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Daten vom 07.05.2026 00:22 Uhr
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Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
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Allgemeine Produktinformationen
- Sie können das Arzneimittel mit Wasser verdünnt einnehmen.
Anwendungsgebiete
- Das Präparat ist ein stark dämpfendes Neuroleptikum vom Phenothiazin-Typ (ein Arzneimittel zur Behandlung von Nerven- und Erregungsleiden) mit schmerzhemmenden Eigenschaften.
- Es wird angewendet
- zur Dämpfung psychomotorischer Unruhe- und Erregungszustände im Rahmen psychotischer Störungen
- bei akuten Erregungszuständen bei manischen Episoden
- bei der Behandlung von schweren und / oder chronischen Schmerzen als Kombinationstherapie
Indikation- zur Dämpfung psychomotorischer Unruhe- und Erregungszustände im Rahmen psychotischer Störungen
- bei akuten Erregungszuständen bei manischen Episoden
- zur Kombinationstherapie bei der Behandlung von schweren und / oder chronischen Schmerzen
- zum Einnehmen
- Tropfen können mit Wasser verdünnt eingenommen werden
- Volumen ist mit der Pipette abzumessen
Gegenanzeigen
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Levomepromazinhydrochlorid oder Thioxanthene und Phenothiazine (die Substanzklassen, denen Levomepromazin zugeordnet wird) oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
- wenn Sie eine akute Vergiftung mit Alkohol, Schlafmitteln, Schmerzmitteln oder Psychopharmaka haben
- wenn Sie einen Kreislaufschock oder Koma erlitten haben
- wenn Sie an einer Leistungsminderung des blutbildenden Systems leiden
Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Levomepromazin - peroral- Überempfindlichkeit gegen Levomepromazin, Thioxanthene oder Phenothiazine
- akute Alkohol-, Schlafmittel-, Analgetika- und Psychopharmaka-Intoxikation
- Kreislaufschock
- Koma
- Leistungsminderung des blutbildenden Systems
Vorsichtsmaßnahmen
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen. Besondere Vorsicht bei der Einnahme von diesem Präparat ist erforderlich,
- wenn Sie eine Leber- oder Nierenschädigung haben
- wenn Sie eine Vorschädigung des Herzens haben
- wenn Sie einen prolaktinabhängigen Tumor haben (dies sind zum Beispiel Geschwulste in der Brust)
- wenn Sie einen stark erniedrigten oder erhöhten Blutdruck haben oder Kreislaufstörungen beim plötzlichen Wechsel vom Liegen zum Stehen haben
- wenn Sie in der Vergangenheit eine hirnorganische Erkrankung oder epileptische Anfälle hatten
- wenn Sie an der Parkinsonschen Erkrankung leiden, die nicht durch Arzneimittel ausgelöst ist
- wenn Sie an einer arteriosklerotischen Gehirngefäßerkrankung leiden
- wenn bei Ihnen bereits einmal ein malignes neuroleptisches Syndrom aufgetreten ist, eine schwere Erkrankung mit hohem Fieber und Muskelstarre, welche nach Einnahme bestimmter Arzneimittel zur Behandlung von Nervenleiden auftreten kann
- wenn Sie Grünen Star (Glaukom, erhöhter Augeninnendruck) haben
- wenn Sie Störungen beim Wasserlassen (Harnretention) haben
- wenn Sie eine Verengung des Magenausgangs (Pylorusstenose) haben
- wenn Sie eine Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostatahyperthrophie) haben
- wenn Sie von Geburt an Schwierigkeiten in der Erregungsleitung des Herzens haben (angeborenes langes QT-Syndrom) oder andere klinisch bedeutsame Störungen des Herzens, insbesondere koronare Herzkrankheit, Erregungsleitungsstörungen, oder Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) haben
- wenn Sie gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die ebenfalls bestimmte Veränderungen im EKG (Verlängerung des QT-Intervalls) oder eine Absenkung des Blutkaliumspiegels (Hypokaliämie) hervorrufen können
- Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.
- Daher sollten Sie der Aufforderung Ihres Arztes, sich zur Kontrolle von Blutbild, Herztätigkeit und Leberfunktion unbedingt nachkommen.
- Wenn Sie bei sich Fieber, Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen, Halsschmerzen oder eitrige Angina sowie grippeähnliche Symptome beobachten, insbesondere wenn diese innerhalb der ersten drei Monate der Behandlung mit dem Arzneimittel auftreten, suchen Sie bitte sofort Ihren behandelnden Arzt auf. Versuchen Sie bitte nicht, diese Erkrankungen selbst zu behandeln.
- Wenn bei Ihnen hohes Fieber mit Muskelstarre auftritt, suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt auf. Sie dürfen in dieser Situation keine weiteren Dosen einnehmen.
- Wenn Sie lichtempfindlich sind, sollten Sie direkte Sonneneinstrahlung meiden.
- Erhöhte Mortalität bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen
- Bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein geringer Anstieg in der Anzahl der Todesfälle im Vergleich mit denjenigen, die keine Antipsychotika einnahmen, berichtet.
- Seien Sie (auch) besonders vorsichtig,
- wenn Sie ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko oder eine vorübergehende Verringerung der Blutversorgung des Gehirns haben
- wenn Sie oder ein Verwandter schon einmal venöse Thrombosen (Blutgerinnsel) hatten, denn derartige Arzneimittel werden mit dem Auftreten von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht
- Ältere Menschen und Patienten mit eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion
- Bei älteren Patienten und Patienten mit Leber- und Nierenfunktionsstörungen muss die Dosis mit besonderer Vorsicht angepasst werden, da mit verstärktem Auftreten von Nebenwirkungen zu rechnen ist.
- Kinder und Jugendliche
- Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sollten nicht mit diesem Arzneimittel behandelt werden, da keine dokumentierten Erfahrungen zur Dosierung bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren vorliegen.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen. Besondere Vorsicht bei der Einnahme von diesem Präparat ist erforderlich,
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann verstärkt Müdigkeit, Schwindel- und Schwächegefühl auftreten, wodurch Ihr Reaktionsvermögen sowie Ihre Urteilskraft vermindert ist. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie nicht Auto oder andere Fahrzeuge. Bedienen Sie keine gefährlichen oder gefährdenden Maschinen, arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt. Dies gilt in verstärktem Maße bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol. Daher ist auf Alkohol zu verzichten.
- Die Wirkung dieses Medikaments kann bei manchen Patienten zu Beginn der Behandlung die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen.
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Levomepromazin - peroral- Kinder und Jugendliche < 16 Jahren
- sollten nicht mit Levomepromazin behandelt werden, da keine dokumentierten Erfahrungen zur Dosierung bei Kindern und Jugendlichen < 16 Jahren vorliegen
- Levomepromazin darf nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei:
- Leber- und Niereninsuffizienz
- kardialer Vorschädigung
- prolaktinabhängigen Tumoren, z.B. Mamma-Tumoren
- schwerer Hypotonie oder Hypertonie
- orthostatischer Dysregulation
- hirnorganischen Erkrankungen und epileptischen Anfällen in der Anamnese
- nicht pharmakogenem Parkinson-Syndrom
- arteriosklerotischen Gehirngefäßerkrankungen
- anamnestisch bekanntem malignem neuroleptischem Syndrom
- Glaukom
- Miktionsstörungen
- Pylorusstenose
- Prostatahypertrophie
- angeborenem langem QT-Syndrom oder anderen klinisch signifikanten kardialen Störungen (insbesondere koronare Herzkrankheit, Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien)
- gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall im EKG verlängern oder eine Hypokaliämie hervorrufen können
- Blutbildkontrollen
- vor der Behandlung mit trizyklischen Neuroleptika Kontrolle des Blutbilds (einschl. des Differentialblutbildes und der Blutplättchenzahl)
- bei abweichenden Blutwerten darf keine Behandlung mit trizyklischen Neuroleptika erfolgen
- während der Behandlung regelmäßig Blutbildkontrollen durchführen (Leukozytenzahl und Differentialblutbild)
- nach Beginn der Behandlung sollten in den ersten 4 Monaten die Kontrollen möglichst wöchentlich erfolgen, bei unauffälligen Befunden erscheint eine monatliche Blutbildkontrolle ausreichend
- bei schnellem Absinken der Leukozytenzahl (insbesondere bei Werten < 3000 / mm3) oder anderen Blutbildveränderungen
- Behandlung mit trizyklischen Neuroleptika sofort abbrechen und durch andere Therapieformen ersetzen
- ggf. intensivmedizinische Maßnahmen erforderlich
- Patient sollte angehalten werden, bei Fieber, Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen, Halsschmerzen oder eitriger Angina sowie grippeähnlichen Symptomen, insbesondere wenn diese innerhalb der ersten 3 Monate der medikamentösen Behandlung auftreten, keine Selbstmedikation durchzuführen, sondern sofort seinen behandelnden Arzt aufzusuchen
- vor der Behandlung mit trizyklischen Neuroleptika Kontrolle des Blutbilds (einschl. des Differentialblutbildes und der Blutplättchenzahl)
- EKG- und Leberfunktionswert-Kontrolle
- bei Einleitung der Therapie mit Levomepromazin sollten in angemessenen Abständen ein EKG abgeleitet sowie Leberfunktionswerte kontrolliert werden
- während chronischer Behandlung empfehlen sich Kontrolluntersuchungen mind. alle 6 - 12 Monate
- QT-Intervall-Verlängerung
- Levomepromazin kann das QT-Intervall im EKG verlängern, in sehr seltenen Fällen bis hin zu potentiell tödlichen Herzrhythmusstörungen, Torsade de Pointes
- in diesen Fällen Behandlung mit Levomepromazin sofort abbrechen
- Levomepromazin kann das QT-Intervall im EKG verlängern, in sehr seltenen Fällen bis hin zu potentiell tödlichen Herzrhythmusstörungen, Torsade de Pointes
- Blutdrucksenkung
- häufig tritt innerhalb von 10 - 20 Min. nach intramuskulärer Injektion eine Blutdrucksenkung auf, die 4 - 6 Stunden (gelegentlich bis 12 Stunden) anhalten kann
- in der Regel lässt die blutdrucksenkende Wirkung von Levomepromazin bei längerer Behandlung nach
- wird die Therapie für mehrere Tage unterbrochen, kann die weitere Gabe von Levomepromazin erneut zu einer Blutdrucksenkung führen
- Patient sollte wenigstens 5 - 6 Stunden liegen
- nach parenteraler Gabe
- bei Behandlungsbeginn mit höheren Dosen
- Klinikeinweisung
- bei Tagesdosen über 150 mg ist Klinikeinweisung angezeigt
- malignes neuroleptisches Syndrom
- bei Auftreten von hohem Fieber und Muskelstarre Möglichkeit eines malignen neuroleptischen Syndroms (Anstieg des Myoglobin und der Creatininkinase- Aktivität [CK] im Blut) beachten
- wird oft als Katatonie fehldiagnostiziert, Differentialdiagnose wichtig
- erneute Gabe von Neuroleptika kann lebensbedrohliche Konsequenzen haben
- bei Differentialdiagnose Abgrenzung zur Katatonie entscheidend (Medikamentenanamnese, Prüfung auf Rigor, Fieber sowie CK-Anstieg und Myoglobin-Anstieg im Blut oder Harn)
- als Behandlungsmöglichkeiten werden empfohlen
- sofortiges Absetzen des Medikaments
- Behandlung der Hyperthermie durch Kühlen, da Antipyretika bei hohem Fieber möglicherweise nicht wirksam sind
- Behandlung von Störungen des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes, der kardiovaskulären Manifestationen, Infektionen, der respiratorischen und renalen Komplikationen,
- Therapieversuch mit Dantrolen-Infusionen (3 - 10 mg / kg KG / Tag) in Kombination mit Bromocriptin (7,5 - 30 mg Bromocriptin oral / Tag)
- bei Auftreten von hohem Fieber und Muskelstarre Möglichkeit eines malignen neuroleptischen Syndroms (Anstieg des Myoglobin und der Creatininkinase- Aktivität [CK] im Blut) beachten
- erhöhte Mortalität bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen
- Levomepromazin nicht zur Behandlung von Verhaltensstörungen, die mit Demenz-Erkrankungen zusammenhängen, zugelassen
- Daten zweier großer Anwendungsstudien zeigten, dass ältere Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit konventionellen (typischen) Antipsychotika behandelt wurden, einem leicht erhöhten Mortalitätsrisiko im Vergleich zu nicht mit Antipsychotika Behandelten ausgesetzt sind
- anhand der vorliegenden Studiendaten kann genaue Höhe dieses Risikos nicht angegeben werden und die Ursache für die Risikoerhöhung ist nicht bekannt
- erhöhtes Risiko für das Auftreten von unerwünschten cerebrovaskulären Ereignissen
- in randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studien mit an Demenz erkrankten Patienten, die mit einigen atypischen Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein etwa um das Dreifache erhöhtes Risiko für unerwünschte cerebrovaskuläre Ereignisse beobachtet
- Mechanismus, der zu dieser Risikoerhöhung führt, unbekannt
- kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Wirkung auch bei der Anwendung anderer Antipsychotika oder bei anderen Patientengruppen auftritt
- Levomepromazin sollte bei Patienten, die ein erhöhtes Schlaganfallrisiko haben, mit Vorsicht angewendet werden
- in randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studien mit an Demenz erkrankten Patienten, die mit einigen atypischen Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein etwa um das Dreifache erhöhtes Risiko für unerwünschte cerebrovaskuläre Ereignisse beobachtet
- Thromboembolie-Risiko
- im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika Fälle von venösen Thromboembolien (VTE) beobachtet
- da Patienten, die mit Antipsychotika behandelt werden, häufig erworbene Risikofaktoren für VTE aufweisen, sollten alle möglichen Risikofaktoren für VTE vor und während der Behandlung mit Levomepromazin identifiziert und Präventivmaßnahmen ergriffen werden
- Photosensibilisierung
- wegen möglicher Photosensibilisierung während der Anwendung von Levomepromazin sollte direkte Sonneneinstrahlung gemieden werden
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Levomepromazin - peroral- 1. Trimenon
- Levomepromazin soll nicht angewendet werden
- 2. und 3. Trimenon
- Levomepromazin soll nur bei zwingender Indikation unter Berücksichtigung des Risikos für Mutter und Kind verordnet werden
- dabei sollte niedrigste wirksame Dosis eingesetzt werden
- zur Verhinderung von Extrapyramidal- oder Entzugssymptomatik beim Neugeborenen sollte Levomepromazin in den letzten 10 Tagen der Schwangerschaft nicht mehr eingenommen werden
- Levomepromazin soll nur bei zwingender Indikation unter Berücksichtigung des Risikos für Mutter und Kind verordnet werden
- Neugeborene, die während des 3. Trimenons der Schwangerschaft gegenüber Antipsychotika (einschl. Levomepromazin) exponiert sind
- sind durch Nebenwirkungen einschl. extrapyramidaler Symptome und / oder Entzugserscheinungen gefährdet, deren Schwere und Dauer nach der Entbindung variieren können
- Berichte über Agitiertheit, erhöhten oder erniedrigten Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme
- dementsprechend sollten Neugeborene sorgfältig überwacht werden
- Frauen im reproduktionsfähigen Alter
- Patienten darauf hinweisen sich unverzüglich mit ihrem Arzt in Verbindung zu setzen, wenn sie schwanger zu werden wünscht oder eine Schwangerschaft vermutet
- keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen zu Levopromazin über die Wirkung auf den menschlichen Embryo oder Feten vorliegend
- tierexperimentellen Studien
- keine tierexperimentellen Studien zur Reproduktionstoxizität von Levomepromazin vorliegend
- Phenothiazine
- in Einzelfallberichten und einer kontrollierten Studie über unterschiedliche Fehlbildungen bei der Anwendung von Phenothiazinen berichtet
- kausaler Zusammenhang ließ sich durch größere Studien nicht erhärten
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Levomepromazin - peroral- sollte eine Therapie unverzichtbar sein, ggf. abstillen
- Levomepromazin und dessen Metabolite gehen in die Muttermilch über
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
- Folgende Arzneimittel können Einfluss auf das Arzneimittel haben:
- Durch die gleichzeitige Einnahme von Carbamazepin (Mittel zur Behandlung von Krampfanfällen) und Barbituraten (Mittel zur Behandlung von Krampfanfällen bzw. Schlaflosigkeit) kann die Konzentration von diesem Präparat im Blut über gesteigerte Verstoffwechslung erniedrigt werden.
- Durch einige Mittel zur Behandlung der Parkinsonkrankheit (Anticholinergika) wie Biperiden kann die Wirkung von diesem Medikamtent abgeschwächt werden.
- Die schwachen Wirkungen von diesem Arzneimittel bei der Hemmung des unwillkürlichen Nervensystems (anticholinerge Wirkung) können durch Anticholinergika (z. B. bestimmte Parkinsonmittel) oder andere Medikamente mit gleichartiger Wirkung verstärkt werden. Dadurch kann es zu Mundtrockenheit, verschwommenem Sehen, Verwirrtheit, Darmträgheit und Harnverhaltung kommen.
- Die gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln, die den Abbau von Levomepromazin in der Leber hemmen können (hierzu gehören z. B. Tabletten zur hormonellen Empfängnisverhütung), können zu einer Wirkungsverstärkung von diesem Präparat führen.
- Das Präparat hat Einfluss auf folgende Arzneimittel:
- Bei gleichzeitiger Anwendung von diesem Arzneimittel mit Schmerz-, Schlaf-, Beruhigungsmitteln oder anderen das zentrale Nervensystem dämpfenden Medikamenten kann es zu verstärkter Müdigkeit und Benommenheit sowie zu einer Erschwerung der Atmung kommen.
- Die gleichzeitige Behandlung mit bestimmten Arzneistoffen, die durch ein bestimmtes Leberenzym (CYP2D6) verstoffwechselt werden, kann zu erhöhten Konzentrationen im Blut und Wirkungsverstärkungen bei diesen Arzneimitteln führen. Hierzu zählen unter anderem Risperidon, Haloperidol (Mittel zur Behandlung von Psychosen), Amitriptylin (Mittel zur Behandlung von Depressionen), Captopril (Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck und anderen Herzerkrankungen), Ondansetron (Mittel zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen), Codein (Hustenblocker), Celecoxib (Rheumamittel), Flecainid (Mittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) oder auch Amphetaminderivate.
- Die gleichzeitige Anwendung mit Phenytoin (Mittel zur Behandlung von Krampfanfallsleiden) kann zu einer Veränderung des Phenytoin-Metabolismus führen. Dadurch können toxische Plasmakonzentrationen von Phenytoin erreicht werden.
- Phenothiazine (die Substanzklasse, zu der der Wirkstoff von diesem Arzneimittel gehört) können in Verbindung mit bestimmten Mitteln zur Behandlung bakterieller Erkrankungen (Polypeptid-Antibiotika, z. B. Capreomycin, Colistin, Polymyxin B) zu einer Verstärkung der durch diese Mittel ausgelösten Atmungsstörungen führen.
- Die Wirkung von Mitteln zur Senkung des Blutdrucks kann bei gleichzeitiger Einnahme von diesem Präparat verstärkt werden.
- Die blutdrucksenkende Wirkung von Guanethidin, Clonidin und alpha-Methyldopa kann dagegen abgeschwächt werden.
- Die kombinierte Anwendung von diesem Präparat mit bestimmten Parkinsonmitteln (Dopaminagonisten, z. B. Levodopa) kann die Wirkung des Parkinsonmittels abschwächen. Einige Wirkungen von Adrenalin (die auf die Alpharezeptoren) werden ebenfalls abgeschwächt.
- Die Reaktion auf Anwendung von Gonadorelin, einem Hormon, das eine Rolle beim weiblichen Zyklus spielt, kann durch Phenothiazine (die Substanzklasse, zu der der Wirkstoff von diesem Arzneimittel gehört) abgeschwächt werden.
- Weitere Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln:
- Bei gleichzeitiger Gabe von diesem Präparat und Propranolol (ein Betablocker zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen oder leichtem Bluthochdruck) können sich die Mengen beider Medikamente im Blut erhöhen.
- Die gleichzeitige Behandlung mit Piperazin-haltigen Wurmmitteln und dem Magen-Darm-Mittel Metoclopramid führt zu einem erhöhten Risiko von Störungen des Bewegungsablaufes.
- Die Aufnahme anderer Substanzen kann durch eine Hemmung der unwillkürlichen Bewegung des Magen-Darm-Traktes beeinflusst werden.
- Unter der Behandlung mit dem Arzneimittel kann das Ergebnis eines Phenylketonurietests (ein Test auf bestimmte Stoffwechselprodukte) verfälscht werden (falsch positives Ergebnis).
- Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls die Erregungsleitung des Herzens und/oder den Herzrhythmus beeinflussen (Verlängerung des sog. QT-Intervall), (z. B. Antiarrhythmika Klasse IA oder III, Cisaprid, Antibiotika, Malaria-Mittel, Antihistaminika, Antidepressiva) sollte vermieden werden. Dies gilt auch für Arzneimittel, die zu einer Absenkung des Blutkaliumspiegels (Hypokaliämie) führen.
- Einnahme zusammen mit Alkohol
- Die gleichzeitige Anwendung mit Alkohol kann zu einer wechselseitigen Wirkungsverstärkung führen; deshalb sollte unter der Behandlung mit dem Arzneimittel auf Alkoholgenuss verzichtet werden.
Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben schwerwiegend Haloperidol / Phenothiazine
Antiarrhythmika / Neuroleptika
Neuroleptika / Gyrase-Hemmer
Clozapin / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
(Es-)Citalopram / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
Makrolid-Antibiotika / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
Efavirenz / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
Mizolastin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
Chinin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
Hydroxyzin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Amisulprid / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
mittelschwer Dopamin-Agonisten / Neuroleptika
an Aktivkohle adsorbierbare Stoffe / Aktivkohle
Epinephrin / Phenothiazine
Ethanol / Neuroleptika
Levodopa / Neuroleptika
Phenothiazine / Paroxetin
Neuroleptika / Lithium
Antidepressiva, tri- und tetrazyklische / Neuroleptika
Neuroleptika / Anticholinergika
Neuroleptika / Tetrabenazin
Neuroleptika / Dopamin-Antagonisten
Bupropion / Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Loxapin / Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Aminochinoline / Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Amifampridin / Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Photochemotherapeutika / Phenothiazine
Stoffe mit photosensibilisierenden Effekten / Methoxsalen
Phenothiazine / Panobinostat
Opioide / Neuroleptika
Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können / Tramadol
Padeliporfin / Stoffe mit photosensibilisierenden Effekten
Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
Fluphenazin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Efbemalenograstim alfa / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
Glucose, diagnostische Zwecke / Wirkstoffe, den Test beeinflussende
Kontrastmittel, iodhaltige / Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Benzodiazepine / Neuroleptika
geringfügig Polypeptid-Antibiotika / Phenothiazine
Amifampridin / Neuroleptika
Guanfacin / Neuroleptika
ACE-Hemmer / Neuroleptika
ZNS-Stimulanzien / Neuroleptika
Cholinesterase-Hemmer / Neuroleptika
Opioide, CYP2D6-Substrate / CYP2D6-Inhibitoren
Diuretika / Neuroleptika
Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können / Sympathomimetika
Phenothiazine / Eliglustat
Neuroleptika / Tizanidin
Angiotensin-II-Antagonisten / Neuroleptika
Arzneimittel, anticholinerge Wirkung / Opioide
Antidiabetika / Phenothiazine
Methoxyfluran / Phenothiazine
Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
Eszopiclon / Neuroleptika
QT-Info (Produktinformation) / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Linzagolix / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
Beta-Blocker / Phenothiazine
Arzneimittel, anticholinerge Wirkung / Corticosteroide
Thalidomid / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern (bekanntes Risiko)
Thalidomid / Stoffe, sedierende
Amlodipin / Neuroleptika
Glycopyrronium, extern / Arzneimittel, anticholinerge Wirkung
unbedeutend Phenothiazine / Aluminium-SalzeWarnhinweise
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
- Schwangerschaft
- Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen über die Wirkung von dem Arzneimittel auf das ungeborene Kind vor. Daher sollen Ihnen das Präparat in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nicht verordnet werden. In den folgenden sechs Monaten der Schwangerschaft sollen Ihnen dieses Arzneimittel nur verordnet werden, wenn Ihr behandelnder Arzt dies für unbedingt erforderlich hält. Dabei sollte die niedrigste wirksame Dosis eingesetzt werden. In den letzten 10 Tagen der Schwangerschaft sollten Ihnen das Präparat zur Vermeidung von Nebenwirkungen beim Neugeborenen nicht mehr verordnet werden.
- Bei neugeborenen Babys von Müttern, die das Arzneimittel im letzten Trimenon (letzte drei Monate der Schwangerschaft) einnahmen, können folgende Symptome auftreten: Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen. Wenn Ihr Baby eines dieser Symptome entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.
- Wenn Sie während der Behandlung mit diesem Arzneimittel schwanger werden möchten oder vermuten, dass Sie schwanger sind, teilen Sie dies bitte umgehend Ihrem Arzt mit, damit er über die Notwendigkeit der Umstellung auf ein anderes Arzneimittel entscheiden kann.
- Stillzeit
- Da Levomepromazin, der Wirkstoff aus diesem Präparat und dessen Abbauprodukte in die Muttermilch übergehen, kann Ihnen die Einnahme nicht empfohlen werden. Hält Ihr Arzt eine Anwendung während der Stillzeit für zwingend erforderlich, müssen Sie auf Anweisung Ihres Arztes abstillen.
Ausschleichend dosieren.
Einschleichend dosieren.
Mit Flüssigkeit einnehmen.Enthält 0,05-0,5 g Alkohol pro Einzelgabe. Ein potenzielles gesundheitliches Risiko besteht u. a. bei Leberkranken, Alkoholkranken, Epileptikern, Patienten mit organischen Erkrankungen des Gehirns, Schwangeren / Stillenden und Kindern.
Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit hereditärer Fructose-Intoleranz nicht angewendet werden.Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.Dosierungsanleitung
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
- Die Behandlung für Erwachsene wird mit 15 - 30 mg Levomepromazin als Tagesdosis eingeleitet; für diese Dosierungen stehen andere Levomepromazin-haltige Arzneimittel zur Verfügung.
- Eine Steigerung der Tagesdosis auf 75 - 150 mg Levomepromazin soll langsam und nur nach ärztlicher Anweisung erfolgen. Mit der Pipettenflasche können Dosierungen von 80 - 140 mg (entsprechend 2,0 - 3,5 ml) abgemessen werden, die Tagesdosis wird üblicherweise auf 3 Einzeldosen verteilt, siehe Dosierungstabelle.
- Dosierungstabelle
- Dosierung in mg: 20 mg
- Volumen in ml: 0,5 ml
- Verteilung der Tagesdosis auf 3 Einzeldosen in ml: -
- Volumen in ml: 0,5 ml
- Dosierung in mg: 40 mg
- Volumen in ml: 1,0 ml
- Verteilung der Tagesdosis auf 3 Einzeldosen in ml: -
- Volumen in ml: 1,0 ml
- Dosierung in mg: 60 mg
- Volumen in ml: 1,5 ml
- Verteilung der Tagesdosis auf 3 Einzeldosen in ml: 3 x 0,5 ml
- Volumen in ml: 1,5 ml
- Dosierung in mg: 80 mg
- Volumen in ml: 2,0 ml
- Verteilung der Tagesdosis auf 3 Einzeldosen in ml: 2 x 0,5 ml und 1 x 1,0 ml
- Volumen in ml: 2,0 ml
- Dosierung in mg: 100 mg
- Volumen in ml: 2,5 ml
- Verteilung der Tagesdosis auf 3 Einzeldosen in ml: z. B. 2 x 1,0 ml und 1 x 0,5 ml
- Volumen in ml: 2,5 ml
- Dosierung in mg: 120 mg
- Volumen in ml: 3,0 ml
- Verteilung der Tagesdosis auf 3 Einzeldosen in ml: 3 x 1,0 ml
- Volumen in ml: 3,0 ml
- Dosierung in mg: 140 mg
- Volumen in ml: 3,5 ml
- Verteilung der Tagesdosis auf 3 Einzeldosen in ml: z. B. 2 x 1,0 ml und 1 x 1,5 ml
- Volumen in ml: 3,5 ml
- Dosierung in mg: 20 mg
- Mit der Pipettenflasche können Einzeldosen nur in Vielfachen von 20 mg Levomepromazin (=0,5 ml Tropfen) erfolgen. Messen Sie die jeweils benötigte Menge immer in Millilitern (ml) ab!
- Für Einzeldosen unter 20 mg Levomepromazin (=0,5 ml Tropfen) oder falls eine feinere Dosierungseinstellung erforderlich ist, stehen andere Levomepromazinhaltige Arzneimittel zur Verfügung.
- Die Dosierung wird von Ihrem Arzt je nach Schweregrad der Erkrankung entsprechend Ihrem Bedarf und Ihrem Ansprechen auf die Behandlung angepasst. Die Dauer der Behandlung bestimmt der behandelnde Arzt.
- Für die weiteren oralen Dosierungen stehen geeignete Darreichungsformen zur Verfügung.
- Ältere Menschen und Patienten mit eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion
- Bei älteren Patienten und Patienten mit Leber- und Nierenfunktionsstörungen muss die Dosis mit besonderer Vorsicht angepasst werden, da mit verstärktem Auftreten von Nebenwirkungen zu rechnen ist.
- Hinweis
- Ist eine Therapie mit starken Schmerzmitteln vor der Behandlung bereits eingeleitet worden, können die Dosen dieser Präparate im Allgemeinen reduziert werden.
- Bei gleichzeitiger Gabe von Hypnotika, z. B. Barbituraten oder Analgetika, kann deren Dosis aufgrund der potenzierenden Eigenschaften von diesem Arzneimittel im Allgemeinen mindestens auf die Hälfte reduziert werden.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von diesem Präparat zu stark oder zu schwach ist.
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- kann es in Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung z. B. zu Benommenheit bis hin zur Bewusstlosigkeit (Koma), Verwirrtheits- und Erregungszuständen, vermindertem Blutdruck, zu schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag, Trockenheit der Schleimhäute, Verstopfung bis hin zu einer Darmlähmung, Harnverhaltung, Pupillenerweiterung, Krämpfen, erhöhter oder erniedrigter Körpertemperatur sowie Parkinsonismus kommen. Rufen Sie bei Auftreten dieser Krankheitszeichen den nächsten erreichbaren Arzt zu Hilfe! Es wurde über Todesfälle bei Vergiftungen berichtet.
- Wenn Sie einmal eine Einzeldosis versehentlich doppelt eingenommen haben, so setzen Sie beim nächsten Einnahmezeitpunkt die Behandlung mit der vom Arzt verordneten Dosis fort.
- Ärztliche Maßnahmen bei Überdosierung
- Die Behandlung orientiert sich an der allgemeinen Vorgehensweise bei Überdosierungen, bei denen je nach Schweregrad der Vergiftung über die entsprechenden Maßnahmen entschieden wird.
- Bei akuter Überdosierung soll die Behandlung mit diesem Arzneimittel sofort unterbrochen werden. Als Gegenmittel kann nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung Physostigmin eingesetzt werden.
- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie beim nächsten Einnahmezeitpunkt die Behandlung mit der vom Arzt verordneten Menge fort.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
DosierungBasiseinheit: 1 ml Lösung enthält 44,8 mg Levomepromazinhydrochlorid, entspricht 40 mg Levomepromazin
- zur Dämpfung psychomotorischer Unruhe- und Erregungszustände im Rahmen psychotischer Störungen, bei akuten Erregungszuständen bei manischen Episoden, zur Kombinationstherapie bei der Behandlung von schweren und / oder chronischen Schmerzen
- Dosierung richtet sich nach den individuellen Erfordernissen
- Erwachsene
- allg.
- ambulante Behandlung
- einschleichend 15 - 30 mg Levomepromazin 3mal / Tag, bis zu 75 - 150 mg Levomepromazin / Tag
- verteilt auf 3 Einzeldosen; für diese Dosierungen stehen andere Levomepromazin-
haltige Arzneimittel zur Verfügung
- verteilt auf 3 Einzeldosen; für diese Dosierungen stehen andere Levomepromazin-
- einschleichend 15 - 30 mg Levomepromazin 3mal / Tag, bis zu 75 - 150 mg Levomepromazin / Tag
- stationäre Behandlung von Psychosen
- einschleichende Dosierung
- 75 - 100 mg Levomepromazin / Tag
- Steigerung über 150 mg Levomepromazin / Tag auf 300 mg Levomepromazin / Tag
- bei schweren Psychosen bis zu 600 mg Levomepromazin / Tag
- stationäre Behandlung schwerer Schmerzzustände:
- einschleichender Beginn mit 25 - 50 - 75 mg Levomepromazin / Tag; anschließend, falls erforderlich, Weiterbehandlung mit Tabletten
- für geringe Dosierungen stehen andere Levomepromazin-haltige Arzneimittel zur Verfügung
- ambulante Behandlung
- Dosierung
- initial: 15 - 30 mg Levomepromazin / Tag
- für diese Dosierungen stehen andere Levomepromazin-haltige Arzneimittel zur Verfügung
- nur nach ärztlicher Anweisung, langsame Dosissteigerung auf 75 - 150 mg Levomepromazin
- Dosierungen von 80 - 140 mg (entsprechend 2 - 3,5 ml) 3mal / Tag mit Pipettenflasche abmessen
- Pipettenflasche
- 1 ml = 40 mg
- Einzeldosen nur in Vielfachen von 20 mg Levomepromazin (entspricht 0,5 ml Tropfen) möglich
- Einzeldosen < 20 mg Levomepromazin oder falls eine feinere Dosierungseinstellung erforderlich ist, stehen andere Levomepromazin-haltige Arzneimittel zur Verfügung
- Dosierungstabelle
- 20 mg entsprechend 0,5 ml
- 40 mg entsprechend 1 ml
- 60 mg entsprechend 1,5 ml, verteilt auf 3mal 0,5 ml / Tag
- 80 mg entsprechend 2,0 ml, verteilt auf 2mal 0,5 ml und 1mal 1 ml / Tag
- 100 mg entsprechend 2,5 ml, verteilt auf z.B. 2mal 1 ml und 1mal 0,5 ml / Tag
- 120 mg entsprechend 3,0 ml, verteilt auf 3mal 1 ml / Tag
- 140 mg entsprechend 3,5 ml, verteilt auf z.B. 2mal 1 ml und 1mal 1,5 ml / Tag
- initial: 15 - 30 mg Levomepromazin / Tag
- allg.
- Hinweise
- vor der Behandlung eingeleitete Therapie mit starken Schmerzmitteln: deren Dosis kann im allg. reduziert werden
- gleichzeitige Gabe von Hypnotika, z. B. Barbituraten oder Analgetika: deren Dosis mind. auf die Hälfte reduzieren (potenzierende Eigenschaften von Levomepromazin)
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche (< 16 Jahre)
- kontraindiziert
- keine dokumentierten Erfahrungen zur Dosierung vorhanden
- ältere Patienten, Patienten mit Leber- und Nierenfunktionsstörungen
- Dosis mit besonderer Vorsicht anpassen
- verstärktes Auftreten von Nebenwirkungen möglich
- Dosis mit besonderer Vorsicht anpassen
Nebenwirkungen
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind:
- Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf.
- Wenn Sie bei sich Fieber, Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen, Halsschmerzen oder eitrige Angina sowie grippeähnliche Symptome beobachten, insbesondere wenn diese innerhalb der ersten drei Monate der Behandlung mit dem Arzneimittel auftreten, suchen Sie bitte sofort Ihren behandelnden Arzt auf. Versuchen Sie bitte nicht, diese Erkrankungen selbst zu behandeln.
- Wenn bei Ihnen hohes Fieber mit Muskelstarre auftritt, suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt auf. Sie dürfen in dieser Situation keine weiteren Dosen einnehmen.
- Andere mögliche Nebenwirkungen
- Sehr häufige Nebenwirkungen (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10) sind:
- Insbesondere zu Behandlungsbeginn Kreislaufstörungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen, Blutdruckabfall, Beschleunigung des Herzschlags. EKG-Veränderungen (Erregungsleitungsstörungen)
- Müdigkeit insbesondere zu Beginn der Behandlung
- Häufige Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100) sind:
- Muskelverspannungen und Störungen des Bewegungsablaufs (Zungen-Schlund-Krämpfe, Schiefhals, Kiefermuskelkrämpfe, Blickkrämpfe, Versteifung der Rückenmuskulatur), Störungen wie bei der Parkinsonschen Erkrankung (Maskengesicht, Zittern, Steifheit, Bewegungslosigkeit, übermäßiger Speichelfluss), Bewegungsdrang und Unfähigkeit, sitzen zu bleiben. In diesen Fällen kann der Arzt die Dosis verringern und/oder auch ein Gegenmittel verabreichen, das diesen Nebenwirkungen sofort entgegenwirkt.
- Mundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall, Appetitverlust
- Blickkrämpfe, Verschwommenes Sehen, Erhöhung des Augeninnendrucks
- Störungen beim Wasserlassen
- Gewichtszunahme
- Gefühl verstopfter Nase
- Gelegentliche Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000) sind:
- vorübergehende Leberfunktionsstörungen, Abflussstörungen der Galle, Gelbsucht
- Unruhe, Erregung, Benommenheit, Schwindelgefühl, nach langfristiger Anwendung (besonders bei Frauen und älteren Patienten) Bewegungsstörungen, vor allem im Mundbereich (Spätdyskinesien), die noch nach der Beendigung der Behandlung anhalten können und manchmal nicht heilbar sind. Sie können maskiert sein und dann erst nach Beendigung der Behandlung in Erscheinung treten.Depressive Verstimmung, Gleichgültigkeit, Kopfschmerzen, Verstärkung der ursprünglichen Krankheitssymptome, seltene Zeichen von Erregung und Verwirrtheit - insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter anderer Wirkstoffe (anticholinerg wirksamer Substanzen) - und Krampfanfälle des Gehirns sowie starke Schwankungen der Körpertemperatur.
- allergische Hautreaktionen und Lichtempfindlichkeit (direkte Sonneneinstrahlung meiden!).
- allergische Reaktionen
- Hornhaut- und Linsenveränderungen des Auges
- Seltene Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000) sind:
- Lebensbedrohlicher Zustand mit hohem Fieber, Muskelstarre und Störungen des vegetativen Nervensystems (Herzjagen, Bluthochdruck, Bewusstlosigkeit), der das sofortige Absetzen der Medikation erfordert
- Lebensbedrohliche Darmlähmung
- Sehr seltene Nebenwirkungen (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000) sind:
- Potentiell lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen (Torsade de pointes)
- Entzündung des Dickdarms (Colitis)
- Ausbildung eines Delirs (Verwirrtheits- und Erregungszustand mit Sinnestäuschung und zum Teil schweren körperlichen Störungen)
- Blutzellschäden
- Absonderung von Milch aus der Brust bei der Frau, Störungen der Regelblutung, Anschwellen der Brust beim Mann, Störungen der sexuellen Erregbarkeit
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und Rötungen der Beine), die möglicherweise über die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen können. Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich beobachten, holen Sie bitte unverzüglich ärztlichen Rat ein.
- Sehr häufige Nebenwirkungen (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10) sind:
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht aufgeführt sind.
Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus) Levomepromazin - peroral- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Blutzellschäden
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Reaktionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gewichtszunahme
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Müdigkeit, insbesondere zu Beginn der Behandlung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- extrapyramidalmotorische Nebenwirkungen wie
- Frühdyskinesien (Zungen- Schlund-Krämpfe, Schiefhals, Kiefermuskelkrämpfe, Blickkrämpfe, Versteifung der Rückenmuskulatur)
- Parkinson-Syndrom (Hypomimie, Tremor, Rigor, Akinese, Hypersalivation)
- Akathisie (Bewegungsdrang, Unfähigkeit, sitzen zu bleiben)
- Hinweis
- in diesen Fällen Dosisreduktion und/oder Gabe eines Antiparkinsonmittels erforderlich
- extrapyramidalmotorische Nebenwirkungen wie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Spätdyskinesien vor allem im Mundbereich, die nach langfristiger Anwendung besonders bei Frauen und älteren Patienten auftreten
- können die Behandlung überdauern und sind manchmal irreversibel
- möglich, dass sie maskiert sind und deshalb erst nach der Behandlung in Erscheinung treten
- Unruhe
- Erregung
- Benommenheit
- depressive Verstimmung
- Lethargie
- Schwindelgefühl
- Kopfschmerzen
- Exazerbation psychotischer Symptome
- seltener Zeichen von Verwirrtheit (insb. unter Kombination mit anticholinerg wirksamen Substanzen)
- cerebrale Krampfanfälle
- Regulationsstörungen der Körpertemperatur
- Spätdyskinesien vor allem im Mundbereich, die nach langfristiger Anwendung besonders bei Frauen und älteren Patienten auftreten
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- lebensbedrohliches malignes neuroleptisches Syndrom (Fieber > 40 °C, Muskelstarre und vegetative Entgleisung)
- sofortiges Absetzen der Medikation erforderlich
- lebensbedrohliches malignes neuroleptisches Syndrom (Fieber > 40 °C, Muskelstarre und vegetative Entgleisung)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Ausbildung eines Delirs
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arzneimittelentzugssyndrom des Neugeborenen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Blickkrämpfe
- Akkommodationsstörungen
- Erhöhung des Augeninnendrucks
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pigmenteinlagerungen in Kornea und Linse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Tachykardie
- EKG-Veränderungen (Erregungsleitungsstörungen)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Torsade de Pointes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- orthostatische Dysregulation
- Hypotonie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Fälle von Thromboembolien (einschließlich Fällen von Lungenembolie und Fällen von tiefer Venenthrombose)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefühl verstopfter Nase
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Obstipation
- Übelkeit
- Erbrechen
- Diarrhoe
- Appetitverlust
- Mundtrockenheit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- paralytischer Ileus
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Colitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- passagere Leberfunktionsstörungen
- Abflussstörungen der Galle
- Gelbsucht
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Hautreaktionen
- Photosensibilität
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Miktionsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Gynäkomastie
- Menstruationsstörungen
- Galaktorrhoe
- sexuelle Funktionsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
-
Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels
Stoffname Stoffmenge Stofftyp Levomepromazin hydrochlorid 44.8 mg Wirkstoff Levomepromazin 40 mg k.A. Ascorbinsäure + Hilfsstoff Citronensäure, wasserfrei + Hilfsstoff Ethanol 96% (V/V) + Hilfsstoff Glycerol 85% + Hilfsstoff Orangen Essenz + Hilfsstoff Saccharose 200 mg Hilfsstoff Vanille Essenz + Hilfsstoff Wasser, gereinigt + Hilfsstoff Zuckercouleur + Hilfsstoff -
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