REISETABLETTEN STADA

Arzneimittel / Reisemedizin

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Steckbrief : REISETABLETTEN STADA

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    Reisetabletten STADA® 50 mg

    Wirkstoff: Dimenhydrinat. Zur Vorbeugung und Behandlung von Reisekrankheit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen (nicht bei Chemotherapie).

    Hinweis: Enthält Lactose.

    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

    STADA Consumer Health Deutschland GmbH, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel

    Stand: November 2020

    Allgemeine Produktinformationen

    • Nehmen Sie die Tabletten vorzugsweise vor den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit ein.

    Anwendungsgebiete

    • Das Präparat ist ein Arzneimittel gegen Schwindel, Übelkeit und Erbrechen aus der Gruppe der H1-Antihistaminika.
    • Das Arzneimittel wird angewendet zur- Vorbeugung und Behandlung von Reisekrankheit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen (nicht bei Chemotherapie).

    Indikation
    • Vorbeugung und Behandlung von Reisekrankheit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen (nicht bei Chemotherapie)
    Art der Anwendung
    • Einnahme vorzugsweise vor den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit

    Gegenanzeigen

    • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
      • wenn Sie allergisch gegen Dimenhydrinat, anderen Antihistaminika oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
      • von Früh- und Neugeborenen
      • von Kindern bis einschließlich 5 Jahren
      • bei Schwangerschaft
      • während der Stillzeit
      • bei Krampfanfällen (Epilepsie, Eklampsie)
      • bei akutem Asthma-Anfall
      • bei Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostataadenom) mit Restharnbildung
      • bei erhöhtem Augeninnendruck (Glaukom) mit engem Kammerwinkel
      • bei einem Nebennieren-Tumor (Phäochromozytom)
      • bei Alkoholmissbrauch
      • bei Mangeldurchblutung des Gehirns (zerebro-vaskuläre Insuffizienz)
      • bei Aminoglykosid-Antibiotika-Behandlung, da die eventuell durch Aminoglykosid-Antibiotika verursachten gehörschädigenden Wirkungen verdeckt werden können
      • bei Störung der Produktion des Blutfarbstoffs (Porphyrie)
      • bei gleichzeitiger Therapie mit Monoaminoxidase-Hemmern (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen).

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Dimenhydrinat - peroral
    • Überempfindlichkeit gegen Dimenhydrinat oder andere Antihistaminika
    • akuter Asthma-Anfall
    • Engwinkelglaukom
    • Phäochromozytom
    • Porphyrie
    • Prostatahyperplasie mit Restharnbildung
    • Krampfanfällen (Epilepsie, Eklampsie)
    • Herzrhythmusstörungen (z.B. Wolff-Parkinson-White Syndrom)
    • gewichtsabhängige Kontraindikation möglich (s. jeweilige Herstellerinformation)

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen,
        • bei eingeschränkter Leberfunktion
        • bei Herzrhythmusstörungen (z. B. Herzjagen)
        • bei Kalium- oder Magnesiummangel
        • bei verlangsamtem Herzschlag (Bradykardie)
        • bei bestimmten Herzerkrankungen (angeborenes QT-Syndrom oder anderen klinisch bedeutsamen Herzschäden, insbesondere Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße, Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien)
        • bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das sogenannte QT-Intervall im EKG verlängern oder zu einem Kaliummangel im Blut (Hypokaliämie) führen (siehe Kategorie "Wechselwirkungen")
        • bei chronischen Atembeschwerden und Asthma
        • bei Verengung am Ausgang des Magens (Pylorusstenose)

     

    • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
      • Die Tabletten können auch bei bestimmungsgemäßen Gebrauch das Reaktionsvermögensoweit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenhang mit Alkohol (siehe auch Kategorie „Wechselwirkungen").

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Dimenhydrinat - peroral
    • Hinweis
      • Dimenhydrinat ist zur alleinigen Behandlung von Zytostatika-induzierter Übelkeit und Erbrechen nicht geeignet
    • Dimenhydrinat darf nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei Vorliegen von Zuständen, die durch die anticholinerge Wirkung von Dimenhydrinat verschlechtert werden können, wie
      • chronischen Atembeschwerden und Asthma, da Dimenhydrinat zu dickflüssigeren Sekreten führen kann
      • Leberinsuffizienz, da Dimenhydrinat in der Leber metabolisiert wird
      • schwerer Niereninsuffizienz, da es zu einer Akkumulation von Dimenhydrinat kommen kann
        • die Metaboliten von Dimenhydrinat werden über die Niere ausgeschieden
      • Hypokaliämie, Hypomagnesiämie, QT-Verlängerung
        • Hypokaliämie ist ein Risikofaktor für die Entwicklung einer QT-Intervall-Verlängerung
        • Hypomagnesiämie ist ein unabhängiger Prädiktor für erhöhte Mortalität bei Patienten mit kardialen Störungen
        • da vor allem höhere Dosen von Dimenhydrinat zur Verlängerung des QT-Intervalls mit schwerwiegenden Konsequenzen führen können, ist bei Patienten mit Hypokaliämie, Hypomagnesiämie, Bradykardie, angeborenem langen QT-Syndrom oder anderen klinisch signifikanten kardialen Störungen (insbesondere koronare Herzkrankheit, Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien) besondere Vorsicht geboten
          • daher darf Dimenhydrinat auch bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall verlängern (z. B. Antiarrhythmika Klasse IA oder III, Antibiotika, Malaria-Mittel, Antihistaminika, Neuroleptika) oder zu einer Hypokaliämie führen, nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden
      • Morbus Parkinson, da die Wirkung von anticholinergen Medikamenten gegen Parkinson verstärkt werden kann
    • Dimenhydrinat sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten (insbesondere bei älteren Personen) mit Zuständen, die durch eine Anticholinergika-Therapie verstärkt werden könnten, z.B.
      • erhöhter Augeninnendruck
      • Pyloro-Duodenale Obstruktion
      • Prostata-Hypertrophie
      • Hypertonie
      • orthostatische Hypotonie
      • Hyperthyreose
      • Schwindel
      • Sedierung
      • schwere koronare Herzkrankheit
    • längerfristige Anwendung
      • nach längerfristiger täglicher Anwendung können durch plötzliches Beenden der Behandlung vorübergehend Schlafstörungen auftreten
        • deshalb sollte in diesen Fällen die Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet werden
      • Medikamentenabhängigkeit
        • wie bei anderen hypnotisch wirkenden Arzneimitteln ist bei einer längerfristigen Therapie mit Dimenhydrinat die Entwicklung einer Medikamentenabhängigkeit nicht auszuschließen
          • aus diesem Grunde sollte die Indikation zu einer über eine Kurzzeitbehandlung hinausgehenden Therapie kritisch gestellt werden
    • Kinder und Jugendliche
      • Überdosierungen mit Dimenhydrinat, können insbesondere bei Kindern lebensbedrohlich sein und müssen vermieden werden
        • deshalb sind alters- und gewichtsabhängige Kontraindikationen zu beachten und eine passende Darreichungsform auszuwählen (s. jeweilige Herstellerinformation)
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Dimenhydrinat - peroral
    • Dimenhydrinat sollte in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn nichtmedikamentöse Maßnahmen und andere sicherere Arzneimittel keinen Erfolg gezeigt haben
    • letzte Schwangerschaftswochen
      • Dimenhydrinat sollte wegen möglicher Auslösung vorzeitiger Uteruskontraktionen nicht angewendet werden
    • 1. Trimenon
      • es liegen keinerlei Hinweise darauf vor, dass eine Anwendung von Dimenhydrinat im ersten Schwangerschaftsdrittel zu einer erhöhten Abortrate führt
    • für Dimenhydrinat liegen widersprüchliche Berichte über die Sicherheit einer Anwendung in der Schwangerschaft vor
      • eine prospektive Studie an Schwangeren hat keine Anhaltspunkte über den Zusammenhang einer Dimenhydrinat-Anwendung und Missbildungen ergeben
      • in einer anderen Studie wurde eine Assoziation mit kardiovaskulären Defekten und mit Inguinalhernie und einer Dimenhydrinat-Exposition in der Schwangerschaft beschrieben
      • in einer Fall-Kontroll-Studie, in der 38.151 Neugeborene ohne kongenitale Anomalien und 22.843 mit kongenitalen Anomalien eingeschlossen wurden, ließen sich bei den insgesamt 2.640 mit Dimenhydrinat exponierten Kindern keine Anzeichen auf ein teratogenes Potential von Dimenhydrinat erkennen
    • Dimenhydrinat kann am Uterus eine Steigerung der Kontraktilität hervorrufen bzw. vorzeitige Wehen auslösen
    • tierexperimentelle Studien
      • Dimenhydrinat ist tierexperimentell nur unzureichend auf reproduktionstoxikologische Eigenschaften untersucht
    • Fertilität
      • es liegen keine Untersuchungen zur Beeinflussung der Fertilität vor
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Dimenhydrinat - peroral
    • Dimenhydrinat sollte in der Stillzeit entweder abgesetzt werden oder in der Zeit der Einnahme sollte abgestillt werden
      • da unerwünschte Wirkungen, wie erhöhte Irritabilität, auf das gestillte Kind nicht auszuschließen sind
    • Dimenhydrinat geht in die Muttermilch über
    • für Dimenhydrinat liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung in der Stillzeit vor

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
      • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
      • Bei gleichzeitiger Gabe mit sogenannten Monoaminoxidase Hemmern (Arzneimitteln, die zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden) kann sich u. U. eine lebensbedrohliche Darmlähmung, Harnverhalt oder eine Erhöhung des Augeninnendruckes entwickeln. Außerdem kann es zum Abfall des Blutdruckes und zu einer verstärkten Funktionseinschränkung des Zentralnervensystems und der Atmung kommen. Deshalb darf das Präparat nicht gleichzeitig mit Hemmstoffen der Monoaminoxidase eingenommen werden (siehe unter "Kontrainidikation").
      • Weiterhin ist zu beachten, dass durch das Arzneimittel die während einer Behandlung mit bestimmten Antibiotika (Aminoglykosiden) eventuell auftretende Gehörschädigung u. U. verdeckt werden kann (siehe unter Kategorie "Kontraindikation").
      • Die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die
        • ebenfalls das sogenannte QT-Intervall im EKG verlängern, z. B. Mittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika Klasse IA oder III), bestimmte Antibiotika (z. B. Erythromycin), Cisaprid, Malaria-Mittel, Mittel gegen Allergien bzw. Magen-/Darmgeschwüre (Antihistaminika) oder Mittel zur Behandlung spezieller geistig-seelischer Erkrankungen (Neuroleptika), oder
        • zu einem Kaliummangel führen können (z. B. bestimmte harntreibende Mittel) ist zu vermeiden
      • Die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die auf das zentrale Nervensystem wirken (z. B. Psychopharmaka, Schlafmittel, Schmerzmittel), kann zu einer wechselseitigen Verstärkung der beruhigenden bzw. erregenden Wirkungen führen.
      • Die gleichzeitige Gabe des Präparates und trizyklischen Antidepressiva, Monoaminoxidase-Hemmstoffen (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) und Parasympathikolytika (andere Stoffe mit anticholinergen Wirkungen, z. B. Atropin, Biperiden) verstärken die anticholinergen Nebenwirkungen (siehe Kategorie „Nebenwirkungen") wie Mundtrockenheit und Verstopfung.
      • Die gleichzeitige Verabreichung des Präparates und blutdrucksenkenden Mitteln führt zu einer verstärkten blutdrucksenkenden Wirkung. Die Dosis muss entsprechend angepasst werden.
      • Der Arzt sollte vor der Durchführung von Allergie-Tests über die Einnahme des Präparates informiert werden, da falsch-negative Testergebnisse möglich sind.
      • Die hemmende Wirkung von Procarbazin (spezielles Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Krebserkrankungen) auf das Zellwachstum wird durch die gleichzeitige Gabe des Präparates verstärkt.
      • Das Arzneimittel kann die Wirkung von bestimmten Kortison-Präparaten (Glukokortikoide) und von Heparin herabsetzen.
      • Das Präparat schwächt die durch bestimmte Psychopharmaka (Phenothiazine) hervorgerufenen Störungen des Bewegungsablaufes (EPM-Syndrom) ab.
    • Bei Einnahme des Arzneimittels zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
      • Während der Behandlung sollte kein Alkohol getrunken werden, da durch Alkohol die Wirkung des Präparates in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt werden kann. Auch die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, wird dadurch weiter beeinträchtigt.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    schwerwiegend H1-Antihistaminika / Ethanol
    H1-Antihistaminika / MAO-Hemmer
    Hydroxyzin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    mittelschwer Opioide / H1-Antihistaminika, sedierende
    Histamin / H1-Antihistaminika
    Dexmedetomidin / Hypnotika und Sedativa
    Hypnotika / H1-Antihistaminika
    Benzodiazepine / H1-Antihistaminika, sedierende
    Regadenoson / Xanthinderivate
    Ajmalin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    Fluphenazin / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    geringfügig Cholinesterase-Hemmer / Antiemetika, anticholinerge
    H1-Antihistaminika / Proteinkinase-Inhibitoren
    H1-Antihistaminika / Fingolimod
    H1-Antihistaminika / Anticholinergika
    Prokinetika / Anticholinergika
    Beta-Sympathomimetika / Xanthinderivate
    H1-Antihistaminika / Tizanidin
    Pitolisant / H1-Antihistaminika
    Cannabinoide / H1-Antihistaminika, sedierende
    Methoxyfluran / H1-Antihistaminika
    Difelikefalin / H1-Antihistaminika, sedierende
    QT-Info (Produktinformation) / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    QT-Info (Produktinformation) / Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
    Arzneimittel, anticholinerge Wirkung / Corticosteroide
    Thalidomid / Stoffe, sedierende
    Glycopyrronium, extern / Arzneimittel, anticholinerge Wirkung

    Warnhinweise

    • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    • Schwangerschaft
      • Das Arzneimittel darf in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da Dimenhydrinat vorzeitig Wehen auslösen kann.
    • Stillzeit
      • Dimenhydrinat geht in die Muttermilch über und sollte daher nicht in der Stillzeit eingenommen werden.

    Mit Flüssigkeit einnehmen.Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

    Dosierungsanleitung

    • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
    • Die empfohlene Dosis beträgt, falls vom Arzt nicht anders verordnet:
      • Zur Vorbeugung der Reisekrankheit
        • Nehmen Sie 3-mal täglich 1 Tablette ein. Die 1. Tablette sollte 30 Minuten vor Reisebeginn eingenommen werden.
      • Zur Behandlung von Reisekrankheit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen
        • Nehmen Sie alle 4 Stunden 1 - 2 Tabletten ein, jedoch nicht mehr als 6 Tabletten pro Tag.
      • Anwendung bei Kindern
        • Kinder von 6 bis 12 Jahren nehmen alle 6 - 8 Stunden 1/2 - 1 Tablette ein, jedoch nicht mehr als 3 Tabletten pro Tag.

     

    • Dauer der Anwendung
      • Das Präparat soll ohne Rücksprache mit dem Arzt nur wenige Tage eingenommen werden.
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.

     

    • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
      • Bei einer Überdosierung kann es zu Schläfrigkeit und Schwindel zu anticholinergen Symptomen wie Mundtrockenheit, Sehstörungen und Störungen des Magen-Darm-Traktes kommen.
      • Massive Überdosierung führt zu Krämpfen, psychischen Störungen mit Sinnestäuschungen, Unruhe, beschleunigter Herzschlagfolge, Blutdruckanstieg und ausgeprägten peripheren anticholinergen Symptomen.
      • Rufen Sie bei Überdosierung mit Dimenhydrinat, dem Wirkstoff des Präparates, den nächsten erreichbaren Arzt zu Hilfe! Kinder sind bei versehentlicher Einnahme größerer Mengen des Arzneimittels besonders gefährdet.
      • Halten Sie bitte die Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

     

    • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
      • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

    Dosierung
    • Vorbeugung von Reisekrankheiten
      • 1 Tablette (50 mg Dimenhydrinat) 3mal / Tag
      • Einnahme der 1. Tablette: 30 Min. vor Reisebeginn
    • Behandlung von Reisekrankheiten, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen
      • 1 - 2 Tabletten (50 - 100 mg Dimenhydrinat) alle 4 Std.
      • tägliche Maximaldosis: 6 Tabletten (300 mg Dimenhydrinat)
      • Behandlungsdauer: nur wenige Tage ohne Rücksprache mit dem Arzt

    Dosisanpassung

    • Kinder (6 - 12 Jahre)
      • 5 mg Dimenhydrinat / kg KG aufgeteilt in 4 Einzeldosen bzw. 1/2 - 1 Tablette alle 6 - 8 Std.
      • tägliche Maximaldosis: 3 Tabletten (150 mg Dimenhydrinat)

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
      • sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
      • häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
      • gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
      • selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen
      • sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
      • nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
    • Häufig kommt es zu Schläfrigkeit und Benommenheit.
    • Gelegentlich kann es zu Störungen des zentralen Nervensystems mit Erregung und Unruhe, gedrückter (depressiver) oder gehobener (euphorischer) Stimmungslage und einer Desorientierung mit illusionärer bzw. wahnhafter Verkennung der Umgebung und psychomotorischer Unruhe, Bewegungsstörungen, Schwindel und Krämpfen kommen.
    • Außerdem kann es gelegentlich zu Störungen des Magen-Darm-Traktes mit Verstopfung, zu Mundtrockenheit, Beschwerden beim Wasserlassen, Sehstörungen, Erhöhung der Herzschlagfolge (Tachykardie), Gefühl einer verstopften Nase, Erhöhung des Augeninnendruckes (sogenannte "anticholinerge" Begleiterscheinungen) und zu Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlägen und Hautjucken kommen.
    • In einzelnen Fällen sind Störungen der Blutbildung (vorübergehende Agranulozytosen und Leukopenien) beobachtet worden.
    • Außerdem ist über Lichtempfindlichkeit der Haut (direkte Sonneneinstrahlung meiden!) und Leberfunktionsstörungen (cholestatischer Ikterus) berichtet worden.
    • Bei einer längeren Behandlung mit Dimenhydrinat ist die Entwicklung einer Medikamentenabhängigkeit nicht auszuschließen. Aus diesem Grunde sollten die Tabletten nach Möglichkeit nur kurz angewendet werden.
    • Nach längerfristiger täglicher Anwendung können durch plötzliches Beenden der Behandlung vorübergehend Schlafstörungen auftreten. Deshalb sollte in diesen Fällen die Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet werden.
    • Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
      • Über evtl. erforderliche Gegenmaßnahmen bei Nebenwirkungen entscheidet Ihr Arzt.
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Dimenhydrinat - peroral
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • Leukopenie
        • Neutropenie
        • Thrombozytopenie
        • hämolytische Anämie
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Urticaria
        • Ödem
        • anaphylaktische Reaktionen
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Angst(-zustände) (paradoxe Reaktion, insbes. bei Kindern möglich)
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Somnolenz (anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
        • Kopfschmerzen (anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
        • Benommenheit (anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
        • Schwindelgefühl (häufiger bei älteren Patienten; anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Sedierung
        • Mydriasis
        • Sehstörung
        • Stimmungsschwankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Erinnerungsvermögen eingeschränkt
        • Gleichgewichtsstörung (häufiger bei älteren Patienten)
        • Aufmerksamkeitsstörungen
        • Koordinationsstörungen
        • Verwirrtheitszustand (häufiger bei älteren Patienten)
        • Halluzination
        • Stimmungsschwankungen
        • Schlaflosigkeit (paradoxe Reaktion, insbes. bei Kindern möglich)
        • Vertigo
        • Myasthenie
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Sehschärfe vermindert
        • Orthostasesyndrom
        • Unruhe (paradoxe Reaktion, insbes. bei Kindern möglich)
        • Agitiertheit
        • Nervosität
        • Tremor/Zittern (paradoxe Reaktion, insbes. bei Kindern möglich)
      • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
        • extrapyramidale Erkrankung
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen (häufiger bei älteren Patienten)
        • Erregung (paradoxe Reaktion, insbes. bei Kindern möglich)
    • Herzerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Tachykardie
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • verstopfte Nase
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Mundtrockenheit
        • gastrointestinale Erkrankungen z.B.
          • Übelkeit
          • Schmerzen im Oberbauch
          • Erbrechen
          • Durchfall
          • Obstipation
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • hepatische Funktiosstörungen (Ikterus, Gelbsucht cholestatisch)
    • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Erythem
        • Ekzem
        • Angioödeme
        • Purpura
        • Dermatitis allergisch
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Photosensibilität
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • muskuläre Schwäche (anticholinerger Effekt, insbes. zu Behandlungsbeginn; kann auch zu Beeinträchtigung am folgenden Tag führen; abhängig von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis)
    • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Störungen bei der Entleerung der Harnblase
    • Untersuchungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • intraokulärer Druck erhöht
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Verlängerung des QT-Intervalls im EKG

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Dimenhydrinat50 mgWirkstoff
    Calcium hydrogenphosphat 2-Wasser+Hilfsstoff
    Carboxymethylstärke, Natriumsalz Typ A+Hilfsstoff
    Cellulose Pulver+Hilfsstoff
    Lactose 1-Wasser40 mgHilfsstoff
    Magnesium stearat+Hilfsstoff
    Silicium dioxid, hochdispers+Hilfsstoff
    Gesamt Natrium Ion23 mgZusatzangabe
    Gesamt Natrium Ionmmolk.A.

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