- anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen beobachtet
- bei schwerwiegenden anaphylaktischen/anaphylaktoiden Reaktionen muss die Infusion sofort unterbrochen werden
- Patient darf keine weiteren Infusionen mit Amphotericin B erhalten
- Infusionsreaktionen
- bei Verabreichung von Amphotericin-B-haltigen Arzneimitteln können andere schwerwiegende Infusionsreaktionen auftreten
- obwohl Infusionsreaktionen normalerweise nicht ernst sind, sollten bei Patienten geeignete Vorsichtsmaßnahmen zum Vermeiden oder Behandeln solcher Reaktionen getroffen werden
- niedrigere Infusionsraten (über 2 Stunden) und routinemäßige Gabe von Diphenhydramin, Paracetamol, Pethidin und/oder Hydrocortison haben sich bei der Prävention und Behandlung bewährt
- Toxizität
- liposomale Formulierung nachweislich deutlich weniger toxisch als konventionelles Amphotericin B (Amphotericin B-Natrium-Desoxycholat-Komplex)
- besonders in Bezug auf Nephrotoxizität können dennoch Nebenwirkungen nicht völlig ausgeschlossen werden
- dosisabhängige Reaktionen
- Studien in denen die tägliche Gabe 3mg / kg KG mit höheren Dosen (5, 6 oder 10 mg / kg KG / Tag) verglichen wurde: erhöhte Serumkreatininwerte, Hypokaliämie und Hypomagnesiämie in besonderem Maße in den hoch dosierten Gruppen
- Überwachung, Laboruntersuchungen
- Funktion von Nieren und Leber sowie Hämatopoese, Serumelektrolyte (vorzugsweise Kalium und Magnesium) müssen durch regelmäßige Laboruntersuchungen überwacht werden
- besonders bei Patienten wichtig, die eine nephrotoxische Begleitmedikation erhalten
- Hypokaliämie
- aufgrund eines Hypokaliämie-Risikos kann im Verlauf der Behandlung Kalium-Substitution erforderlich werden
- bei klinisch signifikanter Verschlechterung der Nierenfunktion oder anderer Parameter
- Dosisreduktion, Therapieunterbrechung oder Abbruch der Therapie erwägen
- Funktion von Nieren und Leber sowie Hämatopoese, Serumelektrolyte (vorzugsweise Kalium und Magnesium) müssen durch regelmäßige Laboruntersuchungen überwacht werden
- akute Lungentoxizität
- bei Patienten beobachtet, welche konventionelles Amphotericin B während oder kurz nach einer Leukozytentransfusion bekamen
- daher empfohlen, die Infusionen so lange wie möglich nach diesem Ereignis hinauszuzögern und die Lungenfunktion weiter zu beobachten
- Kinder (< 1 Lebensmonat)
- aufgrund fehlender Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit Behandlung nicht empfohlen
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Amphotericin B - invasivAmphotericin B als konventionelle Formulierung (Amphotericin B-Natrium-Desoxycholat-Komplex)
- darf in der Schwangerschaft nur verwendet werden, wenn der eindeutige Nutzen für die Mutter die möglichen Risiken für das ungeborene Kind überwiegt
- Amphotericin B passiert die Plazenta
- keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Amphotericin B bei Schwangeren vorliegend
- in tierexperimentellen Studien Amphotericin B nur unzureichend untersucht
Amphotericin B als liposomale Formulierung
- sollte in der Schwangerschaft nur dann angewendet werden, wenn der mögliche Nutzen das mögliche Risiko für die Mutter und den Fötus überwiegt
- Sicherheit bei Schwangeren wurde nicht ermittelt
- tierexperimentelle Studien
- Untersuchungen zur Teratogenität an Ratten und Kaninchen ergaben, dass Amphotericin B bei diesen Spezies kein teratogenes Potential aufweist
- systemische Pilzinfektionen wurden mit konventionellem Amphotericin B erfolgreich und ohne erkennbare Wirkung auf den Fötus behandelt
- allerdings Zahl der berichteten Fälle nicht ausreichend, um daraus einen Schluss für die Unbedenklichkeit dieses Arzneimittels in der Schwangerschaft zu ziehen
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Amphotericin B - invasiv- nicht bekannt, ob Amphotericin B beim Menschen in die Muttermilch übergeht
- in die Nutzen-Risiko-Abwägung, ob während der Anwendung von Amphotericin B gestillt werden sollte, sollte sowohl das potentielle Risiko für das Kind, der Gewinn des Stillens für das Kind, als auch der Nutzen für die Mutter unter der Amphotericin-B-Therapie einfließen
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
- Bei Anwendung von Amphotericin B mit anderen Arzneimitteln:
- Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
- Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Amphotericin B beeinflusst werden.
- Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko:
- Bei einigen Wirkstoffen kann durch Kaliummangel im Blut deren Wirkung bzw. Schädlichkeit (Toxizität) verstärkt werden, z. B. bei Digitalisglykosiden (Mittel gegen Herzmuskelschwäche), Skelettmuskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) und Antiarrhythmika (Mittel gegen Herzrhythmusstörungen).
- Eine klinisch bedeutsame Wirkungsverstärkung (Synergismus) besteht bei der Kombination mit Flucytosin (Mittel gegen Pilzinfektionen). Bei gleichzeitiger Therapie mit Flucytosin kann dessen Konzentration im Blut durch eine langsamere Ausscheidung erhöht werden.
- Nierenschädigende Arzneimittel wie Cisplatin (Antitumormittel), Pentamidin (Mittel gegen Infektionen durch Einzeller), Aminoglykoside (Antibiotika), Ciclosporin (Mittel zur Unterdrückung des Immunsystems) und Flucytosin (Antipilzmittel) sollten mit Vorsicht gleichzeitig verabreicht werden, da die Gefahr von Nierenschädigungen erhöht werden kann.
- Amphotericin B wird wie folgt beeinflusst:
- Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko:
- Mittel gegen Tumorerkrankungen (antineoplastische Substanzen, z. B. Stickstoff-Lost) können die Gefahr von Nierenschädigungen, Krämpfen der Bronchialmuskeln (Bronchospasmus) und Blutdruckabfall erhöhen und sollten deshalb nur mit äußerster Vorsicht verabreicht werden.
- Corticosteroide (natürliche oder künstliche Hormone der Nebennierenrinde) und ACTH (körpereigenes Hormon) können den durch Amphotericin B ausgelösten Kaliummangel im Blut (Hypokaliämie) verstärken.
- Die gleichzeitige Gabe von Corticosteroiden sollte in niedriger Dosierung nur erfolgen, wenn sie zur Behandlung der Nebenwirkungen dient.
- Die gleichzeitige Therapie mit Diuretika (Mittel zur Entwässerung, z. B. bei Bluthochdruck) kann die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Nierenschädigung erhöhen und die hypokaliämische Wirkung (Kaliummangel im Blut) verstärken.
- Foscarnet und Ganciclovir (Mittel gegen schwere Virusinfektionen) können die Nebenwirkungen auf das Blutbild (Abfall der Zahl der weißen Blutzellen oder der Blutplättchen) und auf die Nieren verstärken.
- Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko:
- Sonstige mögliche Wechselwirkungen:
- Wenn während oder kurz vor der Infusion von Amphotericin B eine Transfusion von weißen Blutzellen erfolgte, wurden in einigen Fällen akute Lungenreaktionen beobachtet. Deshalb sollten die Infusionen in möglichst großem Abstand erfolgen und die Lungenfunktion überprüft werden.
- Wichtigste Inkompatibilitäten (chemische Unverträglichkeiten):
- Es bestehen Inkompatibilitäten mit elektrolythaltigen Lösungsmitteln, z. B. Kochsalz Lösung, und anderen Arzneimitteln als Beimischung. Konservierungsmittel (z. B. Benzylalkohol) sowie andere als die vorgeschriebenen Lösungsmittel können ein Ausfällen von Amphotericin B bewirken (d. h. Amphotericin B wird unlöslich und kann nicht mehr verabreicht werden).
Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben schwerwiegend Aminoglykosid-Antibiotika / Amphotericin B
Cidofovir / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
Clozapin / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
Streptozocin / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
Hydroxyzin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Makrolid-Antibiotika / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Moxifloxacin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
mittelschwer Digitalis-Glykoside / Amphotericin B
Tenofovir / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
Fumarsäure-Derivate / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
Clofarabin / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
Amphotericin B / Micafungin
Blutgerinnungsfaktoren, AAV-Vektor basiert / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
Ajmalin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Fluphenazin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Efbemalenograstim alfa / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
Emtricitabin / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
Tacrolimus / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen und/oder neurotoxischen UAW
Pretomanid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
geringfügig Ciclosporin / Amphotericin B
Diuretika, kaliuretische / Amphotericin B
Corticosteroide / Amphotericin B
Zoledronsäure / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
Stoffe, potenziell hepatotoxisch / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
Cyclophosphamid / Amphotericin B
Daptomycin / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
Inotersen / Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
Teicoplanin / Amphothericin B
Methotrexat / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
Isoniazid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
Teriflunomid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
Valproinsäure / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
Mercaptopurin / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
QT-Info (Produktinformation) / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Magnesium-Salze / Stoffe, die eine Hypomagnesiämie verursachen können
unbedeutend Paracetamol / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)Warnhinweise
- Schwangerschaft
- Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Amphotericin B bei Schwangeren vor.
- Amphotericin B, der Wirkstoff dieses Arzneimittels, ist im Tierversuch nur unzureichend hinsichtlich möglicher schädigender Wirkung auf die vorgeburtliche Entwicklung geprüft. Sie dürfen Amphotericin B in der Schwangerschaft nur auf ausdrückliche Anweisung Ihres Arztes anwenden, und nur, wenn dieser vorher den Nutzen einer Behandlung gegen mögliche Risiken für das ungeborene Kind abgewogen hat.
- Stillzeit
- Es ist nicht bekannt, ob Amphotericin B, der Wirkstoff dieses Arzneimittels, in die Muttermilch übergeht. Sie dürfen Amphotericin B in der Stillzeit nur nach Anweisung durch Ihren behandelnden Arzt anwenden, und nur, nachdem dieser eine entsprechende Nutzen-/Risikoabwägung durchgeführt hat.
Die Anwendung in der Schwangerschaft ist nicht empfohlen.Die Anwendung in der Stillzeit ist nicht empfohlen.Dosierungsanleitung
- Amphotericin B wird immer von einem Arzt oder einer autorisierten medizinischen Fachkraft zubereitet und angewendet. Amphotericin B ist immer genau nach Anweisung des Arztes anzuwenden.
- Dosierung:
- Da die Verträglichkeit von Amphotericin B individuell verschieden ist, muss die Dosierung bei Infusionsbehandlung bei jedem Patienten individuell eingestellt werden.
- Die Therapie sollte mit einer täglichen Dosis von 0,1 mg/kg Körpergewicht beginnen und die Dosis nach und nach erhöht werden, bis ein optimaler Blutspiegel erreicht ist.
- Wahlweise kann zu Beginn eine Testdosis verabreicht werden (wobei jedoch ihre Aussagekraft bezüglich einer bestehenden Unverträglichkeit umstritten ist): 1 mg Amphotericin B wird in 5%-iger Glucoselösung solubilisiert und innerhalb von 20 - 30 Minuten intravenös verabreicht.
- Temperatur, Puls, Atmung und Blutdruck sollten alle 30 Minuten über 2 - 4 Stunden nach intravenöser Gabe aufgezeichnet werden.
- Wenn eine schwere und schnell fortschreitende Pilzinfektion vorliegt, kann Patienten in einer stabilen Herz-Kreislauf-Situation und nach relativ guter Verträglichkeit der Testdosis 0,3 mg/kg Körpergewicht über einen Zeitraum von 2 - 6 Stunden intravenös gegeben werden.
- Patienten, deren Herz-Kreislauf-System beeinträchtigt ist oder die mit starker Unverträglichkeit auf die Testdosis reagiert haben, sollten eine niedrigere Dosis, z. B. 0,1 mg/kg Körpergewicht, erhalten.
- Anschließend kann die Tagesdosis von 0,1 mg/kg Körpergewicht allmählich auf eine tägliche Enddosis von 0,5 - 0,7 mg/kg Körpergewicht angehoben werden.
- Da Amphotericin B sehr langsam ausgeschieden wird, kann es bei Patienten, die eine höhere Dosis erhalten, auch abwechselnd jeden 2. Tag verabreicht werden. Bei schwerkranken Patienten kann die Tagesdosis vorsichtig und unter der Voraussetzung, dass keine schädigenden (toxischen) Nebenwirkungen auftreten, auf maximal 1,0 mg/kg Körpergewicht täglich oder abwechselnd jeden 2. Tag 1,5 mg/kg Körpergewicht erhöht werden.
- Zur Beachtung:
- Unter keinen Umständen darf die Tagesdosis mehr als 1,5 mg/kg Körpergewicht betragen.
- Wenn die Behandlung mit Amphotericin B für mehr als 7 Tage unterbrochen wird, sollte die Therapie mit der niedrigsten Dosierung wieder aufgenommen und dann schrittweise erhöht werden, wie oben angegeben.
- Wenn eine Besserung eingetreten ist, kann Amphotericin B jeden 2. Tag verabreicht werden.
- Dosierung bei Kindern:
- Bei Kindern wird mit einer sehr niedrigen Amphotericin B-Dosis begonnen und die Dosis nur vorsichtig gesteigert. Eine Gesamttagesdosis von 1 - 2 mg, also weniger als 0,25 mg/kg Körpergewicht ist zweckmäßig. Es kann langsam unter der Voraussetzung, dass keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auftreten, auf 0,25 mg/kg Körpergewicht pro Tag gesteigert werden.
- Dauer der Anwendung:
- Die Behandlungsdauer hängt von der Art und Schwere der Infektion ab. Nach den bisherigen klinischen Erfahrungen kommt es meist nach 4 - 8 Wochen zu einer deutlichen Besserung. Fallweise kann eine Behandlungsdauer von 6 - 12 Wochen und länger notwendig sein.
- Die Behandlungsdauer hängt von der Art und Schwere der Infektion ab. Nach den bisherigen klinischen Erfahrungen kommt es meist nach 4 - 8 Wochen zu einer deutlichen Besserung. Fallweise kann eine Behandlungsdauer von 6 - 12 Wochen und länger notwendig sein.
- Wenn eine größere Menge angewendet wurde als beabsichtigt:
- Eine Überdosierung von Amphotericin B kann zu Herz- und Atemstillstand mit möglicherweise tödlichem Ausgang führen. Bei Verdacht auf Überdosierung ist die Behandlung sofort zu unterbrechen und der Zustand des Patienten zu überwachen (Herz-Kreislauf-, Nieren-, Leberfunktion, Blutbild, Serumelektrolyte u. a.). Gegebenenfalls sind geeignete Behandlungsmaßnahmen einzuleiten. Der Zustand des Patienten sollte stabil sein, einschließlich der Normalisierung der Serumelektrolyte, bevor die Therapie wieder aufgenommen wird.
- Hinweis zur Hämodialyse und Peritonealdialyse (Blutwäsche):
- Amphotericin B ist nicht wasserlöslich und im Blut zu über 90% an Eiweiße gebunden. Es wird weder durch Hämodialyse (Blutwäsche) noch durch Peritonealdialyse in nennenswerter Menge entfernt.
DosierungBasiseinheit: 1 Durchstechflasche enthält 50 mg Amphotericin B; die zubereitete Stammlösung enthält 5 mg Amphotericin B / ml
- schwere Organmykosen und generalisierte Mykosen
- Dosierung individuell einstellen
- Initialdosis - Alternative 1
- 0,1 mg Amphotericin B / kg KG / Tag
- Dosis allmählich erhöhen, bis optimaler Blutspiegel erreicht ist
- Initialdosis - Alternative 2
- Testdosis von 1 mg Amphotericin B, solubilisiert in 5%iger Glucoselösung, innerhalb von 20 - 30 Min. i.v. verabreichen
- Aussagekraft bzgl. bestehender Unverträglichkeit jedoch umstritten
- Temperatur, Puls, Atmung und Blutdruck alle 30 Min. für 2 - 4 Stunden überwachen
- Patienten mit schwerer, schnell fortschreitender Pilzinfektion, stabiler Herz-Kreislauf-Situation und nach relativ guter Verträglichkeit der Testdosis
- 0,3 mg Amphotericin B / kg KG über 2 - 6 Stunden i.v. infundieren
- Patienten mit beeinträchtigtem Herz-Kreislauf-System oder mit starker Unverträglichkeit auf die Testdosis
- niedrigere Dosis, z. B. 0,1 mg Amphotericin B / kg KG über 2 - 6 Stunden i.v. infundieren
- Testdosis von 1 mg Amphotericin B, solubilisiert in 5%iger Glucoselösung, innerhalb von 20 - 30 Min. i.v. verabreichen
- Enddosis
- Tagesdosis von 0,1 mg Amphotericin B / kg KG allmählich auf 0,5 - 0,7 mg Amphotericin B / kg KG / Tag erhöhen
- wegen sehr langsamer Ausscheidung von Amphotericin B kann es bei Patienten, die eine höhere Dosis erhalten, auch alternierend jeden 2. Tag verabreicht werden
- schwerkranke Patienten
- Tagesdosis kann bei Abwesenheit toxischer Nebenwirkungen vorsichtig erhöht werden
- max. 1 mg Amphotericin B / kg KG / Tag
- oder 1,5 mg Amphotericin B / kg KG alternierend jeden 2. Tag
- Tagesdosis kann bei Abwesenheit toxischer Nebenwirkungen vorsichtig erhöht werden
- max. Tagesdosis: 1,5 mg / kg KG
- Überdosierung kann zu Atem- und Herzstillstand mit möglicherweise tödlichem Ausgang führen
- Verabreichung jeden 2. Tag, wenn Besserung eingetreten ist
- Wiederaufnahme der Therapie nach Unterbrechung der Behandlung > 7 Tage
- Beginn wieder mit der niedrigsten Dosierung
- dann schrittweise erhöhen wie oben angegeben
- schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen
- kontraindiziert
- Kinder
- keine adäquaten klinischen Studien zur Sicherheit und Wirksamkeit
- mit sehr niedriger Initialdosis beginnen und nur vorsichtig steigern
- zweckmäßige Tagesdosis: 1 - 2 mg Amphotericin B (< 0,25 mg Amphotericin B / kg KG)
- vorsichtige Dosissteigerung auf 0,25 mg Amphotericin B / kg KG / Tag möglich, wenn keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auftreten
- Behandlungsdauer
- abhängig von Art und Schwere der Infektion
- deutliche Besserung der Symptome meist nach 4 - 8 Wochen
- fallweise Behandlungsdauer von 6 - 12 Wochen und länger nötig
Nebenwirkungen
- Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten
- selten weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
- sehr selten weniger als 1 von 10.000 Behandelten
- nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
- Sehr häufig:
- Nierenfunktionsstörungen, erniedrigter Kaliumgehalt im Blut, Vermehrung des Rest-Stickstoffs im Blut (Azotämie), verminderte Harnkonzentration, renale tubuläre Azidose (Störung des Säuren Basen-Gleichgewichts im Blut durch krankhaft veränderte Nierenfunktion), Nephrokalzinose (Nierenverkalkung), Erhöhung der Serumkreatininwerte (Maß für die Nierenfunktion). Meistens bessern sich die Zustände bei Behandlungsunterbrechung, aber insbesondere bei Patienten, die eine hohe Gesamtdosis, d.h. über 5 g Amphotericin B, oder andere nierenschädigende Mittel erhalten, kann es auch zu einem dauernden Nierenschaden kommen. Das Auftreten einer Nierenschädigung kann bei einigen Patienten durch Zufuhr von Flüssigkeit und/oder Kochsalzlösung vor der Amphotericin B-Gabe vermindert werden.
- Atemnot, Brechreiz, Erbrechen, niedriger Blutdruck (Hypotonie), Schüttelfrost, Fieber (manchmal verbunden mit Schüttelfrost 15 - 20 Minuten nach Beginn der Amphotericin B-Infusionsbehandlung)
- Häufig:
- Verminderung der Erythrozyten (Anämie), Hautausschläge, verringerter Magnesiumgehalt im Blut, krankhaft veränderte Leberwerte
- Gelegentlich:
- Hautrötung mit Hitzegefühl (Flush)
- Häufigkeit nicht bekannt:
- Erhöhter Kaliumgehalt im Blut, Gewichtsverlust, Herzstillstand, Herzrhythmusstörungen einschließlich Kammerflimmern, Herzversagen, Blutgerinnungsstörungen, Blutbildveränderungen wie Blutplättchenmangel (Thrombozytopenie), Verminderung oder Erhöhung der weißen Blutzellen (Leukopenie, Agranulozytose, Eosinophilie, Leukozytose), Nervenleitungsstörungen in Armen und Beinen, Krampfanfälle und andere Nervenfunktionsstörungen, hirnorganische Schädigungen (Enzephalopathie), Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen, Doppeltsehen, Gehörverlust, Ohrgeräusche (Tinnitus), Schwindel, Krämpfe der Bronchialmuskeln, Wasseransammlung in der Lunge (Lungenödeme, nicht durch eine Herzkrankheit bedingt), allergische Entzündung der Lunge (Pneumonitis) oder der Lungenbläschen (Alveolitis), Verdauungsstörungen, Magen-Darmentzündung mit Blutungen, Oberbauchbeschwerden, Durchfall, Blutstuhl (Meläna), akutes Nierenversagen, fehlende Harnausscheidung (Anurie), verminderte Harnauscheidung (Oligurie) und eingeschränkte Nierenfunktion, vermehrte Ausscheidung von Harn mit geringer Dichte verbunden mit abnormem Durstgefühl aufgrund einer Nierenfunktionsstörung (nephrogener Diabetes insipidus), Ausschlag, insbesondere fleckig-knotiger Ausschlag (makulopapulöses Exanthem), Juckreiz, Abschälen der Haut, blasige Ablösung der Haut, Medikamentenallergie mit Fieber und schmerzhaften fleckig-blasigen Ausschlägen auf Haut und Schleimhaut (Stevens-Johnson-Syndrom), Gelenk- und Muskelschmerzen, Appetitlosigkeit, hoher Blutdruck (Hypertonie), Schock, Schmerzen, Unwohlsein und Schmerzen an der Einstichstelle mit oder ohne Venenentzündung (Phlebitis bzw. Thrombophlebitis), anaphylaktische und andere allergische Reaktionen, akutes Leberversagen, Gelbsucht.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Amphotericin B - invasivAmphotericin B als konventionelle Formulierung (Amphotericin B-Natrium-Desoxycholat-Komplex)
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische und andere allergische Reaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arrhythmie einschließlich Kammerflimmern, Herzstillstand und Herzversagen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Agranulozytose
- Blutgerinnungsstörungen
- Eosinophilie
- Leukozytose
- Leukopenie
- Thrombozytopenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Krampfanfälle
- Kopfschmerzen
- Enzephalopathiee
- neurologische Symptome
- periphere Neuropathie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- verschwommenes Sehen
- Doppeltsehen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gehörverlust
- Tinnitus
- Schwindel
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Dyspnoe
- ohne Häufigkeitsangabe
- allergische Alveolitis
- allergische Pneumonitis
- Bronchospasmus
- Lungenödeme (nicht kardial bedingt)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Brechreiz
- Erbrechen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verdauungsstörungen
- Gastroenteritis mit Blutungen
- Oberbauchbeschwerden
- Durchfall
- Meläna (Blutstuhl)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- abnormer Nierenfunktionstest einschließlich Azotämie, Hypostenurie, renale tubuläre Acidose und Nephrocalcinose
- bessern sich gewöhnlich nach Therapieunterbrechung
- kann jedoch insbesondere bei Patienten, die eine hohe kumulative Dosis, d.h. über 5 g Amphotericin B oder andere nephrotoxische Substanzen erhalten, zu einem dauerhaften Nierenschaden kommen
- Auftreten einer Nephrotoxizität kann bei einigen Patienten durch Zufuhr von Flüssigkeit und/oder Natriumchlorid vor der Amphotericin B-Gabe vermindert werden
- abnormer Nierenfunktionstest einschließlich Azotämie, Hypostenurie, renale tubuläre Acidose und Nephrocalcinose
- ohne Häufigkeitsangabe
- akutes Nierenversagen
- Anurie
- nephrogener Diabetes insipidus
- Oligurie
- eingeschränkte Nierenfunktion
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautauschläge
- ohne Häufigkeitsangabe
- makulopapulöses Exanthem
- Juckreiz
- Hautexfoliation
- toxische epidermale Nekrolyse
- Stevens-Johnson-Syndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypomagnesiämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Appetitlosigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypotonie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypertonie
- Schock
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- pathologische Leberwerte
- ohne Häufigkeitsangabe
- akutes Leberversagen
- Ikterus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schüttelfrost
- Fieber
- manchmal verbunden mit Schüttelfrost 15 - 20 Min. nach Beginn der Amphotericin B Infusionsbehandlung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautrötung mit Hitzegefühl (Flush)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schmerzen
- Unwohlsein
- Schmerzen an der Injektionsstelle mit oder ohne Phlebitis und Thrombophlebitis
- Extravasationen können eine chemische Irritation auslösen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypokaliämie
- bessert sich gewöhnlich nach Therapieunterbrechung
- kann jedoch insbesondere bei Patienten, die eine hohe kumulative Dosis, d.h. über 5 g Amphotericin B oder andere nephrotoxische Substanzen erhalten, zu einem dauerhaften Nierenschaden kommen
- Auftreten einer Nephrotoxizität kann bei einigen Patienten durch Zufuhr von Flüssigkeit und/oder Natriumchlorid vor der Amphotericin B-Gabe vermindert werden
- Erhöhung der Kreatininwerte im Blut
- bessert sich gewöhnlich nach Therapieunterbrechung
- kann jedoch insbesondere bei Patienten, die eine hohe kumulative Dosis, d.h. über 5 g Amphotericin B oder andere nephrotoxische Substanzen erhalten, zu einem dauerhaften Nierenschaden kommen
- Auftreten einer Nephrotoxizität kann bei einigen Patienten durch Zufuhr von Flüssigkeit und/oder Natriumchlorid vor der Amphotericin B-Gabe vermindert werden
- Hypokaliämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hyperkaliämie
- Gewichtsverlust
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Amphotericin B als liposomale Formulierung
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombozytopenie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems:
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- anaphylaktoide Reaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische Reaktionen
- Überempfindlichkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypokaliämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyponatriämie
- Hypocalciämie
- Hypomagnesiämie
- Hyperglykämie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Konvulsionen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzstillstand
- Arrhythmie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie
- Vasodilatation
- Erröten (Flushing)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dyspnoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bronchospasmus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhoe
- Bauchschmerzen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Affektionen der Leber und Gallenblase
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- auffällige Leberwerte
- Hyperbilirubinämie
- Erhöhung der alkalischen Phosphatase
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Exanthem
- ohne Häufigkeitsangabe
- angioneurotisches Ödem
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Rückenschmerzen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Rhabdomyolyse (assoziiert mit einer Hypokaliämie)
- Schmerzen der Skelettmuskulatur (beschrieben als Arthralgie oder Knochenschmerzen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erhöhung des Kreatininwerts und des Blutharnstoffs
- ohne Häufigkeitsangabe
- Nierenversagen
- Niereninsuffizienz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schüttelfrost
- Fieber
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Brustschmerzen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- kann zu fehlerhaft erhöhten Serumphosphat-Werten kommen, wenn die Proben von Patienten, die das Arzneimittel erhalten, mit dem PHOSm-Assay analysiert werden (z.B. verwendet im Beckman Coulter Analyzer mit Synchron LX20)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hinweise
- unter der Therapie mit konventionellem Amphotericin B in seltenen Fällen vorübergehender Hörverlust, Tinnitus, Sehstörungen und Doppeltsehen beobachtet
- nach Infusionen von konventionellem Amphotericin B traten zudem folgende Nebenwirkungen mit unbekannter Häufigkeit auf
- erhöhter Blutdruck
- Agranulozytose
- Blutgerinnungsstörungen
- Eosinophilie
- Leukozytose
- Leukopenie
- Enzephalopathie
- neurologische Symptome
- periphere Neuropathie
- nephrogener Diabetes insipidus
- makulopapulöses Exanthem
- Juckreiz
- Hautexfoliation
- toxische epidermale Nekrolyse
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen
- akutes Leberversagen
- Ikterus
-
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