Rebif 22 Mikrogramm Injektionslösung

Kein Preis bekannt

Das gewünschte Produkt ist derzeit bei keinem unserer Partner erhältlich.

zur Favoriten-Liste hinzufügen und zuvor anmelden

Steckbrief : Rebif 22 Mikrogramm Injektionslösung

  • Preisvergleich
  • Produktinformationen
  • Wirkstoff und Bestandteile
  • Generika und Empfehlungen
  • Preisalarm
  • Kein Preis bekannt

    Das gewünschte Produkt ist derzeit bei keinem unserer Partner erhältlich.

  • Allgemeine Produktinformationen

    • Das Arzneimittel wird subkutan (unter die Haut) injiziert.
    • Die erste(n) Injektion(en) muss/müssen unter der Aufsicht von entsprechend geschultem medizinischem Fachpersonal erfolgen. Nach einer entsprechenden Schulung können Sie selbst, ein Familienmitglied, Freund oder eine Pflegekraft die Fertigspritzen zu Hause anwenden. Das Arzneimittel kann auch mit einem geeigneten Autoinjektor angewendet werden.
    • Zur Anwendung lesen Sie bitte sorgfältig folgende Anweisungen:
      • Dieses Arzneimittel ist zur Einmalanwendung vorgesehen.
      • Die Lösung darf nur angewendet werden, wenn sie klar bis opaleszent ist, keine Schwebstoffe enthält und keine sichtbaren Anzeichen von Zersetzung erkennbar sind.
    • Wie wird das Präparat injiziert
      • Wählen Sie eine Injektionsstelle. Ihr Arzt wird Sie über geeignete Injektionsstellen informieren (günstige Stellen sind z. B. die Oberschenkel oder der Unterbauch). Halten Sie die Spritze wie einen Stift oder einen Wurfpfeil. Es ist zu empfehlen, dass Sie sich bei jeder Anwendung die Injektionsstelle notieren und die Injektionsstelle jedes Mal wechseln, damit an ein und derselben Stelle nicht zu häufig injiziert wird. So verringern Sie das Risiko von Gewebsschädigungen (Nekrosen).
      • Bitte beachten Sie: Wählen Sie für die Injektion keine Stellen, an denen Sie Schwellungen, feste Knoten oder Schmerzen spüren können. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Pflegepersonal über alle Auffälligkeiten, die Sie entdecken.
      • Waschen Sie sich Ihre Hände gründlich mit Wasser und Seife.
      • Verwenden Sie vor der Injektion einen Alkoholtupfer, um die Haut an der Injektionsstelle zu reinigen. Lassen Sie die Haut trocknen. Wenn etwas Alkohol auf der Haut verbleibt, können Sie ein brennendes Gefühl verspüren.
      • Drücken Sie die Haut um die Injektionsstelle herum vorsichtig zusammen (um sie etwas anzuheben).
      • Legen Sie Ihr Handgelenk auf die Haut nahe der Injektionsstelle und stechen Sie die Nadel mit einer schnellen, festen Bewegung in einem rechten Winkel in die Haut.
      • Injizieren Sie das Arzneimittel langsam und gleichmäßig (drücken Sie den Kolben in die Spritze bis diese leer ist).
      • Halten Sie einen Tupfer auf die Injektionsstelle. Entfernen Sie die Nadel aus der Haut.
      • Massieren Sie die Injektionsstelle sanft mit einem trockenen Wattebausch oder Baumwollgaze.
      • Entsorgen Sie alle gebrauchten Gegenstände: Sobald Sie die Injektion beendet haben, werfen Sie die Spritze sofort in einen geeigneten Entsorgungsbehälter.

    Anwendungsgebiete

    • Das Präparat wird zu einer Klasse von Arzneimitteln gezählt, die man Interferone nennt. Das sind natürliche Substanzen, die Botschaften zwischen Zellen vermitteln. Interferone kommen im Körper vor und spielen eine wichtige Rolle im Immunsystem. Durch Mechanismen, die noch nicht genau bekannt sind, helfen Interferone, Schäden, die durch Multiple Sklerose im zentralen Nervensystem entstehen, zu begrenzen.
    • Das Arzneimittel ist ein hochgereinigtes lösliches Protein, das dem im menschlichen Körper vorkommenden natürlichen Interferon beta sehr ähnlich ist.
    • Es wird zur Behandlung der Multiplen Sklerose angewendet. Es verringert nachweislich die Anzahl und Schwere von Schüben und verlangsamt das Fortschreiten der Behinderung.

    Indikation
    • Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose
      • in klinischen Studien wurde dies durch >/= 2 akute Schübe innerhalb der vorausgegangenen 2 Jahre charakterisiert
      • Wirksamkeit konnte nicht nachgewiesen werden bei sekundär progredienter Multipler Sklerose ohne vorhandene Schubaktivität
    Art der Anwendung
    • s.c.-Injektion
    • vor Injektion und für weitere 24 Std. nach jeder Injektion Gabe eines fiebersenkenden Analgetikums empfohlen, um grippeähnliche Symptome zu vermindern
    • Injektion unter aseptischen Bedingungen vornehmen und bei jeder Dosis Injektionsstelle wechseln (Vermeidung von Nekrosen)
    • zur Anwendung unterwegs kann Arzneimittel aus Kühlschrank entnommen und bei max. 25 °C über einmaligen Zeitraum bis zu 14 Tagen aufbewahrt werden; danach wieder im Kühlschrank lagern und vor Ablauf des Verfalldatums verbrauchen
    • nur zur Einmalanwendung
    • Lösung darf nur angewendet werden, wenn sie klar bis opaleszent ist, keine Schwebstoffe enthält und keine sichtbaren Anzeichen von Zersetzung erkennbar sind

    Gegenanzeigen

    • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
      • wenn Sie allergisch gegen natürliches oder rekombinantes Interferon beta oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
      • wenn Sie schwere Depressionen haben.

    Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Interferon beta-1a - invasiv
    • Überempfindlichkeit gegen natürliches oder rekombinantes Interferon beta
    • akute schwere Depression und / oder Suizidgedanken

    Vorsichtsmaßnahmen

    • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie das Arzneimittel anwenden.
        • Das Präparat darf nur unter Aufsicht Ihres Arztes angewendet werden.
        • Lesen Sie vor der Behandlung mit dem Arzneimittel bitte sorgfältig die Kategorie "Art der Anwendung" und befolgen Sie genau die dort gegebenen Anweisungen. Dadurch kann das Auftreten von Gewebeschädigungen an der Injektionsstelle (Nekrosen), die bei Patienten beobachtet wurden, reduziert werden. Wenn bei Ihnen lokale Reaktionen an der Haut auftreten, die Sie beunruhigen, konsultieren Sie bitte Ihren Arzt.
        • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel anwenden, wenn Sie eine Allergie oder Überempfindlichkeit gegen andere Arzneimittel haben.
        • Während der Behandlung können Blutgerinnsel in den kleinen Blutgefäßen auftreten. Diese Blutgerinnsel können Auswirkungen auf Ihre Nieren haben. Dies kann mehrere Wochen bis mehrere Jahre nach Beginn der Behandlung auftreten. Ihr Arzt wird Ihren Blutdruck, Ihr Blut (Anzahl der Blutplättchen) und Ihre Nierenfunktion überwachen.
      • Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie an einer Erkrankung
        • des Knochenmarks,
        • der Nieren,
        • der Leber,
        • des Herzens,
        • oder der Schilddrüse leiden,
        • sowie wenn Sie Depressionen
        • oder in der Vergangenheit epileptische Anfälle hatten.
      • In diesen Fällen muss Ihr Arzt die Behandlung und jede etwaige Verschlechterung dieser Leiden engmaschig überwachen.

     

    • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
      • Auswirkungen der Krankheit oder ihrer Behandlung können Ihre Fähigkeiten bei der Bedienung von Maschinen beeinflussen. Falls Sie davon betroffen sind, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt.

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Interferon beta-1a - invasiv
    • Behandlung ist unter der Aufsicht eines Arztes zu beginnen, der in der Behandlung von Multipler Sklerose erfahren ist
    • Rückverfolgbarkeit
      • um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
    • Patienten sind über die häufigsten Nebenwirkungen, die bei einer Behandlung mit Interferon beta auftreten können, zu informieren, darunter auch über die Symptome des grippeähnlichen Syndroms
      • diese Symptome zeigen sich am deutlichsten zu Beginn der Behandlung und lassen in ihrer Häufigkeit und Schwere im weiteren Behandlungsverlauf nach
    • Thrombotische Mikroangiopathie (TMA)
      • bei der Behandlung mit Interferon beta-Arzneimitteln Fälle von thrombotischer Mikroangiopathie, die sich als thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP) oder hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) manifestierte, einschließlich Fälle mit Todesfolge, berichtet
      • Ereignisse wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten während der Behandlung gemeldet und können mehrere Wochen bis mehrere Jahre nach Beginn der Behandlung mit Interferon beta auftreten
      • zu den frühen klinischen Zeichen gehören
        • Thrombozytopenie
        • Neuauftreten einer Hypertonie
        • Fieber
        • ZNS-Symptome (z.B. Verwirrtheit und Parese)
        • und eingeschränkte Nierenfunktion
      • zu den Laborbefunden, die auf TMA hinweisen können, gehören verminderte Thrombozytenzahl, erhöhter Serum-Laktatdehydrogenase (LDH)-Spiegel aufgrund von Hämolyse sowie Schistozyten (fragmentierte Erythrozyten) im Blutausstrich
        • daher werden beim Beobachten klinischer Zeichen einer TMA weitere Untersuchungen des Thrombozytenspiegels, der Serum-LDH, des Blutausstriches und der
          Nierenfunktion empfohlen
      • bei Diagnose einer TMA ist eine umgehende Behandlung (ggf. mit Plasmaaustausch) erforderlich und ein sofortiges Absetzen wird empfohlen
    • Depressionen und Suizidgedanken
      • Interferon beta-1a mit Vorsicht bei Patienten mit früheren oder aktuellen depressiven Erkrankungen anwenden, insbesondere bei solchen, die in der Vorgeschichte schon einmal Selbstmordgedanken hatten
      • Depressionen und Suizidgedanken treten besonders häufig bei Multiple Sklerose-Patienten und in Zusammenhang mit der Verabreichung von Interferonen auf
      • Patienten sind anzuhalten, jegliche Anzeichen einer Depression und/oder Suizidgedanken unverzüglich ihrem behandelnden Arzt mitzuteilen
      • Patienten, die Anzeichen von Depressionen zeigen, müssen unter der Therapie engmaschig überwacht und entsprechend behandelt werden
        • ggf. Abbruch der Therapie in Erwägung ziehen
    • Krampfanfälle
      • Vorsicht bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Krampfanfällen und bei mit Antiepileptika behandelten Patienten, insbesondere wenn deren Epilepsie mit Antiepileptika nicht hinreichend beherrscht wird
    • Herzerkrankungen
      • Patienten mit Herzerkrankungen, wie Angina pectoris, kongestiver Herzinsuffizienz oder Arrhythmie, sind zu Beginn der Behandlung mit Interferon beta-1a sorgfältig auf eine mögliche Verschlechterung ihres klinischen Zustandes hin zu überwachen
      • Symptome des grippeähnlichen Syndroms, das bei der Behandlung mit Interferon beta-1a beobachtet wurde, können sich bei Patienten mit einem Herzleiden als zusätzlich belastend erweisen
    • Leberfunktionsstörung
      • in klinischen Studien kam es häufig zu einer asymptomatischen Erhöhung der Lebertransaminasen (insbesondere Alaninaminotransferase ALT)
        • 1 - 3% der Patienten entwickelten Lebertransaminasenerhöhungen über dem 5-fachen des oberen Normwertes
      • Serum-ALT-Spiegel
        • in Abwesenheit von klinisch relevanten Symptomen sollte der Serum-ALT-Spiegel vor Therapiebeginn sowie 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate nach Therapiebeginn und danach in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden
      • Reduzierung der Interferon-Dosis in Betracht ziehen, wenn der ALT-Wert über das 5-fache des oberen Normwertes ansteigt
        • Dosis kann nach und nach wieder erhöht werden, wenn sich die
          Enzymspiegel wieder normalisiert haben
      • Behandlung mit Vorsicht beginnen bei
        • Patienten mit einer schweren Lebererkrankung in der Anamnese
        • klinischen Anzeichen für eine aktive Lebererkrankun
        • Alkoholmissbrauch
        • erhöhter Serum-ALT (> 2,5-facher oberer Normwert)
      • Behandlung muss abgebrochen werden, wenn Gelbsucht oder andere klinische Symptome einer Leberfunktionsstörung auftreten
      • Interferon beta-1a kann schwere Leberschädigungen verursachen, darunter auch akutes Leberversagen
        • die meisten Fälle einer schweren Leberschädigung traten in den ersten sechs Behandlungsmonaten auf
        • der Wirkmechanismus dieser seltenen symptomatischen Leberfunktionsstörung ist noch unbekannt
        • spezielle Risikofaktoren konnten nicht identifiziert werden
      • nach der Marktzulassung von Leberschädigungen einschließlich erhöhter Leberenzymspiegel im Serum, Hepatitis, Autoimmun-Hepatitis und Leberversagen unter Interferon beta berichtet
        • in einigen Fällen erfolgte dies bei begleitender Behandlung mit anderen Medikamenten, die mit einer leberschädigenden Wirkung assoziiert waren
          • das Potential additiver Wirkungen durch die Gabe von multiplen Wirkstoffen oder anderen leberschädigenden Substanzen (z.B. Alkohol) wurde nicht untersucht
      • Patienten sind auf Anzeichen einer Leberschädigung hin zu überwachen
        • außerdem Vorsicht, wenn Interferone zusammen mit anderen Medikamenten verabreicht werden, die mit Leberschädigungen in Zusammenhang gebracht wurden
    • Nephrotisches Syndrom
      • während der Behandlung mit Interferon-beta-Präparaten Fälle von nephrotischem Syndrom mit verschiedenen zugrundeliegenden Nephropathien berichtet, darunter kollabierende fokal-segmentale Glomerulosklerose (FSGS), Minimal-Change-Disease (MCD), membranproliferative
        Glomerulonephritis (MPGN) und membranöse Glomerulopathie (MGN)
        • Ereignisse wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten während der Behandlung beobachtet und können auch noch nach mehrjähriger Behandlung mit Interferon beta auftreten
      • daher regelmäßige Beobachtung auf frühe Anzeichen und Symptome, wie z.B. Ödeme, Proteinurie und Nierenfunktionsstörungen, v.a. bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für Nierenerkrankungen, empfohlen
      • ein nephrotisches Syndrom erfordert eine sofortige Behandlung
        • Absetzen der Behandlung mit Interferon beta muss erwogen werden
    • Schwere Nieren- oder Leberschäden, Patienten mit schwerer Myelosuppression
      • Vorsicht bei der Anwendung
      • ständige Überwachung in Betracht ziehen
    • Neutralisierende Antikörper
      • im Serum können sich neutralisierende Antikörper gegen Interferon beta-1a entwickeln
        • genaue Inzidenz der Antikörperbildung noch unklar
      • Vorhandensein von Antikörpern schwächt pharmakodynamische Response auf Interferon beta-1a ab (beta-2-Mikroglobulin und Neopterin)
      • obwohl die klinische Bedeutung der Antikörperbildung noch nicht völlig entschlüsselt ist, wird die Bildung neutralisierender Antikörper mit einer verringerten Wirksamkeit in Bezug auf klinische und MRI-Parameter in Zusammenhang gebracht
      • wenn der Patient nur in sehr geringem Maße auf die Therapie anspricht und er neutralisierende Antikörper aufweist, sollte der behandelnde Arzt das Nutzen/Risikoverhältnis einer weiteren Therapie neu beurteilen
      • Hinweis
        • Verwendung verschiedenartiger Testverfahren zur Bestimmung von Serumantikörpern sowie unterschiedliche Definitionen des Grenzwerts, ab denen das Testergebnis als antikörperpositiv definiert wird, beschränken die Möglichkeit, die Antigenität verschiedener Produkte miteinander zu vergleichen
      • subkutane Verabreichung
        • klinische Studien zeigen, dass nach 24- bis 48- monatiger Behandlung mit 44 µg 3mal / Woche ungefähr 13 - 14 % der Patienten persistierende Serumantikörper gegen Interferon beta-1a entwickeln
    • andere Formen der Multiplen Sklerose
      • nur wenige Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit bei stationären Patienten mit Multipler Sklerose vorliegend
      • Interferon beta-1a wurde nicht an Patienten mit einer primären progressiven Multiplen Sklerose geprüft und darf bei diesen Patienten nicht angewendet werden
    • Nekrosen an der Injektionsstelle bei subkutaner Applikation
      • nach Markteinführung über Nekrosen an der Injektionsstelle berichtet
      • um das Risiko von Nekrosen an der Injektionsstelle zu minimieren, sind die Patienten anzuweisen
        • die Injektion unter aseptischen Bedingungen vorzunehmen / ein aseptische Injektionstechnik anzuwenden
        • bei jeder Dosis die Injektionsstelle zu wechseln
      • Vorgehensweise der Patienten bei der Selbstverabreichung ist in regelmäßigen Abständen zu überprüfen, v.a., wenn Reaktionen an der Injektionsstelle aufgetreten sind
      • Patienten sind anzuweisen, vor weiteren Injektionen den Arzt zu konsultieren, falls sie Läsionen der Haut an der Injektionsstelle bemerken, die mit Schwellung oder Flüssigkeitsabsonderung einhergehen
      • ob die Therapie nach Auftreten einer einzelnen Nekrosestelle abgebrochen werden muss, hängt vom Ausmaß der Nekrose ab
        • bei Patienten mit mehreren Läsionen ist die Therapie bis zur Heilung der Läsionen abzusetzen bzw. ist die Injektionsstelle zu wechseln
        • Patienten mit nur einer Läsion können die Behandlung fortsetzen, vorausgesetzt, dass es sich um keine zu extensive Nekrose handelt
      • bei Patienten, welche die Therapie nach Auftreten einer Nekrose an der Injektionsstelle fortsetzen, ist die Verabreichung in den betroffenen Bereich zu vermeiden, bis dieser vollständig abgeheilt ist
    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Interferon beta-1a - invasiv
    • falls klinisch erforderlich, kann die Anwendung von Interferon beta-1a während der Schwangerschaft in Betracht gezogen werden
    • 1. Trimenon
      • weitreichende Erfahrungen (mehr als 1000 Schwangerschaftsausgänge) aus Registern und nach Markteinführung deuten nicht auf ein erhöhtes Risiko für schwere angeborene Fehlbildungen nach Exposition gegenüber Interferon beta vor der Empfängnis oder während des 1. Schwangerschaftstrimenons hin
        • Dauer der Exposition während des 1. Trimenons jedoch nicht genau bekannt, da die Daten zu einem Zeitpunkt erhoben wurden, als die Anwendung von Interferon beta während der Schwangerschaft kontraindiziert war und die Behandlung wahrscheinlich unterbrochen wurde, als eine Schwangerschaft festgestellt und / oder bestätigt wurde
    • 2. und 3. Trimenon
      • Erfahrungen mit einer Exposition während des 2. und 3. Trimenons sind sehr begrenzt
    • potenziell erhöhtes Risiko für Spontanaborte in tierexperimentellen Studien
      • das Risiko von Spontanaborten bei mit Interferon beta exponierten Schwangeren kann anhand der derzeit vorliegenden Daten nicht hinreichend bewertet werden, aber die Daten weisen bisher nicht auf ein erhöhtes Risiko hin
    • Fertilität
      • Auswirkungen von Interferon beta-1a auf die Fertilität nicht untersucht
      • keine Daten über die Wirkungen von Interferon beta-1a auf die männliche Fertilität vorliegend
      • tierexperimentelle Studien
        • Fertilitäts- und Entwicklungsstudien an Rhesus-Affen durchgeführt
        • bei sehr hohen Dosen anovulatorische und abortive Wirkungen bei den Versuchstieren beobachtet
    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Interferon beta-1a - invasiv
    • begrenzte Informationen zum Übergang von Interferon beta-1a in die Muttermilch, zusammen mit den chemisch / physiologischen Eigenschaften von Interferon beta, lassen vermuten, dass die in die Muttermilch ausgeschiedenen Mengen an Interferon beta-1a vernachlässigbar sind
    • keine schädlichen Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene / Kind erwartet
    • Interferon beta-1a kann während der Stillzeit angewendet werden

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

    • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
      • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden. Bitte informieren Sie insbesondere Ihren Arzt, wenn Sie Antiepileptika oder Antidepressiva einnehmen.

    Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
    keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben
    schwerwiegend Natalizumab / Immunsuppressiva
    Saccharomyces cerevisiae (boulardii) / Immunsuppressiva
    Clozapin / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
    Immunmodulatoren / S1P-Modulatoren
    mittelschwer Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
    Blutgerinnungsfaktoren, AAV-Vektor basiert / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
    Efbemalenograstim alfa / Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
    geringfügig Zidovudin / Interferon beta
    Stoffe, potenziell hepatotoxisch / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)
    Streptozocin / Immunsuppressiva
    Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
    Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential / Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
    Mogamulizumab / Immunmodulatoren
    Interferon beta-1a / Rifampicin
    Methotrexat / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Interferon beta-1a / Isoniazid
    Teriflunomid / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Valproinsäure / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Mercaptopurin / Stoffe, potenziell hepatotoxisch
    Givinostat / Stoffe, die die Triglyceridwerte erhöhen können
    unbedeutend Paracetamol / Stoffe, potenziell hepatotoxisch (Livertox Score A - C)

    Warnhinweise

    • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    • Es werden keine schädlichen Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/Kind erwartet. Das Arzneimittel kann während der Stillzeit angewendet werden.

    Enthält Benzylalkohol. Darf bei Früh- und Neugeborenen nicht parenteral oder oral angewendet werden. Kann bei Säuglingen und Kindern bis zu 3 Jahren toxische und allergische Reaktionen hervorrufen. Vorsicht bei Personen mit eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion. Die Anwendung in der Schwangerschaft kann unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht gezogen werden.Die Anwendung in der Stillzeit kann unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht gezogen werden.

    Dosierungsanleitung

    • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
    • Dosierung
      • Die übliche Dosierung ist 44 Mikrogramm (12 Millionen I.E.) dreimal pro Woche. Ihr Arzt hat Ihnen eine niedrigere Dosierung von 22 Mikrogramm (6 Millionen I.E.) dreimal pro Woche verschrieben.
      • Diese niedrigere Dosis wird empfohlen für Patienten, die die höhere Dosierung nicht vertragen können.
      • Das Präparat sollte dreimal pro Woche und, wenn möglich:
        • immer an den gleichen drei Wochentagen (mit mindestens 48 Stunden Abstand, z. B. Montag, Mittwoch, Freitag) und
        • zur gleichen Tageszeit (vorzugsweise abends) verabreicht werden.
    • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (2 bis 17 Jahre alt)
      • Es wurden keine formellen klinischen Prüfungen mit Kindern oder Jugendlichen durchgeführt. Einige vorliegende klinische Daten deuten jedoch darauf hin, dass das Sicherheitsprofil bei Kindern und Jugendlichen, die 22 Mikrogramm oder 44 Mikrogramm dreimal wöchentlich erhalten, dem Sicherheitsprofil von Erwachsenen ähnelt.
    • Anwendung bei Kindern (unter 2 Jahren)
      • Das Arzneimittel wird nicht für die Anwendung bei Kindern unter 2 Jahren empfohlen.

     

    • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
      • Wenden Sie sich im Falle einer Überdosis bitte sofort an Ihren Arzt.

     

    • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
      • Falls Sie eine Dosis versäumt haben, fahren Sie bitte am Tag der nächsten geplanten Dosis mit den Injektionen fort. Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

     

    • Wenn Sie die Anwendung abbrechen
      • Die Wirkung ist möglicherweise nicht sofort bemerkbar. Deswegen dürfen Sie die Behandlung mit dem Arzneimittel nicht unterbrechen, sondern müssen die Anwendung regelmäßig fortsetzen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Sollten Sie über den Nutzen der Behandlung unsicher sein, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
      • Sie dürfen die Behandlung nicht abbrechen, bevor Sie Ihren Arzt konsultiert haben.

     

    • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

    Dosierung

    Basiseinheit: 1 Fertigspritze (0,5 ml Injektionslösung) enthält 22 µg (6 Millionen I.E.) Interferon beta-1a, produziert von Ovarialzellen des chinesischen Hamsters (CHO-K1) durch rekombinante DNA-Technologie

    • Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose
      • Behandlung ist unter Aufsicht eines Arztes mit Erfahrung in der Therapie von Multipler Sklerose einzuleiten
      • 44 µg Interferon beta-1a 3mal / Woche s.c.
      • Dosisreduktion bei Unverträglichkeit der höheren Dosierung: 22 µg Interferon beta-1a 3mal / Woche s.c.
      • Behandlungsbeginn: anders dosierte Präparate verwenden; allmähliche Dosissteigerung empfohlen (so wird Entwicklung einer Tachyphylaxie erlaubt, wodurch Auftreten von Nebenwirkungen verringert wird)
      • Behandlungsdauer
        • zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt
        • Unbedenklichkeit und Wirksamkeit für Behandlungszeitraum > 4 Jahre nicht nachgewiesen
        • mind. alle 2 Jahre innerhalb der ersten 4 Behandlungsjahre gründliche Untersuchung des Patienten empfohlen, danach individuell über Fortführung der Behandlung entscheiden

    Dosisanpassung

    • Kinder (2 - 11 Jahre) und Jugendliche (12 - 17 Jahre)
      • keine formellen klinischen Studien oder pharmakokinetischen Untersuchungen durchgeführt
      • 22 oder 44 µg Interferon beta-1a 3mal / Woche s.c.: Sicherheitsprofil ähnelt dem bei Erwachsenen
    • Kinder (< 2 Jahre)
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
      • keine Anwendung
    • Anstieg des ALT-Wertes über das 5fache des oberen Normwertes
      • Dosisreduktion in Betracht ziehen
      • erneute schrittweise Dosiserhöhung nach Normalisierung der Enzymspiegel
    • Schwere Nieren- oder Leberschäden und schwere Myelosuppression
      • Anwendung mit Vorsicht
      • Ständige Überwachung in Betracht ziehen

    Nebenwirkungen

    • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • Informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt und beenden Sie die Anwendung des Arzneimittels, wenn bei Ihnen eine der folgenden schweren Nebenwirkungen auftritt:
      • Schwere allergische (Überempfindlichkeits-) Reaktionen. Wenn Sie unmittelbar nach Anwendung des Arzneimittels plötzliche Atemnot verspüren, die möglicherweise zusammen mit Schwellung des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens, mit Nesselausschlag, Juckreiz am ganzen Körper und einem Schwächegefühl oder Mattigkeit auftritt, wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren Arzt oder begeben sich dringend in ärztliche Obhut. Diese Nebenwirkungen sind selten (können bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten auftreten).
      • Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn bei Ihnen eines der folgenden Symptome auftritt, das möglicherweise auf ein Leberproblem hinweist: Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und der Augäpfel), ausgedehnter Juckreiz, Appetitverlust gepaart mit Übelkeit und Erbrechen und Neigung zu Blutergüssen. Schwere Leberprobleme können mit weiteren Symptomen einhergehen, z.B. Konzentrationsstörungen, Schläfrigkeit und Verwirrtheit.
      • Eine Depression tritt bei Patienten, die wegen Multipler Sklerose behandelt werden, häufig (bei bis zu 1 von 10 Behandelten) auf. Wenn Sie depressiv sind oder Selbstmordgedanken entwickeln, berichten Sie dies sofort Ihrem Arzt.
    • Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken:
      • Grippeähnliche Symptome, wie Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Gelenkschmerzen, Müdigkeit und Übelkeit, sind sehr häufig (können bei mehr als 1 von 10 Behandelten auftreten). Diese Symptome sind gewöhnlich leicht, treten am Anfang der Behandlung häufiger auf und gehen mit Fortdauer der Behandlung zurück. Um die Symptome zu lindern, kann Ihr Arzt Sie anweisen, ein fiebersenkendes Schmerzmittel vor einer Dosis und sodann für 24 Stunden nach jeder Injektion einzunehmen.
      • Reaktionen an der Injektionsstelle, einschließlich Hautrötung, Schwellung, Hautverfärbung, Entzündung, Schmerzen und Hautdegeneration, sind sehr häufig. Das Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle lässt gewöhnlich mit der Zeit nach. Gelegentlich (bei bis zu 1 von 100 Behandelten) treten Gewebezerstörung (Nekrose), ein Abszess und Schwellung an der Injektionsstelle auf.
      • Beachten Sie die Empfehlungen unter Kategorie "Patientenhinweis", um das Risiko für das Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle zu verringern. Die Injektionsstelle kann sich infizieren (gelegentlich); die Haut kann anschwellen, empfindlich werden oder verhärten, und das gesamte Hautareal kann stark schmerzen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, falls eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt.
      • Bestimmte Labortestergebnisse können sich verändern. Diese Veränderungen werden im Allgemeinen vom Patienten nicht wahrgenommen (keine Symptome), sind normalerweise reversibel und leicht und machen meist keine besondere Behandlung erforderlich. Die Anzahl der roten Blutkörperchen, der weißen Blutkörperchen oder der Blutplättchen kann entweder unabhängig von einander (sehr häufig) oder gleichzeitig (selten) verringert sein. Mögliche Symptome, die auf diese Veränderungen zurückzuführen sind, können Müdigkeit, eine reduzierte Infektabwehr, Blutergüsse oder unerklärliche Blutungen sein. Leberfunktionstests können gestört werden (sehr häufig). Auch Entzündungen der Leber wurden berichtet (gelegentlich). Wenn Sie Symptome bemerken, die auf eine Leberfunktionsstörung hinweisen, wie z. B. Appetitverlust in Kombination mit anderen Symptomen, wie Übelkeit, Erbrechen oder Gelbsucht, wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren Arzt.
      • Eine Schilddrüsenfunktionsstörung tritt gelegentlich auf. Die Schilddrüse kann entweder zu stark oder unzureichend arbeiten. Diese Veränderungen der Schilddrüsenfunktion werden meist nicht vom Patienten als Symptome wahrgenommen, Ihr Arzt kann jedoch, falls angezeigt, eine Testung empfehlen.
      • Scheinbarer MS-Rückfall (Häufigkeit unbekannt): Es besteht die Möglichkeit, dass zu Beginn Ihrer Behandlung mit dem Arzneimittel bei Ihnen Symptome auftreten, die denen eines Multiple Sklerose-Rückfalls ähneln. Zum Beispiel können sich Ihre Muskeln sehr empfindlich oder schwach anfühlen, was Sie daran hindert, sich zu bewegen, wie Sie wollen. In einigen Fällen treten solche Symptome zusammen mit Fieber oder grippeähnlichen Symptomen, wie oben beschrieben, auf. Wenn Sie solche Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
    • Andere mögliche Nebenwirkungen beinhalten:
      • Sehr häufig (können bei mehr als 1 von 10 Behandelten auftreten):
        • Kopfschmerzen
      • Häufig (können bei bis zu 1 von 10 Behandelten auftreten):
        • Schlafstörungen
        • Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
        • Juckreiz, Hautausschlag
        • Muskel- und Gelenkschmerzen
        • Müdigkeit, Fieber, Schüttelfrost
        • Haarausfall
      • Gelegentlich (können bei bis zu 1 von 100 Behandelten auftreten):
        • Nesselsucht
        • Epileptische Anfälle
        • Leberentzündung (Hepatitis)
        • Atemprobleme
        • Blutgerinnsel, wie z. B. eine tiefe Venenthrombose
        • Netzhautstörungen, wie Entzündungen oder Blutgerinnsel, die zu Sehstörungen führen (Beeinträchtigungen beim Sehen, Verlust des Sehvermögens)
        • Vermehrtes Schwitzen
      • Selten (können bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten auftreten):
        • Suizidversuch
        • Schwerwiegende Hautreaktionen - einige mit Schleimhautschädigung
        • Blutgerinnsel in den kleinen Blutgefäßen, die Auswirkungen auf Ihre Nieren haben können (thrombotisch-thrombozytopenische Purpura oder hämolytisch-urämisches Syndrom). Die Symptome können vermehrte Blutergüsse, Blutungen, Fieber, extremes Schwächegefühl, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl oder Benommenheit umfassen. Ihr Arzt wird möglicherweise Veränderungen in Ihrem Blut und Ihrer Nierenfunktion feststellen.
        • Arzneimittelinduzierter Lupus erythematodes: eine Nebenwirkung, die nach Langzeitbehandlung mit dem Arzneimittel auftreten kann. Symptome können sich äußern als Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und -schwellung sowie Hautausschlag. Es können sich auch andere Anzeichen wie Fieber, Gewichtsverlust und Müdigkeit entwickeln. Üblicherweise klingen die Symptome innerhalb von einer oder zwei Wochen nach Beendigung der Behandlung wieder ab.
        • Nierenprobleme einschließlich Narbenbildung, was zu einer Verringerung der Nierenfunktion führen kann. Wenn Sie einige oder alle der folgenden Symptome an sich bemerken:
          • schaumiger Urin
          • Müdigkeit
          • Schwellungen, vor allem im Bereich der Knöchel und Augenlider, sowie Gewichtszunahme, informieren Sie bitte Ihren Arzt, da es sich hierbei um Anzeichen eines möglichen Nierenproblems handeln könnte.
      • Die folgenden Nebenwirkungen wurden im Zusammenhang mit der Gabe von Interferon-beta berichtet (Häufigkeit nicht bekannt)
        • Schwindel
        • Nervosität
        • Appetitverlust
        • Erweiterung der Blutgefäße und Herzklopfen
        • Unregelmäßigkeiten und/oder Veränderungen der Menstruationsblutung
        • Pulmonale arterielle Hypertonie - eine Krankheit, bei der eine schwerwiegende Verengung der Blutgefäße in den Lungen vorliegt, die zu hohem Blutdruck in den Blutgefäßen führt, die das Blut vom Herz zu den Lungen transportieren. Pulmonale arterielle Hypertonie wurde zu verschiedenen Zeitpunkten während der Behandlung beobachtet, unter anderem bis zu einige Jahre nach Beginn der Behandlung.
        • Entzündung des Fettgewebes unter der Haut (Pannikulitis), wodurch sich die Haut hart anfühlen kann und sich möglicherweise schmerzhafte rote Knoten oder Flecken bilden.
    • Beenden Sie oder verändern Sie die Arzneimittelanwendung nicht ohne Anweisung Ihres Arztes.
    • Kinder und Jugendliche
      • Die Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen ähneln den bei Erwachsenen beobachteten Nebenwirkungen.
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

    Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)
    Interferon beta-1a - invasiv
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • anaphylaktische Reaktion
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • anaphylaktischer Schock
        • Überempfindlichkeitsreaktionen (Angioödem, Atemnot, Urtikaria, Hautausschlag, juckender Hautausschlag)
        • gesteigerte Auto-Antikörperbildung (ADA)
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Neutropenie
        • Lymphopenie
        • Leukopenie
        • Thrombozytopenie
        • Anämie
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Panzytopenie
        • thrombotische Mikroangiopathie, einschließlich
          • thrombotische thrombozytopenische Purpura
          • hämolytische-urämisches Syndrom
    • Endokrine Erkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Schilddrüsendysfunktion, meist als Hypo- bzw. Hyperthyreose
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Appetitlosigkeit
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • asymptomatischer Anstieg der Transaminasen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • schwerwiegende Transaminasenerhöhungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hepatitis mit und ohne Ikterus
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Leberversagen
        • Autoimmunhepatitis
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Depression
        • Insomnie
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Suizidversuch
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Suizid
        • Psychose
        • Angst
        • Verwirrtheit
        • emotionale Labilität
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • Kopfschmerzen (Häufigkeit zur Beginn der Behandlung höher)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • (vorübergehende) neurologische Symptome, die eine Exazerbation einer Multiplen Sklerose imitieren können, z.B.
          • Muskelspastik
          • Hypoästhesie
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Krampfanfälle
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • (vorübergehende) neurologische Symptome, die eine Exazerbation einer Multiplen Sklerose imitieren können, z.B.
          • Parästhesie
          • Gehschwierigkeiten
          • muskuloskelettale Steifigkeit
        • neurologische Symptome
        • Synkope
        • Schwindelgefühl
        • Krampfanfälle
        • Migräne
    • Augenerkrankungen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • vaskuläre Störungen der Retina, z.B.
          • Retinopathie
          • Cotton-Wool-Herde
          • Verschluss einer retinalen Vene oder Arterie
    • Gefäßerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Hitzegefühl
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • thromboembolische Ereignisse
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Vasodilatation
    • Herzerkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Kardiomyopathie
        • Herzinsuffizienz
        • Palpitation
        • Arrhythmie
        • Tachykardie
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Rhinorrhoe
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Dyspnoe
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • pulmonale arterielle Hypertonie
          • Ereignisse wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten gemeldet, u.a. bis zu einigen Jahren nach dem Behandlungsbeginn mit Interferon beta
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Durchfall
        • Erbrechen
        • Übelkeit
    • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Pruritus
        • Hautausschlag
        • erythematöser Ausschlag
        • makulopapulöser Ausschlag
        • Alopezie
        • vermehrtes Schwitzen
        • Kontusionen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Urtikaria
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Quincke-Ödem (Angioödem)
        • Erythema multiforme
        • Erythema-multiforme-ähnliche Hautreaktionen
        • Stevens-Johnson-Syndrom
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Verschlechterung einer Psoriasis
    • Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Myalgie
          • sehr häufig bei pädiatrischen Patienten schubförmig remittierender Multipler Sklerose im Alter von 10 bis 18 Jahren
        • Arthralgie
          • sehr häufig bei pädiatrischen Patienten schubförmig remittierender Multipler Sklerose im Alter von 10 bis 18 Jahren
        • Muskelkrämpfe
        • Nackenschmerzen
        • Extremitätenschmerz
          • sehr häufig bei pädiatrischen Patienten schubförmig remittierender Multipler Sklerose im Alter von 10 bis 18 Jahren
        • Rückenschmerzen
        • Muskelsteifigkeit
        • muskuloskelettale Steifigkeit
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Arzneimittel-induzierter systemischer Lupus erythematodes
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Muskelschwäche
        • Arthritis
    • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • nephrotisches Syndrom
        • Glomerulosklerose
    • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Metrorrhagie
        • Menorrhagie
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
        • grippeähnliche Symptome
        • Fieber
        • Schüttelfrost
        • Schwitzen
        • nach subkutaner Gabe
          • Entzündungen an der Injektionsstelle
          • Hautreaktionen an der Injektionsstelle
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Schmerzen an der Injektionsstelle
        • nach intramuskulärer Gabe
          • Erythem an der Injektionsstelle
          • Blutergussbildung an der Injektionsstelle
        • Müdigkeit
        • Asthenie
        • Schmerzen
        • Erschöpfung
          • sehr häufig bei pädiatrischen Patienten schubförmig remittierender Multipler Sklerose im Alter von 10 bis 18 Jahren
        • Unwohlsein
        • nächtliches Schwitzen
        • Rigor
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Brennen an der Injektionsstelle
        • Nekrosen an der Injektionsstelle
        • Schwellung an der Injektionsstelle
        • Abszess an der Injektionsstelle
        • Infektionen an der Injektionsstelle
        • vermehrtes Schwitzen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Zellulitis an der Injektionsstelle
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Brustkorbschmerzen
        • Pannikulitis an der Injektionsstelle
        • Reaktion an der Injektionsstelle
        • nach intramuskulärer Gabe
          • Weichteilinfektion an der Injektionsstelle
          • Blutungen an der Injektionsstelle
    • Untersuchungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • verminderte Lymphozytenzahl
        • verminderte Leukozytenzahl
        • verminderte Neutrophilenzahl
        • erniedrigter Hämatokrit
        • erhöhte Kaliumwerte im Blut
        • erhöhter Blutharnstoff
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • verminderte Thrombozytenzahl
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Gewichtsabnahme
        • Gewichtszunahme
        • anormaler Leberfunktionstest

  • Wirkstoff und weitere Bestandteile des Arzneimittels

    Stoffname Stoffmenge Stofftyp
    Interferon beta 1a0.022 mgWirkstoff
    Interferon beta 1a6000000 IEWirkstoff
    Benzyl alkohol2.5 mgKonservierungsstoff
    Essigsäure 33%+Hilfsstoff
    Mannitol+Hilfsstoff
    Methionin+Hilfsstoff
    Natrium acetat+Hilfsstoff
    Natrium hydroxid+Hilfsstoff
    Poloxamer 188+Hilfsstoff
    Wasser, für Injektionszwecke+Hilfsstoff

  • Anmelden / Registrieren

    Bitte geben Sie Ihre Email-Adresse und Ihr persönliches Passwort ein. Nutzen Sie die Vorteile eines Kundenkontos, wie Favoriten und Preis-Alarm.

Links zu dieser Seite

zum Produkt

zum Anbieter