Nexavar 200mg Filmtabletten

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Steckbrief : Nexavar 200mg Filmtabletten

  • 00003027
  • Filmtabletten
  • 112 ST
  • CC Pharma GmbH
  • Preisvergleich
  • Produktinformationen
  • Wirkstoff und Bestandteile
  • Generika und Empfehlungen
  • Preisalarm
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  • Allgemeine Produktinformationen

    • Schlucken Sie die Tabletten mit einem Glas Wasser, entweder unabhängig von einer Mahlzeit oder mit einer leicht oder mäßig fettreichen Mahlzeit. Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht mit einer fettreichen Mahlzeit ein, da dies zu einer verminderten Wirkung führen kann. Falls Sie beabsichtigen, eine fettreiche Mahlzeit zu sich zu nehmen, nehmen Sie die Tabletten mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach der Mahlzeit ein.

    Anwendungsgebiete

    • Das Arzneimittel wird angewendet zur Behandlung von Leberkrebs (Leberzellkarzinom).
    • Es wird auch angewendet zur Behandlung von Nierenkrebs in einem fortgeschrittenen Stadium (fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms), wenn eine Standardtherapie nicht geholfen hat, um Ihre Erkrankung zum Stillstand zu bringen, oder als ungeeignet angesehen wird.
    • Es wird angewendet zur Behandlung von Schilddrüsenkrebs (differenziertes Schilddrüsenkarzinom).
    • Das Präparat ist ein so genannter Multi-Kinase-Inhibitor. Es wirkt, indem es das Wachstum der Krebszellen verlangsamt und die Blutversorgung, die die Krebszellen wachsen lässt, unterbindet.

    Indikation
    • Behandlung des Leberzellkarzinoms
    • Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom, bei denen eine vorherige Interferon-alpha- oder Interleukin-2-basierte Therapie versagt hat oder die für solch eine Therapie nicht geeignet sind
    • Behandlung von Patienten mit progressivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem, differenziertem (papillär/follikulär/Hürthle-Zell-) Schilddrüsenkarzinom, welches gegenüber radioaktivem Jod refraktär ist
    Art der Anwendung
    • Tabletten mit einem Glas Wasser einnehmen
    • unabhängig von einer Mahlzeit oder zusammen mit einer leicht oder mäßig fettreichen Mahlzeit einnehmen
    • bei Einnahme mit fettreicher Mahlzeit
      • Tabletten mind. 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach der Mahlzeit einnehmen

    Gegenanzeigen

    • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
      • wenn Sie allergisch gegen Sorafenib oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Sorafenib - peroral
    • Überempfindlichkeit gegen Sorafenib
    • Stillzeit

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.
      • Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich,
        • wenn Sie Hautprobleme bekommen. Das Arzneimittel kann Hautausschläge und Hautreaktionen hervorrufen, insbesondere an Händen und Füßen. Diese können üblicherweise von Ihrem Arzt behandelt werden. Wenn dies nicht erfolgreich ist, kann Ihr Arzt die Behandlung unterbrechen oder ganz beenden.
        • wenn Sie Bluthochdruck haben. Das Arzneimittel kann den Blutdruck erhöhen. Ihr Arzt wird Ihren Blutdruck überwachen und Ihnen gegebenenfalls ein Arzneimittel zur Behandlung Ihres Bluthochdrucks verordnen.
        • wenn Sie ein Aneurysma (Erweiterung und Schwächung einer Blutgefäßwand) oder einen Einriss in einer Blutgefäßwand haben oder hatten.
        • Wenn Sie Diabetes haben. Bei Patienten mit Diabetes sollten die Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrolliert werden, um abschätzen zu können, ob zur Minimierung des Risikos von Unterzuckerungen die Dosierung der antidiabetischen Medikation angepasst werden muss.
        • wenn Sie Blutungen bekommen oder Warfarin oder Phenprocoumon einnehmen. Die Behandlung kann zu einem erhöhten Risiko für Blutungen führen. Wenn Sie Warfarin oder Phenprocoumon (Arzneimittel, die zur Vermeidung von Blutgerinnseln das Blut verdünnen) einnehmen, kann ein erhöhtes Risiko für Blutungen bestehen.
        • wenn Sie Brustschmerzen oder Herzprobleme bekommen. Ihr Arzt kann entscheiden, die Behandlung zu unterbrechen oder ganz zu beenden.
        • wenn Sie eine Herzerkrankung haben, wie z. B. eine Reizleitungsstörung, genannt "Verlängerung des QT-Intervalls".
        • wenn Sie operiert werden oder kürzlich operiert wurden. Das Arzneimittel könnte die Wundheilung beeinträchtigen. Üblicherweise wird das Präparat abgesetzt werden, wenn Sie operiert werden. Ihr Arzt wird entscheiden, wann Sie mit der Einnahme wieder beginnen können.
        • wenn Sie Irinotecan oder Docetaxel erhalten, die ebenfalls Arzneimittel gegen Krebs sind. Das Präparat kann die Wirkung und insbesondere auch die Nebenwirkungen dieser Arzneimittel verstärken.
        • wenn Sie Neomycin oder andere Antibiotika einnehmen. Die Wirkung kann vermindert sein.
        • wenn Sie eine schwere Leberfunktionsstörung haben. Sie können schwerwiegendere Nebenwirkungen bekommen, wenn Sie dieses Arzneimittel einnehmen.
        • wenn Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben. Ihr Arzt wird Ihren Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt kontrollieren.
        • Fruchtbarkeit. Das Präparat kann die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen beeinträchtigen. Sollte Sie dies betreffen, sprechen Sie bitte mit einem Arzt.
        • Durchbruch der Magen- oder Darmwand (gastrointestinale Perforation) kann während der Behandlung auftreten. In diesem Fall wird Ihr Arzt die Behandlung unterbrechen.
        • wenn Sie Schilddrüsenkrebs haben. Ihr Arzt wird Ihre Kalzium- und Schilddrüsenhormonspiegel im Blut untersuchen.
        • Wenn bei Ihnen die folgenden Symptome auftreten, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt, da dies ein lebensbedrohlicher Zustand sein kann: Übelkeit, Kurzatmigkeit, unregelmäßiger Herzschlag, Muskelkrämpfe, Krampfanfälle, Trübung des Urins und Müdigkeit. Diese können durch eine Gruppe metabolischer Komplikationen verursacht werden, die während der Behandlung von Krebs auftreten können. Sie werden durch die Abbauprodukte sterbender Krebszellen (Tumorlysesyndrom (TLS)) verursacht und können zu Veränderungen der Nierenfunktion und akutem Nierenversagen führen
      • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn einer dieser Fälle auf Sie zutrifft. Sie benötigen möglicherweise eine Behandlung oder Ihr Arzt entscheidet, Ihre Dosis zu ändern oder die Behandlung ganz zu beenden.
      • Kinder und Jugendliche
        • Das Arzneimittel wurde bei Kindern und Jugendlichen bisher noch nicht untersucht.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
      • Es gibt keinen Hinweis darauf, dass das Arzneimittel die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt.

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Sorafenib - peroral
    • Behandlung mit Sorafenib sollte unter Aufsicht eines in der Anwendung von Tumortherapien erfahrenen Arztes erfolgen
    • Dermatologische Toxizitätserscheinungen
      • Hand-Fuß-Syndrom (palmar-plantare Erythrodysästhesie) und Hautausschlag die häufigsten unerwünschten Arzneimittelwirkungen im Zusammenhang mit Sorafenib
      • Hautausschlag und Hand-Fuß-Syndrom sind üblicherweise CTC (Common Toxicity Criteria) Grad 1 und 2 und treten im Allgemeinen während der ersten 6 Wochen der Behandlung mit Sorafenib auf
      • Maßnahmen zur Behandlung der dermatologischen Toxizitätserscheinungen umfassen
        • die symptomatische topische Behandlung der Beschwerden
        • die vorübergehende Unterbrechung der Behandlung und/oder eine Dosisänderung von Sorafenib
        • oder, in schweren oder andauernden Fällen, die dauerhafte Unterbrechung der Sorafenib-Behandlung
    • Hypertonie
      • bei mit Sorafenib behandelten Patienten erhöhte Inzidenz von arterieller Hypertonie beobachtet
        • Hypertonie war in der Regel leicht bis mäßig, trat in einer frühen Phase der Behandlung auf und sprach auf antihypertensive (blutdrucksenkende) Standardtherapien an
      • Blutdruck regelmäßig überprüfen und, falls erforderlich, gemäß den medizinischen Standardpraktiken behandel
      • im Falle einer schweren oder andauernden Hypertonie oder einer hypertensiven Krise, die trotz eingeleiteter antihypertensiver Therapie nicht abklingt, muss dauerhafte Unterbrechung der Sorafenib-Behandlung in Betracht gezogen werden
    • Aneurysmen und Arteriendissektionen
      • Verwendung von VEGF-Signalweg-Hemmern bei Patienten mit oder ohne Hypertonie kann die Entstehung von Aneurysmen und/oder Arteriendissektionen begünstigen
      • vor Beginn der Behandlung sollte dieses Risiko bei Patienten mit Risikofaktoren wie Hypertonie oder Aneurysmen in der Vorgeschichte sorgfältig abgewogen werden
    • Hypoglykämie
      • während der Behandlung mit Sorafenib wurden Absenkungen des Blutzuckers berichtet, die in einigen Fällen klinisch symptomatisch waren und einen Krankenhausaufenthalt aufgrund von Bewusstseinsverlust erforderlich machten
      • im Falle einer symptomatischen Hypoglykämie sollte die Behandlung mit Sorafenib vorübergehend unterbrochen werden
      • bei Patienten mit Diabetes
        • sollten die Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrolliert werden, um abschätzen zu können, ob die Dosierung der antidiabetischen Medikation angepasst werden muss
    • Hämorrhagie
      • nach Einnahme von Sorafenib kann ein erhöhtes Risiko von Blutungen auftreten
      • sollte eine Blutung eine ärztliche Behandlung erfordern, empfohlen, eine dauerhafte Unterbrechung der Sorafenib-Behandlung in Betracht zu ziehen
    • Kardiale Ischämie und/oder Herzinfarkt
      • in einer randomisierten, placebokontrollierten, doppelblinden Studie war die Inzidenz von während der Behandlung aufgetretenen kardialen Ischämie-/Herzinfarkt-Ereignissen in der Sorafenib-Gruppe höher (4,9 %) als in der Placebo-Gruppe (0,4 %)
      • in einer anderen Studie 3 war die Inzidenz von während der Behandlung aufgetretenen kardialen Ischämie-/Herzinfarkt-Ereignissen 2,7 % bei Sorafenib-Patienten verglichen mit 1,3 % in der Placebo-Gruppe
      • Patienten mit instabiler koronarer Herzkrankheit oder kürzlich erlittenem Myokardinfarkt waren von diesen Studien ausgeschlossen
      • bei Patienten, bei denen kardiale Ischämien und/oder Herzinfarkte auftreten
        • vorübergehende oder dauerhafte Unterbrechung der Sorafenib-Behandlung erwägen
    • QT-Intervall-Verlängerung
      • Verlängerung des QT/QTc-Intervalls beobachtet, welche zu einem erhöhten Risiko einer ventrikulären Arrhythmie führen kann
      • Sorafenib mit Vorsicht bei Patienten anwenden, die eine QTc-Verlängerung aufweisen, oder eine solche entwickeln könnten, wie
        • Patienten mit einem angeborenen Long-QT-Syndrom
        • Patienten, die mit einer hohen kumulierten Dosis eines Anthracyclins behandelt wurden
        • Patienten, die bestimmte Antiarrhythmika oder andere Arzneimittel, die zu QT-Verlängerung führen, einnehmen
        • Patienten mit Elektrolytstörungen, wie Hypokaliämie, Hypocalcämie oder Hypomagnesiämie
      • wenn Sorafenib bei diesen Patienten angewendet wird, regelmäßige Überwachung mittels Elektrokardiogrammen und Bestimmung der Elektrolyte (Magnesium, Kalium, Calcium) zu empfehlen
    • Gastrointestinale Perforation
      • gastrointestinale Perforation gelegentlich auftretende Nebenwirkung und wurde bei weniger als 1 % der Patienten berichtet, die Sorafenib einnahmen
        • in einigen Fällen war dies nicht mit manifesten intra-abdominalen Tumoren assoziiert
      • Sorafenib-Behandlung ist zu unterbrechen
    • Leberfunktionsstörung
      • für Patienten mit Child-Pugh C (schwerer) Leberfunktionsstörung keine Daten verfügbar
      • da Sorafenib hauptsächlich über die Leber ausgeschieden wird, könnte die Exposition bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung erhöht sein
    • Warfarin-Co-Medikation
      • bei einigen Patienten, die während der Sorafenib- Behandlung Warfarin einnahmen, seltene Blutungsereignisse oder Erhöhungen der INR (International Normalized Ratio)-Werte beobachtet
      • Patienten, die gleichzeitig Warfarin oder Phenprocoumon und Sorafenib einnehmen, müssen regelmäßig hinsichtlich Änderungen der Prothrombinzeit, der INR-Werte sowie des Auftretens von Blutungen überwacht werden
    • Wundheilungsstörungen
      • keine Untersuchungen zum Einfluss von Sorafenib auf die Wundheilung durchgeführt
      • jedoch empfohlen, vorsorglich die Sorafenib-Behandlung vor größeren chirurgischen Eingriffen vorübergehend zu unterbrechen
      • nur eingeschränkte klinische Erfahrungen hinsichtlich des Zeitpunktes einer Wiederaufnahme der Behandlung nach größeren chirurgischen Eingriffen vor
        • daher sollte die Entscheidung über die Wiederaufnahme der Sorafenib-Behandlung nach einem größeren chirurgischen Eingriff auf der klinischen Beurteilung der adäquaten Wundheilung beruhen
    • Ältere Menschen
      • Fälle von Nierenversagen beobachtet
      • Überwachung der Nierenfunktion sollte in Betracht gezogen werden
    • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
      • Vorsicht, wenn Sorafenib gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet wird, die vorwiegend über den UGT1A1- (z.B. Irinotecan) oder UGT1A9-Stoffwechselweg metabolisiert bzw. ausgeschieden werden
      • Vorsicht, wenn Sorafenib gleichzeitig mit Docetaxel angewendet wird
      • gleichzeitige Anwendung von Neomycin oder anderen Antibiotika, die größere ökologische Störungen der gastrointestinalen Mikroflora verursachen, kann zu einer Abnahme der Bioverfügbarkeit von Sorafenib führen
        • Risiko reduzierter Sorafenib-Plasmakonzentrationen sollte berücksichtigt werden, bevor eine Behandlung mit Antibiotika begonnen wird
      • bei Patienten mit Plattenepithelkarzinom der Lunge, die mit Sorafenib kombiniert mit Platin-basierten Chemotherapien behandelt wurden, wurde eine höhere Mortalität berichtet
        • in zwei randomisierten Studien zur Untersuchung von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom wurde in der Untergruppe von Patienten mit Plattenepithelkarzinom der Lunge, die mit Sorafenib zusätzlich zu Paclitaxel/Carboplatin behandelt wurden, ein HR für das Gesamt-Überleben von 1,81 (95 % CI 1,19; 2,74) und, mit Sorafenib zusätzlich zu Gemcitabin/Cisplatin, ein HR von 1,22 (95 % CI 0,82; 1,80) festgestellt
        • keine einzelne Todesursache dominierte, aber es wurde eine höhere Inzidenz von respiratorischem Versagen, Blutungen und infektartigen unerwünschten Ereignissen bei Patienten, die mit Sorafenib zusätzlich zu Platin-basierten Chemotherapien behandelt wurden, beobachtet
    • Krankheitsspezifische Warnhinweise
      • Differenziertes Schilddrüsenkarzinom (DTC)
        • vor Behandlungsbeginn wird Ärzten empfohlen, die Prognose unter Berücksichtigung der maximalen Läsionsgröße, krankheitsbedingten Symptome und Progressionsrate bei jedem einzelnen Patienten sorgfältig einzuschätzen
        • Behandlung vermuteter unerwünschter Arzneimittelwirkungen kann eine vorübergehende Unterbrechung der Behandlung mit Sorafenib oder eine Dosisreduktion erfordern
          • in einer Studie kam es bereits in Zyklus 1 der Behandlung mit Sorafenib bei 37 % der Patienten zu einer Dosisunterbrechung und bei 35 % zu einer Dosisreduktion
        • Nebenwirkungen konnten durch eine Dosisreduktion nur teilweise erfolgreich vermindert werden
          • wiederholte Bewertungen von Nutzen und Risiko werden daher unter Berücksichtigung der Anti-Tumoraktivität und Verträglichkeit empfohlen
      • Hämorrhagie beim DTC
        • aufgrund des potenziellen Blutungsrisikos sollte vor der Anwendung von Sorafenib bei Patienten mit DTC eine tracheale, bronchiale und ösophageale Infiltration mit einer lokal begrenzten Therapie behandelt werden
      • Hypokalzämie beim DTC
        • bei der Anwendung von Sorafenib bei Patienten mit DTC engmaschige Überwachung des Kalziumspiegels im Blut empfohlen
        • in klinischen Studien trat eine Hypokalzämie bei Patienten mit DTC häufiger und stärker auf, vor allem bei Hypoparathyreoidismus in der Vorgeschichte, als bei Patienten mit Nierenzell- oder Leberzellkarzinom
          • Hypokalzämie Grad 3 und 4 traten bei 6,8 % und 3,4 % der mit Sorafenib behandelten Patienten mit DTC auf
        • schwere Hypokalzämie sollte korrigiert werden, um Komplikationen wie QT-Verlängerung oder Torsade de pointes zu vermeiden (siehe Hinweise zu QT-Verlängerung)
      • TSH-Suppression beim DTC
        • in einer Studie Zunahmen der TSH-Spiegel auf mehr als 0,5 mU/l bei mit Sorafenib behandelten Patienten beobachtet
        • bei der Anwendung von Sorafenib bei Patienten mit DTC engmaschige Überwachung der TSH-Spiegel empfohlen
      • Nierenzellkarzinom
        • Patienten mit hohem Risiko nach der MSKCC (Memorial Sloan Kettering Cancer Center)-Prognose-Kategorie waren in der klinischen Phase-III-Studie beim Nierenzellkarzinom nicht eingeschlossen, eine Nutzen-Risiko- Bewertung liegt für diese Patienten nicht vor
      • Tumorlysesyndrom (TLS)
        • Fälle von TLS, einige mit tödlichem Ausgang, wurden nach der Markteinführung bei mit Sorafenib behandelten Patienten berichtet
        • zu den Risikofaktoren für TLS gehören
          • eine hohe Tumorlast
          • bereits bestehende chronische Niereninsuffizienz
          • Oligurie
          • Dehydratation
          • Hypotonie
          • saurer Urin
        • diese Patienten sollten engmaschig überwacht und bei klinischer Indikation umgehend behandelt werden
        • prophylaktische Hydratation sollte in Erwägung gezogen werden
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Sorafenib - peroral
    • darf während der Schwangerschaft nicht verwendet werden, außer dies ist eindeutig erforderlich
      • in diesem Fall muss sorgfältige Abwägung des Nutzens für die Mutter und des Risikos für den Fetus erfolgen
    • keine Daten über die Anwendung von Sorafenib bei schwangeren Frauen vorliegend
    • tierexperimentelle Studien
      • haben eine Reproduktionstoxizität einschließlich Missbildungen gezeigt
      • in Ratten konnte nachgewiesen werden, dass Sorafenib und seine Metabolite plazentagängig sind und dass Sorafenib sich voraussichtlich schädlich auf den Fetus auswirkt
    • Frauen im gebärfähigen Alter
      • müssen während der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
    • Fertilität
      • Ergebnisse aus tierexperimentellen Studien lassen darauf schließen, dass Sorafenib die männliche und weibliche Fertilität beeinträchtigen kann
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Sorafenib - peroral
    • kontraindiziert in der Stillzeit
    • da Sorafenib Wachstum und Entwicklung von Säuglingen schädigen könnte, dürfen Frauen während der Sorafenib-Behandlung nicht stillen
    • nicht bekannt, ob Sorafenib beim Menschen in die Muttermilch übergeht
    • bei Tieren wurden Sorafenib und/oder seine Metabolite in die Milch ausgeschieden
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    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
      • Einige Arzneimittel können das Präparat beeinflussen oder durch das Arzneimittel beeinflusst werden. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der folgenden oder andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt:
        • Rifampicin, Neomycin oder andere Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen (Antibiotika)
        • Johanniskraut, ein pflanzliches Arzneimittel gegen Depression
        • Phenytoin, Carbamazepin oder Phenobarbital, Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie und anderen neurologischen Erkrankungen
        • Dexamethason, ein Kortikosteroid, das bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt wird
        • Warfarin oder Phenprocoumon, Antikoagulanzien, die zur Vermeidung von Blutgerinnseln angewendet werden
        • Doxorubicin, Capecitabin, Docetaxel, Paclitaxel und Irinotecan, die zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden
        • Digoxin, ein Arzneimittel gegen leichte bis mittelschwere Herzinsuffizienz

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    schwerwiegend Proteinkinase-Inhibitoren / Rifamycine
    Proteinkinase-Inhibitoren / Johanniskraut
    Proteinkinase-Inhibitoren / Hydantoine
    Proteinkinase-Inhibitoren / Barbiturate
    Proteinkinase-Inhibitoren / Carbamazepin
    Brivudin / Stoffe, die das Immunsystem beeinträchtigen
    Proteinkinase-Inhibitoren / Enzalutamid
    Antineoplastische Mittel / Olaparib
    Naloxegol / Proteinkinase-Inhibitoren
    Proteinkinase-Inhibitoren / Mitotan
    Antineoplastische Mittel / S1P-Modulatoren
    Proteinkinase-Inhibitoren / Apalutamid
    CYP3A-Substrate / Lonafarnib
    Hydroxyzin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    Immunsuppressiva / Färberhülse, Sonnenhut, Lebensbaum
    mittelschwer Proteinkinase-Inhibitoren / Dexamethason
    Docetaxel / Sorafenib
    Sorafenib / Neomycin
    Vitamin-K-Antagonisten / Proteinkinase-Inhibitoren
    Immunsuppressiva / Imiquimod
    Proteinkinase-Inhibitoren / Bosentan
    Proteinkinase-Inhibitoren / Dabrafenib
    Fumarsäure-Derivate / Stoffe, die das Immunsystem beeinträchtigen
    CYP2C8-Substrate / Cannabidiol
    anti-VEGF-Arzneimittel, okular / anti-VEGF-Arzneimittel
    CYP2C8-Substrate, sensitive / Selpercatinib
    Blutgerinnungsfaktoren, AAV-Vektor basiert / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
    Tabelecleucel / Antineoplastische Mittel
    Ajmalin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    Fluphenazin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    CYP2C8-Substrate / Linzagolix
    Arzneimittel, die den Serumphosphatspiegel verändern / Erdafitinib
    CYP3A4-Substrate / Avacopan
    CYP3A4-Substrate / Belzutifan
    geringfügig Impfstoffe, nicht-lebend / Stoffe, die das Immunsystem beeinträchtigen
    Doxorubicin / Sorafenib
    Zoledronsäure / Angiogenese-Hemmer
    Irinotecan / Proteinkinase-Inhibitoren
    Raltegravir / Proteinkinase-Inhibitoren
    Stoffe, potenziell hepatotoxisch / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
    Anti-PD1-Antikörper / Immunsuppressiva
    Tamoxifen / Antineoplastische Mittel
    Proteinkinase-Inhibitoren / Pitolisant
    Antineoplastische Mittel / UGT1A1-Inhibitoren
    Streptozocin / Immunsuppressiva
    CYP3A4-, OATP1B1-, OATP1B3-Substrate / Remdesivir
    CYP2C8-Substrate / Ripretinib
    Methotrexat / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Isoniazid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Teriflunomid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Valproinsäure / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Mercaptopurin / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    CYP3A-Substrate / Ritlecitinib
    CYP3A4-Substrate / Maralixibat
    CYP2B6-Substrate / Momelotinib
    CYP3A4-Substrate / Omaveloxolon
    CYP2C8-Substrate / Omaveloxolon
    QT-Info (Produktinformation) / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    CYP2B6-Substrate / Vadadustat
    CYP3A4-Substrate / Vadadustat
    CYP3A4-Substrate / Iptacopan
    CYP3A4-Substrate / Sparsentan
    CYP2B6-Substrate / Sparsentan
    CYP2C8-Substrate, geringe therapeutische Breite / Vemurafenib
    CYP2C8-Substrate / Pirtobrutinib
    CYP2C9-, CYP2C19-, CYP2D6- und CYP3A4/5-Substrate / Sirolimus, extern
    CYP3A4-, CYP1A2-, CYP2C-Substrate / Meropenem und Vaborbactam
    Artesunat / UGT-Inhibitoren
    Docetaxel / CYP3A-Substrate
    Mizolastin / CYP3A4-Inhibitoren, starke und CYP3A4-Substrate
    CYP2B6-, CYP2C8-, CYP2C9- und CYP2C19-Substrate / Sotorasib
    CYP3A4-Substrate / Repotrectinib
    CYP3A4-Substrate / Tiratricol
    unbedeutend Paracetamol / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
    CYP3A-Substrate / Relugolix
    CYP2B6, CYP2C8-Substrate / Belzutifan

    Warnhinweise

    • Schwangerschaft
      • Vermeiden Sie es, während der Behandlung schwanger zu werden. Wenn Sie schwanger werden könnten, müssen Sie während der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Wenn Sie während der Behandlung mit schwanger werden, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt, der darüber entscheiden wird, ob die Behandlung fortgesetzt werden sollte.
    • Stillzeit
      • Sie dürfen Ihren Säugling während der Behandlung nicht stillen, da dieses Arzneimittel das Wachstum und die Entwicklung Ihres Säuglings beeinträchtigen kann.

    Mit Flüssigkeit einnehmen.Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

    Dosierungsanleitung

    • Die empfohlene Dosis bei Erwachsenen beträgt 2 Tabletten à 200 mg 2-mal täglich.
      • Dies entspricht einer Tagesdosis von 800 mg oder vier Tabletten pro Tag.
    • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
    • Es ist wichtig, dass Sie dieses Arzneimittel jeden Tag etwa zur gleichen Zeit einnehmen, damit eine konstante Menge in Ihrer Blutbahn vorhanden ist.
    • Üblicherweise nehmen Sie dieses Arzneimittel so lange ein, wie Sie davon einen klinischen Nutzen haben und nicht unter inakzeptablen Nebenwirkungen leiden.

     

    • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
      • Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie (oder jemand anderer) mehr als die Ihnen verordnete Dosis eingenommen haben. Eine zu hohe Dosis macht das Auftreten von Nebenwirkungen, insbesondere von Durchfall und Hautreaktionen, wahrscheinlicher oder schwerwiegender. Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise empfehlen, die Einnahme dieses Arzneimittels zu beenden.

     

    • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
      • Wenn Sie eine Dosis ausgelassen haben, nehmen Sie diese sobald Sie daran denken ein. Sollte es jedoch fast Zeit für die nächste Einnahme sein, lassen Sie die vorherige Dosis aus, und fahren Sie wie gewohnt mit der Einnahme fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

    Dosierung
    • Behandlung des Leberzellkarzinoms; Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom, bei denen eine vorherige Interferon-alpha- oder Interleukin-2-basierte Therapie versagt hat oder die für solch eine Therapie nicht geeignet sind; Behandlung von Patienten mit progressivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem, differenziertem (papillär/follikulär/Hürthle-Zell-) Schilddrüsenkarzinom, welches gegenüber radioaktivem Jod refraktär ist
      • unter Aufsicht eines in der Anwendung von Tumortherapien erfahrenen Arztes
      • 2 Tabletten (entsprechend 400 mg Sorafenib) 2mal / Tag
      • Tagesgesamtdosis: 800 mg Sorafenib
      • Anwendungsdauer:
        • Fortsetzung der Behandlung
          • solange ein klinischer Nutzen erkennbar ist
          • oder bis zu einem nicht mehr akzeptablen Ausmaß an Toxizität

    Dosisanpassung

    • Leberfunktionsstörung
      • leichte bis mäßige Leberfunktionsstörung (Child-Pugh A oder B)
        • keine Dosisanpassung erforderlich
      • schwere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C)
        • keine Daten verfügbar
    • Nierenfunktionsstörung
      • leichte, mäßige oder schwere Nierenfunktionsstörung
        • keine Dosisanpassung erforderlich
      • Dialysepatienten
        • keine Daten verfügbar
      • Patienten mit einem Risiko für eine Nierenfunktionsstörung
        • Überwachung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts empfohlen
    • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
      • keine Daten vorliegend
    • ältere Menschen (> 65 Jahre)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • Auftreten unerwünschter Arzneimittelwirkungen:
      • während der Behandlung eines Leberzellkarzinoms und fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms
        • vorübergehende Dosisreduktion: 2 Tabletten (entsprechend 400 mg Sorafenib) 1mal / Tag
      • während der Behandlung eines differenzierten Schilddrüsenkarzinoms
        • vorübergehende Dosisreduktion: 600 mg Sorafenib / Tag in getrennten Dosen, d. h. 2 Tabletten (400 mg Sorafenib) und 1 Tablette (200 mg Sorafenib) im Abstand von zwölf Stunden
        • wenn zusätzliche Dosisreduktion erforderlich:
          • 400 mg Sorafenib / Tag in getrennten Dosen: 2 Tabletten à 200 mg Sorafenib im Abstand von 12 Stunden
          • ggf. weiter reduzieren auf 1 Tablette (200 mg Sorafenib) 1mal / Tag
      • nach Besserung der nicht-hämatologischen Nebenwirkungen kann Dosis erhöht werden

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Dieses Arzneimittel kann auch die Ergebnisse von einigen Blutuntersuchungen beeinflussen.
    • Sehr häufig:
      • kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
        • Durchfall
        • Übelkeit
        • Kraftlosigkeit oder Müdigkeitsgefühl (Fatigue)
        • Schmerzen (einschließlich Schmerzen im Mund, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Knochenschmerzen, Tumorschmerzen)
        • Haarausfall (Alopezie)
        • Rötungen oder Schmerzen an Handflächen oder Fußsohlen (Hand-Fuß-Hautreaktion)
        • Juckreiz oder Hautausschlag
        • Erbrechen
        • Blutungen (einschließlich Blutungen im Gehirn, in der Magen- oder Darmwand und in den Atemwegen)
        • Bluthochdruck oder Anstieg des Blutdruckes (Hypertonie)
        • Infektionen
        • Appetitlosigkeit (Anorexie)
        • Verstopfung
        • Gelenkschmerzen (Arthralgie)
        • Fieber
        • Gewichtsverlust
        • trockene Haut
    • Häufig:
      • kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
        • grippeähnliche Erkrankung
        • Verdauungsstörung (Dyspepsie)
        • Schluckbeschwerden (Dysphagie)
        • entzündeter oder trockener Mund, Zungenschmerzen (Stomatitis und Schleimhautentzündung)
        • niedrige Kalziumblutspiegel (Hypokalzämie)
        • niedrige Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie)
        • niedrige Kaliumblutspiegel (Hypokaliämie)
        • Muskelschmerzen (Myalgie)
        • Empfindungsstörungen in Fingern und Zehen, einschließlich Kribbeln oder Taubheitsgefühl (periphere sensorische Neuropathie)
        • Depression
        • Erektionsprobleme (Impotenz)
        • Heiserkeit (Dysphonie)
        • Akne
        • entzündete, trockene oder abschuppende Haut (Dermatitis, Hautabschuppung)
        • Herzmuskelschwäche
        • Herzinfarkt (Myokardinfarkt) oder Schmerzen in der Brust
        • Tinnitus (klingelnde Geräusche im Ohr)
        • Nierenversagen
        • ungewöhnlich hohe Eiweißspiegel im Urin (Proteinurie)
        • allgemeine Schwäche oder Kraftlosigkeit (Asthenie)
        • Verringerung der Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie und Neutropenie)
        • Verringerung der Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie)
        • geringe Anzahl von Blutplättchen im Blut (Thrombozytopenie)
        • Entzündungen der Haarfollikel (Follikulitis)
        • Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose)
        • niedrige Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie)
        • Geschmacksstörung (Dysgeusie)
        • Rötung des Gesichts und häufig anderer Hautpartien (Hitzegefühl)
        • laufende Nase (Rhinorrhoe)
        • Sodbrennen (gastroösophagealer Reflux)
        • Hauttumor (Keratoakanthom/ Plattenepithelkarzinom der Haut)
        • eine Verdickung der äußeren Hautschicht (Hyperkeratose)
        • eine plötzliche, unwillkürliche Kontraktion eines Muskels (Muskelspasmen)
    • Gelegentlich:
      • kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
        • entzündete Magenschleimhaut (Gastritis)
        • Schmerzen im Bauch (Abdomen) aufgrund einer Bauchspeicheldrüsenentzündung, Entzündung der Gallenblase und/oder Gallengänge
        • gelbe Haut oder Augen (Gelbsucht) aufgrund hoher Gallenpigment-Werte (Hyperbilirubinämie)
        • Allergie-ähnliche Reaktionen (einschließlich Hautreaktionen und Nesselsucht)
        • Austrocknung
        • Vergrößerung der Brust (Gynäkomastie)
        • Atembeschwerden (Lungenerkrankung)
        • Ekzem
        • Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose)
        • scheibenförmige Hautrötungen, teilweise mit Blasenbildung (Erythema multiforme)
        • ungewöhnlich hoher Blutdruck
        • Durchbruch der Magen- oder Darmwand (gastrointestinale Perforation)
        • reversible Schwellung im hinteren Teil des Gehirns, die mit Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Krampfanfällen und Sehstörungen einschließlich Verlust des Sehens einhergehen kann (reversible posteriore Leukoenzephalopathie)
        • eine plötzliche, schwere allergische Reaktion (anaphylaktische Reaktion)
    • Selten:
      • kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
        • eine allergische Reaktion mit Anschwellen der Haut (z. B. Gesicht, Zunge), infolgedessen es zu Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken kommen kann (Angioödem)
        • Herzrhythmusstörung (QT-Verlängerung)
        • Entzündung der Leber, die zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Gelbsucht führen kann (Arzneimittel-induzierte Hepatitis)
        • ein sonnenbrandartiger Hautausschlag, der auf der Haut auftreten kann, welche vor kurzem einer Bestrahlung ausgesetzt war, und der schwer sein kann (Recall-Strahlendermatitis)
        • schwerwiegende Reaktionen der Haut und/oder Schleimhäute, die schmerzhafte Blasen und Fieber einschließen können, darunter auch eine ausgedehnte Ablösung der Haut (Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse)
        • anormaler Muskelgewebsuntergang, der zu Nierenproblemen führen kann (Rhabdomyolyse)
        • Schädigung der Nieren, aufgrund derer große Mengen an Eiweiß ausgeschieden werden (Nephrotisches Syndrom)
        • Entzündung der Blutgefäße in der Haut, die einen Hautausschlag zur Folge haben kann (leukozytoklastische Vaskulitis)
    • Nicht bekannt:
      • Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
        • beeinträchtigte Hirnfunktion, die mit Benommenheit, Verhaltensänderungen und Verwirrtheit verbunden sein kann (Enzephalopathie)
        • Erweiterung und Schwächung einer Blutgefäßwand oder Einriss in einer Blutgefäßwand (Aneurysmen und Arteriendissektionen).
        • Übelkeit, Kurzatmigkeit, unregelmäßiger Herzschlag, Muskelkrämpfe, Krampfanfälle, Trübung des Urins und Müdigkeit (Tumorlysesyndrom (TLS)
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Sorafenib - peroral
    • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Infektion
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Follikulitis
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Lymphopenie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Leukopenie
        • Neutropenie
        • Anämie
        • Thrombozytopenie
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Überempfindlichkeitsreaktionen (inkl.Hautreaktionen und Urtikaria)
        • anaphylaktische Reaktion
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Angioödem
    • Endokrine Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypothyreose
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hyperthyreose
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Hypophosphatämie
        • Appetitlosigkeit
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hypokalzämie
        • Hypokaliämie
        • Hyponatriämie
        • Hypoglykämie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Dehydrierung
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Tumorlysesyndrom
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Depression
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • periphere sensorische Neuropathie
        • Neuropathie
        • Dysgeusie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • reversible posteriore Leukoenzephalopathie
          • können lebensbedrohlich sein oder einen tödlichen Ausgang haben, solche Ereignisse treten entweder gelegentlich oder seltener als gelegentlich auf
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Enzephalopathie
    • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Tinnitus
    • Herzerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • myokardiale Ischämie
        • Myokardinfarkt
          • können lebensbedrohlich sein oder einen tödlichen Ausgang haben, solche Ereignisse treten entweder gelegentlich oder seltener als gelegentlich auf
        • Herzinsuffizienz
          • können lebensbedrohlich sein oder einen tödlichen Ausgang haben, solche Ereignisse treten entweder gelegentlich oder seltener als gelegentlich auf
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • QT-Verlängerung
    • Gefäßerkrankungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Blutungen (inkl. Magen-Darm-, Atemwegs- und Hirnblutungen)
          • können lebensbedrohlich sein oder einen tödlichen Ausgang haben, solche Ereignisse treten entweder gelegentlich oder seltener als gelegentlich auf
        • Hypertonie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hitzegefühl
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • hypertensive Krise
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Aneurysmen und Arteriendissektionen
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Rhinorrhoe
        • Dysphonie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • interstitielle Lungenerkrankungsähnliche Ereignisse (Pneumonitis, Strahlen-Pneumonitis, akute Atemnot usw.)
          • können lebensbedrohlich sein oder einen tödlichen Ausgang haben, solche Ereignisse treten entweder gelegentlich oder seltener als gelegentlich auf
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Durchfall
        • Übelkeit
        • Erbrechen
        • Verstopfung
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Stomatitis (inkl. Mundtrockenheit und Glossodynie)
        • Dyspepsie
        • Dysphagie
        • gastroösophagealer Reflux
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Pankreatitis
        • Gastritis
        • gastrointestinale Perforationen
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Bilirubinanstieg und Gelbsucht
        • Cholezystitis
        • Cholangitis
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Arzneimittelinduzierte Hepatitis
          • können lebensbedrohlich sein oder einen tödlichen Ausgang haben, solche Ereignisse treten entweder gelegentlich oder seltener als gelegentlich auf
    • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • trockene Haut
        • Hautausschlag
        • Alopezie
        • Hand-Fuß-Syndrom
          • Hand-Fuß-Hautreaktion entspricht dem palmar-plantaren Erythrodysästhesie-Syndrom in MedDRA
        • Erythem
        • Pruritus
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Keratoakanthom / Plattenepithel karzinom der Haut
        • exfoliative Dermatitis
        • Akne
        • Hautabschuppung
        • Hyperkeratose
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Ekzem
        • Erythema multiforme
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Recall-Strahledermatitis
        • Stevens-Johnson-Syndrom
        • leukozytoklastische Vaskulitis
        • toxische epidermale Nekrolyse
          • können lebensbedrohlich sein oder einen tödlichen Ausgang haben, solche Ereignisse treten entweder gelegentlich oder seltener als gelegentlich auf
    • Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Arthralgie
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Myalgie
        • Muskelspasmen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Rhabdomyolyse
    • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Nierenversagen
        • Proteinurie
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • nephrotisches Syndrom
    • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • erektile Dysfunktion
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Gynäkomastie
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Müdigkeit
        • Schmerzen (inkl. Schmerzen im Mund, im Abdomen, Knochen-, Tumor- und Kopfschmerzen)
        • Fieber
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Asthenie
        • grippeartige Erkrankung
        • Schleimhautentzündung
    • Untersuchungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Gewichtsabnahme
        • erhöhte Amylase-Werte
        • erhöhte Lipase-Werte
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • vorübergehender Anstieg der Transaminasen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • vorübergehender Anstieg der alkalischen Phosphatase im Blut
        • INR anormal
        • Prothrombinspiegel anormal

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Sorafenib tosilat274.09 mgWirkstoff
    Sorafenib200 mgWirkstoff
    Cellulose, mikrokristallin+Hilfsstoff
    Croscarmellose, Natriumsalz+Hilfsstoff
    Eisen (III) oxid+Hilfsstoff
    Hypromellose+Hilfsstoff
    Macrogol 3350+Hilfsstoff
    Magnesium stearat+Hilfsstoff
    Natrium dodecylsulfat+Hilfsstoff
    Titan dioxid+Hilfsstoff
    Gesamt Natrium Ion1 mmolZusatzangabe
    Gesamt Natrium IonmgZusatzangabe

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